Naja, Tolkien schreibt auf Englisch “story, narrative, account, history” und mein Wörterbuch übersetzt das mit “Bericht, Darstellung”, “Aufzeichnung” ist klassischerweise “record”, aber dafür haben wir kein elbisches Wort. Wie schon gesagt, ich denke man kann quenta trotzdem hernehmen.
Die würde ich beide nicht ohne weiteres benutzen. dangweth heißt vor allem “Antwort”. Sindarin.de listet auch “Bericht”, aber ich würde die Textstelle anders lesen.
Ich würde das so interpretieren, dass die Wurzel √GWETH alleine das alles heißt. Die Übersetzungen hören sich für mich so an, als sollte das ein Verb sein, als Nomen “Bericht” würde ich dazu gwethed oder gwethas bilden.
Ínias “Annalen” ist abgeleitet von în “Jahr”, das ist für eine Schwangerschaft, die hoffentlich deutlich weniger als ein Jahr dauert eher unpassend. Man könnte das gleiche Abstraktum mit aur “Tag” formen, dann bekäme man oras “Zählung der Tage”
Das sind zwei unterschiedliche Arten, wie man den Genitiv formen kann. Abstrakta, die in -ie enden können im Genitiv ein -n- einschieben, um die Kombination -ieo- zu vermeiden. Ohne das -n- formt Tolkien den Genitiv von -ie Nomen einmal als sindie → sindieo, ansonsten als tyalie → tyalio, mélie → mélio, wobei ich die zweite Variante bevorzuge.
Gar nicht, es sind nur alternative Schreibweisen. (Bzw. es könnte Modi geben in denen sie sich unterscheiden, wir kennen aber keine). Nimm, was du besser findest.
Gonod- ist tatsächlich ein Verb “zählen, rechenen”, abgeleitet von go- “zusammen” und nod- “zählen”. Gonoded ist dann ein Nomen “das Zählen”. Der Grund, warum ich auch gonod alleine angebe ist, dass die Zusammensetzung Vorsilbe + Verbstamm zum Teil auch alleine als Nomen funktionieren kann, z. B. rhu- “böse” car- “tun” → rhugar “Übeltat”. Alternativ könnte man auch genediad “Zählung” verwenden, das hatte ich zu Anfang nicht vorgeschlagen, weil es in Genediad Drannail “Auenländische Zeitrechnung” vorkommt, scheint mir aber jetzt eine passende Alternative. Am besten finde ich aber gwethed/gwethas, nachdem der Mutterpass ja mehr tut als Tage zählen.
Wie gesagt wir haben kein Wort für “Schwangerschaft” auf Sindarin, das sind meine Ideen, was man sagen könnte, deswegen stehen sie in keiner Wortliste. Colbanavie setzt sich wahrscheinlich zusammen aus colba “womb” und navie, irgendein Abstraktum von na- “sein” (colbanavie ist also möglicherweise eher ein Lebensabschnitt des Kindes als der Mutter?). Colba sieht wiederum so aus als würde es sich von √KOL- “bear, carry” ableiten (das ist die gleiche Wurzel die auch in Cormacolindor “Ringträger” steckt, deckt also verschiedene arten von “bear” ab). Im Sindarin könnte das dann eine Verb col- (auf jeden Fall “tragen”, hoffentlich wie im Quenya auch “schwanger sein”) ergeben, von dem man dann als Nomen colth > coloth (ich hab mich umentschieden, den Stammvokal zu wiederholen wirkt sinnvoller, vgl. mel- “lieben” → meleth “Liebe”), coled, colas bilden könnte. Damit, lässt sich dann z. B. gwethas o choloth / “Bericht über die Schwangerschaft” formen.
Hier ist mir noch ein Tippfehler aufgefallen, die Erste Alternative muss parf emel heißen, die Tengwar-Version ist schon richtig.
Ich hoffe das hat jetzt mehr Fragen geklärt als neue aufgeworfen