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Zu den Neun gibt es noch etwas Zusatzinfo, nämlich dass drei der Ringgeister ursprünglich mächtige númenórische Fürsten waren: Yet Sauron was ever guileful, and it is said that among those whom he ensnared with the Nine Rings three were great lords of Númenórean race. — Sil: Akallabêth There were evil Númenóreans: Sauronians, but they do not come into this story, except remotely; as the wicked Kings who had become Nazgûl or Ringwraiths. — Letters: #156 (Fußnote) Siehe oben. Natürlich hat Sauron seine künftigen Sklaven sorgfältig ausgewählt, um maximalen Nutzen daraus zu ziehen. Diese Menschen mussten also bereits zu Lebzeiten großes Können bzw. Einfluß als relevante "Politiker" (im weitesten Sinne, d.h. Personen mit dem Potential zu lenken und zu beherrschen) bewiesen haben um überhaupt als Kandidaten für einen der Neun in Betracht gezogen zu werden. Für ihn müssen sie wohl nicht bereits den Zenith ihrer sterblichen Karriere erreicht haben; ehrgeizige aufstrebende Personen mit bedeutendem Talent/Fähigkeiten reichten bestimmt auch aus. Dies ist für Sauron sicher der knifflige Teil: Die Beurteilung, welcher Mensch das nötige Potential hat. Dafür müssen ihre natürlichen Gaben schon groß sein, die sie dann mithilfe eines Ringes nochmal steigern konnten (ein Kernfähigkeit der Ringe wie schon beschrieben). Hier kann man jetzt sicher trefflich diskutieren, wie diese Auswahl und Verteilung stattfand. Meines Erachtens ist Sauron in seiner schönen Gestalt viel gereist um geeignete Kandidaten zu identifizieren und hat sie dann mit seinem herausragenden Manipulationstalent umgarnt (zugeschnitten auf den jeweiligen Fall). Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sauron so wertvolle Gegenstände wie die Neun einfach Untergebenen zur Verteilung/Ablieferung überlässt - das war sicher "Chefsache".
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Nun, das steht jetzt allerdings doch in einem gewissen Widerspruch zu Eldacars Aussage, nach der von einem Geben im Gedicht gar nicht die Rede sei und es sich nur um die Beschreibung einer simplen Aufteilung handele. Denn auch wenn du das Ergebnis nun stärker in den Vordergrund rückst, gehst du doch nicht so weit, den Prozess der Verteilung auszublenden. Das geht auch aus deiner bisherigen, nun etwas relativierten Auffassung hervor, nach der „das Ringgedicht 'nur' den faktischen Zustand hinsichtlich des Verbleibs bzw. der Verteilung der Ringe der Macht nach ZZ 1700 beschreibt - und nicht die Absicht bei der Herstellung“. Dem Nachsatz würde ich übrigens widersprechen, denn schließlich offenbart die Ringinschrift ja einen Plan. So haben es auch die Elben verstanden. Die Tatsache, dass nicht eine Person allein über alle Ringe verfügt, ist für die Deutung des Gedichts nun insofern eine Herausforderung, als sie dadurch komplexer wird. Zumal Tolkien das Gedicht ja trotz einer veränderten Erzählung so belassen hat, wie es von Anfang an war, es also umgedeutet werden muss. Das erlaubt aber nicht, die Wortbedeutungen und grammatischen Funktionen unzulässig weit zu dehnen oder außer Acht zu lassen. Das alles habe ich in meiner Interpretation berücksichtigt. Eldacars Einwand, dass vom Geben im Gedicht doch gar keine Rede sei, stimmt insofern, als dass das Verb „geben“ tatsächlich nicht auftaucht. Genau genommen gibt es überhaupt kein Verb. Aber, wie bereits angedeutet, ist das auch nicht nötig, denn die vorliegende modale Präposition in Kombination mit einem Objekt im Akkusativ, also „for the Elven-kings / for the Dwarf-lords / for Mortal Men“, hat ja genau diese Funktion, sie drückt Bestimmung aus. Um zu überprüfen, ob die Einordnung stimmt, fragt man üblicherweise „Für wen?“. Also: für wen sind die Ringe? In der Freymann-Übersetzung gibt es interessanterweise nicht nur kein Verb, sondern darüber hinaus noch nicht mal eine Präposition, es gibt nur den Artikel im Dativ ("den Elbenkönigen / den Zwergenherrschern / den Sterblichen") - und trotzdem wird das Ringgedicht üblicherweise so verstanden, dass hier benannt wird, für wen die Ringe bestimmt waren und/oder wem sie gegeben wurden. Das ist jetzt nicht weiter verwunderlich, denn auch der Dativ wird verwendet, um zu beschreiben, dass jemand etwas erhält. Noch eine Anmerkung zu der von mir benannten Textstelle in Brief 131: Die Deutung, nach der die Zeile „Hence the ‚ancient rhyme‘ that appears as the leit-motif of The Lord of the Rings“ sich auf die beiden unmittelbar vorausgehenden Sätze „Eregion was captured and destroyed, and Sauron seized many Rings of Power. These he gave, for their ultimate corruption and enslavement, to those who would accept them (out of ambition or greed).“ bezieht, ist die wahrscheinlichste. Allerdings würde Tolkien damit die Verse, in denen es um die Elben und um Sauron geht, vernachlässigen. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass das „hence“ sich auf den gesamten vorausgehenden Absatz bezieht, also auch die Herstellung der Ringe durch die Elben und die Absichten Saurons mit einschließt. Es bleibt mehrdeutig und auch Inkonsistenzen sind nicht ausgeschlossen.
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Meines Erachtens wird über alle drei Völker im Gedicht in einer Weise gesprochen, die eine gewisse Distanz suggeriert. Ich weiß nicht, ob man daraus die Zugehörigkeit des Autors herauslesen kann. Wenn wir an die von dir skizzierte mögliche Entstehungsgeschichte denken, dann wäre es durchaus möglich, dass "Elven-Kings" lediglich eine Vereinfachung für "mächtig, weise, einflussreich" gewesen ist und den Umstand widerspiegelt, dass man sich bei diesen drei Ringen noch am ehesten zusammenreimen konnte, wer genau sie besitzt - Etwas, dass bei den anderen beiden nicht en détail bekannt war. Das würde dazu passen, dass wir bspw. über die Neun vor ihrer Existenz als solche im Grunde nichts wirklich wissen. Es existieren nur von einem (Khamûl?) Name und (wahrscheinliche) Herkunft, die Herkunft der anderen acht liegt völlig im Dunkeln. Auch heißt es, dass sie durch die Ringe zu mächtigen Königen wurden und das nicht schon vorher waren. "Men proved easier to ensnare. Those who used the Nine Rings became mighty in their day, kings, sorcerers, and warriors of old. They obtained glory and great wealth, yet it turned to their undoing." (The Silmarillion - Of the Rings of Power and The Third Age) Die Möglichkeit, dass Sauron einen Ring irgendeinem viertklassigen Aristokraten Rhûns mit mittelmäßigem Verstand in die Hand gedrückt hat, besteht dabei fort, wofür ich auch meine Schwierigkeiten hätte, einen poetischen Euphemismus zu finden. Alles in allem halte ich daher sowohl einen elbischen Autor als auch einen menschlichen für wahrscheinlich, glaube aber nicht, dass man aus der Formulierung herauslesen kann, welchem Volk genau er entstammt.
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Im Grunde ist es sogar beides. Eine Aufteilung (also das Ergebnis) und auch ein Geben (der Akt): Die Drei wurden den Elbenherrschern (Gil-galad und Galadriel) gegeben (durch Celebrimbor), sowie die Neun und Sieben an die Zwerge und Menschen (durch Sauron). Mit dem Akt der Übergabe ist es jeweils ein Geben ("for the Elven-Kings", "for the Dwarf-lords", "for Mortal Men") und beschreibt zugleich das Ergebnis mit der Aufteilung der Ringe auf die verschiedenen Völker. Möglicherweise ist es eine Frage welchen Teil man primär liest: das "for" mit der Implikation des Gebens oder das Ergebnis der Aufteilung (Elven-Kings, Dwarf-Lords, Mortal Men). Ich hhabe es im Regelfall im zweiten Sinne gelesen, daher meine Einschätzung. Es ist vielleicht wichtig zu beachten, dass der Akt der Übergabe der Ringe nicht durch eine Instanz/Person erfolgt, welche als "Geber" die Verfügungsgewalt über alle Ringe hat, sondern dass dies als Ergebnis des Krieges der Elben mit Sauron zweigeteilt ist. In der Ursprungsfassung des Textes mit Sauron als Hersteller aller Ringe ist dies natürlich gänzlich anders: Er ist die alleinige Instanz, welche über Eigenschaften und Herausgabe der Ringe entscheidet. Hier sind also Absicht bei der Herstellung und faktische Verteilung deckungsgleich. In der finalen Fassung ist dies nicht mehr der Fall - ebenso wie der/die Geber der Ringe.
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Herr der Ringe Buchzitate-Quiz
Blauborke antwortete auf Eldacar's Thema in Forenspiele und -wettbewerbe
Ich hab da ein Bild vor Augen, in dem Frodo geschwächt im Bett liegt, als er diesen Satz sagt. Und da gibt es ja eigentlich nur zwei Kapitel, in denen das so ist: "Viele Begegnungen" und "Das Feld von Cormallen". Im Feldlager ist aber, glaube ich, nicht von Bilbo die Rede. Es muss also in Bruchtal sein, als Frodo, kaum aufgewacht, ein Gespräch mit Gandalf führt. An den genauen Wortlaut kann ich mich nicht erinnern, aber ich vermute, dass das "darüber" sich auf die Geschehnisse während der Reise bezieht. - Gestern
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Mögt ihr diese Deutung einmal herleiten? Ich kann sie nämlich nicht nachvollziehen.
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Das sind gute Fragen und ich versuche die mal miteinander aus meiner Perspektive zu beantworten: Hinsichtlich der Zeilen, die die Elbenschmiede (oder Celebrimbor im Speziellen) erkennen liessen, dass sie hereingelegt worden waren, haben wir zwei Stellen. Zum einen gegenüber Frodo: [Gandalf spricht über die Inschrift auf dem Ring] The letters are Elvish, of an ancient mode, but the language is that of Mordor, which I will not utter here. But this in the Common Tongue is what is said, close enough: One Ring to rule them all, One Ring to find them, One Ring to bring them all and in the darkness bind them. It is only two lines of a verse long known in Elven-lore [...] — LotR: The Shadow of the Past Und dann im Rat von Elrond: [Gandalf spricht] "Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul" [...] Out of the Black Years come the words that the Smiths of Eregion heard, and knew that they had been betrayed. — LotR: The Council of Elrond Dies macht es m.E. sehr wahrscheinlich - insbesondere da dies ja auch die komplette Ringinschrift selber ist und nicht nur der Auszug aus einem längeren Gedicht - dass dies zum Ring selber gehörte. Hier ist meine Hypothese, dass diese Worte im Sinne einer magischen "Schlußformel" die Herstellung des Einen Ringes abgeschlossen haben - sozusagen der Schlußstein, der alles zusammengebunden hat. Somit kommen diese zwei Zeilen von Sauron selber und sind integraler Bestandteil des Einen. Daß jemand anderes dies mitbekommen hat (hier die Elbenschmiede) war von ihm sicher nicht vorgesehen (zu diesem Punkt siehe der vorige Diskussionsverlauf) und somit eine glückliche Fügung für die Elben, die es ihnen erlaubte, Saurons sorgfältigst vorbereiteter Falle im letzten Augenblick zu entkommen. Hierdurch sind den Elbenschmieden bzw. Celebrimbor diese zwei Zeilen bekannt und diese Information wurde sicher an Galdriel weitergegeben (mit der sich Celebrimbor in der Sache ja beraten hat), so dass sie bezüglich Saurons Absichten auf dem gleichen Wissensstand war wie Celebrimbor. Um auf Deinen Punkt zurückzukommen - diese Zeilen sind somit nicht so alt wie die Eroberung Eregions, sondern noch etwas älter - nämlich so alt wie der Eine selbst und beschreiben seinen Zweck unabhängig davon wer die anderen Ringe hat oder noch bekommen wird. Die Frage mit dem erstmaligen Auftreten der Nazgûl und der entsprechenden Erwähnung in Anhang B (ZZ 2251) stellt natürlich die angerissene Frage nach der innerweltlichen Autorenschaft des Ringgedichtes. Hierbei müssen wir beachten, dass den Elben der weitere Verbleib der Neun und Sieben (evtl. nur sechs davon) nach dem Krieg erstmal unbekannt sein dürfte: Sauron hat die Ringe jetzt und überlegt, was er damit machen soll. Später verteilt er sie, doch wird das öffentlich gemacht? Oder zumindest in einer Art und Weise, dass dies auch im Westen bekannt werden könnte? Hier helfen vielleicht einige Textstellen, die sich mit der Kenntnis der Ringe und ihrer Hüter/Träger befassen: `The Three were not made by Sauron, nor did he ever touch them. But of them it is not permitted to speak. — LotR: The Council of Elrond But the possessors of the Ring [Durin’s Ring] did not display it or speak of it, and they seldom surrendered it until near death, so that others did not know for certain where it was bestowed. — LotR: Appendix A (III – Durin’s Folk) Hinsichtlich der Drei und Sieben (wenn man das Verhalten bzgl. Durins Ring mal als typisch für die Träger der Sieben insgesamt betrachtet) wird das "Ringwissen" immer als so etwas wie ein Top-Secret Staatsgehemnis betrachtet: Der Kreis der Eingeweihten ist minimal und es wird peinlichst darauf geachtet, dass dies auch so bleibt. Auf Saurons Seite sieht es ähnlich aus: I do not think Ar-Pharazôn knew anything about the One Ring. The Elves kept the matter of the Rings very secret, as long as they could. In any case Ar-Pharazôn was not in communication with them. — Letters: #211, 1958 Hier gibt es neben dem Hinweis auf den Einen auch nochmals die klare Aussage hinsichtlich strikter elbischer Geheimhaltung in Sachen "Ringe der Macht". Diese maximale Geheimhaltung der Elben hinsichtlich allen Wissens zu den Ringen der Macht ist m.E. ein ganz zentraler und wichtiger Aspekt. Zudem ist das interessanterweise mit dem Zusatz "so lange sie konnten" verbunden - das wird nachher noch wichtig. Wie sieht es nun auf Seiten Saurons mit dem Umgang des Wissens (und dessen Verbreitung) zu "Ringen der Macht" aus? [...] they [die Orks, die Isildur am Schwertel überfielen] could know nothing of the One Ring, which save to Sauron himself was known only to the Nine Ringwraiths, its slaves. — UT: The Disaster of the Gladden Fields In ähnlicher Weise wie die Elben wird das Wissen um diese Gegenstände (hier speziell den Einen) auf Saurons Seite als "Top Secret" behandelt, welches nur den unmittelbar davon Betroffenen (also Sauron selber und den Ringgeistern) bekannt ist. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wann das Ringgedicht entstanden ist, welches ja schon eine gewisse Kenntnis über die Existenz und sogar Verteilung der Ringe voraussetzt. Direkt gibt es hierzu meiner Kenntnis nach keine Information, und man kann nur begründete Hypothesen aufstellen. Die meiner Meinung nach am besten passend ist die von einer Entstehung um die Zeit des Letzten Bundes herum. Hier kommt die Einschränkung um das Wissen der Ringe herum ins Spiel - "solange sie konnten" (s.o.). Zudem finde ich es bedeutend, dass diese Einschränkung im Zusammenhang mit Ar-Pharazôns Zeit erwähnt wird. Aus der Satzkonstruktion ergibt sich für mich somit: Zu Ar-Pharazôns Zeit ist es nach wie vor ein Geheimnis und nur dem allerinnersten Zirkel der Elbenherrscher bekannt. Die überlebenden Getreuen haben nach der Akalabêth Arnor und Gondor gegründet und sich damit eine neue Existenz geschaffen. Natürlich trauern sie ihrer ehemaligen (und einmaligen) Heimat Númenor nach, doch finden etwas Trost in der Tatsache, dass immerhin Sauron jetzt endlich ein für allemal erledigt sei: For this good at least they [the surviving Faithful] believed had come out of ruin, that Sauron also had perished. — LotR: Appendix A (I – Númenor) Nun tritt nämlicher Sauron aber ca. 100 Jahre nach Gründung der Exilreiche auf einmal wieder offen in Mordor auf und beginnt erneut Krieg gegen die Getreuen. Kurz danach wird der Letzte Bund geschlossen und der große, entscheidende Krieg gegen Sauron geplant. Hier setzt jetzt die Erklärung ein - angesichts des offenbar nicht tot zu kriegenden Saurons und des berechtigten Staunens und Besorgnis der Númenorer über Erfolgsaussichten eines Krieges (im Sinne von "wenn Eru es nicht schafft, Sauron zu erledigen..."). Jetzt rücken die Elben notgedrungen (jetzt können sie es nicht mehr absolut geheimhalten) zumindest mit etwas Information zu den Ringen heraus. Dies versetzt die númenorischen Anführer (Elendil, Isildur und Anárion) in die Lage, die wesentlichen Zusammenhänge zu verstehen und mit Gil-galad, Círdan, Galadriel und Elrond eine erfolgversprechende Strategie zu planen. Der siegreiche Bund kann in Barad-dûr Hinweise auf die Verteilung der Ringe gefunden haben und kombiniert mit naheliegenden Schlüssen (z.B. das wenig konstruktive Verhalten der meisten Zwergenstämme in den letzten Jahrhunderten) den Verbleib der Sieben mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erschliessen. Bei den Neun kann das Auftreten dieser merkwürdigen und schreckenerregenden Kreaturen ca. 1000 Jahre vor dem Krieg des Letzten Bundes auch mit den Neun Ringen in Verbindung gebracht werden (vielleicht auch ein paar Hinweise in Barad-dûr). In diesem Sinne wäre das Wesen der Ringgeister als solche dann auch erst um diese Zeit (Letzter Bund) geklärt. Somit hält es Einzug in das Wissen entsprechend eingeweihter vertrauenswürdiger(?) Gelehrter (elbisch und evtl. auch númenorisch). Diese Aufzeichnungen (bzw. bei Elben noch direkt verfügbares Wissen) wurden dann bei der Niederschrift des Roten Buches (=Herr der Ringe) am Ende des Dritten und Anfang des Vierten Zeitalters verwendet und die Kreaturen als Ringgeister bezeichnet. Dies wäre also ein retrospektives Wissen des/der innerweltlichen Autoren (Bilbo, Frodo, Sam, Findegil), welches zeitgenössisch um ZZ 2250 nicht bekannt war. Was das Ringgedicht angeht, so hat sich dann um diese Zeit (also Letzter Bund oder kurz danach) ein elbischer Dichter/Gelehrter das Gedicht geschaffen. Hierbei hat er die seit langem bekannten, von Sauron bei der Fertigstellung des Einen dort "eingebrannten" zwei Zeilen in den jetzt bekannten Gesamtkontext integriert. Daß der Autor (oder Autoren) des kompletten Gedichtes nicht in Details eingeweiht war(en) - oder diese aus Verschleierungsgründen bewusst verschwiegen oder irreführend formuliert hat - ist bei den Drei zu erkennen: Dort werden "Elven-Kings" als Träger benannt, doch von den tatsächlichen Trägern/Hütern war nur einer (nämlich Gil-galad) ein König. Und Galadriel als Frau war schon gar kein König (weder vom Geschlecht noch Titel her). Interessanterweise ist die Bezeichnung bei den Zwergen - und noch mehr bei den Menschen - viel generischer. Dies würde zu einem elbischen Autor passen, der über die Zwerge und Menschen wenig oder gar nichts konkretes wusste. Bei dem "for" würde ich auch das ähnlich wie Eldacar als simple Aufteilung lesen. EDIT: Vielleicht gibt das Gedicht auch einen Hinweis, der den Entstehungszeitraum enger eingrenzen könnte, denn es spricht ja vom Dunklen Herrscher, der einen Ring hätte. Wörtlich betrachtet ist das ja nur bis ZZ 3441 der Fall, also bevor er ihn an Isildur verliert. In meinem Szenario würde die Entstehung somit zwischen ZZ 3429 und 3441 fallen. Oder ist das zu wortklauberisch? Allerdings hatten die Alliierten zu diesem Zeitpunkt noch keinen Zugang zu Barad-dûr, d.h. sie müssten die Nerteilung der Neun an Menschen schon vorher aus anderen Quellen wissen oder mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erschlossen haben.
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Danke für die Videos! Die waren auf alle Fälle sehenswert und sehr informativ. Und sie stimmen wirklich optimistisch wenn es um diese neue Serie geht. Diese Detailarbeit ist schon wirklich erstaunlich. Und das kommt natürlich viel teurer als die alte Verfilmung von '"Stein der Weisen" überhaupt werden durfte. Denn ich finde, diesem ersten Film hat man damals schon angemerkt dass er so ein bisschen der "Versuchsballon" für die ganze Sache war, allzu viel durfte der nicht kosten. An drei Details hat man das besonders gemerkt: die Geister von Hogwarts, der Zentaur Firenze und Fluffy. Das waren schon wirklich Billigversionen.
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Herr der Ringe Buchzitate-Quiz
Meriadoc Brandybuck antwortete auf Eldacar's Thema in Forenspiele und -wettbewerbe
Richtig! -
Herr der Ringe Buchzitate-Quiz
Blauborke antwortete auf Eldacar's Thema in Forenspiele und -wettbewerbe
Dann liegt die Vermutung nahe, dass Frodo derjenige ist, der spricht. -
Eurovision Songcontest
Meriadoc Brandybuck antwortete auf wm's Thema in Quatschen - PSST! nicht so laut!
Im Vorfeld hatte ich ja eh schon wenig Erwartung auf die Hosts (letztes Jahr war einfach unschlagbar), und ich mag den Ostrowski generell nicht so und ja.... bisschen enttäuschend wars in der Hinsicht Moldawien hat sooo gerockt! Und ich freu mich für Kroatien! ach ja! FERTO! -
Hier nochmal eine Analyse zu HBO Max Special "Finding Harry: Die Kunst hinter der Magie" Schon krass wie aufwendig das Ganze betrieben wird.
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Herr der Ringe Buchzitate-Quiz
Meriadoc Brandybuck antwortete auf Eldacar's Thema in Forenspiele und -wettbewerbe
Ja es gehr um Bilbo, aber nicht bei Galadriels Geschenken -
Eurovision Songcontest
Meriadoc Brandybuck antwortete auf wm's Thema in Quatschen - PSST! nicht so laut!
San Marino - Letzte Woche
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das erste Halb-Finale ist schon durch! im Finale sind: 🇬🇷 Greece: Akylas - Ferto 🇫🇮 Finland: Linda Lampenius x Pete Parkkonen - Liekinheitin 🇧🇪 Belgium: ESSYLA - Dancing on the Ice 🇸🇪 Sweden: FELICIA - My System 🇲🇩 Moldova: Satoshi - Viva, Moldova! 🇮🇱 Israel: Noam Bettan - Michelle 🇷🇸 Serbia: LAVINA - Kraj Mene 🇭🇷 Croatia: LELEK - Andromeda 🇱🇹 Lithuania: Lion Ceccah - Sólo Quiero Más 🇵🇱 Poland: ALICJA - Pray Quelle: eurovision.com
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Herr der Ringe Buchzitate-Quiz
Eldacar antwortete auf Eldacar's Thema in Forenspiele und -wettbewerbe
Wäre für mich jetzt auch das naheliegendste. Aber was sollte Bilbo hören? Es wäre ja nichts, was die Hobbits (ich nehme mal an einer von denen spricht) sehen, sondern selbst erzählt bekommen. Ansonsten wäre es ja was wie "Ich wünschte er wäre hier und sähe es mit seinen eigenen Augen". Irgendwie kommt mir der Teil mit Galadriels Geschenken in den Sinn. Erzählt da nicht irgendein Elb Sam etwas über das Flechten vom Elbenseil? Und das ist etwas, dass sein Großvater(?) oder ein anderer Verwandter, der sich mit sowas beschäftigt hat (Seiler/Roper als Beinamen) hören sollte? Ich kriegs nicht mehr ganz auf die Kette aber irgendwie sowas kommt mir auch plausibel vor. -
Herr der Ringe Buchzitate-Quiz
Blauborke antwortete auf Eldacar's Thema in Forenspiele und -wettbewerbe
Geht's im Zitat um Bilbo? -
die ganzen Touris ham keine Tickets bekommen wär aus trotz fast zur Fifa Weltmeisterschaft gefahren aber konnt mich noch gerade so beherrschen. Fürs Hoch-Hypen seit ihr selber zuständig! Also hopp hopp mit den Worten des weisen Philosophen Prof. Scooter: Hyper-Hyper!
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Eurovision Songcontest
Meriadoc Brandybuck antwortete auf wm's Thema in Quatschen - PSST! nicht so laut!
Mich überrascht wie wenig los ist hier in Wien. Heute am Stephansplatz tote Hose. Wo sind die ganzen Touris? Können sie sich das alles nicht leisten??? -
sooooo es geht looohoooos heute erstes Halbfinale! geht um nichts wichtiges. nur aufwärmen
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Herr der Ringe Buchzitate-Quiz
Meriadoc Brandybuck antwortete auf Eldacar's Thema in Forenspiele und -wettbewerbe
"Ich wünschte, er wäre hier und könnte alles darüber hören." Hoffentlich nicht wieder so offensichtlich -
Eurovision Songcontest
Meriadoc Brandybuck antwortete auf wm's Thema in Quatschen - PSST! nicht so laut!
Scheinbar? -
Und das Realease-Date für die 3. Staffel ist jetzt auch raus. Es wird der 11.11. sein. Aus deutscher Sicht ein kurioses Datum, klar, beginnt an dem Tag doch auch die Karnevals-Session. Aber es hängt wohl damit zusammen, dass im Laufe der Staffel der Eine Ring geschmiedet werden wird. Jaja, ganz viel Zahlensymbolik. Fast schon tolkienesk, nicht wahr?
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So ein freier Tag ist doch was Schönes. Man kann mit dem Hund einen langen Spaziergang machen und über die Gott und die Welt nachdenken - oder über das Ringgedicht. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es nach der neuen Lesart eigentlich nur zwei denkbare Urheber des Gedichts geben kann: Sauron oder die Elben. Im Kapitel „The Council of Elrond“ wird berichtet, dass keiner der dort Anwesenden alles über die Ringe der Macht wusste und viele ihre Kenntnisse teilen mussten, bevor ein Gesamtbild entstehen konnte. Niemand außer Elrond und den anderen Elben wusste zudem, dass Sauron keinen Anteil an der Erschaffung der Drei hatte. Wenn also der Urheber des Ringgedichts nicht von der falschen Annahme ausging, dass es Saurons Plan war, sie den Elben zu geben, konnte eigentlich nur ein elbischer Verfasser behaupten, die Drei seien für die Elbenkönige Mittelerdes bestimmt gewesen. Ein elbischer Verfasser konnte rückblickend auch sagen, dass die Sieben den Zwergen und die Neun den Menschen gegeben wurden - und dass der Eine nur für Sauron bestimmt war, ist ohnehin klar. Zwar ist auch ein Szenario denkbar, nach dem das Gedicht von Sauron oder zumindest aus seinem Umfeld stammt, allerdings wäre dann zu klären, wie es Teil der elbischen Überlieferungen werden konnte. Kurz gesagt: Ich votiere für die elbische Herkunft des Gedichts. Dann wären alle Probleme gelöst und Corey Olsen hätte auch noch Recht
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Eric hat sich registriert
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Also mir fällt es schwer, das Gedicht als Beschreibung einer "simplen Aufteilung" zu verstehen. Zum einen bezieht sich Tolkien in seinem Brief selbst auf den Akt des Gebens bzw. Verteilens, zum anderen drückt die Präposition "for" genau das aus: ein Geben oder eine Bestimmung. Und dann gibt es im Gedicht ja auch noch den Plan, mit dem Einen alle anderen zu beherrschen. Aber velleicht müssen wir tatsächlich noch ein wenig über den oder die innerweltlichen Verfasser oder über das lyrische Ich nachdenken.
