sean Geschrieben Freitag um 17:01 Geschrieben Freitag um 17:01 Hallo, ich möchte der Gemeinschaft der Tolkien-Experten und -Sammler eine Theorie zur Diskussion stellen. Ich behaupte, dass die halb in Leder gebundene „Erstausgabe“ von „Der Herr der Ringe“ nicht ganz das ist, was sie zu sein scheint. Die mythischen 300 Exemplare könnten zwar in etwa zutreffen, doch dieses Buch wurde nicht 1969 gedruckt oder gebunden. Es gibt absolut keine Hinweise darauf, dass dieses Buch vor den 1980er Jahren im Umlauf war. Bitte korrigieren Sie mich, falls Sie Beweise für das Gegenteil haben. Dies ist ein geschickter Trick des Verlags und der Antiquare, um eine zusätzliche Einnahmequelle aus diesem Buch zu schaffen, was gegen alle Sammlerprinzipien verstößt. Dabei werden die Originalvorlagen für einen moderneren Einband und Druck verwendet. Ich freue mich über Ihre Meinung zu diesem Thema. Ich habe eine forensische Analyse durchgeführt, würde mich aber freuen, wenn jemand Beweise für das Gegenteil vorlegen könnte und nicht nur auf Hörensagen zurückgreift. Sean Zitieren
Eldacar Geschrieben vor 1 Stunde Geschrieben vor 1 Stunde Hallo Sean und willkommen im Forum. Ich kam nicht umhin bei kurzer Recherche für diese Antwort auf eine Website eines Sammlers zu stoßen, der eine Ausgabe aus dem Jahr 1980 besitzt, die genauso aussieht wie die Erstauflagen, die hier im Forum zum Verkauf steht. Dieser schreibt zur Auflage von 1980: "Hier wurden die Restbestände der Erstauflage für diese Halblederausgabe genommen und im Jahre 1980 auf dem Markt gebracht, diese seltene Ausgabe habe ich auch noch eingeschweißt. Preis 150,- DM" Besteht die Möglichkeit, dass das der Kern deiner Theorie ist? Teile der ersten Auflage waren nicht bis 1980 im Umlauf, weil sie liegen geblieben sind und nach dem größeren Erfolg der Taschenbuchausgabe erneut auf den Markt gebracht wurden? Dann sind die Bücher aber immer noch von 1969 und wurden bis 1980 beim Verlag gelagert. Ist das auch ein so großer Verstoß gegen Sammlerprinzipien? Ich als Laie wüsste jetzt nicht wieso, da es ja kein neuerer Druck mit alten Vorlagen ist, wie du Klett vorwirfst. Insgesamt präsentierst du aber auch etwas, dass sich im Grunde nur als Verschwörungstheorie bezeichnen lässt. Du stellst eine Theorie auf und schiebst die Beweislast die Theorie zu widerlegen allen anderen zu. So funktioniert das nicht. Du müsstest Beweise dafür heranschaffen, dass bspw. Tinte oder Papier verwendet wurde, dass es so in den 60ern nicht gab und das ganze auch schlüssig darlegen. Wenn du selbst Ausgaben besitzt und das Know-how und das Equipment für eine entsprechende Analyse, wie von dir behauptet, dann wirst du dein Vorgehen und deine Ergebnisse sicher mit uns teilen können. Ich habe keine Erfahrung im Sammeln alter Bücher aber mit Physik und Chemie kenne ich mich aus und würde mir auch die Mühe machen deine Methodik nachzuvollziehen und zu validieren, wo meine Fähigkeiten es zulassen. Deine Theorie ist auch nicht wirklich präzise und spricht nur von der Möglichkeit irgendeiner allgemeinen Bereicherung. Alle Antiquare und der Verlag stecken bei diesem einen Buch mit 300 Exemplaren unter einer Decke und schmuggeln diese Bücher komplett ungesehen kaum fünf Jahre nach der "tatsächlichen" Erstveröffentlichung unter das Volk? Und niemandem ist aufgefallen, als er die dann ja vermeintlich erste Ausgabe kaufte, dass darin "2. Auflage" steht? Margaret Carroux, die die Übersetzung anfertigte, musste dann auch geschmiert sein? Wir haben Dutzende Antiquare, Buchhändler, Drucker, Setzer, Übersetzer, etc. die alle in einen Komplott verstrickt sein sollen, um Beruf und Zukunft zu riskieren in einem Verlag, der auch in den 70ern dauerhaft expandierte um ein paar Jahre später mal 2.000 Euro für ein Buch zu bekommen? Oder waren alle zumindest nicht aufmerksam genug bzw. unfähig? Nicht nur gibst du uns keine Beweise, du stellst nicht mal eine kohärente und schlüssige Theorie auf bzw. versäumst es offensichtliche Lücken zu klären und stellst diese löchrige Meinung einfach zur Diskussion. Auch wenn du da im Ansatz etwas auf der Spur gewesen sein magst, so überzeugt man niemanden insbesondere, wenn es um schwerwiegende Vorwürfe wie Betrug geht. Zitieren
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