Um ehrlich zu sein, ja. Sieben von acht Folgen reichen mir diesbezüglich aus.
Ich sage mal so, wenn du es abkaufst, dass dieser Widerspruch quasi "on purpose" von den Machern konzipiert wurde, kannst du es gerne machen. Ich tu es nicht. Denn wenn du diese Widersprüche dem Zuschauer als Widersprüche innerhalb des Narratives darstellen willst, dann musst du das auch so erzählen in der Serie. Ich bin ehrlich gesagt Leid, mir immer jegliche Zusammenhänge selbst zusammensuchen zu müssen, nur um dann zum 10. Mal zu sehen, wie der Stranger erst was gutes und dann was schlecht tut. Dann hätte einfach mal einer der Harfüße aufstehen und sagen sollen "Sorry Largo, aber das was du sagst, ist völliger Humbug". Dann entsteht ein innerer Konflikt bei den Harfüßen (bzw. dieser wird benannt) und man sich angucken, wie das ausgeht.
Und ja, wenn du eine gute Geschichte erzählen willst, dann müssen deine Charaktere logisch und frei von Widersprüchen handeln (innerhalb ihres eigenen Charakters). Und wenn sie unlogisch oder widersprüchlich handeln, dann muss das entsprechend benannt und erklärt werden. Dass Bilbo die Zwerge zum Erebor begleitet, ist daher überhaupt nicht unlogisch. Soweit ich mich recht erinnere, wird Bilbo schon immer als jemand charakterisiert, der mit zunehmendem Alter auch Fernweh bekommt und sich auch nicht davor scheut, Lebende anderer Völker zu treffen, oder sich die Geschichten von Gandalf über Drachen und Orks sich anzuhören. Bilbo ist nämlich - eben im Gegensatz zu anderen Hobbits - sehr abenteuerlustig, weshalb Gandalf ja auch Bilbo aussucht. Ich habe bei Bilbo zumindest nie den Eindruck bekommen, sich von der großen Welt abzuschotten. Daher ist dein Vergleich mit Bilbo mMn auch ziemlich unpassend.