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Meriadoc Brandybuck

5. Folge "Der Geist von Harrenhal"

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Meriadoc Brandybuck

Hallo und herzlich Willkommen zu unserer Besprechung der Serie "Game of Thrones".

Dieses Thema widmet sich der fünften Folge der zweiten Staffel: "Der Geist von Harrenhal/The Ghost of Harrenhal":

 

Zusammenfassung der Folge von Wikipedia:

Renly Baratheon wird von Melisandres Schattendämon in seinem Zelt getötet, als außer ihm nur Catelyn und Brienne anwesend sind. Beide fliehen zusammen aus dem Lager, da sie für die Attentäter gehalten werden. Brienne schwört Catelyn die Treue. Sie ist sich sicher, dass der Dämon die Gestalt von Stannis hatte und will Renly rächen. Beide brechen zu Robbs Heereslager auf.
Die Tyrells fliehen auf Rat von Baelish, während sich der Großteil von Renlys Armee nun Stannis anschließt. Ser Davos scheitert mit dem Versuch, Stannis auf Melisandres Tat anzusprechen; Stannis will nicht darüber sprechen. Er ist jedoch einverstanden, Melisandre nicht beim Angriff auf die Hauptstadt mitzunehmen, da dies Davos zufolge als ihr Sieg und nicht als seiner gelten würde. Stannis ernennt Davos außerdem zum Oberbefehlshaber über seine gesamte Flotte.

In Königsmund trifft man Vorbereitungen zur Verteidigung, da es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Baratheon-Armee unter Stannis eintrifft. Er hat mehr Schiffe, Infanterie und Pferde als die Verteidiger. Cersei erwähnt, dass Joffrey die Verteidigung der Stadt plant, will aber keine Details nennen. Von Lancel erfährt Tyrion, dass Cersei zur Verteidigung Seefeuer, eine Art griechisches Feuer, einsetzen will, das mittels Katapulten auf die Schiffe geschleudert werden soll. Tyrion besucht die Pyromanten, die es herstellen, und befiehlt ihnen, ab sofort das Seefeuer nicht mehr für Cersei, sondern für ihn herzustellen. In der Hauptstadt wächst zudem die Unruhe in der Bevölkerung, zumal Joffrey offenbar sehr unbeliebt ist. Ihm und seiner Familie werden unter anderem Inzest und Korruption vorgeworfen.

Theon plant sein Vorgehen im Norden gegen die Starks. Er möchte Torrhenschanze, eine auf dem Wasserweg erreichbare Burg tief im Landesinneren, angreifen und erobern in der Hoffnung, dass aus Winterfell Truppen als Entsatz abgezogen werden. Winterfell erreichen bald darauf Berichte von Angreifern, die in das Königreich des Nordens einfallen. Von Bran werden tatsächlich 200 Mann Verstärkung geschickt, womit Winterfell vollkommen schutzlos zurückbleibt. Später hat Bran einen Traum, in dem das Meer Winterfell erreicht, überflutet und viele Bewohner tötet.

In Harrenhal ist Tywin Lennister frustriert über die Entwicklung des Krieges gegen Robb Stark. Gendry arbeitet als Schmied für die Lennisters. Jaqen H’ghar hat sich ebenfalls den Lennisters angeschlossen. Er erklärt Arya aber, dass er in ihrer Schuld stehe und drei Morde für sie begehen würde. Sie akzeptiert und benennt als Ersten den „Kitzler“, den Folterknecht. Kurz darauf stürzt dieser von einer hohen Mauer und stirbt.

Die Nachtwache ist inzwischen in vollkommen verschneite Gegenden vorgedrungen, in der sich auch die „Faust der ersten Menschen“ befindet, der Ort, an dem vor Jahrtausenden die ersten Menschen Westeros betreten haben sollen. Im Land nördlich der Mauer erfahren die Männer, dass der „König jenseits der Mauer“, Manke Rayder, inzwischen sämtliche Wildlinge versammelt hat. Der erfahrene Grenzer Qhorin, genannt Halbhand, will sich an eine kleine Gruppe Späher anschleichen und diese töten, ohne dass das Hauptlager der Wildlinge benachrichtigt wird. Jon schließt sich ihm an.

In Essos genießt währenddessen Daenerys die Annehmlichkeiten der Stadt Qarth. Sie ist weiterhin fest dazu entschlossen, den Eisernen Thron zurückzugewinnen, und die Zeit dafür scheint günstig zu sein. Ein Stadtrat und angeblicher Magier stellt sich Daenerys vor und lädt sie ein, ihn im „Haus der Unsterblichen“ zu besuchen. Eine maskierte Frau, die offenbar Jorah Mormont genau kennt, warnt diesen, dass Daenerys in Gefahr ist. Er solle gut auf sie aufpassen. Xaro Xhoan Daxos unterbreitet Daenerys ein interessantes Angebot: Sie solle ihn heiraten und er werde ihr dafür die nötigen Mittel für die Rückeroberung von Westeros beschaffen. Sie erfährt von ihm, dass Robert Baratheon gestorben ist, wodurch der Zeitpunkt günstig wäre. Jorah Mormont rät von der Heirat ab, erklärt ihr, dass er sie für die ideale Herrscherin halte und rät dazu, ein Schiff zu besorgen, um nach Westeros zu segeln.

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Octopi

Renly wird von einem Schatten ermordet. Wie Brienne allerdings darauf kommt, dass er wie Stannis aussieht ist mir schleierhaft. In der Diskussion zu Folge drei haben wir uns noch gefragt, wieso sie mit ihrer Art nie in großere Schwierigkeiten kommt. In dieser Folge liegt das ganz klar an Cat, die Brienne von einem Himmelfahrtskommando abhält.
Cat schaltet in der Situation sehr schnell und verschwindet, ohne ihre Mission erfüllt zu haben. Ich denke ihr ist klar, dass sie gar nicht erst versuchen muss, mit Stannis zu verhandeln. Der sagt ja auch, dass er die Lords am liebsten alle als Verräter hängen will.

Die Bevölkerung in Kings Landing hat anscheinend geschnallt was für ein Arsch Joffrey ist. Wäre interessant zu wissen, wie sie jetzt zu der Hinrichtung von Ned stehen. Bei dem Wildfire bekomme ich immer Unbehagen, wenn ich darüber nachdenke, unter wessen Kontrolle das steht.

Theons Plan geht auf, der Verrat an Robb ist jetzt fast komplett. Das Aufleuchten seiner Augen, als er Dagmers Vorschlag versteht, zeigt, dass er sich wieder voll seiner alten Heimat verschrieben hat. Auch wenn er noch lernen muss, wie die Dinge da so laufen.

Jaqen H'ghar demonstriert, welche Fähigkeiten er hat und lässt sie von Arya kontrollieren. Sie hat jetzt ein Mittel in der Hand, um Rache zu üben, und schlägt direkt zu. Ihr erstes Opfer ist sehr persönlich und nicht weit gedacht. Ich würde gerne wissen was Arya fühlt, als der Folterknecht tot auf dem Boden liegt: Genugtuung, Freude oder berauscht sie einfach nur die Macht, die sie jetzt (kurzzeitig) hat? So oder so glaube ich, ist das der Moment, der ihren späteren Weg vorzeichnet.

Eine von Danys Dienerinnen ist anscheinend nicht so ganz zufrieden mit der Situatuion, auch die anderen Dothraki scheinen so ein bisschen ein Problem mit dem Stadtleben zu haben. Dany sagt, dass sie keine Königin sein wird, die nur tötet und stiehlt. Werden wir ja noch sehen.
Jorah hat wahrscheinlicng Recht, dass die Lords von Westeros sie nicht akzeptieren würden, wenn sie das Land mit einer ausländischen Armee erobert. Mit einer großen Armme und Flotte aufzutauchen, wäre aber bestimmt ein gutes Argument, sich ihr anzuschließen. Seinen Rat, ein einzelnes Schiff zu nehmen und ihren eigenen Weg zu gehen, kann ich nicht nachvollziehen. Wissen wir eigentlich, wer diese maskierte Frau ist, mit der Jorah im Garten redet?

Pyat pree ist mir zuwider. Dany scheint ja ein Stück weit von ihm fasziniert zu sein, aber ich finde er kommt einfach nur unehrlich rüber. Dem würde ich nicht weiter trauen, als ich mit geschlossenen Augen gucken kann.

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Meriadoc Brandybuck

  

vor 14 Stunden schrieb Octopi:

Renly wird von einem Schatten ermordet. Wie Brienne allerdings darauf kommt, dass er wie Stannis aussieht ist mir schleierhaft. 

Nachdem ich die Szene nochmals gesehen habe - glaube ich tatsächlich ne Ähnlichkeit mit Stannis zu erkenne und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass dies von der roten Hexe so beabsichtigt ist - dass man eben genau weiß, "wer" es war - nur dass man es nicht beweisen kann.

 

vor 14 Stunden schrieb Octopi:

Theons Plan geht auf, der Verrat an Robb ist jetzt fast komplett. Das Aufleuchten seiner Augen, als er Dagmers Vorschlag versteht, zeigt, dass er sich wieder voll seiner alten Heimat verschrieben hat. Auch wenn er noch lernen muss, wie die Dinge da so laufen.

Ich weiß - keiner hat verdientw as Theon widerfährt später - aber meine Güte, hasse ich ihn in den nächsten Folgen und ich "freu" mich schon innerlich auf Ramsay.  

 

vor 14 Stunden schrieb Octopi:

Jaqen H'ghar demonstriert, welche Fähigkeiten er hat und lässt sie von Arya kontrollieren. Sie hat jetzt ein Mittel in der Hand, um Rache zu üben, und schlägt direkt zu. Ihr erstes Opfer ist sehr persönlich und nicht weit gedacht. Ich würde gerne wissen was Arya fühlt, als der Folterknecht tot auf dem Boden liegt: Genugtuung, Freude oder berauscht sie einfach nur die Macht, die sie jetzt (kurzzeitig) hat? So oder so glaube ich, ist das der Moment, der ihren späteren Weg vorzeichnet.

Ich verstehe Aryas Entscheidung absolut nicht, ihren späteren Weg einzugehen (jeder "normale" Mensch würde doch zu Jon an die Mauer gehen?). Aber ich denke es sind mehrere Momente, die sie zu diesem Weg bringen. Erst der alte Kerl von der Nachtwache (Sorry, Name schon vergessen), der sie auf die Liste bringt von Leuten die sie tot sehen will - dann jetzt Jaquen. Kann mich gar nicht erinnern, wann und warum sie sich dann tatsächlich entschließt zu gehen. Soviel vergessen, bin gespannt.

 

vor 14 Stunden schrieb Octopi:

Pyat pree ist mir zuwider. Dany scheint ja ein Stück weit von ihm fasziniert zu sein, aber ich finde er kommt einfach nur unehrlich rüber. Dem würde ich nicht weiter trauen, als ich mit geschlossenen Augen gucken kann.

Dito. Finde aber die Meisten in dieser Stadt wirken absolut unehrlich. Der einzige, der mich da tatsächlich nicht "nervt", ist der "Spice King" (hat der überhaupt nen Namen - auch der fällt mir nicht ein) der Dany zu Beginn nicht in die Stadt lassen will. Einfach weil er "ehrlich" ist und zugibt, was für ein Mensch er ist und dass ihm seine Geschäft usw wichtiger sind.

 

 

  

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Torshavn
Am 21.6.2020 um 19:18 schrieb Octopi:

Pyat pree ist mir zuwider. Dany scheint ja ein Stück weit von ihm fasziniert zu sein, aber ich finde er kommt einfach nur unehrlich rüber. Dem würde ich nicht weiter trauen, als ich mit geschlossenen Augen gucken kann.

Ich mag den Typen auch nicht. Und er führt garantiert etwas im Schilde. Ich glaube auch nicht das Dany von ihm fasziniert ist. Aber die Möglichkeiten, die er ihr bietet, verlocken sie sehr, wie man im späteren Gespräch mit Jorah merkt. Sie scheint ja gar nicht mehr klar denken zu können, und glaubt sich schon auf dem Thron in Westeros.

Am 21.6.2020 um 19:18 schrieb Octopi:

Theons Plan geht auf, der Verrat an Robb ist jetzt fast komplett. Das Aufleuchten seiner Augen, als er Dagmers Vorschlag versteht, zeigt, dass er sich wieder voll seiner alten Heimat verschrieben hat. Auch wenn er noch lernen muss, wie die Dinge da so laufen.

Ab jetzt hat mich Theon verloren. Er hat sich also entschieden. Und diese Entscheidung ist grundfalsch. Nicht nur weil er die Starks in ihrer Heimat angreifen will (und ja auch siegt). Sondern weil er so dumm ist und mit wenigen Männern ins feindliche Hinterland zieht. Das kann nicht gut gehen. Und auch hier zeigt sich, das die Eisenmänner in meinen Augen 'kulturlos' sind. Ein Pack, das genau dort lebt, wo es hingehört, auf einer Insel. Einziger Lichtblick in diesem Chaos ist Theons Schwester, die nicht so kalt und herzlos daher kommt.

Am 21.6.2020 um 19:18 schrieb Octopi:

Renly wird von einem Schatten ermordet. Wie Brienne allerdings darauf kommt, dass er wie Stannis aussieht ist mir schleierhaft. In der Diskussion zu Folge drei haben wir uns noch gefragt, wieso sie mit ihrer Art nie in großere Schwierigkeiten kommt. In dieser Folge liegt das ganz klar an Cat, die Brienne von einem Himmelfahrtskommando abhält.
Cat schaltet in der Situation sehr schnell und verschwindet, ohne ihre Mission erfüllt zu haben. Ich denke ihr ist klar, dass sie gar nicht erst versuchen muss, mit Stannis zu verhandeln. Der sagt ja auch, dass er die Lords am liebsten alle als Verräter hängen will.

Ich sehe in dem Schatten auch nicht wirklich Stannis. Aber Brienne ist auch näher dran, als der Zuschauer, der eher Caitlyns Position einnimmt. Mir gefällt, wie sich Cat hier in Sicherheit begibt und Brienne mitnimmt. Sie ist umsichtig und klug. Und dann verbinden sich die beiden Frauen näher, durch den Treueeid. Zwei aussergewöhnliche Charaktere.

Am 21.6.2020 um 19:18 schrieb Octopi:

Jaqen H'ghar demonstriert, welche Fähigkeiten er hat und lässt sie von Arya kontrollieren. Sie hat jetzt ein Mittel in der Hand, um Rache zu üben, und schlägt direkt zu. Ihr erstes Opfer ist sehr persönlich und nicht weit gedacht. Ich würde gerne wissen was Arya fühlt, als der Folterknecht tot auf dem Boden liegt: Genugtuung, Freude oder berauscht sie einfach nur die Macht, die sie jetzt (kurzzeitig) hat? So oder so glaube ich, ist das der Moment, der ihren späteren Weg vorzeichnet.

Ja hier hat Jaqen noch eine gewisse Faszination. Und ich ertappe mich dabei, wie ich ihn bewundere, so wie Arya auch. Es ist nachvollziehbar, das ihr erstes Wunschopfer ein persönliches ist, immerhin wollte er gerade Gentry von Ratten zerfressen lassen. Ich glaube der Schmied gefällt ihr, wie das spätere kurze Gespräch über die richtige Kampfhaltung zeigt. Ich glaube nicht, das sie von ihrer Macht berauscht ist. Genugtung bestimmt. Aber Freude habe ich sie in der Serie nur selten zeigen sehen.

Am 22.6.2020 um 09:57 schrieb Meriadoc Brandybuck:

ch verstehe Aryas Entscheidung absolut nicht, ihren späteren Weg einzugehen (jeder "normale" Mensch würde doch zu Jon an die Mauer gehen?).

Ich kann ihre Entscheidung ganz gut verstehen (zu Jon ist keine Option, weil Frauen an der Mauer nicht willkommen sind). Da ist zum einen ihre Bewunderung für Jaqen. Dann sicherlich auch die eigene Hilflosigkeit. Sie steht immerhin ganz ohne Familie da.

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Meriadoc Brandybuck

  

vor 3 Stunden schrieb Torshavn:

Ab jetzt hat mich Theon verloren. Er hat sich also entschieden. Und diese Entscheidung ist grundfalsch. Nicht nur weil er die Starks in ihrer Heimat angreifen will (und ja auch siegt). Sondern weil er so dumm ist und mit wenigen Männern ins feindliche Hinterland zieht. Das kann nicht gut gehen. Und auch hier zeigt sich, das die Eisenmänner in meinen Augen 'kulturlos' sind. Ein Pack, das genau dort lebt, wo es hingehört, auf einer Insel. Einziger Lichtblick in diesem Chaos ist Theons Schwester, die nicht so kalt und herzlos daher kommt.

Theon merkt aber relativ "rasch", dass er nen Fehler gemacht hat. Wenn ich mich richtig erinnere im ersten Gespräch mit Ramsay (als er noch nicht weiß, wer er ist). Theons Schwester find ich grandios. Leider ein Charakter der etwas zu kurz kommt.  

vor 3 Stunden schrieb Torshavn:

Ich kann ihre Entscheidung ganz gut verstehen (zu Jon ist keine Option, weil Frauen an der Mauer nicht willkommen sind). Da ist zum einen ihre Bewunderung für Jaqen. Dann sicherlich auch die eigene Hilflosigkeit. Sie steht immerhin ganz ohne Familie da.

Ja Frauen sind an der Mauer nicht willkommen. Auf Dauer - aber selbst Arya weiß, dass sie kurzweilig dort in Sicherheit wäre. Wollte sie ja zu Beginn auch. Ich finde den Charakter einfach so von Hass und Rache getrieben, dass ich ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen kann. Sehr schade eigentlich

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Torshavn
vor 44 Minuten schrieb Meriadoc Brandybuck:

Ich finde den Charakter einfach so von Hass und Rache getrieben, dass ich ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen kann.

Hass und Rache sind plausible Gründe. Aber ich finde sie wird davon nicht getrieben. Motiviert ja. Aber sie ist nicht blind. Sie lernt ja auch ihren Blick zu erweitern. Ich kann sie gut verstehen. Und ihren Weg nachvollziehen.

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Octopi
Am 25.6.2020 um 09:53 schrieb Meriadoc Brandybuck:

Ich finde den Charakter einfach so von Hass und Rache getrieben

Das finde ich überhaupt nicht. Ihr wurde von jetzt auf gleich alles genommen was sie hatte, bis auf die Kleidung, die sie am Leib trug. Seit Ned hingerichtet wurde ist sie nur auf der Suche nach einem sicheren Platz in der Welt für sie. Wenn sie die Leute ausschaltet, die für ihren Verlust und die Gefahr verantwortlich sind, dann ist die Suche auf jeden Fall deutlich einfacher.
Dazu kommt, dass sie ohnehin kaum in die Welt passt, mit all den Dingen die sie gerne machen will, aber nicht darf, weil sie eine Adelstochter ist. Jon hat sicherlich mehr Verständnis für sie als viele andere, schließlich hat er ihr Needle geschenkt, aber ich denke sie muss davon ausgehen, dass sie nicht auf Dauer an der mauer bleiben kann. Außer Jon weiß ich auch keinen Grund, warum sie da überhaupt hin wollen würde.

Also ich kann ihre Entscheidungen nachvollziehen, und ich freue mich auf ihre weitere Reise.

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Meriadoc Brandybuck
vor 4 Stunden schrieb Octopi:

Außer Jon weiß ich auch keinen Grund, warum sie da überhaupt hin wollen würde.

Ist das nicht Grund genug? Der einzige Verwandte von dem sie ausgehen kann, dass er noch lebt und wo sie weiss wo er ist (bis auf Sansa, aber nach Königsmund zurück ist ja keine Option). Sie und Jon hatten ein gutes Verhältnis. Aber nein, ich entscheide mich irgendwo hin zu segeln, damit ich alle töten kann. Wenn das mal nicht von Rache geleitet ist... 

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Torshavn
vor 14 Stunden schrieb Meriadoc Brandybuck:

Ist das nicht Grund genug? Der einzige Verwandte von dem sie ausgehen kann, dass er noch lebt und wo sie weiss wo er ist (bis auf Sansa, aber nach Königsmund zurück ist ja keine Option). Sie und Jon hatten ein gutes Verhältnis. Aber nein, ich entscheide mich irgendwo hin zu segeln, damit ich alle töten kann. Wenn das mal nicht von Rache geleitet ist... 

Ich glaube Arya weiß, oder ahnt es, das sie bei Jon keine Zukunft hat (und er ist außerdem noch jenseits der Mauer, was sie natürlich nicht weiß). Aber Jaqen bietet ihr eine Perspektive und einen für sie sicheren Ort. Und natürlich bietet er ihr die Chance sich irgendwann zu rächen. Auch wenn das gegen den Kodex seines Glaubens ist (sie befreit sich dann ja auch von diesem Gott).

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Meriadoc Brandybuck
vor 4 Stunden schrieb Torshavn:

Ich glaube Arya weiß, oder ahnt es, das sie bei Jon keine Zukunft hat (und er ist außerdem noch jenseits der Mauer, was sie natürlich nicht weiß). Aber Jaqen bietet ihr eine Perspektive und einen für sie sicheren Ort. Und natürlich bietet er ihr die Chance sich irgendwann zu rächen. Auch wenn das gegen den Kodex seines Glaubens ist (sie befreit sich dann ja auch von diesem Gott).

Im Endeffekt kann sie sich weder an der Mauer, noch bei Jaqen wissen, dass sie sicher ist. Kann mir nicht vorstellen, dass sie ernsthaft abwägt ob ne so lange Reise ins Ungewisse - ohne zu wissen ob sie Jaqen überhaupt findet - tatsächlich sicherer für sie ist, als zur Mauer zu reisen. Arya entwickelt sich für mich halt immer mehr ins Negative. Auch die Art wie sie tötet gehört da dazu. zT mit einer solch unfassbaren Brutalität. Wie zB Meryn Trant oder auch die Freys (was natürlich schon durchaus witzig ist - aber ich meine... ne ganze Familie abschlachten, und sie dann dem Vater vorsetzen - das ist einfach nur Brutal).

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Octopi
vor 20 Stunden schrieb Meriadoc Brandybuck:

Ist das nicht Grund genug? Der einzige Verwandte von dem sie ausgehen kann, dass er noch lebt und wo sie weiss wo er ist (bis auf Sansa, aber nach Königsmund zurück ist ja keine Option). Sie und Jon hatten ein gutes Verhältnis. Aber nein, ich entscheide mich irgendwo hin zu segeln, damit ich alle töten kann. Wenn das mal nicht von Rache geleitet ist...

Hm, ne also mir wäre das nicht Grund genug. Tausende Kilometer durch extrem gefährliches Land reisen, nur aufgrund der Annahme, dass da jemand ist. Da muss man schon sehr verzweifelt sein (was sie sicherlich ist). An den Punkt, an dem wir uns grade befinden, war das wahrscheinlich auch noch ihr Plan. Zum dem Zeitpunkt, zu dem sie auf das Boot steigt wird der Norden aber von Roose Bolton beherrscht und der Neck ist vermutlich versperrt. Als sich ihr dann die Möglichkeit eröffnet, greift sie halt zu. Seh ich jetzt nicht als nur von Rache getrieben. Erst mal raus aus Westeros. Und wenn ich dann in Braavos bin, schau ich mal weiter. Für ein neugieriges, selbstständiges junges Mädchen finde ich das wirklich nicht komisch.

Davon abgesehen: An der Mauer kann sie wieder nicht tun, was sie will, weil sie ein Mädchen ist. Früher oder später wird sie auch da wieder in einem goldenen Käfig landen. Da ist Jons Anwesenheit dann auch nur ein kleiner Trost.

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Meriadoc Brandybuck

  

vor 3 Stunden schrieb Octopi:

Hm, ne also mir wäre das nicht Grund genug. Tausende Kilometer durch extrem gefährliches Land reisen, nur aufgrund der Annahme, dass da jemand ist. Da muss man schon sehr verzweifelt sein (was sie sicherlich ist).

Dasselbe könnte man aber auch zu der Suche nach Jaqen sagen. 

  

vor 3 Stunden schrieb Octopi:

Als sich ihr dann die Möglichkeit eröffnet, greift sie halt zu. Seh ich jetzt nicht als nur von Rache getrieben. Erst mal raus aus Westeros. Und wenn ich dann in Braavos bin, schau ich mal weiter. Für ein neugieriges, selbstständiges junges Mädchen finde ich das wirklich nicht komisch.

Meiner Meinung nach verliert Arya halt schnell das "neugierige junge" Mädchen in sich. Das war sie zu Beginn durchaus. Doch später - mancher Blick in ihren Augen, wenn sie tötet....

Ich glaube wir können noch so sehr diskutieren und nie auf nen Nenner kommen. Aber das ist ja das schöne daran. :-O

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Octopi
vor 19 Stunden schrieb Meriadoc Brandybuck:

Dasselbe könnte man aber auch zu der Suche nach Jaqen sagen.

Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, sucht sie doch gar nicht nach ihm:kratz:? Werden wir ja im weiteren Verlauf noch sehen.

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Meriadoc Brandybuck
vor 37 Minuten schrieb Octopi:

Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, sucht sie doch gar nicht nach ihm:kratz:? Werden wir ja im weiteren Verlauf noch sehen.

Suche. Hmm. Ich bin immer davon ausgegangen, dass sie wegen ihm dahin geht. Sie fragt ja auch mehrfach nach ihm. Vielleicht erinnere ich mich da auch einfach falsch. Wir werden sehen. 

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Torshavn
vor 16 Stunden schrieb Meriadoc Brandybuck:

Suche. Hmm. Ich bin immer davon ausgegangen, dass sie wegen ihm dahin geht. Sie fragt ja auch mehrfach nach ihm. Vielleicht erinnere ich mich da auch einfach falsch. Wir werden sehen. 

Meines Wissens ist sie wegen Jaqen hinüber gesegelt, um von ihm zu lernen. Er hat ihr ja auch die Münze gegeben und das Codewort für eine Überfahrt.

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