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Im LOTR_on_Prime Sub auf Reddit gibt's eine Dia-Show mit 20 hübschen Fotos von den verschiedenen Sets in Staffel 2:3 Punkte
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Dass die Autoren der Amazon-Serie dieses Motiv gar nicht erkannt haben halte ich durchaus für möglich; bei mir hat es auch ziemlich lange gedauert bis ich dieses Motiv überhaupt als solches bemerkt habe. es ist ja auch eher unauffällig, naturgemäß. Und ein Zugeständnis an den Markt, wie du das nennst, kann das ja nun durchaus auch sein. Dies ist nicht die Art Motiv die sich gut verkauft. Und, stimmt: der Ring hat durchaus auch Macht über die Hobbits, nicht nur über Frodo der da durch den Gang der Handlung ja nun mal besonders betroffen ist. Sam reagiert durchaus auf den Ring, obwohl er ihn nur kurze Zeit trägt. Und auch Bilbo reagiert darauf; das ist übrigens etwas in Peter Jacksons Filmen, sowohl in "Herr der Ringe" als auch im "Hobbit", das mir sehr gut gefällt: da wird sehr deutlich gezeigt was der Ring eben auch mit Bilbo anstellt, deutlicher als in den Büchern, meinem Eindruck nach. Und, auch das stimmt: letztlich wird der Ring "durch Gollums Gier und Wahn" vernichtet, wie Gandalf der Graue geschrieben hat. Aber, spannende Frage: was löst bei Gollum diese Gier und diesen Wahn aus? Die Antwort ist einfach: eben dieser Ring löst das aus. Der Ring löst selbst das Verhalten aus das dann zu seiner Vernichtung führt. Und das ist ein Gedanke der mir erstens neu ist und über den ich zweitens wirklich noch sehr genau nachdenken muss, gerade auch im Hinblick auf den Titel dieses Threads hier.2 Punkte
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Aus meiner Sicht geht es im Herrn der Ringe nicht um Macht. Allenfalls ist Sauron mächtig oder sogar übermächtig, aber am Ende entscheidet ein Hobbit - das wohl am wenigsten mächtigste Wesen - über das Schicksal Mittelerdes. Natürlich ist Gandalf ein mächtiger Zauberer. Aber das zeigt sich nicht darin, dass er möglichst viele Orks umbringt. In "Der Hobbit" zündet er Tannenzapfen an, um die Warge zu vertreiben. Klingt nicht gerade nach einem mächtigen Zauberer. Aber er lenkt weise die Geschicke Mittelerdes und er ringt mit dem Balrog, was wohl niemand anderes hätte tun können. Das sind zentrale Botschaften Tolkiens: Es sind nicht die lauten Töne, die gewinnen. Es ist nicht der offensichtlich Starke, der sich durchsetzt. Tom Bombadil ist auch ein Beispiel dafür. Er setzt den Ring auf und es passiert - nichts. Der Ring verleiht Macht, Tom strebt aber gar nicht nach Macht, entsprechend bleibt der Ring wirkungslos. Der Ring, der so viele andere ins Unglück gestürzt hat. Ist Tom jetzt also mächtig, weil er ihm widersteht? Auch hier ist das Thema, dass Stärke nicht offensichtlich ist. Der Walschrat, der mit Bäumen redet und mit kindlicher Sorglosigkeit Lieder singt, schafft etwas, das die große Könige nicht geschafft haben.2 Punkte
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Hallo liebe freie Völker der Mittelerde, ich bin auch ganz neu hier und möchte euch einmal Hallo sagen, und habe zugleich ganz viele Fragen. Beste Grüße, Melina2 Punkte
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Natürlich vernichtet sich das Böse in Tolkiens Welt nicht grundsätzlich selbst, und so hatte ich das auch nicht gemeint. Das wäre auch eine denkbar langweilige Voraussetzung für das Schreiben einer guten Geschichte. Und gute Geschichten schreiben konnte Tolkien ja nun mal unbestritten. Natürlich strengen die Helden dieser Geschichten sich an, oft bis an die Grenzen des Machbaren, um das Böse zu besiegen. Aber manchmal haben sie dann halt im entscheidenden Moment das Glück dass das Böse sich eben auch gegen sich selbst wendet. Der Ring wird zerstört weil Gollum mit ihm abstürzt, das ist "Glück", wenn man so will. Aber zuvor hat eben Frodo den Ring bis in den Schicksalsberg hinein gebracht. Den Hinweis auf diesen Unterschied von mighty und powerful, der sich halt schlecht ins Deutsche übersetzen lässt, fand ich sehr wichtig. Power bezeichnet da tatsächlich eher Herrschaftsanspruch, es ist das "lautere" der beiden Wörter, und es ist auch das eher negative; Sauron ist powerful in diesem Sinne. Mighty ist "leiser", als Eigenschaft nicht immer so deutlich von außen erkennbar und hat eben sehr viel mit besonderen Fähigkeiten zu tun. aber in der deutschen Übersetzung verwischt sich der Unterschied zwangsläufig ein bisschen weil man eben beides als mächtig übersetzen kann. Und, stimmt: bei allen intelligenten Arten in Mittelerde finden wir Figuren die als mighty bezeichnet werden, nur bei den Hobbits nicht. Mir erscheint das Wort auch auf Hobbits nicht so wirklich zu passen. aber eins finde ich auffallend: es geht doch in diesen Geschichten immer um Macht, nicht ausschließlich, aber Macht ist wichtig. Und sowohl in "Herr der Ringe" als auch im "Hobbit" sind es dann ausgerechnet Hobbits die zu Hauptrollen werden und ganz entscheidende Dinge tun.1 Punkt
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Ich finde den Gedanken mit Gandalf, der nur so viel Macht zeigt wie er muss und sich auch mit scheinbaren Kleinigkeiten behilft, einen ganz interessanten. Die Passagen sind mir so in der Form nie ins Auge gefallen, aber obwohl der Hobbit ein ganz anderes Buch ist als der Herr der Ringe und ich Tolkien nicht attestieren würde, diese Handlungen Gandalf aufgrund einer übergreifenden Vision zugeschrieben zu haben, fügen sie sich denkbar gut in mein Verständnis von Macht in Tolkiens Welt ein. Macht wird im Herrn der Ringe im Gegensatz zum Hobbit anders und in vielen Fällen deutlich weniger subtil gehandhabt. Als Gandalf, Legolas, Gimli und Aragorn in die Halle Meduseld eintreten wollen und Háma sie anweist ihre Waffen abzulegen, lässt Aragorn das nicht auf sich sitzen, sagte er wisse nicht, warum der Wille Theodens über dem seinen stehen sollte und lässt letztlich Anduril nur unter eindeutiger Warnung vor der Tür stehen, dass niemand es anfasst und droht andernfalls demjenigen indirekt mit dem Tod. Hier wird Macht und Selbstanspruch sehr deutlich zur Schau gestellt, auch wenn besagte Macht rein menschlicher Natur sein mag und nicht gleichbedeutend mit der Macht Gandalfs ist. Dieser händigt Glamdring in der Szene ja ganz freundlich aus. Andere nichtmenschliche Akteure wie bspw. Glorfindel treten verhaltener mit ihrer Macht auf und er zeigt diese auch nur dann offen, als das an der Furt des Bruinen unbedingt notwendig ist. "[...] an Elf-lord revealed in his wrath", allerdings ist eine gewisse Aura dieser Macht ja auch dauerhaft spür- und sichtbar, sowohl bei ihm als auch bei Elrond. Tolkien verwendet überall in seinen Werken zwei Wörter, die sich beide im Deutschen mit mächtig übersetzen lassen: mighty und powerful. Power ist Macht im Sinne von Kontrolle, Herrschaft und Anspruch und mighty weist eher eine Konnotation mit Fähigkeit und Ruhm auf, zumindest so wie ich es im Kopf habe. Mighty können im Grunde alle sein: Menschen wie Hurin, Turin und Tuor, Maia wie Sauron und Gandalf, Elben, Zwerge, nur fällt mir kein Hobbit ein, der je als mighty bezeichnet worden wäre. Power hingegen "[...] is an ominous and sinister word in all these tales, except as applied to the gods" Die Frage hier scheint mir am ehesten in die Richtung zu gehen, wer am mächtigsten im Sinne von Power ist. Und bei der genannten Auswahl an Charakteren fällt es mir nicht schwer Sauron auf die 1 zu setzen. Seinem Herrschaftswillen und Machtanspruch kann sich keiner auch der Weisesten in Mittelerde widersetzen. Gandalfs Macht ist zwar göttlich positive Power, aber sie tritt sozusagen eher als Might auf. Er sucht keine Kontrolle, er ist ein Unterstützter, ein Koordinierer, ein Helfer und seine Stärke liegt darin, nicht darauf zu setzen, dass er der Stärkste oder Mächtigste ist. Tannenzapfen statt Fireball ist das, was Gandalf erst zu dem macht, der er ist und weshalb er am Ende auch erfolgreich ist. Auf Galadriel trifft meiner Einschätzung nach Vergleichbares zu, auch wenn sie als Noldor einen anderen Bezug zu Power hat als Gandalf. Inwiefern diese Dichotomie überhaupt auf Bombadil zutrifft weiß ich nicht. Er besitzt ohne Frage eine eigenartige und große Kraft aber welcher Art diese ist, weiß ja niemand so genau. Ich glaube nicht, dass das Böse in Tolkiens Welt sich grundsätzlich selbst vernichtet. Es ist ein viel zu inhärenter Teil der Welt und erfordert viel zu viel Mühe und Not um es zu bezwingen, als dass man davon ausgehen könnte, dass alles Böse sich grundsätzlich selbst vernichtet oder auch nur grundsätzlich diese Möglichkeit offenbart. Denkt man an Melkor ist die ganze Situation ja genau umgekehrt. Das Böse ist im Grunde zu mächtig und siegt, weshalb von außerhalb eingegriffen werden muss. Es richtet sich nichts gegen sich selbst. Diesbezüglich finde ich die Position von Tom Shippey ganz interessant insbesondere wie sie von Curry in Defending Middle-Earth eingebunden wird. "While persistence offers no guarantees it gives "luck" a chance to operate, through unknown allies or unknown weaknesses in the opposition" Was wir als "Böses welches Böses bezwingt" interpretieren, lässt sich auch einfach als Glück deuten, dass nur deshalb zu Tage getreten ist, weil das Gute es mit viel Willen und Leidensfähigkeit bis zu einem Punkt gebracht hat, an dem ein glücklicher Umstand ihm in die Hände spielen kann. Da der Fehler oder die konkrete Ursache dieses Fehlers beim Bösen oder etwas Bösem bzw. Korrumpierten lag, liegt der Schluss nahe, es habe sich selbst zerstört aber das untergräbt ein wenig die Taten, die bis zu diesem Punkt geführt haben an dem das Böse versagen konnte.1 Punkt
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Was hat die Serie denn für dich so schwach gemacht? Ich mochte gerade die leisen Töne, den anderen Guck und das andere Tempo im Vergleich mit den anderen Westeros Serien bisher. Eine rundum schöne atmosphärisch dicht erzählte Staffel, in meinen Augen.1 Punkt
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Krieg ich einfach gleich gute Laune. Ich will, dass der gewinnt! Auf UK bin auch gespannt, den Song habe ich schon gehört, gefällt mir - morgen kommt das Video raus. Mal nicht 0 Punkte???1 Punkt
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Mittlerweile sehe ich das nach einigen Jahren etwas differenzierter. Auch die Hobbits waren sehr anfällig für die Macht des Ringes. Ob eventuell auch Samwise dem Ring verfallen wäre, finde ich mittlerweile sogar ebenfalls sehr wahrscheinlich. Er war sehr emotional gesteuert und wollte auch für sich und sein Volk bzw. seine Liebsten nur das Beste. Ich bin mir sicher, dass - wäre er ein "richtiger" Ringträger geworden - auch er auf kurz oder lang korrumpiert worden wäre. Was ich eigentlich sagen wollte: der Ring konnte nur aufgrund einer sich gegenseitig unterstützenden Gemeinschaft zu seinem Ziel gebracht werden. Und letzten Endes ist er dann doch nur durch das Schicksal vernichtet worden. In diesem Sinne durch Gollums Gier und Wahn.1 Punkt
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Doch, stimmt, auch wenn ich darauf wirklich noch nicht direkt geachtet habe: diese Motiv ist tatsächlich bei Tolkien immer wieder da. Nicht "der Kleine gewinnt gegen den Stärkeren", was ja auch ein eher abgenutztes und also langweiliges Motiv wäre, sondern eben diese Macht die nicht zur Schau gestellt wird und auch nicht zur Schau gestellt werden muss. Es gibt in "Herr der Ringe" sogar einen Gedichttext der genau das zum Thema hat; es ist ein Gedicht das Bilbo für Aragorn geschrieben hat und das er bei Elronds Rat vorträgt: All that ls gold does not glitter, Not all those who wander are lost; The old that is strong does not wither, Deep roots are not reached by the frost. From the ashes a fire shall be woken, A light from the shadows shall spring; Renewed shall be blade that was broken: The crownless again shall be king.1 Punkt
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Auch wenn die Frage "Wer ist der Mächtigste?" hier das Thema ist: SirLacy hat Recht, denke ich. Es geht im Herrn der Ringe nicht um Macht, auch wenn die Macht die jemand hat oder nicht hat natürlich schon eine gewisse Rolle spielt, einfach als Mittel zum Zweck. Aber es sind doch immer wieder eben nicht die offensichtlich Starken die sich durchsetzen. Und ich denke, dies ist ein sehr wichtiger Gedanke. Gandalf finde ich interessant in dieser Hinsicht. Natürlich gehört er zu den Starken, er kämpft gegen den Balrog und siegt. Aber im "Hobbit" zündet er Tannenzapfen an um die Warge zu vertreiben; eine eindrucksvolle Demonstration von Macht ist das ja nun nicht gerade. Aber es funktioniert durchaus. Und genau das finde ich wichtig: große Macht haben ist eine Sache; aber zu wissen dass man große Macht gar nicht immer nutzen muss wenn es auch viel einfacher geht, das ist ein wirklich souveräner Umgang mit der Macht die man hat. Wirkliche Macht muss nicht laut sein und auch nicht auffällig. Und natürlich ist ein Hobbit augenscheinlich kein sehr mächtiges Wesen. Trotzdem bringt der Hobbit Frodo es fertig, den Ring bis zum Schicksalsberg zu bringen. Seine Kräfte reichen eindeutig nicht aus für diese Aufgabe, aber sein Wille ist stark genug. Es gibt im Film diesen wirklich eindrucksvoll gespielten Moment wo Frodo beim Aufstieg auf den Schicksalsberg zusammenbricht und nicht weiter gehen kann, aber er bleibt nicht einfach liegen, er kriecht weiter, zumindest versucht er es. Diese Willenskraft ist ja nun auch eine Art von Macht, eine stille Macht, aber eine sehr starke. Und, gute Frage: ist Tom Bombadil mächtig, weil er dem Ring widersteht? Immerhin bringen das ja ziemlich viele andere Leute nicht zustande. Trotzdem empfinde ich das nicht als Anzeichen dafür dass Tom Bombadil mächtig ist. Für ihn hat der Ring einfach keinerlei Bedeutung, er bringt ihm keinerlei Nutzen; das Ding interessiert ihn einfach nicht. Gegen etwas gleichgültig zu sein das einem einfach vollkommen egal ist, das ist ja nun nicht gerade schwierig.1 Punkt
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Joah, da Finnland in diesem Jahr den norwegischen Weg geht, könnte ich mich im Wechsel tatsächlich mit einem finnlandisierten Norwegen anfreunden1 Punkt
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Hallo an alle, ich bin der neue. Ich wohne in der Eifel und bin seit ich mit 10 Jahren "Der Hobbit" gelesen habe, ein Tolkien-Fan. "Herr der Ringe" finde ich (natürlich) super, die Filme auch. Die Hobbit-Filme eher so lala, Ringe der Macht ... naja. Aktuell begebe ich mich mit dem PC-Spiel "Schlacht um Mittelerde" in die Tolkien-Welt. 20 Jahre alt, aber ich spiele es zum ersten Mal. Außerdem interessieren mich alte Ausgaben der Herr-der-Ringe-Bücher. Ich freue mich auf den Austausch und bin gespannt auf die Community.1 Punkt
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