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RPG-Story: Das Dritte Zeitalter


Eldanor
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In diesem Augenblick wird die Tür zur Großen Halle langsam aufgedrückt. Aufgeregt drängt ein zehnjähriger Junge hinein und ruft:

"Reiter! Reiter!"

Sofort werden die Menschen auf den Jungen aufmerksam. Seine Mutter ist schnell bei ihm. Auch Geleswinta, die Herrin des Dorfes, eilt hinzu. "Erzähl Iwald" fordert ihn seine Mutter auf.

"Es sind sechs, sagt Amand. Er ist auf dem Platz beim Karren. Passt auf das Heu für die Gäste auf. Sie kommen von Norden. Sie sind bewaffnet und gerüstet. Aber sie führen ihre Pferde am Zügel. Sie reisen ohne Banner und Zeichen. Sie sind gleich da."

Geleswinta schaut sich rasch um, winkt einige Männer herbei, die sich rasch bewaffnen. Dann gehen sie hinaus auf den Dorfplatz, während die Mutter Iwald nur schwer zurückhalten kann. "Aber Mama" murmelt er noch und ergibt sich in sein Schicksal. Die Mutter führt ihn an eines der Feuer im hinteren Teil der Halle...

Edited by Torshavn
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"Du hast gute Ohren!", sagt Sullír rasch, bevor in der allgemeinen Aufregung, die die Neuankömmlinge verursachen, ein Gespräch nur noch schwer möglich ist. Auf seinen Speer gestützt geht er langsam Richtung Tür, verwundert darüber, wie viele Leute sich in diesem kleinen Ort am Anduin sammeln. Er ist allerdings recht entspannt, denn seiner Erfahrung nach kommen Reiter, die ihre Pferde am Zügel führen, nicht in böser Absicht. Trotzdem tritt er mit dem Speer fest in der Hand in die Morgensonne auf den Dorfplatz und schaut sich nach den Reitern um.

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Nur mit Mühe kann Fosco ein Seufzen unterdrücken. Kaum ist das eine Abenteuer überstanden, folgt schon das nächste. Jedoch scheint dieses auf den ersten Blick nicht ganz so gefährlich zu sein. Denn wer führt seine Pfede am Zügel in den Kampf? Und selbst wenn die Neuankömmlinge böse Absichten haben sollten - mit sechs Mann können die Männer des Dorfes es locker aufnehmen, selbst mit ihren vielen Verletzten.

Fosco stellt seine leere Frühstücksschale, die er noch immer in der Hand gehalten hatte, achtlos auf dem Boden ab und folgt Sullír zwar gespannt, jedoch nicht sonderlich ängstlich hinaus auf den Dorfplatz. "Wer mögen diese Reiter wohl sein?", fragt sich der Hobbit laut.

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Als Geliswinta mit den bewaffneten Männern aus der Großen Halle hinaus tritt, sind die Fremden bereits auf dem Dorfplatz angekommen. Der Junge Amand spricht mit ihnen. Die Fremden haben sich in ihre Mäntel gehüllt. Aber ihre starke Bewaffnung ist nicht zu übersehen. An den erschöpften Pferden hängen Schilde, Speere und kurze Bögen. Die Männer tragen Helme aus Metall, die in der Morgensonne glitzern. Und sie führen Schwerter mit sich. Unter den Mänteln blitzen Kettengeflechte hervor. Auch die Fremden wirken erschöpft. Ihre Ausrüstung bedarf der Ausbesserung.

Nun zeigt der Junge Amand in Richtung Große Halle und nickt heftig. Ein großgewachsener Fremder kommt auf Geliswinta zu. Im Gehen nimmt sie den Helm ab. Das dichte blonde Haar fällt zu einem langen Zopf gebunden auf den Rücken. Die herben müden Gesichtszüge umspielt ein Lächeln. Die Frau mag an die dreißig Sommer gesehen haben. Sie macht keinerlei feindliche Regungen.

"Seit gegrüßt. Ich bin Saewara, Hauptfrau dieser Männer." stellt sie sich Geliswinta vor. Die Dorfvorsteherin nickt: "Ich bin Geliswinta. Herzlich Willkommen in unserem Dorf." "Wir wären dankbar für ein wenig Nahrung und Ruhe," bittet die Fremde, die in der Zunge des alten Nordens spricht. "Wir sitzen seit zwei Tagen im Sattel." "Kommt hinein in die Halle" erwiedert Geliswinta. "Amand wird sich um die Pferde kümmern".

"Habt Dank" antwortet Saewara. Sie gibt ihren Männern ein Zeichen. Die setzen daraufhin die Helme ab und lassen sich von Amand zum Stall führen. "Sie kommen nach, wenn die Pferde versorgt sind." Gemeinsam gehen die Frauen zu den Toren der Halle, aus denen gerade Amands Bruder Iwald heraus huscht und zum Stall hinüberläuft...

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"Ich habe keine Ahnung, wer die Reiter sind", antwortet Sullír dem Hobbit. "Ich kann keine Wappen ausmachen. Der Ausrüstung und Bewaffnung nach sind sie auf jeden Fall nicht arm, oder dienen zumindest einem wohlhabenden Herren."

Er mustert die Anführerin aufmerksam, die mit Geleswinta zusammen auf sie zu kommt, während die anderen Reiter im Stall verschwinden. Auch beim Näherkommen kann er kein Zeichen erkennen, das ihm eine Zuordnung zu einem Volk ermöglichen würde. Kurz bevor die beiden Frauen bei ihm und Fosco angelangen, macht er einen Schritt zur Seite, um den Eingang zur Halle freizugeben.

 

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Kurz bevor Saewara das Tor zur Großen Halöle erreicht, verlangsamt sie ihren Schritt. Ihre Augen mustern Fosco. Dann durchflackert so etwas wie eine Erinnerung ihre Augen und ihr Blick hellt sich auf:

"Ihr erinnert euch nicht mehr an mich" spricht sie den Hobbit an. "Es war damals in einem Gasthaus an der NordSüd Straße hinter den Ruinen von Tharbad. Ich glaube es heißt 'Goldener Krug'? Ihr arbeitetet dort. Ich war mit einem kleinen Trupp auf der Durchreise auf der Suche nach einer verloren gegangenen Partrouille. Wir haben dort übernachtet..."

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Fosco ist überrascht, plötzlich von der Frau angesprochen zu werden. Etwas überrumpelt, fällt seine Antwort etwas unbeholfener aus, als er beabsichtigt hatte:

"Ihr erinnert Euch an mich? Im Goldenen Krug?" Fosco macht eine kurze Pause. "Oh" , fügt er dann hinzu. Er sieht die Frau eindringlich an und versucht in Windeseile, sich an diese Frau zu erinnern. Dann sagt er: "Vielleicht kann ich mich doch an Euch erinnern. Ihr seid von sehr weit her gekommen, und habt einen für meine Ohren fremdartigen Akzent gesprochen. Es haben nur selten Menschen aus Eurer Gegend das Gasthaus aufgesucht. Ich hoffe, Ihr konntet Eure Patrouille erfolgreich finden?", fügt Fosco aus Höflichkeit hinzu, wohl wissend, dass dies eigentlich nicht der Ort war, um über Vergangenes zu plaudern.

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"Ich bin Saewara" erwiedert sie auf Foscos Worte. "Ihr habt recht, die Rohirrim überqueren selten die alten Grenzen von Tharbad. Leider erinnere ich mich nicht mehr an euren Namen. Wollt ihr uns nicht hineinbegleiten, und mir erzählen, was euch so weit vom Goldenen Krug weg geführt hat?"

Sie wendet sich an Geliswinta. "Ich bin froh, das wir hier her gekommen sind. Unser KUndschafter hatte geraten bei Nacht dieses Dorf zu umgehen."

Dann geht sie weiter in die Große Halle hinein. Geliswinta führt sie an das Große Feuer in der Mitte. Auf ihr Zeichen werden Becher gereicht und Brot und Käse gebracht.

Die Rohirrim läßt ihren Blick schweifen. "Eine schöne Halle. Danke für eure Gastfreundschaft". Dann nimmt sie einen Becher Tee und geniesst ein paar Schlucke...

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Bald kommen auch die beiden Jungs Amand und Iwald zurück in die Große Halle gestürmt. Sie tragen ein Teil des Gepäcks der Fremden. Die fünf hochgewachsenen Männer folgen ihnen bis zur Feuerstelle in der Mitte.

"Mutter" beginnt Iwald zu erzählen, "Dunhere sagt, sie waren oben im Norden. Im Grauen Gebirge an den Quellen des Anduin". "Nun beruhige dich" wirft die Mutter ein. An ihre beiden Kinder gewand: "Bringt das Gepäck weiter nach hinten."

Unterdessen setzen sich die Männer ans Feuer. Kinder reichen ihnen Becher. Eine junge Frau schenkt Tee ein.

"Die Pferde sind versorgt, Saewara" meldet der Mann den die Jungs Dunhere nannten. Dann trinkt er in Ruhe ein paar Schlucke Tee, bevor er sich seines Kettenhemdes entledigt...

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Foscos Ohren erröten leicht, als er indirekt aufgefordert wird, sich vorzustellen, wie es sich gehört. Doch ehe er Saewara antworten kann, geht sie an ihm vorbei in die große Halle. Der Hobbit folgt den Neuankömmlingen ans Feuer. Erfreut stellt er fest, dass erneut Tee und kleine Häppchen gebracht werden. Er trinkt ein paar Schlucke des heißen Gebräus und lässt sich Brot und Käse schmecken. Wie alles, was er bisher hier gegessen hat, ist es nichts sonderlich Außergewöhnliches, dennoch zweckgemäß und gut.

"Die Menschen in diesem Dorf sind in der Tat sehr gastfreundlich", beginnt er an Saewara gewandt. "Auch meine Gefährten und ich wurden mit offenen Armen und Speis und Trank empfangen. Aber bitte verzeiht meine Unhöflichkeit. Ich habe mich immer noch nicht vorgestellt. Ich heiße Fosco." Der Hobbit deutet mit seinem Oberkörper eine Verbeugung an. "Es freut mich, erneut Eure Bekanntschaft zu machen. Wenn auch beide Male die Umstände schöner sein könnten. Dieses Dorf hat erst vorletzte Nacht gegen eine Horde Orks kämpfen müssen, die das Dorf überfallen hat. Leider haben nicht alle mutigen Männer den Kampf überlebt."

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"Fosco..." antwortet Saewara. "Verzeiht, aber an euren Namen erinnere ich mich nicht. Dafür um so lebhafter an euch." Sie lächelt den Hobbit an.

Dann wird sie ernster: "Wir haben letzte Nacht ein Feuer gesehen aus dieser Richtung. Es tut mir leid um eure Toten" spricht sie Geliswinta direkt an. "Es sind oft Orks unterwegs in diesen Tagen in den Tälern des Anduin."

An den Hobbit gewand: "Ihr solltet sehr vorsichtig sein, Fosco. Wohin geht eure Reise?"

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"Ich danke Euch für Eure warnenden Worte. Wir sind auf dem Weg Richtung Süden, in ein Land namens Gondor. Kennt Ihr dieses Land?"

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"Tatsächlich weiß ich von diesem Land. Seine Hauptstadt ist Minas Tirith." antwortet die Rohir dem Hobbit. "Gondor ist unser Verbündeter, seit ungezählten Jahren."

"Doch was führt euch dahin, Fosco?"

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  • 2 weeks later...

Müde von der anstrengenden Nacht und den vielen noch kräftezehrenderen Wochen zuvor, beschließt Nala nach dem Frühstück einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft zu machen. Zwar ist der Morgen recht frostig, doch auch sehr klar und die Sonne taucht alles in warme Gelbtöne. Hinter den massiv gebauten Häusern wandert sie eine Weile über den mit Raureif bedeckten Boden und genießt die ruhigen Momente. Bald jedoch ist sie die Kälte wieder leid und macht einen Bogen, um im Stall nach ihrer geliebten Stute zu sehen. Doch kaum hat sie das warme, leicht muffige Gebäude betreten, hält sie auch schon wieder inne. Neue Tiere haben sich eingefunden, deren dampfende Leiber erst vor kurzem zur Ruhe gekommen sind. Die Blicke der Rohirrim schweifen über die kräftigen Tiere mit den wachen Augen und die junge Frau ergreift eine seltsame Unruhe. Schnell eilt sie umher, sucht nach Zaum- und Sattelzeug, welches sie vorsichtig und neugierig inspiziert. Die robuste Verarbeitung, das verwendete Material und die Verzierungen – all das kennt Nala nur zu gut.

Und endlich merkt sie, dass es gar keine Unruhe ist, sie sie von Scheitel bis zum Zeh erfasst hat, sondern Aufregung und ein lange Zeit unterdrücktes Heimweh. Nur flüchtig klopft sie sich das Heu von dem Mantel und ist schon auf dem Weg in die große Halle, denn nur dorthin können die Reiter gebracht worden sein. Schon als sie durch die Türe tritt, vernimmt sie den Klang der bekannten Sprache und muss nicht lange suchen, bis ihr Blick bei den Neuankömmlingen hängen bleibt. Mit wild schlagendem Herzen nähert sie sich dem Tisch, an dem die hochgewachsene, blonde Frau gerade mit Fosco spricht. Sie kennt das Gesicht der Fremden nicht, aber die Haltung einer geübten Reiterin und Gewand einer Kriegerin fern der Heimat. „Seid mir gegrüßt Eorlingas“ wendet sie sich an ihre Landsfrau und die Männer bei ihr ganz in der Art, wie ein einfacher Bürger einen tapferen Soldaten ihres Landes grüßt. „Ihr seid so fern der Heimat, was bringt ihr für Kunde aus der Mark?

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Fosco ist froh, dass Nala plötzlich auftaucht und ihn davor bewahrt, die Frage der Reiterin zu beantworten. Ihm ist es bei diesem Thema immer ein wenig unwohl. Er weiß, er kann nicht die ganze Wahrheit erzählen, und doch, obwohl er nicht die Unwahrheit sagt, fühlt er sich dabei nicht so wohl in seiner Haut.

Nachdem sich die Erleichterung gelegt hat, erfüllt ein noch viel stärkeres Gefühl Fosco - Erkenntnis. Natürlich! Saewara ist aus demselben Land wie Nala und Eofor! Dass ihm das nicht vorher aufgefallen ist. Verwundert über seine eigene Dummheit schüttelt der Hobbit leicht den Kopf. Er versteht nicht, was Nala zu dem Trupp sagt, aber sie scheint aufgeregt, ja sogar erregt zu sein. Was nicht verwunderlich ist - wie lange ist es her, dass sie jemanden aus ihrer Heimat gesehen hat?

Da ihm nichts anderes übrig bleibt, wartet Fosco nur ab, was passiert und nippt an seinem Tee, während seine Augen zwischen Nala und Saewara hin- und herschwenken.

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Rohirrim! Als Nala die Reiter begrüßt, wird Sullír das erst richtig klar. Mit den Bewohnern der Riddermark hatte er bisher selten zutun, die großen Flüsse Mittelerdes fließen schließlich nicht in das Königreich. Zwar hatte die Gruppe erzählt, dass sie aus dem Norden kommen, aber da sie Rohirrim sind, können sie sicherlich einiges über die Reisebedingungen südwärts in Richtung ihrer Heimat erzählen. Solche Informationen wären für die Weiterreise ihrer kleinen Gemeinschaft von großem Wert. Nun widmet Sullír sich mit größerer Aufmerksamkeit den Gesprächen der Neuankömmlinge. Im Augenblick versteht er allerdings nichts, denn sie unterhalten sich in der Sprache Rohans.

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Das Gespräch verstummt als Nala ans große Feuer tritt. Überrascht durch die traditionelle Begrüßung drehen sich die Rohirrim zu Nala um und mustern sie, mit freudigen Herzen. Saewara erhebt sich und reicht ihr den Arm zur Begrüßung:

"Eine Tochter der Mark hätte ich hier nicht erwartet" antwortet sie, ein Lächeln auf ihren Lippen. "Seid gegrüßt. Setzt euch zu uns. Wie kommt hier hier her?"

Der prüfende Blick eines der Rohir, ein schon älterer Mann mit grauem Haar und müden Augen, ruht auf Nala, während sich die beiden Frauen setzen.

"Ihr seit es wirklich Nahalena?" beginnt der Alte Rohir zu sprechen. "Ich bin Dunhere, ein Freund eures Vaters. Ich führte damals den Suchtrupp. Saewara war auch dabei. Wir vermuteten euch irgendwo bei den Dunländern als Gefangene. Oder schlimmer tot, erschlagen von diesen Hunden. Wir fanden die Leichen, aber euch und euren Bruder nicht"...

 

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Nala hat sich freudigen Herzens einfach mitten in de Gruppe und die Unterhaltung gedrängt und alle Manieren und Gepflogenheiten vergessen, als sie ihre Landsleute erblickt hat. Als dann alle für einen Moment verstummen, befürchtet sie schon sie mit ihrer Unhöflichkeit vor den Kopf gestoßen zu haben. Doch dann begrüßt man auch sie mit einem Lächeln und die kräftige Schildmaid reicht ihr den Arm. Direkt wird ihr ein Platz in deren Mitte angeboten, den die junge Frau gerne annimmt. Die Sprache ihrer Heimat scheint ihr einen besonders schönen, vollen Klang zu besitzen, untermalt von einer Melodie, die ihr wohl die Sehnsucht nur vorgaukelt.

Schon will sie die weit gereisten mit hunderten Fragen bestürmen und Kunde aus den Landen erhalten, in denen sie aufgewachsen ist, als sich einer der älteren Männer aus der Runde direkt an sie wendet. Vollkommen verblüfft mustert sie ihn mit großen Augen, als er ihren Namen ausspricht und ihr Blick sucht an ihm vertrautes. Es dauert einen Moment, bis sie den müden alten Mann mit dem Bild in Einklang bringen kann, als sie ihm zuletzt begegnet war. Sein Haar war weniger grau gewesen, die Furchen in seinem Gesicht weniger tief, doch seine Gesten und die Art wie er spricht, erinnern sie tatsächlich an einen Freund ihres Vaters. Dunhere ist ein Name, den sie lange nicht gehört hat, denn die düsteren Zeiten haben Feste und fröhliche Anlässe sich zu treffen weitaus seltener gemacht.

Seine Stimme ist rau, gezeichnet von den vielen harten und traurigen Wochen, in denen sie das Land auf der Suche nach Hoffnung durchritten und nur Tod und Dunkelheit fanden. Auch auf Nalas Zügen erlischt das Lächeln, als von jenen gesprochen wird, mit denen sie und Eofor damals aufbrachen. Von dem munteren Spähtrupp, der sich tapfer in die raue Wildnis wagte und nie zurückkehrte. Unwillkürlich legt die junge Frau die Hand auf ihr Herz, sie wird die Erinnerung an die ehrenvollen Männer immer bei sich tragen. „Eofor und ich entkamen dank einer glücklichen Fügung, wir waren nicht bei den anderen, als sie feige und hinterrücks erschlagen wurden. Wir mussten fliehen und konnten ihnen nicht einmal die letzte Ehre erweisen. Es vergingen harte Wochen, bis wir zurück auf sichere Straßen fanden und viele Wirren ließen uns seltsame Pfade nehmen, doch unser Ziel war immer die Heimat“ sprach sie leise.

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"Eofor ist auch hier?" fragt Dunhere Nahalena. "Ich hatte nicht gehofft euch beide noch einmal lebend wiederzusehen. Und dann hier auf der anderen Seite der Nebelberge." Der alte Rohir wird redselig, als sich Saewara in das Gespräch einmischt:

"Wir haben die Toten ehrenvoll bestattet und ihre persönliche Habe, den Familien gebracht. Ich bedaure, das wir die Suche aufgegeben haben. Aber es gab keine Hinweise. Keine Spuren."

Trotz der Wiedersehensfreude, wirkt Saewara bedrückt. "Euer Vater wird sich freuen. Ihr kommt doch mit uns nach Hause?"

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Der Hobbit kann die Worte, die gesprochen werden, nicht verstehen. Aber es ist offensichtlich, dass es ein Wiedersehen mit vielen verschiedenen Emotionen ist. Ganz offensichtlich gibt es dort Freude, aber da ist auch Vorsicht, Trauer, und vielleicht etwas Angst? Fosco ist sich nicht sicher. Er blickt hinüber zu Sullír. Der Seemann war weit herumgekommen, vielleicht kann er ein paar Worte verstehen?

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Während Nala und die Rohirrim sich unterhalten, ist der Segler zwar dabei, aber er versteht kein Wort. So schaut er sich die Neuankömmlinge genauer an, während er mit einem Ohr darauf horcht, ob sie wieder in eine Sprache wechseln, die er auch versteht. Sullír kann jetzt erkennen, dass die Reiter zwar gut ausgerüstet sind, aber die Ausrüstung auch einige kleine Ausbesserungen vertragen könnte. Daraus schließt er, dass sie schon länger unterwegs sind, als nur die Strecke von Rohan zu diesem Dorf herauf. Er hat aber keine Ahnung, was er mit dieser Information nun anfangen soll. Sein Blick fällt nach einer Weile auf Fosco, der genauso mit zum Feuer in der Halle gelaufen ist. Der Hobbit scheint ebenso wie Sullír nichts zu verstehen, denn er schaut ihn fragend an. Als Antwort zuckt Sullír nur mit den Schultern, er hat schließlich auch keine Ahnung, was gerade geredet wird.

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Gerne hätte sich Nala stundenlang mit dem Freund ihres Vaters unterhalten, ihn nach vielen Neuigkeiten gefragt und Personen, die sie beide kennen. Nicht nur er ist erleichtert und erfreut über dieses unvorhergesehene Wiedersehen, doch bald schon werden sie von der Anführerin der Schar unterbrochen, die wieder auf den Angriff und seine Folgen zu sprechen kommt. Und dann fragt Saewara ganz direkt, ob die beiden sich ihnen nicht auf dem Weg zurück in die Heimat anschließen möchten.

Am liebsten hätte die junge Frau sofort eingewilligt, denn in dieser schlagkräftigen Truppe, alle auf kräftigen Pferden kämen sie sicherlich schnell und unbeschadet zurück nach Rohan. Doch zum einen konnte sie nur für sich selbst sprechen, zum anderen hatten sie sich ja einer kleinen Gemeinschaft angeschlossen, die sie nicht im Stich lassen wollen. Kurz überlegt Nala, wie sie am besten antworten soll und wechselt dann zurück in jene Sprache, die alle am Tisch verstehen können.

Euer Angebot ehrt mich und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie gerne ich mit euch zurückreisen möchte, zu unseren Familien und endlich wieder die weiten Graslandschaften sehen“ sagte sie mit einem sehnsuchtsvollen Blick. „Doch gibt es viel zu bedenken, wir haben uns einer Reisegruppe angeschlossen, haben gemeinsam viele Gefahren und Widrigkeiten überwunden und wollen unsere Gefährten nicht ohne ein Wort der Beratung im Stich lassen. Zudem…“ ihre Wangen färben sich ein klein wenig rot „sind wir nicht mehr nur zu zweit und auch mein Verlobter sollte bei diesem Gespräch dabei sein und mit uns entscheiden können“.

Kurz huscht ihr Blick über die Halle, als sie schnell die vertraute Gestalt von Waenhil erblickt. Was er wohl von dieser Wendung der Ereignisse halten wird? Ob er schon bereit ist, ihr in ihre Heimat zu folgen unter all den Reitersleuten, die er nicht kennt? Sie winkt ihn zu sich und mit einem gewissen Stolz in der Stimme stellt sie ihn den Rohirrim vor, dessen Hand sie ergreift. „Das hier ist Waenhil, treuer Freund, verlässlicher Reisegefährte, mutiger Kämpfer und der Mann, mit dem ich mein Leben verbringen will. Oh und er ist zudem ein geschickter Schmied“ fügt sie noch mit einem Lächeln hinzu, denn jene die sich dieser schweren Profession verschrieben haben, genießen in Rohan hohes Ansehen.

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Saewara nickt: "Besprecht euch mit euren Gefährten. Nehmt euch Zeit. Wir reiten morgen nach Sonnenaufgang weiter. Es wird Zeit das wir nach Hause kommen." Dann vertieft sie sich in ein Gespräch mit Geliswinta, über Vorräte und eine Unterkunft für die Nacht.

Während sich Saewara so gar nicht für Waenhil zu interessieren scheint, mustert Dunhere den jungen Mann. Dann nickt er lächelnd, blickt ihm in die Augen und reicht ihm den Arm: "Seit willkommen."

An Nahalena gewand: "Eine gute Wahl. Er hat klare ehrliche Augen. Euer Vater wird sich freuen. Entscheidet euch schnell, wir müssen weiter, dringend"...

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Waenhil steht etwas abseits und lauscht dem Gespräch, auch wenn er kein Wort davon versteht. Nala scheint freudig aufgebracht zu sein, seit langem sah sie wieder einmal Menschen von ihrem Volk - er konnte ihre Freude verstehen. Beobachtend steht er da, bis Nala ihn schließlich zu sich winkt. Mit einem Lächeln erwidert er die Geste und tritt zu den Fremden. Die Frau scheint sich nicht wirklich für ihn zu interessieren, aber der ältere Herr sprach ihn freundlich an "Seid gegüßt" erwidert er dem Fremden mit einem freundlichen Lächeln.

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Nala wird noch etwas röter auf den Wangen, als Dunhere Waenhil akzeptiert und für einen Moment sieht man das junge, verträumte Mädchen, dass sie ohne den Krieg und die dunklen Zeiten hätte sein können. Dann nickt ihm zu und zieht ihren Verlobten zur Seite, um ihm vom Angebot der Rohirim zu berichten. Anschließend wendet sie sich an Fosco und Sullír, die beide auch in der Halle sind. Unsicher wie genau sie anfangen soll, entscheidet sich Nala für den direktesten Weg. „Die Gruppe an Reitern stammt aus unserer Heimat, sie waren auf der Suche nach Eofor und sie haben…uns angeboten mit ihnen zurückzureisen. Es wäre kürzer, in der großen Gemeinschaft sicher und wir müssten die Pferde nicht auf dem Fluss transportieren. Doch würde das auch bedeuten, dass sich unsere Wege jetzt schon trennen, doch wir wollen euch keineswegs im Stich lassen.“ erzählt sie von den unerwarteten Entwicklungen und wartet auf die Reaktionen ihrer Freunde.

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