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André

[I.2] The Fellowship of the Ring, Book I, Chap. 2

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André

Moin Moin allerseits,

im Rahmen der Diskussionsrunde "Gemeinsam Tolkien lesen" soll in diesem Thread diskutiert werden:

The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring

The Shadow of the Past

(Carroux: Der Schatten der Vergangenheit, Krege: Der Schatten der Vergangenheit)

Allgemeine Informationen zu der Diskussionsrunde "Gemeinsam Tolkien lesen" sind an dieser Stelle verfügbar: http://www.tolkienforum.de/index.php?showtopic=3995. Dort findet sich auch eine Übersicht, wann welche Diskussionen gestartet werden. Vor einer Teilnahme bitten wir, sich dort über das Prozedere kundig zu machen.

Fragen, Anmerkungen und sonstige Off-Topic-Kommentare, die nicht direkt mit dem Thema dieses Threads übereinstimmen, sollen in den folgenden Thread gepostet werden: http://www.tolkienforum.de/index.php?showtopic=3981

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es in dieser Diskussion um das Buch "The Lord of the Rings" (bzw. die deutschen Übersetzungen) geht und nicht um irgendeine Verfilmung des Buches. Vergleiche zu Verfilmungen dürfen zwar gemacht werden, jedoch sollte bedacht werden, dass die Filme nicht primäre Diskussionsgrundlage sein sollen.

Neue Diskussionsteilnehmer sind jederzeit willkommen!

Viel Spaß bei der Diskussion :-)

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kamaaina

um nochmal auf die diskussion zur√ľckzukommen, warum ausgerechnet ein hobbit ringtr√§ger wird:

In Kapitel 2 (weiße Carroux-Ausgabe S. 84) fragt Frodo Gandalf, warum er erwählt wurde. Dieser antwortet:

"...Du kannst gewi√ü sein, da√ü es nicht wegen irgendwelcher Vorz√ľge war, die andere nicht besitzen:nicht Macht oder Weisheit jedenfalls..."

Macht und Weisheit sind ja Eigenschaften, die ehr zu Elben/Menschen/Zauberern passen, Gandalf bzw. Tolkien sagt hier also quasi, das die daf√ľr absolut ungeeignet w√§ren. Es mu√ü also was anderes sein. Ob das allerdings etwas ist, was nur Hobbits haben (das pa√üt auch dann mit den ausf√ľhrlichen Beschreibungen des Hobbitlebens zusammen) oder ob nur speziell Frodo diese wichtige Eigenschaft hat, bleibt unklar. Allerdings mu√ü dann ja zumindestens Sam eine √§hnliche Eigenschaft haben, wenn man mal den Schlu√ü betrachtet.

und Gandalf sagt, Frodo sei erwählt worden...gibt es also sowas wie einen Gott der gegen Sauron antritt, mit Frodo als Werkzeug?

Edited by kamaaina

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Tinuthir

Na, wenn Gandalf so gut bescheid wei√ü, wei√ü er vielleicht auch um die Valar. Irgendwer hat ihn ja durchaus nach ME geschickt, ich halte es durchaus f√ľr M√∂glich, dass er dabei an die Valar denkt.

Eine Bitte: "Weißheit" ist der Grad an weisser Farbe. Weisheit ist das Substantiv zu weise. Bitte nicht Weißheit schreiben, das liest sich sonst wie ein rassistischer Text ;-) Ist mir halt ein Dorn im Auge.

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kamaaina

ups, Schreibfehler korrigiert :schaem: hatte wohl noch Saruman im Hinterkopf

das mit den Valar klingt zwar logisch, aber wenn sie schon die Macht h√§tten, Bilbo und dann Frodo den Ring zuzuschanzen, dann h√§tten sie ihn doch gleich selber vernichten k√∂nnen. Und wenn man sich anschaut, was f√ľr ein Kampf es f√ľr Bilbo war, den Ring aufzugeben, h√§tten die Valar aber ziemlich auf Risiko gesetzt.

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Guest Wando

Gandalf vermutet ja auch nur. Er ist ein Spurenleser. Er versucht herauszubekommen, was abl√§uft, und zieht dann so seine Schl√ľsse. Er hat ja lange √ľberhaupt nicht gewusst, dass Bilbos Ring der Eine ist, und er musste viele und aufwendige Nachforschungen anstellen, um das festzustellen. Und er hat es ja fast zu sp√§t festgestellt.

Gandalf "glaubt" einfach nur, dass es kein Zufall war, dass Bilbo den Ring gefunden hat, und dass Bilbo ihn Frodo vermacht hat. Gandalf spricht auch deutlich von zwei Mächten - die, die im Ring liegt, und eine andere (die er nicht genauer benennt). Diese Mächte hat er in ihrer Wirksamkeit beobachtet - mehr nicht.

Gandalf scheint grunds√§tzlich daran zu glauben, dass die Welt von einem Schicksal gelenkt wird. Aber dieses Schicksal ist nicht entschieden - denn auch Sauron hat ja jede Menge Gl√ľck (der Ring ist von Smeagol gefunden worden).

Dass Tolkien sagen will, dass da ein Drahtzieher irgendwo sitzt, der sich ein Spielchen ausgedacht hat, das er nun ablaufen l√§sst: glaube ich √ľberhaupt nicht. Es sind einfach zwei M√§chte in der Welt, und beide haben Kraft. Und als Gandalf auftaucht, hat die negative Macht sehr viel mehr Kraft. Darum, so denke ich, ist Gandalf dazu da, die positiven Kr√§fte zu st√§rken: damit sie den negariven Kr√§ften Paroli bieten k√∂nnen.

Sowohl Bilbo als auch Frodo tragen, laut Einsch√§tzung von Gandalf, diese positiven Kr√§fte tendenziell in sich. Sie m√ľssen nur geweckt werden. Und Gandalf bem√ľht sich eifrig, sie zu wecken.

Und auch Aragorn wird erst mit der Zeit (innerlich) stark. Es ist ein Ringen darum, wer am Ende stärkere seelische Kraft besitzt - und der Ausgang ist nicht klar.

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Melkor

Na, wenn Gandalf so gut bescheid wei√ü, wei√ü er vielleicht auch um die Valar. Irgendwer hat ihn ja durchaus nach ME geschickt, ich halte es durchaus f√ľr M√∂glich, dass er dabei an die Valar denkt.
Ich w√ľrde schon sagen, da√ü Gandalf um die Valar wei√ü, da er als Maia zu ihnen geh√∂rt und AFAIK von Manwe pers√∂nlich nach Mittelerde entsandt wurde. Irgendwo im HdR steht, da√ü sein Leben in Valinor f√ľr Gandalf/Ol√≥rin l√§ngst Vergangenheit ist, aber die Valar wird er deswegen doch nicht vergessen haben, oder?

das mit den Valar klingt zwar logisch, aber wenn sie schon die Macht hätten, Bilbo und dann Frodo den Ring zuzuschanzen, dann hätten sie ihn doch gleich selber vernichten können.
Ob die "gute Macht", die in Mittelerde wirkt, von den Valar kommt, da bin ich mir nicht so sicher, da die Valar sich nicht mehr in die Belange der Welt, sprich Mittelerde, einmischen und sich aus allem raushalten. Ansonsten h√§tten sie das "Sauron-und Ring-Problem" viel fr√ľher auf ihre Art irgendwie l√∂sen k√∂nnen.

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THX

Ich dachte immer die Sache mit dem erwählen wäre von dem Ring ausgegangen. Er will doch zu Sauron und vielleicht hat er sich als Boten kleine schwache Wesen ausgesucht. Da sind Hobbits eben Ideal.

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Guest ThorBrownlock

das mit den Valar klingt zwar logisch, aber wenn sie schon die Macht h√§tten, Bilbo und dann Frodo den Ring zuzuschanzen, dann h√§tten sie ihn doch gleich selber vernichten k√∂nnen. Und wenn man sich anschaut, was f√ľr ein Kampf es f√ľr Bilbo war, den Ring aufzugeben, h√§tten die Valar aber ziemlich auf Risiko gesetzt.

Ich erinnere mich, daß wir die Diskussion um die Valar, ihre Vorausicht und mögliches Tun schon in einem anderen Thread hatten. ;-)

Ich habe zuerst n√§mlich auch geglaubt, sie m√ľssten nur schnipp mit den H√§nden machen und alles wird gut.

Doch das was ich im Silmarillion und dem Buch der Verschollenen Geschichten √ľber sie gelesen habe,

hat mich eines Besseren belehrt. Das mal dazu.

Es wirken sicherlich gute Mächte in Mittelerde, doch das sind nicht unmittelbar die Valar.

Diese guten Mächte haben meiner Ansicht nach u.a. die Namen Gandalf, Elrond und Galadriel.

Edited by ThorBrownlock

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Tinuthir
Ich dachte immer die Sache mit dem erwählen wäre von dem Ring ausgegangen. Er will doch zu Sauron und vielleicht hat er sich als Boten kleine schwache Wesen ausgesucht. Da sind Hobbits eben Ideal.
KA ob das im Buch auch Erwähnung findet, aber ich erinnere mich klar und deutlich an die Einleitung zu FotR im Film, wo gesagt wird, dass etwas passierte, mit dem der Ring nicht gerechnet hatte - er wurde von einem Hobbit gefunden. Ich hab mein Buch momentan leider nicht hier :mecker: daher kann ich das nicht nachlesen.

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Bandobras Tuk

um nochmal auf die diskussion zur√ľckzukommen, warum ausgerechnet ein hobbit ringtr√§ger wird:

In Kapitel 2 (weiße Carroux-Ausgabe S. 84) fragt Frodo Gandalf, warum er erwählt wurde. Dieser antwortet:

"...Du kannst gewi√ü sein, da√ü es nicht wegen irgendwelcher Vorz√ľge war, die andere nicht besitzen:nicht Macht oder Weisheit jedenfalls..."

Macht und Weisheit sind ja Eigenschaften, die ehr zu Elben/Menschen/Zauberern passen, Gandalf bzw. Tolkien sagt hier also quasi, das die daf√ľr absolut ungeeignet w√§ren. Es mu√ü also was anderes sein.

Einer der f√ľr mich 'ringf√∂rmigsten', rundesten, fantastischsten Schachz√ľge Tolkiens im ganzen Herrn der Ringe √ľberhaupt!

Frodo wird nicht nur auserw√§hlt, um damit dem √ľblichen Roman-Klischee gerecht zu werden, dass auch der Schwache etwas bewirken kann, und man sich z. B. mit ihm gut identifizieren kann, es einfach Freude macht, mitzuerleben, wie eine solch kleine, unwichtige Figur zum Haupttr√§ger der ganzen Geschichte und Retter der Welt wird - sondern es KANN nur eine 'kleine, schwache' Figur zum Ringtr√§ger erw√§hlt werden, weil jeder, der st√§rker w√§re und auch nur ein wenig mehr Macht bes√§√üe, den Ring wie z. B. Boromir zwangsl√§ufig missbrauchen w√ľrde.

Wenn Tolkien diese Wendung wirklich von vorn herein geplant hat, schiene mir das wirklich einer der seltenen Anlässe, wo das Wort 'genial' ausnahmsweise mal nicht zu hochgegriffen wäre.

Dass Tolkien sagen will, dass da ein Drahtzieher irgendwo sitzt, der sich ein Spielchen ausgedacht hat, das er nun ablaufen l√§sst: glaube ich √ľberhaupt nicht. Es sind einfach zwei M√§chte in der Welt, und beide haben Kraft. Und als Gandalf auftaucht, hat die negative Macht sehr viel mehr Kraft. Darum, so denke ich, ist Gandalf dazu da, die positiven Kr√§fte zu st√§rken: damit sie den negariven Kr√§ften Paroli bieten k√∂nnen.

Sowohl Bilbo als auch Frodo tragen, laut Einsch√§tzung von Gandalf, diese positiven Kr√§fte tendenziell in sich. Sie m√ľssen nur geweckt werden. Und Gandalf bem√ľht sich eifrig, sie zu wecken.

Und auch Aragorn wird erst mit der Zeit (innerlich) stark. Es ist ein Ringen darum, wer am Ende stärkere seelische Kraft besitzt - und der Ausgang ist nicht klar.

Das sehe ich ganz genau so. Ein direkter 'Drahtzieher' w√ľrde eher plump wirken und die ganze, fantastische Konstruktion Tolkiens wie ein Kartenhaus zusammenfallen lassen.

Der ganze Roman muss in aller Ruhe klarmachen, die ganze Handlung begr√ľnden, warum Frodo auserw√§hlt wurde, eine einfache Begr√ľndung wie "Dich haben die Valar dazu bestimmt" machte das zunichte.

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Guest Morfaroth

Hi

Gandalf scheint grunds√§tzlich daran zu glauben, dass die Welt von einem Schicksal gelenkt wird. Aber dieses Schicksal ist nicht entschieden - denn auch Sauron hat ja jede Menge Gl√ľck (der Ring ist von Smeagol gefunden worden).

Was ist daran Gl√ľck? Im HdR hei√üt es doch relativ deutlich, da√ü der Ring zu seinem Herrn zur√ľckkehren wollte, dies aber nicht k√∂nne, da ausgerechnet Smeagol in gefunden hat.

So strengt sich der Ring an, um ausgerechnet von Bilbo - wieder einem Hobbit bzw. hobbitähnlichem Geschöpf gefunden zu werden?

Betrachte ich nicht wirklich als Gl√ľck.

Das hätte ich gern näher erklärt!?

- sondern es KANN nur eine 'kleine, schwache' Figur zum Ringtr√§ger erw√§hlt werden, weil jeder, der st√§rker w√§re und auch nur ein wenig mehr Macht bes√§√üe, den Ring wie z. B. Boromir zwangsl√§ufig missbrauchen w√ľrde.

Das Grundaussage ist ja auch, da√ü ein st√§rkerer Charakter auch die Aufmerksamkeit Saurons auf sich ziehen w√ľrde.

Im Gegensatz zu jemandem, dessen Volk vom "B√∂sen" noch nicht einmal bemerkt wurde, bzw. ihm √ľberhaupt bekannt ist.

Ich denke somit, das "Genial" können wir stehen lassen.

Allerdings will mir nicht in den Kopf, warum Gandalf sich in Bilbos Anwesenheit weigert den Ring anzufassen, während er ihn in diesem Kapitel in die Hand nimmt, um ihn zu betrachten, bevor er ihn ins Feuer wirft.

M√ľ√üte er nicht eigentlich sofort die Macht des Ringes sp√ľren und das Interesse von Sauron und Saruman so wecken, da√ü es auch lesbar (also f√ľr Gandalf sp√ľrbar) sein m√ľ√üte?

Gr√ľ√üe

Morfaroth

Edited by Morfaroth

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Bandobras Tuk

Das Grundaussage ist ja auch, da√ü ein st√§rkerer Charakter auch die Aufmerksamkeit Saurons auf sich ziehen w√ľrde.

Im Gegensatz zu jemandem, dessen Volk vom "B√∂sen" noch nicht einmal bemerkt wurde, bzw. ihm √ľberhaupt bekannt ist.

Das kommt noch hinzu, genau.

Ich denke somit, das "Genial" können wir stehen lassen.

Da sind wir ja schon zwei! :-O

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Guest Wando

ZITAT(Wando @ )

Gandalf scheint grunds√§tzlich daran zu glauben, dass die Welt von einem Schicksal gelenkt wird. Aber dieses Schicksal ist nicht entschieden - denn auch Sauron hat ja jede Menge Gl√ľck (der Ring ist von Smeagol gefunden worden).

----------------------------------------------------------

Was ist daran Gl√ľck? Im HdR hei√üt es doch relativ deutlich, da√ü der Ring zu seinem Herrn zur√ľckkehren wollte, dies aber nicht k√∂nne, da ausgerechnet Smeagol in gefunden hat.

Nicht ganz. Dass Smeagol den Ring gefunden hat, war ein Pluspunkt f√ľr die negative Macht. Dass er sich damit dann aber in die Bergh√∂hlen verkroch, war ein Pluspunkt f√ľr die andere Seite. So √§hnlich dr√ľckt sich Gandalf auch aus.

So strengt sich der Ring an, um ausgerechnet von Bilbo - wieder einem Hobbit bzw. hobbitähnlichem Geschöpf gefunden zu werden?

Betrachte ich nicht wirklich als Gl√ľck.

Das hätte ich gern näher erklärt!?

Die beiden miteinander ringenden Kr√ľfte haben abwechselnd "Gl√ľck". Wobei ich "Gl√ľck" hier bei Tolkien nicht als Zufallsprodukt ansehe, sondern als Ergebnis von innerer St√§rke. Innerlich mitringen tun ja auch die "starken" Elben. Aber stark sind eben beide Seiten. Und als der Ring im Wirtshaus von Bree von Frodos Finger rutscht, hat wieder die negative Seite gepunktet. Damit hat sich der Ring verraten. √úbrigens interessanterweise genau in einer Sekunde, wo Frodo "menschlich schw√§chelt".

Allerdings will mir nicht in den Kopf, warum Gandalf sich in Bilbos Anwesenheit weigert den Ring anzufassen

Wo genau tut er das?

Edited by Wando

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Guest Morfaroth

Hi

Wo genau tut er das?

In der gr√ľnen Ausgabe auf Seite 52, ziemlich in der Mitte :-O (klingt das jetzt √ľberheblich? *lol*)

Dort steht:

"ist das die Möglichkeit", rief Bilbo. "[.....]

"Nein, gib den Ring nicht mir," erwiderte Gandalf....usw.usw.

Jaha. Das steht da :-O

Nur so als kleine Information am Rande, da h√§ufiger Querverweise auf die Briefe und bestimmte Passagen in der HoME gebracht werden, wo ich dieses oder jenes nachlesen k√∂nne/m√ľsse.

Ich habe den HdR und den Hobbit bisher gelesen. Aus. Schluss. Noch nicht mehr und nicht weniger. Aber den HdR sogar schon mehrmals gelesen, allerdings ohne mir bisher dar√ľber Gedanken zu machen.

Auch wenn ich jetzt bereits etwas älter erscheine (und auch bin), habe ich mich bis vor kurzer Zeit geweigert, Gelesenes zu interpretieren und analysieren.

Lange Rede, kurzer Sinn....bin ein alter Neueinsteiger, drum seht mir manche Sachen in diesen Diskussionen nach.

Gr√ľ√üe

Morfaroth

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haleth

Hallo und erstmal Gr√ľ√üe an alle, da dies mein erster Post hier in diesem Forum ist.

Sicher habt ihr alle recht, aber ich denke, es gibt noch mehr Gr√ľnde, warum Frodo f√ľr die Aufgabe "auserw√§hlt" wurde.

Zum einen kommt zum Tragen die familiäre Komponente, wegen der auch Bilbo zum Meisterdieb erklärt wurde, diese unnachahmliche Kombination aus gutsituierten Baggins und kleiner Prise Tookscher Abenteuerlust - allerdings denke ich persönlich dass in Frodo die Bagginsseite viel stärker ausgeprägt ist. (Der Anteil dessen, der auf Abenteuer aus ist, wird eher von Sam representiert).

Zum zweiten haben Hobbits tatsächlich sehr viele Talente, die andere (größere und machtvollere Leute) nicht haben:

- sie können sich unbemerkt bewegen

- sie können unendlich viel aushalten (sofern sie langsam hineinwachsen)

und diese beiden Punkte zusammen denke ich, sind sehr bedeutsam.

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Guest Wando

Hi

In der gr√ľnen Ausgabe auf Seite 52, ziemlich in der Mitte :-O (klingt das jetzt √ľberheblich? *lol*)

Aber nein - wieso denn das?

Dort steht:

"ist das die Möglichkeit", rief Bilbo. "[.....]

"Nein, gib den Ring nicht mir," erwiderte Gandalf....usw.usw.

Jaha. Das steht da :-O

Ach so, diese Stelle meinst du. Aber kurz danach fasst Gandalf den Umschlag ja doch an. Ich denke nicht, dass es √ľberhaupt um das physische Anfassen geht. K√∂nnte auch gar nichts mit Gandalf zu tun haben, sondern mit Bilbo: Gandalf will, dass Bilbo den Ring von sich aus auf die Kommode liegt - nicht unter der Suggestivkraft von Gandalf steht.

Nur so als kleine Information am Rande, da h√§ufiger Querverweise auf die Briefe und bestimmte Passagen in der HoME gebracht werden, wo ich dieses oder jenes nachlesen k√∂nne/m√ľsse.

Ich habe den HdR und den Hobbit bisher gelesen. Aus. Schluss. Noch nicht mehr und nicht weniger. Aber den HdR sogar schon mehrmals gelesen, allerdings ohne mir bisher dar√ľber Gedanken zu machen.

Auch wenn ich jetzt bereits etwas älter erscheine (und auch bin), habe ich mich bis vor kurzer Zeit geweigert, Gelesenes zu interpretieren und analysieren.

Ich glaube, viele haben so angefangen - man wächst da rein. Ich kannte auch bloß Hobbit und HdR, als ich anfing, zwischen erlauchten Köpfen meine Stimme zu erheben. Und viele kennen auch weiterhin nur die. Die HoMe und die Briefe braucht man ja auch nur, wenn man zum Beispiel klären will, auf welche Weise und Reihenfolge Tolkien seine Ideen entwickelt hat. Das kan man aus den Romanen selber nicht erschließen.

Also: nur weiterhin Mut!

:prost:

Edited by Wando

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Guest Morfaroth

Aber nein - wieso denn das?

Hatte das Gef√ľhl, da√ü es etwas Oberlehrerhaft r√ľberk√§me, aber wenn nicht, umso besser.

Gr√ľ√üe

Morfaroth

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Tinuthir
Der Anteil dessen, der auf Abenteuer aus ist, wird eher von Sam representiert.
DAS musst du mir jetzt genauer erklären. Ist es nicht Sam, der sich schon sorgt, als die Hobbits immernoch im Auenland sind?

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Guest Morfaroth

Das sehe ich jetzt allerdings auch so.

Schließlich ist es auch Sam, der immer wieder nachfragt, wie es zu Hause jetzt wohl sein mag. Der gerne zu Hause wäre, da dort jetzt dieses oder jenes passiere.

Ich denke auch eher, daß es tatsächlich das Erbe ist. Sowohl die Tuk-Seite, als auch der Bilbo-Einfluß.

Gr√ľ√üe

Morfaroth

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Bandobras Tuk

Nicht zu vergessen dessen ber√ľhmter Ur- Urgro√üonkel! :bengel:

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haleth

DAS musst du mir jetzt genauer erklären. Ist es nicht Sam, der sich schon sorgt, als die Hobbits immernoch im Auenland sind?

Meine Lesart ist so:

Sam w√ľnscht sich zu Beginn nichts mehr, als Elben und Berge zu sehen und Abenteuer zu erleben.

Bei Frodo kann ich da keine Abenteuerlust entdecken (anders als bei Bilbo).

Es ist allerdings auch Sam, der als erster wei√ü, was auf sie zukommt (s. die Diskussion √ľber Gilgalad oder das n√§chtliche Gespr√§ch mit Gildors Elben).

Und es ist ebenso Sam, da habt ihr nat√ľrlich recht, der zur√ľckschaut und √§ngstlich sieht, wie sein altes Leben hinter ihm im Nebel verschwindet.

Tinuthir: Ich habe dich im Verdacht, dass du die Filmszene im Kopf hast! :-)

Frodo: "Wir sind immer noch im Auenland! Was kann schon passieren"?

oder so ähnlich.

Im Buch gibt es tatsächlich keinen Zweifel, dass die Hobbits in Gefahr sind, schon im Auenland werden sie vom schwarzen Reiter verfolgt.

Edited by haleth

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Guest Wando

Meine Lesart ist so:

Sam w√ľnscht sich zu Beginn nichts mehr, als Elben und Berge zu sehen und Abenteuer zu erleben.

Bist du da sicher? Sam möchte Elben sehen, ja. Aber Abenteuer erleben? Worauf beziehst du dich da?

Bei Frodo kann ich da keine Abenteuerlust entdecken (anders als bei Bilbo).

Als Gandalf Bilbo im Hobbit zum ersten Mal traf, hatte Bilbo sich gerade zur Rente gesetzt. Wollte nichts mit Abenteuern zu tun haben. Das schaufelte sich erst so mit der Zeit frei. Als er noch in seiner Höhle die Zeichnung vom Drachen sah, fiel er in Ohnmacht und musste von den Zwergen an die frische Luft gebracht werden...

Bei Frodo aber ist es von Anbeginn anders. Er m√∂chte am liebsten mit Bilbo fortgehen. Bei ihm bricht diese Sehnsucht in die Ferne viel fr√ľher aus. Er ist ja wohl auch viel mit Bilbo gewandert.

Was aber alle drei verbindet, ist tats√§chlich das Fernweh. Sam spricht ja immer vom Meer, das er nie gesehen hat, von den Elben, die ins Unbekannte segeln. Vielleicht ist da das Wort Abenteuerlust nicht ganz treffend? Jedenfalls wollen alle drei √ľber ihren Horizont hinaus. Und alle drei sind unglaublich mutig, wenn es darauf ankommt. Mehr, als sie selber wissen. Sind schon ein tolles Team. :anbet:

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Guest Morfaroth

Hi

Meine Lesart ist so:

Sam w√ľnscht sich zu Beginn nichts mehr, als Elben und Berge zu sehen und Abenteuer zu erleben.

Bei Frodo kann ich da keine Abenteuerlust entdecken (anders als bei Bilbo).

Laß mich einen Moment nachschlagen....ist es nicht tatsächlich so gewesen, daß es Frodo war, der Berge in seinen Träumen sah. Das es Frodo war, der an den Grenzen Auenlandes wanderte, Frodo, der mit den Zwergen und wenigen hindurchziehenden Elben sprach?

Ah, ich habe es gefunden; gr√ľne Ausgabe, Seite 62. (Zitat)

>"Frodo wurde von Unruhe gepackt, und die alten Pfade erschienen ihm zu ausgetreten. Er betrachtete Landkarten und fragte sich, was wohl jenseits der Grenzen läge:....."<

und weiter oben (Zitat):

>" Doch halb unbewu√üt reute es ihn, da√ü er Bilbo nicht begleitet hatte. Dann und wann, besonders im Herbst, merkte er, da√ü er sich Gedanken machte [....] Immer h√§ufiger sagte er zu sich selbst:>>Vielleicht werde ich eines Tages den Flu√ü √ľberschreiten.<< Woraufhin die andere H√§lfte seines Ichs antwortete. >>Noch nicht.<< "<

Gut, zugegebenermaßen steht dort nicht "hurra, ich will Abenteuer".

Aber genausowenig steht dort, daß er nicht zu gehen bereit wäre. Zumal er am Ende des Kapitels sehr bereitwillig erklärt, auf Wanderschaft gehen zu wollen.

Das ist doch ziemlich eindeutig, oder? :-)

Gr√ľ√üe

Morfaroth

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haleth

Bist du da sicher? Sam möchte Elben sehen, ja. Aber Abenteuer erleben? Worauf beziehst du dich da?

Als Gandalf Bilbo im Hobbit zum ersten Mal traf, hatte Bilbo sich gerade zur Rente gesetzt. Wollte nichts mit Abenteuern zu tun haben.

Hallo, freut mich, dass wir hier so eine angeregte Diskussion f√ľhren!

Ich glaube, wir k√∂nnen uns hier die Textstellen um die Ohren hauen, aber letztendlich kommt es darauf an, was man sich f√ľr ein Bild gemacht hat. Immerhin, hier einige "Gegentextstellen":

Bilbo: w√§hrend sie so sangen, versp√ľrte der Hobbit in sich die Liebe zu den wunderbaren Sch√§tzen, ... und wie durch einen Zauber entstand in ihm ein w√ľtender, gieriger Wunsch ... gleichzeitig erwachte etwas von der Tukseite in ihm. Er sehnte sich danach, hinauszuziehen und die gro√üen Gebirge zu sehen ... und ein Schwert zu tragen anstatt eines Spazierstocks.

etwas sp√§ter im Text: Da drehte Mister Beutlin den T√ľrknopf und trat ein. Die Tukseite hatte gewonnen. Er sp√ľrte, dass er ohne Bett und Fr√ľhst√ľck losziehen konnte ...

Sam: "Ich soll mitgehen und Elben sehen und alles? Hurra!", schrei er und brach dann in Tränen aus.

Frodo: nun ja, werde eure Kommentare beim n√§chsten lesen nochmals auf mich wirken lassen, mein Gef√ľhl ist, erhat von Anfang an nicht nur keine Abenteuerlust sondern auch keine Hoffnung. (Bitte keinen Emp√∂rungssturm, ist nur so ein Gef√ľhl!)

Sehr sch√∂n finde ich, was du √ľber das Fernweh schreibst und die Liebe zum Meer. Die ist ganz typisch f√ľr Tolkiens Werk, denke ich und vielleicht ist das auch einer der Punkte die mich ganz pers√∂nlich unbewu√üt so sehr anziehen, diese Liebe zum Meer. Besonders deutlich ist sie auch bei Legolas zu sp√ľren.

Stimmt, bei Sam kommt sie sehr schön raus, insbesondere im unveröffentlichten Epilog:

They went in and Sam shut the door. But even as he did so, he heard suddenly, deep and unstilled, the sigh and murmur of the sea upon the shores of Middle-earth.

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Bandobras Tuk

They went in and Sam shut the door. But even as he did so, he heard suddenly, deep and unstilled, the sigh and murmur of the sea upon the shores of Middle-earth.

Ist das nicht eher ein Bild f√ľr den Schmerz, den Sam beim Gedanken an Frodo empfindet?

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