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  1. Letzte Stunde
  2. Ithilwen

    Kingdom of Heaven

    Vorweg muss ich sagen, dass ich mich eingehend mit der Frauenmode des späten 12./frühen 13. Jahrhunderts befasst habe und das auch eher regional für Westfalen, das seinerzeit geteilt war in einen fränkisch geprägten Süden und einen sächsisch geprägten Norden (ganz vereinfacht gesagt). Weil ich mir vor zehn Jahren eine eigene Gewandung angefertigt habe, die in die Zeit der urkundlichen Ersterwähnung meines Heimatortes passen sollte. Ich weiß noch, dass wir in einem Fachforum diskutiert haben, ob ein Tunnelzug zur Befestigung der Strümpfen zeitgemäß wäre. Mit der Kleidung der Männer habe ich mich nicht so detailliert beschäftigt. Deshalb möchte ich gar nicht auf meiner obigen Einschätzung beharren. Denn tatsächlich viel schlimmer waren die Hosen. Jetzt beim nochmaligen Schauen des Films ist mir auch ein Schuh von Balian aufgefallen, dessen Nähte mich irritierten. Ich glaube, das größte Problem hatte ich damit, dass die aus Europa stammenden Adeligen sich so "orientalisch" gekleidet haben. Für mich passte das nicht, sie haben das Land erobert, alles nach ihren Wünschen organisiert, ihre Burgen und Befestigungen errichtet und die "Ungläubigen" bekämpft und verdrängt. Warum sollten sie ihnen in der Mode nacheifern wollen? Grinsen musste ich, als Sibylla sich ihre Henna-Tattoos auffrischen ließ. Für mein Gefühl ist das zu viel Assimilierung. Jedoch eine rein subjektive Einschätzung Ich habe jetzt erst im Nachhinein gelesen, dass es eine andere Schnitt-Version gibt. Die versuche ich mal zu finden, denn beim nochmaligen Sehen der "normalen" Fassung vor ein paar Tagen hatte ich viele Fragezeichen: warum dieser Hass zwischen Balian und dem Geistlichen in seinem Dorf? Warum hat ein Dorfschmied Ahnung von Belagerungstechniken? Und warum reitet Godfrey aufs Geratewohl durch die französische Gegend, um seinen illegitimen Sohn zu finden? Diese werden offensichtlich durch die verlängerte Version alle beantwortet.
  3. Heute
  4. Jetzt werde ich aber knallrot! Merci beaucoup, @Maethnibenis! Zu viel der Ehre, es ist ja alles "nur" abgezeichnet. Jedoch habe ich noch geplant, eine Illustration zu meiner Fanfiction zu zeichnen, da muss ich dann frei arbeiten. Das wäre dann wohl ein besseres Objekt zur Einschätzung. Das Bild hatte ich nämlich schon im Kopf, bevor ich die Geschichte schrieb.
  5. gathame

    Kritik am Film (hier: Die Gefährten)

    Stimmt schon, hier geht es für mich weniger um das Auenland sondern mehr darum dass mich eben Idylle als solche nervt. Nicht weil das heute Mode ist übrigens, das hat mit meiner persönlichen Vorgeschichte zu tun. Und, bitte: wer eine Geschichte schreibt, der sollte nicht in erster Linie darüber nachdenken wie man schreiben muss um von Kritikern ernst genommen zu werden. Also, wer einen Helden "ohne Macken" beschreiben will darf das natürlich gerne tun. Ich persönlich finde das dann wahrscheinlich langweilig, aber mit Moral hat das nichts zu tun. Und Boromir mag ich durchaus, gerade weil ich ihn so nachvollziehbar finde, insbesondere angesichts der "aktuellen realen Entwicklung dieser Welt." Es ist übrigens interessant, dass Peter Jackson, sowohl in "Gefährten" als auch später, eindeutig versucht eben keine strahlenden Helden zu zeigen, teilweise sogar in deutlichem Widerspruch zu Tolkien. Bei ihm lässt sich ja auch Aragorn nur mit vielen Zweifeln und durchaus zögerlich auf seine "Helden"-Rolle ein, im Gegensatz zum Buch. Und von Faramir in den späteren Filmen reden wir gar nicht erst.
  6. Danke auch dir @Arwen Mirkwood, für die positive Rückmeldung! Die Inspiration zu den Verweigerern kam ebenfalls aus der Serie. Auf dem Marsch nach Eregion machen sich drei oder vier Orks auch aus dem Staub, weil sie Adars Kriegszug nicht mittragen wollen. Die treffen dann aber auf Arondir, der dem Ork-Heer folgt, und überleben diese Begegnung nicht.
  7. Maethnibenis

    Und her damit - Eure Bilder

    @Ithilwen Wow und halleluja! Sollte ich dich mal bitten, Illustrationen für meine Bücher zu machen? Das ist ja abgefahren!
  8. Maethnibenis

    Kritik am Film (hier: Die Gefährten)

    @gathame Ist es denkbar, dass dich die Idylle als solches nervt? Da Idealvorstellungen heute gerne als naiv betrachtet werden und selbst der strahlendste Held noch eine Menge Macken haben muss, um von Kritikern halbwegs ernst genommen zu werden, wäre das nicht verwunderlich. Was Boromir betrifft: Mir war Sean Bean schon vor "Die Gefährten" bekannt, weshalb ich um sein sonstiges "Rollenklischee" wusste und weshalb ich gegenüber Boromir auch sehr misstrauisch war. Das hat sich dann in seiner Sterbeszene gelöst und war mit der Osgiliath-Szene in der SEE von TTT endgültig Geschichte. Ich finde, dass gerade diese Osgiliath-Szene und das Gespräch mit Denethor zeigen, was für eine grundpositive Figur Boromir ist, der durch sein Menschsein durch den Ring verführt werden kann. Das macht es für mich umso erschreckender, wie ein guter Mensch durch "so ein kleines Ding" zum Bösen verführt werden kann - übrigens eine deftige Warnung in Richtung der aktuellen realen Entwicklung dieser Welt.
  9. Arwen Mirkwood

    Fanfiction | Letztes Geleit für Adar

    Ich fand deine Geschichte sehr schön geschrieben und die Handlung war sehr interessant. Orks mit Gewissen und welche die sich Sauron nicht unterwerfen wollen, finde ich gut.
  10. Gestern
  11. gathame

    Kritik am Film (hier: Die Gefährten)

    Natürlich ist das Auenland als Idylle gedacht, und ich finde ja auch wiegesagt dass der Film das ausgezeichnet umsetzt. Ich bisschen genervt hat mich das schon immer, aber inzwischen nervt es mich halt noch ein bisschen mehr. Ich weiß noch nicht genau woran es liegt dass sich das verändert hat, bin aber gerade dabei es herauszufinden. Aber das ist rein subjektiv. Objektiv und für das Thema hier interessant ist da eher Boromir. Ich habe Sean Bean übrigens auch in dieser Rolle zum ersten Mal gesehen und wusste also nicht wie der gerne besetzt wird. Und die Szenen wo es um die Befreiung von Osgiliath geht gehören glaube ich in die SEE von "Zwei Türme" und zeigen natürlich ein sehr viel positiveres Bild von Boromir. Ich sehe ihn auch mittlerweile nicht mehr negativ, trotz "aggressiv auf den Ring fixiert". Genaugenommen ist sein Verhalten in "Gefährten" mehr als verständlich. Der kommt aus Gondor, und Gondor ist von Mordor ja nun einmal sehr viel mehr bedroht als jedes andere Land, einfach durch seine Lage. Der sucht ganz einfach verzweifelt nach einer Möglichkeit sein Land zu retten. - Interessant finde ich hier den Unterschied zum Buch. Im Film ist schon bei Elronds Rat klar zu erkennen dass Boromir versuchen wird sich den Ring zu nehmen. Im Buch ist das sehr viel weniger deutlich. Für den Film macht es die Sache natürlich spannend dass Boromir dann doch mit den Gefährten zusammen loszieht. Hier wird ein Problem eingebaut das jeder kommen sieht. Dass das überhaupt in dieser Form möglich ist hängt natürlich damit zusammen dass die Gruppe der Gefährten in Buch und Film sehr unterschiedlich zustande kommt. Im Film erklären sich einige der Anwesenden spontan bereit Frodo zu begleiten. Im Buch stellt Elrond diese Gruppe innerhalb der nächsten Wochen sehr genau überlegt zusammen. Und das ist ein ziemlich wesentlicher Unterschied, genaugenommen.
  12. Ithilwen

    Kritik am Film (hier: Die Gefährten)

    Da ich zu deinen beiden angesprochenen Punkten spontan was beizutragen habe, mische ich mal mit. Das Auenland ist als Idylle gedacht, wenn man sich die Aquarelle ansieht, die Tolkien selbst angefertigt hat. Hier habe ich eins gefunden. Ich finde, die filmische Umsetzung passt sehr gut dazu. Und dass sie vom Bösen erstmal kaum was mitkriegen, finde ich durchaus plausibel, so hinterm großen Nebelgebirge und in der eigenen "Heile-Welt-Bubble". (Wenn ich nicht ab und zu Nachrichten schauen würde, wäre ich genauso in einer "Alles-läuft-bestens-Blase".) Boromir war mir beim allerersten Gucken auch eher unsympathisch (und da kannte ich Sean Bean noch gar nicht und hatte keine Ahnung, dass der gerne mal als Bösewicht besetzt wird/wurde), aber das änderte sich sehr schnell. Warum, kann ich gar nicht so genau sagen. Vielleicht habe ich eine Schwäche für die (vermeintlich) Bösen, die doch irgendwie gut oder zumindest in einem breiten Übergangsbereich angesiedelt sind. Vor allem die zusätzlichen Szenen (Befreiung von Osgiliath; bin mir gerade nicht sicher, ob in TT oder RoK) in der Special Extended Edition der Filme zeigen noch viel mehr, was für ein heldenhafter und geradliniger Typ er eigentlich ist.
  13. gathame

    Kritik am Film (hier: Die Gefährten)

    Das ist eine schwierige Frage, weil ich derzeit halt selbst noch sehr mit Nachdenken beschäftigt bin. Aber ich merke dass meine Reaktionen auf Mittelerde sich durchaus im Lauf der letzten Jahre (es muss 2019 gewesen sein als ich die Filme zuletzt gesehen habe) deutlich verändert haben. Derzeit lese ich meine eigenen Fanfiction-Texte wieder die ich vor fast zehn Jahren geschrieben habe, und ich hoffe dass ich danach ein bisschen besser verstehe warum ich jetzt anders auf die Filme reagiere. Um mich jetzt vor allem auf "Die Gefährten" zu beziehen, denn darum ging es hier ja ursprünglich: da hat sich für mich vor allem zweierlei verändert. Erstens: das Auenland. Nach wie vor meine ich, dass das sehr buchkonform und auch sehr liebevoll und detailliert umgesetzt wurde. Aber es geht mir halt noch mehr auf die Nerven als früher. Mit braver Idylle, abgeschlossen von der bösen Welt, konnte ich noch nie viel anfangen, aber mittlerweile stört mich das einfach erheblich. Zweitens: Boromir. Und zwar gerade der Film-Boromir, der ja viel deutlicher schon von Anfang an aggressiv und auf den Ring fixiert ist als sein Buch-Vorbild. Ich habe mich mit dieser Darstellung immer schwer getan. Inzwischen fange ich an Boromir zu mögen. Das ist jetzt beides furchtbar subjektiv, ich weiß. Aber weiter bin ich einfach mit meinen Gedanken noch nicht. Ich fände es übrigens durchaus interessant wenn es noch andere Leute gäbe deren Sicht auf die Filme sich nach längerer Zeit einfach verändert hat.
  14. Blauborke

    Kritik am Film (hier: Die Gefährten)

    Hast du etwas Spezielles gefunden, das du gerne diskutieren möchtest?
  15. Maethnibenis

    Fanfiction: Gulda, der Troll

    @Torshavn Ich danke dir für deine Rückmeldung und die Tatsache, dass dir die Geschichte gefallen hat.
  16. gathame

    Kritik am Film (hier: Die Gefährten)

    Das kann ich so nur unterschreiben. Eine sachliche (und zivilisierte!) Auseinandersetzung über die HdR-Filme ist aber ohnehin nur dann machbar wenn man sich die Zeit nimmt seine Argumente wenigstens kurz zu begründen. Sonst fehlt da jegliche Diskussionsgrundlage. - Ich habe in den letzten Tagen die HdR-Filme und den ersten Hobbit-Film wieder gesehen, zum ersten Mal seit Jahren. Eine Diskussion dazu würde mich eigentlich im Moment durchaus interessieren. Aber dafür braucht man ja erst mal irgendwelche Argumente als Anknüpfungspunkte. Einfach schlecht finden reicht nicht, tut mir leid.
  17. Wenn Du eine sachliche Auseinandersetzung über die Interpretation des HdR durch Peter Jackson suchst, bitte ich Dich um eine dem Autor und dem Werk angemessene Ausdrucksweise. Mir gefallen bestimmte Aspekte der Filme auch nicht, trotzdem empfinde ich Deine pauschale Beurteilung als nicht angemessen. Und Tolkien hätte sich bestimmt nicht übergeben, wenn er die Filme gesehen hätte, sondern sich vielleicht sachlich (und zivilisiert) mit dem Regisseur über seine Interpretation ausgetauscht.
  18. Maethnibenis

    Kritik am Film (hier: Die Gefährten)

    @Meriadoc Brandybuck Also, wenn sich jemand schon als "fanatischer ...-Fan" bezeichnet, kannst du eine sachliche Begründung für eine Ablehnung vergessen. Ich gebe dir Recht, dass der vorhergehende Beitrag sinnloses rumgemaule ist. @Manuel RathgebIch gehöre selbst zu denen, die über die Filme zu den Büchern gekommen sind. Wie du auf die Idee kommst, die Verfilmungen seien "eine peinliche Verballhornung" erschließt sich mir wirklich nicht.
  19. Torshavn

    Fanfiction: Gulda, der Troll

    Schöne kurzweilige humorvolle Geschichte. Danke dafür.
  20. Gestern noch etwas über die Emily Wilson Übersetzung der Odyssee gesehen. Alleine zu ihrer Übersetzung eines einzigen Wortes, dass Odysseus als polytropos beschreibt, gibt es offenbar 'ne Menge Diskussionen, weil es sonst vielfach als viel bereist, oder schlau übersetzt wird, sie es aber als kompliziert wiedergibt. Gibt direkt dem Charakter einen ganz anderen Zug. Irgendein LLM hätte auch wieder nur das ausgespuckt, was ohnehin bis dato die Mehrheitsübersetzung war. Schon traurig zu sehen, wie wenig Respekt die Menschen, die über sowas entscheiden, für die Kunst haben, mit der sie sich eigentlich ihr ganzes Leben lang beschäftigen und mit der sie ihr Geld verdienen. Letzteres scheint dabei wohl sehr viel höher auf der Prioritätenliste zu stehen.
  21. Maethnibenis

    Fanfiction: Gulda, der Troll

    @Ithilwen Vielen Dank für deine Rückmeldung und die positive Einschätzung!
  22. Ich habe das auch gleich mal unterschrieben. Das ist doch wohl die Höhe, von den Synchronsprechenden zu verlangen, dass sie ihren Arbeitsplatz auch noch selber einstampfen! Jetzt ist es vielleicht "nur" die Programmwerbung, aber daraus wird sicher schnell eine komplette KI-Synchronisation des gesamten Programms, wenn die "Werbestimmen" erst einmaltrainiert sind. Kommt nicht in die Tüte!
  23. Das klingt ja richtig gruselig. Wenn man bedenkt was eine Übersetzung für Auswirkungen zum Guten oder Schlechten haben kann. Ich finde auch automatische Übersetzungen oder KI Stimmen ganz schlimm.
  24. Die gleichen Bestrebungen gibt es natürlich auch für Buchübersetzer. Weil das ja nicht so schwer sein kann Literatur zu übersetzen...
  25. Zumal die Studios in Geld schwimmen und Netflix nicht auch nur einen Cent günstiger werden würde, sollte man Synchronsprecher ersetzen. Da wird sich jemand einfach ne Insel von kaufen und wir haben schlechtere Filme und Synchronsprecher sind arbeitslos.
  26. Danke, @Torshavn! Es freut mich, dass dir mein "Erstlingswerk" gefallen hat. Ja, wer weiß ... Ich habe mich für ein schnelles, aber offenes Ende entschieden, weil es bewusst eine ganz kurze Geschichte sein sollte. Und auch im Silmarillon hat Tolkien oft Leute einfach in die Fremde gehen lassen, von denen man nichts mehr erfuhr. Manchmal später dann aber doch.
  27. Eine berührende Geschichte. Hat mir gut gefallen. Vielleicht greifst du ja das Schicksal der drei Abtrünnigen freien Orks noch einmal auf. Ich würde mich freuen.
  28. Das unterstütze ich gerne! Wir haben wirklich hervorragend ausgebildete Synchronsprecher*innen, die eine fantastische Arbeit leisten. Die darf nicht durch KI untergraben und simplifiziert werden.
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