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Arwen Mirkwood

Fanfiktion-Geschichen= Wie steht ihr dazu

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Arwen Mirkwood

Hallo Leute :-O

ich bin ein Mensch, der eigentlich sehr gerne Fanfiktion- Geschichten liest, aber nur nicht selber schreibt. Ich habe zwar mal vor einem guten Jahr oder noch länger mal Ideen gesammelt, aber nur auf einem Block und nie weiter geschrieben. Ich bin ja schon seit ein paar Jahren in einem anderen Herr der Ringe-Forum unterwegs, in dem ich auch einen Thread über Fanfiktion Geschichten eröffnet habe, nur war er nicht so gut besucht und ist vor 2 Jahren eingeschlafen. Da ihr hier extra eine Rubrik zum Thema Fanfiktion-Geschichten habt, denke ich , dass dieser Thread hier rein passen könnte. Ich bin jetzt mal faul und kopiere diesen Thread von mir aus dem anderen Forum hier rüber :-O Der Thread war von Oktober 2014 !!!!!!

Also viel Vergnügen beim diskutieren :narr:

Liebe Grüße Arwen Mirkwood

book.gif Fanfiktion- Geschichten

Hallo Leute !

Also, ich möchte ganz gerne einen Thread, über Fanfiktion- Geschichten eröffnen, weil ich ehrlich gesagt, eigentlich ganz gerne Fanfiktion Geschichten lese. Ich verfasse selbst keine Geschichten, nur bin ich ein stiller Mitleser dieser Geschichten. Wenn ich lese, dann bin ich im Tolkien-Bereich unterwegs. Es gibt eine Seite im Internet, die ich eigentlich sehr empfehlen kann und das ist die Seite: "FanFiktion.de" und dort lese ich. Ich finde eigentlich, dass es auf dieser Seite, sehr viele inhaltlich gute Geschichten gibt. Natürlich gibt es auch sehr viel Schund darunter und das ist auch nicht zu vergessen. Diese klassischen Mary Sue Geschichten, mag ich vom Inhalt und der Handlung her, absolut gar nicht. Ich lese sehr gerne Kurzgeschichten oder Geschichten mit wenigen Kapiteln, weil ich ja nicht so regelmäßig lese. Also wenn ich mir die Zeit nehme, um zu lesen, dann ich lese sehr gerne Slash, P16 und P18 Geschichten und das in allen Gene- Bereichen.

Ich würde sehr gerne, in diesem Thread, mit Euch, über Fanfiktion Geschichten diskutieren, weil ich es sehr interessant finde, wie Ihr mit dem Thema Fanfiktion Geschichten umgeht. Natürlich möchte ich auch gerne wissen, wie Ihr zu Fanfiktion Geschichten steht und was Ihr von Fanfiktion Geschichten haltet. Aber es würde mich auch sehr interessieren, welche Meinungen und Ansichten Ihr zu diesem Thema Fanfiktion habt. Ich habe da mal ein paar Fragen formuliert. Viel Spaß beim Diskutieren smile.gif

Wie steht Ihr eigentlich zu Fanfiktion- Geschichten und was sind Eure Ansichten und Meinungen dazu ? 
Lest ihr sie gerne oder nicht ? 
Wie steht Ihr zu Mary Sue Geschichten ? 
Wie steht Ihr eigentlich zu Slash Geschichten ?

Schöne Grüße 
CaraMason grin.gif

 

 

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mathias

Ich lese gelegentlich Kurzgeschichten im Netz, allerdings ist selten eine Fanfiction-Story darunter. Genauer gesagt, stolpere ich versehentlich manchmal über eine Fanfiction-Story. Allgemein fällt mir aber auf, dass die Autoren fast immer länger an ihren Werken hätten feilen sollen. Manchmal kann man froh sein, wenn wenigstens die Rechtschreibung stimmt.

Manche mögen denken, dass Fanfiction nur ein billiger Abklatsch des Originalwerkes ist, aber ich finde, dass die meisten Stories soweit eigenständig sind, dass man diesen Vorwurf nicht machen kann. Sich inspirieren zu lassen ist vollkommen in Ordnung. Was ich allerdings kritisch sehe ist, wenn Charaktere des Originalwerkes in der Fanfiction verbogen werden um den Plot und die Motivation der Figuren irgendwie glaubhafter zu gestalten. Besonders stark fällt dies auf, je mehr erotische Elemente in der Fanfiction vorkommen.

Mary Sue Charaktere sind ein sicherer Beleg dafür, dass der Autor sein Handwerk nicht beherrscht (es sei denn sie tauchen in Parodien auf). An dieser Stelle möchte ich aus dem empfehlenswerten Buch "Über das Schreiben" von Sol Stein (übersetzt von Waltraud Götting) zitieren: "Du sollst deinen Helden Fehler und deinen Schurken Tugenden anhaften, denn es sind die Fehler, die den Helden zum Leben erwecken, so wie die Tugenden des Schurken der Honig sind, mit dem er die Unschuldigen verführt." (ISBN 978 3 86671 126 6) Auch sollte der Autor vermeiden, sich zu sehr in einen Charakter hinein zu projizieren, denn das führt erfahrungsgemäß zu keinen guten Ergebnissen. Insbesondere, wenn er noch nicht erfahren ist.

Von Slash-Fanfic halte ich sehr wenig. Oft sind die Plots und das Verhalten der Charaktere zu unglaubwürdig. Wenn ich erotische Stories lesen will, meide ich Fanfiction und suche andere Quellen auf.

bearbeitet von mathias
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Eldanor

Besser hätte ich es nicht zusammenfassen können :clapping:

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Alsa

Danke für das Thema, Arwen. Ich habe ewig nicht mehr über dieses Thema diskutiert.

Für mich hat das Thema zwei Unterabteilungen:

Was gibt es dem Schreiber, Fanfiction zu schreiben? Und was gibt es dem Leser, das zu lesen?

Normal für einen Schriftsteller ist es ja, dass er Charaktere und Handlungsorte selber erfindet und nicht die von einem anderen Schriftsteller aufgreift und verändert.

Ausnahmen gibt es allerdings hin und wieder:

Jemand möchte ein altes Werk - aus der Antike zum Beispiel - der heutigen Zeit anpassen. Oder er möchte es kritisieren und einen Gegenentwurf machen.

Fanfiction-Schreiber haben vermutllich aber noch immer andere Ziele. 

Sie greifen z.B.  eine charismatische und erotische Figur auf - am liebsten, wenn sie im Film charismatisch und erotisch ist - und leben durch die Fanfction ihre entsprechenden persönlichen Bedürfnisse aus,

Die Veränderungen der ursprünglichen Erzählung haben also unterschiedliche Ziele:

Man kann den gesamten HdR-Roman umschreiben - z.B. um die Sauron-Figur vielschichtiger anzulegen -, damit am Ende eine etwas vielschichtigere Aussage erzielt ist. (Was man allerdings vielleicht auch durch eine tiefschürfende Interpretation erreichen könnte, ohne auch nur einen Buchstaben zu ändern).  - Das würde ich dann aber wohler eher nicht als Fanfiction bezeichnen.

Ich vermute, dass die meisten Fanfics hingegen nur Details herausgreifen, die sie durch Ausmalen derselben  persönlich befriedigen. (Falls das nicht stimmt, bitte sofort sagen. [:] )

Der Leser hat dann ähnliche Motive. Falls er sich vor dem Film-Thorin ekelt, wird er eine Bettszene mit Thorin wohl eher nicht lesen. Wenn er den Tolkien-Sauron optimal findet, wird er die Veränderung vielleicht aber trotzdem lesen, weil er sich da zum Disput aufgerufen sieht. :-)

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Arwen Mirkwood

Hey Alsa.

Das unterschreibe ich mal, denn deine Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen und verstehen.  Du hast Recht, ein Fanfiktion-Autor schreibt die Geschichten zu einem bestimmten Charakter so, wie er sich den Charakter wünscht, wie sich ihn vorstellt und wie er ihn sieht, aber auch wie seine Lebensweise in seiner Welt und Umgebung ist bzw aussieht. Er möchte einen bestimmten Charakter mehr beleuchten, weil er für ihn im Buch oder im Film zu kurz gekommen ist.  Ich denke aus diesen Gründen liest auch der Fanfiktion-Leser die Geschichten. Der Autor möchte sich ganz gerne seinen eigenen  Gedanken zu einem Charakter machen und erfindet ihn neu und lässt ihn neue Abenteuer erleben. Er erfindet neue Handlungsstränge zum eigentlichen Buch oder Film. Da gebe ich dir auch Recht, denn ich denke auch, dass ein Fanfiktion-Leser am liebsten Geschichten zu seinem  "Lieblings-Charakter" liest, als zu denen, die er nicht so mag. Ich denke so geht es auch dem Autor bzw. den Autoren.

Na ja, ich lesen auch nur Geschichten zu meinen Lieblings-Charakteren :-O   Diesen Gedanken von dir teile ich auch und zwar ist es für mich auch keine Fanfiktion, wenn der Autor die Handlung des Herr der Ringe-Romans oder der Herr der Ringe Filme umschreibt, um einen bestimmten Charakter mehr zu beleuchten und vielschichtiger darzustellen. Für mich ist tatsächlich Fanfktion, wenn der Autor sich seine eigenen Gedanken zu einem bestimmten Charakter macht  und ihn auch  gegebenen Falls verändert oder er diesen Charakter in seiner Welt völlig neue Abenteuer erleben lässt, ihn in bestimmten Schlachten nicht sterben lässt oder ihn sterben lässt, obwohl er im Buch nicht stirbt. Interessant finde ich eigentlich die Was wäre wenn-Frage. Ich finde Geschichten interessant, in denen Autoren darüber schreiben, was mit Mittelerde geschieht, wenn Sauron gewonnen hätte. Ganz ehrlich Mary Sue-Geschichten mag ich gar nicht. Ich finde aber auch Geschichten sehr fragwürdig, in denen Hobbit-Charaktere in unserer Welt leben und als Ärzte, Bänker oder Club-Besitzer arbeiten.  Welchen Gedanken ich eigentlich interessant finde, ist folgender zB. wenn Charaktere aus dem Hobbit oder dem Herrn der Ringe in unsere Welt gelangen und mit allem überfordert sind. Sie kennen unser Leben nicht und unsere Technik nicht. Die ganzen Lebensumstände verwirren sie.  Der Gedanke ist spannend. Ich gebe ja auch zu, dass ich sehr gerne Slash Geschichten lese, aber nur gute.

 

 

Zitat

Ich lese gelegentlich Kurzgeschichten im Netz, allerdings ist selten eine Fanfiction-Story darunter. Genauer gesagt, stolpere ich versehentlich manchmal über eine Fanfiction-Story. Allgemein fällt mir aber auf, dass die Autoren fast immer länger an ihren Werken hätten feilen sollen. Manchmal kann man froh sein, wenn wenigstens die Rechtschreibung stimmt.

Manche mögen denken, dass Fanfiction nur ein billiger Abklatsch des Originalwerkes ist, aber ich finde, dass die meisten Stories soweit eigenständig sind, dass man diesen Vorwurf nicht machen kann. Sich inspirieren zu lassen ist vollkommen in Ordnung. Was ich allerdings kritisch sehe ist, wenn Charaktere des Originalwerkes in der Fanfiction verbogen werden um den Plot und die Motivation der Figuren irgendwie glaubhafter zu gestalten. Besonders stark fällt dies auf, je mehr erotische Elemente in der Fanfiction vorkommen.

Mary Sue Charaktere sind ein sicherer Beleg dafür, dass der Autor sein Handwerk nicht beherrscht (es sei denn sie tauchen in Parodien auf). An dieser Stelle möchte ich aus dem empfehlenswerten Buch "Über das Schreiben" von Sol Stein (übersetzt von Waltraud Götting) zitieren: "Du sollst deinen Helden Fehler und deinen Schurken Tugenden anhaften, denn es sind die Fehler, die den Helden zum Leben erwecken, so wie die Tugenden des Schurken der Honig sind, mit dem er die Unschuldigen verführt." (ISBN 978 3 86671 126 6) Auch sollte der Autor vermeiden, sich zu sehr in einen Charakter hinein zu projizieren, denn das führt erfahrungsgemäß zu keinen guten Ergebnissen. Insbesondere, wenn er noch nicht erfahren ist.

Von Slash-Fanfic halte ich sehr wenig. Oft sind die Plots und das Verhalten der Charaktere zu unglaubwürdig. Wenn ich erotische Stories lesen will, meide ich Fanfiction und suche andere Quellen auf.

bearbeitet 14. Juni von mathias

 

 

Ich lese eigentlich sehr gerne Fanfiktion Geschichten. Du hast Recht, es gibt sehr viele Geschichten bei denen die Rechtschreibung, wie aber auch die Grammatik nicht immer gut sind. Es  gibt darunter auch sehr schlechte Geschichten.  Ich lese rein und wenn es mir nicht gefällt, schließe ich sie einfach wieder.  Ich gehe immer nach dem Inhalt der Geschichte und der muss mich einfach ansprechen. Für mich muss eine Geschichte schön und spannend geschrieben sein, aber auch die Handlung der Geschichte sollte interessant und einfallsreich sein. Wenn da mal Rechtschreibe-Fehler und Grammatik-Fehler drin sind, ist das für mich nicht so schlimm, Hauptsache der Inhalt und der Ideenreichtum der Geschichte gefallen mir, wie auch der Schreibstil. Wenn mir der Inhalt, die Handlung und der Schreibstil des Autors nicht gefällt, lese ich sie nicht. Da könnte sie noch so Fehlerfrei sein :-O   Es stimmt, die Autoren hätten ihre Geschichten noch mal überlesen sollen. Es gibt aber auch ein Rechtschreibe-Programm am PC und das Hilft auch Fehler zu finden und diese zu beheben.

Du hast Recht, denn meiner Meinung nach sind Fanfiktion-Geschichten auch eigenständige Geschichten zu den originalen Werken. Ich gebe es zu, eigentlich mag ich "erotische Elemente" in den Fanfiktion Geschichten, nur sollten diese schön erzählt werden und sinnvoll mit in die Handlung integriert werden. Solange die Handlung der Geschichte Hand und Fuß hat und die "erotische Szene" schön mit eingebaut wurde, spricht da für mich nichts gegen. Na ja ich lese auch sehr gerne Slash-Geschichten, aber da gibt es gute darunter, wie auch sehr viele schlechte. 

Mary Sue Geschichten mag ich auch nicht. Stimmt, Parodien sind was anderes. 

bearbeitet von Arwen Mirkwood

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Alsa
Am 22.6.2018 um 00:22 schrieb Arwen Mirkwood:

Du hast Recht, ein Fanfiktion-Autor schreibt die Geschichten zu einem bestimmten Charakter so, wie er sich den Charakter wünscht, wie sich ihn vorstellt und wie er ihn sieht, aber auch wie seine Lebensweise in seiner Welt und Umgebung ist bzw aussieht. Er möchte einen bestimmten Charakter mehr beleuchten, weil er für ihn im Buch oder im Film zu kurz gekommen ist. 

[...]

Der Autor möchte sich ganz gerne seinen eigenen  Gedanken zu einem Charakter machen und erfindet ihn neu und lässt ihn neue Abenteuer erleben. Er erfindet neue Handlungsstränge zum eigentlichen Buch oder Film.

 

Heißt das, dass Fanfiction sich primär mit Charakteren beschäftigt?

Falls ja: das wäre dann ein entscheidender Unterschied zu Schriftstellern wie Tolkien oder anderen.

Denn diese schaffen ja ein Gesamtwerk - also einen Roman z.B. -, wo alle einzelnen Elemente aufeinander abgestimmt sind.

Erfindet man zum Beispiel Charakter 1, dann entwirft man vermutlich anschließend Charakter 2, der dem Charakter 1 genau entgegengesetzt ist. Und dann vielleicht noch Charakter 3, der irgendwie in der Mitte liegt. Der Konflikt entwickelt sich dann aus diesen 3 Charakteren.

Ist der eine hübsch, ist der andere dann vielleicht eher unattraktiv, aber der Unattraktive hat trotzdem mehr Sympathien. Und schon hat man als Leser eine psychologische Fragestellung, weil die Gesellschaft normalerweise auf die Hübschen fliegt. 

Fanfiction aber bricht daraus dann eine Figur heraus und gibt ihr neue Erzählstränge und einen erweiterten Charakter - habe ich das richtig verstanden?

Die anderen Figuren werden dann wahrscheinlich nicht erwähnt, und die ursprüngliche Fragestellung des Autors - warum zieht der unattraktive Mensch so viel Sympathien auf sich? Was ist da los? - ist dann nicht mehr vorhanden. Oder?

 

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Underworld

Fanfiktion kann ganz lustig/unterhaltsam sein.

Ich habe schon welche gelesen.

Man sollte den Inhalt nur nicht ernst nehmen.

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Thuringwethil

Ich habe früher ein bisschen was gelesen, da ging es für mich vor allem darum, Handlungsstränge, Characktere in z.B. einer Serie die sich nicht so entwickelt haben wie ich wollte, sich anders entwickeln zu sehen. Ganz klassisch zwei sind nicht zusammen gekommen, also habe ich fünf Geschichten von Fans gelesen in denen sie zueinander gefunden haben.

Inzwischen sehe ich FanFiktions aber auch als eine Möglichkeit sich anderweitig auszutoben. Manche Welten sind einfach schön erfunden, Umgebunden, Gegenbenheiten wunderbar ausgedacht und man denkt sich: wow in dieser Welt wäre noch viel mehr möglich fernab der Hauptstory/Hauptcharakteren. Star Wars würde ich als solches Universum bezeichnen, in denen es sicher spannende Geschichten zu erzählen gäbe, fernab von Han Solo oder den bekannten Jedi. Und es gibt ja auch sehr viele Bücher von Autoren dazu.

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Alsa

Aus Euren Beiträgen schließe ich jetzt gerade Folgendes:

Der Fanfiction-Schreiber könnte mit einem Menschen verglichen werden, der durch die Welt bummelt und alles Mögliche sieht und so, wie es ihm gerade begegnet, aufschreibt. 

Also eine Art Reisetagebuch macht.

Ein Schrifststeller hingegen möchte die Welt um ihn herum verstehen und deuten.

Nehmen wir an, er will den momentanen Rechts-Ruck in unserer Welt verstehen und deuten. Er hat auch schon eine Idee, woran das liegen könnte. Also sucht er sich Situationen aus, die seine Überlegungen gut ausdrücken können. Und er sucht sich Charaktere aus, die seine Idee verblidlichen.

Kommt nun ein Fanfiction-Schreiber - ich greife jetzt mal Thuringwethils post auf -, nimmt eine Figur, verändert ihre Situation: dann wäre damit das Thema "Rechtsruck" automatisch anders begründet.

Verstehe ich das richtig? 

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Thuringwethil

Bist du Lehrer? Das ist keine böse Frage, aber diese Art sehr viel in unsere Aussagen hinein zu interpretieren kenne ich nur von Lehrern.

Eigentlich habe ich denke ich was anderes gesagt, ein Autor von Fan Fiktions ist für mich nicht jemand der eine Welt z.B. in einem Film sieht und aufschreibt was er sieht, sondern der diese Welt erweitert und mit eigenen Ideen anreichert. Er nimmt ein Grundgerüst, welches ihm gut gefällt und füllt dann ein, was er gerne hätte.  Von daher würde ich sogar sagen das Gegenteil eines Reisetagebuches, denn das Original wird so weit verändert wie der Fan Fiktionschreiber es will.

Ich würde auch nicht sagen, dass die alleinige Motivation eines jeden Autors die Deutung der Welt ist, es gibt denke ich hunderte verschiedene Anlässe ein Buch zu schreiben, von biographischen Intentionen oder zur Unterhaltung usw.

Natürlich könnte ein Fan Fiktion Autor sich eine Figur aus einer beliebigen Welt nehmen und an dieser den "rechtsruck" zeigen, aber was genau unterscheidet ihn da von einem "normalen" Autor? Der würde wahrscheinlich unsere Welt und unsere Zeit als Vorlage nehmen, aber dennoch eine Geschichte erzählen. Oder eine historische Abhandlung über Verwandte Themen.

Im Grunde weiß ich nicht worauf du hinaus willst?

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Alsa
vor 8 Stunden schrieb Thuringwethil:

Im Grunde weiß ich nicht worauf du hinaus willst?

 

Einfach nur den Unterschied zwischen Tolkiens Denken und dem Fandom-Denken herausfinden.

Beide sind legitim, aber eben krass unterschiedlich.

Allerdings liegt auch der Unterhaltungsliteratur, sogar der Trivialliteratur automatisch ein Welt- und Menschenverständnis zugrunde. Auch wenn der Autor das selber nicht merkt, was er unterschwellig über seine Ansichten mitteilt: sie sind untersuchbar.

Das wurde und wird auch viel untersucht. 

Fandom ist mir etwas fremd, darum versuche ich es zu verstehen und frage nach.

Mit "Welt" meine ich übrigens unsere reale Welt. Aus der hat ja Tolkien geschöpft.

Aber aus welchem Welt- und Menschenverständnis heraus schreibt der Fanfiction-Schreiber? Das ist mir total unklar. 

 

Zitat

 der diese Welt erweitert und mit eigenen Ideen anreichert. Er nimmt ein Grundgerüst, welches ihm gut gefällt und füllt dann ein, was er gerne hätte

Ja, aber auf welcher Basis? "Gut gefällt" verstehe ich letztlich nicht. Was gefällt einem denn gut? 

 

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Alsa
vor 9 Stunden schrieb Thuringwethil:

Eigentlich habe ich denke ich was anderes gesagt, ein Autor von Fan Fiktions ist für mich nicht jemand der eine Welt z.B. in einem Film sieht und aufschreibt was er sieht, sondern der diese Welt erweitert und mit eigenen Ideen anreichert.

Ja, eben. Genau das meinte ich doch. Wer eine Welt "erweitert", muss doch diese Welt auf der Basis von irgendwas erweitern. Das ist doch eine Art Reisetagebuch. Er setzt doch diese Welt - fiktiv - als existent voraus. Er setzt der ursprünglichen Welt eine andere Welt entgegen - eben die erweiterte -, und die bereist er nun. 

bearbeitet von Alsa

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Arwen Mirkwood
Am 24.6.2018 um 09:29 schrieb Thuringwethil:

...........................

Inzwischen sehe ich FanFiktions aber auch als eine Möglichkeit sich anderweitig auszutoben. Manche Welten sind einfach schön erfunden, Umgebunden, Gegenbenheiten wunderbar ausgedacht und man denkt sich: wow in dieser Welt wäre noch viel mehr möglich fernab der Hauptstory/Hauptcharakteren. Star Wars würde ich als solches Universum bezeichnen, in denen es sicher spannende Geschichten zu erzählen gäbe, fernab von Han Solo oder den bekannten Jedi. Und es gibt ja auch sehr viele Bücher von Autoren dazu.

 

Ich könnte  mir das auch  sehr gut vorstellen, weil die Star Wars Welt  sehr vielschichtig ist.  Aber in dieser Welt könnte ich mir aber auch sehr gut vorstellen, dass man sich für die eigentlichen Charakteren aus den Star Wars Filmen, neue Geschichten mit eigenen Handlungssträngen erfinden kann. Ich denke, dass es auch möglich wäre, wenn ein Fanfiktion-Autor sich eigenen Charaktere erfinden würde, die er in der Star Wars Welt  neue Abenteuer erleben lassen würde.  In dieser Welt könnte ich mir auch gut vorstellen, wenn die "eigentlichen" Charaktere aus Star Wars,  Abenteuer mit selbst erfundenen Charakteren erleben könnten, ohne daraus eine Mary Sue-Geschichte werden zu lassen. Ich denke aber, dass das mit der Mittelerde-Welt auch möglich wäre. Mittelerde ist ja auch sehr vielschichtig, was seine Geschichte, Landschaften, Orte und die Bevölkerung an geht.

 

Zitat
vor 14 Stunden schrieb Thuringwethil:

Eigentlich habe ich denke ich was anderes gesagt, ein Autor von Fan Fiktions ist für mich nicht jemand der eine Welt z.B. in einem Film sieht und aufschreibt was er sieht, sondern der diese Welt erweitert und mit eigenen Ideen anreichert. Er nimmt ein Grundgerüst, welches ihm gut gefällt und füllt dann ein, was er gerne hätte.  Von daher würde ich sogar sagen das Gegenteil eines Reisetagebuches, denn das Original wird so weit verändert wie der Fan Fiktionschreiber es will.

 

 

Deine Ansichten gefallen mir und du hast es sehr klar und deutlich formuliert :-) Es stimmt, denn so sieht Fanfiktion für mich auch aus bzw unter diesen Voraussetzungen verstehe Fanfiktion!!!!!!!!!!!!!!!!!

bearbeitet von Arwen Mirkwood

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Arwen Mirkwood
Am 23.6.2018 um 15:33 schrieb Alsa:

 

Heißt das, dass Fanfiction sich primär mit Charakteren beschäftigt?

Falls ja: das wäre dann ein entscheidender Unterschied zu Schriftstellern wie Tolkien oder anderen.

Denn diese schaffen ja ein Gesamtwerk - also einen Roman z.B. -, wo alle einzelnen Elemente aufeinander abgestimmt sind.

Erfindet man zum Beispiel Charakter 1, dann entwirft man vermutlich anschließend Charakter 2, der dem Charakter 1 genau entgegengesetzt ist. Und dann vielleicht noch Charakter 3, der irgendwie in der Mitte liegt. Der Konflikt entwickelt sich dann aus diesen 3 Charakteren.

Ist der eine hübsch, ist der andere dann vielleicht eher unattraktiv, aber der Unattraktive hat trotzdem mehr Sympathien. Und schon hat man als Leser eine psychologische Fragestellung, weil die Gesellschaft normalerweise auf die Hübschen fliegt. 

Fanfiction aber bricht daraus dann eine Figur heraus und gibt ihr neue Erzählstränge und einen erweiterten Charakter - habe ich das richtig verstanden?

Die anderen Figuren werden dann wahrscheinlich nicht erwähnt, und die ursprüngliche Fragestellung des Autors - warum zieht der unattraktive Mensch so viel Sympathien auf sich? Was ist da los? - ist dann nicht mehr vorhanden. Oder?

 

Es gibt sehr viel Möglichkeiten Fanfiktion Geschichten zu schreiben. Es gibt einige Autoren, die sich streng an den Film Kanon halten oder streng an den Buch Kanon halten. Ein Beispiel: Legolas hat eine Schwester, die dann mit ihm und den Gefährten sich auf den Weg machen, um gemeinsam den Ring zu zerstören. Da ist die einzige Veränderung, Legolas Schwester.  Dann gibt es die Mary Sue Geschichten. Ein Mädel wie Du und ich landet plötzlich in Mittelerde und hat ungeahnte Fähigkeiten ( kann kämpfen, kann heilen, kann zaubern....) und sie verliebt sich anschließend in ihren Lieblings-Charakter aus den Filmen und lebt mit ihn anschließend gemeinsam in Mittelerde:uglyvogel:  Andere wiederum holen die Hobbit und Herr der Ringe Charaktere in unsere Welt hinein und lassen sie hier ein normales "menschliches" Leben führen. Dann gibt es noch die Slash Geschichten, in denen Charaktere zusammen geführt werden, die im Film oder Buch auf diese Art nichts mit einander zu tun haben.  Aber es gibt sehr viele Geschichten in denen sich Autoren ihre Lieblings-Charaktere raussuchen und für sie neue Geschichten und Handlungsstränge erfinden, ausdenken bzw. aussuchen und sie neue Abenteuer erleben lassen, aber alles in ihrere gewohnten Umgebung in Mittelerde.  Das hat aber nichts damit zu tun ob ein Charakter gut aussieht oder nicht. Der Charakter muss den Autor im Film oder im Buch durch sein Wesen,  durch seine Sicht der Welt,  durch seine Haltung zur Welt und durch sein Handeln ansprechen.  Es gibt auch Autoren die sich, die was wäre wenn Frage stellen und eine Geschichte schreiben, in der Sauron gewonnen hat und wieder über Mittelerde herrscht. Es gibt auch Geschichten, in denen Charaktere im Kampf sterben, die im Buch oder Film überleben und die Schlacht siegreich geschlagen haben. Es gibt aber auch den umgekehrten Weg. 

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Alsa

Nehmen wir mal Rotkäppchen - das Volksmärchen.

Das enthält eine "Welt" -> Wald, Waldhäuschen, alleinerziehende Mutter, Großmutter auch in einem Waldhäuschen, kleines Mädchen, sprechender Wolf, frauenfressend. 

Was erzählt uns das Märchen? Etwas über unsere Welt. Rotkäppchen soll nicht vom Weg abweichen, sagt die Mutter.

Wozu erzählt man sich solche Volksmärchen? Ich vermute: um Kinder und Mädchen in UNSERER Welt davor zu warnen, sich ansprechen zu lassen und zu tun, was diese fremden Leute von ihm wollen.

Also einfach nicht allein in den Wald zu gehen, weil da Schlimmes passieren kann.

Nun kommt ein Fanfiction-Schreiber und verändert einen Charakter. Zum Beispiel den Wolf. 

Der ist nun gar nicht verführerish, sondern will mit dem Rotkäppchen bloß spielen: wer schönere Blumen findet zum Beispiel.

Wer das Märchen als "Welt" auffasst, findet das sicher möglich. Warum soll es in dieser Welt nicht spielende und gutgeartete Wölfe geben?

Nur: damit ist die Absicht des Volksmärchens - Kinder vor böswilligen Menschen in der REALEN Welt zu warnen - geändert worden. Es wird jetzt nicht mehr gewarnt, sondern die Kinder unserer realen Welt werden eher ermutigt, alleine in den Wald zu gehen. Denn dort gibt es ja offenbar tolle Wölfe.

Was ich damit sagen möchte:

Geschichten, die man sich erzählt und schreibt:

sie erzählen etwas über UNSERE Welt.  Verändert man die Welt innerhalb der Geschichten, verändert man auch die Aussage über UNSERE REALE WELT.

 

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beadoleoma

Rotkäppchen als "sprich-nicht-mit-Fremden"-Geschichte zu interpretieren simplifiziert etwas arg. Zumal es vor der Version, die wohl die meisten von uns kennen viele andere mit wichtigen Unterschieden gibt. Und mit dem Thema Symbolik und Interpretation von Märchen will ich gar nicht erst anfangen, weil das zu weit vom Thema abweicht. Wer will kann das ja googeln.*

Andererseits finde ich, dass man fan fiction nicht überinterpretieren darf. Von den Geschichten, die ich so gelesen habe, sind die meisten ganz offensichtlich einfache was-wäre-wenns. Mir gefällt in einer Geschichte etwas nicht, oder ich will wissen wie es nach dem Ende weitergeht? - Schreib ich einfach selbst!

Das ist legitim und macht Spass, aber wie oben schon gesagt wurde sieht man alleine schon an der Qualität vieler fan-fictions, dass da nicht viel literarischer Ehrgeiz dahinter steckt.

 

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Alsa
vor 54 Minuten schrieb beadoleoma:

Rotkäppchen als "sprich-nicht-mit-Fremden"-Geschichte zu interpretieren simplifiziert etwas arg.

Klar. 

Aber ich wollte damit ja etwas sagen, und anders habe ich es nicht hingekriegt. 

Noch einmal, was ich vorher, glaube ich, schon mal schrieb:

Auch die mieseste Schundliteratur - wozu Fanfiction ja weiß Gott nicht gehört - kann auf ihr Weltbild hin von Analysten analysiert werden und wird es auch.

Das ist keine Frage der "Überinterpretation". Weil Text grundsätzlich etwas an Weltanschauung mitliefert, auch wenn der Schreiber das nicht beabsichtigt hat.

Wird etwas an Tolkiens Roman geändert, dann geschieht dies automatisch auf der Basis einer Menschen- oder Weltsicht.

Ich finde das ja toll, wenn man das tut. Tolkien ist doch nicht heilig. Aber man muss dann damit halt leben, dass man unbewusst sagt: 'Ich bin mit Tolkiens Weltbild absolut nicht einverstanden und stelle ihm mein eigenes Weltbild entgegen.' 

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beadoleoma

Ich kann dir in  sofern zustimmen, als natürlich jeder Autor seine Weltsicht ei bringt - und vielleicht um so mehr, je unreflektierter er schreibt. Aber ich tue mich schwer damit zu glauben, dass der durchschnittliche Schreiber von fan-fiction sich tatsächlich mit Tolkiens Weltbild auseinandersetzen will, wenn er z.B. eine Geschichte über Sams oder Pippins weiteres Leben schreibt. Da geht es doch oft eher um so was wie "ich finde es schade dass die Geschichte aus ist und ich mochte diesen Charakter gerne, deshalb denke ich mir jetzt was darüber aus, was er später erlebt haben könnte".

 

 

 

 

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Arwen Mirkwood
vor 3 Stunden schrieb beadoleoma:

Rotkäppchen als "sprich-nicht-mit-Fremden"-Geschichte zu interpretieren simplifiziert etwas arg. Zumal es vor der Version, die wohl die meisten von uns kennen viele andere mit wichtigen Unterschieden gibt. Und mit dem Thema Symbolik und Interpretation von Märchen will ich gar nicht erst anfangen, weil das zu weit vom Thema abweicht. Wer will kann das ja googeln.*

Andererseits finde ich, dass man fan fiction nicht überinterpretieren darf. Von den Geschichten, die ich so gelesen habe, sind die meisten ganz offensichtlich einfache was-wäre-wenns. Mir gefällt in einer Geschichte etwas nicht, oder ich will wissen wie es nach dem Ende weitergeht? - Schreib ich einfach selbst!

Das ist legitim und macht Spass, aber wie oben schon gesagt wurde sieht man alleine schon an der Qualität vieler fan-fictions, dass da nicht viel literarischer Ehrgeiz dahinter steckt.

 

*other search engines are available

Das werde ich so mal blind unterschreiben :clapping::respekt: Du hast Recht !!!!!! Ich hätte es nicht besser und treffender formulieren können !!?? 

 

Zitat
vor einer Stunde schrieb beadoleoma:

Ich kann dir in  sofern zustimmen, als natürlich jeder Autor seine Weltsicht ei bringt - und vielleicht um so mehr, je unreflektierter er schreibt. Aber ich tue mich schwer damit zu glauben, dass der durchschnittliche Schreiber von fan-fiction sich tatsächlich mit Tolkiens Weltbild auseinandersetzen will, wenn er z.B. eine Geschichte über Sams oder Pippins weiteres Leben schreibt. Da geht es doch oft eher um so was wie "ich finde es schade dass die Geschichte aus ist und ich mochte diesen Charakter gerne, deshalb denke ich mir jetzt was darüber aus, was er später erlebt haben könnte".

 

 

Das kann ich jetzt auch noch mal so blind unterschreiben :clapping::respekt: Das sehe ich genauso wie Du!!!!???

Ich glaube ganz einfach,dass der Fanfiktion-Schreiber sich nach Ende eines Filmes oder eines Buches noch etwas weiter mit seinen Lieblings-Charakter oder Charakteren  beschäftigen möchte und schreibt für Sie das perfekte Ende, weil es für den Fanfiktion-Autor zu wenig war im Film oder er beleuchtet seine Lieblings Charaktere etwas weiter und setzt sich mit ihnen auseinander und denkt darüber nach warum ein bestimmter Charakter auf eine bestimmte Art lebt und handelt. Es gibt viele Schreib-Varianten  sich mit seinen Lieblings-Charakteren in Fanfiktion-Geschichten zu beschäftigen bzw. auseinander zusetzen. Ich denke so geht es dem Leser auch. 

 

Zitat

 

bearbeitet von Arwen Mirkwood

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Alsa
vor 47 Minuten schrieb beadoleoma:

Ich kann dir in  sofern zustimmen, als natürlich jeder Autor seine Weltsicht ei bringt - und vielleicht um so mehr, je unreflektierter er schreibt. Aber ich tue mich schwer damit zu glauben, dass der durchschnittliche Schreiber von fan-fiction sich tatsächlich mit Tolkiens Weltbild auseinandersetzen will, wenn (...)

Mir ging es überhaupt nicht darum, über die inneren Motivationen mir ganz unbekannter Fanfiction-Schreiber zu mutmaßen. Wenn es so rübergekommen ist, täte es mir leid.

Nur wurde im Einleitungspost dieses Threads ja dazu aufgerufen, Stellumg zu Fanfiction zu formulieren.

Und da versuchte ich meine Sicht zu erklären, indem ich das Rotkäppchen-Beispiel brachte. 

Literatur, auch Märchen, benutzen ihre Figuren exemplarisch, um etwas in unserer realen Welt zu thematisieren.  Und wenn eine Figur verändert wird - egal, aus welchem Grund -, dann macht der Veränderer eine neue Aussage zu unserer Welt.

Das wird einen Fanfiction-Schreiber doch nicht schocken?  [:]

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