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  1. Ein Hinweis aus der Podcast Ecke! Weiter gehts beim Podcast: Der Herr der Ringe: Ein Battle, sie zu knechten Man hat mir gesagt ich soll euch sagen das da jeder mal reinhört! Also bitte alle mal da reinhören!
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  2. Ganz kurz vorweg: als Harrys Geburtsdatum wird Ende Juli 1980 angegeben, und das heißt die Bücher spielen in den neunziger Jahren. Und, stimmt leider: Harry nervt, und zwar sehr. Eigentlich wird dem dauernd geholfen, und er wird dauernd beschützt, von Ron und Hermione auf jeden Fall, aber auch von anderen Leuten. Offenbar weiß er das nicht sonderlich zu schätzen, vermutlich nimmt er es teilweise nicht einmal wahr. Und er glaubt tatsächlich dass die Leute in der Schlacht von Hogwarts für ihn sterben weil er ja der "Auserwählte" ist. Snape beschreibt ihn als "mediocre, arrogant as his father, a determined rulebreaker, delighted to find himself famous, attention-seeking and impertinent" (Band 7, "The Prince's Tale); so ganz unrecht hat er da nicht. Wobei Harry für den "Auserwählten" ja nun nichts kann, das hat Dumbledore ihm eingeredet, seit dem Ende von Band 5. Denn so ganz plötzlich wird Dumbledore ja nicht zu einer doch eben auch ziemlich negativen Figur. Wir nehmen das leicht zu spät wahr, weil praktisch die gesamte Geschichte aus Harrys Sicht erzählt wird, und der merkt ja doch erst sehr spät wie Dumbledore ihn manipuliert hat. Denn, nüchtern betrachtet ist es doch so: Dumbledore weiß von Anfang an dass Harry ein Horcrux ist, dass er also voraussichtlich sterben muss bevor Voldemort besiegt werden kann; und deshalb scheint es ihm praktisch Harry einzureden dass er der Auserwählte ist der als einziger Voldemort besiegen kann. Und der Auserwählte darf dann eben auch alle gefährlichen Dinge erledigen, Horcrux-Suche und so weiter, weil er ja sowieso sterben muss, da muss man niemand anderen in Gefahr bringen. "You have been raising him like a pig for slaughter", sagt Snape (Band 7, The Prince's Tale), "wie ein Schwein zum Schlachten". - So viel zum "guten" Dumbledore. Das ist eigentlich schon ziemlich gut entwickelt im Lauf der Geschichte, finde ich. Ein echtes Problem ist James Potter. Und auch da stammt das Problem zum Teil daher dass wir halt die gesamte Geschichte aus Harrys Sicht erzählt bekommen. denn Harry, unter sehr unguten Bedingungen aufgewachsen, neigt natürlich dazu sich nach seinen Eltern zu sehnen und zu glauben dass sie ganz tolle Leute gewesen sein müssen. Und Hagrid sagt ihm bei seiner ersten Begegnung mit Harry ja auch genau das, wobei er übrigens (im Buch zumindest) eine faustdicke Lüge erzählt; er sagt, James Potter sei Head Boy /Schülersprecher gewesen, und das kann nicht stimmen; Schülersprecher kann nur werden wer in der 5. Klasse Prefect/"Vertrauensschüler" geworden ist, und da das in diesem Jahrgang Remus Lupin war kann es nicht James Potter gewesen sein. Ein offenbar realistisches Bild von James Potter bekommen wir tatsächlich erst in Band 5, im Kapitel "Snape's Worst Memory". Und, stimmt leider: danach gibt es ein paar halbherzige und von Harry natürlich gern geglaubte Erklärungen dass James Potter sich später gebessert habe und vernünftiger geworden sei. Und dann sind James und Lily Potter halt das ideale liebende Elternpaar, in bester Rowling-Manier halt. Und auch wenn ich es den beiden glaube dass sie ihr Kind lieben, die Vorgeschichte dieser Ehe dürfte doch wohl wenig ideal sein wenn man sich das mal nüchtern betrachtet. Also: Lily Evans ist mit Severus Snape befreundet, bin in die letzten Schuljahre hinein, und dann verkrachen sie sich und Lily fängt an mit James zu gehen. "Ich dachte, das ist der der Ron am meisten ärgert" wird Hermione später in einer vergleichbaren Situation als Erklärung sagen als sie gefragt wird warum sie mit einem Idioten wie Cormac McLaggen ausgeht. Und dann heiratet Lily Evans überstürzt mit neunzehn Jahren James Potter. War sie schwanger? Damals nannte man so etwas eine Muss-Ehe. - Tut mir leid dass das so unromantisch klingt. Aber es ist halt die Überlegung die sich zwangsläufig ergibt wenn man sich die Fakten und die Zeitabläufe genauer ansieht.
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  3. Númenórer in der dritten Staffel
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  4. "aber in Zappa gibt es doch gar kein K"
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  5. Wie sie sich alle zieren, aufzulösen! Danke für dein Erbarmen, @Berzelmayr! Das ist natürlich richtig!
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  6. Hab es schon letzte Woche gehört. Natürlich mit einer Stunde viel zu wenig Zeit für so ein umfangreiches Thema aber als Einblick für andere gut gemacht. Ich fühlte mich gut unterhalten
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  7. Wie das mit der Erlaubnis zum arbeiten durch den Ehemann in GB war, weiß ich nicht, aber bis in die 70 durften dort verheiratete Frauen in manchen Berufen gar nicht arbeiten. D.h. wenn du heiraten wolltest, musstest du kündigen. Aber mal zu einem anderen Punkt: Ich würde da um ehrlich zu sein nicht von einer Lüge reden, sondern von schlechter Continuity. auch wenn Rowling von Anfang an 7 Bände im Kopf gehabt haben mag, hat sie glaube ich nicht alles bis zum Ende durchdacht und deshalb gibt es diese Widersprüche. Diese nicht-Planung finde ich viel gravierender bei den Backstories, die (wie ihr schon mehrmals erwähnt habt) oft überhaupt nicht zum ersten Eindruck der Figur passen: die Potter-Eltern, Dumbledore, Snape ... In diese Reihe gehören für mich auch die Dursleys. Im Prinzip beginnt alles wie im klassischen Märchen: Harry wird schlecht behandelt, einfach weil er ein Waisenkind ist. Ein bisschen wie Aschenputtel. Später versucht Rowling dann zu erklären WARUM die Dursleys ihn so behandeln und das macht alles kaputt: weder kann man sie wie die böse Märchen-Stiefmutter hassen und sich über ihre Bestrafung freuen*, noch ist das extreme Verhalten so richtig nachvollziehbar (für mich zumindest). Ja, Lily ist die tollere, begabtere, besonderere Schwester gewesen, aber das ist einfach nicht überzeugend genug. Das sind meiner Meinung nach übrigens beides nicht Beispiele für eine fragwürdige Weltanschauung, sondern dafür, dass die Potter-Bücher sich zwar unbestritten gut lesen lassen (zumindest bis Band 4 oder 5, danach war es für mich eher Pflichterfüllung), aber die schriftstellerische Qualität halt doch eher so lala ist. *Beispiel: die grausige Tante, die in einem der ersten Bücher aufgeblasen wird. Das ist ganz schlichte Märchengerechtigkeit. Person X ist gemein zum Protagonisten und wird schlimm bestraft. Und wir freuen uns. Das funktioniert aber nicht mit komplexen Figuren. (Wobei die "Komplexität" der Figuren noch mal ein anderes Thema wäre. Da müsste ich aber echt noch mal in die Bücher schauen um fundiert nörgeln zu können.
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  8. Interessant. Ich musste da nämlich an solche Sachen wie "Huckleberry Finn" denken. War eher so ein Gefühl, aber deine Schülerin bestätigt es. Und ja: die Rollenverteilung ist irgendwo in den 50ern hängengeblieben. Auch für die 90er war das bestenfalls konservativ. Ist mir aber auch nicht gleich aufgestoßen, weil Molly natürlich als Mutterersatz für Harry dient. Zu viel des Lobes. Ich hab die Bücher nur auf Englisch gelesen und die deutschen Namen kenn ich entweder nicht oder sie kommen mir blöd vor. wollt ihr noch ein Beispiel? Die Freundschaft zwischen Harry, Hermione und Ron. Zu Anfang ist das ja klassisches Kinderbuch - drei potentielle Außenseiter begegnen sich und werden Freunde und zusammen schaffen sie alles und sind stärker als die fiesen Kinder. Aber: 1. hat mich in den späteren Büchern total genervt wie wenig Harry seine Freunde zu schätzen weiß und wie doof er sich ihnen gegenüber verhält. In welchem Buch sind sie noch mal auf der Flucht und wohnen im Zelt? Da hätte ich mir jedenfalls gewünscht, dass die beiden ihn alleine im Wald zurücklassen... 2. Harry ist der Held, der von allen gefeiert wird, aber eigentlich sind es die anderen beiden, die jedes Mal den Karren aus dem Dreck ziehen und sämtliche Rätsel lösen (vor allem Hermione!). Wenn es nicht darum geht Quiddich zu spielen kriegt Harry echt wenig auf die Reihe. Jetzt könnte man ja sagen, dass das zeigt, dass man mehr erreicht wenn man zusammenarbeitet. Aber Hermione und Ron sind immer nur die Sidekicks. Hermiones Rolle finde ich da besonders problematisch: oberflächlich betrachtet ist sie eine positive Darstellung eines nur scheinbar uncoolen Büchermädchens und ein Vorbild, weil sie fleißig und klug ist. Aber wenn man es sich genau anschaut ist auch ihre eine ganz pseudo-moderne Frauenrolle: ja, du kannst schlau sein und Karriere machen, aber gewöhn dich schon mal daran, dass ein Typ die Lorbeeren einstreicht und dass du nie Chefin, sondern bestenfalls die Assistentin des Chefs sein wirst. (Insofern passt das gut zu deinen Beobachtungen über Karrieremöglichkeiten @gathame ) Was wird am Ende eigentlich aus ihr? (Wie gesagt: letzten Band eher so aus Pflichtgefühl gelesen...)
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