Weiß nicht, ob Du die Serie in englischer Sprache schaust, aber dort fällt der Begriff "Gand"(anscheinend ein altes Wort für "Stab" und Bombadil sagt in der Serie: "A wizard's staff is like a name.") und bei den Starren wird von "Grand-Elf" gesprochen. Also ziemlich offensichtliche und - meiner Meinung nach - auch ziemlich plumpe Hinweise, sollte es sich bei Meteor-Mann tatsächlich um Gandalf handeln.
Sollte sich der "Dark Wizard" als Saruman herausstellen, würde mir das ebenfalls nicht gefallen. Es würde seinen späteren Verrat im Dritten Zeitalter in gewisser Weise marginalisieren, wenn er zuvor schon einmal mit Sauron verbündet war.
Das Problem; Die Rechte, die den Serienmachern zur Verfügung stehen. Der "Dark Wizard" scheint in der Serie in Rhûn so etwas wie eine Sekte anzuführen, so wie es Tolkien an anderer Stelle über die blauen Zauberer vermutete, die in einer Version bereits im Zweiten Zeitalter in Mittelerde aufschlugen, ja. Allerdings steht dies so nicht in Der Herr der Ringe oder Der Hobbit und ist somit eigentlich rechtlich tabu.
Dennoch gefiele mir der Gedanke, dass die Istari, welche zuerst nach Mittelerde geschickt wurden, in dem Fall die blauen Zauberer, noch "Startschwierigkeiten" hatten bzw. ihre ruppige Ankunft noch mit Nebenwirkungen(Gedächtnisverlust) verbunden war. Dadurch wirkt ihr eigentlicher Auftrag eher verschwommen, unklar und die Wahrscheinlichkeit, dass sie diesen falsch interpretieren, ist somit deutlich höher und führt in diesem Fall dann zum "Dark Wizard". Schaun wir mal. Auf jeden Fall tragen die Schergen des "Dark Wizard" erstaunlich viel Blau an ihrer Kleidung.
-
Hat Peter Jackson unter dieser Voraussetzung nicht auch Der Herr der Ringe "verbraucht", sollte es jemals zu einer neuen Adaption kommen? Warum kann man denn über eine eventuelle Neuinterpretation des Stoffs, den PJ verfilmt hat, hinwegsehen, nicht aber über eine Neuinterpretation dessen, was er "ausgespart" hat und nun in der Serie zu sehen ist? Für mich widersprüchlich.
-
Wirkt Tom Bombadil nicht auch bei Tolkien so, als müsste es genau so sein? Tolkiens Erklärung zu Tom Bombadil gibt es zum Beispiel gar nicht, wieso sollten wir solche dann an anderer Stelle einfordern?
"Warum lebt Tom Bombadil im Alten Wald und welch eine Rolle hat er in der Erzählung?"
"Egal. Ist halt so."
"Warum lebt Tom Bombadil in Rhûn und welche Rolle hat? Dafür möchte ich jetzt eine Begründung haben!"
Mir gefällt die Theorie, dass es sich bei Tom Bombadil nicht um 'Gott', sondern um Tolkien selbst handelt. Er ist kein Krieger, sondern ein Wanderer, ein stiller Beobachter. Er ist der Älteste, der noch vor den Bergen, Flüssen und Sternen da war. Er ist es, der im einst grünen Rhûn das Erwachen der Elben bei Cuiviénen beobachtete und uns somit davon erzählen konnte, dass es nämlich Melkor war, der die Elben noch vor den Valar entdeckte.
-
Kann ich irgendwie verstehen. Vergleicht man, die meiner Ansicht nach, 'schwächeren" Handlungsstränge miteinander, Númenor und die Harfüße/Meteor-Man, fällt auf, dass die Handlung in Rhûn geradezu im Schneckentempo foranschreitet, während ich mich noch frage, wie eine Earien, die in Staffel 1 keine für die Handlung relevante Rolle inne hatte, nun plötzlich zu einer Art Antagonistin werden konnte und mit Pharazôn paktiert. Gerade in Númenor wirkt es so, als würden dort Szenen/detailliertere Erklärungen fehlen oder sie wurden herausgeschnitten. Pharazôn ist plötzlich der heißeste Anwärter auf den Thron, da ist der Körper von Tar-Palantir noch nicht einmal wirklich kalt.