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4. Folge "Die Letzten der Starks"


Meriadoc Brandybuck
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Hallo und herzlich Willkommen zu unserer Besprechung der Serie "Game of Thrones".

Dieses Thema widmet sich der vierten Folge der finalen Staffel 8: "Die Letzten der Starks/The Last of the Starks"

 
Zusammenfassung der Folge von Wikipedia:

Nach dem knappen Sieg über die „Toten“ wendet sich Jon vor den Mauern Winterfells mit einer Rede an die Überlebenden der Schlacht. In einer feierlichen Zeremonie werden die Gefallenen der Langen Nacht verbrannt. Anschließend wird bei einem großen Bankett ausgelassen gefeiert. Daenerys ruft Gendry zu sich, offenbart den Anwesenden seine wahre Abstammung und erklärt ihn zum legitimen Sohn von König Robert. Gleichzeitig erhebt sie ihn zum Lord von Sturmkap, dem verwaisten Stammsitz des Hauses Baratheon. Gendry macht im Anschluss daran Arya einen Heiratsantrag, diese lehnt jedoch sein Ansinnen ab, da sie nie das Leben einer Lady führen könnte. Brienne, Tyrion und Jaime zelebrieren ein Trinkspiel, bei dem es darum geht, Dinge zu erraten, die die anderen noch nie gemacht haben. Als Tyrion die Hypothese aufstellt, Brienne sei noch Jungfrau, verlässt diese erschüttert die Runde. Jaime folgt ihr später auf ihr Zimmer und schläft mit ihr. Nach dem Bankett bittet Daenerys Jon inständig, niemandem seine wahre Abstammung zu offenbaren, da dies sie beide zerstören würde. Jon gelobt, sie niemals als die wahre Königin in Frage zu stellen, beharrt jedoch darauf, Sansa und Arya davon in Kenntnis zu setzen. Daraufhin verlässt Daenerys verbittert das Zimmer.

Am nächsten Morgen kommt es zu einer Aussprache zwischen Jon und den Starks im Götterhain. Nachdem seine beiden Schwestern geschworen haben, das Geheimnis für sich zu behalten, lässt Jon seine wahre Identität durch Bran offenbaren. Schon wenig später erzählt Sansa jedoch Tyrion davon, der dies umgehend an Varys weitergibt. Im Kriegsrat verkündet Daenerys, dass sie Königsmund so bald wie möglich belagern wolle. Sansa wendet ein, dass die Soldaten noch zu erschöpft und deswegen noch nicht für einen neuen Feldzug bereit seien. Daenerys erinnert sie an den hohen Preis, den sie und ihre Armee für die Rettung des Nordens bezahlt haben. Man einigt sich darauf, die Unbefleckten mit der Flotte, gesichert durch Drogon und Rhaegal, direkt nach Drachenstein zu bringen, von wo aus der Vorstoß auf Königsmund erfolgen soll. Währenddessen soll Jon mit den Nordmännern auf dem Königsweg in den Süden marschieren.

Bronn trifft in Winterfell ein und bedroht Jaime und Tyrion mit einer Armbrust. Er berichtet von Cerseis Tötungsauftrag, für dessen Vollzug ihm von ihr die Herrschaft über Burg Schnellwasser in Aussicht gestellt wurde. Er bietet ihnen aber an, davon abzusehen, sollten sie ihm ein lukrativeres Angebot unterbreiten. Tyrion bietet ihr Leben im Tausch gegen das Schloss Rosengarten und die Einkünfte der Weite. Jaime reitet im Anschluss, trotz Briennes verzweifelter Bitte, bei ihr zu bleiben, zurück nach Königsmund, um seiner Schwester beizustehen.

Jon gibt seinen Schattenwolf Geist in die Obhut Tormunds, der mit den Wildlingen wieder in ihre alte Heimat im hohen Norden zurückkehren will. Er verabschiedet sich auch von Sam und der wieder schwangeren Goldy. Arya schließt sich dem Bluthund an und reitet ebenfalls gen Süden, da sie nicht mehr hierher zurückkehren will.

Die Flotte der Tagaryenkönigin erreicht ohne Zwischenfälle die Bucht von Drachenstein und geht dort vor Anker. Daenerys gleitet mit ihren beiden Drachen in großer Höhe über das Wasser, als plötzlich wie aus dem Nichts große lanzenartige Geschosse auf sie zurasen. Sie werden von Eurons Flotte abgefeuert, der dazu jedes seiner Schiffe mit einem überschweren Torsionsgeschütz bestückt hat. Rhaegal wird von mehreren dieser Geschosse durchbohrt und fällt tödlich getroffen ins Meer. Daenerys stürzt sich in rasender Wut mit Drogon auf Eurons Schiffe, muss aber aufgrund des zu dichten Abwehrfeuers wieder abdrehen, um ihren letzten Drachen zu retten. Eurons Flotte beschießt nun die Schiffe. Die Geschosse durchschlagen die Bordwände und Aufbauten der Schiffe und versenken diese. Missandei wird von Grauer Wurm in ein Beiboot gesetzt, aber später von Eurons Eisenmännern gefangen genommen. Grauer Wurm, Varys und Tyrion können sich nur mit knapper Not schwimmend an Land retten.

Euron berichtet Cersei von seinem Sieg über die gegnerische Flotte, woraufhin diese ihm erklärt, dass sie schwanger mit seinem Kind sei. Der Krake werde nun über das Meer und der Löwe über das Land, in Zukunft werde aber ihr gemeinsames Kind über beides herrschen. Cersei lässt für die Bürger Königsmunds den Roten Bergfried öffnen, um zu verhindern, dass Daenerys diesen mit ihren Drachen niederbrennt, und verhöhnt Missandei, die ihr in Ketten vorgeführt worden ist. Daenerys, wegen des Verlusts ihres zweiten Drachens aufgebracht, möchte ganz Königsmund in Schutt und Asche legen. Varys und Tyrion können sie jedoch dazu überreden, vorher noch einmal zu versuchen, mit Cersei über eine Kapitulation zu verhandeln, um damit ein Massaker zu verhindern und dem Volk ihren guten Willen zu demonstrieren.

Tyrion und Varys diskutieren angesichts der neuesten Entwicklungen über den legitimen Anspruch von Daenerys auf den Eisernen Thron. Varys gibt zu bedenken, dass schon zu viele von den genaueren Umständen um Jons Geburt wissen. Außerdem stellt er ernsthaft die Eignung der für ihn zu sprunghaften Königin in Frage, zumal der Norden niemals eine Heirat der beiden zu eng miteinander verwandten Targaryens billigen würde und sie noch dazu eine Frau sei. Er hält vielmehr Jon wegen seines milden und ausgleichenden Wesens für den besseren Herrscher, der als Mann vom Volk auch leichter angenommen werden würde. Tyrion glaubt jedoch weiter an Daenerys und bittet Varys inständig, keinen Verrat an ihr zu begehen. Dieser erklärt, vor allem auf der Seite des Reiches und damit des Volkes zu stehen; er habe schon zu vielen Tyrannen gedient.

Daenerys erscheint mit Tyrion, Varys und einigen wenigen Unbefleckten vor der Stadtmauer von Königsmund. Auf jedem der Türme der Stadtmauer ist ein Torsionsgeschütz aufgebaut. Es werden vor den Mauern Verhandlungen von Tyrion und Qyburn geführt, die sich auf halbem Weg zwischen der Mauer und den Unbefleckten treffen. Beide Seiten verlangen jeweils die bedingungslose Kapitulation der anderen, was entschieden abgelehnt wird. Als zusätzliches Druckmittel lässt Cersei auch Missandei auf die Mauer stellen und droht, sie zu töten, falls Daenerys nicht die Waffen niederlege. Tyrion wagt sich unter Einsatz seines Lebens bis ans Stadttor, appelliert an Cerseis Menschlichkeit und die Verantwortung für ihr Kind und bittet sie noch einmal, ihre Herrschaft freiwillig abzugeben, um eine Katastrophe zu verhindern. Cersei, unbeeindruckt von der Rede ihres Bruders, gewährt Missandei noch ein paar letzte Worte. Diese bekennt sich mit dem Ausruf „Dracarys“ – dem Befehl zum Feuerspeien – zur Drachenkönigin. Auf ein Zeichen der Lennisterkönigin wird sie daraufhin von Gregor Clegane mit einem Schwertstreich geköpft, und ihr Leichnam stürzt von der Stadtmauer, was Grauer Wurm zutiefst erschüttert und Daenerys nun noch entschlossener auf Rache sinnen lässt.

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Packt die Tauschentücher aus! Die erste Szene ist mal wieder sehr rührend. Schön und traurig beginnt die Folge. Das Begräbnis von Jorah und Theon. Seufz - ich finde beide haben für ihre Charaktere ein tolles Ende gehabt. Theon sowieso, und auch bei Jorah finde ich es gut, dass er nicht miterleben muss, wie abgedreht Dany am Ende wird. *ein paar Tränchen wegwischt* Ein toller Einstieg in die Folge.

Dany war in der Folge... zeitweise überraschend Sympathisch. Zumindes als sie Gendry zum Lord macht. Ja das hat mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Gefallen tut ihr die Rede dann gar nicht, von Tormund über Jon "OR A KING" höhö, da zeigt sie dann wieder wer Dany wirklich ist.

Von Jon bin ich wieder enttäuscht. Das hat mich letztes Mal so geärgert - knuddelt der einfach sein Hundi nicht! Fetter Minuspunkt! Danke an Tormund an dieser Stelle, dass er den Wolf mitnimmt. Er gehört in den Norden!

Bei Bran verstehe ich es nicht so ganz, warum er nicht von Anfang an verratet was er weiss und auf Jons Zustimmung wartet. Diese Info ist doch extrem wichtig und er weiß ja alles, wozu haltet er es geheim. Und hätte er das auch getan, wenn Jon nichts gesagt hätte, also es ihm nicht erlaubt hätte?

Das Ende der Folge hat mich dann dieses Mal nicht mehr so überrascht, aber trotzdem traurig. Und auch dieses Mal habe ich nur darauf gehofft, dass Dany einfach alles niederbrennt. Diese "Hinrichtung" hat mir echt weg getan. Ich bin in dem Moment wohl zu ner kleinen Dany geworden. 

Zwei wirklich tolle Szenen waren für mich zum einen das Gespräch zwischen Bluthund und Sansa, als sie darüber reden wie sehr sie sich verändert hat. Und natürlich Jaime und Brienne. Erstens fand ich es total "süß" wie unbeholfen Jaime dann ist. Und ich gehöre wohl zu den wenigen, die es "gut" finden, dass er zurück zu Cersei will. Gott man sieht es Brienne an, wie er ihr Herz bricht, als er sagt was für ein schlechter Mensch er ist und dann geht. 


Und was bleibt am Ende übrig als zu sagen „Vomiting is not celebrating“ – „Yes it is“.... Gott ich liebe Tormund. 

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Am 21.7.2021 um 10:58 schrieb Meriadoc Brandybuck:

Die erste Szene ist mal wieder sehr rührend. Schön und traurig beginnt die Folge.

Das gefiel mir auch sehr; überhaupt wie die Serie sich immer wieder für bestimmte Momente Zeit nimmt.

Am 21.7.2021 um 10:58 schrieb Meriadoc Brandybuck:

Dany war in der Folge... zeitweise überraschend Sympathisch.

Das habe ich ebenso empfunden. Wie sie so nach und nach alle ihr nahe stehenden Menschen (und ihre Drachenkinder) verliert und das ihren Rachedurst befeuert kann ich bis zu diesem Moment absolut nachvollziehen. Missandeis Tod ist grausam und zeigt Cersei mal wieder als das totale Monster (Kinderliebe hin oder her). Grauer Wurms Verzweiflung ging mir sehr nahe!

Am 21.7.2021 um 10:58 schrieb Meriadoc Brandybuck:

Bei Bran verstehe ich es nicht so ganz, warum er nicht von Anfang an verratet was er weiss und auf Jons Zustimmung wartet. Diese Info ist doch extrem wichtig und er weiß ja alles, wozu haltet er es geheim. Und hätte er das auch getan, wenn Jon nichts gesagt hätte, also es ihm nicht erlaubt hätte?

Ich glaube nicht, dass Bran was von sich aus gesagt hätte - er ist ja der Dreiäugige Rabe und in dieser Funktion darf/will/soll er den Ablauf der Geschichte nicht aktiv verändern.

Bein ersten mal Schauen hab ich Jaime tatsächlich dafür gehasst, dass er zu Cersei zurück geht - dieses mal, so alle Staffeln hintereinander am Stück geschaut, erschien es mir irgendwie für ihn als Charakter richtig. Die beiden mussten gemeinsam sterben.

Ohhh ja, dass Jon seinen Schattenwolf so lieblos hergibt (ohne einen Knuddler!) ist absolut schändlich ;-)

 

 

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In dieser Folge gibt es Fanservice für die Braime-Shipper, als Brienne und Jaime miteinander im Bett landen - und später die Enttäuschung, als Jaime Brienne für Cersei verlässt, womit seine vorherige Läuterung und Lernkurve ad absurdum geführt wird. Gendrya-Shipper dürften ebenfalls enttäuscht gewesen sein, als Arya Gendrys Heiratsantrag ablehnt. Als SanSan-Shipper war ich anfangs enttäuscht, dass sich Sandor und Sansa nur unterhalten, aber es wäre auch unpassend gewesen, wenn die Proper Lady Sansa in dieser Situation mit Sandor ins Bett gegangen wäre. Das Gespräch der beiden (und das Händchenhalten) war immerhin nett, aber Sansa tätigt eine mehr als fragwürdige Aussage: Muss eine junge Frau erst manipuliert, missbraucht und vergewaltigt werden, um vom naiven "kleinen Vogel" zur knallharten Boss Bitch zu werden?

Jon verrät seinen Schwestern die Wahrheit über sich - trotz Danys Flehen und obwohl er von Sansas fortgesetzter Abneigung gegen Dany weiß. Sansa erscheint dabei nicht nur wegen ihrer Undankbarkeit unsympathisch, sondern weil sie einen eben geschworenen Eid gleich wieder bricht. Tyrion wiederum verrät es törichterweise Varys, der sich darauf wieder als treuloser Opportunist erweist.

Die Folge enthält wiederum einen Idiot Plot: Wie ist es möglich, dass Euron Dany überraschen und Rhaegal töten konnte, nachdem bei der Beratung die Eiserne Flotte explizit angesprochen wurde? Benioff behauptet, dass Dany die Eiserne Flotte vergessen habe, aber mein Eindruck ist eher, dass Dumm & Dümmer vergessen haben, wie man ein gutes Drehbuch schreibt!

Bei der Verhandlung mit Cersei unterliegt Tyrion wieder einer Fehleinschätzung, als er sagt, dass sie kein Monster sei - wie war das nochmal mit der Großen Septe von Baelor? Und Cersei widerlegt ihn unmittelbar darauf mit der Enthauptung von Missandei. Allerdings fragt man sich, warum sie nicht auch gleich Tyrion töten lässt. Auch Dany, Grauer Wurm und Drogon waren in der Reichweite von Cerseis Bogenschützen und ihrer Ballisten, doch sie lässt die Gelegenheit verstreichen, was sich als verhängnisvoller Fehler erweisen wird.

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Am 25.7.2021 um 17:28 schrieb Buchfaramir:

In dieser Folge gibt es Fanservice für die Braime-Shipper, als Brienne und Jaime miteinander im Bett landen - und später die Enttäuschung, als Jaime Brienne für Cersei verlässt, womit seine vorherige Läuterung und Lernkurve ad absurdum geführt wird.

Das sehe ich etwas anders. Eine Lernkurve geht nicht stetig nach oben, mal macht man Fortschritte, mal Rückschritte. Ich finde es passt, dass er zurück geht. Er hat Cersei sein ganzes Leben lang geliebt und er wusste wohl, dass entweder er oder sie sterben würde. Da ist es für mich selbstverständlich, dass er alles daran tut, die Frau die er liebt nocheinmal sehen zu wollen.

Am 25.7.2021 um 17:28 schrieb Buchfaramir:

Als SanSan-Shipper war ich anfangs enttäuscht, dass sich Sandor und Sansa nur unterhalten, aber es wäre auch unpassend gewesen, wenn die Proper Lady Sansa in dieser Situation mit Sandor ins Bett gegangen wäre. Das Gespräch der beiden (und das Händchenhalten) war immerhin nett, aber Sansa tätigt eine mehr als fragwürdige Aussage: Muss eine junge Frau erst manipuliert, missbraucht und vergewaltigt werden, um vom naiven "kleinen Vogel" zur knallharten Boss Bitch zu werden?

Naja so streng würde ich die Aussage nicht sehen. Sie sagt das ja nicht verallgemeinert. Und sie hat immerhin recht - ich glaube nicht, dass sie ohne Joffrey und die anderen Monster zu der starken Frau geworden wäre, die sie jetzt ist.

  

Am 25.7.2021 um 17:28 schrieb Buchfaramir:

Jon verrät seinen Schwestern die Wahrheit über sich - trotz Danys Flehen und obwohl er von Sansas fortgesetzter Abneigung gegen Dany weiß. Sansa erscheint dabei nicht nur wegen ihrer Undankbarkeit unsympathisch, sondern weil sie einen eben geschworenen Eid gleich wieder bricht. Tyrion wiederum verrät es törichterweise Varys, der sich darauf wieder als treuloser Opportunist erweist.

In der Situtaion verhalten sich alle Falsch. Auch Jon. Er hätte es Dany in erster Linie gar nicht sagen sollen.

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Ich muss zugeben, dass ich all die Reaktionen der Fans damals nicht groß verfolgt habe, ich bin auch relativ spät erst in die Serie eingestiegen. Bei Arya und Gendry ist es meiner Meinung nach völlig passend, dass sich deren Wege letztlich trennen: Gendry ist viel bodenständiger, Arya schon immer in Bewegung irgendwohin, rastlos, das wäre niemals gut gegangen, obwohl ich die beiden zusammen auch sehr mochte. Gendry hat Arya letztlich nicht wirklich als die Person "erkannt", die sie ist. Bei Jaime sehe ich seine Rückkehr zu Cersei nicht mehr als Widerspruch oder Rückschritt, sondern als völlig nachvollziehbar für seinen Charakter: Es sind nun mal Zwillinge und dann auch noch in dieser unseligen Liebe zueinander gefangen, das fand ich dann doch logisch, wie auch Meriadoc schreibt, dass Jaime seine Schwester nochmal sehen will. Und gelernt hat er ja doch, weil er sie sieht, wie sie ist, so böse, da macht er sich ja auch nichts vor. Er ist sicher die "bessere" Hälfte der beiden aber ohne sie auch nicht fähig, großes Glück zu empfinden. Wie tragisch! Und Sansa und Sandor? Gefällt mir gut, wie die Serie das abschließt mit den beiden. 

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Am 25.7.2021 um 17:28 schrieb Buchfaramir:

Die Folge enthält wiederum einen Idiot Plot: Wie ist es möglich, dass Euron Dany überraschen und Rhaegal töten konnte, nachdem bei der Beratung die Eiserne Flotte explizit angesprochen wurde? Benioff behauptet, dass Dany die Eiserne Flotte vergessen habe, aber mein Eindruck ist eher, dass Dumm & Dümmer vergessen haben, wie man ein gutes Drehbuch schreibt!

Bei der Verhandlung mit Cersei unterliegt Tyrion wieder einer Fehleinschätzung, als er sagt, dass sie kein Monster sei - wie war das nochmal mit der Großen Septe von Baelor? Und Cersei widerlegt ihn unmittelbar darauf mit der Enthauptung von Missandei. Allerdings fragt man sich, warum sie nicht auch gleich Tyrion töten lässt. Auch Dany, Grauer Wurm und Drogon waren in der Reichweite von Cerseis Bogenschützen und ihrer Ballisten, doch sie lässt die Gelegenheit verstreichen, was sich als verhängnisvoller Fehler erweisen wird.

...und wenn man noch genauer analysiert, was in der achten Staffel in Allgemeinen und in dieser Folge im Besonderen völlig sinnfrei ist, kann dabei ein harscher, aber größtenteils stimmiger Verriss herauskommen, der nach der Erstausstrahlung geschrieben wurde und z.T. voraussah, was in den beiden letzten Folgen kommen sollte. Der Verfasser war vor vielen Jahren mal als "Morgoth der Große" im Forum von herr-der-ringe-film.de aktiv.

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Zitat

ich will nicht groß damit anfangen, wie gewaltsam und konstruiert die abrupte Wandlung von Dany zur mad queen ist

und da ist es wieder :-O

 

Nein, ich will die letzte Staffel tatsächlich nicht gutreden. Es gibt durchaus Fehler, und wirkt übereilt, sie hätten mehr Folgen machen müssen um das alles reinzupacken. Aber tatsächlich hat es mich beim schauen nie gestört. Der einzige Punkt der mich wirklich stutzen hat lassen, war Königsmund in der Wüste - und ja, das Ende vom Nachtkönig hat mir auch nicht gefallen. Aber ich war beim schauen genauso am Mitfiebern und Tränchen verdrücken wie bei den Staffeln zuvor.

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Ich gehöre tatsächlich zur scheinbaren Minderheit derer, die die achte Staffel nicht schlecht fanden. Zu kurz, klar, aber die Handlung empfand ich als gelungenes Finale. Viele der "Fehler" sind erklärbar und dass sich Daenerys abrupt zur Mad Queen entwickelt muss ein Scherz sein :ugly: Sie zeigte von Anfang an, dass sie die falsche Seite der Münze erwischt hat. Sie mag  versucht haben sie zu wenden, aber sie war immer machtbesessen und brutal zumindest gegenüber Jenen, die sie als Feinde sah. Ich erinnere da nur an die Verbrennung der Hexe die ihren Sohn auf dem Gewissen hat in der ersten Staffel oder das Einschließen in einem Tresor, was letztendlich zu brutalem Kannibalismus, Selbstmord oder Hungertod führt. Es sei denn der Tresor ist luftdicht. Dann ersticken sie vorher. Sie war immer von brutaler Rache getrieben und hatte immer ignoriert, dass ihr Weg mehr Leid brachte als Hilfe. Manchmal glaube ich, dass ihre Fans da einfach immer einen Tunnelblick hatten.

Dass Euron Rheagal ohne große Probleme aus dem Nebel abschießen kann ist physikalisch möglich und einfach eine Frage geduldiger Strategie gepaart mit egositischer Siegessicherheit und Unachtsamkeit der Gegner. Wie man von einem Berg leicht in die Ferne schauen kann, kann man auch leicht entfernte Subjekte in großer Höhe sehen und mit zugebenermaßen einem scheiß Glück auch treffen. Wichtig ist hier vor allem, dass der Feind glaubt er hätte schon gewonnen.

Und warum Bran nicht mehr hilft? Für mich eine klare Sache. Weil es nicht seine Aufgabe ist. Wenn man sich vorstellt man wüsste alles, hätte Zugang zu jeder Information, was würde man damit machen. Ich würde genau das machen was Bran tat. Vorsichtige Hinweise platzieren und den anderen einen kleinen Schubs geben. Tut man mehr kann zu leicht alles ausser Kontrolle geraten. Oder aus Matrix (frei formuliert): "Hättest du die Vase auch runtergeworfen, wenn ich nichts gesagt hätte?" Die Frage bleibt: Wäre es besser ausgegangen wenn er mehr geholfen hätte?

Ach und der Nachtkönig. Arya war die Einzige, die die ganze Zeit ihre Fähigkeiten ohne es zu wissen genau dafür trainiert hat. Niemand kann den Nachtkönig töten. Und genau das ist passiert. Ich hätte mich empört wenn es Jon, Daenerys, Melisandre oder doch noch ein Drache gewesen wäre.

Das Einzige was mir wirklich ein Bisschen gefehlt hat war mein gewünschtes Ende. Ein Rauszoomen aus egal welcher letzten Szene bis man erkennt, dass Westeros und Essos nur zwei Flecken im Auge des Riesen Macomber sind. Das hätte dann auch geklärt. was Arya im Westen findet. :-O Wenn es das linke Auge ist, kann das ziemlich Böse enden. :ugly:

 

Edited by Acheros
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vor 3 Stunden schrieb Acheros:

Ach und der Nachtkönig. Arya war die Einzige, die die ganze Zeit ihre Fähigkeiten ohne es zu wissen genau dafür trainiert hat. Niemand kann den Nachtkönig töten. Und genau das ist passiert. Ich hätte mich empört wenn es Jon, Daenerys, Melisandre oder doch noch ein Drache gewesen wäre.

Das es Arya war ist mir eigentlich egal. Mir ging es einfach in dem Fall auch zu schnell. Quasi wird sieben Staffeln vorher hingearbeitet und dann war es zack einfach fertig. Mir ist schon klar, dass es am Ende ne ganze Folge lang Schlacht war. Aber ich finde der Nachtkönig war einfach zu schnell tot. Da hatte ich mir einfach was "epischeres" gewünscht 

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vor 12 Stunden schrieb Acheros:

Viele der "Fehler" sind erklärbar und dass sich Daenerys abrupt zur Mad Queen entwickelt muss ein Scherz sein :ugly: Sie zeigte von Anfang an, dass sie die falsche Seite der Münze erwischt hat. Sie mag  versucht haben sie zu wenden, aber sie war immer machtbesessen und brutal zumindest gegenüber Jenen, die sie als Feinde sah. Ich erinnere da nur an die Verbrennung der Hexe die ihren Sohn auf dem Gewissen hat in der ersten Staffel oder das Einschließen in einem Tresor, was letztendlich zu brutalem Kannibalismus, Selbstmord oder Hungertod führt. Es sei denn der Tresor ist luftdicht. Dann ersticken sie vorher. Sie war immer von brutaler Rache getrieben und hatte immer ignoriert, dass ihr Weg mehr Leid brachte als Hilfe. Manchmal glaube ich, dass ihre Fans da einfach immer einen Tunnelblick hatten.

Machtbessen und brutal sind in der Serie sehr viele Charaktere, dass macht sie meiner Meinung nach aber nicht automatisch "mad". Diese Definition würde dann auf so manche Personen passen - nur hatten die keine Drachen. Daenerys wurde ja von Anfang an als Frau des 'Volkes' skizziert, die ihre Macht ganz besonders Obrigkeiten gegenüber ausübte und gegen Sklaverei. Ned enthauptet einen jungen Deserteur, der aus Angst seinen 'Posten' verlassen hat. Daenerys gibt Randyll(der seinen Sohn Samwell wie Dreck behandelte) und Dickon Tarly immerhin noch die Wahl, das Knie zu beugen oder vom Drachen verbrannt zu werden. Glaube allerdings, dass die 'symphatische' Emilia Clarke einfach eine Fehlbesetzung war. Hab auch das Gefühl, dass sie selbst vom Final-Script nicht so begeistert war, was einige Interviews in den letzten Jahren nur bestätigen.

vor 12 Stunden schrieb Acheros:

Dass Euron Rheagal ohne große Probleme aus dem Nebel abschießen kann ist physikalisch möglich und einfach eine Frage geduldiger Strategie gepaart mit egositischer Siegessicherheit und Unachtsamkeit der Gegner. Wie man von einem Berg leicht in die Ferne schauen kann, kann man auch leicht entfernte Subjekte in großer Höhe sehen und mit zugebenermaßen einem scheiß Glück auch treffen. Wichtig ist hier vor allem, dass der Feind glaubt er hätte schon gewonnen.

Ich glaube nicht das Wie?, sondern das Warum? ist hier die große Frage.(Obwohl... Rhaegal; drei Schüsse=drei Treffer, Drogon in Königsmund; eine Vielzahl an Schüssen=kein einziger Treffer - klar angreifende Partei und so, aber... :kratz:) Welchem Zweck diente diese Szene? Es ist doch nur ein weiterer (billiger) 'Schockmoment'. Hatte in einem anderen Thread das dazu geschrieben;

Spoiler

Meiner Meinung nach verpasste man damit auch die Chance, Danys Wahnsinn und den darauffolgenden Angriff auf die gemeine Bevölkerung, die sie in unzähligen Folgen zuvor immer zu schützen versuchte, in Staffel 8 - Folge 5 (The Bells) als direkte Konsequenz der Ermordung Rhaegals darzustellen. Das hätte beim Zuschauer für mich mehr Konfliktpotenzial gehabt und wäre weniger nur ein weiterer Schockmoment gewesen.

Außerdem zeigt dieser 'Beitrag' sehr gut die Schwächen der Autoren auf;

Spoiler

 

Hätte mir einen Carrie-ähnlichen öffentlichen Demütigungs-Moment gewünscht, in dem Dany vom Drachen geschossen und von Cersei oder Euron gefangen genommen wurde. In Königsmund wäre Dany dann öffentlich 'gefoltert', gedemütigt und mit Gemüse, Obst und Steinen beworfen worden. Drogon und Rhaegal hätten daraufhin die Hölle über alle hereingebracht.

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vor 12 Stunden schrieb Acheros:

Das Einzige was mir wirklich ein Bisschen gefehlt hat war mein gewünschtes Ende. Ein Rauszoomen aus egal welcher letzten Szene bis man erkennt, dass Westeros und Essos nur zwei Flecken im Auge des Riesen Macomber sind. Das hätte dann auch geklärt. was Arya im Westen findet. :-O Wenn es das linke Auge ist, kann das ziemlich Böse enden. :ugly:

:-D

Meine Wunschende...

Spoiler

Da ich irgendwann von der Legende des Azor Ahai hörte, habe ich mir diese als 'Wiederholung der Geschichte' vorgestellt. In meiner Theorie wäre die Schlacht um Winterfell nicht gewonnen worden, sondern die Überlebenden hätte gen Süden fliehen müssen. Der Nachtkönig auf Viserion selbst hätte paralell King's Landing angegriffen(oder auch Euron Greyjoy, der Cersei verrät) und die Bewohner samt Cersei gen Norden getrieben. Diese drei Parteien wären dann am Trident zusammengetroffen - anlehnend/erinnernd an die Schlacht am Trident. In diesem chaotischen Kampf hätte Cersei dem Berg dann befohlen Brienne zu töten, woraufhin Jaimie(meiner Meinung nach der interessanteste Charakter mit der größten Entwicklung) die 'Prophezeihung' des Azor Ahai erfüllt hätte. Wie Azor Ahai hätte er sein Schwert ins Wasser(Trident), in einen Löwen(Lannister) und seine Geliebte(Cersei) gestoßen, es damit entflammt und auch die 'lange Nacht' beendet.

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vor 10 Stunden schrieb Meriadoc Brandybuck:

Das es Arya war ist mir eigentlich egal. Mir ging es einfach in dem Fall auch zu schnell. Quasi wird sieben Staffeln vorher hingearbeitet und dann war es zack einfach fertig. Mir ist schon klar, dass es am Ende ne ganze Folge lang Schlacht war. Aber ich finde der Nachtkönig war einfach zu schnell tot. Da hatte ich mir einfach was "epischeres" gewünscht 

Same here. Über Jahre wurde man mit mysteriösen Gebilden und Zeichen 'geteased', dass sich hinter den Weißen Wanderern ein großes Geheimnis verbirgt, wie beispielsweise Nachtkönig=Zukunfts-Bran etc.. Pustekuchen! Nada! Nichtsdestotrotz ist mir in dem Arya-Nachtkönig-Moment das Herz schon bis zum Erdkern gerutscht und auch der Soundtrack von Djawadi war (besonders in dieser Szene) einfach grandios. :love:

Ich finde die Aussage von Martin, er hätte sich durchaus dreizehn Staffeln vorstellen können, aber D&D wollten nicht mal acht machen, spricht Bände.

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