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Ruhmeshalle

  1. Tinuthir

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  1. 3 points
    Da protestiere ich mal frei heraus. Tolkiens Erlebnisse in den Weltkriegen und in seinem sonstigen Leben haben natürlich einen Einfluss auf sein Schreiben und seine Werke. Aber zu behaupten, dass die Textwelt erst durch die (so verstehe ich dich) Verbildlichung der Filme von Jackson entstanden ist, finde ich, um es irgendwie in Worte zu fassen, merkwürdig. Tolkien und seine Welt (nicht nur Mittelerde) zeichnet sich durch sein eigenes Erkunden in dieser Welt aus, die er gemeinsam mit ihr selbst entdeckt hat. Dass er seine Erkundung mit uns teilt (mit Christopher Tolkien als Vermittler) empfinde ich als riesiges Geschenk. Damit möchte ich aber auch an die allgemeine Diskussion hier anknüpfen. Die Vorfreude ist trotz des Zweifels des Ungewissen riesig. Ob es gut oder schlecht wird, neues Material von Ea ist einfach toll! Und um am Vorherigen anzuknüpfen, finde ich es mutig von den Verantwortlichen der Serie, diesen Schritt zu wagen. Es ist keine leichte Aufgabe, dies beweist die Arbeit von Jackson mit seiner Herr der Ringe Verfilmung. Seine großartige Verfilmung besteht meines Erachtens darin, dass er selbst in die Welt Tolkiens eingetaucht ist und seine Interpretation dargestellt mit uns geteilt hat. Diese war mit einem großteil der Rezipienten deckungsgleich. Mit Der Hobbit hat er aus meiner Meinung das Universum Tolkiens nicht bereichert, aber es ist unterhaltendes Material zu einer mir teuren Welt. Mit dem beinahe flüssigen Übergang vom Ende des Hobbits und Anfang des Herr der Ringe ist seine Entdeckung auf geschlossen und gelungen. Ob eine Unterbrechung dieses "runden" Werks Jacksons durch die Serie notwendig ist oder nicht, schaden kann es nicht. Ich bin gespannt, was den Inhalt der Serie ausmachen wird. Aber eine Lücke ist da und warum diese nicht füllen? Tolkien hat sein Werk und seine Welt nicht vollendet und hätte dies auch in fünfzig Jahren nicht. Stoff gibt es auf jeden Fall und eine Serie ist ein neues Medium, das flexibler als Filme (bzw. dem gefühlten Trilogie-Zwang Tolkiens) ist und das durch seine neuen Produzenten und den verfügbaren Mitteln bedächtig und verantwortungsvoll zu gestalten ist. Hätte Jackson den kritischen Stimmen von damals klein bei gegeben, hätten wir die (m.E.) großartigen Filme zu den (als Allgemein anerkannt) großartigen Büchern nicht. Ich teile die Meinung, dass das Buch auch ohne die Verfilmung seine Anerkennung gehabt hätte. Aber mit den Filmen hat es sich auf einer anderen Ebene durchgeschlagen. Die Serie schließt sich da jetzt an. Ich finde, wir können uns freuen und gespannt sein!
  2. 2 points
    Ich benutze PocketCasts, hab dem Entwickler dafür auch gern ein paar Euro für die Vollversion gezahlt. (Die Changelogs sind meist sehr amüsant ) Ich höre Podcasts vor allem, wenn ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin, d.h. täglich etwa eine Stunde, oder im Auto (wobei ich seit Oktober erfreulicherweise kaum noch Auto fahren muss). Seit ich schnieke Bluetooth-Kopfhörer habe, die einen "transparency mode" ermöglichen, höre ich sogar beim Fahrradfahren Podcasts. Aber ich fahre Moment nicht viel Fahrrad, insofern fällt das nicht so sehr ins Gewicht Auch höre ich Podcasts, wenn ich irgendwie alleine unterwegs bin, z.B. einkaufen, wobei das meist ohnehin im nahtlosen Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel stattfindet. Edit: Das, was @mathias da beschreibt, hab ich auch noch nie gehört ich weiß auch gar nicht, wie ich darauf reagieren würde. Völlig beknackt. Nächstes Mal nimmst du die Kopfhörer ab und sagst: "Perdono, no parli tedesco"
  3. 1 point
    genug Kleinkram! Zeit für Schneemänner!
  4. 1 point
    Nein so was ist mir noch nie passiert. Und ich "befürchte", dass das nichts bringt. Das einzige, was sicherlich einen Effekt hätte, wäre sich schweigend wegdrehen oder so was, aber das ist natürlich nicht nett. Und genau da liegt der sprichwörtliche Hund begraben – man spricht doch die Leute an, die einem am sympathischsten erscheinen, kopfhörertragend oder nicht
  5. 1 point
    Auch von mir nachträglich alles Gute!
  6. 1 point
    Ich fand den FIlm auch ausgezeichnet. Hab mir schon die Steelbook Blu Ray Fassung bestellt. Meiner Meinung nach einer der wenigen Fortsetzungen, die nicht in die Hose gegangen sind, nicht wie die grauenhaften Star Wars Teile. Der Stil des Films war perfekt getroffen.
  7. 1 point
    dangöööö dangööööö Schoki supi, Bari noch supier, Schokobäri mit Krone: am Supisten! wie werd ich jetzt schon wieder gescholten?! dangöööö - hatte prima Geburtstag. Erst Kultur, dann Naschis, dann noch mehr Kultur, dann wieder Naschis. Dann prima Fleischteller. Dann Schnapppps
  8. 1 point
    Da bitte. Zufrieden?
  9. 1 point
    Danke, Eldanor! Das ist ja interessant. Trinklieder, die "dem Biergenuss frönen", das tönt ja ziemlich nach Tolkien. Erinnert mich an diesen Comic:
  10. 1 point
    Ergänzend dazu würde ich noch anführen, dass das tolkiensche Legendarium im Laufe seiner Existenz stetige Wandel durchgemacht hat. Den momentan größten und positivsten dieser Wandel sehe ich in Jacksons Verfilmungen, die unglaublich viele Menschen (mich dabei eingeschlossen) in ihren Bann gezogen und langsam an die riesige Welt Tolkiens herangeführt haben. Ohne sie hätte ich nie die Motivation dazu gehabt, die Bücher zu lesen, in die Welt einzutauchen und mich mit dem Quenya dieser Phantasiewelt auseinanderzusetzen, die ich heute schon so liebgewonnen habe. Und ich bin mir sicher, dass es vielen Menschen (gerade Jüngeren) ebenso geht wie mir. Außerdem würden die Bücher, wie ich glaube, langsam wie Númenor gemeinhin in Vergessenheit geraten, nur noch den wahrlich Interessierten offen stehen und der Titel "Der Herr der Ringe" nur ein verblassender Name in dem weit verflochtenen Netz des menschlichen Gedächtnisses werden. Und daher bin ich der Ansicht, dass die nun aufkommende Serie zwar nicht den gleichen heranführenden Effekt wie die Filme haben wird, jedoch trotzdem Menschen erneut in diese Welt entführen wird und möglicherweise in einigen dasselbe Feuer zu entfachen, das in den Herzen aller Tolkienisten brennt. Udn außerdem: Ob eine Serie "Mist" ist oder nicht, entscheidet immer der individuelle Verstand eines jeden Einzelnen.
  11. 1 point
    Liebe Tolkien-Freunde, meine sehr verehrten Hochnerds, haben wir noch ein Zimmerchen frei unterm digitalen Bühl? Ich denke schon. Selbstverständlich habe ich die ehrwürdigen Hallen der Drittschöpfung abgesucht, bevor ich mir diese bescheidene Klause für mein Thema ausgesucht habe. Aber ich fand nichts passendes. Ich möchte hier Bücher sammeln und diskutieren, die Tolkien gekannt oder ihn sogar inspiriert haben könnten. Dabei wäre es schön, wenn wir uns stillschweigend auf ein gewisses Niveau der Originalität einigen könnten. Natürlich kannte Tolkien die Bibel. Aus seiner Biographie wissen wir, daß er den Beowulf, die finnische Kalevala, die Edden und diverse englische Märchenautoren verschlungen hat. Und auch wenn er ihn gehaßt haben mag, gelesen hat der Professor Shakespeare auf jeden Fall. Sonst wäre der wandelnde Wald von Birnam nicht als Marsch der Ents und Macduffs Kaiserschnitt nicht als Vorlage für Glorfindels Prophezeiung in sein Werk eingeflossen. Hier in dieser sandfarbenen Kammer wollen wir uns treffen, wenn wir bei der Lektüre historischer Literatur über Textstellen stolpern, die uns an Motive aus Tolkiens Büchern erinnern. Ich bin gespannt, was Ihr findet.
  12. 1 point
    YAY Geschenkeeeee Muss nie wieder bei Amazon was bezahlen. Also für ne Weile (voll irritierend wenn die plötzlich Kreditkarten Fragen stellen...) Prima Notebook Rucksack. Mit schick. Und modern. Und Taschen links und rechts. Und oben. Und ner Skateboard-Halterung! Keine Lego (aber man kann ja ned alles haben)
  13. 1 point
    Sooo auch mal hier paar fotos von meinem kleinen Projekt...
  14. 1 point
    Wenn du auch mehr bezahlen kannst...https://www.amazon.de/gp/offer-listing/3608938303/ref=dp_olp_used?ie=UTF8&condition=used oder https://www.booklooker.de/Bücher/J-R-R-Tolkien+Der-Herr-der-Ringe/id/A02ihpne01ZZ0 .
  15. 1 point
    Ich finde die Implikation, dass ein Buch quasi zwingend die Übersetzung in andere Medien braucht, um nicht in Vergesssnheit zu geraten, höchst fragwürdig. Ich bin auch ohne die Verfilmung auf das Buch aufmerksam geworden. Ich kenne Dutzende Filmliebhaber, die am Buch gescheitert sind. Ich habe Dutzenden Menschen das Buch nahe gebracht, obwohl sie die Filme nie gesehen haben. Ich bezweifle, dass das Eine mit dem Anderen viel zu tun hat. Manche Menschen mögen Bücher, manche mögen Filme, manche mögen beides. Gute Bücher vertragen vielfältige Interpretationen durch Film, Theater o.Ä. Aber sie geraten auch nicht einfach in Vergessenheit, bloß weil sie _nicht_ verfilmt werden. Mir persönlich hat Christopher Tolkiens Konzentration auf die Literatur immer imponiert, auch wenn sie mit einer Ablehnung von Verfilmungen einherging. Mir hat auch nie eingeleuchtet, warum so viele Menschen das "Silmarillion" für geeignet halten, in eine Serie übersetzt zu werden - ich halte den Stil dieses Werks für absolut ungeeignet dafür. Da müsste schon ein meisterhafter Regisseur ran, der in der Lage ist, die vielschichtigen Wortgebilde Tolkiens in ebenso vielschichtige Bilder zu verwandeln. Auf der reinen Handlungsebene funktioniert das hingegen nur durch unendlich viel Füllmaterial. Einer Fanfiction-artigen Serie, die sich auf keine literatische Vorlage bezieht, sondern einfach nur neue Handlungsstränge in eine Welt namens "Mittelerde" pflanzt, stehe ich komplett ablehnend gegenüber. Das hat viele Gründe, an erster Stelle den, dass ich Tolkien nicht als Worldbuilder verstehe, sondern als Myth-builder. Schon über die Computerspiele konnte ich nur den Kopf schütteln. Was eine kommerzorientierte Serie aus dem Material machen wird, kann ich nicht vorhersagen, aber ich befürchte nichts Gutes. Tolkien hat mit "Game of Thrones" so wenig gemeinsam wie mit "Breaking Bad"...
  16. 1 point
    Eines der am häufigsten besprochenen Gedichte Tolkiens ist "The Sea-Bell", vom berühmten Poeten und Kritiker W.H. Auden sogar als Tolkiens bestes poetisches Werk bezeichnet. Schon stilistisch verführen der Rhythmus und das wunderbare Reimschema dazu, ihm recht zu geben, viel mehr noch jedoch der Inhalt. Inhaltlich geht es in diesem (in der Ich-Perspektive verfassten) Gedicht um einen Erzähler, der am Strand in einer Muschel den Klang des Meeres und der Glocke eines fernen Hafens hört. Ein Boot taucht auf und trägt ihn in ein mysteriöses und schönes Land. Dort nimmt er zwar Gesang und Musik wahr, doch trifft er nie auf einen der Bewohner, die offenbar vor ihm fliehen. Auf einer Anhöhe ernennt er sich selbst zum König der Insel, eine dunkle Wolke lässt ihn aber blind und gebeugt Schutz in einem Wald suchen. Ein Jahr und einen Tag verbringt er dort, und wird, im Verstand umherwandernd, alt und grau. Verloren und gebrochen findet er schließlich sein Boot wieder, das ihn heim trägt. Doch zurückgekehrt in seine Heimat hat die Muschel ihren Klang verloren, und der Erzähler ist sich nicht nur bewusst, dass er das seltsame Land nie wieder sehen wird, sondern er findet sich darüber hinaus auch in seiner Heimat allein und verlassen. Das Gedicht bietet eine ganz ungewöhnliche Perspektive auf die Meeressehnsucht und die Reise übers Meer, die sonst bei Tolkien durchweg positiv besetzt ist. Zum einzigen Mal nimmt sich Tolkien des Scheinterns einer Reise in die Märchenwelt / Anderwelt an. Im Gegensatz zu all den anderen vielen Faerie-Reisenden in Tolkiens Werk (von den Elben über Aelfwine bis hin zum Schmied von Großholzingen) erfährt der Reisende hier nicht nur Ablehnung im Märchenreich, er entfremdet sich schließlich auch von seiner Heimat und wird fast zu einer Art Geist zwischen den Welten. Neben dem stolzen Gebahren des Reisenden im fremden Land, als er sich zum König ausruft, kulminieren in diesem Gedicht viele andere für Tolkiens Werk zentrale Themen wie Sehnsucht, Leid, Sterblichkeit, Anderwelt etc. Eine besondere Tiefe erhält das Gedicht durch seine fiktive Hintergrundgeschichte: Im Vierten Zeitalter in Mittelerde geschrieben trägt es den hingekritzelten Titel "Frodo's Dreme / Frodos Traum" und wird in Verbindung gebracht mit Frodos Zustand nach seiner Rückkehr ins Auenland, seinen unheilbaren Verletzungen und fiebrigen Träumen, wenn er wieder einmal krank wurde. Liest man das Gedicht auf diesem Hintergrund, kann man nicht nur Frodos Zustand in all seiner Gebrochenheit und Entfremdung besser fassen, man kann auch eine völlig neue Facette entdecken: Frodos Angst, in den Westen zu fahren und - noch dramatischer - die Möglichkeit, dass Frodo dort eventuell nicht findet, wonach er sich sehnt... Das Gedicht ist in den "Adventures of Tom Bombadil" erschienen, entsprechend gebe ich die vorhandene deutsche Übersetzung gleich mit dazu. THE SEA-BELL I walked by the sea, and there came to me, as a star-beam on the wet sand, a white shell like a sea-bell; trembling it lay in my wet hand. In my fingers shaken I heard waken a ding within, by a harbour bar a buoy swinging, a call ringing over endless seas, faint now and far. Then I saw a boat silently float on the night-tide, empty and grey. ‘It is later than late! Why do we wait?’ I leapt in and cried: ‘Bear me away!’ It bore me away, wetted with spray, wrapped in a mist, wound in a sleep, to a forgotten strand in a strange land. In the twilight beyond the deep I heard a sea-bell swing in the swell, dinging, dinging, and the breakers roar on the hidden teeth of a perilous reef; and at last I came to a long shore. White it glimmered, and the sea simmered with star-mirrors in a silver net; cliffs of stone pale as ruel-bone in the moon-foam were gleaming wet. Glittering sand slid through my hand, dust of pearl and jewel-grist, trumpets of opal, roses of coral, flutes of green and amethyst. But under cliff-eaves there were glooming caves, weed-curtained, dark and grey; a cold air stirred in my hair, and the light waned, as I hurried away. Down from a hill ran a green rill; its water I drank to my heart’s ease. Up its fountain-stair to a country fair of ever-eve I came, far from the seas, climbing into meadows of fluttering shadows: flowers lay there like fallen stars, and on a blue pool, glassy and cool, like floating moons the nenuphars. Alders were sleeping, and willows weeping by a slow river of rippling weeds; gladdon-swords guarded the fords, and green spears, and arrow-reeds. There was echo of song all the evening long down in the valley; many a thing running to and fro: hares white as snow, voles out of holes; moths on the wing with lantern-eyes; in quiet surprise brocks were staring out of dark doors. I heard dancing there, music in the air, feet going quick on the green floors. But whenever I came it was ever the same: the feet fled, and all was still; never a greeting, only the fleeting pipes, voices, horns on the hill. Of river-leaves and the rush-sheaves I made me a mantle of jewel-green, a tall wand to hold, and a flag of gold; my eyes shone like the star-sheen. With flowers crowned I stood on a mound, and shrill as a call at cock-crow proudly I cried: ‘Why do you hide? Why do none speak, wherever I go? Here now I stand, king of this land, with gladdon-sword and reed-mace. Answer my call! Come forth all! Speak to me words! Show me a face!’ Black came a cloud as a night-shroud. Like a dark mole groping I went, to the ground falling, on my hands crawling with eyes blind and my back bent. I crept to a wood: silent it stood in its dead leaves; bare were its boughs. There must I sit, wandering in wit, while owls snored in their hollow house. For a year and a day there must I stay: beetles were tapping in the rotten trees, spiders were weaving, in the mould heaving puffballs loomed about my knees. At last there came light in my long night, and I saw my hair hanging grey. ‘Bent though I be, I must find the sea! I have lost myself, and I know not the way, but let me be gone!’ Then I stumbled on; like a hunting bat shadow was over me; in my ears dinned a withering wind, and with ragged briars I tried to cover me. My hands were torn and my knees worn, and years were heavy upon my back, when the rain in my face took a salt taste, and I smelled the smell of sea-wrack. Birds came sailing, mewing, wailing; I heard voices in cold caves, seals barking, and rocks snarling, and in spout-holes the gulping of waves. Winter came fast; into a mist I passed, to land’s end my years I bore; snow was in the air, ice in my hair, darkness was lying on the last shore. There still afloat waited the boat, in the tide lifting, its prow tossing. Weary I lay, as it bore me away, the waves climbing, the seas crossing, passing old hulls clustered with gulls and great ships laden with light, coming to haven, dark as a raven, silent as snow, deep in the night. Houses were shuttered, wind round them muttered, roads were empty. I sat by a door, and where drizzling rain poured down a drain I cast away all that I bore: in my clutching hand some grains of sand, and a sea-shell silent and dead. Never will my ear that bell hear, never my feet that shore tread Never again, as in sad lane, in blind alley and in long street ragged I walk. To myself I talk; for still they speak not, men that I meet. ÜBERSETZUNG MUSCHELKLANG Am Meere ging ich, der Sand war feucht, da blendete mich ein weißes Geleucht, so dass ich mich bückte und hob vom Sand eine Muschel auf mit nasser Hand. Befremdlich lag sie und bebend da, als ich sie stumm vor Staunen besah. Sie glich einem Trichter, der sich wand um einen inneren, tönenden Kern, Nachhall der Brandung, unendlich fern Ich nahm ihn wahr, als er kaum begann, er schwoll, er nahm ab, er fing wieder an. Dann sah ich ein Schiff, das im Nebel schwamm bei Flut, es war grau und leer. Laut rief ich, als es mir näher kam: „Was warten wir? Bring mich ins offene Meer, Es ist später als spät!“ Und ich sprang durch den Gischt an Bord: „Es ist spät, und das Licht erlischt!“ Es trug mich fort, nass von Spritzern und Schaum, reglos lag ich, von Schlaf übermannt. Von dannen trug's mich, ich merkte es kaum, an den seltsamen Strand im Vergessenen Land. Im Zwielicht vernahm ich den Muschelton, den Klang wie zuvor, er schwebte davon, und die Wogen rollten wie eh und je und zerbarsten am Riff in der brüllenden See. Mich verschlug's an Land, die Küste lag breit und schimmerte weißlich im Meerschaumkleid. Sacht ging die See nun und spiegelte wiegend die Sterne wider, im Wasser liegend, Klippen, glatt geschliffen und nass, vorn Monde beschienen, funkelten blass. Durch die Finger lief mir glitzernder Sand wie Edelsteinsplitter und glimmernder Tand: Muscheln wie Hörner, gedreht aus Opal, grünliche Flöten, gerade und schmal, winziges Wendeltreppengerüst, Trompeten aus Bronze und Amethyst. Aber schaurige Höhlen lagen auch da, dem Anblick entzogen, dem Abgrund nah, Schlingkraut verbarg sie und schirmte sie ab. Es lief mir kalt den Rücken hinab. Ein bitterer Zugwind fuhr mir durch’s Haar, ich lief davon und floh die Gefahr. Vom Hügel sprang munter ein grün‑grüner Bach. Nach Herzenslust trank ich und wurde hellwach. Ich erklomm sein Bett über Stufe und Stein, kam in ein Traumland und drang da ein. Es lag im Glanze ewigen Lichts, von brandenden Meeren wusste es nichts. Wiesen breiteten sich wie Matten, überspielt von huschenden, leichten Schatten, von Blumen besät, als trügen sie Sterne, herabgefallen aus himmlischer Ferne; und ein blauer Weiher, gläsern und kühl, diente dem Mond als Spiegel und Pfühl. An einem trägen Flusse säumten Schwertlilien die Ufer, wo Erlen träumten und Weiden trauerten über den Spitzen schilfiger Speere und Binsenlitzen. Lieder drangen als Echo herauf aus dem Tal tief unten. Ich sah im Lauf schneeweiße Hasen vorüberflitzen, Ratten in heimlichen Höhlen sitzen, Stielaugenfalter schaukeln und flattern, Dachse vor ihren Bauen und Gattern staunend starren. Ich hörte Musik, trippelnde Füße auf grünendem Boden, doch wo ich hintrat, stockte mein Odem: Alles verstummte im Augenblick! Niemals schlug mir ein Gruß entgegen. Keiner ließ sich zu kommen bewegen. Aus schimmernden Blättern und grünem Röhricht knüpfte ich, unverdrossen und töricht, einen Mantel mir und brach einen Stab, dem ich zum Schmuck einen Wimpel gab, eine Ranke aus Gold. Mein Auge schien klar wie ein Stern zu sein und nahm alles wahr. Mit Blumen gekrönt stand ich königlich da, Herrscher des Hügels, des Lands, das ich sah. Und ich rief so schrill wie ein Gockel kräht. „Antwortet endlich und zeigt, wo ihr steht! Warum dieses Zaudern und Zögern? Warum bleibt ihr alle vor mir, eurem König, stumm? Hier stehe ich mit dem Schwertliliendegen, Rüstung aus Blattwerk zum friedlichen Segen! Sprecht endlich Worte und seht mich an!“ Aber nichts geschah. Eine Wolke zog dann drohend und nachtschwarz zu mir herauf. Ich stürzte zu Boden – ich raffte mich auf und lief um mein Leben! Die Finsternis umschloss mich erstickend im mächtigen Vließ. Ich tastete mich, gebückt und krumm, blindlings voran und erreichte den Wald, einen abgestorbenen Aufenthalt, entblättert, reglos und abermals stumm. Dort hockte ich lange, ging dann verwirrt immer tiefer hinein, wo Eulen schnarrten im öden Holz, und fand mich verirrt als ein Narr, den andere weiter narrten. Ein Jahr ging hin und mehr als ein Jahr. Der Holzwurm tickte in allen Bäumen, die Spinnen spannen in Zwischenräumen ihr Netz, ihre Fäden durchflochten mein Haar. Endlich durchbrach ein Licht die Nacht, und ich sah mein Haar: Es war grau geworden, gekrümmt mein Rücken von quälender Wacht. „Zurück muss ich wieder – ans Meer! In den Norden! Verloren hab ich mein eigenes Ich, kenn nicht den Weg und muss ihn doch gehen, ohne die Schattenverfolger zu sehen. Aber ich fühl es: Sie jagen mich!“ Ich stolperte weiter und weiter fort, sie lauerten fledermausgleich über mir und dem Weg und dem toten Ort und dem ganzen verfluchten Bereich. Mit dornigen Ranken schützte ich mich vor dem Wind, dem eisigen Wind, kroch tappend weiter, tastete, schlich ertaubten Gefühles und blind. Und eines Tages verspürte ich doch den Geschmack von Wasser und Salz. Ein Regen fiel, der nach Dünung roch, und ich stand am Ende des Walds! Schreiende, klagende Möwen flogen über die Klippen, wo Seehunde lagen; Wogen rollten in Brechern und zogen schäumend heran, und wurden zerschlagen. Winter brach ein. Ich verlor mich im Nebel, er schluckte mich und verschluckte die Zeit, drückte mir Schnee in den Mund als Knebel und stieß mich zurück in die Einsamkeit. Doch an der Küste lag noch mein Boot, gewiegt von der Flut. Da ließ ich mich fallen, wurde geschaukelt, getragen von allen Wellen, hinweg aus der Not und dem Tod! Möwen drängten sich eng auf den Riffen, wir aber drängten ins offene Meer, wo riesige Frachter im Sonnenlicht schiffen, die Segel gebläht und von Lichtfracht schwer. Wir legten zuletzt im Hafen an, das Wasser schwappte, der Tag zerrann und wandelte sich in Nacht und Schnee. Wabernder Vorhang verdeckte die See. Ringsum standen die Häuser verschlossen, finster und nass. In Straßen und Gossen troff es. Alles war menschenleer. Da warf ich alles von mir, was ich trug. Die letzten Sandkörner rieselten leise aus meiner Faust – keine Muschel schlug mir wie einst entgegen tönenderweise. Den Klang wird mein Ohr nie wieder vernehmen. Mein Fuß wird nie wieder das Land betreten. Zu allen Stunden, frühen und späten, Wandre ich blindlings einher wie ein Schemen. Wohl seh ich Menschen vorübereilen, spricht mich doch keiner jemals an, scheut mich ein jeder, ich scheue jeden, kann nur mehr mit mir selber reden. Aussätzig bin ich, ein Bettelmann.
Diese Ruhmeshalle ist in Berlin/GMT+01:00
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