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RPG-Story: Das Dritte Zeitalter


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Torshavn

In diesem Augenblick wird die Tür zur Großen Halle langsam aufgedrückt. Aufgeregt drängt ein zehnjähriger Junge hinein und ruft:

"Reiter! Reiter!"

Sofort werden die Menschen auf den Jungen aufmerksam. Seine Mutter ist schnell bei ihm. Auch Geleswinta, die Herrin des Dorfes, eilt hinzu. "Erzähl Iwald" fordert ihn seine Mutter auf.

"Es sind sechs, sagt Amand. Er ist auf dem Platz beim Karren. Passt auf das Heu für die Gäste auf. Sie kommen von Norden. Sie sind bewaffnet und gerüstet. Aber sie führen ihre Pferde am Zügel. Sie reisen ohne Banner und Zeichen. Sie sind gleich da."

Geleswinta schaut sich rasch um, winkt einige Männer herbei, die sich rasch bewaffnen. Dann gehen sie hinaus auf den Dorfplatz, während die Mutter Iwald nur schwer zurückhalten kann. "Aber Mama" murmelt er noch und ergibt sich in sein Schicksal. Die Mutter führt ihn an eines der Feuer im hinteren Teil der Halle...

Edited by Torshavn
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Octopi

"Du hast gute Ohren!", sagt Sullír rasch, bevor in der allgemeinen Aufregung, die die Neuankömmlinge verursachen, ein Gespräch nur noch schwer möglich ist. Auf seinen Speer gestützt geht er langsam Richtung Tür, verwundert darüber, wie viele Leute sich in diesem kleinen Ort am Anduin sammeln. Er ist allerdings recht entspannt, denn seiner Erfahrung nach kommen Reiter, die ihre Pferde am Zügel führen, nicht in böser Absicht. Trotzdem tritt er mit dem Speer fest in der Hand in die Morgensonne auf den Dorfplatz und schaut sich nach den Reitern um.

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Perianwen

Nur mit Mühe kann Fosco ein Seufzen unterdrücken. Kaum ist das eine Abenteuer überstanden, folgt schon das nächste. Jedoch scheint dieses auf den ersten Blick nicht ganz so gefährlich zu sein. Denn wer führt seine Pfede am Zügel in den Kampf? Und selbst wenn die Neuankömmlinge böse Absichten haben sollten - mit sechs Mann können die Männer des Dorfes es locker aufnehmen, selbst mit ihren vielen Verletzten.

Fosco stellt seine leere Frühstücksschale, die er noch immer in der Hand gehalten hatte, achtlos auf dem Boden ab und folgt Sullír zwar gespannt, jedoch nicht sonderlich ängstlich hinaus auf den Dorfplatz. "Wer mögen diese Reiter wohl sein?", fragt sich der Hobbit laut.

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Torshavn

Als Geliswinta mit den bewaffneten Männern aus der Großen Halle hinaus tritt, sind die Fremden bereits auf dem Dorfplatz angekommen. Der Junge Amand spricht mit ihnen. Die Fremden haben sich in ihre Mäntel gehüllt. Aber ihre starke Bewaffnung ist nicht zu übersehen. An den erschöpften Pferden hängen Schilde, Speere und kurze Bögen. Die Männer tragen Helme aus Metall, die in der Morgensonne glitzern. Und sie führen Schwerter mit sich. Unter den Mänteln blitzen Kettengeflechte hervor. Auch die Fremden wirken erschöpft. Ihre Ausrüstung bedarf der Ausbesserung.

Nun zeigt der Junge Amand in Richtung Große Halle und nickt heftig. Ein großgewachsener Fremder kommt auf Geliswinta zu. Im Gehen nimmt sie den Helm ab. Das dichte blonde Haar fällt zu einem langen Zopf gebunden auf den Rücken. Die herben müden Gesichtszüge umspielt ein Lächeln. Die Frau mag an die dreißig Sommer gesehen haben. Sie macht keinerlei feindliche Regungen.

"Seit gegrüßt. Ich bin Saewara, Hauptfrau dieser Männer." stellt sie sich Geliswinta vor. Die Dorfvorsteherin nickt: "Ich bin Geliswinta. Herzlich Willkommen in unserem Dorf." "Wir wären dankbar für ein wenig Nahrung und Ruhe," bittet die Fremde, die in der Zunge des alten Nordens spricht. "Wir sitzen seit zwei Tagen im Sattel." "Kommt hinein in die Halle" erwiedert Geliswinta. "Amand wird sich um die Pferde kümmern".

"Habt Dank" antwortet Saewara. Sie gibt ihren Männern ein Zeichen. Die setzen daraufhin die Helme ab und lassen sich von Amand zum Stall führen. "Sie kommen nach, wenn die Pferde versorgt sind." Gemeinsam gehen die Frauen zu den Toren der Halle, aus denen gerade Amands Bruder Iwald heraus huscht und zum Stall hinüberläuft...

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Octopi

"Ich habe keine Ahnung, wer die Reiter sind", antwortet Sullír dem Hobbit. "Ich kann keine Wappen ausmachen. Der Ausrüstung und Bewaffnung nach sind sie auf jeden Fall nicht arm, oder dienen zumindest einem wohlhabenden Herren."

Er mustert die Anführerin aufmerksam, die mit Geleswinta zusammen auf sie zu kommt, während die anderen Reiter im Stall verschwinden. Auch beim Näherkommen kann er kein Zeichen erkennen, das ihm eine Zuordnung zu einem Volk ermöglichen würde. Kurz bevor die beiden Frauen bei ihm und Fosco angelangen, macht er einen Schritt zur Seite, um den Eingang zur Halle freizugeben.

 

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Torshavn

Kurz bevor Saewara das Tor zur Großen Halöle erreicht, verlangsamt sie ihren Schritt. Ihre Augen mustern Fosco. Dann durchflackert so etwas wie eine Erinnerung ihre Augen und ihr Blick hellt sich auf:

"Ihr erinnert euch nicht mehr an mich" spricht sie den Hobbit an. "Es war damals in einem Gasthaus an der NordSüd Straße hinter den Ruinen von Tharbad. Ich glaube es heißt 'Goldener Krug'? Ihr arbeitetet dort. Ich war mit einem kleinen Trupp auf der Durchreise auf der Suche nach einer verloren gegangenen Partrouille. Wir haben dort übernachtet..."

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Perianwen

Fosco ist überrascht, plötzlich von der Frau angesprochen zu werden. Etwas überrumpelt, fällt seine Antwort etwas unbeholfener aus, als er beabsichtigt hatte:

"Ihr erinnert Euch an mich? Im Goldenen Krug?" Fosco macht eine kurze Pause. "Oh" , fügt er dann hinzu. Er sieht die Frau eindringlich an und versucht in Windeseile, sich an diese Frau zu erinnern. Dann sagt er: "Vielleicht kann ich mich doch an Euch erinnern. Ihr seid von sehr weit her gekommen, und habt einen für meine Ohren fremdartigen Akzent gesprochen. Es haben nur selten Menschen aus Eurer Gegend das Gasthaus aufgesucht. Ich hoffe, Ihr konntet Eure Patrouille erfolgreich finden?", fügt Fosco aus Höflichkeit hinzu, wohl wissend, dass dies eigentlich nicht der Ort war, um über Vergangenes zu plaudern.

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Torshavn

"Ich bin Saewara" erwiedert sie auf Foscos Worte. "Ihr habt recht, die Rohirrim überqueren selten die alten Grenzen von Tharbad. Leider erinnere ich mich nicht mehr an euren Namen. Wollt ihr uns nicht hineinbegleiten, und mir erzählen, was euch so weit vom Goldenen Krug weg geführt hat?"

Sie wendet sich an Geliswinta. "Ich bin froh, das wir hier her gekommen sind. Unser KUndschafter hatte geraten bei Nacht dieses Dorf zu umgehen."

Dann geht sie weiter in die Große Halle hinein. Geliswinta führt sie an das Große Feuer in der Mitte. Auf ihr Zeichen werden Becher gereicht und Brot und Käse gebracht.

Die Rohirrim läßt ihren Blick schweifen. "Eine schöne Halle. Danke für eure Gastfreundschaft". Dann nimmt sie einen Becher Tee und geniesst ein paar Schlucke...

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Torshavn

Bald kommen auch die beiden Jungs Amand und Iwald zurück in die Große Halle gestürmt. Sie tragen ein Teil des Gepäcks der Fremden. Die fünf hochgewachsenen Männer folgen ihnen bis zur Feuerstelle in der Mitte.

"Mutter" beginnt Iwald zu erzählen, "Dunhere sagt, sie waren oben im Norden. Im Grauen Gebirge an den Quellen des Anduin". "Nun beruhige dich" wirft die Mutter ein. An ihre beiden Kinder gewand: "Bringt das Gepäck weiter nach hinten."

Unterdessen setzen sich die Männer ans Feuer. Kinder reichen ihnen Becher. Eine junge Frau schenkt Tee ein.

"Die Pferde sind versorgt, Saewara" meldet der Mann den die Jungs Dunhere nannten. Dann trinkt er in Ruhe ein paar Schlucke Tee, bevor er sich seines Kettenhemdes entledigt...

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Perianwen

Foscos Ohren erröten leicht, als er indirekt aufgefordert wird, sich vorzustellen, wie es sich gehört. Doch ehe er Saewara antworten kann, geht sie an ihm vorbei in die große Halle. Der Hobbit folgt den Neuankömmlingen ans Feuer. Erfreut stellt er fest, dass erneut Tee und kleine Häppchen gebracht werden. Er trinkt ein paar Schlucke des heißen Gebräus und lässt sich Brot und Käse schmecken. Wie alles, was er bisher hier gegessen hat, ist es nichts sonderlich Außergewöhnliches, dennoch zweckgemäß und gut.

"Die Menschen in diesem Dorf sind in der Tat sehr gastfreundlich", beginnt er an Saewara gewandt. "Auch meine Gefährten und ich wurden mit offenen Armen und Speis und Trank empfangen. Aber bitte verzeiht meine Unhöflichkeit. Ich habe mich immer noch nicht vorgestellt. Ich heiße Fosco." Der Hobbit deutet mit seinem Oberkörper eine Verbeugung an. "Es freut mich, erneut Eure Bekanntschaft zu machen. Wenn auch beide Male die Umstände schöner sein könnten. Dieses Dorf hat erst vorletzte Nacht gegen eine Horde Orks kämpfen müssen, die das Dorf überfallen hat. Leider haben nicht alle mutigen Männer den Kampf überlebt."

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Torshavn

"Fosco..." antwortet Saewara. "Verzeiht, aber an euren Namen erinnere ich mich nicht. Dafür um so lebhafter an euch." Sie lächelt den Hobbit an.

Dann wird sie ernster: "Wir haben letzte Nacht ein Feuer gesehen aus dieser Richtung. Es tut mir leid um eure Toten" spricht sie Geliswinta direkt an. "Es sind oft Orks unterwegs in diesen Tagen in den Tälern des Anduin."

An den Hobbit gewand: "Ihr solltet sehr vorsichtig sein, Fosco. Wohin geht eure Reise?"

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"Tatsächlich weiß ich von diesem Land. Seine Hauptstadt ist Minas Tirith." antwortet die Rohir dem Hobbit. "Gondor ist unser Verbündeter, seit ungezählten Jahren."

"Doch was führt euch dahin, Fosco?"

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