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ACTA


Leithian
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Hallo!

Ich möchte hier ein paar Links zum Thema ACTA posten. Was haltet ihr von dem Ganzen?

Hier ein YouTube-Video dazu:

Und hier die Internetseite, auf der länderübergreifend gegen das Inkrafttreten von ACTA unterzeichnet werden kann:

http://www.avaaz.org/de/eu_save_the_internet_spread/?slideshow

Mehr Links jederzeit erwünscht.

Warum ich den Thread eröffnet habe? Weil ich meinen Teil dazu beitragen möchte, dass möglichst viele Leute von ACTA erfahren - so in Umrissen habe ich auch davon gewusst, aber der Konsequenzen war ich mir kaum bewusst.

Liebe Grüße

Leithian

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  • 2 weeks later...

Hallo!

Eigentlich fühle ich mich gar nicht qualifiziert was dazu zusagen, weil ich nicht mehr darüber weiß, als das was in dem Video vorkommt und was heut morgen in der Zeitung stand.

Aber die Tatsache, dass noch mehr überwacht werden soll, macht mir irgendwie Angst. Wer weiß wo da das noch hinführen soll. Mir wärs lieber wenn das nicht durchkommt.

lg

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Hab mir das Video jetzt nicht aus Zeitmangel angeguckt.

Ich wüsste aber tatsächlich gerne mal, was genau in diesen Verträgen stehen soll/wird. Ich weiß nämlich insgesamt zu wenig darüber. Generell klingt es für mich aber sinnvoll, die Urheberrechte im Internet zu schützen. Wäre ich ein Unternehmen oder ein Künstler, der feststellen muss, dass seine Produkte übers Internet heruntergeladen werden können, ohne auch nur einen Cent dafür zu sehen, würde mich ganz schön aufregen.

Umgekehrt (und das ist ja wohl der große Kritikpunkt an ACTA) darf es auch nicht so sein, dass grunsätzliche, demokratische Werte bei der Umsetzung dieses Schutzes in Gefahr geraten.

Deswegen wäre ich sehr dafür, dass sich die Leute nochmal zusammensetzen und dann mal genau veröffentlichen, was sie eigentlich vorhaben.

Grüße

Eldanor

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Das Video ist auch nicht mehr auf aktuellem Stand !!

Prinzipiell stehen in ACTA jetzt nur noch Formulierungen drin, die eigentlich in allen europäischen Ländern bereits durch Gesetze realisiert sind. Das Problem ist, dass die ACTA Formulierungen sehr unklar, schwammig sind. Es steht zu befürchten, dass Fehlinterpretationen hier großen Schaden anrichten. Es ist unklar, was genau passieren wird.

Auch die Leute, die den Vertrag ausgehandelt hatten, dachten sich, dass es Verständnisprobleme im Nachhinein geben könnte. ("Wie haben wir das gleich noch mal gemeint, als wir dies hier aufgeschrieben hatten?") . Deswegen gibt es Protokolle, die sehr ausführlich dokumentieren, wie diese Regelungen entstanden sind und was sie eigentlich bedeuten. Diese sind verschlossen und liegen in Japan, für niemanden einsehbar, außer den Vertragsentwurfsbeteiligten. Das ist das Problem. Nicht einmal die EU-Abgeordneten, die demnächst den Vertrag zustimmen sollen, dürfen diese Protokolle sehen.

Nächster Schritt: Wie schon angedeutet, wird demnächst das EU-Parlament abstimmen, ob es den Vetrag annehmen oder ablehnen wird. Die Abgeordneten haben keine Möglichkeit Änderungen einzubringen. In meinen Augen umgeht man hier demokratische Prozesse, die Abgeordneten werden vor vollendete Tatsachen gestellt. Das ist ein wichtiger Grund gegen ACTA zu sein, egal was eigentlich da drin steht.

Sollte das EU-Parlament zustimmen (was nicht unwahrscheinlich ist), dann sagen manche Experten müssen alle einzelnen Länderparlamente zustimmen. Wenn auch nur ein Parlament nein sagt, ist der Vertrag in der gesamten EU nichtig. Andere Experten sagen, dass sei nicht möglich, dass ein Land so einen großen Einfluss nehmen kann. Diese Frage ist also offen, muss im Zweifelsfall vor Gericht geklärt werden.

Sollte dann ACTA EU-weit in Kraft treten, müssen die Länder anfangen die Bestimmungen umsetzen. Die Gesetze sind dafür schon da, aber müssen wohl noch etwas erweitert werden und werden eventuell kreativ ausgelegt.

Der Hauptgrund gegen ACTA zu sein:

Man will dort den Status-Quo zementieren, anstatt zu reformieren, was dringed nötig ist.

Der Hauptgrund für ACTA zu sein:

Man ist eine Plattenfirma.

Künstler profitieren nicht von ACTA, nicht im Mindesten. DIe Abmahngebühren streichen sich die Konzerne ein, der Küsntler bekommt lediglich einen kleinen Obulus. Zudem gibt es schon heute viele Fälle, wo das Urheberrecht Künstler schädigt. (Bsp.: Ein Veranstalter will Creative-Commons-Musik spielen und muss trotzdem ungerechtfertigterweise GEMA Gebühren bezahlen, also spielt der evt. die Musik nicht und die Künstler bleiben unbekannt.)

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Weil's auch gut zum Thema passt:

Eine halbstündige Podcast-Sendung von Holger Klein mit dem DJ und Produzenten Tanith rund um die GEMA gibt's bei wrint.de.

Für mich wird hier insbesondere deutlich, wie perfide die Zustände bei der GEMA mittlerweile sind und wie sehr Künstler das Nachsehen haben, wenn sie durch Verlage gezwungen werden bei der GEMA einzutreten.

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