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Comedy und Satire rund um "Die Ringe der Macht"


Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)

Im Forum zu den PJ-Filmen gibt es bereits einen Thread zu Comedy rund um die HdR-Filme.

Für die Amazon-Serie habe ich jetzt auch was entsprechendes gefunden - und wer noch anderes kennt, kann das ja auch hier einstellen :-)

 

 

Bearbeitet von Tolwen
Geschrieben

Vielelicht kann man den Titel noch um "Satire" erweitern - dann ist es noch genauer ;)

  • Tolwen änderte den Titel in Comedy und Satire rund um "Die Ringe der Macht"
Geschrieben

Na ja, ich persönlich kann dabei schon schmunzeln - aber was jemand als lustig ansieht ist wie so vieles auch sehr individuell.

Geschrieben

Sicherlich. Ich will dir auch nicht den Spaß verderben, aber hier werden ja eigentlich nur die eh schon wenig geistreichen Schmähungen der Hater-Szene den Figuren aus der Ringe-Trilogie in den Mund gelegt und gelegentlich mit Szenen aus der Serie gegengeschnitten. Es gibt noch nicht einmal ironische Verschiebungen. Mir scheint das doch eher Schenkelklopfer-Humor zu sein. Aber vielleicht hab ich auch etwas nicht verstanden.

Geschrieben
ich ersetze in Absprache mit @Blauborke die ursprünglich hier verlinkten Videos durch einen Kommentar zu diesen Videos und den dazugehörigen Kanälen. Der Text ist von Blauborke, ich habe die Bearbeitung übernommen, weil er als User den Post nicht mehr bearbeiten kann.

Allzu viel "Rings of Power"-Comedy gibt es ja noch nicht. Ich kann aber nicht gerade behaupten, dass ich darüber allzu traurig wäre. Denn wenn hier überhaupt Humor im Spiel ist, bewegt er sich auf dem Niveau von Altherren- und Pennälerwitzen. Häufiger aber handelt es sich um plumpe Beleidigungen oder die Fortsetzung des rechten Kulturkampfs unter dem Deckmäntelchen der Parodie. Einer, der dieses Spektrum komplett abdeckt, ist der YouTuber Rampant Daydream. In seinem als "parody re-edit" ausgewiesenen Kurzvideo bspw. unterlegt er Galadriels „There is a tempest in me“-Rede in Númenor mit Furzgeräuschen (Pennälerhumor). Mit „Dwarf Durin disses Disa“ begibt er sich aber schon auf die zweite Stufe. Hier wird die Tischszene in Khazad-dûm aufgegriffen, dem ersten Beisammensein von Durin, Disa und Elrond, in der Elrond die beiden bittet ihm zu erzählen, wie sie sich kennen gelernt haben.
Durin sagt in der Szene über Disa: „She may play coy now, but she was a moon-eyed girl in love from the moment we met“.  Das "moon-eyed girl" wird im Video durch "slag" ersetzt und die beleidigende Schlampe denn auch unerbittlich bis zum Ende beibehalten. Dann gibt es einen Schnitt zum anschließenden vertraulichen Gespräch zwischen Durin und dessen Vater, in dem die beiden die Hintergründe von Elronds unerwartetem Besuch erörtern. König Durin sagt: „Perhaps he sensed that it was you who was hiding something.“ Und natürlich meint Durin III nicht das Mithril, das sich im Original in der Truhe befand, die nun geöffnet wird. Es geht um Disa, die im Spoof an dieser Stelle auf dem Titelbild des Sex-Magazins Dwarfette zu sehen ist, Überschrift „Mining Disa’s Dark Tunnel“. Auch das könnte man als Altherrenwitz abtun, wenn man von Rampant Daydream nicht wüsste, dass er die Interviews der ROP-Darsteller pauschal als „woke disaster“ tituliert. Durin IV disst Disa also offensichtlich nur stellvertretend für Rampant Daydream, der der Besetzung der Rolle einer Zwergenprinzessin mit einer dunkelhäutigen Frau nichts abgewinnen kann. 
Einer der ganz offen zugibt, mit Parodien den rechten Kulturkampf um Tolkiens Erbe fortzusetzen, ist Influencer und YouTuber George The Giant Slayer. “This is a continuation. It‘s purpose is to draw attention to the ludicrous treatment of Tolkien’s mythological masterpiece he gifted to England”, wird er vom berüchtigten  boundingintocomics.com wohlwollend zitiert.
In seiner präparodistischen Phase hatte sich George bspw. schon einmal dazu verstiegen, in einem seiner Videos zu behaupten, die Szene mit Galadriel und Halbrand auf dem Floß in Folge 2 der ersten Staffel von TRoP sei pornografisch, obwohl das von ihm als Beweis angeführte Bildmaterial das nicht hergab. Er musste sogar den Zoom bemühen, um zu zeigen, dass Morfydd Clarks Brustwarzen hart waren - von Kälte und Nässe, und unter Lagen aus Kleidung kaum erkennbar; in einer Szene zumal, in der es um alles andere als um Sex ging und auch eine Sexualisierung nicht erkennbar war.
Georges Parodien gehen einen ähnlichen Weg. In seinem ersten Video bspw. deutet er das Karen-Meme, eigentlich eine Kritik an versteckt rassistischen Verhaltensweisen privilegierter weißer Frauen, so um, dass es sich auf woke Ideen bezieht - oder vielmehr auf das, was er verballhornend als woke darstellt. Im Stil früher Stummfilme unterlegt er damit auf schwarzweiß gezogene und in etwas überhöhtem Tempo abgespielte Szenen aus der Serie. In „The Lord of the Karens“ findet sich zudem die Art von Humor, die allen diesen rechten Schmähungen zu eigen ist. Namen werden plump verändert: aus Oks werden Dorks, aus Númenor wird Dumbenor, aus Halbrand wird Ron; Szenen werden zudem so zurechtgeschnitten, dass sie die Protagonisten lächerlich erscheinen lassen. Und weil Georges Einfälle für Variationen nicht reichen, wird das modifizierte Karen-Meme in einem fort weiterbemüht und Galadriel muss immerzu nach dem Manager rufen, bis dieser (natürlich der hinfällige Tar-Palantir) sie zum neuen Manager ernennt - womit das vermeintlich woke Unheil seinen vorgeblich unvermeidbaren Lauf nimmt. Die Parodie hat am Ende wenig bis nichts mit dem Original zu tun, dafür viel mit Georges Weltanschauung - die, verblüffende Koinzidenz, wenig bis nichts mit der Welt, in der wir leben, zu tun hat.

Geschrieben

Das Video von Parody Cuts ist wirklich gut geschnitten, das muss man ihnen lassen.

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