Kann mir nicht vorstellen, dass sie dieses Drama-Potenzial links liegen lassen. Dennoch stellt sich natürlich die Frage, warum Pharazôn (bereits) einen Sohn hat.
Für einige ist die Zeitkompression in der Serie ein großer Kritikpunkt, auch weil sie dadurch fürchten, dass der langsame Verfall der númenorischen Gesellschaft, der wachsende Protektionismus, nicht deutlich genug dargestellt werden könnte. Zuvor ist eine Frage allerdings von großer Bedeutung; Definiert sich speziell Tolkiens Zweites Zeitalter durch die Unsterblichkeit der Elben und ihre unzähligen, persönlichen Verluste über die Jahrhunderte? Oder geht es eher um die Sterblichkeit der Menschen(Númenorer), die trotz des Privilegs eines längeren Lebens, sich mehr als sonst jemand vor dem Tod fürchten und deshalb nach der Unsterblichkeit streben?
In Filmen und Serien ist es stets ratsam, Gefühle wie Freude, Angst, Wut etc. direkt durch einzelne Charaktere darstellen zu lassen, was beim Zuschauer am ehesten zu einer Nachvollziehbarkeit führt. Bei Pharazôn (oder Ar-Pharazôn) handelt sich um die Kulmination dieser Furcht vor dem Tod und der Überheblichkeit der Menschen. In seinem Charakter vereint sich die Abneigung gegenüber den Eldar und den Valar, die zunehmende Thanatophobie der Linie von Elros und die ungebändigte Gier nach Macht.
Des Weiteren stellt man Pharazôn als Vater in einen interessanten Kontext. Zwei parallel verlaufende Vater-Sohn-Beziehungen(Pharazôn-Kemen, Elendil-Isildur), die anscheinend ähnlich beginnen(beide Tragen das Sonnen-Symbol Númenors und Elendil im Main Teaser; "The past is dead!", ein Satz, den man wohl eher Pharazôn zutrauen würde) und sich dennoch verschieden entwickeln(?). Die Themen "Erbe" und "Blutlinie" sind wie wir wissen bei Tolkien überaus bedeutend und könnten zu zwei unterschiedlichen Definitionen von "Unsterblichkeit" führen. Die eine Definition wäre die Elendils, die Unsterblichkeit im Fortbestand seiner Familie zu sehen. Die andere, wäre die invertierte Sicht Pharazôns, trotz eines Erbes egomanisch nach der eigenen Unsterblichkeit greifen zu wollen. Ihren dramatischen Höhepunkt könnte die Vater-Sohn-Beziehung dann in dem Moment erreichen, wenn Ar-Pharazôn von Sauron aufgefordert wird, seinen Sohn in Melkors Tempel zu opfern(Im Sinne von "Das Unsterbliche braucht kein Erbe!").
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Zur Celeborn-Thematik:
Sowohl in den Werken J.R.R. Tolkiens, als auch ins Peter Jacksons Trilogien könnte man Galadriel trotz ihrer Bedeutung durchaus als 'Nebencharakter' bezeichnen. Wir können davon ausgehen, dass Galadriel in The Rings of Power aber sehrwohl eine zentrale (Haupt-)Rolle spielen wird. In diesem Fall bedarf es also einer gewissen Emanzipation, und zwar nicht zwingend in einer Frage des Geschlechts, sondern in ihrer erzählerischen Funktion und Wirkung.(Vergleichbar mit Saul Goodman in Breaking Bad zu Better Call Saul)
Die Serie muss von einer völligen Unkenntnis des Zuschauers bezüglich vergangener(E.Z.) und kommender (D.Z.) Ereignisse ausgehen und muss somit sämtliche Zusammenhänge von grundauf (neu) erzählen. Auch deswegen ist eine meiner Vermutungen, dass man sich bezüglich der Beziehung zwischen Galadriel und Celeborn von den Vorlagen/den verschiedenen Versionen tatsächlich unterscheiden wird. Man wird also Galadriel und Celeborn weder in Partner-Jogginganzügen("Das ist mein Mann, wir sind seit Jahrhunderten verheiratet! *seufz*") zu sehen bekommen, noch wird Papa Celeborn zuhause die Kinder passen. Wenn man mal ehrlich ist, wird Celeborn von Tolkien doch sehr stiefmüttlerich behandelt, obwohl es nicht viele Ehepartner(Gil-Galad? Isildurs Mutter?) in Mittelerde gibt, die namentlich erwähnt werden und dennoch keine signifikante Rolle spielen.
Die Frage Warum lässt sich Galadriel später in Lothlórien nieder? könnte dabei eine wesentliche Rolle spielen. Es gibt Andeutungen Tolkiens, dass es sich bei Celeborn um einen Elb der Nandor(Grünelelben, Waldelben) handelt und er aus Lothlórien stammt. Auf der offiziellen Map wird der Wald "Lórinand"(Nandorin für "Goldenes Tal") statt "Lothlórien"(Sindarin für "Lórien in Blüte") genannt. 'Später' ist er unter dem Namen "Laurelindórenan"(Quenya für "Land des Tals des singenden Goldes") verzeichnet, was im Kontext auf eine Eheschließung von Galadriel und Celeborn hindeuten könnte. Aber ich wiederhole mich wieder, sorry Bea!
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Finde es interessant, geradezu amüsant, aber auch irgendiwe traurig, dass man (unter anderem mit gefakten Like-Dislike-Grafiken - YouTube lässt es nicht mehr zu, die genauen Dislikes anzeigen zu lassen. Gibt eine App/ein Programm, das die Dislikes alles andere als repräsentativ schätzt und dann kommt so etwas dabei heraus. Man achte auf die 'Zahl' der Views("1,03,868") in Relation zu den angeblichen 'Dislikes' - "K"=Tausend, "T"=Trillion(englisch), Billionen(deutsch)?) stets die Meinungen anderer zu Rate ziehen muss, um seine eigene Meinung zu verdeutlichen. Als würde man sich stets bestätigen müssen, welche Meinung man eigentlich hat oder welche man sich einfach bei anderen 'ausleiht'. Wie von @Blauborke bereits erwähnt "Ich mag den Teaser nicht, weil er mehr Dislikes als Likes erhalten hat?" ist ein äußerst schwaches Argument, das nichts mit dem eigentlichen Inhalt, der Sache an sich zu tun hat.
Bezüglich der 'Rüstung'; Wer sagt, dass es sich hinter der Brustpanzerung ebenfalls um eine metallische Rüstung handelt und nicht etwa um ein Kleidungsstück, das der eigentlichen Rüstung aus rein ästhetischen Gründen nachempfunden ist? Wie ich bereits woanders sagte, muss jeder selbst entscheiden, wie viel Rationalität man mit Emotionalität ersetzt.