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Alatariel

[2] Part I/Gesang I

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Alatariel
Am 30/01/2018 um 21:59 schrieb Alsa:

Und Christopher fragt sich in unserem Buch ja oft genug, warum Tolkien dies oder jenes Neue dazu erfunden hat und andererseits so viel von der Tradition weggelassen hat.

├ťber die Details der Auslassungen und Neuerfindungen k├Ânnen wir da sichert nur spekulieren, aber ich pers├Ânlich finde es historisch betrachtet eigentlich sehr schl├╝ssig, sich bei einem solchen Werk eben nicht auf eine bestimmte Artustradition zu st├╝tzen. Gerade bei Sagen mit einem solch breitem Spektrum an ├ťberlieferungstexten (zeitlich, geographisch, ...) w├Ąre es IMHO fatal sich auf eine Variante zu verlassen. Nein, es ist doch viel interessanter noch ein verwandtes und dennoch neues Fragment zu der Sammlung hinzuzuf├╝gen. :-)

Am 02/02/2018 um 20:50 schrieb Aelfwine:

Was aber ist mit dem zum Rand des Mirkwids geh├Ârigem under mountain-shadows aus Zeile I, 68 (bzw. I, 67 in der dt. ├ťbertragung)? Schl├╝ssig ist die Formulierung dahingehend, dass der Myrkwi├░r oft auch als Waldgebirge verstanden wird. Das Problem dabei ist, dass direkt im Osten keine nennenswerte Waldgebirge zu finden sind. Ich zitiere hier mal die gesamte Passage I, 67-75:

Unter Waldgebirgsschatten / r├╝ckten sie vor - an den Rand des Myrkwid: / Heide lag hinter ihnen, - H├Âhen vor ihnen, / weit, un├╝berwunden - lag der Wald im Nebel / auf den hauslosen H├╝geln, - die h├Âher stets wurden. / Die tiefen T├Ąler - waren trostlos und dunkel, / und wuchtig ├╝berw├Âlbten - gewaltige B├Ąume / mit dr├╝ckend dr├Ąuendem - Dr├Ąngen die Fl├╝sse, / die aus ewigem Eis - ins Unterland str├Âmten.

Trifft die "Widsith-Deutung" zu und die Ortsbeschreibung ist als schriftstellerische Freiheit zu werten um die Dramatik zu steigern (besonders im Hinblick auf die sich auf den n├Ąchsten Seiten daran anschliessende eindrucksvolle Natur-/Sturmbeschreibung)?

Sind Arthur und seine Mannen eher nach S├╝dosten geritten und am Erzgebirge angelangt? Da w├╝rde die Landschaftsbeschreibung schon besser passen.

Oder haben sie den Rand des Myrkwi├░r an einem Punkt erreicht, an dem sich im S├╝den der Harz anschliesst?

Was hat es mit dem ewigem Eis aus Zeile /, 75 ( engl. fells of ice) auf sich. Im Prinzip ist das einfach zu erkl├Ąren, "Fell" meint nat├╝rlich 'Berg' (vgl. schwed. fj├Ąll 'Berg'); das wird auch aus dem Satzzusammenhang klar. Die Mittelgebirge - und da geh├Ârt das Erzgebirge mit seinen rund 1200 Metern dazu - sind dazu zu niedrig. F├╝r die Gletscherbildung br├Ąuchten wir in unseren Breiten eine Bergh├Âhe von ca. 3000 Metern... Das schaffen auch die Karparten mit rund 2600 Metern nicht.

So, nun also "weiter im Text":

l. 23: and isles immune from march of arms
Vertue ich mich hier, oder wird damit angedeutet, dass die Heimat der Sachsen auf Inseln liegt? Das k├Ânnen ja dann nur die bereits von Aelfwine erw├Ąhnten schleswig-holsteinischen Inseln sein, wozu aber die sp├Ąteren Waldbilder und Beschreibungen wiederum nicht passen... (Danke ├╝brigens, Aelfwine, f├╝r deine Gedanken zum Mirkwood. Ich werde auch noch einmal dar├╝ber nachdenken.)

Auch zu bedenken bleibt eventuell, dass "Sachsen" nicht ethnisch gemeint sein muss - von britisch-r├Âmischen Quellen wurde "Saxons" h├Ąufig als allgemeiner Terminus f├╝r alles seefahrende-brandschatzende Volk an der K├╝ste verwendet...

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