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  1. Letzte Stunde
  2. Helge Fauskanger hat es ja auch hinbekommen. Kennt den jemand persönlich? Kann man den mit sowas belästigen? Ich nutze ja auch Neo Qwenya und reduziere auch gerade mein Vokabular leicht. Meine Geschichte ist ja auch keine wo ich moderne Begriffe brauche. Ich bin optimistisch!
  3. Heute
  4. Maethnibenis

    Buchprojekt Quenya - kompetente Mitstreiter

    @Chalamah: Willkommen in diesem Kreise! Du hast dir wirklich was vorgenommen! Meister Tolkien hat diese Sprachen entwickelt, aber wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, sind weder Sindarin noch Quenya vollständig entwickelte Sprachen. Insofern dürfte es vermutlich nicht möglich sein, eine komplette Geschichte auf Quenya zu übersetzen.
  5. Meriadoc Brandybuck

    In memoriam

    https://orf.at/stories/3424452/ Chuck Norris ist tot. Ist das denn überhaupt möglich?
  6. Oh Band 7 fehlt mir auch noch. Auch wenn in an die Albae-Romane immer erstmal etwas schwerer rankommen als bei den Zwergen. Aber es zeigt eben die andere Seite und das ist schon mal wieder recht spannend und interessant.
  7. Gestern
  8. Tja, meine Kollegen nennen mich schon Nerd, aber ich habe die fixe Idee mein schon existierendes Buch „Liora und der Sternenweber“ - (Infos: www.amiguitos.de/liora/de/de/) auch auf Quenya zu übersetzen. Aber quasi dreisprachig: Englisch / lateinbuchstabiges Neo-Quenya / Tengwar damit auch andere das verstehen. Ich bin auch schon recht weit, so weit, dass ich langsam dran denken muss, jemand zu fragen, der die Sprache richtig gut kann, denn die Story ist nicht so einfach. Ich will unbedingt den Tolkien-Flair maximieren ohne dabei die Story zu töten. Da ist auch viel Poesie drin. Meine Hauptdarstellerin ist darum auch keine Elbin aber es gibt einen Ent und mehrere Maiar. Eigentlich bräuchte ich jetzt einen Elben der mir hilft seine Kultur zu treffen - nur das geht nicht. Gebt mir doch mal einen Tipp wo ich so einen Mitstreiter finde. Ich mach das aktuell als reines Hobby! Ach ja: das ist auch keine Kurzgeschichte - sind schon aktuell so 160 Seiten weil ja alles 3x drin ist und es sieht edel aus. Gruß Jörn
  9. Dass Sauron sich in der einen oder anderen Phase seines Daseins selbst vormachte, gütig oder fürsorglich zu sein, das mag schon sein - und ist übrigens auch die Interpretation von John Payne und Patrick McKay. Es ist aber zum einen die Frage, wann genau das so gewesen sein könnte, und zum anderen würde ich dem Zitat noch eine weitere Passage aus Tolkiens Essay hinzu fügen, die zeigt, dass die gute Absicht bei Sauron, wenn überhaupt nur schwach mit so etwas wie Mitgefühl, der Basis für Fürsorge und Güte, verknüpft war: „But like all minds of his cast, Sauron’s love (originally) or (later) mere understanding of other individual intelligences was correspondingly weaker; and though the only real good in, or rational motive for, all this ordering and planning and organization was the good of all inhabitants of Arda (even admitting Sauron’s right to be their supreme lord), his’ plans’, the idea coming from his own isolated mind, became the sole object of his will, and an end, the End, in itself.“ (HoMe, Band 10, Morgoth’s Ring, Myths Transformed, Notes on motives in the Silmarillion) Wenn ich darüber nachdenke, in welcher Phase Sauron selbst an seine Güte geglaubt haben könnte, fallen mir eigentlich nur die ersten Jahre und die Zeit nach dem Krieg des Zorns ein. Es gibt relativ wenig Textstellen, die Auskunft über den frühen Sauron geben, also den, der sich noch nicht offiziell Morgoth angeschlossen hat. Aus der Ainulindalë können wir schließen, dass er als einer der Ainur von Eru geschaffen wurde, also noch vor dem Großen Lied. Er war unter denen, die in Ea eintraten und hier war er zuerst im Gefolge Aulës, begann aber bald Melkor zu bewundern und schloss sich ihm an - zuerst und noch während des Frühlings von Arda heimlich. „Now Melkor knew of all that was done; for even then he had secret friends and spies among the Maiar whom he had converted to his cause, and of these the chief, as after became known, was Sauron, a great craftsman of the household of Aule.“ (HoMe, Band 10, Morgoth’s Ring, The Later Quenta Silmmarillion, The Annals of Aman §17) Nachdem die Valar sich nach Aman zurückzogen und Morgoth ganz Mittelerde beherrschte, schloss sich Sauron Morgoth endgültig an. Und wie wir aus den Geschichten des E.Z. wissen, war er fortan nicht für sein Güte bekannt. In seiner Frühzeit mochte Sauron wohl an seine Güte geglaubt haben und während seiner heimlichen Gefolgschaft mag er wohl gedacht haben, dass sein Weg bzw. der Melkors der bessere für Mittelerde sei. Auch hier mögen noch gute Absichten vorhanden gewesen sein, in Anbetracht seines Vorgehens ist es aber schon weniger wahrscheinlich, dass Fürsorge sein Leitmotiv war. Selbsttäuschung wäre also vonnöten gewesen, wenn er sein Vorgehen denn vor sich selbst hätte rechtfertigen wollen. Die zweite Phase, in der es möglicherweise einen Selbstbetrug Saurons gegeben hat, war nach dem Krieg des Zorns: Der Moment der Reue und die Weigerung Saurons, nach Aman zu gehen und um Vergebung zu bitten, wird im Silmarillion beschrieben - ebenso wie der Wandel vom Reformer zum von Stolz und Herrschsucht zerfressenen Prime Dark Lord sich vollzog. „When Thangorodrim was broken and Morgoth overthrown, Sauron put on his fair hue again and did obeisance to Eönwë the herald of Manwë, and abjured all his evil deeds. And some hold that this was not at first falsely done, but that Sauron in truth repented, if only out of fear, being dismayed by the fall of Morgoth and the great wrath of the Lords of the West. But it was not within the power of Eönwë to pardon those of his own order, and he commanded Sauron to return to Aman and there receive the judgement of Manwë. Then Sauron was ashamed, and he was unwilling to return in humiliation and to receive from the Valar a sentence, it might be, of long servitude in proof of his good faith; for under Morgoth his power had been great. Therefore when Eönwë departed he hid himself in Middle-earth; and he fell back into evil, for the bonds that Morgoth had laid upon him were very strong.“ Nun wird beschrieben, wie im Krieg Beleriand im Meer versank und die Elben weiter nach Osten zogen. Dann heißt es: „Elsewhere in Middle-earth there was peace for many years; yet the lands were the most part savage and desolate; save only where the people of Beleriand came. Many Elves dwelt there indeed, as they had dwelt through the the countless years, wandering free in the wide lands far from the Sea; but they were Avari, to whom the deeds of Beleriand were but a rumour and Valinor only a distant name. And in the south and in the further east Men multiplied; and most of them turned to evil, for Sauron was at work. Seeing the desolation of the world, Sauron said in his heart that the Valar, having overthrown Morgoth, had again forgotten Middle-earth; and his pride grew apace. He looked with hatred on the Eldar, and he feared the Men of Númenor who came back at whiles in their ships to the shores of Middle-earth; but for long he dissembled his mind and concealed the dark designs that he shaped in his heart.“ (The Silmarillion, Of the Rings of Power and the Third Age) Im letzten Abschnitt mag so etwas wie Enttäuschung darüber zu erkennen sein, dass die Valar ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen, um Mittelerde von neuem zu gestalten. Das wäre ein Punkt, an dem Selbsttäuschung hätte ansetzen können, die ihn dann allerdings auch über seinen Hass auf die Elben und seine Furcht vor den Númenorern hätte hinwegtäuschen müssen.
  10. Letzte Woche
  11. Ithilwen

    Das lustige Bilderrätsel!

    Och nö. Dann begebe ich mich jetzt mal in Klausur, um mir ein neues Rätsel für euch zu überlegen ... könnte was dauern ...
  12. Sauron ist ganz bestimmt nicht gütig für alle anderen betrachtet, aber wenn wir von der Natur seines Bösen sprechen, dann ist es ja hauptsächlich seine Motivation die zählt und da kann ich mir schon vorstellen, dass er sich selbst zunächst als gütig, oder zumindest wohlwollend in dem Sinne dessen zeigt, dass er den hilflosen Kreaturen Erus den rechten Weg - seinen Weg - zeigt. "Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt" ist dann die Devise, die auf dieses vermeintliche Wohlwollen folgt, wenn sich die vermeintlich hilflosen und niederen Kreaturen nicht auf die Bevormundung einlassen. Objektiv gütig ist er in keinem Fall aber in einer verdrehten, narzisstischen Sicht sah Sauron sich zu einem bestimmten Zeitpunkt bestimmt als so etwas an. Aus Morgoth's Ring habe ich dazu ein (etwas Längeres) Zitat gefunden, was das meiner Meinung nach auch untermauert. Zumindest, sofern man davon ausgeht, dass Sauron seinen Wunsch nach Ordnung als etwas Altruistisches verstanden hat. "The time of Melkor's greatest power, therefore, was in the physical beginnings of the World; a vast demiurgic lust for power and the achievement of his own will and designs, on a great scale. [...] Thus, as 'Morgoth', when Melkor was confronted by the existence of other inhabitants of Arda, with other wills and intelligences, he was enraged by the mere fact of their existence, and his only notion of dealing with them was by physical force, or the fear of it. [...] Hence his endeavour always to break wills and subordinate them to or absorb them into his own will and being, before destroying their bodies. This was sheer nihilism, and negation its one ultimate object: Morgoth would no doubt, if he had been victorious, have ultimately destroyed even his own 'creatures', such as the Orcs, when they had served his sole purpose in using them: the destruction of Elves and Men. [...] Melkor could do nothing with Arda, which was not from his own mind and was interwoven with the work and thoughts of others: even left alone he could only have gone raging on till all was levelled again into a formless chaos. [...] Sauron had never reached this stage of nihilistic madness. He did not object to the existence of the world, so long as he could do what he liked with it. He still had the relics of positive purposes, that descended from the good of the nature in which he began: it had been his virtue (and therefore also the cause of his fall, and of his relapse) that he loved order and coordination, and disliked all confusion and wasteful friction. (It was the apparent will and power of Melkor to effect his designs quickly and masterfully that had first attracted Sauron to him." (Notes on motives in the Silmarillion)
  13. Berzelmayr

    Das lustige Bilderrätsel!

    So ist es!
  14. beadoleoma

    Das lustige Bilderrätsel!

    Sehr freundlich.
  15. Ithilwen

    Das lustige Bilderrätsel!

    Jetzt ist der Groschen gefallen! Dann nehme ich dir das mal freundlicherweise ab, obwohl auch ich dann wieder ein Problem habe. Nun ja, vorausgesetzt meine Lösung stimmt ... The Legend of Bagger Vance ??
  16. beadoleoma

    Das lustige Bilderrätsel!

    Ich weiß es, aber ich darf nicht auflösen (weil ich ja dann wieder dran wäre...)
  17. Berzelmayr

    Das lustige Bilderrätsel!

    Ein Film mit Will Smith and Matt Damon.
  18. Arwen Bruchtal

    Welchen Büchern fiebert ihr entgegen?

    Sarah J.Maas hat angekündigt das es weitere Bände von " Das Reich der Sieben Höfe " geben wird. Band 6: Erscheint im Oktober 2026 und Band 7. im Januar 2027,die Band 8: wird derzeit noch geschrieben.
  19. Arwen Bruchtal

    Die fiesen Elben (Albae) des Herrn Heitz...

    Es gibt neue Bände,über die finsteren Albae. Zur Zeit lese ich Band 6. " Dunkles Erbe " was in 3.Geschichten aufgeteilt ist . Und es gibt dann einen 7. Band " Blutrote Himmel " muss ich mir noch kaufen.
  20. Perianwen

    Was läuft gerade bei euch?

    1. Meinst du mich? 2. Total gruselig - eigentlich schau ich fast nie in diesen Thread, aber heute irgendwie schon. 3. Warum glaubst du, dass das meine Reaktion ist? Die Musik ist total schön. 4. Was hat dieses Video mit der Jahreszeit zu tun? Fragen über Fragen
  21. wm

    Film-Vorfreude-Thread

    Düne Drei!
  22. Meriadoc Brandybuck

    Was läuft gerade bei euch?

    Ja, es ist wieder diese Jahreszeit: Und Peri so:
  23. Einen Sauron, der die Schäden, die er selbst als Melkors Adjutant maßgeblich mit zu verantworten hat, wieder gutzumachen beabsichtigt, wie es nach den Schilderungen im Silmarillion für ein sehr kurzen Zeitraum gewesen sein muss, würde ich vielleicht als reuigen Sünder und tätigen Büßer bezeichnen. Für den Patriarchen, dem das Attribut gütig zuzuschreiben wäre, sehe ich leider keine Belege. Sauron war zur Wiedergutmachung bereit, aber auch das nur zu seinen Bedingungen. Es mangelte ihm schon an der Bereitschaft sich Manwës Urteil zu stellen.
  24. Man könnte folgende Passage aus dem Brief 153 in Richtung eines patriarchalischen Saurons deuten, der mit fester aber gütiger Hand die Dinge ordnet, die vom Krieg des Zorns im Chaos zurückgelassen wurden: "But at the beginning of the Second Age he [Sauron] was still beautiful to look at, or could still assume a beautiful visible shape – and was not indeed wholly evil, not unless all 'reformers' who want to hurry up with 'reconstruction' and 'reorganization' are wholly evil, even before pride and the lust to exert their will eat them up." Natürlich wäre dies nur der Anfang. Eventuell könnte man ihn auch noch während des Aufenthaltes in Eregion gerade noch so sehen, aber da kam er ja schon mit einer versteckten und betrügerischen Agenda hin, die schon sehr viel mehr das "strenge" betont. Sein Stolz und Herrschaftsdrang gegen jeden Widerstand waren da schon sehr dominant - nur konnte er es noch problemlos und glaubhaft verbergen.
  25. Klingt in der Tat sehr wohlwollend, zugegeben. Ich halte es allerdings durchaus für vorstellbar dass er das selber so empfindet, auch wenn es natürlich alles andere als das ist. Da gibt es irgendwie schon so eine Entwicklung von "nicht eindeutig und restlos böse" bis zu dem was dann eben am Ende aus ihm wird. Und diese Entwicklung hat durchaus auch damit zu tun dass er auf diesem Weg die Reize der Macht als solche entdeckt.
  26. Der fürsorgliche Sauron? Ist das nicht ein bisschen sehr wohlwollend?
  27. Das ist ein ganz wichtige Aspekt, finde ich: Sauron beraubt die Menschen/Elben/Zwerge ihres freien Willens, oder er versucht es zumindest. Und das widerspricht dem Gedanken dass die Menschen/Elben/Zwerge die Möglichkeit haben sollen sich frei zu entfalten und zu entwickeln, unabhängig von einer Beeinflussung durch die Ainur. Sie sollen Wesen mit einem eigenen Willen sein und die Möglichkeit haben sich eigenständig zu entwickeln. Und genau darüber setzt sich Sauron hinweg. Und wie das abläuft hast du ja schon optimal beschrieben. Das fängt wirklich nicht unbedingt "böse" an. Sauron will die Entwicklung der Dinge lenken weil er eben überzeugt ist es wirklich besser zu wissen. Das fängt wirklich mit einer Art von Beschützenwollen an, weil er eben weiser und stärker ist als diese anderen Wesen. Er will sie unterstützen. Aber da er es eben so viel "besser weiß" wird daraus eben schnell der Versuch die anderen Völker zu lenken, sie in die Richtung zu beeinflussen die ihm richtig erscheint. Und dann ist der Schritt zum Beherrschen eben wirklich nicht mehr weit. - "Wie im richtigen Leben" eben. Mir fällt dazu jetzt gerade eine Parallele ein an die ich in diesem Zusammenhang wirklich noch nicht gedacht habe. Die Entstehung von "Der Herr der Ringe" fällt ja in diese Zeitspanne nach dem zweiten Weltkrieg in die auch das Verschwinden des Kolonialismus gehört. Und Kolonialismus beruhte ja nun mal auch auf der Vorstellung dass die Europäer eine Art "höherer Menschen" seien und dass es ihnen deshalb irgendwie zustände "minder begabte Völker" zu beherrschen, zu deren eigenem Besten. Diese Vorstellung geriet genau zu dieser Zeit erstmals sehr ins Wanken. Ich habe keine Ahnung wieweit Tolkien von dieser Entwicklung beeinflusst war, aber es war damals kaum wirklich möglich von ihr nicht irgendwie betroffen zu sein, in England vermutlich sogar noch viel mehr als hierzulande. Um zu zeigen wie wichtig solche Gedankengänge damals tatsächlich waren möchte ich von einem Gespräch berichten das ich miterlebt habe und das mir sehr gut in Erinnerung geblieben ist. Das muss nach Lage der Dinge 1960 gewesen sein. also war ich damals acht Jahre alt. Aber ich bin sehr "erwachsen" erzogen worden, und ich wusste auch damals schon was Kolonialismus war, auch wenn ich das Wort eventuell nicht kannte, und ich wusste auch was falsch daran war. Und dann kam eine Jugendfreundin meiner Großmutter zu Besuch, eine Frau die mit einem Missionar verheiratet war und mit ihm jahrzehntelang in Südafrika gelebt hatte. Natürlich hat sie von Afrika erzählt. Und dann kamen halt Sätze die mich einfach fassungslos gemacht haben. "Diese Menschen dort, die sind wie die Kinder." "Die muss man einfach an die Hand nehmen und ihnen zeigen wie man richtig lebt, die verstehen das selber nicht." "Die können nicht selbst über sich bestimmen, dazu reicht ihr Verstand nicht aus. Die brauchen unsere Hilfe." Die Idee dass man das vielleicht auch irgendwie anders sehen könnte war für sie jenseits des Vorstellbaren. Macht es Sinn, solche zeitgeschichtlichen Überlegungen in eine Diskussion wie diese einzubeziehen? Denn Tolkien hat ja nun mal nicht im luftleeren Raum gelebt und geschrieben. Die Weltkriege kann man ja auch nicht ausblenden wenn man Tolkien liest.
  28. In Tolkiens Arda schon, denn damit beraubt er sie ihres freien Willens. Er möchte sie beherrschen und dass sie so handeln, wie er es will oder für richtig hält. Dieser Wunsch nach Ordnung der Dinge an sich ist nicht böse, doch je mehr er beinhaltet, Elben, Menschen und/oder Zwerge zu lenken und zu beherrschen, umso mehr wird er "böse". Der Kernauftrag und Gebot Erus an die Ainur (inkl. Melkor und Sauron) war zwar Arda zu bauen und gestalten, doch nicht anzustreben, die Kinder Erus zu beherrschen - und sei es mit den besten Absichten. Die Ainur sind in Tolkiens Weltentwurf nur so etwas wie "engelsgleiche Hausmeister", welche die Welt für Erus Kinder (Elben, Menschen und Zwerge) bewohnbar machen sollen. Diese sollen sich dort frei entfalten und ihre eigenen Möglichkeiten entdecken und entwickeln. Sie sollen nicht durch die Ausübung überlegener Macht und/oder Herrlichkeit der Ainur hierin gehemmt oder beeinflusst werden. Aus diesem Grunde gab es unter den Valar ja eine lange und heftige Debatte, ob sie die Elben nach Aman einladen sollten. Dies geschah mit den allerbesten Absichten: Sie sollten vor Melkor geschützt werden und in Frieden leben können (und etwas Egoismus war auch dabei, denn so hatten die Valar die Gesellschaft der Elben). Doch damit begaben sich die Valar auf den schlüpfrigen Pfad, die Elben zu beeinflussen. Natürlich waren sie in einem Dilemma - überliessen sie sie Mittelerde und hielten sich auftragsgemäß raus, so riskierten sie ein schlimmes Schicksal für die Elben in Melkors Herrschaftsbereich. Mischten sie sich ein, so riskierten sie eine schwer kalkulierbaren Eingriff in die freie und eigenständige Entwicklung der Elben. Den Valar war all dies klar und eben deshalb war es lange und heftige Debatte. Der nächste Schritt ist dann nicht nur dieses noch gute Motiv des Beschützens, als nächstes kommt Unterrichtung, dann Lenkung und dann Beherrschung. Es ist wie im richtigen Leben - der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert. Der Endpunkt - Herrschaft ohne Widerspruch - ist das, was Melkor und ganz besonders Sauron anstrebten, die Valar aber aus Weisheit nicht. Mit einer solchen Beherrschung durch einen mittelirdischen "Luzifer" wären die Kinder Erus nur noch Sklaven seines Willens und dessen beraubt, was ihre Existenz im Kern ausmacht: Wesen mit einem freien Willen und Möglichkeit zur eigenständigen Entwicklung. Herrschaft war von Anfang an Saurons Ziel bei dem Ringprojekt. Hätte es geklappt, wäre es die elegante Variante gewesen. Als dies durchschaut wurde, wechselte er problemlos zur Gewalt. Ich würde sagen, dass Sauron da Pragmatiker war und das jeweils effizienteste und erfolgversprechendste Mittel anwendete. Der Eine Ring ist von Anfang an ein Machtmittel, welches ihm erlaubt, die geringeren Machtmittel (die Elbenringe) zu kontrollieren. Es ist eine Erweiterung seiner Möglichkeiten: Ohne den Ring wäre sein unmittelbarer Einfluss nicht so weitreichend, auch über große Distanzen. Auch als er noch auf das Gelingen seines ursprünglichen eleganten Planes bauen konnte war der Ring von vornherein das Mittel, diese Pläne zu verwirklichen. Ohne ihn hätte Sauron nicht so wirken können. In diesem Sinne war er also ein Machtmultiplikator.
  29. Na ja, da sind sich nicht alle Gelehrten so sicher wie @Tolwen Aber das ist Thema in einem anderen Thread Noch eine kleine nachgeschobene Randnotiz von mir zum vermeintlichen "Streben nach Macht" bei Sauron und Melkor. Ich würde nicht sagen, dass die beiden nach Macht streben, sie sind mächtig - und sie nehmen für sich in Anspruch - auch weil sie sich, wie Tolwen sagt, durch ihre "tieferen Einsichten in Arda (aufgrund ihrer Eigenschaft als Ainur)" dazu legitimiert fühlen -, diese Macht uneingeschränkt ausüben zu können. Das ist möglicherweise an sich noch nicht böse, darin liegt aber schon die Wurzel allen Übels. Steht auch so in der Ainulindalë
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