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  1. Meriadoc Brandybuck

    Meriadoc Brandybuck

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Popular Content

Showing content with the highest reputation since 11/03/09 in Posts

  1. 4 points
    Das einfache, aber schmackhafte Mahl sĂ€ttigt Nala, die nach der langen, entbehrungsreichen Wanderung das GefĂŒhl hat gar nicht genug essen zu können. Und bei einem warmen Feuer, mit freundlichen Gesichtern schmeckt es ihr gleich doppelt so gut. Leider drehen sich die GesprĂ€che der Flussbewohner um dĂŒstere Themen. Sie berichten von den schlechter werdenden UmstĂ€nden und von den vielen Gefahren, denen die Bewohner der Gegend ausgesetzt sind. Orks scheinen wie eine Plage, eine dunkle Krankheit einfach ĂŒberall aufzutauchen und feste Siedlungen wie auch Reisende zu bedrohen. Woher kommen sie auf einmal und warum sind es so viele? Gleichzeitig gibt es viel zu wenige fĂ€hige Krieger, um dem grausamen Treiben der abscheulichen Kreaturen Einhalt gebieten zu können. All die wichtigen Lords und Könige sind viel zu weit weg, um den tĂ€glichen Kampf um ein gutes, sicheres Leben ihrer Untertanen zu sehen und Hilfe zu schicken. Die Menschen hier fĂŒhlen sich im Stich gelassen und sehen einer ungewissen, unsicheren Zukunft entgegen. Diese schwermĂŒtigen Gedanken drĂŒcken Nalas Stimmung und verderben ihr den Geschmack an der guten Mahlzeit. Wie soll man auch fröhlich und unbeschwert bleiben, bei so dĂŒsteren Aussichten. Außerdem wird es mit jeder Minute kĂŒhler und die frische Luft lĂ€sst sie frösteln. Als sie auf der Suche nach Waenhil Fosco getroffen hat, hatte sie nicht daran gedacht sich warm genug anzuziehen. Sie hatte auch nicht damit gerechnet hier draußen von einer bis dahin unbekannten Gruppe Reisender zum Essen eingeladen zu werden. „Ich werde mir noch einen Mantel holen mir wird kalt hier am Fluß, ich bring deinen gleich mit“ teilt sie Waenhil mit und erhebt sich. Sie nickt den anderen am Feuer kurz zu, ehe sie in Richtung des Dorfes verschwindet. Der Weg ist nicht weit und die Lichter an den HĂŒtten weisen ihr sicher den Weg. An ihrem Schlafplatz angekommen, legt sie direkt ihren Mantel und ein Tuch als Schal an. Sie nimmt den wĂ€rmenden Umhang von Waenhil mit sich und nach kurzem Zögern zusĂ€tzlich noch zwei der Decken ihres Lagers. Sie wusste nicht wie lange sie noch dort sitzen und reden wĂŒrden und frieren möchte sie so schnell nicht mehr. Zu oft und zu lange hat die KĂ€lte sie in den letzten Wochen wie eisige Nadeln gestochen, da will sie es nicht einmal mehr fĂŒr wenige Minuten ertragen. Die meisten Dorfbewohner sind lĂ€ngst in der großen Halle, aus der viele GesprĂ€che zu ihr herĂŒberwehen und der der Schein von prasselnden Feuern einladend lockt. Doch möchte sie gerne mehr ĂŒber die Leute erfahren, die ihr Leben auf dem Fluss verbringen, immer in Bewegung und nie irgendwo wirklich ansĂ€ssig. Auf dem RĂŒckweg zu deren Lager erblickt sie die breite Gestalt von Garwulf, den sie zuletzt am Vortag gesehen hat. Er sieht eigentlich aus wie immer, groß, haarig aber wesentlich sauberer und mit scheinbar guter Laute. Zumindest vermutet sie, dass seine hell blitzenden ZĂ€hne ein LĂ€cheln sind und kein Ausdruck von Ärger. Mit den MĂ€nteln und Decken wirkt sie selbst ein bisschen wie eine Haselmaus, die sich jede Menge Material gesucht hat, um ein Nestchen zu bauen. Fast geht die zierliche Nala in all den wĂ€rmenden Lagen aus Wolle unter, doch schafft sie es zumindest den Kopf hervorzustrecken. „Garwulf!“ begrĂŒĂŸt sie ihren Freund ein wenig genuschelt. Sie weiß nicht genau woher er kam oder wo er hin wollte, doch nun da sie ihn sieht, kommt ihr eine Idee. Ein kleines, verschlagenes Grinsen erscheint auf ihren ZĂŒgen und ihre Stimme wird sĂŒĂŸ wie frischer Honig „Wie schön dich zu treffen, hier draußen mitten auf dem Weg und so ganz ohne Ziel. Sicherlich hast du gerade nichts Wichtiges zu tun und willst mir unbedingt beim Tragen helfen?“ fragt sie den HĂŒhnen ganz unverschĂ€mt und versucht angestrengt und ĂŒberladen auszusehen.
  2. 4 points
    Spiel, Spaß und Spannung! Nein ich finde der Spielleiter muss ja nicht stĂ€ndig was passiere lassen, damit was weitergeht. Glaube die Spieler trauen sich nur nicht so ganz, selbst Ort, Personen und Ereignisse zu beschreiben. Aber solange wir keine Lawine auf das Dorf zurasen lassen oder jemand einen sagenhaften Schatz im Fluss findet, denke ich können wir uns ein bisschen austoben und die Charaktere entweder alleine oder gemeinsam was erleben lassen. In so einem Dorf ist sicher auch immer was los, handwerklich geschickte Charaktere könnten helfen ein Dach zu reparieren, dass in einem Sturm kaputt gegangen ist, es könnte eine schwierige Geburt anstehen, fĂŒr die noch dringend KrĂ€uter gesammelt werden, ein Kind ist vielleicht verschwunden und alle suchen um umgebenden Wald, Fosco könnte ein neues Gericht lernen, jemand mit der Dorfjugend auf Jagd gehen, oder einige Charaktere sitzen nur zusammen und lernen sich besser kennen...unendliche Möglichkeiten, wir mĂŒssen uns nur trauen kreativ zu sein!
  3. 4 points
    Ich hege durchaus MitgefĂŒhl fĂŒr die obligate pedantische Empörung der Hoch-Nerds, die jeden neuen Jackson-Film erst mal verdammen, um ihn zehn Jahre spĂ€ter rĂŒckblickend zu glorifizieren. Jeder neue Teil ist nun mal ein empfindlicher Angriff auf unser ganz persönliches Mittelerde. Im Laufe der nĂ€chsten Jahre werden die mĂ€chtigen Bilder den kritischen Widerstand jedoch hinwegfegen und Martin Freemans Gesicht wird uns ins Buch begleiten, wenn wir es das nĂ€chste Mal zur Hand nehmen. Ob wir wollen oder nicht. Also schön. Wir schreiben das Jahr 2014 und das Drachengold ist der neue Ring. Es korrumpiert seinen Besitzer, isoliert ihn durch Paranoia von seinen Freunden und treibt ihn letztendlich in den Wahnsinn. Ähnlich wie der eine Ring durch den Geist Saurons beseelt ist, wirkt Smaugs Boshaftigkeit auch posthum noch durch den gewaltigen Schatz, auf dem er sich 170 Jahre lang herumwĂ€lzte. Eine Interpretation, die wir als Tolkien-konform anerkennen können, da sie sich an Glorunds Fluch oriĂ«ntiert. Das narrative Bindeglied zwischen dem kleinen Hobbit und dem Herrn der Ringe ist zweifellos der Ring. Aber die Klammer zwischen den beiden Jackson-TrilogiĂ«n ist der Wahnsinn, den der „Schatz“ auslöst. Mit dieser klugen Parallele hat Jackson seiner Adaption eine ĂŒberraschende EigenstĂ€ndigkeit beschert. Da die TrilogiĂ«n in falscher Reihenfolge entstanden (erst der Herr der Ringe, dann der Hobbit), gelang es, Thorins dĂŒstere Wandlung als einen Spiegel der spĂ€teren Ring-AbhĂ€ngigkeit Bilbos zu inszenieren und damit Tolkiens Grundmotiv aus Markus 8:36 besser herauszustellen. Der Zuschauer ist bereits in die Zukunft eingeweiht und kann verfolgen, wie Bilbo Thorins Besessenheit zunehmend auf die Beziehung zum Ring bezieht. Der ZwergenfĂŒrst ist dem Hobbit eine lebendige Warnung. Jackson glĂŒckt diese dramaturgische Glanzleistung mit ein oder zwei „zu lange stehen gelassenen“ Kamera-Einstellungen und ein paar besorgten Blicken des perfekt besetzten Hobbits. Die subtile BedrĂŒckung, die sich in Bilbos Reflexion ĂŒber Thorin entfaltet, hĂ€tte im Buch daher nicht annĂ€hernd so beĂ«indruckend herausgearbeitet werden können. Dazu kam das Buch einfach zu frĂŒh. Das Ring-Element war noch nicht weit genug entwickelt. „Thranduil ließ herrlicherweise Thingol durchscheinen.“ Ja, das ist richtig. Dieser Thranduil hat sehr viel fĂŒr die Quendiphilen getan. Ich trage seit vier Tagen nur noch silberne Kleidung.
  4. 4 points
    Gott sei Dank kann Sereg heute nicht ins Forum *Auf die Zerberstung wartet*
  5. 4 points
    Eine kurze Hobbit-Parodie im Stile eines Musikvideos. http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&NR=1&v=qXFQFnUdh5I
  6. 3 points
    Ich empfinde die Diskussionen ĂŒberhaupt nicht als OT, ganz im Gegenteil. Ich ziehe den grĂ¶ĂŸten Mehrwert solcher Diskussionen aus den vielfĂ€ltigen Interpretationsmöglichkeiten, die sie bieten. Eine reine Beschreibung dessen, was man sieht, empfinde ich ganz persönlich als unnötig eingeschrĂ€nkt.
  7. 3 points
    Wieso - es heißt doch schon bei Shakespeare "bei oder nicht bei", oder?
  8. 3 points
    Hallo Ruthel, vielen Dank fĂŒr Deine BeitrĂ€ge. Heute ist Heiligabend, bin ausnahmsweise mal ausgeschlafen, und da will ich zumindest erst mal auf Deinen Text reagieren. Mehr kommt dann spĂ€ter. 1. TatsĂ€chlich! Das könnte nachweisen, dass bereits Eru im Schaffensprozess das Erschaffene verdinglicht hat und den Gesetzen der Verdinglichung unterlag: er wird ja selber als jĂ€hzornig, rachsĂŒchtig und destruktiv beschrieben. WofĂŒr Eru steht, wissen wir natĂŒrlich nicht wirklich. Ich nehme kaum an, dass Tolkien sich angemaßt hat, einen in unserer Welt wirkenden Gott psychisch zu analysieren. Entweder er hat das Wesen des Menschen mit Eru charakterisiert oder aber - vielleicht - den schöpferischen Dichter. Eru ist ja in Tolkiens Dichtung ein Komponist. Die Ainur wurden ersungen, die Welt wohl auch. Tolkien hat sich in seinen Briefen irgendwo mal verplappert und Eru aus Versehen als Dichter bezeichnet. 2. Oft ja; bei Feanor aber nicht, bei Mim eigentlich auch nicht, denn es ging da ja um Bewahren von etwas, das verloren zu gehen droht. Vielleicht habe ich Dich aber auch falsch verstanden, weil ich plötzlich unsicher bin, was Du mit "Prozess" an dieser Stelle meinst. Im Kern wĂŒrde ich Dir allerdings auf jeden Fall Recht geben: die Schöpferkraft scheint eingeboren: jeder muss sich sozusagen Ă€ußern, sich mitteilen. Eru braucht halt auch Zuhörer, denn sonst kann er sich nicht mitteilen. Der Dichter schafft sich auch Zuhörer, sonst wĂŒrde er an seinen Bildern und Visionen wahrscheinlich ersticken. Das BedĂŒrfnis, die AusĂŒbung dieser Schöpferkraft anderen zu untersagen, zeigt sich auch schon bei Eru. Er verbietet Melkor, dem er die meiste Schöpferkraft verliehen hat, nach dem inneren Feuer zu suchen. Damit ist sozusagen die Ausgangssituation des Destruktiven umrissen, wie ich finde: es liegt im Schöpferischen selbst. Das ist fĂŒr mich das ganz Spezifische Tolkiens, dass er das herausgefunden hat. Bombadil ist zwar frei von Beherrschbarkeit, aber er ist, wenn ich mich nicht irre, auch nicht schöpferisch. 3. Glaube ich auch. Es ist Teil des Menschen. Das Schöpferische im Menschen hat zwei Seiten: a. Das Gedachte, das GefĂŒhlte will mitgeteilt werden, das geht nur ĂŒber Verdinglichung des Inneren. Vielleicht ist es eher das KommunikationsbedĂŒrfnis, das zum Schöpferischen zwingt. Sobald es mehr als einen Menschen gibt, ist die Sehnsucht nach Mitteilung vorhanden. Oder vielleicht anders ausgedrĂŒckt: die Sehnsucht nach Vereinigung, also Auflösung der Trennung von Mensch zu Mensch. b. Sobald aber das Innere - zwecks Kommunikation - verdinglicht ist, ist dieses Kunstwerk einem lieb, weil es ja aus einem selber kommt. Es ist tatsĂ€chlich ein Teil von einem selbst, und man kann es nur schwer verknusern, wenn es einem gĂ€nzlich weggenommen werden soll. Man kann es nur freiwillig verschenken, wie Du oben bei einigen Elben aufgezeigt hast, und dazu gehört eine Form der Reife, die man sich erst erarbeiten muss. DAS könnte die Erkenntnis Tolkiens gewesen sein. Und ist, wie ich immer wieder verstehen muss, so modern wie noch nie seit Tolkiens Tod. 4. Es gibt keinen KĂŒnstler, der nicht sein Inneres an seinem Werk mitarbeiten lĂ€sst. Dennoch ist der KĂŒnstler immer mehr als seine Figuren. So wie unsere Traumfiguren ja auch nie identisch mit uns selbst sind, sondern unsere Ängste, Höffnungen, Fehlanalysen, Korrektanalysen in bunter Reihenfolge versinnbildlichen. Frohe Weihnachten an alle, die hier mitlesen.
  9. 3 points
      î€Ș Dank der Hilfe von wm ist es im TolkienForum möglich, Tolkiens Tengwar direkt zu verwenden. Anzeige von Tengwar Um einen Tengwar-Text anzuzeigen – beispielsweise î€Ș -î€Ș – ist keinerlei Interaktion erforderlich (normalerweise). Es sollte einfach so funktionieren. Wie immer im Internet lĂ€sst sich die korrekte Anzeige jedoch nicht garantieren. Es kann FĂ€lle geben, wo die Einbindung des Tengwar-Fonts (ĂŒber @font-face) nicht klappt, etwa bei der Verwendung von veralteten Browsern wie Internet Explorer 8 oder bei gewissen Sicherheitseinstellung wie der Verwendung der Firefox-Erweiterung NoScript mit Default-Einstellungen. Falls die Anzeige nicht funktioniert und man die Tengwar trotzdem unbedingt sehen will, so kann man versuchen, die Schriftart FreeMonoTengwar auf dem eigenen Computer zu installieren. Normalerweise sollte das aber nicht nötig sein (vgl. Can I use TTF/OTF). Eingabe von Tengwar Ähnlich wie bei der Eingabe von anderen Schriften – etwa kyrillischen Buchstaben â€čКОрОллОцаâ€ș oder hebrĂ€ischen Buchstaben â€čŚŚœŚ€Ś‘Ś™ŚȘ ŚąŚ‘ŚšŚ™â€ș oder bengalischen Buchstaben â€čàŠ…àŠžàŠźà§€àŠŻàŠŒàŠŸ àŠŹàŠŸàŠ‚àŠČàŠŸâ€ș – kann man nicht einfach drauflos tippen, sondern benötigt ein besonderes Tastaturlayout. Installation eines Tastaturlayouts: Tastaturlayouts fĂŒr die Tengwar gibt es insbesondere unter Free Tengwar Font Project: Keyboard Layouts, und zwar in Versionen fĂŒr Windows, Mac oder Linux. Der Installationsprozess ist denkbar einfach und in den jeweiligen ZIP- bzw. GZ-Archiven beschrieben. Bei der Windows-Version braucht man beispielsweise bloss die Datei setup.exe doppelzuklicken.Auswahl des Tastaturlayouts: Eine erfolgreiche Installation des Tengwar-Tastaturlayout bedeutet nichts anderes, als dass die Liste von Tastaturlayouts, die in dem jeweiligen Betriebsystem zur VerfĂŒgung stehen, um das Tengwar-Tastaturlayout erweitert worden ist. Nach der Installation muss das neue Tastaturlayout also noch ausgewĂ€hlt werden, damit man fortan zwischen dem gewöhnlichen Tastaturlayout (zum Beispiel dem deutschen oder dem schweizerischen) und dem Tengwar-Tastaturlayout hin und her switchen kann. Die Auswahl des Tastaturlayouts erfolgt je nach Betriebsystem auf eine andere Art und Weise. Am besten googelt man nach «Tastaturlayout Ă€ndern» und dem Namen des jeweiligen Betriebsystems (Windows7, Windows8, OSX etc.). Eine gute Anleitung fĂŒr Windows 8 findet sich etwa unter Anleitung: Windows 8: Tastatur-Layout Ă€ndern - TechFrage, eine fĂŒr Mac unter Mac OS X: Tastaturlayout Ă€ndern – so geht’s - CHIP.Tengwar Tippen: Wenn man mit dem Tengwar-Tastaturlayout einfach drauflos schreibt, so erscheinen Platzhalterzeichen wie î€Ș . Das ist normal, denn hier im TolkienForum werden die Platzhalter erst dann als richtige Tengwar angezeigt, wenn man sie mit dem Tengwar-Tag markiert, indem man auf das kleine Tinco  klickt in der Bearbeitungs-Leiste ĂŒber dem Eingabefenster. Am einfachsten ist es, wenn man ein paar beliebige Zeichen tippt, dann alles markiert, dann auf das kleine Tinco  klickt und dann in Tengwar weitertippt.
  10. 3 points
    Ich glaube inzwischen, dass mich Tauriel selber gar nicht so sehr stört. Vielmehr die Romanze, die ME absolut Fehl am Platz ist. Und egal wie oft ich sie noch sehe, ich kann da nicht verneinen. Kicher. Bin schon wieder gehyped. Vielleicht schaffen wir es im Forum doch nochmal nen gemeinsames HdR schauen anzureissen? Ist ja bald Weihnachten
  11. 3 points
    Keine Ahnung wie oft ich die bisher geschaut habe. Nachdem es die Filme gerade auf Amazon gratis gibt (ist ja nicht so, als hÀtt man die eh auf Disk) - mache ich gerade nen neuen Durchgang. Also los hopp hopp - es ist Zeit mal wieder zu schauen.
  12. 3 points
    "Dann stellt man das klar, wie das gemeint war, damit sich niemand beleidigt fĂŒhlt, und gut ist. Ich glaube auch, dass dein Post bezĂŒglich deiner Reaktion auf Eldanors Eingreifen das inhaltlich durchaus auch hĂ€tte erreichen können, aber er hat es - offenbar - nicht getan. Warum?" Den Adressaten hat Tinuthir natĂŒrlich bewußt offen gelassen - und damit exzellentes diplomatisches TaktgefĂŒhl bewiesen. Aber diese Frage kann nur Arwen Mirkwood beantworten. Leute, jetzt hört doch mal auf mit dem Gelike andauĂ«rnd. Ich mache hier doch keine Fernseh-Show.
  13. 3 points
    Mein Einwand bezieht sich auf dein artikuliertes UnverstĂ€ndnis, wie man deine Worte als beleidigend auffassen kann. Ich habe dir dargelegt, dass ich deine Nutzung des Wortes "Niveau" durchaus problematisch finde - das ist meine BegrĂŒndung. Ob Arwen Mirkwood sich dieser anschließen kann, will oder wird, weiß ich nicht - ist mir auch relativ egal. Ich bin grundsĂ€tzlich deiner Meinung: Wenn man sich angegriffen fĂŒhlt, sollte man begrĂŒnden, warum. Arwen hat das getan: Sie hat in deinem Beitrag herausgelesen (vielleicht zurecht, vielleicht zu unrecht, darĂŒber richte ich hier nicht), dass du Filmgucker (wie sie) fĂŒr weniger intelligent hĂ€ltst als Buchleser (wie dich). Das ist nicht schwer zu verstehen und nebenbei auch nicht schwer nachzuvollziehen, warum man das fĂŒr angreifend oder beleidigend halten kann. Ich gestehe dir natĂŒrlich zu, so muss es auch sein, dass du es vielleicht gar nicht so gemeint hast - ist doch gar kein Problem. Dann stellt man das klar, wie das gemeint war, damit sich niemand beleidigt fĂŒhlt, und gut ist. Ich glaube auch, dass dein Post bezĂŒglich deiner Reaktion auf Eldanors Eingreifen das inhaltlich durchaus auch hĂ€tte erreichen können, aber er hat es - offenbar - nicht getan. Warum? Weiß ich nicht. Ich glaube aber auch, dass dies herauszufinden weniger meine (oder irgendjemandes) Aufgabe ist als deine. Denn du willst ja verstanden werden, du willst klarstellen, niemanden beleidigt zu haben wollen. Solange du dieses Ziel noch nicht erreicht hast, kannst du dich entscheiden, die Kommunikation abzubrechen oder sie fortzusetzen in dem Wissen, dass du so wahrgenommen wirst, wie du nunmal wahrgenommen wirst. Und um das direkt klarzustellen: Wenn ich das GefĂŒhl habe, jemand will mit aller Kraft beleidigt sein, egal was ich sage, dann breche ich die Kommunikation natĂŒrlich ab. So nehme ich Arwen Mirkwood aber ganz und gar nicht wahr.
  14. 3 points
    Nelkart, du musst anerkennen, dass Menschen selbst herausfinden mĂŒssen, was sie aus welchem Grund beleidigend finden. DarĂŒber steht dir letztenendes kein Urteil zu. Du kannst natĂŒrlich anderer Meinung sein, aber wenn dein Beitrag auf eine Art und Weise verstanden wurde, die deiner Intention widerspricht, ist KlĂ€rung hilfreicher als eine defensive Haltung, doch gar nichts Schlimmes getan zu haben. Deine ErklĂ€rung, warum du dich aus dem Thread zurĂŒckziehen willst, ist völlig OK, dagegen ist aus meiner Sicht nichts einzuwenden. Aber das Wort "Niveau" hat eine Konnotation, derer du dir sicher bewusst bist - und das Sternchen hilft da nicht weiter.
  15. 3 points
    Wer hat sich fĂŒr 11.111 Runden Tequila bedankt, und wie viele Runden hatte er zu diesem Zeitpunkt schon intus? Hier ist es wieder richtig warm geworden. Kann ĂŒbers Wochenende meinetwegen so bleiben, darf aber ruhig auch wieder kĂŒhler werden. Edith sagt: Waaaaahhhh total vergessen mein 10-jĂ€hriges zu feiern! *schmeißt eine Riesenrunde Kekse und Kuchen und LieblingsgetrĂ€nke aller Art* HĂ€tte mir vor zehn Jahren jemand gesagt, dass ich mich in zehn Jahren immer noch hier rumtreibe, hĂ€tte ich gesagt: "Ja... ganz bestimmt." Ist immer noch schön hier! Auf euch!
  16. 3 points
    Ne Runde Tequila fĂŒr alle. Oder warte 11 Runden? Ne doch lieber 11.111 Runden woho!
  17. 3 points
    Also nach deinen Thranduil Posts hatte ich dich da immer anders eingeschÀtzt
  18. 3 points
    Kommt darauf an, was der Urheber festgelegt hat. Meistens ist eine Namensnennung des Urhebers Pflicht, z.B. bei allen Creative Commens Bildern. Quellennennung ist meist Pflicht, wenn man sich auf das Zitatrecht beruft, das klappt aber nur in der Wissenschaft, beim Journalismus bzw. Rezensionen. Einen Link muss man außerdem nutzen, wenn eine VervielfĂ€ltigung nicht erlaubt ist (das ist der Normalfall). Ihr könnt Bilder aus der Wikipedia (bzw. Wikicommons) verwenden und gebt einfach den Usernamen des Erstellers an. Das genĂŒgt in diesem Fall. Auch bei Flickr und der Google Bilder Suche kann man geziehlt nach Creative Commons suchen. Ob ihr die Bilder verlinkt oder selber hier im Forum hochladet ist bei Creative Commons Bildern egal. FĂŒr kommerzielle Bereiche gibt es manchmal EinschrĂ€nkungen. Und ja, eigentlich machen das so ziemlich 99% aller Foren und Webseiten falsch. Aber meistens klagt da keiner. Außer Bildagenturen und eine handvoll Fotografen. Jedenfalls ist das der Grund, warum man immer wieder hört, dass das Urheberrecht kaputt ist - es passt einfach nicht zur Wirklichkeit.
  19. 3 points
  20. 3 points
    Hallo Zusammen. Dieses Jahr findet die Elf Fantasy Fair in Arcen wieder am 21 und 22 September 2019 statt. Ich freue mich schon darauf. Vielleicht möchte ja einer von euch kommen ????? Ich setze mal ein paar Bilder rein. Das sind Bilder von 2018 aus dem Netz. Meine sind noch auf der Kamera, schÀm. Den Elbenkönig habe ich aber auch fotografiert
  21. 3 points
    Ich fĂ€nds ganz schön, wenn du auch immer den Link angebenn wĂŒrdest. Dann kann man sich bei Interesse selbst weiter informieren
  22. 3 points
    Das ist eine solche RaritĂ€t, fast ein Wunder: Christopher Tolkien, 94 Jahre, Sohn von J.R.R. Tolkien, ließ sich vor etwa einem Monat filmen! Er hielt sogar eine kleine Rede, zum grĂ¶ĂŸten Teil auf Französisch. Aus welchem Anlass, das erzĂ€hlt der Bericht, der heute auf der Website der deutschen Tolkiengesellschaft veröffenticht wurde, mitsamt des erwĂ€hnten Videos: https://www.tolkiengesellschaft.de/29720/christopher-tolkien-besucht-die-wandteppiche/ Ich bilde mir ein, dass er seinem Vater sehr, sehr Ă€hnlich sieht. Sein Vater aber ist keine 94 Jahre geworden. Christopher wĂŒnsche ich, dass er mindestens 100 wird. So heiter, wie er aussieht, schafft er das spielend.
  23. 3 points
    In Ordnung. Dann also Schwamm drĂŒber. Ich hatte ja Anja auch geschrieben, dass sie den Text sicherlich auch noch von Anderen begutachten lĂ€sst.
  24. 3 points
    Hallo, ihr Lieben! Im Zuge der Arbeiten an meinem neuen Album habe ich mich zwischenzeitig in den Text der Anrufung Elbereths verliebt und ein sehr kleines Liedchen gebaut. Ihr könnt es hier anhören: https://engelsblut.bandcamp.com/track/elbereth Wenn es Euch gefĂ€llt, hĂ€ttet ihr noch WĂŒnsche, welche Texte ich vielleicht noch vertonen könnte?
  25. 3 points
    Hallo, ihr Lieben. Mit dem heutigen Tage startet offiziell mein neuer Podcast namens "Radio Mittelerde". In der ersten Episode habe ich Stefan Servos zu Gast, der zum einen die Webseite "Herr-der-Ringe-Film.de" gegrĂŒndet hat, sich aber auch anderweitig in der Welt des Tolkien-Fandoms herumgetrieben hat. Ihr findet den Podcast hier: https://www.weltenfunk.de/start-rm/ Der Podcast ist Teil des "Weltenfunk", den ich gemeinsam mit einigen Freunden aus unserem Podcast "Radio Tatooine" (einem STAR WARS Podcast) heraus gegrĂŒndet habe. FĂŒr die Zukunft von "Radio Mittelerde" bin ich zudem auf der Suche nach Leuten, die gern etwas regelmĂ€ĂŸiger ĂŒber Tolkien-relevante Themen im Rahmen eines Podcasts plaudern möchten. Auf mich allein gestellt werde ich wohl kaum all die Inhalte stemmen können, die es wert sind, besprochen zu werden. Lange Rede: Hört einfach mal rein und macht mit, in welcher Form auch immer Liebe GrĂŒĂŸe Benjamin
  26. 3 points
  27. 3 points
    Ich spiele ernsthaft mit dem Gedanken, mein Apartment auf dem Galadhon zu verkaufen und nach Minhiriath zu ziehen. Irgendwohin in die Einöde, wo man vor den ganzen Neuankömmlingen und ihrem Amazon-Binging sicher ist. Torshavn spricht mir aus der Seele: Quendiphile Langweiler dominieren den Markt. Diese unkultivierten Spekulanten treiben die GrundstĂŒckspreise in LothlĂłrien, Lasgalen und Imladris in schwindelerregende Höhen. Mittlerweile ist es so gut wie aussichtslos, am Cerin noch ein bezahlbares Chateau mit Söller und Ballsaal zu kriegen. Ganz zu schweigen von Bruchtal. Und wofĂŒr? Die meisten erwerben doch nur deshalb elbische ImmobiliĂ«n, um damit in irgendwelchen Internet-Foren anzugeben. Es ist eine Schande: So viele schöne Villen, oben am BruĂŻnen, die das ganze Jahr ĂŒber leer stehen. Jetzt drehen windige Makler naĂŻven Neulingen schon billige DĂŒsterwald-Wohnungen als sogenannte „Ost-LĂłrien“ Residenzen an. Im Fangorn spricht man inzwischen ganz offen von Entrifizierung. Wie sieht’s in Eurer Nachbarschaft aus? Habt Ihr auch Probleme mit nervigen Investoren?
  28. 3 points
    Im neuen Lager: Nalas Neugier vertreibt die MĂŒdigkeit und sie setzt sich ganz gerade auf, um Garwulfs Waffe besser sehen zu können. Die Klinge ist sehr beeindruckend, als er sie aus der Scheide zieht scheint sie einfach kein Ende zu nehmen, so lang ist sie. Dick und Breit an der Basis wird sie nach oben schmaler und hat nicht nur eine scharfe Seite, sondern beide Schneiden sind verheerend fĂŒr den Gegner. Die vielen Kratzer und Scharten zeigen, dass dieses Schwert nicht jungfrĂ€ulich vom Schmied kommt, sondern sich bereits in vielen ZweikĂ€mpfen Mann gegen Mann behauptet hat. Dennoch ist es sehr sauber und gepflegt, sein Besitzer muss sich gut darum kĂŒmmern. Im Feuerschein glĂ€nzt und schimmert das Metall und fĂŒr einen Moment ist Nala versucht seine Waffe anzufassen. Ihre beiden kleinen HĂ€nde wĂŒrden sicherlich lĂ€cherlich an dem mĂ€chtigen Heft aussehen und ihre Arme wĂ€ren garantiert zu schwach es ein wenig anzuheben, geschweige denn es richtig zu schwingen. Ihr Bruder hat ihr schon mehrfach erklĂ€rt, dass eine Klinge regelmĂ€ĂŸig gereinigt und mit einem speziellen Waffenöl eingerieben werden musste und sie deshalb nicht daran herumtatschen sollte. Zudem ist den meisten Kriegern ihr Schwert heilig, die Waffe wie ein treuer Freund auf den sie sich in brenzligen Situationen verlassen können und den sie anderen nicht gerne ĂŒberlassen. So beißt sie die ZĂ€hne zusammen und hĂ€lt sich zurĂŒck Garwulfs Freundlichkeit nicht durch die unbedachte Tat eines ungestĂŒmen Kindes zu beleidigen. Vielleicht ergibt sich ja ein anderes Mal die Gelegenheit fĂŒr sie seine Waffe anfassen zu dĂŒrfen, denn sicher sind auch andere neugierig auf dieses große Schwert. Waenhil als Schmied will die harte Klinge sicher gerne mal in seine HĂ€nde nehmen, um die QualitĂ€t zu prĂŒfen. Garwulf berichtet wie er an das Schwert gekommen ist und wer ihn damit unterrichtet hat. Es stellt sich als ein ErbstĂŒck seiner Familie heraus und nun ist sie doch froh, es nicht ungefragt berĂŒhrt zu haben, sind doch sicherlich viele Erinnerungen damit verbunden. Nala findet es erfrischend, dass er ehrlich eingesteht nicht schon als perfekter KĂ€mpfer geboren worden zu sein, sondern viele Jahre an Übung und Training erforderlich waren. Er erzĂ€hlt auch kurz von WaldlĂ€ufern, von denen Nala nur Geschichten kennt. Mysteriöse Gestalten die fast unsichtbar durch die WĂ€lder streifen und um deren FĂ€higkeiten sich Legenden rankten. Sie will Garwulf spĂ€ter genauer dazu zu befragen, doch fairerweise stellt er ihr nun wieder eine Frage. Er wirkt mĂŒde, wie sie alle, erschöpft von der Reise, dem Kampf und der langen KĂ€lte. Dennoch scheint er gewillt weiter mit ihr wach zu bleiben, wofĂŒr sie ihm sehr dankbar ist. Sie wirft einen Blick um die Ecke, wo sich die Pferde eng zusammen gestellt haben, um ihre KörperwĂ€rme zu teilen. „Ich glaube nicht, dass diese FĂ€higkeiten einzigartig sind, jeder mit dem richtigen Willen und Ausdauer kann es erlernen, da bin ich ĂŒberzeugt. Der Unterschied ist nur, dass wir die Tiere nicht als reine Werkzeuge ansehen, die schwere Lasten schleppen können, sondern als Vertraute und GefĂ€hrten.“ beginn sie zu sinnieren. „Jeder kann sich auf ein Pferd setzen wie auf einen Gasthausstuhl und wild an den ZĂŒgeln ziehen und wird sich damit halbwegs fortbewegen können. Doch um wirklich zu einer Einheit zu werden, die schneller, sicherer und furchtloser agieren kann, braucht es eben Zeit und vor allem Aufmerksamkeit. Ich
ich weiß nicht wie ich es am besten beschreibe.“ meint sie und ĂŒberlegt kurz ob ihr ein Beispiel, ein Vergleich einfĂ€llt. „Meine Großmutter hatte mal jemanden zur Behandlung da, der beim FĂ€llen eines Baumes verletzt wurde“ greift sie ein Thema auf, dass ihm sehr vertraut sein sollte. „Und die Dorfbewohner sagten, dieser junge Mann hĂ€tte den Baum nicht richtig ‚gelesen‘- ich habe das erst viel spĂ€ter begriffen. Das man eben nicht mit der Axt wild herumdreschen kann, bis er umfĂ€llt, sondern mehr dazu gehört damit der Baum richtig fĂ€llt und niemanden verletzt. Mit einem Pferd ist es Ă€hnlich kompliziert, sie sind verdammt krĂ€ftig, so schwer wie 5 MĂ€nner und gleichzeitig neigt ihr Instinkt zur Flucht nicht zum Angriff. Doch wenn man diese wunderbaren Geschöpfe aufmerksam beobachtet, mit ihnen Zeit verbringt und sie verstehen lernt, kann diese Kraft gelenkt und genutzt werden. Dann braucht es nur eine kleine Verlagerung des Gewichtes oder ein sanfter Druck der Schenkel um zu signalisieren wohin die Reise gehen soll. Und es gibt nichts schöneres als sich tief ĂŒber den Pferdehals zu beugen, den rauschenden Wind in seinem Haar und zu spĂŒren, wie sich diese Muskeln unter einem strecken, wĂ€hrend es ĂŒber die Wiesen prescht“ meint sie schwĂ€rmerisch. „Könnt ihr denn reiten? Es muss ja ein stattliches Roß sein, dass euch tragen kann“ neckt sie ihn ob seiner KörpergrĂ¶ĂŸe. Einer der kleinen HĂŒgel nahe des Feuers, der in Wirklichkeit ein in seine Decke gewickelter Hobbit ist, beginnt sich zu regen und es kommt das verschlafene Gesicht von Fosco zum Vorschein. Er blickt sich verwundert um und scheint einen Moment nicht ganz zu wissen wo er ist. Nala hat ein schlechtes Gewissen, ihr angeregtes GesprĂ€ch hat ihn sicher geweckt. „Ja es ist noch etwas da, aber inzwischen sicher etwas bitter.“ Antwortet sie ihm auf seine Frage nach dem Tee. „Ich koche dir gerne frischen, wenn du möchtest. Aber die Nacht ist noch lange nicht vorbei, wenn du lieber schlafen als warten möchtest, kann ich das verstehen!“
  29. 3 points
    *sich selber auf die Finger haut* *am Tisch knabbert* waaah ich kann nicht widerstehen!
  30. 3 points
    Ich glaube du verwechselst RĂ€nge mit Auszeichnungen Arwen^^ @Underworld Orden und Auszeichnung als solche sind mir nicht bekannt. Die Helden werden natĂŒrlich hoch geehrt, aber einen besonderen Titel bekommen sie meines Wissens nach nicht. Bei den Elben ist es eher eine Art Belohnung die vergeben wird (Siehe Frodos Abreise in die Unsterblichen Lande). Man achtet die Helden, jeder kennt ihre Taten, doch eine Auszeichnung als solche ist mir nicht bekannt.
  31. 3 points
    Aztlans Bitte fĂŒhrt weit weg vom Gegenstand „Sex in Mittelerde“. Seinem Wunsch nachzukommen, ist nicht ganz einfach fĂŒr mich, denn das anvisierte Thema hĂ€lt nicht unbedingt die Erleuchtung bereit, nach der er sucht. Es belohnt den Wißbegierigen bestenfalls mit einem flĂŒchtigen Blick ins Zwielicht einer anderen Welt. Aber ich will mein Bestes versuchen, das Problem zu schildern, das die Hoch-Nerds so fasziniert. Der Herr der Ringe ist ein sehr modernes Buch. Das vergißt man leicht bei all den Drachen, Rittern, und Feen, die darin herumschwirren. Die MĂ€rchenelemente können jedoch nicht ĂŒber den postmodernen Charakter des Werkes hinwegtĂ€uschen. Hierzu sei ein weiteres Mal auf die anachronistischen PostĂ€mter des kleinbĂŒrgerlichen Auenlandes verwiesen, die neben hochmittelalterlichen Königreichen und gottgleichen Herrschern der Antike bestehen. Des Weiteren erzĂ€hlt der Herr der Ringe nicht nur von den Abenteuern der Hobbits, sondern gleichzeitig auch seine eigene Überlieferungsgeschichte. Die Verbindung, die der ErzĂ€hler des Prologs zwischen den Ereignissen des Ringkriegs und seinem eigenen Jetzt herstellt, hat viele Tolkien-Fans zu der Annahme verleitet, daß Mittelerde im selben zeitlichen Kontinuum angesiedelt sei wie unsere Welt. Nur eben um einiges frĂŒher. Doch unter den Hoch-Nerds gibt es einige, die von dieser These nicht ĂŒberzeugt sind. Die vielen Anspielungen auf historische Strömungen, z.B. Mumifizierung in NĂșmenor, Invasion von Reitervölkern, Erbfolgekriege in Gondor etc. nĂ€hren die Vermutung, daß die Geschichte Mittelerdes die irdische in kĂŒnstlerisch verdichteter Form nachahmt. Wir hĂ€tten es demnach im wahrsten Sinne des Wortes mit „Kunstgeschichte“ zu tun. Das Phantastische an Tolkiens Welt ist nicht, daß es dort Magie und Fabelwesen gibt, sondern, daß sie sich selbst so verblĂŒffend ernst nimmt. Schon im Prolog ist diese entwaffnende SelbstverstĂ€ndlichkeit der mittelirdischen RealitĂ€t spĂŒrbar. Der Text klingt so nĂŒchtern und trocken, daß ihn viele Erstleser einfach ĂŒberblĂ€ttern. Entscheidend aber ist die sprachliche Abstraktion dieser Prolog-Wirklichkeit. Der zurĂŒck blickende ErzĂ€hler scheint aus einer zeitlosen Zwischenwelt zu berichten, die uns vertraut und fremd zugleich vorkommt. Dieser geheimnisvolle Ton hat die Skeptiker, (zu denen sich auch Nelkhart zĂ€hlen muss) zu der verwegenen Auffassung gefĂŒhrt, daß die Zeitalter der Sonne in ein ahistorisches paralleles Heute gefĂŒhrt haben. Diese Zeitebene kennt unseren bĂŒrgerlichen Alltag zwar in GrundzĂŒgen, blendet aber Popkultur, sexuĂ«lle Selbstbestimmung und andere triviale Modeerscheinungen des 20. Jahrhunderts völlig aus. Tolkien schuf hier auf wenigen Seiten eine behagliche Schaukelstuhl-Gegenwart fĂŒr seine Leser, die zwischen den Zeiten angesiedelt ist: ein abstrahiertes Heute. Ich nenne diesen literarischen Raum deshalb „das Lesezimmer“. Eine Dimension, in die nur unsere Erfahrungen aus BĂŒchern gelangen, jedoch keine tagespolitischen Ereignisse. Die NinwĂ«-Stelle aber ist das wichtigste Gegenargument gegen das Lesezimmer. Sie reiht den Fall von Gondolin in das antike Periodisierungssystem der Reichssukzession ein und verbindet damit die historischen StrĂ€nge beider Welten zu einer gemeinsamen Erdgeschichte.
  32. 3 points
    Da Nelkhart Luhmanns höchst interessante Systemtheorie kennt und sogar fĂŒr wahr hĂ€lt, hoffe ich, daß auf diesen Thread eingegangen wird. Dazu stelle ich - hoffentlich richtig - Luhmanns Theorie vor. Um diese Theorie zu verstehen, muss jedoch zuerst eine allgemeine Systemtheorie dargestellt werden. allgemeine Systemtheorie Erst einmal muss der Begriff "System" definiert werden. Ein System ist eine Menge bestimmter EntitĂ€ten (hier: Elemente), zwischen denen bestimmte Relationen (hier: Beziehungen) vorliegen. Ein Beispiel anhand der Soziologie wĂ€re eine Freundschaft zweier Individuen. Hier kann eine "soziale Beziehung" (siehe "bestimmte Relationen") festgestellt werden. Diese soziale Beziehung der beiden Individuen impliziert den Systembegriff (handlungstheoretische Terminologie). Obwohl prĂ€zise Erfassungen von Relationen nur mathematisch möglich sind, nahm die Biologie eine wichtige Stellung in der Systemtheorie ein: durch die BeschĂ€ftigung mit organischen Systemen. Organische Systeme sind (im Unterschied zur klassischen Physik) ( ! ) offene Systeme zum unwahrscheinlichen Aufbau stationĂ€rer ZustĂ€nde durch den permanenten Entzug von Energie aus der Umwelt. Dieser Vorgang ist eine ultrastabile Selbstregulierung (siehe Mensch als ( ! ) funktionierender Superorganismus): - "essentielle Variablen" (Lebensnotwendiges) werden innerhalb bestimmter Toleranzgrenzen gehalten (vergleiche Bioökologie - kurzer Exkurs: außerhalb liegende Werte von Minimum und Maximum bedeuten fĂŒr einen Organismus seinen Tod) - dem entgegenwirkende UmwelteinflĂŒsse werden mit "Gegenstrategien" beantwortet -> die Auswahl der richtigen Gegenstrategie zeugt von hoher KomplexitĂ€t (hier: die Vielfalt der Möglichkeiten in einem System (hier: System als Organismus) ): "KomplexitĂ€t heißt Selektionszwang, Selektionszwang heißt Kontingenz, und Kontingenz heißt Risiko." (Luhmann) -> alles Leben verkörpere diesen Sachverhalt der Zielorientierung Wenn nun zwei selbstregulierende Systeme gekoppelt werden, ensteht ein neues selbstregulierendes System (man spricht dabei von Emergenz). Dabei mĂŒssen beide Teilsysteme gleichwertig nebeneinnder funktionieren. => Daher besteht eine Gesellschaft systemtheoretisch aus Systemen in Systemen in Systemen in Systemen usw. (da alle Individuen (siehe Superorganismus & ultrastabile Selbstregulierung) ein System darstellen: zwei Individuen ergeben eine Beziehung, mehrere Beziehungen eine soziale Ordnung, mehrere soziale Ordnungen eine Gesellschaft). Diese allgemeine Systemtheorie ist so nicht auf spezielle Forschungsgebiete oder Feldforschung anwendbar. Da Luhmanns Theorie auf einer anderen aufbaut, sei auch diese kurz skizziert: die Systemtheorie PARSONS' Ego & Alter (hier: sprachliche Variablen fĂŒr zwei Individuen, vergleiche allgemeine Systemtheorie) wollen ( ! ) kooperativ irgendwelche Ziele in irgendeiner Umweltsituation erreichen: - die Situation wird dazu angemessen schematisiert - diverse Mittel werden mobilisiert und eingesetzt -> es kommt zu einer Abstimmung (nicht im Sinne einer Wahl) der Ziele => Demnach gebe es eine doppelte Kontingenz der Orientierungen, die Rekurs auf institutionalisierte Werte nehmen und sich durch die individuellen Biographien und der emergenten (siehe oben Emergenz) sozialen Beziehung (doppelte Systemreferenz) bedingen. Nach Parson gibt es da vier Grundfunktionen: die Adaption (Mittelmobilisierung), die Gerichtetheit (Zielrealisierung), die Integration (Handlungsbestimmung) & die Latenz (Inbegriff der handlungssteuernden Deutungsmuster) Auf diesem so genannten AGIL-Schema - dem Versuch, die Verfeinerung mehrerer Bereiche menschlichen Handelns aufzuzeigen - bauen nach Parson die gesellschaftlichen Teilsysteme (hier kein Individuum, sondern die Menge vieler Individuen) auf: Jedes Teilsystem hat neben den "outputs" eine Funktion fĂŒr das ĂŒbergeordnete System (hier: die ganze Gesellschaft), das wiederum von den funktional differenzierten Teilsystemen "bedient" wird - Beispiel anhand der Kultur: die Kultur gibt der Gesellschaft eine Orientierung vor, die Gesellschaft formiert aber auch Persönlichkeit, die Persönlichkeit steuert das Verhaltenssystem. <-> Ohne Organismus oder Verhaltenspotential gibt es keine Persönlichkeit, ohne Persönlichkeit keine Gesellschaft. Nach Parson gibt es vier Teilsysteme in einer Gesellschaft (hier als umfassendstes soziales System): - institutionalisierte Kultur (L [vergleiche Buchstaben mit dem AGIL-Schema]) - gesellschaftliche Gemeinschaft (I; z.B. Stamm, Nation) - Politik (G) - Ökonomie (A) die LUHMANNsche Systemtheorie Je höher die EigenkomplexitĂ€t eines Systems ist, desto höher sind seine "Überlebenschancen" (vergleiche Darwins Evolutionstheorie & die darauf heute aufbauende erweiterte Evolutionstheorie). Zum Überleben muss also eine Steigerung und Organisierung der EigenkomplexitĂ€t wegen des Selektionskampfs (siehe "survival of the fittest") passieren. Diese Steigerung und Organisierung wird durch einen "Sinn" erreicht. Der Sinn steigert die EigenkomplexitĂ€t eines Systems enorm, da jeder bestimmte Sinngehalt in einem unendlichen Horizont weiteren Erlebens steht. Dadurch entsteht eine VerschĂ€rfung des Selektionsdrucks (die daraus resultierende "Unruhe" ist charakteristisch fĂŒr sinnhaft operierende Systeme). Durch die doppelte Kontingenz der Erwartungen (in einer Beziehung zweier Individuen, sprich hier Systeme, hat jeder der beiden Erwartungen an den anderen; siehe Ego & Alter) gibt es eine scheinbare Steigerung (der EigenkomplexitĂ€t). Die innere "Unruhe" (siehe oben) wird jedoch durch eine radikale Temporalisierung der Systemelemente aufgefangen: dies geschieht durch die Kommunikationen und Handlungen (hier als Ereignisse), die die Elemente sozialer Systeme sind - ( ! ) nicht die Individuen/Menschen. Luhmann untermauert hiermit die Verbannung des Individuums in die (in seine) Systemumwelt): "Kommunikation erzeugt Kommunikation und reagiert auf Kommunikation." -> FĂŒr Individuen ist kein Platz in diesem selbstreferentiell geschlossenen Zirkel (die Individuen sind Teil hiesiger Umwelt). Wer es bis hierhin geschafft hat, kommt nun endlich zu der zu diskutierenden Aussage Nelkharts: Nach obiger Darstellung der Systemtheorie ist die "poetische Wahrheit" ein System, das in Korrelation zu den Systemen der ersten Ebene, also den Individuen steht. Dieses System der poetischen Wahrheit wird von den Individuen 'geschaffen' und erhĂ€lt sich dadurch durch ein höheres selbstregulierendes System anderer EigenkomplexitĂ€t selbst am Leben, sodaß es auf einige wenige Indivuduen so einwirken kann, daß diese die "poetische Wahrheit" dem großen Rest der anderen Individuen mitteilen können. Eines dieser Inviduen war demnach Tolkien, das durch die Verbannung in seine Systemumwelt diese in die "poetische Wahrheit" einweihen konnte. Tolkien war folglich 'nur' - salopp gesagt - "Opfer" des Systems der poetischen Wahrheit, das durch gewisse kommunikative Aktionen und Reaktionen gerade ihn 'auserkoren' hat, was nur durch die hohe innere "Unruhe" des Systems der poetischen Wahrheit möglich war. Ist das so Luhmanns theoretischer Ebene entsprechend, Nelkhart? Nach dieser Deiner auf Luhmanns Theorie aufbauender These mĂŒsstest Du, ja mĂŒsste ( ! ) die Menschheit, den Nachfolger ja bald finden, sofern Luhmann und Du Recht haben. Ich hoffe sehr, daß dies eintreten wird. Ein Nachfolger Tolkiens wĂ€re ein wunderbares Geschenk an das allumfassende System der Menschheit. Zu guter Letzt möchte ich als System "raukothaur" oder Ego dem System "Nelkhart" oder Alter fĂŒr seine kommunikative Aktion gedanklichen Austausches danken, die diese kommunikative Reaktion erst ermöglicht hat. Anmerkung an Mods: Bin mir unsicher, in welchem Unterforum das Thema am besten aufgehoben ist. Vielleicht in "Tolkiens Leben" oder in "Tolkiens Fans"? Darf gerne verschoben werden. Die Quelle zu den Systemtheorien: Rainer Döbert, Systemtheorie, Aufsatz im Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe, Hubert Cancik, Burkhard Gladigow, Karl-Heinz Kohl (als Hrsg.) , S. 152-160
  33. 3 points
    haha Du bist alt und gebrechlich ! hmm ich kann da nix lustiges finden aber okay.
  34. 3 points
    GrundsĂ€tzlich hast du völlig recht, raukothaur. Lass mich trotzdem bitte deinen knappen Beitrag als AufhĂ€nger nehmen, um das Ganze Thema etwas zu differenzieren. Tolkien hat ein sehr interessantes Konstrukt geschaffen. In der guten Tradition von MĂ€rchen und Mythen hat er sich mit der menschlichen Sehnsucht nach Unsterblichkeit, die sich aus dem Ringen mit der eigenen Sterblichkeit ergibt, auseinandergesetzt, indem er eine unsterbliche Rasse geschaffen hat und die Problematik aus der Perspektive eben dieser unsterblichen Rasse betrachtet hat. Das könnte ich jetzt seitenweise nĂ€her darlegen, aber wichtig ist nur das "Ergebnis": So wie die Menschen mit dem Tode hadern und sich nach Unsterblichkeit sehnen, so hadern die Elben mit ihrer Unsterblichkeit, leiden geradezu daran, und sehnen sich nach der Befreiung von den Fesseln der Erdgebundenheit. Die wichtigste Erkenntnis ist jedoch, dass auch die Unsterblichkeit der Elben im Grunde nur Schein ist. Da die Schöpfung vergĂ€nglich ist, sind auch die Elben am Ende vergĂ€nglich und werden genauso ausgelöscht wie die Menschen im Tod ausgelöscht werden. Im Grunde stehen beide, sterbliche Menschen wie unsterbliche Elben, am Ende vor dem Abgrund des Todes. Nun ist es recht leicht, zu sagen: Die Menschen sind nicht an die Welt gebunden und Eru hat nach deren Tod einen Plan mit ihnen, wĂ€hrend die Elben vollstĂ€ndig vernichtet werden. Das wird aber so nie explizit gesagt, denn das wĂŒrde Tolkiens Konstrukt völlig auseinandersprengen und seine MĂŒhen zunichte machen, die er sich bis dahin gegeben hat. Und dessen war er sich offensichtlich auch bewusst. Denn Tatsache ist: Weder Elben noch Menschen haben auch nur einen blassen Schimmer, was nach ihrem endgĂŒltigen Tod mit ihnen geschieht. Der elbische Mythos gibt einige sehr vorsichtige Hinweise, aber die mĂŒssen sehr differenziert betrachtet werden. Wichtig ist, dass wir hier ausdrĂŒcklich eine elbische Perspektive vor uns haben. Wenn im Mythos davon die Rede ist, was mit den Menschen nach ihrem Tod geschieht, wird immer wieder ausdrĂŒcklich darauf hingewiesen, dass die Elben dies nicht wissen. Dennoch stellen sie Vermutungen an, indem sie die Natur der Menschen betrachten und daraus SchlĂŒsse auf ihre Bestimmung ziehen, zum Beispiel: Menschen sind bei weitem nicht so stark an die Welt gebunden wie Elben, zudem sterben sie frĂŒh, also besitzen sie eine Art Freiheit gegenĂŒber der Schöpfung und ihrem Schicksal, also liegt ihre Bestimmung außerhalb der Welt. Damit wecken sie Hoffnungen, mehr aber auch nicht. Wenn ĂŒber das Schicksal der Elben nach der Zerstörung Ardas die Rede ist - wieder aus elbischer Perspektive - haben wir es ganz deutlich mit einer Verdichtung elbischer Erlösungshoffnungen zu tun: Die Welt, an die sie gebunden sind, wird neu und diesmal fehlerfrei entstehen, ohne den VerĂ€nderungsprozess, an dem sie so leiden. DarĂŒber hinaus wird DER elbische SĂŒndenfall schlechthin "erlöst", denn Feanor wird seine Silmarilsteine freiwillig aufgeben, sie werden zerbrochen, die Zwei BĂ€ume werden wiederbelebt und ihr Licht wird ĂŒber die ganze Erde strahlen und die Götter wieder jung machen und die verstorbenen Elben wiederauferstehen lassen. Auch hier: Nichts weiter als elbenspezifische Hoffnungen. Dies scheint Tolkien ĂŒberaus wichtig gewesen zu sein: Er achtet höllisch darauf, nirgendwo eine eindeutige Aussage darĂŒber zu machen, was Elben oder Menschen nach ihren endgĂŒltigen Tod erwartet. Es gibt kein Himmel-Hölle-Fegefeuer-Konzept oder Ă€hnliche Dinge, Tolkien verzichtet komplett darauf. Er deutet immer nur Hoffnungen an. Diese ist ihm dafĂŒr umso wichtiger, diese Hoffnung die nicht weiß, was geschehen wird, die sich nicht auf Erfahrung stĂŒtzen kann, die immer eine "hope without guarantees / Hoffnung ohne Garantien" bleibt. In der "Athrabeth Finrod ah Andreth" wird sie mit dem Begriff Estel bezeichnet. Aragorn, der Archetyp eines idealen Umgangs mit dem Tod, der nicht zufĂ€llig den Ziehnamen Estel trĂ€gt, lĂ€sst sich von dieser Hoffnung im Sterben leiten, als er sich dem Tod freiwillig stellt, ihn als Teil seiner menschlichen Natur akzeptiert und alles loslĂ€sst was er hat, seine Macht, seine Ämter, seinen Besitz, die Welt, sich selbst. Seine Hoffnung ist alles, was er hat, und sie kann hier und da in Tolkiens Werk erahnt werden - aber sie wird nie explizit, weder fĂŒr Elben, noch fĂŒr Menschen. Hoffnung zu wecken und Trost zu spenden gehört zu den Funktionen, die Tolkien der fantastischen Literatur zugeschrieben hat. Er selbst hat sein Leben lang mit dem Tod gerungen, seinen Vater hat er kaum gekannt, als dieser starb, seine Mutter starb als er zwölf war, im Ersten Weltkrieg hat er den Tod in seiner schrecklichsten Form kennengelernt, und anschließend waren alle seine Freunde bis auf einen tot. Es wundert nicht, dass Tolkien sich so intensiv literarisch mit diesem Thema auseinandergesetzt und so versucht hat, einen Weg zu finden, um mit dem Tod umzugehen - den er wenige Jahre vor seinem Tod radikal und deutlich als "unjustifiable violation / durch nichts zu rechtfertigende Vergewaltigung" der menschlichen Natur bezeichnet hat.
  35. 3 points
    In diesem Beitrag spoilere ich die ersten drei Staffeln und BĂŒcher (gehe bei diesen nicht ĂŒber den Stand der dritten Staffel hinaus, spreche aber Dinge an, die nur in den BĂŒchern vorkommen), Informationen zur vierten Staffel setze ich in Spoilertags. Ich habe zuerst Staffel 1 und 2 gesehen, von denen ich unglaublich begeistert war, bevor ich alle 5 BĂŒcher gelesen habe. Dann habe ich sehnsĂŒchtig auf die dritte Staffel gewartet, welche die erste werden sollte, bei der ich direkt beim ersten Sehen den Serien/Buch-Vergleich ziehen konnte. Und mir fielen die meisten Änderungen gleich ins Auge, nahm sie meistens aber gelassen hin, auch wenn sich hier und da bereits Unmut bei mir breit machte. Noch war ich aber auf der Seite der Serienliebhaber und habe Änderungen oftmals auf das Medium geschoben. Nach der dritten Staffel habe ich mich monatelang sehr intensiv mit den BĂŒchern auseinandergesetzt, einzelne Stellen zehnmal gelesen und so gut wie jede ernsthafte Theorie in mich aufgesaugt. Ich habe bei jedem Reread weitere Feinheiten und Details entdeckt und ZusammenhĂ€nge verstanden. Und bin immer weiter auf Abstand zur Serie gegangen. Staffel 4 habe ich etwas skeptisch entgegengeblickt, da sich hier endgĂŒltig entscheiden wĂŒrde, wohin die Reise geht. Und nach den ersten 5 Episoden muss ich fĂŒr mich persönlich endgĂŒltig sagen: Diese Serie ist A Song of Ice and Fire nicht wĂŒrdig. Noch habe ich fĂŒr mich nicht entschieden, welche Konsequenzen ich daraus ziehen werde, da ich wegen dieser Erkenntnis grundsĂ€tzlich nicht die WĂ€nde hochlaufe. Problematisch wird es fĂŒr mich allerdings dann, wenn die Serie schon zum jetzigen Zeitpunkt anfĂ€ngt, die BĂŒcher zu spoilern, und einen ersten Vorgeschmack scheinen wir ja bereits in der vierten Episode bekommen zu haben. Ich werde im Folgenden versuchen, meine Meinung darzulegen. Game of Thrones basiert ausdrĂŒcklich auf der Buchreihe A Song of Ice and Fire. Das kann man der Eröffnungsfrequenz deutlich entnehmen, außerdem haben sich die beiden Macher David Benioff und David Weiss dazu bekannt, die Verfilmung so nah wie möglich am Buch halten zu wollen, da sie nach eigener Aussage GRRM und seinem Werk großen Respekt zollen wĂŒrden. An diesem Anspruch mĂŒssen sie sich nun meiner Meinung nach auch messen lassen. Leider wurde direkt in der ersten Staffel damit begonnen, Teile der Vorlage zu ignorieren. Es handelte sich oft um kleinere Änderungen, sodass diese im Einzelnen gar nicht so sehr ins Gewicht fielen und bei den meisten unter dem Eindruck dieser völlig neuartigen Show oder der Freude ĂŒber eine Visualisierung ihrer Lieblingsgeschichte begraben wurden. Allerdings kommt man bei genauer Analyse der Charaktere und Handlungsorte nicht darĂŒber hinaus, dass aus den verschiedensten GrĂŒnden (Budget, Screentime, anderes Medium,...) eine ganze Menge verĂ€ndert worden ist. Besonders irritierend finde ich im Nachhinein die Szenen, bei denen eine Buchszene nicht weggelassen oder etwas verĂ€ndert, sondern um 180° ins Gegenteil verkehrt wurde. Beispiele dafĂŒr sind Catelyn in der ersten Episode, als sie dagegen ist, dass Ned nach King's Landing geht, wĂ€hrend sie im Buch dafĂŒr ist. Oder als Ned in Episode 3 in King's Landing ankommt und eine Sitzung des Small Councils einberufen wurde. WĂ€hrend er in der Serie den Herold, der ihn fragt, ob er nicht etwas Passenderes anziehen wolle, mit einem eiskalten Blick begegnet, wĂŒnscht er im Buch von sich aus einen kurzen Aufschub, damit er seine staubigen Sachen gegen etwas Passendes wechseln kann. Zwei kleine Beispiele, bei denen wohl so einige jetzt die Augenbrauen hochziehen und sagen: "Ja meine GĂŒte, was soll's?" Ich werde allerdings aufzeigen, dass diese beiden Szenen symptomatisch fĂŒr die Charakterzeichnung in Game of Thrones sind. Ein weiteres Beispiel fĂŒr die Darstellung des Gegenteil beim ersten Sex von Drogo und Daenerys. WĂ€hrend sie im Buch einverstanden ist und "ja" sagt, ist es in der Serie eine Vergewaltigung. Erfreulich, dass Daenerys das aber kein bisschen stört (Nebenbei bemerkt: was hat das denn bitte fĂŒr eine Außenwirkung?). Dann die Änderungen beim Alter: Das Alter der Kinder wurde jeweils um ein paar Jahre angehoben, bei Jon, Robb und Daenerys einfach mal um fast 10 Jahre. War es grundsĂ€tzlich richtig, das Alter der Kinder anzuheben, stimmen vor allem bei den Erwachsenen die Relationen hinten und vorne nicht mehr. Im Buch sind Ned (35), Catelyn (34), Jaime (32), Cersei (32) und Robert (35) mit sehr wenigen Jahren Unterschied eine Altersklasse, Tyrion (24) ist da noch einmal ein gutes StĂŒck jĂŒnger. In der Serie wirkt Ned Ende 40, Robert ebenfalls, wĂ€hrend Jaime und Cersei Mitte 30 zu sein scheinen. Obwohl Tyrion der jĂŒngere Bruder der beiden sein soll, wirkt er fĂŒr mich Ă€lter. Und Catelyn ist extrem auf angehende Großmutter gecastet, wĂ€hrend sie sich im Buch durchaus vorstellen kann, ein weiteres Kind zu gebĂ€ren. Winterfell wird dunkel, ungemĂŒtlich und recht klein dargestellt, ganz im Gegensatz zur riesigen einladenden und fortschrittlichen Festung aus den BĂŒchern inklusive Wintergarten mit Glasdach und Heizungssystem ĂŒber Heißwasserquellen. Die Starks sind keine furchtbar nette Familie, wo Papa Stark und Mama Stark abends angekleidet im Bett sitzen und herzhaft Witze ĂŒber den korpulenten König machen. Die Starks sind DAS Adelsgeschlecht des Nordens, und sie sind hart wie die nördliche Welt selber. Ned wirkt fĂŒr Außenstehende wie das personifizierte Eis, selbst seine Frau hat Jahre gebraucht, um zu erkennen, was unter der Schale liegt. Die Klamotten der Starks sehen aus, als ob die sich zwei KartoffelsĂ€cke zusammengenĂ€ht hĂ€tten, wĂ€hrend sie im Buch meistens Seide tragen. Bei Massenszenen versagt die Serie völlig. Ein paar Reiter sollen eine riesige dothrakische Armee von 40000 Mann darstellen und das gewaltige Turnier der Hand, bei dem King's Landing wegen eines Massenanlaufs aus allen NĂ€hten platzt, sieht aus wie ein drittklassiger Mittelaltermarkt. Tyrion darf es sich erlauben, zum königlichen Festessen zu spĂ€t zu kommen und Cersei benimmt sich auf eine Weise, bei der man ihr eine runterhauen sollte. Und Sansa gleich mit, weil sie spĂ€ter trotzdem glaubt, die Frau wĂ€re nett. Ach ja, und Jaime und Ned haben es offenbar nötig, alle paar Meter ihren Schwanz zu vergleichen. Absolut unpassend fĂŒr beide Charaktere. Genauso unpassend wie ein Jaime, der sich mit Neds Bastard unterhĂ€lt. Weiterhin wurde LF von einem gefĂ€hrlichen Mann mit ungewissen Motiven zu einem ErklĂ€rbĂ€r erster Klasse, der zwei Prostituierten sein Innerstes offen legt und mit Varys immer mal wieder PlĂ€ne austauscht. Besonders nett auch die Szene, als er Sansa auf dem Turnier von dem gefĂ€hrlichen Geheimnis um Sandor Cleganes Brandverletzung erzĂ€hlt und sie darauf hinweist, es niemals irgendjemandem zu sagen, und um sie herum lauschen fĂŒnf Leute andĂ€chtig seinen Worten. Weiterhin wurde keinerlei Wert auf das Aussehen der Charaktere gelegt. Dass Peter Dinklage nicht hĂ€sslich ist, kann man erst einmal so stehen lassen, aber wo sind seine weißblonden Haare und seine ungleichen Augen? Wo sind die grĂŒnen Augen der Lannisters und vor allem spĂ€ter bei Jaime die blonden Haare? Wo die lilanen Augen bei Daenerys und die silbergoldenen (nicht weißblonden) Haare? Wo die rötlichen Haare von Robb, Bran und Rickon, wo die dunkelbraunen Haare von Jon und die grauen Augen der Starks im Allgemeinen? Ich kann verstehen, dass Talent vor Aussehen geht, aber mit FĂ€rben, PerĂŒcken und Linsen hĂ€tte man so einiges hinbekommen und auch die Buchleser erfreuen können, zumal die Merkmale den Wiederkennungswert steigern und bisweilen auch fĂŒr die Geschichte relevant sind. Staffel 2 hat vor allem bei drei/vier HandlungsstrĂ€ngen unglaublich viel verĂ€ndert. Daenerys in Qarth. Robb und Talisa. Arya und Tywin. Jon nördlich der Mauer. Da Daenerys in A Clash of Kings ganze 5 Kapitel von 69 hatte, verstehe ich natĂŒrlich, dass man ihr mehr Screentime geben und ihre Geschichte ausbauen wollte. Leider entsteht hier ein Logikloch (so muss sie sich zuerst vor den neuen Herrschern in Acht nehmen, marschiert dann aber ungestört ins Schlafgemach von Xaro Xhoan Daxos). Im Haus der Unsterblichen ersetzt man die bildgewaltigen und teilweise sehr aufschlussreichen Visionen in erster Linie durch eine Szene, mit der man Jason Momoa (Khal Drogo) eine kurze RĂŒckkehr ermöglicht. Was teilweise sogar verstĂ€ndlich ist, da man ansonsten teilweise zu viel gespoilert hĂ€tte, aber die Szene mit Drogo ist absolut belanglos und kitschig. Jon verbringt den grĂ¶ĂŸten Teil der zweiten HĂ€lfte von ACOK mit dem Expeditionscorps um Halfhand, die Dialoge zwischen den beiden gehen unter die Haut. In der Serie ist Qhorin Halfhand nur eine Randnotiz, Jon verbringt dafĂŒr mehr Zeit mit Ygritte. Arya ist im Buch ebenfalls in Harrenhal, allerdings nicht bei Tywin, sondern bei Roose Bolton, welcher nicht wie in der Serie bei Robb ist, sondern eine eigene Armee befehligt und Harrenhal schon frĂŒher in Besitz nimmt. Hier wollte man Charles Dance' Rolle ausbauen. Was D&D aber am meisten vorgehalten wurde, war die VerĂ€nderung von Robbs Handlungsstrang. Hier wurde so gut wie alles geĂ€ndert, was man Ă€ndern konnte. Dazu aber spĂ€ter mehr. Die Serie entfernt sich also weiter von der Vorlage. Und fĂ€hrt damit auch in Staffel 3 fort, von Staffel 4 ganz zu schweigen. Spontan fallen mir etliche Unterschiede ein. Nun mag mancher sagen: "Man muss der Serie ihren Spielraum lassen". Und da stimme ich sogar zu. Man kann ein Buch nicht eins zu eins verfilmen. Ja, man kann auch ASOIAF nicht exakt buchgetreu verfilmen. Zu viele Charaktere, zu viele HandlungsstrĂ€nge, zu ausufernder historischer Hintergrund. Man muss Änderungen vornehmen. Doch habe ich an Änderungen vor allem zwei AnsprĂŒche: Sie sollen weiterhin dem Geist der Buchvorlage entsprechen und außerdem in sich logisch sein. Und hier versagt die Serie meiner Meinung nach. Die beiden Hauptbestandteile von ASOIAF sind die sehr interessante Charakterzeichnung (fast jeder Charakter hat seine Schattenseiten, es wird einem nicht vorgeschrieben, wen man wie zu bewerten hat) und das vergleichsweise geringe Vorkommen von Klischees. Und auch wenn jemandem völlig gleichgĂŒltig ist, dass es eine Buchvorlage gibt oder er das zu 100% trennen kann, kann man meiner Meinung nach sagen: Je weiter sich die Serie von der Buchvorlage entfernt, desto schwĂ€cher wird sie in der Regel. Schauen wir uns mal die Charakterzeichnung und dazugehörigen HandlungsstrĂ€nge im Vergleich an: Ned Stark: In der Serie lĂ€uft er rum wie ein einfacher Bauer und erinnert vom Erscheinungsbild stark an den Boromir aus den LOTR-Filmen. Durch sein einfaches Erscheinungsbild erweckt er gleich die Sympathien der Zuschauer. Ebenso durch das vertrauliche Getue mit seiner Ehefrau. Er ist aber kein einfacher Bauer oder kleiner widerspenstiger Lord, was die Etiquette angeht. Er ist der Lord von Winterfell, Nachfahre eines 8000 Jahre alten Herrschergeschlechts und einer der mĂ€chtigsten Lords von Westeros. WĂ€hrend die Serie ihn einfach als guten Mann hinstellt, gibt es in den BĂŒchern einen Grund fĂŒr seine Prinzipien, die er nicht aus heiterem Himmel empfangen hat. Und zwar besitzt er seine Prinzipien, weil er sich eben zum Adel bekennt. Er bekennt sich zu seiner Stellung und mit der damit einhergehenden Verantwortung fĂŒr seine Umwelt. Und deshalb ist die weiter oben benannte Szene bei seiner Ankunft in King's Landing auch so wichtig. Ein Adeliger, der sich einen Dreck um seine adelige Abstammung schert, bei einem Krug Bier lustig wird und einfach qua Geburt moralische Vorstellungen hat, ist fĂŒr mich ein Klischee. Catelyn Stark: Sie ist in der Serie das typische Heimchen am Herd, das einfach nur will, dass es der Familie gut geht. Doch in den BĂŒchern ist sie der politische Kopf der Familie und durchaus machtbewusst. So will sie Ned dazu bewegen, nach King's Landing zu gehen und der Verlobung von Joffrey und Sansa zuzustimmen, weil ihr die Vorstellung gefĂ€llt, ihre Familie in einer solchen Machtposition zu wissen. In der Serie will sie einfach nur, dass alle da bleiben, wo sie sind. Und auch ihr politisches GespĂŒr blitzt nur hier und da mal auf. Außerdem ist sie attraktiv in den BĂŒchern, wĂ€hrend sie in der Serie darauf in keiner Weise ausgelegt worden ist. Die trauernde Hausfrau ohne Sexappeal ist ebenfalls eine klischeebeladene Rolle. Sansa Stark: In den BĂŒchern wurde sie von der Außenwelt weitestgehend abgeschirmt und auf ihre Rolle als Lady vorbereitet. Deshalb wĂ€chst sie in der Vorstellung von edlen Prinzen und tapferen Rittern auf. Als sie Joffrey begegnet, sieht sie in ihm die ErfĂŒllung ihrer persönlichen MĂ€rchengeschichte, von der sie sich auch nicht abbringen lassen will. In der Serie wirkt sie machtgieriger ("Ich will ihn heiraten und seine Königin werden, das ist alles, was ich immer wollte"), da ihr Hintergrund eher schwach erlĂ€utert wird. ZusĂ€tzlich hĂ€ngt man ihr die klischeehaften ZĂŒge einer pubertierenden Jugendlichen an, wenn sie der Septa ĂŒber den Mund fĂ€hrt oder Ned wegen der Puppe brĂŒsk abweist. Viele werfen ihr zudem vor, dass sie sich gegenĂŒber Tyrion ungerecht verhĂ€lt. Und da muss ich in der Serie sogar zustimmen. Finde es auch etwas zweifelhaft, dass sie Tyrion erst ihr Seelenleben prĂ€sentiert und ihm dann implizit vermittelt, dass er die Klappe halten soll. Aber wie auch immer, innerhalb der Serie im Großen und Ganzen dennoch logisch. Robb Stark: In ihm lebt Ned Stark in den BĂŒchern weiter. Er wĂŒrde niemals auf die Idee kommen, 2000 MĂ€nner in den sicheren Tod zu schicken. Ab der zweiten Staffel wurde sein Charakter allerdings völlig verhunzt, was mich im Nachhinein besonders getroffen hat, da er einer meiner Lieblingscharaktere in den BĂŒchern war. WĂ€hrend er im Buch als militĂ€risches Genie von sich reden macht und in mehreren Schlachten siegreich vom Feld geht, wird das in der Serie auf eine einzige Schlacht reduziert. Stattdessen sitzt er ab der zweiten HĂ€lfte nur noch rum und beschĂ€ftigt sich mit Talisa, dem Serienhassprodukt Nr. 1. Ihr Charakter ersetzt den der Jeyne Westerling, Tochter eines uralten Adelsgeschlechts aus den Westerlands, deren Burg Robb erobert und dabei von einem Pfeil verwundet wird. Sie pflegt ihn daraufhin auf Geheiß ihrer Mutter. Physisch und psychisch angeschlagen (er erfĂ€hrt von der vermeintlichen Ermordung Rickons und Brans), lĂ€sst er sich von ihr "trösten". Da das fĂŒr das junge MĂ€dchen eine Entehrung darstellt, ĂŒbernimmt Robb die Verantwortung fĂŒr sein Handeln und heiratet sie am nĂ€chsten Tag. Er weiß, was das fĂŒr ihn politisch bedeutet, kann aber einfach nicht anders. Darin besteht die Tragik seines Charakters. Nun zur Serie: Dort gibt es stattdessen Talisa, welche einem schlechten Disneyfilm entsprungen sein könnte. Eine hĂŒbsche, junge Frau hochadeliger Herkunft von einem anderen Kontinent. In ihrer Heimatstadt werden Sklaven gehalten, doch nachdem ihr Bruder von einem gerettet wurde, beschloss sie, ab sofort auf den Schlachtfeldern der Welt verwundete Soldaten zu verarzten. GlĂŒcklicherweise wurde sie offenbar noch nie vergewaltigt. Nun lernt sie also den jungen König kennen und erkennt sofort seine Kurzsichtigkeit ("Ihr fĂŒhrt einen Krieg und habt euch keine Gedanken um die Zeit danach gemacht?"), außerdem ist sie unglaublich emanzipiert. Anschließende Liebesgeschichte natĂŒrlich inklusive. Der Charakter trieft nur so vor Klischees und Kitsch, dass es fĂŒr mich nur schwer zu ertragen war. Etwas derartiges wĂ€re GRRM nicht einmal im sturzbesoffenen Zustand eingefallen. Bezeichnend auch ein Interview, in dem GRRM sich diplomatisch, aber recht deutlich von der Umsetzung dieses Handlungsstranges distanziert. Robb liebt Talisa, Talisa liebt Robb, sie haben Sex, sie heiraten. Robb wird hier einfach nur als ignoranter, liebestoller Vollidiot dargestellt. Es gab ĂŒberhaupt keinen Grund, sie vor der Beendigung des Krieges zu heiraten. Wenn wir schon bei Robb sind, gleich auch etwas zur Logik seines Handlungsstranges in strategischer Hinsicht. Er kommt von Norden und schlĂ€gt Jaime bei Riverrun (Staffel 1) und dringt in den Westen ein, wo er ebenfalls eine Schlacht schlĂ€gt (Staffel 2). Dann kehrt er zurĂŒck und zieht mehr oder weniger an Riverrun vorbei nach Harrenhal, von wo aus er kurze Zeit spĂ€ter wieder nach Riverrun zu einer Beerdigung zieht, um nach der Hochzeit bei den Twins (nördlich von Riverrun) das Ziel anzugreifen, welches er in Staffel 2 nicht einmal mit Freys und Karstarks angreifen wollte: Casterly Rock. Eine fast uneinnehmbare Burg, welche er eine Staffel lang mit voller MannstĂ€rke mehr oder weniger vor der Nase hatte, wird von ihm mit geringerer TruppenstĂ€rke im Zuge eines Geistesblitzes als neues Angriffsziel deklariert und das militĂ€rische Genie Robb Stark damit endgĂŒltig ad absurdum gefĂŒhrt. Karstark richtet er in der Serie ebenfalls uneinsichtig und ignorant hin, wĂ€hrend er im Buch wiederum weiß, was das fĂŒr ihn bedeutet, aber wieder kann er das politisch Notwendige nicht ĂŒber das moralisch Richtige stellen. DarĂŒber hinaus ist Robb in der Serie arrogant gegenĂŒber Catelyn, Edmure und den Freys, von seiner Ehre und seiner Erziehung durch Ned bleibt letzten Endes nicht mehr viel ĂŒbrig. Ist er im Buch von Beginn an von Verrat umgeben (Bolton befehligt im Buch eine eigene Armee und richtet noch viel mehr Schaden an) und scheitert an der politischen RealitĂ€t, scheitert er in der Serie in erster Linie an sich selber. Sein Ende mag ihn bei vielen wieder in den Kreis der SympathietrĂ€ger gerĂŒckt haben, bei mir war das nicht der Fall. Am Ende bleibt ein Handlungsstrang mit Klischees, Kitsch und Logiklöchern plus ein hinsichtlich der Buchvorlage zu 100% zerstörter Charakter. Noch kurz etwas zur Inszenierung der Red Wedding: FĂŒr viele Wissende und vor allem Unwissende zweifellos schockierend, ist mir in erster Linie das verschenkte Potenzial aufgefallen. Mehrfach wird die Spannung rausgenommen, manche Szenen wirken hektisch und dadurch unfreiwillig komisch (wenn Bolton auftaucht und Robb den Gnadenstoß gibt, merkt man, dass er jetzt schnell wieder zur Seite treten muss, um den Blick auf Robb freizugeben, Ă€hnlich bei dem Frey, der Catelyn tötet). NatĂŒrlich dennoch eine grandiose schauspielerische Leistung von Michelle Fairley. Jaime: Hier wurden vor allem zwei entscheidende Szenen eingefĂŒgt. Zum einen das GesprĂ€ch mit Tywin, zum anderen der Fluchtversuch auf Kosten seines Cousins. Fange ich mit letzterem an. In meinen Augen unpassend, dass Jaime einen Verwandten fĂŒr einen völlig dilettantischen Fluchtversuch tötet. Das hĂ€tte er mit Sicherheit anders planen können. Aber lassen wir die Buchvorlage weg. Dann kommen wir nĂ€mlich zu dem GesprĂ€ch mit Tywin. Dort fragt ihn dieser: "Wieso ist Ned Stark noch am Leben?" Und Jaime antwortet: "Es wĂ€re nicht sauber gewesen." Dabei hatte er einen guten Grund, nĂ€mlich die Sicherheit des von Catelyn Stark gefangengenommenen Tyrion. FĂŒr ihn war es aber offensichtlich das wichtige Argument, dass es nicht sauber gewesen wĂ€re. Hinsichtlich des Mordversuchs an Bran und des spĂ€teren Mords an seinem Cousin ein Logikloch, was seinen Charakter betrifft. Dass er jedes Mal die Begegnung mit Ned Stark sucht und sogar Jon Snow seine Aufmerksamkeit zuwendet, ist ebenfalls eine Serienerfindung, die nicht zum Buchcharakter passt, aber wohl noch ohne Logikloch in der Serie verwendet werden kann. In Staffel 4 kommt es zu einer der Szenen, die die meiste negative Kritik hervorgerufen hat. Jon: Sein Charakter war wesentlich impulsiver und aufbrausender im Buch, was hinsichtlich des monotonen Gesichtsausdrucks von Kit Harington eine willkommene Abwechselung wĂ€re. Hier ist es aber weniger der Charakter, der es hinsichtlich der BĂŒcher schlechter macht, sondern drei HandlungsstrĂ€nge in Staffel 2, 3 und 4. Staffel 2: Jon schließt sich Qhorin Halfhands kleinem Kommando an und nimmt Ygritte gefangen. WĂ€hrend sie in der Serie entkommt und er wie ein Idiot hinterherlĂ€uft, lĂ€sst er sie im Buch frei und kehrt zu Halfhands Trupp zurĂŒck. Sie werden entdeckt und gejagt. WĂ€hrend dieser Jagd teilen sich die Mitglieder immer weiter auf, bis nur noch Jon und Qhorin ĂŒbrig bleiben. Von Beginn an sind die Dialoge stark, es geht vor allem um menschliche Aufopferung fĂŒr eine Sache, ohne aber ins Pathetische abzudriften. Das VerhĂ€ltnis Jon-Qhorin wird ausgebaut und das Fundament fĂŒr den Höhepunkt gesetzt: Jon tötet Qhorin auf dessen Befehl hin. In der Serie verbringt Jon die Zeit stattdessen mit Ygritte, lĂ€uft orientierungslos durch die EiswĂŒste und lĂ€sst sich mehrfach austricksen. Der Dialog geht zu 20% um den Konflikt Menschen der Sieben Königslande/Nachtwache gegen Wildlinge und zu 80% um sexuelle Anspielungen. Staffel 3: Jon ist bei den Wildlinge. Doch wĂ€hrend er sich im Buch phasenweise wirklich etwas in der Liebesbeziehung zu Ygritte verliert und die Fronten fĂŒr ihn leicht verschwimmen, kommt in der Serie nicht der leiseste Verdacht auf, dass er der Nachtwache irgendwie untreu werden könnte. Es ist eher ĂŒberraschend, dass außer Orell keiner merkt, wie wenig MĂŒhe sich Jon ĂŒberhaupt gibt. Anstatt sich also auf die aus Jons Zwist resultierende Spannung zu konzentrieren, gibt man einer wieder mal klischeehaften Eifersuchtsgeschichte mindestens genauso viel Screentime. Einmal mehr vergeudetes Potenzial. Staffel 4: An dieser Stelle auch noch gleich ein Wort zum Handlungsstrang der Nachtwache, an dem Jon nicht beteiligt ist. Am Ende von Staffel 2 gibt es einen GĂ€nsehaut verursachenden Cliffhanger mit der anrĂŒckenden Armee aus Weißen Wanderern und Untoten, welcher in Staffel 3 brachial schlecht aufgelöst wird. Ist es fĂŒr viele nach der Eingangsfrequenz generell unklar, dass ĂŒberhaupt eine fĂŒr die Nachtwache vernichtende Schlacht stattgefunden hat, kommt auf dem RĂŒckweg, auf dem man die gleichen 50 Nasen wie auf dem Hinweg sieht, bei mir nicht einmal ansatzweise rĂŒber, welcher Bedrohung die Überlebenden und die Sieben Königreiche ausgesetzt sind. Tyrion: Mein Lieblingsbeispiel, wie man aus einem grauen Charakter einen blĂŒtenweißen macht. Im Buch moralisch durchaus zweifelhaft, ist er in der Serie einfach ein armer kleiner Zwerg, der von allen gehasst wird, obwohl er nur das Gute will. Ich nenne nur einmal ein paar Beispiele, die ihn im Buch zu einem grauen und damit auch realistischeren Charakter machen. Er hat auf Geheiß seines Vaters seine Jugendliebe vergewaltigt. Hier wird er oft in Schutz genommen, dass er ja gezwungen worden sei. Allerdings kann man dem Text deutlich entnehmen, dass er selber wollte. In einer Szene tritt ihm Shae zu nahe, er schlĂ€gt sie. Sein Vater hat ihm ja verboten, Shae mit nach King's Landing zu nehmen. Dort bringt er sie zuerst in einem Bordell unter, allerdings trifft dort ein SĂ€nger auf sie und erkennt, was es mit ihr auf sich hat. Als der SĂ€nger Anstalten macht, Tyrion damit zu erpressen, beauftragt dieser Bronn, den SĂ€nger zu töten und in den SuppenkĂŒchen des Armenviertels verarbeiten zu lassen. Als King's Landing sich auf den Angriff durch Stannis im zweiten Buch vorbereitet, schickt Cersei ihren zweitgeborenen Sohn Tommen mit Wachen und Gefolge zu einer Festung, damit er im Falle einer Niederlage nicht Stannis in die HĂ€nde fĂ€llt. Tyrion lĂ€sst Tommens Trupp abfangen, um ihn unter seinen Einfluss zu bekommen. Ziel ist es, Macht ĂŒber Cersei zu bekommen. Auch wenn man durch seine Gedanken erfĂ€hrt, dass er Tommen nie etwas antun wĂŒrde, droht er Cersei, dass er Tommen das Gleiche antun wĂŒrde, was sie einer Prostituierten antut, die sie fĂ€lschlicherweise fĂŒr Tyrions Geliebte hĂ€lt und deshalb gefangen genommen hat. Was bei seiner Familie einen fatalen Eindruck hinterlĂ€sst und fĂŒr durchaus gerechtfertigte Ablehnung bei eben dieser sorgt (Tywin: "Du stellst eine Hure ĂŒber deine eigene Familie?"). Weiterhin ist das VerhĂ€ltnis zu seinem Vater im Buch vielschichtiger, da er im Buch wesentlich fordernder und unverschĂ€mter ihm gegenĂŒber auftritt und in Teilen sogar ein Tywin in Kleinformat ist, wenn auch meistens noch mit einem Rest moralischer Tugend und MitgefĂŒhl. ZusĂ€tzlich bekommt man in der Serie dann noch von Charakteren wie Margaery oder Varys vorgesetzt, wie gutaussehend oder fĂ€hig er doch ist. Ist Tyrion im Buch als vielschichtiger Charakter konzipiert, den man mögen kann, lĂ€sst einem die Serie mit einer recht eindimensionalen Charakterzeichnung in dieser Hinsicht eigentlich gar keine Wahl. Nebenbei bemerkt haben sich die Macher mit dem Shae-Handlungsstrang keinen Gefallen getan. Im Buch von ihrer Seite aus eine reine GeschĂ€ftsbeziehung (wĂ€hrend er eben das nicht wirklich wahrhaben will), bekommen wir in der Serie ein recht nervige Liebesbeziehung vorgesetzt, in denen sich manche Szenen beliebig austauschen lassen, weil der Inhalt nahezu identisch ist. Oberyn: Nun mag mancher sagen, dass ich mich an Kleinigkeiten aufhĂ€nge. Das mag in Teilen stimmen. Doch zum einen sind es eben oft subtile Kleinigkeiten, die ASOIAF ausmachen, und zum anderen summieren sich diese "Kleinigkeiten" irgendwann auch mal. Ich will natĂŒrlich nicht verschweigen, dass es auch Charaktere gibt, die ich im Großen und Ganzen fĂŒr gelungen oder in AusnahmefĂ€llen sogar fĂŒr besser als in der Vorlage selber halte (schließe mich da beispielsweise GRRMs Meinung zu Osha an). Doch auf jede Sache, die ich fĂŒr gelungen halte, kommen eben wieder eine Menge Dinge, die ich fĂŒr fĂŒr nicht oder weniger gelungen halte. Die erstellte AufzĂ€hlung sollte nur einmal einen Eindruck vermitteln. Noch etwas GrundsĂ€tzliches zu der Serie: Vor allem der ersten Staffel merkt man das eingeschrĂ€nkte Budget an, aber auch spĂ€ter geraten Szenen, in denen man eigentlich viele Menschen sehen soll, eher klein. Genauso lĂ€sst man die ein oder andere Schlacht aus. Das ist etwas, was ich grundsĂ€tzlich sogar verzeihen kann. Es ist trotz allem immer noch nur eine Fernsehserie. Ebenso ist ASOIAF in erster Linie nicht ĂŒber gewaltige Schlachten definiert, sondern ĂŒber menschliches Handeln und die Interaktion von Charakteren. Doch anstatt in der Serie komplexe Charaktere und Beziehungsgeflechte zu konstruieren (oder einfach nur aus den BĂŒchern zu ĂŒbernehmen), werden die meisten Charaktere systematisch vereinfacht und zumeist mit Klischees besetzt. Charakterentwicklung wird oft unterlassen oder gar ad absurdum gefĂŒhrt, was von vielen darauf zurĂŒckgefĂŒhrt wird, dass man so wenig Sendezeit hat. Ist in meinen Augen aber einfach nur eine Frage von PrioritĂ€ten, schließlich bekommt man auch genĂŒgend (fĂŒr die Handlung recht irrelevante) Sexszenen. Welche es natĂŒrlich auch öfter mal in den BĂŒchern gibt. Es ist aber durchaus ein Unterschied, ob ich auf 20 von 1000 Seiten Sexszenen dargestellt bekomme oder in 40 von nicht einmal 600 kostbaren Minuten. Was die Mitwirkung von GRRM anbelangt, auf welche immer wieder verwiesen wird: Fakt ist: GRRM schreibt ein Drehbuch pro Folge. GRRM weist Benioff und Weiss darauf hin, wenn etwas Probleme bereiten kann. GRRM hĂ€tte in seinen BĂŒchern im Nachhinein das Alter der Charaktere etwas angehoben. GRRM findet den Charakter der Osha in der Serie als so gut, dass es die einzige Sache sein wird, bei der er sich zukĂŒnftig bewusst der Serie annĂ€hern wird. Nun aber ein paar weitere Fakten: GRRM hat sĂ€mtliche Rechte abgetreten, nach seiner eigenen Aussage könnten die Macher UFOs durchs Bild jagen. GRRM war nicht zufrieden mit dem Talisa-Handlungsstrang und konnte nur durchsetzen, dass zumindest der Name geĂ€ndert wird, wenn die Figur schon nichts mit der Vorlage zu tun hat. GRRM hat bei einigen Charakteren darauf hingewiesen, dass sie zukĂŒnftig noch eine Rolle zu spielen haben, dennoch wurden sie entweder vorzeitig getötet oder so rausgeschrieben, dass es kein ZurĂŒck gibt. GRRM hat bei der ein oder anderen Szene gesagt, dass diese nicht mit ihm abgesprochen gewesen sei, oder ohne weitere MeinungsĂ€ußerung (welche hinsichtlich der Serie sowieso recht spĂ€rlich sind - das mantrartige "Benioff und Weiss machen einen guten Job" mal nicht eingerechnet) auf den Butterflyeffect verwiesen. Alles in allem manifestiert sich der Eindruck, dass sein Einfluss weit ĂŒberbewertet und sein Name von Benioff und Weiss benutzt wird, um Buchleser an die Serie zu binden, getreu dem Motto: Schaut her, sogar der Autor der Buchvorlage arbeitet an dem Projekt mit. Deshalb insgesamt mein Fazit zur Serie: Sie ist als Adaption misslungen, als Serie losgelöst von den BĂŒchern immerhin ganz unterhaltsam, wenn auch zunehmend mit inhaltlichen SchwĂ€chen. Weiterhin ist sie bei genauem Hinsehen nicht so gut wie sie beworben wird, im Vergleich zu dem, was sonst so im Fernsehen lĂ€uft, natĂŒrlich bemerkenswert. Allerdings muss man sagen, dass es da keinen Konsens bei den Buchlesern gibt, was das anbelangt. Immerhin halte ich es aber fĂŒr auffĂ€llig, dass nach den letzten Folgen bei erstaunlich vielen die "Serie ist Serie, Buch ist Buch"-MentalitĂ€t einen Riss bekommen hat und zumindest partiell auf Abstand gegangen wird. Ich habe grundsĂ€tzlich ĂŒberhaupt kein Problem, wenn jemand die Serie zu 100% mag, fange aber dann an, dagegen zu argumentieren, wenn jemand meint, dass die Serie inhaltlich eigentlich genau wie die BĂŒcher ist oder gar genauso gut. Dabei mag ich aber festhalten, dass ich weder ĂŒber "Änderungen heule" noch ein "Hater" bin. Auch ich bin nur ein ganz normaler Leser/Gucker mit einer eigenen Meinung.
  36. 3 points
    Ich muß es einmal loswerden: Es erstaunt mich immer wieder, mit welcher Engelsgeduld die Pengelydh hier der Dreistigkeit einer Laufkundschaft begegnen, die das Forum als kostenlosen Dienstleistungsservice anzusehen scheint. Der Versuchung zu erliegen, die an Ignoranz grenzende SelbstverstĂ€ndlichkeit der Anfragen mit Copy-Paste Ohrfeigen abzustrafen wĂ€re nur allzu nachvollziehbar. Um so bewundernswerter erscheint es mir, daß auf nahezu jeden arglosen Neuankömmling freundlich und individuĂ«ll eingegangen wird. Ich wĂ€re sicher lĂ€ngst am SisyphusÂŽschen Charakter der Aufgabe verzweifelt. Dieses Forum schuldet Euch Dank fĂŒr Euer ausdauerndes Engagement. Nelkhart
  37. 3 points
    Danke Beleg. Ich dachte schon, Ihr kommt nie auf die Idee, meinem Diskussionsstil einen eigenen Thread zu widmen. Das ist ja kein Zustand hier.
  38. 3 points
    Nelkharts Posts sind sicherlich keine leichte Kost, sie aber als unverstĂ€ndlich zu bezeichnen schießt meiner Meinung nach weit ĂŒber das Ziel hinaus. Sie sind nicht annĂ€hernd so ĂŒberladen mit Lehn-/Fremd- oder Fachwörtern wie darauf folgenden Posts und in der Regel gut zu verstehen, wenn man sie nicht ĂŒberfliegt sondern tatsĂ€chlich liest und sich dabei ein wenig konzentriert. Man muss sich dafĂŒr wahrscheinlich ein wenig Zeit nehmen, aber das ist bei einer ernstgemeinten Diskussion ja wohl auch nicht zuviel verlangt. Ich persönlich musste nicht an einer Stelle in Nelkhards Post ein Wort nachgucken,allerdings kann es wohl durchaus sein, dass einigen Personen bestimmte Wörter als unverstĂ€ndlich aufstoßen. Bei den beiden anderen Post jedoch mĂŒsste ich eine Menge Wörter nachschlagen. Ich habe es nicht getan, weil ich von der offensichtlich beabsichtigten UnverstĂ€ndlichkeit der Posts genervt war. Die Posts erhalten dadurch keinen Mehrwert und auch keine prĂ€zisere Formulierung der Aussage. Außerdem findet man dort auch eine unglaublich unnötige Aneinanderreihung von Haupt- und NebensĂ€tzen, (da gibt's auch ein Fachwort fĂŒr... ) die das ganze noch unverstĂ€ndlicher und unĂŒbersichtlicher machen. Wozu? Das ist sinnlos und hat in einer Diskussion, in der man ernsthaft Meinungen austauschen und ins GesprĂ€ch kommen will nichts verloren. Eine problemlose Erfassung ist meiner Meinung nach in Nelkhards Posts durchaus noch gegeben, man muss aber konzentriert lesen. Die anderen Posts sind nur problemlos nicht zu verstehen. PS: Übrigens sind auch die meisten von Dr. Sheldon Coopers "wissentschaftlichen"(oder wie auch immer) Aussagen ziemlich banal und leicht verstĂ€ndlich, wenn man sich nur kurz die Grundaussagen der entsprechenden Bereiche der Physik durchliest. Man muss sie noch nicht einmal verstehen, sondern nur ihren Inhalt kennen, um beispielsweise die BanalitĂ€t in der Szene, in der Sheldon in der Cheesecake factory kellnert und ĂŒber das Verhalten von Elektronen in Kohlenstoff nachdenkt, zu erkennen. (Der Welle-Teilchen-Dualismus ist eine der wichtigsten und grundlegedsten Aussagen der Quantenphysik. Wenn sich also ein Quantenobjekt, wie z.B. das Elektron, durch Materie(der Kohlenstoff) wie eine Welle bewegt, dann ist man schön blöd, wenn man das als studierter Physiker nicht erkennt/weiß. ZurĂŒck in die 11. Klasse, Sheldon )
  39. 3 points
    Vorbildlich ausgearbeitet, raukothaur. Aber auch ziemlich brutal. Ich hoffe, sie hat sich an Deiner messerscharfen Analyse nicht verletzt. Die elbische AutopoiĂ«sis romantisiert die Systemtheorie, indem sie deren magischen Aspekt sichtbar macht: Die Personifizierung abstrakter Systeme als mystisch handelnde Akteure und die damit einhergehende EntrĂŒckung von der menschlichen „Umwelt“. Du bist exakt andersherum vorgegangen und hast das nebulöse Wirken der WeltpoĂ«sie im nĂŒchternen Licht der Systemtheorie enthĂŒllt. Es ist nicht schön, sie so entblĂ¶ĂŸt zu sehen, aber ich begreife, daß es notwendig war. Jetzt können es alle sehen. Man muß kein Tolkien sein, um den Unterschied zu verstehen. Die weltpoĂ«tische AutopoiĂ«sis wirkt auch jetzt in diesem Augenblick. Sie gibt den an ihrem eigenen Fachwissen verzweifelnden Hoch-Nerds die Hoffnung, daß es auch in dieser Welt einen Weg gibt, die Dinge auf elbische Art und Weise zu tun.
  40. 3 points
    Bilbos Abschiedslied (Übs. Ebba-Margareta von Freymann) Mein Tag ist um, es dunkelt schier, doch weite Reise liegt vor mir. Lebt, Freunde, wohl! Mich ruft das Schiff, es wartet zwischen Steg und Riff. Schaum ist weiß, die Woge grau, Himmel wölbt sich drĂŒber blau. Flut rollt an, und Winde wehn, Wogen bleiben nimmer stehn. Freunde! Segel sind gesetzt, Haltetaue durchgewetzt. Vor mir liegen tiefe Schatten, jenseits aber grĂŒne Matten. Hinterm Sonnenuntergang fĂŒhrt mein Weg mich strandentlang. Dann im Westen darf ich ruhn, brauche gar nichts mehr zu tun. Zu den Inseln in der Ferne leiten mich die hellen Sterne. Und ich weiß: Willkommen sei dort das Schiff, der Hafen frei. Schiff, bring mich nach Westen hin, wo auch ich gesegnet bin. Abendstern vor meinem Mast fĂŒhrt mich hin zu Ruh und Rast. Bilbos Abschied (Übs. Helmut W. Pesch) Der Tag vergeht, das Licht versiegt, doch lange Fahrt noch vor mir liegt. Lebt wohl, ihr Freunde! Es ist Zeit. Das Schiff am Kai, es steht bereit. Weiß die Gischt und grau das Meer; mein Weg fĂŒhrt nah der Sonne her. Salz die Gischt und frei der Wind; ich höre, wie das Meer erklingt. Lebt wohl, ihr Freunde! Ich muß gehn. Im Ostwind sich die Segel blĂ€hn. Schatten tief sich vor mir neigt, wo ewig sich der Himmel beugt, doch Inseln liegen hinterm Tag, die ich am Ende sichten mag, Land, vom West gen Westen zu, wo still die Nacht und tief die Ruh'. Geleitet von dem Einen Stern, der hinterm Deich erstrahlt so fern, such' ich den Hafen frei und hehr, den Strand am Sternerhellten Meer. Schiff, mein Schiff! Es zieht mich fort zum West, dem ewig seligen Ort. Leb wohl nun, Mittelerde mein! Ich seh' am Mast des Sternes Schein!
  41. 3 points
    intresse kannste dir ins popöchen schieben komm oder komm nicht.
  42. 3 points
    Weil ichs mir nicht verkneifen kann. Einen Grund gibt es doch: Wir sind alle Pilger auf dem Pfad der Liebe - der Weg ist das Ziel
  43. 3 points
    Mit einem LĂ€cheln nimmt Waenhil die Hand Nalas, die sich warm um seine schließt. Riecht noch stĂ€rker ihren Duft, als sich die StrĂ€hne fĂŒr einen kurzen Moment an seine Wange schmiegt. FĂŒr einen kurzen Augenblick versinkt der Schmied ganz in dem Moment, als könnte er ihn festhalten, bevor ihn Ciradans Lachen und der starke Griff seiner Hand zurĂŒck in die Gegenwart holt. Immer noch verwirrt von der Situation und mit seinen Gedanken bei Nala lĂ€ĂŸt sich der Schmied die SchĂŒssel mit dem herrlich riechenden Abendessen in die Hand drĂŒcken. Gedanklich ganz wo anders ist das GesprĂ€ch zwischen ihm und dem Dunadan eher einseitig und er hört Ciradan nur mit einem halben Ohr zu. Dann geht alles plötzlich sehr schnell und der Schmied ist umso verwirrter, als plötzlich ein Tier zum Lagerfeuer huscht, Ciradans essen klaut, anschließend Eofor ausrastet und auch noch Fosco in den Wald verschwindet. Er ĂŒberlegt fĂŒr einen kurzen Augenblick ob er dem Halbling nachlaufen soll, allerdings hallen die Worte Eofors immer noch in seinem Ohr und lassen ihn an der Stelle erstarren. UnglĂ€ubig beobachtet er die Geschwister - die sich ein wenig vom Lagerfeuer entfernt hatten - und auch Ciradan, der den Beiden nachgeeilt ist. Eofor wollte die Gruppe verlassen? Und seine Schwester mitnehmen? Waenhil wollte nicht wahrhaben, was der Rohir soeben gesagt hatte. Der Schmied hofft, dass Eofor das alles nur im Zuge seines Ärgers gesagt hatte, doch die flĂŒchtigen Blicke die Nala immer wieder in Richtung des Feuers wirft sprechen BĂ€nde. Ein Anflug von Ärger steigt in dem Schmied hoch als er erkennt, dass Eofor die Wahrheit erzĂ€hlt. Ihre Reise war gefĂ€hrlich, und das Misstrauen in der Gruppe wĂŒrde ihnen ihren Auftrag nicht erleichtern. Vor allem Ciradan, der sehr unbedacht handelt scheint die Gruppe zu spalten. Er handelt oft vorschnell und unbedacht und sie hatten GlĂŒck, dass er sie noch nicht in ernste Gefahr gebracht hatte. Da halfen auch nicht die wenigen Momente, in denen der Dunadan zeigte, dass er etwas von seinem Handwerk verstand und nicht den Geist eines halbwĂŒchsigen besaß.
  44. 3 points
    Und was gabs heute so neues im Gasth ... aaahhhhhhh All hope abandon ye who enter here ...
  45. 3 points
    Der Geruch des Eintopfs lockt Waenhil schließlich auch in das Haus. Als Ciradan sein Anliegen vorbringt lauscht Waenhil aufmerksam den Worten des SpĂ€hers. Der Schmied versteht durchaus, warum der Dunadan den Wunsch einer zweiten Hand Ă€ußert, warum er allerdings ihn frĂ€gt ist ihm ein RĂ€tsel. Nicht jeder Schmied konnte ohne Probleme eine Prothese erstellen, das musste dem SpĂ€her doch klar sein? Eine komplizierte Arbeit, die jede Menge Fachwissen verlangt, welches Waenhil bisher nicht erlangen konnte. "Ich denke nicht, dass ein Schmied dafĂŒber erfreut ist, wenn jemand Fremdes seinen Arbeitsplatz benutzen will" antwortet Waenhil schließlich. Er ist dann doch ein wenig unsicher, als Ciradan wĂ€hrend seinen AusfĂŒhrungen plötzlich anfĂ€ngt zu kichern. Nahm er sein Anliegen etwas selber nicht ernst? Stirnrunzelnd fĂŒgt er hinzu "Zudem bin ich kein gelernter Prothesenschmied. Es wĂ€re besser, wenn du dich an einen Experten wendest".
  46. 3 points
    Ich finds eigentlich nett, dass auch immer wieder Außenstehende was in die Threads hier schreiben (auch wenn sie zu feige sind selber mitzuschreiben ) Zeigt doch zumindest, dass wir eine interessante, lustige, was auch immer Reise erleben.
  47. 3 points
    Wie in der Teilnehmerliste ersichtlich haben sich in der Zwischenzeit die notwendigen 10 Leute zusammengefunden: das FT 2013 findet also statt. Weitere Anmeldungen sind natĂŒrlich gerne gesehen!
  48. 3 points
    Gerade noch eher grummlig und in sehnsĂŒchtigen Gedanken an ein weiches Bett versunken, ist Nala auf einmal schlagartig wach. Waenhil wĂŒnscht ihr auf so unerwartet ĂŒberschwengliche Freude einen guten Morgen, das sie zunĂ€chst nicht sicher ist, ob sie noch trĂ€umt. Und als er ihr dann noch einen Kuss auf die Wange gibt, da sieht sie ihn ganz verdattert an. Sie ist nur froh, das ihr Bruder gerade im Wald verschwunden ist, dieser Zwischenfall hĂ€tte ihn sicher zu weiteren amorösen VerdĂ€chtigungen angeregt. Etwas verlegen und auch ein bisschen ratlos was sie in dieser Situation machen soll meint sie, nachdem sie sich gerĂ€uspert hatte eher trocken "Ich finde du solltest öfter die letzte Wache ĂŒbernehmen..." Etwas schĂŒchtern sieht sie sich um wer diesen Zwischenfall noch mitbekommen hat. In ihrem Inneren spielen die GefĂŒhle verrĂŒckt, warum ist Waenhil so gut gelaunt, so vertraut und so direkt? Will er dem Fremden in der Gruppe gleich zeigen, dass sie selbst als vollstĂ€ndiges Mitglied der Gruppe akzeptiert wird? Will er ihren Bruder Ă€rgern oder sie selbst herausfordern. Geistesabwesend nimmt sie einen Schluck ihres Tees und verzieht dann den Mund, er ist wirklich stark und ein wenig bitter.
  49. 3 points
    Freudig springt Waenhil auf, als er Nala erblickt. Er macht ein paar Schritte auf sie zu und nimmt sie Freundschaftlich in den Arm. "Schön, dass du wieder da bist" strahlt er sie an und drĂŒckt ihr einen dicken Knutscher auf die Wange, wĂ€hrend er ihr aufmerksam zu schaut wie sie den Tee zubereitet.
  50. 3 points
    Eofor hatte den Tag sehr ruhig verbracht, er war nie ein Mann vieler Worte gewesen. Sich schweigend mitzuteilen und viele Stunden in Stille zu verbringen war nun einmal das GeschĂ€ft eines SpĂ€hers. Die letzten Tage hatten ihn mitgenommen und körperlich erschöpft. Aber mehr noch lasteten dunkle Gedanken auf seinem GemĂŒt. Schon seit ihrer frĂŒhesten Kindheit, hatte er es immer als seine Pflicht angesehen seine Schwester zu beschĂŒtzen, sie aus Ärger herauszuhalten oder wenn ihm dies nicht gelang zumindest die Konsequenzen zu mildern. Und nun hatte er sie in solche Gefahr gebracht. Sie war schon immer ein solcher Sturkopf gewesen und hatte sich nie an Verbote und Regeln gehalten. Er hatte gedacht solange sie wenigstens in seiner NĂ€he blieb, könnte er ein Auge auf sie haben. Und nun waren sie so fern der Heimat und jeder Tag schien neue Herausforderungen und Gefahren zu bringen. WĂŒtend öffneten und schlossen sich seine HĂ€nde um die Waffe in seiner Hand. Eigentlich sollte der vertraute Griff und das bekannte Gewicht ihn beruhigen, doch der hartnĂ€ckige Gedanke gestern versagt zu haben, ließ sich nicht abschĂŒtteln. Er hĂ€tte sie beschĂŒtzen mĂŒssen, hĂ€tte nie zulassen dĂŒrfen, dass sie in eine solche Situation kamen. Verbissen hatte er mit den Angreifern gerungen, doch deren Kraft und brutalen Angriffe hatten ihn ĂŒberrascht. Zu Pferde hĂ€tte er ihre Leiber einfach mit seinem Hengst niedergeworfen, doch in einem engen Wald konnte er sein Geschick auf dem Schlachtross nicht ausspielen. Er war nur froh, dass alles so gut ausgegangen war. Ja sie hatten Verluste, doch keiner der GefĂ€hrten war gefallen und es die Wunden schlossen sich schnell. Jetzt beobachtete er Nala wie sie fröhlich und mit dem GemĂŒt eines unbesorgten Kindes auf einem Schlachtfeld WĂ€sche wusch und dabei lachte. Er schĂŒttelte den Kopf, nur sie konnte so sein. Kein anderes MĂ€dchen das er kannte war wie sie. Alle dachten an schöne Kleider, einen Ehemann und Kinder. Als er jĂŒnger war hatte ihn deren Gekicher nur gestört, spĂ€ter hatte er versucht der Grund fĂŒr das erröten der jungen Dinger zu sein. Nala hatte sich fĂŒr den Wald, Pferde und Waffen interessiert. Immer war sie ausgerissen und wĂ€hrend er sie suchte, schĂ€rften sich seine FĂ€higkeiten als SpĂ€her. Und wie oft hatte sie sie beide in Ärger gebracht! Er musste grinsen als er daran dachte, wie sie die HĂŒhner des Nachbarn mit FĂ€rberwolle bunt gemacht hatte und die Alte gekeift hatte wie ein Rohrspatz. Viele hatten gesagt er sei mit seiner Schwester gestraft, doch er konnte sich kein anderes Leben vorstellen oder wĂŒnschen. Nachdem er sich ausgeruht, sein Tier versorgt und seine AusrĂŒstung gepflegt hatte, war er bei Gror gesessen und hatte ihm bei der Reparatur seines Kettenhemdes zugesehen. Eine faszinierende, aber sehr aufwendige Arbeit. Erst spĂ€t kommen Nala und der Schmied aus dem Wald und Eofors Augen verengen sich. Sie scheinen auffallend vertraut miteinander zu sein. Neugierig musstert er die Beiden wie sie lachend ĂŒber die Lichtung schlendern. Beide waren lang weg, ihre Haare sind durcheinander, ihre Röcke gerafft und ihre Wangen rot. Was bei der goldenen Halle war da im Wald geschehen? Sie wĂŒrde doch nicht? Und dieser Schmied, Waenhil, er wĂŒrde es doch nicht wagen? Ruckartig erhebt sich der Rohirim der aufgrund seiner Verletztung nicht ganz so geschmeidig und wendig ist wie gewohnt. „Nala, Schwesterherz, kann ich dich mal kurz sprechen?“ ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Mit den Fingern fĂ€hrt sich Nala durch die zerzausten Haare und ĂŒberlegt wohin sie ihren Kamm gelegt hat, als sie ihren Bruder auf sich zukommen sieht. Sein Gesichtsausdruck und vor allem der Ausdruck „Schwesterherz“ verraten ihr sofort das Ärger im Anmarsch ist. So nannte er sie eigentlich nur bei seinen Standpauken. Sie erinnerte sich genau wie er dann die HĂ€nde in die HĂŒften stemmte und versuchte ernst drein zu blicken. Nicht immer gelang es ihm. Wie damals als sie dem allseits unbeliebten Stallmeister einen Streich gespielt hatte. Als der Sohn des hohen Herrs ausreiten wollte, hatte sie anstatt der feurigen Stute, den alten grauen Esel mit dem edlen Zaumzeug behĂ€ngt und aus dem Stall laufen lassen. Der Stallmeister war unglaublich wĂŒtend geworden und sie hatten Wetten abgeschlossen ob sein roter Kopf platzen wĂŒrde. Das halbe Dorf hatte gelacht, auch der Sohn des Herren und Eofor heimlich ebenfalls. Nun sah er sie wieder so an, dunkle Augen und verkniffene Lippen und sie fragte sich was sie heute verbrochen haben sollte? Hatte sie seine Socken zu heiß gewaschen? Doch als er sie dann am Rande der Lichtung mit leiser Stimme zu ihrem Aufenthalt im Wald befragte sah sie ihn völlig verwirrt an. „Was willst du damit sagen? Ich war am Fluss und
warte du denkst doch nicht, Eofor!“ Das letzte Wort klang eher wie eine Anklage und nun war Sie es die die HĂ€nde in die HĂŒften stemmte und ein bisschen wie eine wĂŒtende Ehefrau aussah. „Seit Wochen schlagen wir uns nun allein durch, schlafen in improvisierten Lagern, in schlechten HĂŒtten und billigen GaststĂ€tten, ziehen durch gefĂ€hrliche Gegenden und bekĂ€mpfen ORKs und plötzlich machst du dir sorgen um meine Ehre als Weib?“ fragte sie ihn mit einem Ton als wĂ€re er verrĂŒckt. +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Und da war sie wieder, seine sture und starrköpfige Schwester die sich wegen allem mit ihm streiten konnte. Sie ließ ihn kaum ausreden und schimpfte schon drauf los wie sie es schon als Kind getan hatte, wenn man ihr sagte sie dĂŒrfe etwas nicht tun. Eofor verschrĂ€nkte die Arme vor der Brust, er war ihr großer Bruder, ihr Vorgesetzter und verdammt nochmal der einzige mĂ€nnliche Vertreter ihrer Familie der gerade anwesend war. Wie sollte er seiner Mutter jemals wieder unter die Augen treten, wenn Nala ihre JungfrĂ€ulichkeit irgendwo in einem Wald an einen beinahe Fremden verlor. Eofor wurde bleich bei dem Gedanken seine hochschwangere Schwester nach Hause zu bringen. Nein dies wĂŒrde er sofort unterbinden, soweit wĂŒrde es nicht kommen. „Ich weiß du bist nicht wie andere Frauen, die stricken und Kinder wickeln, doch deine Ehre sollte dir im Namen deiner Familie schon etwas wert sein! Du bist keine Elbin die halb nackt durch die WĂ€lder springt und tanzt. Du bist eine Schildmaid Rohans, vor der ein schwerer und ernster Pfad liegt. Ich verbiete dir weiterhin solchen Unsinn im Wald zu treiben und jetzt kĂ€m dein Haar und trag deinen Rock anstĂ€ndig“ sagte er mit fester Stimme. +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ „Wie eine nackte Elbin?“ wiederholte Nala völlig unglĂ€ubig seine Aussage und sie sah drein, als wĂŒrde sie ernsthaft an seiner geistigen Gesundheit zweifeln. „Hast du vielleicht einen Schlag auf den Kopf erhalten gestern?“ fragte sie und verschrĂ€nkte ebenfalls die Arme vor der Brust! Die beiden standen sich wie StreithĂ€hne gegenĂŒber, doch das geĂŒbte Auge sah, dass sie solche Situationen schon sehr oft erlebt haben mussten. „Ich habe im Wald nichts getan und du verhĂ€lst dich wie ein dummer Esel!“ meinte sie und dachte an die Gelegenheiten wenn er ebenfalls den großen Bruder raus gekehrt hatte, sobald sich nur irgendein Kerl fĂŒr sie interessiert hatte. Nicht das sie jemals selbst Interesse gezeigt hatte. „Außerdem was weißt du denn schon von meiner Ehre, vielleicht habe ich sie ja schon ‚verschenkt‘ zum Beispiel an Rodgar!“ sagte sie patzig weil sie wusste wie wenig Eofor Rodgar ausstehen konnte! ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ „Rodgar? Dieser RĂŒpel, was war mit Rodgar? Hat er dich angefasst?“ donnerte Eofor und lief seiner Schwester nach die mit erhobenem Haupt weiter weg vom Lagerfeuer ging. Erst als sie ihm mehrfach versicherte, dass sie Rodgar nie nahe gekommen war, außer das eine Mal als sie ihm Disteln in das Bett gelegt hatten, beruhigte er sich. Ihr dummer Streit war auch schneller vorbei als er begonnen hatte und einige Minuten spĂ€ter saßen sie eintrĂ€chtig am Feuer und Schnitten das Fleisch des Rehs, das nicht gleich gegessen werden konnte, in dĂŒnne Streifen um es zu trocknen. „Wir werden euch weiterhin begleiten“ versichert er dann seinen GefĂ€hrten, als die Frage aufkommt, was die nĂ€chsten Tage geschehen soll.
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