Niniel Faolan Geschrieben 6. Juni 2015 Geschrieben 6. Juni 2015 Hallöchen (:Ich hab bald Geburtstag und wollte mir einige Tolkienbücher wünschen. Da ich aber, wie schon so oft, gesehen habe, dass es zum Beispiel vom Silmarillion verschiedene Versionen und Übersetzungen gibt, weiß ich jetzt nicht so richtig was ich kaufen und wovon man eher die Finger lassen sollte.Ich habe jetzt eine Versionen auf Amazon von Wolfgang Krege (19.1.2015) gefunden. Ist die Version empfehlenswert? Da ich gehört habe, dass Krege modern schreiben soll, bin ich so ein bisschen am zweifeln, ob mir der Schreibstil nicht zu modern ist. Welche Version habt ihr so und wo findet man diese?Liebe Grüße Niniel Zitieren
Niniel Faolan Geschrieben 6. Juni 2015 Autor Geschrieben 6. Juni 2015 Das selbe Problem habe ich jetzt auch mit Nachrichten aus Mittelerde entdeckt ^^ Da hab ich nun 3 verschiedene gefunden:http://www.amazon.de/Nachrichten-aus-Mittelerde-Christopher-Tolkien/dp/3608938206/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1433575415&sr=1-1&keywords=nachrichten+aus+mittelerdehttp://www.ebay.de/itm/NEU-John-R-Tolkien-Nachrichten-aus-Mittelerde-shipping-worldwide-/331516031971?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item4d2fe533e3http://www.ebay.de/itm/NACHRICHTEN-AUS-MITTELERDE-J-R-R-Tolkien-neuwertig-von-2005-KEIN-Mangelex-/251983387850?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item3aab615ccaDanke, für die hoffentlich schnelle Hilfe schonmal (: Niniel Zitieren
Arien Geschrieben 6. Juni 2015 Geschrieben 6. Juni 2015 (bearbeitet) Ich bin kein Experte und lass mich hier gerne verbessern.Zum Silmarillon: Da gibt es eigentlich nur die Übersetzung von Krege.Der Vollständigkeit halber: Es existiert zwar noch eine ältere; diese ist aber nicht offiziell zu kaufen.Krege hat auch den Herrn der Ringe (und den Hobbit) übersetzt. Die kontroverse Disskussion um die (zu) moderne Version besteht nur beim Herrn der Ringe. Alle Versionen, die Du vom Silmarillion findest, unterscheiden sich nur im Erscheinungsjahr und der Ausstattung (z.B. TB, gebunden, illustriert, Format).Zu den Nachrichten aus Mittelerde: Alle Ausgaben haben (soweit ich weiß) den gleichen Inhalt. Du hast lediglich im ersten und 2. Link die Wahl zwischen TB und gebundene Ausgabe neuester Auflage und im 3. ein TB von 2005 mit einem anders gestalteten Einband. Bearbeitet 6. Juni 2015 von Arien Zitieren
Niniel Faolan Geschrieben 6. Juni 2015 Autor Geschrieben 6. Juni 2015 Achso ok. Wieder was gelernt! Da brauch ich ja diesmal nichts weiter beachten.Vielen Dank!! Zitieren
MartinBa Geschrieben vor 1 Stunde Geschrieben vor 1 Stunde (bearbeitet) Da habe ich aber andere Informationen, was Hobbit an geht . Es gibt zwei Versionen, die sich stilistisch deutlich unterscheiden: Walter Scherf (1957): Die klassische Übersetzung unter dem Titel „Der kleine Hobbit“. Sie ist eher märchenhaft und kindgerecht gehalten, was dem ursprünglichen Charakter des Buches sehr nahekommt. Wolfgang Krege (1997): Eine modernere Übersetzung mit dem Titel „Der Hobbit oder Hin und zurück“. Krege passte Begriffe und Namen (z. B. bei den Trollen) an seine spätere Übersetzung des Herrn der Ringe an. Im Endeffekt wer eine Übersetzung von Scherf mit folgenden Punkten als Verbesserung am besten . Rivendell vs. Bruchtal: In der Scherf-Übersetzung wird das Elbenreich oft noch Rivendell (wie im englischen Original) genannt. Wolfgang Krege nutzt konsequent Bruchtal, um eine Einheitlichkeit zu seiner Übersetzung des Herrn der Ringe zu schaffen. Orks vs. Elbe: Scherf bezeichnete die Orks in frühen Auflagen teilweise als „Elbe“ (eine heute unübliche, alte Eindeutschung für bösartige Naturgeister), was für moderne Leser sehr verwirrend ist. Krege nutzt den Standardbegriff Orks. Beutlin vs. Baggins: Während Scherf bei Beutlin blieb, orientierte sich Krege zwar auch an den etablierten Namen, passte aber Details im Tonfall an. Das Rätselspiel (Gollum) Hier liegt ein besonderer stilistischer Unterschied vor: Anrede: Bei Scherf spricht Bilbo Gollum mit dem altertümlichen und respektvolleren „Ihr“an, was den märchenhaften Charakter betont. Bei Krege nutzt Bilbo das moderne „Sie“, was die Szene nüchterner und fast schon geschäftsmäßig wirken lässt. Die Rätsel selbst: Die Texte der Rätselgedichte (z. B. über die Zeit oder die Zähne) sind in beiden Versionen inhaltlich gleich, aber unterschiedlich gereimt und formuliert. Ein wichtiger historischer Hinweis Es gibt oft Verwirrung um die „zwei Versionen“ des Rätselkapitels. Das liegt jedoch nicht nur an den Übersetzern, sondern an Tolkien selbst: In der Originalfassung von 1937 war Gollum friedlicher und wollte Bilbo den Ring ehrlich schenken. Nachdem Tolkien den Herrn der Ringeschrieb, änderte er das Kapitel 1951 im englischen Original, um den Ring gefährlicher und Gollum besessener darzustellen. somit wer mein Favorit Scherf Übersetzt mit Bruchtal als name und einen Gollum beim Rätsel der rüber kommt wie bei krege am liebsten . Zusammenfassend: Warum ist das wichtig? Scherf schreibt so, als würde ein Großvater eine alte Legende am Kamin vorlesen. Krege schreibt so, als würde ein moderner Journalist über eine Reise berichten, die er gerade erlebt hat. Wenn du das Gefühl haben willst, in einer fremden, alten Welt zu sein, wirkt Krege oft störend. Wenn du willst, dass die Charaktere wie „echte Menschen von heute“ reden, magst du Krege vielleicht lieber. Bearbeitet vor 1 Stunde von MartinBa Zitieren
Eldacar Geschrieben vor 21 Minuten Geschrieben vor 21 Minuten (bearbeitet) Ich glaube, das fasst es ganz gut zusammen. Zumindest finde ich meine persönliche Erfahrung bei der Beschreibung der Scherf-Fassung wieder. Ansonsten habe ich gerade festgestellt, dass wir noch einen Thread haben, der ein wenig länger und ne Ecke älter ist und sich explizit mit den Hobbit Varianten auseinandersetzt. vor 1 Stunde schrieb MartinBa: Orks vs. Elbe: Scherf bezeichnete die Orks in frühen Auflagen teilweise als „Elbe“ (eine heute unübliche, alte Eindeutschung für bösartige Naturgeister), was für moderne Leser sehr verwirrend ist. Krege nutzt den Standardbegriff Orks. Das muss allerdings in den ganz alten Varianten sein. In der Auflage von 1999 ist es definitiv nicht mehr enthalten und ich kann mich auch nicht daran erinnern, über diese Bezeichnung gestolpert zu sein, als ich den Hobbit das erste Mal gelesen habe, was eine damals schon alte Auflage aus den 70ern war. Solange man nicht aktiv Auflagen aus den 60ern thrifted, sollte das glaube ich kein Problem mehr sein. Bearbeitet vor 20 Minuten von Eldacar Zitieren
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