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15tes Gasthaus "Zum Tänzelnden Drachen"
wm antwortete auf Ancalagon's Thema in Das Gasthaus "Zum Tänzelnden Drachen"
können türlich jederzeit dazu bestellt werden! oder auch separat! oder als Reise Proviant! kommt auch als Geschenk immer gut an! - Heute
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15tes Gasthaus "Zum Tänzelnden Drachen"
Blauborke antwortete auf Ancalagon's Thema in Das Gasthaus "Zum Tänzelnden Drachen"
Ist dies der Monat der Rückkehr der alten Recken? Bratkartoffeln klingt gut, wie steht's um die geräucherten Bratwürste? -
Zahlen aus dem Sindarin. Brauche Hilfe bei der richtigen Übersetzung
Ithilwen antwortete auf Melithwen Lóreiel's Thema in Tolkiens Sprachen und Schriften
Hallo Melina, ich war zwar früher mal Mod hier in diesem Bereich, habe mich aber lange nicht mehr mit den Sprachen und Schriften befasst. Ich fange gerade erst wieder an, die alten, nicht sehr umfassenden Kenntnisse aufzufrischen. Ich habe aber immernoch die guten Quellen in meinen Lesezeichen. Gemäß des Sindarin Wörterbuchs von Hiswelokë gibt es drei mögliche Wörter für die Kardinalzahl "drei" im Sindarin: nêl neled neledh Die erste Variante ist in dem von dir eingefügten Bild ja aufgeführt und auch korrekt geschrieben. Die anderen beiden würden folgendermaßen aussehen: Ich hoffe, das hilft dir. Falls jemand von den absolut Sprach- und Schriftkundigen was einzuwenden hat, bitte melden. -
15tes Gasthaus "Zum Tänzelnden Drachen"
wm antwortete auf Ancalagon's Thema in Das Gasthaus "Zum Tänzelnden Drachen"
Die Bedienung war ohne korrekte Abmeldung von der Arbeit ferngeblieben Aber wo du wieder da bist! Kannst gleich auch die Asche ausm Kamin kehren! *Eimer mit Schüffeli und Wischerli übergeb* dann kann heute die Bratkartoffel-Party steigen -
Mir scheint wir haben mit der Natur des Bösen und Macht bei Tolkien gleich zwei Themen angerissen die eigentlich nicht mehr zu diesem Thread gehören aber die ne gute Diskussionsgrundlage bieten. Ich schreib gerade nur zwischen Salzgebäck und Bier daher mag vielleicht jemand anderes einen/zwei Thread/s dazu eröffnen und hier verlinken?
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15tes Gasthaus "Zum Tänzelnden Drachen"
Elda antwortete auf Ancalagon's Thema in Das Gasthaus "Zum Tänzelnden Drachen"
Na hier war ja nich viel los in den letzten Wochen... staubt mal die Theke bisschen ab Will vielleicht jemand Waffeln mit Ahornsirup machen? -
Mal von kompositorischen Überlegungen abgesehen ist es auch so, dass das Böse sich schon deshalb nicht endgültig selbst vernichten kann, weil die Welt bei Tolkien nicht so angelegt ist. Alles ist durch Illúvatar in der Welt und somit auch das Böse nicht aus sich selbst heraus, so sagt es Illúvatar in der Ainulindalë zu Melkor, nachdem dieser versucht hat, eine eigene Schöpfung gegen die der anderen Ainur durchzusetzen. Die Bösen sind bei Tolkien also die, die vom rechten Glauben abfallen und ihre Macht (im Sinne von might) missbrauchen, um andere zu dominieren, also Macht im Sinne von power ausüben. Darum liegt es quasi in der Natur der Sache, dass die, die wir als die Guten in der Geschichte ansehen, skrupulöser mit ihren Kräften umgehen als die „Bösen“. In dem Moment, in dem die eigentlich Guten, in der Wahl der Mittel ihre Bedenken fallen lassen oder selbst nach Herrschaft über andere streben, stehen sie auch schon auf der Schwelle zum Bösen - nebenbei bemerkt eines der großen, wiederkehrenden Themen in „The Rings of Power“. Wenn man Gollum (im Sinne Tolkiens) böse nennen kann, dann deshalb weil das Machtversprechen des Einen Rings ihn korrumpiert hat. Darum würde ich Gollum als eine von vielen Emanationen des Bösen bezeichnen. Und auch wenn er entscheidend zur Niederlage des Bösen in der Form von Sauron beiträgt, handelt es sich hier dennoch unterschiedliche Akteure - allerdings beide der Versuchung absoluter Macht erlegen, wie sie vom Ring symbolisiert und, da Sauron einen Großteil seiner Stärke in den Ring transferiert, auch verkörpert wird. Aber letztendlich führt die Zerstörung des Einen Rings nicht dazu, dass das Böse ganz und gar aus der Welt ist, es zeigt sich von da an nur auf andere Weise. Gut, dass du noch mal auf Aragorns ja durchaus vorhandenes Standesbewusstsein aufmerksam machst. Denn auch wenn es sich anbietet, Aragorn als weiteres Beispiel für einen zurückhaltenden Umgang mit der Macht anzuführen, muss man auch bedenken, dass seine Zurückhaltung und seine Lebensumstände das Ergebnis geschichtlicher Entwicklungen sind. Ähnlich wie bei Galadriel, die Tolkien als Penitent, also als reuige Sünderin, bezeichnet, als jemanden, der seine eigenen Verfehlungen erkennt und sich neu orientiert, muss Aragorn mit den Verfehlungen seiner Vorfahren leben und sich erst beweisen. Darum denke ich, dass das Motiv „All That Is Gold Does Not Glitter“ wohl ein originäres Phänomen des Dritten Zeitalters beschreibt.
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Nevia hat sich registriert
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Zahlen aus dem Sindarin. Brauche Hilfe bei der richtigen Übersetzung
Heinrich antwortete auf Melithwen Lóreiel's Thema in Tolkiens Sprachen und Schriften
Hey Mélina, oh, das klingt nach einer richtig schönen Idee 😄! Für die „3“ im Elbischen würde ich auf jeden Fall Sindarin nehmen und dann in Tengwar schreiben. Im Sindarin heißt die „3“ „nêl“ – und damit kannst du dann ganz entspannt die Tengwar-Zeichen umsetzen. Wichtig ist wirklich, dass du dich an eine verlässliche Quelle hältst, z.B. Tolkien Gateway oder Ambar Eldaron, die erklären die verschiedenen Modi sehr gut. Was die Tattoos der „9“ aus der Filmreihe angeht – keine Sorge, die sind teils eher künstlerisch umgesetzt, nicht immer linguistisch korrekt. Deshalb lohnt es sich, den Text vorher noch mal checken zu lassen. Und schöne Zitate in Elbisch gibt’s auch richtig viele, ich mag z.B. „Namárië“ (Adieu) oder „A Elbereth Gilthoniel“ total gern klingt richtig poetisch. Für dein Tattoo: Mach vorher unbedingt eine saubere Vorlage in Tengwar, lass sie am besten von jemandem, der sich auskennt, gegenchecken. Dann bist du auf der sicheren Seite und der kleine Fehler auf der Haut bleibt aus . -
Heinrich hat sich registriert
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Natürlich vernichtet sich das Böse in Tolkiens Welt nicht grundsätzlich selbst, und so hatte ich das auch nicht gemeint. Das wäre auch eine denkbar langweilige Voraussetzung für das Schreiben einer guten Geschichte. Und gute Geschichten schreiben konnte Tolkien ja nun mal unbestritten. Natürlich strengen die Helden dieser Geschichten sich an, oft bis an die Grenzen des Machbaren, um das Böse zu besiegen. Aber manchmal haben sie dann halt im entscheidenden Moment das Glück dass das Böse sich eben auch gegen sich selbst wendet. Der Ring wird zerstört weil Gollum mit ihm abstürzt, das ist "Glück", wenn man so will. Aber zuvor hat eben Frodo den Ring bis in den Schicksalsberg hinein gebracht. Den Hinweis auf diesen Unterschied von mighty und powerful, der sich halt schlecht ins Deutsche übersetzen lässt, fand ich sehr wichtig. Power bezeichnet da tatsächlich eher Herrschaftsanspruch, es ist das "lautere" der beiden Wörter, und es ist auch das eher negative; Sauron ist powerful in diesem Sinne. Mighty ist "leiser", als Eigenschaft nicht immer so deutlich von außen erkennbar und hat eben sehr viel mit besonderen Fähigkeiten zu tun. aber in der deutschen Übersetzung verwischt sich der Unterschied zwangsläufig ein bisschen weil man eben beides als mächtig übersetzen kann. Und, stimmt: bei allen intelligenten Arten in Mittelerde finden wir Figuren die als mighty bezeichnet werden, nur bei den Hobbits nicht. Mir erscheint das Wort auch auf Hobbits nicht so wirklich zu passen. aber eins finde ich auffallend: es geht doch in diesen Geschichten immer um Macht, nicht ausschließlich, aber Macht ist wichtig. Und sowohl in "Herr der Ringe" als auch im "Hobbit" sind es dann ausgerechnet Hobbits die zu Hauptrollen werden und ganz entscheidende Dinge tun.
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Fragen oder einfach Quasseln
Frodo antwortete auf Meriadoc Brandybuck's Thema in Gemeinsames "Game of Thrones" schauen's Quatschen
Meine Erwartung an eine Serie aus dem "GoT Universum" war halt etwas, sagen wir "blutiger", vor allem wenn das Wort Ritter im Namen auftaucht Die Serie hatte für mich schon fast Rosamunde Pilcher Vibes - Gestern
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Ich finde den Gedanken mit Gandalf, der nur so viel Macht zeigt wie er muss und sich auch mit scheinbaren Kleinigkeiten behilft, einen ganz interessanten. Die Passagen sind mir so in der Form nie ins Auge gefallen, aber obwohl der Hobbit ein ganz anderes Buch ist als der Herr der Ringe und ich Tolkien nicht attestieren würde, diese Handlungen Gandalf aufgrund einer übergreifenden Vision zugeschrieben zu haben, fügen sie sich denkbar gut in mein Verständnis von Macht in Tolkiens Welt ein. Macht wird im Herrn der Ringe im Gegensatz zum Hobbit anders und in vielen Fällen deutlich weniger subtil gehandhabt. Als Gandalf, Legolas, Gimli und Aragorn in die Halle Meduseld eintreten wollen und Háma sie anweist ihre Waffen abzulegen, lässt Aragorn das nicht auf sich sitzen, sagte er wisse nicht, warum der Wille Theodens über dem seinen stehen sollte und lässt letztlich Anduril nur unter eindeutiger Warnung vor der Tür stehen, dass niemand es anfasst und droht andernfalls demjenigen indirekt mit dem Tod. Hier wird Macht und Selbstanspruch sehr deutlich zur Schau gestellt, auch wenn besagte Macht rein menschlicher Natur sein mag und nicht gleichbedeutend mit der Macht Gandalfs ist. Dieser händigt Glamdring in der Szene ja ganz freundlich aus. Andere nichtmenschliche Akteure wie bspw. Glorfindel treten verhaltener mit ihrer Macht auf und er zeigt diese auch nur dann offen, als das an der Furt des Bruinen unbedingt notwendig ist. "[...] an Elf-lord revealed in his wrath", allerdings ist eine gewisse Aura dieser Macht ja auch dauerhaft spür- und sichtbar, sowohl bei ihm als auch bei Elrond. Tolkien verwendet überall in seinen Werken zwei Wörter, die sich beide im Deutschen mit mächtig übersetzen lassen: mighty und powerful. Power ist Macht im Sinne von Kontrolle, Herrschaft und Anspruch und mighty weist eher eine Konnotation mit Fähigkeit und Ruhm auf, zumindest so wie ich es im Kopf habe. Mighty können im Grunde alle sein: Menschen wie Hurin, Turin und Tuor, Maia wie Sauron und Gandalf, Elben, Zwerge, nur fällt mir kein Hobbit ein, der je als mighty bezeichnet worden wäre. Power hingegen "[...] is an ominous and sinister word in all these tales, except as applied to the gods" Die Frage hier scheint mir am ehesten in die Richtung zu gehen, wer am mächtigsten im Sinne von Power ist. Und bei der genannten Auswahl an Charakteren fällt es mir nicht schwer Sauron auf die 1 zu setzen. Seinem Herrschaftswillen und Machtanspruch kann sich keiner auch der Weisesten in Mittelerde widersetzen. Gandalfs Macht ist zwar göttlich positive Power, aber sie tritt sozusagen eher als Might auf. Er sucht keine Kontrolle, er ist ein Unterstützter, ein Koordinierer, ein Helfer und seine Stärke liegt darin, nicht darauf zu setzen, dass er der Stärkste oder Mächtigste ist. Tannenzapfen statt Fireball ist das, was Gandalf erst zu dem macht, der er ist und weshalb er am Ende auch erfolgreich ist. Auf Galadriel trifft meiner Einschätzung nach Vergleichbares zu, auch wenn sie als Noldor einen anderen Bezug zu Power hat als Gandalf. Inwiefern diese Dichotomie überhaupt auf Bombadil zutrifft weiß ich nicht. Er besitzt ohne Frage eine eigenartige und große Kraft aber welcher Art diese ist, weiß ja niemand so genau. Ich glaube nicht, dass das Böse in Tolkiens Welt sich grundsätzlich selbst vernichtet. Es ist ein viel zu inhärenter Teil der Welt und erfordert viel zu viel Mühe und Not um es zu bezwingen, als dass man davon ausgehen könnte, dass alles Böse sich grundsätzlich selbst vernichtet oder auch nur grundsätzlich diese Möglichkeit offenbart. Denkt man an Melkor ist die ganze Situation ja genau umgekehrt. Das Böse ist im Grunde zu mächtig und siegt, weshalb von außerhalb eingegriffen werden muss. Es richtet sich nichts gegen sich selbst. Diesbezüglich finde ich die Position von Tom Shippey ganz interessant insbesondere wie sie von Curry in Defending Middle-Earth eingebunden wird. "While persistence offers no guarantees it gives "luck" a chance to operate, through unknown allies or unknown weaknesses in the opposition" Was wir als "Böses welches Böses bezwingt" interpretieren, lässt sich auch einfach als Glück deuten, dass nur deshalb zu Tage getreten ist, weil das Gute es mit viel Willen und Leidensfähigkeit bis zu einem Punkt gebracht hat, an dem ein glücklicher Umstand ihm in die Hände spielen kann. Da der Fehler oder die konkrete Ursache dieses Fehlers beim Bösen oder etwas Bösem bzw. Korrumpierten lag, liegt der Schluss nahe, es habe sich selbst zerstört aber das untergräbt ein wenig die Taten, die bis zu diesem Punkt geführt haben an dem das Böse versagen konnte.
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Auch das ist eine Frage die sich natürlich stellt: dass der Ring versucht zu seinem Herrn zurückzukehren wissen wir, aber wir wissen nicht ob das eine Art eingebauter "Notfallmechanismus" ist oder ob der Ring tatsächlich ein eigenes Wesen besitzt. Das wäre eine Frage die näher zu betrachten ziemlich spannend werden kann. Und was die Frage betrifft ob das Böse die Fähigkeit hat sich selbst zu zerstören: die Fähigkeit zu zerstören ist ja grundsätzlich da, es fragt sich bloß ob sich das auch gegen das Böse selbst richten kann. Ich habe überlegt ob mir dazu irgendwelche Beispiele einfallen, abgesehen von der Vernichtung des Rings durch Gollums wahnhafte Reaktion. Und zumindest in Peter Jacksons Filmen gibt es eine ganze Reihe von Beispielen dafür. Da werden die Orks ja als eine bewusst auf Aggressivität hin gezüchtete Art gezeigt, und bei mehreren Gelegenheiten sehen wir dass Orks dazu neigen bei der kleinsten Kleinigkeit in Streit zu geraten und einander dann auch sehr rasch gegenseitig zu erschlagen; nur deshalb findet Sam den Turm von Cirith Ungol unbewacht und zugänglich vor. Also, zumindest in den Filmen ist das Motiv dass das Böse sich durch seine Aggressivität selbst vernichtet erkennbar.
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Fragen oder einfach Quasseln
Torshavn antwortete auf Meriadoc Brandybuck's Thema in Gemeinsames "Game of Thrones" schauen's Quatschen
Was hat die Serie denn für dich so schwach gemacht? Ich mochte gerade die leisen Töne, den anderen Guck und das andere Tempo im Vergleich mit den anderen Westeros Serien bisher. Eine rundum schöne atmosphärisch dicht erzählte Staffel, in meinen Augen. -
Eurovision Songcontest
Meriadoc Brandybuck antwortete auf wm's Thema in Quatschen - PSST! nicht so laut!
Krieg ich einfach gleich gute Laune. Ich will, dass der gewinnt! Auf UK bin auch gespannt, den Song habe ich schon gehört, gefällt mir - morgen kommt das Video raus. Mal nicht 0 Punkte??? -
Fragen oder einfach Quasseln
Frodo antwortete auf Meriadoc Brandybuck's Thema in Gemeinsames "Game of Thrones" schauen's Quatschen
Insgesamt, fand ich die ganze Stafel eher sehr schwach (oder ein anderes schXXX Wort) Die einzige Folge die Potential hatte, die 5. Folge, also das Duell, wurde durch so einen blöden Rückblick vollkommen zerstört. War ja nicht in 5 anderen Folgen Platz dafür! K.A. wer Zielgruppe für diese Serie sein soll, aber ich bin froh, nur einen Monat HBOmax dafür abonniert zu haben. -
Liebe Gathame, dieser Gedanke ist auch für mich neu - und überraschend. Ich danke Dir für die Anregung, intensiv darüber nachzudenken. Allerdings denke ich dabei weniger an den Aspekt der "Macht" im Sinne von Stärke. Mich beschäftigt in diesem Zusammenhang eher die Frage, ob dem Bösen die Fähigkeit innenwohnt, sich selbst zu zerstören.
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Dann wäre es natürlich spannend darüber nachzudenken, warum der Ring diese Gier auslöst. Gandalf beschreibt ihn ja als "durch und durch böse", und dass er versucht zu seinem Herrn zurückzukommen. Also wäre die Aufgabe des Rings, die Reichweite böser Mächte seiner Träger so auszuweiten, dass Sauron ihn mit Leichtigkeit finden kann? Falls ja: war das quasi ein "Notfallmechanismus", den Sauron bei der Herstellung des Rings einfließen lies? Oder besitzt der Ring tatsächlich ein eigenes Wesen?
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Dass die Autoren der Amazon-Serie dieses Motiv gar nicht erkannt haben halte ich durchaus für möglich; bei mir hat es auch ziemlich lange gedauert bis ich dieses Motiv überhaupt als solches bemerkt habe. es ist ja auch eher unauffällig, naturgemäß. Und ein Zugeständnis an den Markt, wie du das nennst, kann das ja nun durchaus auch sein. Dies ist nicht die Art Motiv die sich gut verkauft. Und, stimmt: der Ring hat durchaus auch Macht über die Hobbits, nicht nur über Frodo der da durch den Gang der Handlung ja nun mal besonders betroffen ist. Sam reagiert durchaus auf den Ring, obwohl er ihn nur kurze Zeit trägt. Und auch Bilbo reagiert darauf; das ist übrigens etwas in Peter Jacksons Filmen, sowohl in "Herr der Ringe" als auch im "Hobbit", das mir sehr gut gefällt: da wird sehr deutlich gezeigt was der Ring eben auch mit Bilbo anstellt, deutlicher als in den Büchern, meinem Eindruck nach. Und, auch das stimmt: letztlich wird der Ring "durch Gollums Gier und Wahn" vernichtet, wie Gandalf der Graue geschrieben hat. Aber, spannende Frage: was löst bei Gollum diese Gier und diesen Wahn aus? Die Antwort ist einfach: eben dieser Ring löst das aus. Der Ring löst selbst das Verhalten aus das dann zu seiner Vernichtung führt. Und das ist ein Gedanke der mir erstens neu ist und über den ich zweitens wirklich noch sehr genau nachdenken muss, gerade auch im Hinblick auf den Titel dieses Threads hier.
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Hallo! Ich bin neu hier und will wenigstens mal...
Maethnibenis antwortete auf Frodo's Thema in Quatschen - PSST! nicht so laut!
Mae govannen, @Melithwen Lóreiel, in dieser illustren Runde. Deine erste Frage habe ich gefunden, kann sie dir zu meinem Leidwesen aber nicht beantworten. Aber vielleicht kann ich dir bei anderen Fragen helfen. Scheue dich nicht, sie zu stellen. Mae govannen, @SirLacy, auch dir. -
Ja, es hat mehrere Ebenen, das macht es ja so interessant. Und es stimmt natürlich, selbst für die arglosen Hobbits war der Ring gefährlich, siehe Bilbo. Eine sehr schöne Textstelle, die genau dazu passt, danke! Für mich war das schon immer ein zentrales, zeitloses und sehr schönes Motiv im Herrn der Ringe. Leider wird es oft übersehen, in dieser Amazon-Serie kam es gar nicht mehr vor. Vielleicht als Zugeständnis an den Markt, vielleicht auch weil die Autoren das Motiv gar nicht erkannt haben.
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Mittlerweile sehe ich das nach einigen Jahren etwas differenzierter. Auch die Hobbits waren sehr anfällig für die Macht des Ringes. Ob eventuell auch Samwise dem Ring verfallen wäre, finde ich mittlerweile sogar ebenfalls sehr wahrscheinlich. Er war sehr emotional gesteuert und wollte auch für sich und sein Volk bzw. seine Liebsten nur das Beste. Ich bin mir sicher, dass - wäre er ein "richtiger" Ringträger geworden - auch er auf kurz oder lang korrumpiert worden wäre. Was ich eigentlich sagen wollte: der Ring konnte nur aufgrund einer sich gegenseitig unterstützenden Gemeinschaft zu seinem Ziel gebracht werden. Und letzten Endes ist er dann doch nur durch das Schicksal vernichtet worden. In diesem Sinne durch Gollums Gier und Wahn.
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Doch, stimmt, auch wenn ich darauf wirklich noch nicht direkt geachtet habe: diese Motiv ist tatsächlich bei Tolkien immer wieder da. Nicht "der Kleine gewinnt gegen den Stärkeren", was ja auch ein eher abgenutztes und also langweiliges Motiv wäre, sondern eben diese Macht die nicht zur Schau gestellt wird und auch nicht zur Schau gestellt werden muss. Es gibt in "Herr der Ringe" sogar einen Gedichttext der genau das zum Thema hat; es ist ein Gedicht das Bilbo für Aragorn geschrieben hat und das er bei Elronds Rat vorträgt: All that ls gold does not glitter, Not all those who wander are lost; The old that is strong does not wither, Deep roots are not reached by the frost. From the ashes a fire shall be woken, A light from the shadows shall spring; Renewed shall be blade that was broken: The crownless again shall be king.
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Hallo! Ich bin neu hier und will wenigstens mal...
Ithilwen antwortete auf Frodo's Thema in Quatschen - PSST! nicht so laut!
Herzlich willkommen, Melithwen!
