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Sauron und seine Schicksal Teil 1 Die Unterdrückung Aules


Varminwea
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Ich stand am Abos und formt den Stängel mit meinen Händen. Das Metall nahm meine Macht auf und mir gelang es den Stängel in die Blüte einzuarbeiten. Doch jedes mal wurde der Zauber unterbrochen und die Blüte hörte auf zu blühen.

„Verdammt! Warum funktioniert es nicht.“, knurrte ich erbost und hob die Rose hoch. Die Blätter vielen in in sich zusammen und mein Werk hing verwelkt in meiner Hand.

„Du machst es falsch, Mairon.“, sagte Tanonáre.

Tanonáre war ein Feuergeist, der mit mir und Curumo, in einer Halle arbeitete. Wir hielten eine lange Freundschaft, die allerdings nach der Verbannung Morgoths brach. Er lebt immer noch. Er hatte unter Melkor den Namen Nareíúdun , was soviel hieß, wie „Flamme von Ùdun“. Nun im Dritten Zeitalter nannte ihn die Völker Ardas Durins Fluch. Er hatte sich vor dem Sturz der Thangorodrim in das Labyrinth von Luggio ûr Ânudkâl unter dem Nebelgebirge gerettet.

Er hatte lange geschlafen, und ich hatte geglaubt er sei von den Valar erschlagen worden.

Doch im Jahre 1980 des Dritten Zeitalters gruben die Zwerge zu tief in Kazad dum. Sie brachen in das Labyrinth ein und weckten Nareíúdun. Seither haust er in Moria.

 

Ich weiß, dass ich mich momentan in einem Traum befinde. Ein Ainur, denn dies ist meine Rasse, schläft nicht. Er geht zur Ruhe und während dieser Meditation, ziehen bestimmte Dinge seines Lebens an ihm vorbei. Wenn uns etwas sehr beschäftigt, tauchen wir in diese Erinnerung ein. Wie eine Art Traum. Nur, dass wir niemals etwas erfundenes Träumen können. Wir durchleben Stücke unseres Lebens wieder. Jede Nacht, jeden Schlaf.

Manchmal wünschte ich, ich könnte träumen. Denn mein Leben ist nicht sehr glücklich verlaufen.

Ich hätte niemals nach Arda gehen sollen.

Aber dies ist nun mal geschehen. Ich habe viel erreicht. Und nach der Qual war es mir, zumindest ein Zeitalter lang, vergönnt mein eigener Herr zu sein. Auch jetzt bin ich dies noch, aber mein Geist ist schwach. Hätte ich nicht auf mein Herz gehört, wäre mir der Ring niemals genommen worden.

 

Ich drehte mich zu dem Maiar um und fragte: „Wie soll ich es denn machen?“.

„Benutzte dein Feuer um es zusammen zu schweißen.“, riet mir Tanonáre.

Ich hielt den Stängel und die Blüte beisammen und beschwor meine Macht. Meine Gestalt änderte sich von dem rothaarigen jungen Mann in eine Flamme. So hell und Mächtig, dass ich selbst in der Dunkelheit Kúmas gesehen worden wäre.

Ich hielt meine beiden Werke nahe an meinen Körper heran, sah zu wie das Eisen zusammen schmolz und rief dann auf Valarin: „ Abkühlen!“.

Súre, ein Windgeist des Königs, schickte mir seine kalte Luft und in Sekunden war das rot glühende Metall wieder grau.

Ich ging zum Garaloril, dem goldenen Wasser, und tauchte meine Blume hinein. Eine Schicht aus purem Gold wurde über das Metall gelegt. Ich drehte die Rose und war stolz auf mich. Dies war ein würdiges Geschenk für den Sohn der Herrin. Das Valarindimerene stand bevor. Es war ein Fest zu Ehren der Entsendung der Valarhíni und auch wurde die Prinzessin besonders geehrt.

Doch leider war uns verboten worden, den Kindern der Valar etwas zu schenken.

Doch ich hatte von Tilion und Alatar gehört, dass Orome ihnen erlaubte, Niliquie Geschenke zu machen.

„AULE!“schrie es plötzlich von der ersten Halle her, zu mir herüber. Ich schluckte und im ersten Moment war ich versucht, meine Rose zu verstecken. Doch dann entschied ich mich dagegen.

Ich hatte genauso wie die anderen ein Recht, zu zeigen, dass ich den Sohn meines Herrn ehrte.

 

Die Schritte des Aratars donnerten durch die drei Hallen der Schmiede. Zitternd stand ich da und starrte auf die Tür. Da erschien er schon im Türrahmen.

Aule war groß und gebaut wie eines seiner Berge. Breit, riesig und mit einem eiskalten Gemüt.

Er trug den riesigen Schmiedehammer im Schlepptau und dass bedeutete nichts gutes.

 

„Mairon! Was hast du da?“, knurrte der Vala.

Ich hielt ihm die Rose hin und blickte zitternd auf sein von braunem Haaren umgebenes Gesicht.

„Was soll das sein?“, fragte mein Herr mich schroff.

„Eine Rose, Herr! Ich habe sie aus Metall gefertigt. Meine Magie lässt sie blühen, wenn sie jemandes Haut berührt. Es ist ein Geschenk für eure Gattin.“ , sagte ich mit fester Stimme.

Das diese Rose eigentlich für seinen Sohn bestimmt war, brauchte er nicht zu wissen.

„Ich erkenne wenn du Lügst, Mairon!“, meinte Aule. Seine Augen waren zu schlitzen verengt und sein Bart kräuselte sich.

„Herr, ich würde niemals...“, stammele ich, ehe mich der Vala unterbricht.

„Zügle deine Zunge, Mund Melkors! Für wenn ist die Rose? Du weißt, was ich euch in Bezug auf Auvakar und das Valimerende sagte, oder?“, knurrte Aule.

Ich sank förmlich in mich zusammen und überlegte, ob ich flehen sollte. Nein. Diese Genugtuung würde ich ihm nicht verschaffen.

„Ihr sagtet, Herr: 'Es ist euch verboten meinen Sohn Auvakar etwas zu schenken. Ihr seit nur Maiar und euch steht dies nicht zu.'. Herr bitte, ich habe diese Rose für Kémentari gemacht.“, antwortete ich meinem Herrn.

„Gut, wenn du mir nicht die Wahrheit sagst, dann werde ich dich bestrafen. Gib mir dein Werk, Mairon!“, befahl Aule.

„Nein!“, kam entschlossen aus meinem Mund.

Die anderen Feuergeister zogen erschrocken die Luft ein.

„Willst du Rebellieren?“ , lachte Aule auf.

„Mairon, überlege dir das gut!“ , flüsterte Tanonáre und wich dann vor Aule zurück, als dieser an ansah.

„Mairon, du bist mein bester Schmied. Alles was du erschaffst ist von unschätzbarer Qualität. Du hast die Hälfte meiner Halle hier auf Almaren, mit gestaltet.“, sagte Aule.

„Ich bin euch eben würdig!“ , schrie ich.

Warum machte er mich immer kleiner als ich war. Ich war gut und besser als alle anderen. Denoch war ich nicht mehr als ein kleiner Diener, dem man sein Talent nicht zu gestant. Ein Maia konnte ja nicht genauso Gut sein, wie der Meister selbst.

Wut und Enttäuschung breitet sich in mir aus.

Ich wollte endlich für meine Fahigkeiten geschätzt, werden. Ich wollte das mir mein Talent anerkannt wurde.

„Mairon!“, knurrte mein Meister warnend.

„Ich weiß, was ihr mit dem Diadem gemacht habt, dass ich der Lilie schenken wollte. Ihr habt es einfach als Euer Werk Manwe präsentiert.“, rief ich weiter.

„Mairon, noch ein Wort!“, schrie Aule jetzt. Krachend rutschte der Hammer von seiner Schulter. Er packte den Griff.

Oh Nein, ich würde mich nicht einschüchtern lassen.

„Herr, nicht! Denkt an Lungorthing. Bitte! Wollt ihr ihm noch einen Feuergeist liefern.“ , sagte Tanonáre und stellte sich vor mich.

Ich sah meinen Freund an und hatte plotzlich Mitleid mit ihm. Mit wie viel Schmerz würde er jetzt bezahlen müssen?

Aule war Hart und gerecht, wenn es nicht um ihn ging. Doch er war hochmütig und eingebildet. Dies lies ihn uns mit Gewalt unterdrücken. Er achtete uns nicht mehr als Sklaven.

Für meinen Herrn, denn ich einst liebte, würde ich nie wieder mehr als ein Diener sein.

Aulendil, Freund von Aule, hatte ich einsxt gehießen. Doch diese Zeit war lange vorbei.

„Dieser Abscheuliche Ainu ist schon längst in seiner Hand. Du hast doch immer stramm gestanden, wenn Melkor aus Kúma in die ewigen Hallen kam. Der kleine Flammenainu und der große Vala des Feuers. Du bist doch als sein Maiar überhaupt auf Ea herabgestiegen.“, sagte Aule und hob den Hammer.

Ich zitterte und wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, biss seinen Worten Gewalt folgte.

In diesem Punkt war er einzigartig. Ich hatte nie von einem anderen Valar gehört, der seinen Zorn so stark in Gewalt ausließ, wie Aule.

„Gibt mir die Rose!“, befahl er.

Ich schluckte und erwartete den Schlag auf meine Fauna und zitterte innerlich. Ich und mein Bruder Mindor hatten, gemeinsam mit Maikoron, unserem Vater, Melkor entsagt. Wir wollten auf der guten Seite stehen. Aber ich hatte angefangen zu leiden, als Aule entdeckt hatte, dass ich genauso gut schmiedete wie er selbst.

Ich erwartete den Hammer vergeblich. Denn als Aule ausholte, warf sich Tanonáre in den Hammer.

Der Feuergeist schrie und seine Flammen glühten blau als der Vala ihn traf. Mein Freund wurde gegen die Wand geschmettert und blieb keuchend liegen.

„Tanonáre!“, schrie ich und wollte zu ihm. Doch plötzlich sah ich in sein Schmerz verzehrtes Gesicht und dann umhüllte ihn Rauch.

Tanonáre veränderte seinen Körper und er war keine helle Flamme mit menschlichen Umrissen mehr. Nein, ihm wuchsen Flügel aus Rauch und eine Flamme loderte dunkel in seinem Körper, der sich zu einer furchterregenden Kreatur wandelte.

„Nein! Kämpfe dagegen an. Werde nicht zum Valarauco!“, flüsterte ich.

Doch Tanonáre erhob sich und als seine Hand sich gegen Aule erhob, schwang sie eine Peitsche aus Feuer.

Doch der Aratar brachte eine einzige Bewegung um seinen Diener zu Boden zu schmettern.

Im Kampf war Aule besser als Irmo und Mandos.

Mein Herr lies Tanonáre los und sah ihn wütend an.

„Geh! Du wirst nie wieder unter meinen Maiar wandeln. Du hast dich für Melkor entschieden. Du hast dich für den Hass entschieden, wie einst Lungorthin. Geh!“, schrie Aule und mit einem Markerschütternden befreienden Schrei stieg der Balrog in die Luft und brach durch die Decke.

 

Ich sah meinen ehemaligen Freund hinter her. Mit ein bisschen Glück, besaß er noch soviel Verstand, um nicht nach Utumno zu gehen.

„ Nun zu dir! Gib mir die Rose!“, schrie mich Aule an.

Ich streckte niedergeschlagen die Hand aus. Er entriss mir mein Werk, wo dran ich ganze acht Tage gesessen hatte. Ich hatte meine ganze Liebe und Treue für Auvakar hineingesteckt.

Er war mir ein geheimer Freund und schätzte mich so wie ich war.

Doch Aule, sein Vater, hatte ihm den Kontakt mit uns Maiar verboten.

Mein Meister betrachtete die mit Gold überzogene Rose.

„Sehr schön.“, meinte er und griff ein Blütenblatt, „ Zu schön für einen einfachen Maia. Zu schön für dich, Mairon.“

Er riss ein Blatt heraus.

„ Herr!“, wagte ich zu schreien und doch rührte ich mich nicht.

Die Angst war zu groß. Ich traute mich nicht ihn daran zu hindern meine Rose zu zerstören.

Mit einem teuflischen Lächeln, zerlegte er mein Geschenk Stück für Stück.

Schließlich warf er mir die Überreste vor die Füße und lachte.

„ Dies entspricht deinem Geschick in der Schmiedekunst. Du kannst nichts. Nichts, Mairon!“, fauchte der Aratar und lachte mich aus, als die Geigen der Trauer aus meiner Ealar, meiner Seele, erklangen.

Ich sank auf die Knie und starrte auf den Haufen Metall, der einst eine so schöne Rose gewesen war.

 

„Aule! Eure Eifersucht erreicht ein Maß, dass die anderen Valar erfahren sollten.“ , sagte jemand.

Mein Herr drehte sich um und knurrte wütend.

In der Tür der Halle stand mein Bruder Mindor und eine in grün gekleidete Gestalt.

Sie trug einen grauen Umhang und eine Hirschgeweih zierte ihren Kopf. Lange rote Haare wirbelten um die Person herum.

Es war ein Vali. Es war Olostannar, Irmos und Estes Sohn.

„Was mischst du dich ein?“, fauchte Aule.

„Uns geht es etwas an, was du mit deinen Maiar machst. Ich werde Vater bitten den Manarhaxar zusammen zu rufen. Manwe und die anderen werden, ohne dich beraten, was sie mit deinem... hitzigen Gemüt machen. Du kannst deine Diener nicht wie Dreck behandeln.“, verkündete Olostannar.

Das Geschenk der Träume, was sein Name bedeutet, ging fort.

Aule schnaubte und sah mich an. Dann ging er zur Tür und sagte: „ Mindor, Mairon, kommt mit!“.

Ich folgte ihm und mein Bruder sah mich besorgt an. Aber Mindor wagte nicht zu fragen was eigentlich passiert ist, sondern sah mich nur mitleidig an.

Wir folgten unserem Herrn in die kleine Schmiedekammer, in der Aule immer allein arbeitet.

 

Ich trat hinter Mindor hinein und Aule schloss die Tür. Dann griff er meinen Bruder an seinem Blonden Haaren und zerrte ihn zu einem großen Amboss. Aule kettet ihn dort an und sah mich an.

„Du hast dich mir widersetzt, Mairon.“, knurrte er leise.

Ich starrte entsetzt auf meinen Bruder. Ich wusste was kommen würde.

Ich wollte das nicht nochmal mit ansehen. Aber Aule hatte Mindor schon oft heimlich gefoltert um mir eine Lektion zu erteilen.

Ich versteckte mit aller meiner Macht die zitternden Geigen meiner Angst.

„Herr, mein Bruder hat es nicht so gemeint.“, rief Mindor.

„Mairon, hast du es nicht so gemeint? Du hast mich belogen. Hast dich geweigert, mir dein Werk auszuhändigen. Du hast sogar Tanonáre in die Versklavung geführt.“, zählte der Vala meine Vergehen auf.

Ich Tanonáre in die Versklavung Melkors geführt? Er hatte ihn doch geschlagen und den Hass in ihm entfacht.

„Herr, ich wollte nur, dass ihr akzeptiert, dass ich mein Werk gut gemacht habe. Ich bin gut. Ich habe ein Talent. Aber ihr vernichtet es und leugnet mein Talent. Ich würde mich niemals Anmaßen zu behaupten, ich wäre besser als ihr.“, sage ich zitternd und sehe wie Aule seinen Hammer hebt.

„Würdest du das, Mairon?“, zischt der Herr über Ardas Stoffe und schmettert seinen Hammer auf meinen Bruder.

Mindor schreit, aber die die Wände sind so gebaut, dass sie jedes Geräusch verschlucken. Niemand würde seine und meine Hilfeschreie hören.

Ein weiterer Schlag trifft meinen Bruder. Er beginnt vor Schmerz zu spielen.

Eine mächtige qualvolle Musik drückt seinen Schmerz aus.

Mein Körper zittert und ich weiß nicht ws ich tun soll. Traurige Trompeten erklingen aus meiner Gefühlswelt und stimmen mit Mindors Musik mit ein.

„Ja, ich würde! Ich würde mich nicht über Euch stellen, Aule!“, rief ich verzweifelt.

Er sollte aufhören. Mindors Musik wurde immer dunkler und das silbrige Blut lief seinen Rücken herab. Ich sah zu wie Mindor sich verzweifelt in den Ketten wand, mit denn er gefesselt war.

Doch mein Meister hörte nicht auf meinen Bruder zu foltern.

Das Feuer der Eifersucht ließ sich nicht mehr löschen.

„Herr, Bitte! Bestraft mich! Nicht meinen Bruder!“, flehte ich Aule auf knien an.

Mindors Schreie verebbten und der Hammer ließ von ihm ab. Blutend lag Mindors Fauna über dem Amboss und mein armer Bruder sah mich nur leer an. Er musste höllische Schmerzen haben.

„Du willst seine Qual auf dich nehmen?“, hakte mein Herr nach.

„Ja, lasst meinen Bruder gehen und ich werde alles erdulden, was ihr mit mir tun wollt.“, sagte ich.

Aule starrte mich einige Minuten an und wandte sich dann zu Mindor.

Mein kleiner Bruder zitterte vor Angst und schloss die Augen. Er dachte wahrscheinlich Aule würde noch einmal zu schlagen.

„Nein, Mairon. Dich sehen die Anderen. Ich kann meinem besten Schmied doch nicht mit einer Wunde vor die anderen Valar schicken. Dein Bruder hingegen ist unbedeutend.“, er zögerte etwas und fuhr dann fort, „Seelischer Schmerz ist größer als körperliche Qual. Du willst, dass ich dich bestrafe. Dann sie zu, wie ich deinen kostbaren kleinen Bruder leiden lasse.“

Ich konnte nicht hinsehen. Ich hatte schon zu oft hingesehen. Ich wusste nicht wie ich es beenden sollte. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor. Wie jedes mal schmerzte meine Fauna genauso, als ob Aule mich drangsalieren würde. Ich wollte Mindor helfen, wusste aber nicht, was ich sagen konnte, damit Aule aufhörte. Er hasste es, dass ich genauso gut war, wie er.

Zitternd starrte ich auf die vielen schönen Dinge die an den Wänden hingen. Es waren edle Schwerter, Krüge, Schmuck und Werkzeuge, wie sie nur Aule erschaffen konnte.

Ich hörte die Schreie meines Bruders und spürte sein Leid. Ich sank auf die Knie und mein Kopf fing an zu dröhnen.

Er sollte aufhören.

Warum schlug er mich nicht.

Warum ihn.

Mindor konnte nichts für mein Aufbegehren. Er konnte nichts für mein Talent.

Ich wollte, dass er aufhörte.

Mein Bruder sollte endlich frei von Schmerz sein.

Aber Aule würde niemals aufhören.

Er würde mich immer schlecht machen. Würde mein Talent klein halten, damit ich ihn niemals übertraf.

Er würde mich immer wieder durch die Folterungen, die mein unschuldiger Bruder erleiden musste, bestrafen.

Ich hatte schon so oft versucht, der Herrin oder Manwe selbst, die Wahrheit über Aule zu sagen.

Doch die Angst, dass er Mindor töten würde, hielt mich davon ab.

Mindor würde den Verlust seiner Hroa zwar nicht umbringen, aber er würde zurück zu Eru gehen, weil er es dann nicht mehr aushielt.

Ich würde nicht die Kraft haben, ihn zurück zu halten, weil ich wusste, dass es besser für ihn war. Solange ich Aule diente, würde er immer die Waffe für meinem Schmerz für den Aratar sein.

Die Schreie meines Bruders wurden plötzlich zu einem erstickten Wimmern.

Ich sah auf und sah den Krug, den Aule ihm in den Mund gedrückt hatte.

Hilflos und flehend sah mich Mindor an.

Ich würde meinen Kleinen danach zu Melian bringen müssen.

Sie war die einzige, der ich unser Leid anvertraut hatte.

Sie hielt dicht und ich wusste, dass sie es tat, weil sie Mindor liebte.

Melian heilte ihn jedes mal.

Ohne diese Hilfe, hätte mein Bruder schon längst sein Hroa verloren.

Plötzlich wurde alles weiß und auch Mindors Schreie und Aules Lachen verklang.

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