Da bin ich jetzt verwirrt.
Ich frag mal erst mal nach: Bist Du wie Berzelmayr der Meinung, dass die Hobbit-Verfilmung Fanfiction beinhaltet? Sind also die Hinzufügungen Fanfiction?
Denn auf seine Aussage habe ich ja reagiert mit meinem Text.
Dass Fanfiction gut sein kann, bezweifele ich nicht. Aber mir ging es eher um die Intention.
Die Intention von Fanfiction ist, denke ich derzeit, eine Figur des Films, von der man Fan ist, mit weiteren Geschichten auszuspinnen. Das kann erotischer Natur sein oder Ähnliches - man befriedigt da doch die persönlichen Bedürfnisse, mit dieser verehrten Figur, zumindest in der Phantasie, sehr nahe zusammen zu sein.
Ich habe davon diverse Geschichten gelesen, die Thorin-Figur wurde da ja oft imaginär per story an sich gezogen. Und eine solche Intention erachte ich nicht als professionell.
Die Intention eines Regisseurs hingegen, einen Roman zu verfilmen, ist doch eine ganz andere. Von wem soll der Regisseur da denn Fan sein?
Falls er sich in eine Romanfigur verknallt hat und sie darum zur Hauptfigur macht, damit er sich in ihr suhlen kann: das wäre dann ebenfalls unprofessionell.
Eine Nicht-Fanfiction-Intention einer Verfilmung muss professionell in dem Sinne sein, dass sie dem Werk dient und nicht rein personalen Bedürfnissen.
Im Grunde bin ich übrigens eher der Meinung, dass Berzelmayr das leicht sarkastisch gemeint hat; allerdings damit die Hobbit-Verfilmung entwerten wollte, und da hab ich dann schließlich losgeschrieben...