Torshavn Geschrieben 5. August 2018 Geschrieben 5. August 2018 Da wir bisher nur einen Wagner (Ring) Thread haben, eröffne ich hier mal einen allgemeinen Opern Thread. Gerade habe ich mir den ersten Akt der Zauberflöte angehört, eine Inszenierung von den diesjĂ€hrigen Salzburger Festspielen. Seit der sechsten Klasse habe ich Mozarts Oper nicht mehr gehört oder gar gesehen. Aber in dieser interessanten Interpretation gibt Klaus Maria Brandauer den ErzĂ€hler. Allein deshalb habe ich es gewagt. Ich bin positiv ĂŒberrascht: mit der Musik kann ich noch immer etwas anfangen. Wer Lust hat, sich die Zauberflöte anzusehen, findet sie in der arte Mediathek: Die Zauberflöte von Mozart Zitieren
Alsa Geschrieben 8. August 2018 Geschrieben 8. August 2018 (bearbeitet) Hallo Torshavn, ganz herzlichen Dank fĂŒr diesen Thread! Und vor allem fĂŒr den Hinweis auf diese neue Zauberflöten-Inszenierung. Ich habe schon einen kleinen Teil davon angeschaut/angehört, und diese Inszenierung gehört zu denen, die ich mit Sicherheit noch öfter anschauen werde. Vielleicht können wir uns ĂŒber dies oder jenes davon noch unterhalten - aber bei der Hitze bin ich noch langsamer als sowieso schon. Die "Zauberflöte" ist meine Lieblingsoper, und ich habe sie von allen Opern am öftesten/am oftesten/am meisten oft ??? angesehen und noch mehr angehört. Ich kenne sie fast auswendig. Manchmal habe ich sie auch ĂŒber, das geht dann aber wieder vorbei. Diese von Dir verlinkte Salzburger Inszenierung ist fĂŒr mich ein echt heiĂer Tipp. Nach dem, was ich davon bisher gesehen habe, ist der Inszenierungsstil an der literarischen Romantik orientiert, dennoch aber kein NachĂ€ffen, sondern modern. Zum Beispiel insofern, als die OuvertĂŒre mit einer gewissen realistischen Handlung bebildert ist - und die dort auftauchenden Figuren dann in der mĂ€rchenhaften Zauberflöte als MĂ€rchenfiguren wieder auftauchen. Mich hat dieser Stil an eine Stelle an "Heinrich von Ofterdingen" von Novalis erinnert. Da sieht Heinrich in dem Buch eines alten Mannes eine Szene beschrieben, die genau die ist, die Heinrich gerade im Moment erlebt. Michael Ende macht dies Ă€hnlich in seiner "Unendlichen Geschichte". Und hier, in der Salzburger Inszenierung, hat der ErzĂ€hler - Klaus Maria Brandauer - auch ein Buch, aus dem er liest. Und das, was er liest, geschieht gleichzeitig. Oder umgekehrt. Es gibt eine Stelle in der Inszenierung, wo eine der drei Damen in das Buch schaut und deutlich sehr irritiert ist. Ich glaube, auch der ErzĂ€hler ist irritiert. Ich vermute, dass beide eben genau das gerade entdeckt haben: dass das, was die eine der Damen singt, im Buch steht. Im Prinzip sind wahrscheinlich alle Figuren - auĂer dem ErzĂ€hler - doppelt. Sie fĂŒhren ein reales Leben, sind aber gleichzeitig in einer Parallelwelt mythische Figuren. Bin gespannt, wie dieser Grundgedanke dann in der Inszenierung weitergefĂŒhrt wird. Bearbeitet 8. August 2018 von Alsa Zitieren
Torshavn Geschrieben 18. Oktober 2018 Autor Geschrieben 18. Oktober 2018 Manchmal kommt eins zum anderen. Ich bin neulich ĂŒber ein Buch gestolpert das mich tief beeindruckt hat: Das tote BrĂŒgge von dem belgischen Schriftsteller Rodenbach. In diesem symbolistischen Roman geht ein Mann nach dem Tod seiner ĂŒber alles geliebten Frau nach BrĂŒgge und spinnt sich in den Kokon seiner Erinnerungen ein. Bis ihm eine TĂ€nzerin begegnet, die seiner toten Frau bis aufs Haar gleicht. Paralell dazu berichtet 'Kulturzeit' ĂŒber eine Opernneuinszinierung an der komischen Oper Berlin: Die tote Stadt. Die Geschichten kam mir sofort bekannt vor und es stellte sich heraus, das die Oper auf Rodenbachs Buch basiert. Also habe ich das Libretto auch noch gelesen und dann die Oper geschaut: https://operavision.eu/de/bibliothek/auffuehrungen/opern/die-tote-stadt Zitieren
Berenfox Geschrieben 19. Oktober 2018 Geschrieben 19. Oktober 2018 "Die Tote Stadt" ist eine sehr spannende Oper, ich mag sie sehr. Dass sie auf diesem Buch beruht wusste ich gar nicht. Landet direkt mal auf meiner Liste! Zitieren
Alsa Geschrieben 1. April 2019 Geschrieben 1. April 2019 Am 19.10.2018 um 13:48 schrieb Berenfox: ...  Am 5.8.2018 um 17:41 schrieb Torshavn: ...  Hallo Opernfreunde, hier kommt jetzt gleich der Link zu einer, wie ich finde, auĂergewöhnlichen Zauberflöten-Inszenierung aus Norwegen. Bitte nicht erschrecken, sie ist extrem modern. Aber ich glaube, ich habe in meinem ganzen Leben noch keine so gute Zauberflöten-Inszenierung gesehen (zugegeben, ich habe erst die HĂ€lfte gucken können). Einerseits ist sie ein gewagtes Experiment, andererseits nimmt sie diese Oper ernster als - fast - jeder andere Regisseur. Sie nimmt sie beim Wort, versucht nichts zu verbessern, was sonst fast jeder Regisseur tut. Sie denkt den Schikaneder-Text - Schikaneder hat das Libretto geschrieben - quasi zu Ende. Schon in der OuvertĂŒre wird durch Bebilderung gezeigt, dass die "Zauberflöte" - mit einem Zwinkerauge - als "Episode XXI" von Star-Wars aufgefasst wird. Tamino wird dann in einer Rakete ins All geschossen und landet dann irgendwo auf einem Planeten. Die Oper wird auf Norwegisch gesungen - so wie der berĂŒhmte schwedische Kollege Ingmar Bergman seinerzeit in seiner "Zauberflöten"-Inszenierung die SĂ€nger auf Schwedisch hat singen lassen. Das ist ganz unĂŒblich, denn normalerweise wird auf allen groĂen OpernbĂŒhnen der Welt jede Oper in ihrer Originalspracche gesungen. Aber so wie bei Ingmar Bergmans Inszenierung wird die Ăbersetzung in die eigene Sprache auch hier dazu benutzt, den Text ein wenig zu verĂ€ndern. Man kann eine Oper gar nicht ĂŒbersetzen, ohne sie zu verĂ€ndern. Aber in beiden Adaptionen ist der verĂ€nderte Text eine starke Deutung des originalen Textes. Es gibt zwar Untertitel, aber leider nur in Englisch. Immerhin kann man den Witz des Textes dann doch halbwegs mitkriegen. Auch der Sprechtext ist verĂ€ndert, sogar ziemlich massiv. Ich glaube, in dieser norwegischen Fassung noch mehr als bei der schwedischen. Der norwegische Texter oder Regisseur hat dabei sogar von Ingmar Bergmans Fassung so einiges geklaut. So ist in beiden Fassungen die Königin der Nacht die Ehefrau von Sarastro. Dadurch steht Pamina noch stĂ€rker im Konflikt zwischen diesen beiden Personen. Das, was den normalen Regisseuren meist Schwierigkeiten macht, ist die latente oder offensichtliche Frauenfeindlichkeit des Textes. Sie versuchen das in der Regel zu glĂ€tten oder zu ĂŒberspielen. Nicht so der norwegische Regisseur. Tamino, der auf diesem komischen Planeten landet, stöĂt dort auf eine Sarastro-Priester-Gesellschaft, die so extrem frauenfeindlich ist, dass sie Pamina aus ihrem Blickfeld vertreiben wollen, weil sie sonst sofort geil wĂŒrden. Der Untertext entspricht leider nicht immer so richtig dem norwegischen Text. Letzterer ist mitunter witziger. Auch verĂ€ndert sind meist die langen Arien; sie werden hie und da vom Chor ĂŒbernommen: dadurch wird die Interaktion dramatischer, und man kann gar nicht aufhören zu gucken. Ja, das war jetzt mal ne Art Einleitung. Bin ja gespannt, ob jemand meine Begeisterung teilt. Viel SpaĂ (oder Wut)!    1 Zitieren
Torshavn Geschrieben 2. April 2019 Autor Geschrieben 2. April 2019 Vielen lieben Dank @AlsafĂŒr den Link.. Diese Inszenierung hat eine echte Sogwirkung auf mich. Allerdings ist das Thema fĂŒr mich eher neu. Eine Oper mit neuem Text, neuem Background und neuer Geschichte zu versehen, kenne ich bisher so noch nicht. Auch die Zauberflöteninszenierung von Bergman ist mir unbekannt. Anstrengend finde ich es allerdings schon: die neuen Bilder aufzunehmen, die Untertitel in englisch zu lesen, die verstĂ€ndlichen Brocken norwegisch zu verarbeiten und die Musik zu genieĂen, ist eine Herausforderung. Wahrscheinlich werde ich die Inszenierung mindestens zweimal schauen mĂŒssen. Zitieren
Alsa Geschrieben 2. April 2019 Geschrieben 2. April 2019 Freut mich ja nun sehr, Torshavn, dass Du das nicht ablehnst. Das norwegische Publikum hat das offenbar auch nicht abgelehnt, vielleicht auch, weil die Kritiken so gut waren?  vor 9 Stunden schrieb Torshavn: Auch die Zauberflöteninszenierung von Bergman ist mir unbekannt. Die kann man sich zur Zeit wieder komplett auf youtube anschauen. Sie stammt aus dem Jahr 1975. Ich lebte zu dem Zeitpunkt in Schweden, hab mir die Bergman-Schallplatten gekauft und mit ihnen die "Zauberflöte" fast auswendig gelernt. Darum kann ich mitunter auch erkennen, wenn was in der norwegischen Fassung von der schwedischen Fassung geklaut ist. Das Norwegische ist vom Schwedischen allerdings entfernt wie ungefĂ€hr das Urbayerische vom Hochdeutschen, also nicht leicht zu verstehen, schon gar nicht, wenn gesungen wird. (Vielleicht gelingt es mir, die norwegische Textfassung zu besorgen). Die Bergman-Inszenierung war flott und ein bisschen frech, und mit wunderbaren SĂ€ngerdarstellern. Er hat dafĂŒr viele ganz junge unbekannte SĂ€nger genommen. Ich vermute, dass man das auch bei der norwegischen Inszenierung (von 2015) Ă€hnlich gehandhabt hat. Was die englischen Untertitel betrifft: es lohnt sich, da ab und zu das Video anzuhalten, um den englischen Text nachlesen zu können. Das gilt vor allem fĂŒr Papageno, der in der Inszenierung wirklich wie ein "Papagei" quasselt, wie ein richtiger Wasserfall. Man hat dazu jede Menge neuen Text erfunden, der aber offenbar dermaĂen witzig ist, dass es sich lohnt, ihn zu verstehen.  vor 9 Stunden schrieb Torshavn: mindestens zweimal schauen Ich auch. Mindestens! Zitieren
Torshavn Geschrieben 3. April 2019 Autor Geschrieben 3. April 2019 Dann verlinken wir doch auch mal die Bergman Inszenierung zum direkten Vergleich: Â Zitieren
Alsa Geschrieben 5. April 2019 Geschrieben 5. April 2019 Am 3.4.2019 um 17:03 schrieb Torshavn: Dann verlinken wir doch auch mal die Bergman Inszenierung zum direkten Vergleich: Ja, toll. Danke. Ich möchte jetzt mal eine Szene aus der norwegischen Zauberflöte - der Regisseur heiĂt Alexander Mörk-Eidem - erwĂ€hnen, die zum Vergleich mit Ingmar Bergman geradezu schreit. Diese Szene beginnt in der norwegischen Fassung 1:39:18. Inhaltlich ist es der Dialog, bevor Sarastro die berĂŒhmte Arie "In diesen heil'gen Hallen kennt man die Rache nicht" singt. Er singt sie - im Original - darum, weil kurz vorher die Königin der Nacht ihrer Tochter Pamina einen Dolch in die Hand drĂŒckt, mit dem sie Sarastro töten soll. Sarastro taucht auf, sieht den Dolch in der Hand Paminas, und Pamina fleht Sarastro an, an ihrer Mutter wegen des Mordbefehls keine Rache zu nehmen. So in der deutschen und schwedischen Fassung. In der norwegischen Fassung erzĂ€hlt Sarastro seiner Tochter kurz, dass er die Königin der Nacht verlassen habe, um diese Bruderschaft zu grĂŒnden, und dass sie ihm das nie verzeihen wird. Pamina fragt ihren Vater: "Wirst DU es ihr denn verzeihen?" Und dann kommt der Hammer: Sarastro zögert und sagt dann: "Ich weiĂ es nicht." Sarastro ist im Original als groĂer Weiser angelegt, und in dieser Fassung bekommt er einen Bruch. Das ist psychisch sehr exakt und gekonnt gespielt: 1:39:53. Und danach beginnt die Arie, die im Original besingt, dass in diesen Hallen der BrĂŒderschaft keine Rache Raum finden kann. Der norwegische Sarastro aber singt anders: Wenn der Gedanke nach Rache auftaucht, dann hilft die Bruderschaft, sich davon zu befreien. Er, Sarastro, sei hier glĂŒcklich geworden, und das sei nur darum so, weil hier jegliche Liebe zwischen Mann und Frau verbannt sei. Mit einem wirklich heiteren und gelösten Gesicht sagt er Pamina, dass sie ja Tamino heiraten will und darum nun von hier sofort fortgehen muss. Sie habe hier keinen Platz. Pamina, fassungslos, geht von ihm fort. Als ich diesen Text verstanden hatte, ist es mir kalt den RĂŒcken runtergelaufen. Ein Fanatiker, der wirklich in seinem Fanatismus die innere Ruhe gefunden hat. Ingmar Bergman hingegen hat am Ende der Oper seinen Sarastro sagen lassen, dass er sich ab sofort von dem Vorsitz des Ordens zurĂŒckziehe, um diesen Vorsitz gemeinsam an Pamina und Tamino zu ĂŒbergeben: denn, so dieser Sarastro: in der wahren Liebe zwischen Mann und Frau liege der Beginn der Dinge (so Ă€hnlich). Obwohl das von der Sarastro-Figur aus gesehen das glatte Gegenteil ist, ist es von der Botschaft her aber ganz gleich: Ingmar Bergman gestaltet seinen Sarastro als Sprachrohr fĂŒr den Regisseur und seine humane Ansicht. Mörk-Eidem gestaltet seinen Sarastro als einen von der RealitĂ€t FlĂŒchtenden, damit er die innere Ruhe findet. Das Publikum muss selber entscheiden, was es richtig findet. Zitieren
Torshavn Geschrieben 11. August 2019 Autor Geschrieben 11. August 2019 (bearbeitet) Wer einen Blick auf die ungewöhnliche Inszenierung von Verdis Rigoletto bei den diesjÀhrigen Bregenzer Festspielen werfen möchte, kann das noch bis 17.08.2019 in der 3SAT Mediathek tun: Verdis Rigoletto Und wer sich die Doku zur Entstehung der Inszenierung anschauen möchte kann das bis zum 10.09.2019 in der 3SAT Mediathek tun: Doku Verdi Rigoletto Bearbeitet 11. August 2019 von Torshavn Zitieren
Torshavn Geschrieben 14. Juni 2020 Autor Geschrieben 14. Juni 2020 Ein interessantes Projekt des Staatstheather Mainz: Beethoven- ein Geisterspiel' bis Anfang September in der 3SAT Mediathek: Beethoven ein Geisterspiel 1 Zitieren
Alsa Geschrieben 15. Juni 2020 Geschrieben 15. Juni 2020 Am 14.6.2020 um 07:41 schrieb Torshavn: Ein interessantes Projekt des Staatstheather Mainz: Beethoven- ein Geisterspiel' bis Anfang September in der 3SAT Mediathek: Beethoven ein Geisterspiel Danke, Torshavn! Werd ich mir im Laufe der Woche angucken und dann was dazu schreiben. Wird auch Zeit, dass wir das Musiktheater hier wiederbeleben. 1 Zitieren
Torshavn Geschrieben 29. Juni 2020 Autor Geschrieben 29. Juni 2020 Die Zauberflöte am Royal Opera House bis zum 3.Juli 2020 zu sehen:  Zitieren
Alsa Geschrieben 16. Juli 2022 Geschrieben 16. Juli 2022 ZWEI GERADE ANGELAUFENE - UND HOCHAKTUELLE - INSZENIERUNGEN ->  Gestern Abend (15. Juli 2022) wurden in den Nachrichten des ZdF zwei gerade angelaufene BĂŒhnenwerke kurz vorgestellt: 1. Neuinszenierung der Oper "Nabucco" von Verdi in Erfurt - erwĂ€hnt im heute-journal von 22 Uhr 2. Neuinszenierung der Nibelungenfestspiele in Worms - erwĂ€hnt in den heute-Nachrichten von 19 Uhr ------------------------------------------------------------------------- Obwohl es in diesem Thread um Oper geht, möchte ich doch beide Inszenierungen - nur die erste ist eine Oper - zusammennehmen: Denn sie haben eine Menge mit der in diesem Forum gerade stattfindenden Diskussion um die kommende Inszenierung von Tolkienwerken zu tun. Alle drei Inszenierungen starteten oder werden in diesem Jahr starten und charakterisieren damit eine heutige Auffassung, was man mit Kunst machen darf und was nicht. Kern der Frage war in diesem Forum ja: Darf man Ă€ltere Werke und Stoffe hochmodern - oder gar aktuell - inszenieren? Beide unter 1. und 2. erwĂ€hnten Inszenierungen orientieren sich entschieden an dem, was in unserer momentanen Zeit passiert. Um das zu dokumentieren, verlinke ich die entsprechenden AusfĂŒhrungen im ZdF: zu 1: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-15-juli-2022-100.html  ab 19:38 zu 2: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-19-uhr/heute-19-uhr-vom-15-juli-2022-100.html ab 15:15 Zitieren
Berzelmayr Geschrieben 16. Juli 2022 Geschrieben 16. Juli 2022 Hab mir den ZDF-Beitrag gerade angesehen. Also mir ist diese Gleichung Nabucco = Putin bissl zu plump geraten. Zitieren
Alsa Geschrieben 16. Juli 2022 Geschrieben 16. Juli 2022 (bearbeitet) vor 1 Stunde schrieb Berzelmayr: Hab mir den ZDF-Beitrag gerade angesehen. Also mir ist diese Gleichung Nabucco = Putin bissl zu plump geraten.  Kein einziger spricht da von "Gleichung". Aber nun erahne ich, woher es kommt, dass Du auch Tolkien so wenig verstehen kannst. Bearbeitet 16. Juli 2022 von Alsa 1 Zitieren
Torshavn Geschrieben 17. Juli 2022 Autor Geschrieben 17. Juli 2022 (bearbeitet) vor 13 Stunden schrieb Alsa: Gestern Abend (15. Juli 2022) wurden in den Nachrichten des ZdF zwei gerade angelaufene BĂŒhnenwerke kurz vorgestellt: 1. Neuinszenierung der Oper "Nabucco" von Verdi in Erfurt - erwĂ€hnt im heute-journal von 22 Uhr 2. Neuinszenierung der Nibelungenfestspiele in Worms - erwĂ€hnt in den heute-Nachrichten von 19 Uhr Vielen lieben Dank fĂŒr den Hinweis. Beide Inszenierungen klingen interessant und sehenswert. Ich hoffe ich werde beide mal als Aufzeichnung in den Mediatheken sehen können. Dann lĂ€Ăt sich auch gut diskutieren wie gelungen beide Neuiszenierungen sind. Der mdr bringt 'Nabucco' noch ein wenig ausfĂŒhrlicher: Erfurt Nabucco vor 13 Stunden schrieb Alsa: Denn sie haben eine Menge mit der in diesem Forum gerade stattfindenden Diskussion um die kommende Inszenierung von Tolkienwerken zu tun. Alle drei Inszenierungen starteten oder werden in diesem Jahr starten und charakterisieren damit eine heutige Auffassung, was man mit Kunst machen darf und was nicht. Kern der Frage war in diesem Forum ja: Darf man Ă€ltere Werke und Stoffe hochmodern - oder gar aktuell - inszenieren? NatĂŒrlich darf man. In meinen Augen ist das eine Aufgabe von Kunst, uns die AktualitĂ€t ihrer Werke vor Augen und Ohren zu fĂŒhren. Bearbeitet 17. Juli 2022 von Torshavn Zitieren
Alsa Geschrieben 17. Juli 2022 Geschrieben 17. Juli 2022 vor 4 Stunden schrieb Torshavn: Vielen lieben Dank fĂŒr den Hinweis. Beide Inszenierungen klingen interessant und sehenswert. Ich hoffe ich werde beide mal als Aufzeichnung in den Mediatheken sehen können. Dann lĂ€Ăt sich auch gut diskutieren wie gelungen beide Neuiszenierungen sind. Ja, das wĂ€re toll, wenn wir die beiden Werke anschauen und diskutieren könnten. Und möglicherweise mit der Tolkien-Inszenierung vergleichen könnten.  vor 4 Stunden schrieb Torshavn: NatĂŒrlich darf man. In meinen Augen ist das eine Aufgabe von Kunst, uns die AktualitĂ€t ihrer Werke vor Augen und Ohren zu fĂŒhren. Sehe ich genauso. Man kann sogar den Wert eines kĂŒnstlerischen Werkes daran messen, ob es eine Eintagsfliege ist - also spĂ€testens in der nĂ€chsten Generation schon ĂŒberholt ist - oder noch gegebenenfalls nach einigen hundert Jahren aktuelle Probleme thematisiert. Hast Du Dich in Deinem Zitat vertippt? MĂŒsste es nicht "eine Aufgabe von Kunstwissenschaft" heiĂen? Oder meintest Du etwas anderes? Zitieren
Lennart Geschrieben 18. Mai 2023 Geschrieben 18. Mai 2023 Hallo zusammen,  in Hannover lĂ€uft derzeit noch die Oper "Rusalka". Vom BĂŒhnenbild her eher reduziert, aber kraftvoll und emotional von der Musik und schauspielerisch sehr ĂŒberzeugend. Es ist auf jeden Fall eine Oper, die thematisch und von der Stimmung her fĂŒr Fantasy- und Tolkien- und Shore-Fans sehr interessant sein kann. Wassermenschen und Elben haben ja durchaus ein paar gemeinsame Eigenschaften, wenn auch einige Unterschiede. So sind Wassermenschen ja doch oft etwas wilder als die meisten Elben. Einzelne StĂŒcke lassen sich auch gut in Playlists einbauen, die Romantik und Filmmusik mischen. Viele GrĂŒĂe, Lennart 1 Zitieren
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