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World Trade Center


Elentári

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Bin grad auf nen Trailer gestoßen, der mich bissel nachdenklich gemacht hat: World Trade Center

Der Film läuft Ende August in Deutschland an und in den USA gabs ja wie auch bei...Flug...irgendwas... ne Menge Protest, es sei zu früh für sowas etc.

Ich weiß nicht so recht, ich hab ein Jahr nach dem Anschlag ne Dokumentation gesehen und die hat mich total mitgenommen, es ist Wahnsinn, was Menschen alles anrichten können :-/

Andererseits hab ich das Gefühl, dass der Film sentimental total überzogen ist. Es wird ja schließlich auch nicht gezeigt, was die USA in Afghanistan oder im Irak gemacht hat, von daher wird das voll auf amerikanischen Patriotismus abzielen.

Das wiederum tun viele Filme *sich an Spiderman vor der stars and stripes erinnert :rolleyes: * und ich guck Nicolas Cage total gern an.

Fürs Kino isses für mich glaub nix, mich muss im Kino was unterhalten, aber so als DVD, wenn man abends mal schlecht drauf ist ;-)

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Guest aeglos

Hab glaub ich nur mal ganz kurz was darüber gelesen, kann mich aber nicht mehr wirklich daran erinnern..

Aber irgendwie geht mir dieses ganze "Es ist zu früh" mal voll auf den Keks. Ich mein für die Angehörigen kanns schon sein, aber sonst..

Naja jedenfall steh ich dem auch eher ablehnend gegenüber. Dieses ganze Patriotismusdargestelle von den Amis geht mir genauso auf den Senkel. Ich mein Patriotismus is nicht schlecht, aber übertreiben muss mans auch nicht.

Boah wie ich mich aufgeregt hab wie ich Bushs Aufforderung an das Kubanische Volk gelesen hab :wut:

(sry für teilweise off topic ;) )

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Nun ja. Hinter jedem Film steckt eine Intention. Hinter den meisten Filmen, die auf der Leinwand gezeigt werden - die, Geld zu machen. Ich vermute, bei "World Trade Center" wird es nicht anders der Fall sein. Das, was ich ueber den Film gehoert habe: naehmlich, dass Stone darin versucht, jede politische Aussage zu vermeiden und zwei Hauptcharaktere in den Vordergrund stellt, bestaetigt nur diese Vermutung. Politische Filme sind riskant und koennen fuer Kritik sorgen, es sei denn man zeigt laengst vergangene Ereignisse und haelt sich an die Meinung der breiten Mehrheit. Natuerlich kann ich mich auch irren, aber ich fuerchte, dass uns doch hoechstens eine ueberzeugende aber dennoch konformistische Geschichte erwartet.

Aber irgendwie geht mir dieses ganze "Es ist zu früh" mal voll auf den Keks. Ich mein für die Angehörigen kanns schon sein, aber sonst..

Es is ja ein Spielfilm, keine Dokumentation, auch wenn er auf einer wahren Geschichte basieren soll. Es besteht eben die Gefahr, dass er die Menschen verletzt, die bei dem, was passiert ist, beteiligt waren. Dir mag das vielleicht auf den Keks gehen, aber jemandem, der ein Familienmitglied verloren hat, vermutlich nicht. Und es geht ja in dem Film genau um diese Menschen.

Ich mein Patriotismus is nicht schlecht, aber übertreiben muss mans auch nicht.

Heh... Ob schlecht oder nicht, laesst sich streiten, aber das, was Patriotismus in diese Welt gebracht hat, sieht eher duester aus.

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Ich finde das ziemlich geschmacklos, so einen Film fünf (!!!) Jahre nach dem es tatsächlich geschehen ist, ins Kino zu bringen und dann noch auf solche weise (ich meine, 'ne Dokumentation ließe sich ja noch aushaltne), aber dieses ganze schnulzige Hollywoodkino passt einfach gar nicht dazu, da reicht mir ja schon das, was ich im Trailer gesehen habe!

Aber ob man sich das nun antun will, bleibt wohl jedem selbst überlassen, aber ich glaube nicht, dass der so hohe Einspielergebnisse erzielt.

Und nochwas, was ich auch mal im Fernsehen mitbekommen habe, als es auch um diesen Film ging. Da meinte die Sprecherin nämlich ob es nicht vielleicht wirklich zu früh dafür sei und ob man mit einem solchen Film nicht eher den Terroristen ein filmisches Denkmal setzen würde...

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Hat irgendwer diesen Film schon tatsächlich gesehen? Ich kenne da niemanden, und dennoch gibt es hüben wir drüben nur Hasstiraden darüber und negative Meinungen. Warum muss man sich denn über jeden Rotz und Dreck aufregen, als wärs der Weltuntergang?

Die Abstraktion dieses Ereignisses könnte sehr vielen mit Sicherheit helfen, das ganze ein wenig zu depersonalisieren. Man muss so Dinge verarbeiten lernen und man muss damit umgehen können, wer sagt denn, dass dieser Film (oder jeglicher Film?) da im Weg steht? Und mal ehrlich, fünf Jahre der Trauer sind reichlich. Das ist kein Tabu-Thema mehr. Man kann drüber reden. Ne Komödie wäre jetzt sicherlich nicht angebracht, aber da, soweit ich weiß, noch KEINER diesen Film gesehen hat und keiner von uns weiß, was darin genau passiert, warum die Aufregung? Komm mir bloß keiner mit dem "aber ich kenn den Trailer doch"-Argument, wie gut Trailer den Film wiederspiegeln ist auch so ne Sache.

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Hat irgendwer diesen Film schon tatsächlich gesehen? Ich kenne da niemanden, und dennoch gibt es hüben wir drüben nur Hasstiraden darüber und negative Meinungen.

Nun, zumindest die Kommentare in der IMDB lassen vermuten, dass der Film schon in einigen Kinos gelaufen ist, wenn auch nicht in Deutschland. Gleichzeitig zeichnen sie auch ein Bild von dem Film, das ich eigentlich glaubwuerdig finde.

Die Abstraktion dieses Ereignisses könnte sehr vielen mit Sicherheit helfen, das ganze ein wenig zu depersonalisieren. Man muss so Dinge verarbeiten lernen und man muss damit umgehen können, wer sagt denn, dass dieser Film (oder jeglicher Film?) da im Weg steht? Und mal ehrlich, fünf Jahre der Trauer sind reichlich. Das ist kein Tabu-Thema mehr. Man kann drüber reden.

Der Film wird mit Sicherheit alles sein, nur keine Abstraktion. Das ist ein Spielfilm ueber amerikanische Helden; eine Abstraktion sieht anders aus. Moore war mit seinem Fahrenheit schon naeher dran (wobei auch dort durch die Art, wie sie gezeigt werden, aus Menschen Schauspieler werden), und man sah die Reaktionen in den Staaten. Stone wird keine Fragen aufwerfen und nichts kritisieren, das glaube ich nicht.

Warum? Was hat denn z.B. der Schweizer Patriotismus schlechtes vollbracht?

Teilweise ist er fuer die heutige Selbstisolation der Schweiz verantwortlich, aber... ein weites Feld, Luise. Es muss wohl auch gute Seiten geben, doch scheinen mir die schlechten in grosser Ueberzahl zu sein.

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Gleichzeitig zeichnen sie auch ein Bild von dem Film, das ich eigentlich glaubwuerdig finde.
Ich meinte eigentlich eine greifbare Person.

Der Film wird mit Sicherheit alles sein, nur keine Abstraktion. Das ist ein Spielfilm ueber amerikanische Helden; eine Abstraktion sieht anders aus.
Typischer Fall der falschen Vokabel. Abstraktion ist verkehrt. Was ich damit meinte und meine, ist, dass ich denke, dass auch ein Spielfilm Leute dazu bringen kann, die ganze Thematik weniger verbissen zu betrachten. Man kann nicht ewig und drei Tage vor dem Begriff "World Trace Center" kuschen. Nazi- und Judenwitze gingen den Deutschen gegenüber auch in den frühen Fünfzigern sehr schnell wieder los - WITZE. Warum sollte man dann nach fünf Jahren keinen Spielfilm über das WTC drehen können? Ich finde, wie gesagt, dass das nicht verfrüht kommt.
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Ich finde es auch nicht zu früh. Es mußte irgendwann kommen, und ich finde auch, daß das Geheule langsam mal aufhören könnte. Das ist jetzt nicht respektlos gemeint, aber da wird wieder Wind um Sachen gemacht, wo es einfach unnötig ist.

Ich fand das damals unglaublich schlimm, weil ich mir vorstellen konnte, was das bedeutet hat. Die Amis haben bis dahin unter einer Glasglocke gelebt, und peng, Schluß damit. Und es gab so viele Tote. Es hat mich lang bewegt, zumal ich auch mal dort war.

Aber irgendwie finde ich, daß die Amis nicht wirklich was draus gelernt haben, und irgendwo ist es ja jedem selbst überlassen, ob er sich den Film ansieht oder nicht. Wenn man nicht will, geht man eben nicht rein.

Keine Ahnung, ob ich es tue. Für mich spricht vor allem die Besetzung dafür, weil ich Nicolas Cage und Maria Bello mag. Und ansonsten ist das ein Film. Warum nicht?

Ich hab damals schon diese irre gute Doku der beiden Franzosen gesehen, als die im Fernsehen kam, werde mir vermutlich auch Flug 93 mal leihen und hab hier Fahrenheit 9/11 auf Video. Und die Aufarbeitung durch Filme ist ja nicht schlecht. Klar ist da auch Kommerz und alles dabei, aber mein Gott... gibt es nicht Verwerflicheres?

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Ich meinte eigentlich eine greifbare Person.

*schmunzelt* Macht es denn einen Unterschied, ob man die Person, die einem etwas erzaehlt, greifen kann oder nicht?

Was ich damit meinte und meine, ist, dass ich denke, dass auch ein Spielfilm Leute dazu bringen kann, die ganze Thematik weniger verbissen zu betrachten. Man kann nicht ewig und drei Tage vor dem Begriff "World Trace Center" kuschen. Nazi- und Judenwitze gingen den Deutschen gegenüber auch in den frühen Fünfzigern sehr schnell wieder los - WITZE. Warum sollte man dann nach fünf Jahren keinen Spielfilm über das WTC drehen können? Ich finde, wie gesagt, dass das nicht verfrüht kommt.

Ach, die Witze ueber den 9/11 gibt es schon seit dem 9/11, aber meist sind sind sie einfach schlecht und respektlos wie auch die Nazi- und Judenwitze, finde ich. Und natuerlich kann man einen Spielfilm ueber diesen Tag drehen, nur besteht dann die Gefahr, dass man einen schlechten Film dreht, die Betroffenen dadurch verletzt und fuer die Nichtbetroffenen eine Illusion erschafft. Deshalb die vielen Sorgen, die geaeussert werden.

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*schmunzelt* Macht es denn einen Unterschied, ob man die Person, die einem etwas erzaehlt, greifen kann oder nicht?
Und wie. Ich glaube nicht, dass ich dir das erklären muss. Und hier gehört das eh nicht hin.

nur besteht dann die Gefahr, dass man einen schlechten Film dreht, die Betroffenen dadurch verletzt und fuer die Nichtbetroffenen eine Illusion erschafft.
Die Gefahr nimmt aber nicht mit der Zeit ab, die ist eine absolute Konstante. Darum sage ich ja die ganze Zeit, ist das "zu früh"-Genöhle völlig daneben. Um was anderes geht es mir doch gar nicht.
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Und wie. Ich glaube nicht, dass ich dir das erklären muss. Und hier gehört das eh nicht hin.

Ich weiss, was du meinst, ja. Fuer mich wuerde es aber nur dann einen Unterschied machen, wenn ich die Person auch kenne, ansonsten eher nicht.

Die Gefahr nimmt aber nicht mit der Zeit ab, die ist eine absolute Konstante. Darum sage ich ja die ganze Zeit, ist das "zu früh"-Genöhle völlig daneben. Um was anderes geht es mir doch gar nicht.

Jain... Das Thema ist immer noch fuer die Gesellschaft und die Politik relevant, daher wuerde ein Maerchen, welches heute fabriziert wird, mehr Einfluss auf die Menschen haben als eines, das erst in weiteren fuenf Jahren auf die Leinwand kommen wuerde. Ich finde es einfach traurig, dass uns wieder ein Drama an der Stelle von Fakten angeboten wird. Nun ja... meine Spekulationen.

Edited by Silent
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Die Geschichte IST ein Drama, ne Katastrophe, und da du nicht weißt, wie der Film umgesetzt wurde, weißt du doch überhaupt nicht, ob es ein Märchen ist oder nicht.

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Die Geschichte IST ein Drama, ne Katastrophe, und da du nicht weißt, wie der Film umgesetzt wurde, weißt du doch überhaupt nicht, ob es ein Märchen ist oder nicht.

Tue ich nicht. Deshalb schreibe ich auch nur von meinen Befuerchtungen und Spekulationen. Ich schliesse es nicht aus, dass Stone es schafft, den Film nicht mit Pathos zu beladen, nicht moralistisch oder patriotisch zu werden, aber ich glaube es nicht.

Ja, die Geschichte ist ein Drama. Jeder, der die Truemmer und die Gesichtsausdruecke der Menschen in den Berichten gesehen hat, versteht das. Und jeder weiss auch, dass die Rettungstruppen dort viel geleistet haben. Muss man aber nun ins Detail gehen und auch jedem Idioten zeigen, wie elend es den Betroffenen ging und wie heldenhaft manche der Leute waren, die versuchten Leben zu retten? Ich weiss es ehrlich nicht. Ich will nur nicht "World Trade Center" und "Superman Returns" nebeneinander laufen sehen.

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Muss man aber nun ins Detail gehen und auch jedem Idioten zeigen, wie elend es den Betroffenen ging und wie heldenhaft manche der Leute waren, die versuchten Leben zu retten?
Muss nicht, mit Sicherheit nicht. Der gesamte Film "muss nicht" sein. Warum aber sollte man den Film nicht drehen? Gibt es einen moralischen Grund, die Thematik nicht aufzuarbeiten? Hier gehen jetzt mit Sicherheit die Meinungen auseinander (und damit meine ich nicht bloß dich und mich), denn ich sehe keinen Grund, das Material weiter unangetastet zu lassen. Es sind bald fünf Jahre vergangen, und ich behaupte, die Zeit ist reif. Nicht, dass der Film notwendig wäre, aber ich denke, dass man wirklich aufhören muss, vor der Materie zu kuschen.
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Hm, schwer. Ich find das Thema schon interessant, weil es was ist, dass man -so traurig es ist- "miterlebt" hat und dass einen recht lange beschäftigt hat. Andererseits gibt es unendlich viele Themen, die noch nicht aufgegriffen wurden und die sicher auch erschütternd wären von irgendwelchen Bürgerkriegen über das Leben mit Aids in Afrika oder Welthungerprobleme. Sowas macht Hollywood halt nicht also greift es sich was, das auch die Industriestaaten erschüttert.

Eigentlich würden mir die ganzen Dokus auch reichen, aber manchmal find ich sowas richtig gut, nur zu überzogen sollte es halt nicht sein. Wird man dann sehen.

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Also ich werde mir den Film mit Sicherheit auch ansehen, weil es mich einfach interessiert, wie die Thematik umgesetzt wurde.

Was ich aber gar nicht verstehen kann, sind diese Befürchtungen und Spekulationen hier.

Ich kann ja z.Bsp. auch nicht sagen "Morgen regnet es bestimmt von Früh bis Abend`s."

Wartet doch erst mal ab, schaut euch den Film an und dann kann man ja immer noch Kritik ausüben.

Andererseits gibt es unendlich viele Themen, die noch nicht aufgegriffen wurden und die sicher auch erschütternd wären von irgendwelchen Bürgerkriegen über das Leben mit Aids in Afrika oder Welthungerprobleme.

Ja, da hab ich zuletzt eine Reportage gesehen von der Gegend um den Victoriasee.

Den Menschen dort geht es wirklich schlecht. Die meißten sterben an Aids. Verwaiste Kinder schlafen auf der Straße, prügeln sich um Fischabfälle, schnüffeln Klebstoff,... . Viele Frauen prostituieren sich und sind nicht aufgeklärt u.s.w.

Da soll noch mal einer meinen uns ginge es schlecht.

Aber ich weiß nicht ob ein Film über so ein Thema unbedingt notwendig wäre.

Die Realität in einer Reportage zu sehen, stimmt einen schon traurig genug.

Und das ist ja leider eine Situation, wie sie jeden Tag auf der Welt passiert.

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Warum aber sollte man den Film nicht drehen? Gibt es einen moralischen Grund, die Thematik nicht aufzuarbeiten? ... Es sind bald fünf Jahre vergangen, und ich behaupte, die Zeit ist reif. Nicht, dass der Film notwendig wäre, aber ich denke, dass man wirklich aufhören muss, vor der Materie zu kuschen.

*nickt* Es geht mir ja auch nicht darum, dass man die Thematik nicht aufarbeiten soll, nur um die Art, wie das gemacht wird.

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