Die Anspannung um das Feuer scheint mit jeder Sekunde größer zu werden und die Hand des Schmiedes krampft sich um sein Schwert. Als wie aus dem Nichts das Surren von Pfeilen ertönt, die ohne Vorwarnung Olvard und Folkmarr zu Boden reißen, scheint sich eine unsichtbare Macht über seinen Körper zu legen die eine noch größere Anspannung mit sich bringt und ihn für einen Moment erstarren lässt. Mit weit aufgerissenen Augen erkennt er die abscheulichen Gestalten, die voller Zorn auf die Lichtung einfallen. Sofort drängen sich ihm Geschichten über schaurige Kreaturen, mit leuchtenden Augen und scharfen Zähnen in sein Gedächtnis. Waren die Geschichte noch so abscheulich gewesen übertrafen sie niemals das, was Waenhil jetzt zu Gesicht bekam. Die krummbeinigen Wesen drängen voller Entschlossenheit auf die Lichtung ein; der Hass scheint den Gefährten aus den gefährlich leuchtenden Augen nur so entgegen geschleudert zu werden. Ihr schütteres Haar, die Fangzähne und ihre hässlichen Gesichter verliehen ihnen zusammen mit den Geräuschen, welche sie von sich gaben, einen furchteinflößenden Anblick.
Erst als eine der stinkenden Kreaturen direkt auf ihn zukommt löst sich seine Starre und er reißt gerade noch rechtzeitig sein Schwert hoch um den unerwartet kräftigen Schlag abzuwehren. In dem Moment als die beiden Waffen klirrend aufeinander krachen, tritt Waenhil sein Bein instinktiv in das Knie seines Angreifers, was den Gegner zu Fall bringt. Als sich die wilde Kreatur grunzend wieder erheben will, trifft die Klinge des Schmiedes den Hals des Angreifer voller Wucht. Das Blut dröhnt ihm in den Ohren, als er sein Schwert aus dem Körper des leblosen Orks zieht und Waenhil schaut sich rasch auf der Lichtung um. Seine Gefährten sind alle in Nahkämpfe verwickelt, doch Nala, die ihm am Nächsten ist, scheint in ernsthafter Bedrängnis zu sein. Einer der Orks will gerade zum Schlag ausholen, nachdem die Rohirrim rücklings zu Boden gefallen ist. Während er schnellen Schrittes auf die beiden Kämpfenden zusteuert, beobachtet er wie Nala mutig nach vorne schnellt und ihren Dolch zwischen die Beine ihres Angreifers sticht. Unmittelbar nach ihrer Attacke scheint sich die abscheuliche Gestalt jedoch auf Nala stürzen zu wollen. Waenhil kann in dem kurzen Augenblick nicht erkennen, ob er sie weiter angreifen will, oder ob er verletzt zusammen bricht. Ohne zu zögern greift er nach dem spärlichen Haar des Angreifers um ihn von der Rohirrim weg zu zerren. Warm rennt ihm das Blut über die Finger, als sein Schwert über die Kehle des Orks streift.