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Aus der nahen Chronik Rhovanions, des Wilderlandes:


Torshavn

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"Natürlich" antwortet der Junge hoffnungsvoll Eorah. "Gerne. Ich kann euch zu ihm ins Heilerhaus führen. Oder ihr besucht uns morgen, in unserem bescheidenen Heim".

Der Markt am Hafen füllt sich langsam. Menschen kaufen Lebensmittel ein. Fischer verkaufen ihren Fang direkt vom Boot aus. Auch ein kleiner Trupp der Stadtwache nimmt ihren Weg über den Markt. Einer der Männer, ihr Anführer greift sich einen Apfel. Er wirft dem Händler eine Münze zu, der sie geschickt aus der Luft fischt. Einer der Wachleute beäugt Eorah beiläufig.

Viele unterschiedliche Stimmen erfüllen die Luft. Auch einige andere Sprachen sind zu hören. Lautstark wird gefeilscht. Der Tag hat nun endgültig begonnen...

 

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Noch in Gedanken an das Silber, das die Begleitung des Jungen versprechen würde, lässt Brúni das Treiben um ihn herum auf sich wirken. Inzwischen war für alle Bewohner der Stadt der Tag angebrochen und der Kai, auf dem sie stehen, war vor lauter durcheinanderlaufender Menschen kaum noch zu erkennen. Eine Truppe der Stadtwache fällt Brúni ins Auge, da sie, wie kaum eine andere Person im Hafen, eher gemächlich unterwegs ist. Einer der Wachleute schaut zu ihnen herüber und scheint ein besonderes Interesse an Éorah zu haben. "Ich glaube, Ihr werdet von einem der Wachleute dort beobachtet," wirft Brúni in die Unterhaltung ein und blickt aus dem Augenwinkel zu den Wachleuten.

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Yrwyn hört gespannt dem Gespräch zu, welches sich entwickelt und in dem mehr und mehr aber längst nicht alle Details zur bevorstehenden Reise ans Licht kommen. Scheinbar hat das Schicksal dem Jungen und seinem Vater übel mitgespielt, nach der Tragödie des Feuers auch noch eine gescheiterte Expedition, bei der die eigenen Leute ihn verraten haben. Wirklich düstere Zeiten, in denen Verzweiflung und Angst selbst an sich gute Leute schlimmes tun lässt. Yrwyn merkt, dass in ihr der Wunsch heranreift dem Jungen zu helfen und mit jedem weiteren Wort, wächst und gedeiht ihre Neugier. Eine Reise durch den Düsterwald klingt gleichermaßen geheimnisvoll, wie auch spannend, wenn auch die Gefahr nicht von der Hand zu weisen ist. Viele Male schon hat sie die Handelsrouten auf den großen Straßen und auch auf den kleineren Wegen zu Dörfern und Siedlungen mit dem Tross begangen. Aber in den Wald hat sich nie jemand gewagt, doch nun behauptete der Knirps, sein Vater hätte gute Verbindungen zu den dort lebenden Elben. Unter deren Schutz wäre das Wagnis durchaus machbar und insgeheim würde Yrwyn gerne die Wunder dieser Wälder mit eigenen Augen betrachten.

Zudem sind ihre aktuellen Aussichten nicht gerade rosig, keine Anstellung, kein Ziel und keinen Ort, an den sie sich wenden kann. Wahrscheinlich könnte sie in einer Schenke als Hilfskraft anfangen, doch würden sie über kurz oder lang die Geschichten der Gäste wieder hinaus auf Wanderschaft ziehen. Yrwyn ist tief in Gedanken versunken und merkt kaum, wie der Markt und der Hafen um sie herum zum Leben erwacht und es inzwischen geschäftig, wie in einem Bienenstock zugeht. „Meine Tante sagte immer, in vielen Jahren wirst du mehr die Dinge bereuen, die du nicht getan hast als jene, die du gewagt hast“ murmelt sie vor sich hin und hat den Entschluss gefasst mehr über dieses Unterfangen herausfinden zu wollen. Erst dann blickt sie auf und folgt dem Fingerzeig des Zwerges in Richtung der Wache. „Es scheint viele hier haben Interesse an euch, ihr müsst ein wahrlich faszinierender Mann sein“ meint sie mit einem etwas schiefen Grinsen und wartet, ob die gerüsteten Männer zu ihnen kommen und was sie wohl von Éorah wollen können.

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"Wir werden euch morgen gerne bei euch zu Hause besuchen" lächelt der Einäugige den Knaben an. Er versucht sich krampfhaft daran zu erinnern, wo der Knabe lebt ... wird ihm schon noch einfallen.

Éorahs Blick sucht die Wachleute und er ruft ihnen sogleich ein strahlendes "Guten Morgen" zu

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