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Valyanna

Sächsische Wurzeln

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Valyanna

Hallo Leute.

Also ich habe jetzt mal herausgefunden, das auf alle Fälle Vorfahren von Tolkien in Sachsen gelebt haben und Tolkün hießen.

Ich habe auch weiter gesucht aber so wirklich viel konnte ich darüber nicht mehr finden... :ka:

Bestimmt könnt ihr mir da weiterhelfen.

Wer waren die Sachsen? (welche Familienmitglieder.)

Wiso sind sie weggegangen? (aber das weiß ich, glaube... Das war wegen dem Vater er ist doch nach Südafrika gegangen wegen seinem Beruf, oder?)

Wiso haben sie ihren Namen verändert?

u.s.w.

Danke schonmal im Vorraus. :-)

bearbeitet von Cadrach

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Gast RosiePosie

Hm...

Also so genau weiß ich das auch nicht. Aber unser Lateinlehrer (der ist so ziemlich in allen Gebieten ein Profi) hat etwas über Tolkiens Familie erzählt und auch etwas im Bezug auf Sachsen, aber bei unserem Klassenklima habe ich nicht viel verstanden. Aber wiso und wann,daran kann ich mich leider nicht wirklich erinnern,vllt. verwechsle ich auch was...Also ich könnte es mir vorstellen,aber es gibt definitv Leute hier im Forum,die eine Antwort auf deine Fragen haben.pf_smilie_0.gif

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Valyanna

Oh danke, das hilft schon etwas weiter, ich kann mir schon etwas sicherer sein das es Sachsen war.:)

Mein Vater hat nähmlich grade gesagt das er auch Schleswig Holstein gelesen hätte, er weß es nimmer genau...

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Arothiriel

Hallo Valyanna!

Erstmal als kleine Information zum besseren Verständnis: J.R.R. Tolkiens Eltern waren Arthur Tolkien und Mabel Tolkien geb. Suffield

Ich habe mir mal die Biographie von Prof. Tolkien vorgenommen und einiges herausgefunden.

Die wörtlichen Zitate habe ich in Anführungszeichen gesetzt. Sie stammen aus der deutschen Ausgabe: "J.R.R. Tolkien - Eine Biographie" von Humphrey Carpenter; Dritte Auflage, 2002; erschienen im Klett-Cotta-Verlag.

1.) im Stammbaum der väterlichen Seite steht (Seite 297):

"TOLKIEHNS (TOLLKÜHN) AUS SACHSEN"; darunter ist dann vermerkt: "Tolkiehns in London (später "Tolkien")"

2.) Der Vater von Mabel, John Suffield, war immer sehr stolz auf seine Vorfahren und war nicht gerade sehr angetan von der Verbindung seiner Tochter zu einem Tolkien, duldete die Verlobung der beiden aber. In seinen Augen waren die Tolkiens "Deutsche Einwanderer, erst seit ein paar Generationen in England - also kaum der rechte Stammbaum für den Gatten seiner Tochter." (Seite 20)

3.) Nach dem Tod des Vaters Arthur und des Großvaters hatte J.R.R. Tolkien kaum noch eine Verbindung zur Familie seines Vaters.

"Er hatte jedoch noch eine Tante Grace, Arthurs jüngere Schwester, die ihm Geschichten von den Vorfahren der Tolkiens erzählte, Geschichten, die unwahrscheinlich klangen, die aber, sagte Tante Grace, fest auf den Tatsachen gründeten. Sie behauptete, der ursprüngliche Name der Familie sei "von Hohenzollern" gewesen, denn sie seien aus dem Gebiet der Hohenzollern im Heiligen Römischen Reich gekommen. Ein gewisser Georg von Hohenzollern habe 1529 während der Belagerung Wiens an der Seite des Erzherzogs Ferdinand von Österreich gekämpft. Er habe als Anführer eines Überraschungsangriffs auf die Türken große Tapferkeit bewiesen und die Standarte des Sultans erobert. Deshalb (sagte Tante Grace) habe man ihm den Beinamen Tollkühn gegeben, und dieser Name habe sich gehalten. Es hieß, die Familie habe auch nach Frankreich Verbindungen geknüpft und sich durch Ehen mit dem Adel jenes Landes vermischt, wobei sie eine französische Version ihres Beinamens angenommen habe, du Téméraire. Wann und warum ihre Vorfahren nach England gekommen seien, darüber gingen die Meinungen der Tolkiens auseinander. Die prosaischere besagte, es sei 1756 gewesen, als sie vor dem Einmarsch der Preußen in Sachsen geflüchtet seien, wo sie Ländereien besessen hätten. Tante Grace aber gab der romantischeren (wenn auch weniger plausiblen) Geschichte den Vorzug, wie einer der du Téméraires sich 1794 vor der Guillotine über den Kanal gerettet habe; daraufhin hatte er offenbar wieder eine Form des alten Familiennamens angenommen, "Tolkien". Von diesem Edelmann hieß es, er sei ein hervorragender Cembalospieler und Uhrmacher gewesen. Jedenfalls gewann diese Geschichte - sie ist typisch für die Geschichten, wie sie Mittelstandsfamilien über ihre Herkunft erzählen - der Anwesenheit der Tolkiens in London zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts eine interessante Deutung ab. Sie verdienten dort ihren Unterhalt als Uhrmacher und Klavierbauer, und als Klavierbauer und Musikalienhändler war auch John Benjamin Tolkien, Arthurs Vater, einige Zeit später nach Birmingham gekommen und hatte ein Geschäft eröffnet." (Seite 30)

Was an den Geschichten der Tante Grace unseres geliebten Professors wahr ist, kann ich leider nicht beurteilen.

Wenn du aber mehr über Professor Tolkien erfahren möchtest, kann ich dir die Biogaphie aus der ich zitiert habe sehr empfehlen. Es ist ein interessantes Buch, das einen sehr guten Einblick in Tolkiens Leben gibt.

Liebe Grüße

Arothiriel

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Avor

Im berühmten Brief Nr. 30 ("Letters of J.R.R.Tolkien", Allen & Unwin 1981) an den deutschen Verlag Rütten & Loening schreibt der Professor 1938: My great-great-grandfather came to England in the eighteenth century from Germany.

Und 1955 im Brief Nr. 165 an Houghton Mifflin Co.: My name is TOLKIEN (not -kein). It is a German name (from Saxony), an anglicization of Tollkiehn, i.e. tollkühn. But, except as a guide to spelling, this fact is as fallacious as all facts in the raw. For I am neither 'foolhardy' nor German, whatever some remote ancestors may have been. They migrated to England more than 200 years ago, and became quickly intensely English (not British), though remaining musical – a talent that unfortunately did not descend to me.

I am in fact far more of a Suffield (a family deriving from Evesham in Worcestershire), and it is to my mother who taught me (until I obtained a scholarship at the ancient Grammar School in Birmingham) that I owe my tastes for philology, especially of Germanic languages, and for romance.

Ob es sich bei diesen Angaben um Tatsachen oder wohl eher um "family legends" handelt, (was wahrscheinlich ist,) ist heute wohl nur mehr schwer nachzuweisen. Fest steht, Tolkien fühlte sich durch und durch als Engländer.

edit: Auch die "Letters" sind als Lektüre zur Biographie des Professors höchst empfehlenswert. Meines Erachtens noch weit mehr als Carpenter.

bearbeitet von Avor

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Arothiriel

Übrigens gibt es die "Briefe" von J.R.R. Tolkien auch in deutscher Übersetzung.

Und ich muss Avor zustimmen, denn ich finde die Briefe ebenfalls sehr interessant.

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