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mathias

Bestätigt: Mittelerde-Serie wird produziert

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mathias

Es gab bereits Gerüchte, nun ist es offiziell. Amazon bestätigt in einer Pressemitteilung, dass sie eine Serie, die im Mittelerde-Universum spielt sowie möglicherweise eine Spin-Off Serie produzieren werden.

Zitat

Set in Middle Earth, the television adaptation will explore new storylines preceding J.R.R. Tolkien’s The Fellowship of the Ring. The deal includes a potential additional spin-off series.

Zeitlich spielt die Serie anscheinend vor den Geschehnissen in die Gefährten.

Hier die Pressemitteilung:

https://press.aboutamazon.com/news-releases/news-release-details/amazon-adapt-jrr-tolkiens-globally-renowned-fantasy-novels-lord

bearbeitet von mathias
Kaputte URL wieder korrigiert.
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Meriadoc Brandybuck

Cool. Ich freu mich da total drauf. :-D

 

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Berenfox

Themenkomplexe aus dem Silmarillion werden allerdings _nicht_ verfilmt, bevor sich da jemand Hoffnungen macht. Dass die Serie vor "Die Gefährten" spielen soll heißt ja auch nur, dass evtl. Teile des "Hobbit" oder der Zeit zwischen beiden Werken anhand der "Anhänge" verfilmt werden.

 

Ich bin gespannt. Befürchtungen und Vorfreude halten sich bei mir noch die Waage. Besonders die "new storylines" und die "spin-offs" bereiten mir etwas Sorgen.

bearbeitet von Berenfox

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Mortica

Ich habe es auch gerade gelesen und weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. :kratz: Eine Serie über die Zeit zwischen Tolkiens Hobbit und Tolkiens Herr der Ringe? Also nimmt man die paar Infos aus den Anhängen und dem Silmarillion über diese Zeit und bastelt sich was Neues?  .unsure.

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Torshavn

Ganz wunderbar:clapping:. Bin sehr gespannt, wie sie den übergroßen Schatten der Filme abstreifen wollen.

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Eldanor
vor 18 Minuten schrieb Torshavn:

Bin sehr gespannt, wie sie den übergroßen Schatten der Filme abstreifen wollen.

Ich hoffe, sie ignorieren ihn einfach. Es ist ein neues Werk, das natürlich auf denselben Wurzeln basiert wie die Filme. Aber ein eigenständiges Werk hat imho das Recht, als eigenständig wahrgenommen zu werden ;-) Ich werde mich deswegen einfach ganz vorbehaltlos freuen (und selbstverständlich werde ich Charaktere, Aspekte, Gestaltung etc. trotzdem mit dem vergleichen, was ich aus Filmen oder Büchern kenne) :bengel:

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Torshavn
vor 45 Minuten schrieb Eldanor:

ch werde mich deswegen einfach ganz vorbehaltlos freuen (und selbstverständlich werde ich Charaktere, Aspekte, Gestaltung etc. trotzdem mit dem vergleichen, was ich aus Filmen oder Büchern kenne) :bengel:

Das werde ich sicherlich auch tun. Ich freue mich total auf die Serie. Hoffentlich lassen sie uns nicht zu lange warten.

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Perianwen

Vor den Gefährten soll das spielen? Ich dachte bisher, sie wollen den HdR als Serie verfilmen.

Gefühlsmäßig gehts mir da wie Berenfox: Befürchtung und Vorfreude gleichermaßen. Ich denke, da kann man unheimlich viel Gutes draus machen, das kann aber auch sehr schnell nach hinten losgehen.

Ich bin auf jeden Fall gespannt :-)

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Herendir

Um ehrlich zu sein: Ich war auf den ersten Blick sehr geschockt, als ich diese Neuigkeit hörte. Nicht nur, dass hinter dem ganzen Amazon steht, ein Konzern, für den ich nur Verachtung übrig habe - nein, es soll sich auch noch um komplett neue Geschichten handeln. Ich sehe das wahrscheinlich etwas sehr radikal, aber für mich kommt das Blasphemie gleich. Natürlich kann dieses Vorhaben durchaus auch wundervoll werden - inhaltlich und filmtechnisch. Aber die Wahrscheinlichkeit ist meinem Ermessen nach nicht sehr hoch... Darüber hinaus frage ich mich auch: WARUM? Es scheint mittlerweile Trend zu sein, mit Neuverfilmungen Geld zu scheffeln. Es ist zwar keine Neuverfilmung in diesem Sinne, aber es kommt dem sehr nah. Und genau aufgrund dieses Trends habe ich die Befürchtung, dass das am Ende lediglich groß angelegter Mainstream-Quatsch mit einer Tolkien'schen Note wird, um es überspitzt auszudrücken. Ich empfand ja, dass das auch beim Hobbit schon in Ansätzen so war... Aber das nur so am Rande.
Wir werden sehen...

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Eldanor
vor 1 Stunde schrieb Herendir:

dass das am Ende lediglich groß angelegter Mainstream-Quatsch mit einer Tolkien'schen Note wird

Und was ist daran schlimm?

Ich sage so was öfter, aber etwas, was auf etwas Anderem basiert (wie eine neue Serie auf einem alten Buch) hat nicht die Verpflichtung, sich Buchstabe für Buchstabe an die Vorlage zu halten. Die Vorlage bietet Möglichkeiten, die eigene Phantasie zu nutzen und etwas Neues zu schaffen.

In der Antike wurden dieselben Mythen immer wieder im Theater aufgeführt. Trotzdem sind die Dramen von Sophokles, Aischylos, Aristophanes … alles einmalige Aufführungen gewesen. Im Wortsinn. Sie wurden nicht wiederholt. Wie hat das funktioniert? Durch Emulation. Die allen bekannte Vorlage (z. B.: Ödipus) wurde verwendet und etwas Neues daraus geschaffen, dass das Publikum bis dato noch nicht gesehen hatte. Dass dann am Ende möglicherweise der König seine eigene Mutter geheiratet und seinen eigenen Vater getötet hatte, wusste jeder Zuschauer vorher, aber hat sie das abgehalten, ins Theater zu gehen? Oder hat es sie im Gegenteil abgehalten, dass es anders war als die Vorlage? Nein! Weil es darum ging, zu sehen, was mit und aus der Vorlage gemacht wurde.

Wer also bitte schön nur die Vorlage will, der soll sich die Serie einfach nicht angucken. Bitte Tolkiensche Werke lesen und weitergehen. Wer etwas Neues sehen will, der ist herzlich eingeladen, die neue Serie zu genießen (oder zu verachten – Mist kann es immer noch werden ;-) )

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Octopi
vor 9 Stunden schrieb Eldanor:

Und was ist daran schlimm?

Das führt dann halt schnell dazu, dass ohne eigene Kreativität alle möglichen Motive zusammenkopiert und wieder aufgewärmt werden, siehe Star Wars 7. Alte Suppe aus neuen Dosen - das ist nicht besonders attraktiv.
Soll jetzt nicht heißen, dass das automatisch so endet, aber das Potential dafür ist, wenn man versucht so ein großes Publikum zu erreichen, höher, als wenn man von vornherein sagt: "Wir machen unser Ding und wenn das Publikum nach oben beschränkt ist, ist das auch ok". Dabei sind in den letzten Jahren nämlich auch ne Menge wirklich gute Serien entstanden.

 

Ich stehe der Serie jedenfalls erstmal offen gegenüber und bin gespannt was da so bei rum kommt.

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Berenfox

Ich kann Herendir verstehen. Meine Hoffnung geht definitiv dahin, dass "Der Herr der Ringe" neu verfilmt wird. Tolkiens Werk kann eine neue Adaption gut vertragen.

Sollte aber etwas völlig Neues geschaffen werden - dann sollen sie bitteschön auch etwas völlig Neues schaffen, und nicht Mittelerde zum Spielplatz ihrer Fantasien machen. Da drängt sich nämlich gleich der Verdacht auf, dass nur ein großer Name benutzt werden soll, um minderwertige Erzählkunst in Geld zu verwandeln.

Neue "Auffühtung" des alten Stücks: gerne. Aber bitte keine Neue Suppe, auf die nur ein gutes Label geklebt wird.

bearbeitet von Berenfox
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OldNick

Christopher Tolkien ist aus dem Tolkien Estate ausgetreten. Ich frage mich, ob das etwas mit der Vergabe der Rechte zu tun hat. Möglicherweise ist eine Verfilmung des Silmarillions nun doch möglich. Man munkelt, dass daß Tolkien Estate selbst den Bieterwettbewerb angestoßen hat. Ob die dann auch kreativ an der Serie beteiligt sein werden?  Oder als Berater?

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Elentári

Ich freuuuu mich drauf :love:

Ist vermutlich wieder n Thema, an das man nicht mit zuviel Erwartungen rangehen sollte. Ist bei Tolkien aber eben schwer;-)

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Herendir

What Berenfox said.

Außerdem finde ich den Vergleich mit dem antiken Theater unpassend - es mag so gewesen sein, aber ein antikes Theater bzw. auch moderne Theater unterscheiden sich nun einmal von Filmkunst - auch die Erwartungen an diese. Wenn man in das Theater geht, dann geht man davon aus, dass es sich um eine Neuinterpretation handelt und nur bedingt an das Original erinnert. Aber wenn ein Film- oder Serientitel den Titel eines Buches trägt, dann geht man schon davon aus, dass man als Fan des Buches zumindest annähernd das bekommt, was man vom Buch "gewöhnt" ist. Dass gewisse Änderungen filmtechnisch, stilistisch etc. sein müssen, ist klar. Aber wer ein Werk komplett neuinterpretieren möchte, sollte sich auch nicht mit dem Titel der Welt, des Autors oder der des Buches schmücken dürfen. Für mich gibt es einen Unterschied zwischen einer Verfilmung und einem Film, der sich lediglich von einer Geschichte inspirieren lässt. Ich gebe allerdings zu - die Grenze ist da sehr schwer zu bestimmen...

Und da es sich ja nun um "komplett neue Geschichten" als eine Art Prolog zum Herr der Ringe handeln soll, habe ich da eben gewisse Befürchtungen und sehe das nach wie vor ziemlich kritisch. Viele kommen mit Argumenten wie "Das Originalwerk bleibt unangetastet" oder wie Eldanor meinte "Mist kann es immer noch werden" - aber so locker kann ich das persönlich einfach nicht sehen. Klar bleibt das Originalwerk in seiner schriftlichen Form bestehen - aber die Welt wird in gewisser Weise doch verändert, wenn auch nur in den Köpfen der Menschen... Mit einer neuen Interpretation entstehen auch neue Assoziationen und die müssen in keinster Weise schlecht sein. Aber diese Serie soll schließlich massentauglich sein, gerade wenn so viel Geld geflossen ist. Ich bin mir nicht sicher, wie viel Rücksicht auf die Fans und auf die Welt an sich genommen wird. Wenn man sich "Game of Thrones" und auch andere 'moderne' Fantasy-Serien anschaut, dann merkt man, wie gewisse Elemente hervorstechen, die ich zumindest nicht in diesem Maße in Mittelerde sehen oder in Verbindung bringen möchte. Sex und (übertriebene!) Gewalt. Ich lehne das nicht generell ab (ich finde z.B., dass sich das in die Westeros-Welt gut einfügt und ja schließlich auch dahingehend weitgehend auf die Bücher stützt) - aber nach Mittelerde gehört das einfach nicht. Wahrscheinlich (hoffentlich) mache ich mir zu viele Sorgen, aber nun ja.

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mathias

Wie in der Mitteilung zu lesen ist, geht es weniger um eine Verfilmung, stattdessen spielt die Serie lediglich in Tolkien's Welt. Es gibt somit ja gar kein Werk, an das sich die Serie halten kann, außer knappen Angaben im Anhang zum Herrn der Ringe und den allgemeinen Infos, die wir über Mittelerde kennen. Noch krasser wird das, wenn bisher wenig beachtete Regionen in den Fokus kommen, z.B. wenn die Serie in Harad spiel - dann wären die Autoren in vielen Punkten ohnehin extrem frei.

Da du schon Game of Thrones ansprichst: dort hat man sich bisher so weit wie möglich an die Bücher gehalten und somit ist auch viel Gewalt und Sex drin, weil das nunmal zur beschrieben Welt gehört. Wenn man es bei der Mittelerde-Serie genauso angeht, dann dürften Sex und Gewalt eben keine große Rolle spielen, weil diese Themen bei Tolkien kaum Beachtung finden. Ich komme hier also zur gegenteiligen Schlussfolgerung.

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Herendir

Dass die Serie "lediglich in Tolkien's Welt" spielt, macht es meiner Meinung nach eben noch viel schlimmer - ich halte mich da wie gesagt erstens an das, was Berenfox sagte und zweitens macht das meine Befürchtungen eben nicht geringer, sondern nur stärker.

vor 5 Minuten schrieb mathias:

Wenn man es bei der Mittelerde-Serie genauso angeht, dann dürften Sex und Gewalt eben keine große Rolle spielen, weil diese Themen bei Tolkien kaum Beachtung finden.

Ja, wenn. Genau das Gegenteil ist aber meine Befürchtung, weil es nun einmal Dinge sind, die potenziell mehr Zuschauer anziehen, als wenn man brav im Tolkien-Stil verbleibt. Und dass sie nicht großartig viel inhaltliche Vorgaben haben, spielt den Produzenten da doch sehr in die Hände. Für mich klingt das eben eher nach "nutzen wir den Namen und den Bekanntheitsgrad Tolkiens aus und machen gaaaaanz viel Geld draus". Und ich weiß nicht. ob sich dann noch sehr viel um die Themen gekümmert wird, die bei Tolkien Beachtung fanden - oder keine.

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mathias

Selbstverständlich sind sie darauf aus viel Geld zu verdienen, aber das ist mir lieber als eine Low-Budget Produktion. Wobei ich immerhin auf übermäßige viele VFX gern verzichte.

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Tinuthir

Ich bin ehrlich gesagt der Ansicht, dass das Thema Mittelerde im Großen und Ganzen die Aufmerksamkeit einer neuen Serie gut vertragen könnte. Es gibt (bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen) kaum Geschichten oder sogar fiktive Welten, die ewig am Leben bleiben, das meiste fiktive Werk verschwindet irgendwann in der Versenkung. Tolkien und Mittelerde haben es - auch vor den Filmen schon - aller Unwahrscheinlichkeit zum Trotz geschafft, immer relevant zu bleiben, aber es ist ja gar nicht gesagt, dass das auf lange Sicht so bleibt. Und ich fände es jämmerlich, wenn diese großartige, hochkomplexe Welt einfach der Zeit zum Opfer fiele. 

Darum unterstütze ich prinzipiell jedes Vorhaben, das die Wahrnehmung von Mittelerde verbessert. Darum sind die Filme toll, HdR und Hobbit, und darum ist selbst Fanfiction toll (die ich zwar nicht lese, die aber genau denselben Zweck erfüllt - neben anderen Zwecken, auf die man eingehen kann, aber nicht muss). Die Serie wird - in der Hinsicht - auch toll.

Und das allerschönste daran ist, dass alle diejenigen, die nur das Werk des Professors selbst mögen und alles andere nicht (oder nur wenig), den neuen Krempel auch ignorieren können, wenn sie möchten. Aber wenn - so wie ich damals - jemand durch das neue, zeitgenössische Werk, die Serie, an das Originalmaterial herangeführt wird, dann würde mich das freuen.

Ich warte auf den Tag, wenn ich mal Kinder habe und diese zufällig über etwas brandaktuelles stolpern und sie dadurch auf die Idee kommen, den Original-Herr der Ringe zu lesen. Das ist doch tausendmal besser, als ein 80 Jahre altes Werk aus dem Regal zu holen und zu sagen "Hier, lies das, das war mal total berühmt." Funktioniert nämlich in der Regel nicht, soweit ich mich erinnern kann ;-)

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OldNick

Das kann man so vertreten. Es spricht aber nicht für das Werk, wenn es solcher Maßnahmen bedarf, um es am Leben zu halten. Ich denke, wenn in Zukunft der Mensch diesen Planeten verlässt, wird eine Ausgabe des Herrn der Ringe neben einer Ausgabe der Ilias, Goethes Faust und der Scheibe Abbey Road von den Beatles mit an Board sein.

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Tinuthir

Das ist freilich eine Geschmacksfrage. Und auch, wenn ich größtenteils deine Meinung zu diesen Werken teile, bringt alle Großartigkeit der Beatles rein gar nichts, wenn sich niemand daran erinnert. Und die Konkurrenz wird immer größer, immer mehr und vor allem immer mehr anders als die Beatles. Sie werden fremder und fremder, mit jeder neuen Generation von Menschen und man kann nur versuchen, irgendwie neue Leute an die alten Sachen heranzuführen. Und je weiter man alterstechnisch vom Original weg ist, desto mehr Hilfe braucht man. 

Ich habe die Filme gebraucht, um den Herr der Ringe zu lesen. Faust kann mir bis heute den Buckel runterrutschen und die Ilias kenne und mag ich auch nur, weil ich disneyfizierte Versionen der griechischen Mythologie schon als Kind kennen gelernt habe. 

Diese Serie, da bin ich überzeugt, kann ein sehr guter Einstieg für neue Leute sein, die möglicherweise den Herr der Ringe mal im Original schätzen lernen. Und ich bin auch überzeugt, dass der Herr der Ringe ansonsten langfristig vergessen wird, genau wie quasi alle anderen Werke auf dieser Welt, wenn man ihn nicht wieder und wieder und wieder und wieder neu belebt. 

In der Hinsicht sind alle Werke gleich. Inhaltlich sind manche besser als andere, keine Frage. Aber in Vergessenheit geraten können sie alle. 

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mathias

Ergänzend möchte ich anmerken, dass bekanntermaßen die Auswahl an konsummierbaren Medieninhalten immer größer wird. Das größte Problem, welches ich habe, wenn ich mal wieder auf der Suche nach interessanten Büchern bin, ist den ganzen Schund beiseite zu schieben, der ständig in den Suchergebnissen oder auf den Buchtischen auftaucht. Von daher, je mehr Aufmerksamkeit lesenswerte Bücher bekommen, zum Beispiel durch große Film/Serienproduktionen, desto besser.

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OldNick

Wenn ich euch richtig verstehe, seid ihr also der Ansicht, dass das Medium Buch ausgedient hat, solange es nicht in multimilliarden Dollar Produktionen verwurstet wird? Der Herr der Ringe beweist im Grunde das Gegenteil, da das Tolkien Estate extrem restriktiv die Vergabe von Rechten gehandhabt hat. Trotzdem ist das Buch eines der meistverkauften Bücher der Welt. Und seit erscheinen sind ja nun schon einige Generationen dazu gekommen.  Langfristig wird alles vergessen werden, nichts hält ewig, aber diese Sorge halte ich bei Werken solcher Bedeutung, wie dem Herrn der Ringe oder den Beatles für übertrieben. Ich fürchte eher, dass sie im Zeitgeist und im Interesse der Gewinnmaximierung zerrieben werden.

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mathias
vor 5 Stunden schrieb OldNick:

Wenn ich euch richtig verstehe, seid ihr also der Ansicht, dass das Medium Buch ausgedient hat, solange es nicht in multimilliarden Dollar Produktionen verwurstet wird?

Nein, das hat keiner gesagt. Du machst gerade einen Denkfehler, eine Implikation lässt sich im Allgemeinen nicht umkehren. Wir haben gesagt, wenn es eine Verfilmung gibt, dann wird das Buch dadurch bekannter. Die Umkehrung: Wenn ein Buch bekannt werden soll, dann muss das durch eine Verfilmung passieren - gilt nicht. zumindest haben wir das nicht behauptet.

vor 5 Stunden schrieb OldNick:

Ich fürchte eher, dass sie im Zeitgeist und im Interesse der Gewinnmaximierung zerrieben werden.

Der Kommerzvorwurf ist immer schnell gemacht, ich selbst habe das früher auch gerne getan. Dann habe ich mir mal einiges bzgl. Filmproduktion durchgelesen und seitdem erachte ich solche Vorwürfe in vielen (nicht allen) Fällen für unangebracht. Auch kann man sich fragen, ob Schauspieler teils enorme Gagen verlangen sollten, und auch da bin ich mittlerweile der Meinung ja, das sollten sie. Schließlich haben Prominente kein normales Privatleben mehr, das dürfen und sollten sie sich teuer bezahlen lassen. Und sowas macht die Filme eben auch sehr teuer.

Im Übrigen wird der Tolkien Estate 250 Millionen USD für die Rechte kassieren, hinzu kommt dann das noch nicht festgelegte Produktionsbudget und entsprechend muss Amazon erstmal eine ganze Menge einnehmen damit sie überhaupt Gewinn erzielen können. Im Jahr 2016 hatte Amazon 63 Millionen Prime Kunden. Um Gewinn zu machen müssen sie einige Millionen weitere Mitglieder gewinnen, was nur gelingen wird, wenn die Serie richtig gut läuft. Was ich damit sagen will, dass es hier gewisse Risikos gibt und das es alles andere als ein Selbstläufer ist um Geld zu scheffeln.

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