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Übersetzungsübungen Sindarin

Hervorgehobene Antworten

  • Ersteller

Sehe jetzt in beiden Sätzen keine Probleme. Ob man Adverbien lenieren möchte oder nicht, bleibt wohl jedem selbst überlassen.

Ihr macht das ganz prima. :-)

okay, super, dann kann ich den nächsten Satz posten?

ist vllt. nicht so ganz gut gelungen mit dem "halb", aber guckt selbst:

Die halbe, giftige Frucht gab sie der jungen Frau.

I periâf saewui aun i vess.

- per- + iâf = halbe Frucht

Hmmm... da hab ich auch ne Weile überlegt und kam hierzu:

Aun i iâf berin saevren an fíriel neth.

@ Glanwen

ich finde deine Satzstellung toll. Ist irgendwie eindeutiger als die meinige.

  • Ersteller

Funktionieren tun beide Satzstellungen, denke ich.

Und ob man jetzt eine halbierte Frucht oder eine Fruchthälfte sagt, ist in dem Zusammenhang auch nicht wirklich wichtig.

Weiter so! :-)

super! Hätte ich jetzt nicht gedacht...

Dann hier der neue Satz:

Und als Schneewittchen die Frucht aß, fiel sie leblos zu Boden.

Ah ir Loswen mant i iâf, e dant nan banas sui fern.

A sui Gloswen mant i iâf, dant *guiben na banas.

*cuiben = KOJ + PEN

  • Ersteller

@ Glanwen

Also in dem Zusammenhang habe ich "sui" noch nie verwendet gesehen. Das funktioniert höchstens im Bayrischen. "Und wia des Madl da den Apfe g´essn hod, do is a glei umg´foin ois obs dod waar... :-O ) Aber eigentlich noch nicht mal da...

Sui ist nämlich ein vergleichendes "wie" (Wie im Himmel, so auch auf Erden - bo Ceven sui vi Menel) und keine Zeitangabe:"wenn/als".

Leichte Probleme könnten sich da auch mit der Unterscheidung zwischen pen als Pronomen und der Vorsilbe pen- = ohne, ..los ergeben, wenn du das so hinten anhängst. "Pen" im Sinn einer fehlenden Sache oder Eigenschaft haben wir nur vorangestellt attestiert. In PE 17 finden wir: pen-adar = fatherless, pen-bed = not pronounceable und pen-nod = without count.

In dem Zusammenhag würde ich also vielleicht vorschlagen: *pen-guil = without life, lifeless - "pen-bed" zeigt uns Lenition.

@caliburn

Das "sui fern" gefällt mir hier recht gut. :-)

@Alle beide

Bei der Satzkonstruktion hier könnte man wenn man möchte, auch ein Partizip Perfekt Aktiv verwenden: "...Den Apfel gegessen habend, fiel Schneewittchen leblos zu Boden." Zwingend ist das natürlich nicht, sondern nur eine Alternative, aber man umgeht die Problematik mit der Personenzuordnung im Hauptverb.

@Avor

was für eine Konstruktion?! :-0 Hm, mal sehen, ob ich das auch hinkriegte (nur so, um mir deine Alternative besser vorstellen zu können auf Sindarin):

Madiel ? i iâf, Loswen dant nan banas sui fern.

  • Ersteller

Madiel ?

Módiel. Auch hier greift die Lautverschiebung langer Vokale im OS, die wir ein Stückchen weiter oben erst hatten. à > ò (ó > ú und é > í)

Ansonsten sieht es perfekt aus.

Übrigens, für die ganzen giftigen Sachen haben wir jetzt S. lhoew *'poison', lhoer *'poisonous' (PE17:185). (Die Zuordnung der Formen ist allerdings nicht ganz leicht, da sie einfach unübersetzt an eine Reihe von Quenya-Wörtern gehängt werden.)

  • Ersteller

Meinst du wirklich, dass lhoer als Adjektiv übersetzt werden sollte? Christopher - wenn ich ihn richtig verstanden habe - geht eher von einem Substantiv, etwa "Giftigkeit"" oder eben "Gift" aus.

Ah, ich sehe, dass er das so im Index zitiert. Hmja, Tolkien gibt die Einträge gewöhnlicherweise so, dass in einer Folgeliste die Wörter in der gleichen Reihenfolge zum Haupteintrag gehören, also in dem Fall lhoew zu Q. hloima und lhoer zu Q. hloire. Aber wie ist dann die Sindarin-Form zu Q. hloirea?

Ich finde z.B. Q. aire > airea neben aira und yáre > yárea neben yára - in S. aer und iaur, demnach könnte man auch das Adj. *lhoer rekonstruieren, aber *lhoereb, *lhoeren, *lhoerui wäre natürlich auch möglich..

@ Avor

Módiel. Auch hier greift die Lautverschiebung langer Vokale im OS

oh, gut danke. Ich war mir nicht sicher, daher das Fragezeichen (so nebenbei: ist die Abkürzung PPA eigentlich = PPrA? Hab das nämlich bei mir in einer selbst gemachten Übersicht so drin)

dann mal der nächste Satz:

Ihr Hals war von der widerspenstigen, schlimmen Frucht verschlossen.

Iaeth dín selithar aen (? ) nan iâf darlanc um.

  • Ersteller

Aber wie ist dann die Sindarin-Form zu Q. hloirea?

Naja, das angeführte Quenya-Verb gibt der Professor in Sindarin ja auch nicht an.

Entweder haben wir hier wieder einen Fall, in dem ein Wort beide Funktionen eines Nomens erfüllen kann, oder Tolkien hat den Gedankengang nicht ganz zu Ende geführt und Adjektiv und Verb fehlen. In dem Fall würde ich vielleicht zu einer Konstruktion mit adjektivischer Endung tendieren. Dann dürften wir auf der sicheren Seite sein. (Zumindest ist es auch nicht problematischer als *saewui...)

Ich glaube am 16.10. um 0:54 war's einfach zu spät… mitten in der Nacht…. (immer diese Ausreden… :rolleyes: )

Ok, die Idee mit dem ppa find ich gut und ändere auch das leblos. "sui fern" hatten wir schon, deshalb wollt ich es nicht schon wieder verwenden.

Hier also meinen korrigierter Satz:

Módiel i iâf, Gloswen dant ben-guil na banas.

Nächster Satz:

I iaeth dîn sollen na iâf darlanc um.

Mir erschiene ein (N > S) *lanc, "throat", von Etym. LAK- /LANK- hier einerseits fast plausibler als ein "neck", obwohl freilich die Erklärung von"Tarlang" in RC:535 ff. ebenfalls die Bedeutung "neck" angibt, ganz abgesehen von dem im übersetzten Satz noch folgenden (N.) darlanc. (?)

Bearbeitet ( von Ailinel)

@ Ailiniel

also, das darlanch ist bei mir das lenierte Adjektiv taarlanc, was in meinem Wörterbuch mit "starrköpfig, widerspenstig" angegeben ist.

iaeth ändere ich zu lanc, ergibt wirklch einen besseren Sinn.

Lanc dín selithar aen (? ) nan iâf darlanc um.

also, das darlanch ist bei mir das lenierte Adjektiv taarlanc, was in meinem Wörterbuch mit "starrköpfig, widerspenstig" angegeben ist.

Das war mir schon klar, nur dass eben N. tarlanc in Etym:390 (TÁRAG-) mit "stiff-necked", "obstinate" übersetzt wird. (Vgl. auch LANK-, Etym:367.)

PE17:92 ist zu entnehmen, dass Tarlang als Sindarin-Name mit der Bedeutung 'stiff-neck' sc. 'proud' verstanden werden könnte; also auch hier wieder "neck".

Ich weiß momentan nicht recht, welche Vokabeln man hier wirklich verwenden sollte.

@ Ailiniel

hm, okay. Das ist wirklich ein Problem. Kann man nicht vllt. "zäh" nehmen? Oder "hart"?

  • Ersteller

*Mal wieder meld* Ich bin im Moment nicht zu Hause und komme nur selten an einen PC heran...

Also mal abgesehen von dem Kehle-Nacken-Problem, (ich würde das einfach vernachlässigen,) fällt mir noch folgendes dazu ein:

@Glanwen

Wenn ich mich recht erinnere, hatten wir im RC vermerkt, dass es eigentlich "Fen Chollen" heißen sollte. Der Anfangsbuchstabe des Verbs wäre demnach nicht s sondern h. Im Moment habe ich keine Möglichkeit es nachzuprüfen.

@caliburn

Ich würde von einer Passivkonstruktion wie Salo sie konstruiert eher abraten. Statt dessen kann man hier wohl vermutlich einfach ein PPP verwenden, wie Glanwen das macht.

Was die Abkürzungen für die Partizipien betrifft, muss ich leider sagen, dass ich da schon unterschiedliche gesehen habe und auch keine allgemeingültige Antwort drauf geben kann.

okay, war mit dem Passiv auch nicht so wirklich zufrieden, daher das Fragezeichen. Ich habe dennoch mal von dem PPP abgesehen, und folgendes probiert:

I iâf darlanc um saul/selant i lanc dín.

Ich hoffe, das geht auch. :anonym:

saul/selant

Wie schon von Avor angedeutet (RC:550) sowie in PE17:98 bestätigt: "KHOL-, SKOL-, shut, close", passt das "s-" vermutlich eher nicht.

@ Ailiniel

oh, gut, dann gibt es das Verb sol- wohl eher doch nicht, sondenr vielmehr hol- ?. Aber die Verbart blebt dennoch dieselbe, also, es wird genauso konjugiert wie sol-?

Dann will ich das mal schnell ändern für die Zukunft.

I iâf darlanc um haul/helant i lanc dín.

Aber die Verbart blebt dennoch dieselbe, also, es wird genauso konjugiert wie sol-?

Ich glaube mich zu erinnern, dass ihr PE17 hier nicht berücksichtigen wollt. In dem Fall: ja.

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