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[II.10] The Fellowship of the Ring, Book II, Chap. 10


Alatariel
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Hallon allerseits,

im Rahmen der Diskussionsrunde "Gemeinsam Tolkien lesen" soll in diesem Thread diskutiert werden:

The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring

The Breaking of the Fellowship

(Carroux: Der Zerfall des Bundes, Krege: Die Wege trennen sich)

Allgemeine Informationen zu der Diskussionsrunde "Gemeinsam Tolkien lesen" sind an dieser Stelle verfügbar: http://www.tolkienforum.de/index.php?showtopic=3995. Dort findet sich auch eine Übersicht, wann welche Diskussionen gestartet werden. Vor einer Teilnahme bitten wir, sich dort über das Prozedere kundig zu machen.

Fragen, Anmerkungen und sonstige Off-Topic-Kommentare, die nicht direkt mit dem Thema dieses Threads übereinstimmen, sollen in den folgenden Thread gepostet werden: http://www.tolkienforum.de/index.php?showtopic=3981

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es in dieser Diskussion um das Buch "The Lord of the Rings" (bzw. die deutschen Übersetzungen) geht und nicht um irgendeine Verfilmung des Buches. Vergleiche zu Verfilmungen dürfen zwar gemacht werden, jedoch sollte bedacht werden, dass die Filme nicht primäre Diskussionsgrundlage sein sollen.

Um etwas Übersicht zu schaffen hier eine kurze Inhaltsangabe des Kapitels:

Nachdem die Gefährten eine Nacht am westlichen Ufer des Anduin zugebracht haben, lässt sich die Entscheidung nach dem weiteren Verlauf ihrer Reise nun nicht länger aufschieben. Frodo als Ringträger muss sich dieser Aufgabe stellen und bittet um etwas Bedenkzeit. Er zieht sich zurück, doch Boromir folgt dem Hobbit und will ihn zu überreden mit nach Minas Tirith zu kommen und schließlich versucht er sogar den Ring mit Gewalt an sich zu nehmen. Frodo entkommt mit Hilfe des Rings und klettert auf den Amon Hen. Dort hat er eine Vision von Saurons Auge und entschließt sich daraufhin allein nach Mordor zu gehen.

Währenddessen ist Bormir in das Lager zurückgekehrt und die Gefährten beginnen Frodo zu suchen. Sam, der mit Aragorn nicht mithalten kann erkennt, dass Frodo sie verlassen will und kehrt zu den Booten zurück, wo die beiden Hobbits gemeinsam nach Mordor aufbrechen.

Neue Diskussionsteilnehmer sind jederzeit willkommen!

Viel Spaß bei der Diskussion!

Edited by Alatariel
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Dann fang ich mal wieder an: *g*

Zwei Stellen, die auch für den weiteren Verlauf in meinen AUgen Schlüsselereignisse sind, finde ich in diesem Kapitel besonders interessant:

Erstens natürlich Frodos Erlebnisse auf dem Amon Hen. Wie die verschiedenen "Visionen" beschrieben werden ist äußerst spannend. Erst wird Frodos Sicht wie sonst auch immer durch den Ring "gedimmt", aber die Macht/Kraft des Amon Hen überkommt langsam sie Einwirkungen des Ringes! Da frage ich mich doch, wodurch diese Kraft "gesteuert" wird? Ebenfalls interessant ist, dass Frodo in allen "Visionen" Zeichen des Krieges sieht, die ihn ja schließlich auch dazu veranlassen den Weg nach Mordor zu gehen. Geschieht dies "mit Absicht"?

Auch steht an einer Stelle dass jegliche Geräusche auf dem Amon Hen verstummt sind. Das klingt für mich so, als ob auf diesen beiden Bergen (Amon Hen/Lhaw) jeweils ein Sinnesorgan "forciert" wird, während die anderen in den Hintergrund rücken...

Zweitens finde ich Boromirs Rolle in diesem Kapitel interessant, er erinnert mich stark an Gollums Rolle (nicht schlagen! :-O) am Ende. Durch seine Schwachheit/Fehler wird Frodo bewogen, den "richtigen" Weg einzuschlagen:

I am glad to have heard you speak so fully. My mind is clearer now...
Edited by Alatariel
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Erstmal möchte ich etwas allgemeines zu diesem Kapitel schreiben:

Ich finde dass hier wunderbar deutlich wird, dass das Geschlecht der Menschen trotz seines Guten, aber leider nicht starken Willens, sehr leicht zu verführen ist.

Auch steht an einer Stelle dass jegliche Geräusche auf dem Amon Hen verstummt sind. Das klingt für mich so, als ob auf diesen beiden Bergen (Amon Hen/Lhaw) jeweils ein Sinnesorgan "forciert" wird, während die anderen in den Hintergrund rücken...

Das ist richtig, Die Berge Amon Hen und Amon Lhaw werden auch als die Berge des Sehens und Höhrens bezeichnet (von Aragorn). Die Berge waren einst Spähposten von Gondor.

Zu den Visionen, es könnte sein, dass Sauron hier versehentlich seine Pläne durchscheinen lässt, da Frodo den Ring trägt, und dieser ein Teil Saurons ist. Vieleicht so wie beim Palantir von Ortanc, in den Merry schaut.

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  • 4 weeks later...
  • 1 month later...
Guest Khamûl

Klar war das Pippin:-)

Aber anscheinend kann man sich bei Sauron "einhacken" (man verzeihe mir bitte den flapsigen Ausdruck), denn sowohl der Palantir, mit dem er mit Saruman kommuniziert, als auch der Ring, der ja quasi direkt seine Gedanken freilegt, sind nicht abhörsicher, wenn jemand es wagen sollte, mitzuhören. Allerdings dürfte er wohl jeden mit einem schwachen Willen dazubringen, das nie wieder zu tun.

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Womit willst du dich denn einhacken? ^^

Selbst, wenn du einen anderen Palantir hast... Nicht jeder Palantir kann mit jedem anderen Palantir in Verbindung treten. Kann's nicht auswendig welcher wie ausgerichtet, aber ist halt so. ;) Steht in Nachrichten aus Mittelerde drin.

Und selbst wenn du einen der Palantiri hast, kannst du nicht sehen, was du willst. Wenn Sauron dir an Charakter überlegen ist, kann er dir deinen Willen aufzwingen. Dann zeigt er dir, was er will. Das hat er ja bei Denethor gemacht.

Aragorn ist's allerdings gelungen Sauron seinen Willen aufzuzwingen. Das war ja mit dem Palantir von Saruman. Zumindest ist es im Buch so.

Und den Ring kann niemand beherrschen. Das wird immer überall geschrieben. ^^ Der Ring legt nicht Sauron's Gedanken frei, sondern genau wie beim Palantir, zeigt Sauron nur, was er will.

Schließlich sind der Ring und Sauron eins. Der Rig würde niemals Sauron's Gedanken freilegen und im anderen Moment immer wieder versuchen zu Sauron zurückzukehren... Das ist irgendwie Schwachsinn. ^^

Würde ein anderer den Ring kontrollieren wollen, was wohl eh nur einem der anderen "Mächtigen" gelingt, würde am Ende eh ein "neuer" Sauron hervorkommen. Vllt sogar schlimmer?

Edited by Dúnadan
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  • 2 months later...
Guest Gil-Galad

Das sehe ich auch eher so wie der Dunadan. Man kann sich nicht einhaken sondern wird vielmehr von Sauron ausspioniert.

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  • 1 month later...

So, ab jetzt bin ich hier auch mal dabei :-)

Zweitens finde ich Boromirs Rolle in diesem Kapitel interessant, er erinnert mich stark an Gollums Rolle (nicht schlagen! :-O) am Ende. Durch seine Schwachheit/Fehler wird Frodo bewogen, den "richtigen" Weg einzuschlagen.

Ich stimme dir darin zu, dass Frodo durch äußere Einflüsse zu seiner Entscheidung bewogen wird. Aber durch Boromir? Nicht direkt, sage ich dazu. Vielmehr halte ich den suchenden Blick Saurons, der sich auf seinen Willen einwirkt, für ausschlaggebend:

Plötzlich wurde er sich wieder seiner selbst bewusst. Frodo, weder die Stimme {in seinem Kopf} noch das Auge{Saurons}: frei, sich zu entscheiden, und nur ein Moment blieb ihm für diese Entscheidung.

Danach steht für Frodo seine Entscheidung fest: Er realisiert den Einfluss Saurons und des Ringes auf seinen Geist und auf Boromir (im Nachhinein) und erkennt die Gefahr. Das erinnert mich ein bisschen an einen Ausschnitt aus Harry Potter (man verzeihe mir den Vergleich hier): Dumbledore sagt über Voldemort (der Dunkle Lord, genau wie Sauron), dass er ein gewaltiges Potential dazu habe, Zwietracht unter den Menschen zu sähen. Das Gleiche scheint mir bei Sauron und dem Ring, die ich hier nicht getrennt betrachten will, der Fall zu sein: Der Ring trennt Boromir von Frodo, er beherrscht seinen Willen, wenn er sich zu viele Gedanken darüber macht. Und Saurons Wille ergreift auf Amon Hen von Frodo Besitz, zumindest für einen Moment, was man gut an der Stelle erkennt, an der sich Frodo unklar darüber ist, was er denkt:

Er hörte sich selbst aufschreien: Niemals! Niemals! Oder hatte er gerufen: Wahrlich, ich komme , ich komme zu dir? Er wusste es nicht.

Das bedeutet, Frodo erkennt, wie gefährlich Saurons und des Ringes Einfluss ist, da er ihn am eigenen Leib erfährt (oder sollte ich sagen, in den eigenen Gedanken?). Außerdem sieht er, wie er sich auf Boromir auswirkt. Ich kann mir vorstellen (Achtung Interpretation), dass er im Geiste bereits den Einfluss des Ringes auf die übrigen Gefährten sieht, und deshalb seine Entscheidung trifft. Er will ja eigentlich nicht einmal Sam mitnehmen, doch den kann er ja (glücklicherweise) nicht verhindern.

Edited by Eldanor
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@Eldanor: Ja, das sehe ich ähnlich, wie du, Eldanor. Aber ich würde Frodos Entscheidung nicht einzig und allein auf diese Szene zurückführen.

Ich denke mein Zitat oben spricht ja auch für sich. ;-)

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@Ala: Ich sage nicht, dass die von mir angeführten Gründe einzig und allein dazu führen, nur dass sie ausschlaggebend sind. Und dass Boromir so spricht, was du zitiert hast, hängt meiner Meinung nach von dem Einfluss des Rings (s.o.) ab.

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  • 2 months later...

Das gehört jetzt nicht direkt zum Kapitel, aber offensichtlich zum Ende des ersten Bandes der dreibändigen Ausgabe (grüne Carroux). Dort heißt es auf der letzten Seite: "Im dritten Teil, Die Rückkehr des Königs, wird berichtet wie [...] der Auftrag des Ringträgers erfüllt wird."

Gut: Ich habe die Bücher schon mehrmals gelesen, die Hörspiele mehrmals gehört, die Filme mehrmals gesehen. Trotzdem: Vorwegzunehmen, dass der Ringträger seinen Auftrag erfüllen wird, der Ring also definitiv vernichtet werden wird, ist - gesetzt den Fall, dass man das Ende noch nicht kennt - arg.

Edited by Pegasus
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Hier schlage ich mal zwei AntwortenHier schlage ich mal zwei Antworten auf die gebündelten Fragen vor:

"Da frage ich mich doch, wodurch diese Kraft "gesteuert" wird? " Das kannst Du wirklich nur Dich fragen, denn "Gott" oder "Ewiges Schicksal" sind zwei Begriffe, die Antwortmöglichkeiten umreißen, jedoch die Antwort liegt in Dir - Glauben kann man erleben, nicht diskutieren.

"Ebenfalls interessant ist, dass Frodo in allen "Visionen" Zeichen des Krieges sieht, die ihn ja schließlich auch dazu veranlassen den Weg nach Mordor zu gehen."

Die ungeheuer raffinierte Darstellung von den aus der realen (Erzähl-)Zeit herausgenommen (mehr oder minder gefühlten, geträumten) Visionen Frodos (auch die Andeutungen Aragorns) verweisen auf die Darstellungen vieler Prophezeiungen im Alten Testament. Gott redet mit dem Propheten - jeglicher andere Laut wird nicht mehr vernommen und die Zeit scheint stille zu stehen. Die geweissagte "Zukunft" ist stets unpräzise aber "wahrhaftig".

Geschieht dies "mit Absicht"? Natürlich! Tolkien bedient sich sehr alter, sehr wirksamer Erzählstrategien, man findet sich im Gilgameschepos, bei Homer, im Alten Testament.

Ich lese im Moment ein interessantes Buch, das paßt zu diesem Thema: Peter J. Kreeft. The Philosophy of Tolkien. The Worldview Behind The Lord of the Rings. 2005 Ignatius Press San Francisco

Xeowyn

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  • 3 weeks later...

Wieso wird denn Gandalf bis jetzt so ganz aus der Betrachtung gelassen

Gandalf the White, im The White Rider (III, 5) , sagt vom Ring:

"Very nearly it was revealed to the Enemy, but it escaped. I had

some part in that: for I sat in a high place, and I strove with the Dark

Tower; and the Shadow passed. Then I was weary, very weary; and I walked

long in dark thought."

dieser "ein Moment blieb ihm für diese Entscheidung" ist also Kollege Mithrandir zuzuschreiben ^^ und auch die Visionen vom allgegenwärtigen Krieg müssen kein "einhacken" in die Gedanken vom Schwarzen Herrscher (übrigens, verwenden irgendwie alle viel zu oft den wahren Namen vom Feind ^^) sein, warum geht ihr davon aus dass das nicht die Wahrheit ist (und klar hat der Berg eigene magische Kraft die dafür verantwortlich ist, dass er auf die Entfernung so genau, und das Wesentliche sieht)

Und dass der Ring eigenständig zu seinem Meister zurückkehren will heisst noch nicht dass dieser ihn steuern kann oder dass sie eins sind; der Eine kann ja sogar in Mordor benutzt werden ohne dass das jemand merkt (hm, das kann ja u.a. an dem Elbenmantel liegen den Sam an hat, auch an der Ablenkung durch Minas Tirith)

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