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Namensendungen / -suffixe im Quenya


Elenriel
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Damit meine ich sowas wie -iël, -riel -tari. Ich finde es sehr mühsam sie alle im Wörterbuch zu suchen und am Ende doch was zu übersehen gibt es da irgendwo eine Liste zu oder habt ihr die schönsten davon parat?

Achja und wisst ihr wie man die/der ......de bildet (hoffe man versteht es)

PS: Sorry wenn ich übersehen habe dass es dazu schon was gibt, hatte nix gefunden.

Edited by Elenriel
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  • 8 months later...

Das ist jetzt zugegebenermaßen schon bisschen her, dass du gefragt hast, vielleicht interessiert's dich aber immer noch, ich hab das sowieso in meinen Notizen. Die echten Namanssufixe sind relativ  übersichtlich:

  • Q., ᴹQ. -iel “feminine Endung; -tochter” (in: Ailinel “?See-Tochter”, Almiel “?Gesegnete Tochter”, aranel “Prinzessin”, Elerondiel “*Tochter von Elrond”, Faniel “?”, Fíriel “Diejenige, die gestorben ist/ausgeatmet hat”, Q. Manyel ”hypothetische weibliche Form von Manwe [aus einem gestrichenen Absatz]”, Míriel “*Juwelen-Tochter”, Tindómiel “*Daughter des Zwielichts”, Uinéniel “Tochter von Uinen”, Ilthániel “*Sternen-Entzünderin”)
  • Q., ᴹQ. -ien¹ “feminine Endung; ⚠feminine Patronym, -tochter” (in: Arien “Maid der Sonne”, Silmarien “?Scheinend weiße Tochter”, Telperien “?Silber-Tochter”, Yávien “Frucht-Tochter”)
  • Q. -issë “Endung in femininen Namen” (in: Írissë “*Begehrenswehrte Dame [WTF, Fingolfin!?]”, Lindissë “Sängerin”)
  • Q. -ldë²  “weibliche Handelnde” (in: Írildë “??Begehrende”, Tintaldë “Sternen-Entzünderin”)
  • Q. -llë¹ “weibliche Handelnde” (in: Itarillë “*Funkelder Glanz”, Tintallë “Sternen-Entzünderin”, rielle “Gekrönte Maid”)
  • Q. -ndë “weibliche Handelnde” (in: serindë “Stickerinn, Näherin”)

Die anderen Suffixe sind schlicht und einfach normale Substantive: So wie du einen Namen wie Findecáno aus finde “Haar” + cáno “Befehlshaber” zusammensetzen kannst, kannst du eben auch weiblich konnotierte Wörter wie tári “Königin” in z. B. Elentári benutzen. Wenn du Inspiration dafür brauchst kann ich dir diese Liste attestierter Namen empfehlen.

Mit “die/der ......de” meinst du wahrscheinlich Partizipien: der/die Jagende, der/die Singende, der/die Lernende. Das funktioniert in Quenya mit der Endung -ila, die zur Abwechslung mal überhaupt keine morphologischen Prozesse auslöst: fara → faraila, liru- → liruila, par- → parila. Das ist aber weder im Deutschen noch in Quenya besonders elegant. Die natürlichere Formulierung wäre: Jäger/Jägerin, Sänger/Sängerin, **Lerner/Lernerin (→ Schüler/Schülerin). Dafür gibt es im Quenya die geschlechtsneutralen Endungen -r, -mo, die maskulinen Endungen -ndo und die femininen Endungen -lde/-lle, -nde von oben: Far(a)mo/Farando/Farande, Lirumo/Lirundo/Lirunde, Parmo/Parindo/Parinde (Ich habe immer mo benutzt weil r + Vokal + r im Quenya eine unbeliebte Sequenz ist).

Edited by Linnuial
  • Looove 1
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  • 2 weeks later...

Weiß nicht, ob meine Frage einen eigenen Subthread erfordert und weil sie ungefähr diesem entspricht, stelle ich sie mal hier.

Es geht um den vermeintlichen Charakter aus der anstehenden Der Herr der Ringe - Serie von Amazon "Carine" bzw. um einen 'geeigneteren' Quenya-Namen. Bei dem Versuch die Begriffe callë(gutes Wetter, blauer Himmel), callië(Heldentum) und calmar(Kind des Lichts) in einem weiblichen Vornamen zu vereinen, kam ich auf Calime oder Calmarien. Also lautet die Frage; Könnte man diese Bedeutungen aus diesen Namen ableiten oder würden diese dann anders aussehen?

Vielen Dank im Vorraus! ;-)

Edited by Drachentöter
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Calime funktioniert als Name, wir haben von Tolkien einen ganz ähnlichen: Ancalime. Das ist aus der Steigerung calima "hell" > ancalima "sehr hell" > Ancalime "die sehr Helle" abgeleitet. So, nur eben ohne Steigerung hätte ich jetzt Calime spontan interpretiert,weil -ime eben keine von den Standardendungen ist und ich das deswegen als Ableitung von calim(a)- verstanden hätte.

Calmarien ist ein bisschen problematischer: kalmar kommt aus einer frühen Konzeption von Tolkien die ich nicht verwenden würde wenn ich sein späteres Quenya zb aus LotR imitieren möchte (Problem: kalmar enthält ar für "Kind" aber später sehen wir nur noch onna/hína von Tolkien). Außerdem hatte ar den Stamm arn-, sodass ich eher Calmarnien erwarten würde. Im Licht der späteren Konzeptionen würde ich Calmarien als KAL + mar + ien "Tochter des Hauses des Lichts" interpretieren.

Was calle und callie angeht, müsste eine Ableitung immer das doppelte L beibehalten sonst verwechselt man das immer mit cále/cala/KAL "Licht". Für calle kannst du einfach eine von den Endungen von oben anhängen und dabei bei den ersten beiden das -e weglassen. Für callie funktionieren warscheinlich Callien(de)/Calliel(de) (Das Wort ist schwierig weil es schon mit einem Namenssuffix aus KAL- "Scheinender/Leuchtender = Held" abgeleitet ist aber ich denke nicht, dass das die Númenorer aufhalten würde).

  • Danke 1
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Hatte mir sowas wie das raffinierte altenglische Beorn für Mann, Krieger, Held bzw. Bär mit dem Wortstamm beo(Biene) vorgestellt, also ein quasi selbsterklärendes, Charakter-erstellendes Konglomerat aus den verschiedenen Bedeutungen, z.B. aufgrund einer Sprachentwicklung oder des Wortstammes.

Callien wäre also dann so etwas wie Tochter des blauem/klaren Himmels?

 

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Genau (oder halt "Tochter des Heldentums", je nachdem wohin man das ie in der Interpretation verbucht).

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