Aber genau das ist es doch, was ich meine. Diese Worte sind erfunden von Menschen, um Abgrenzungen zu machen, die die Natur oder Gott oder der alles durchdringende Geist oder was auch immer niemals tun würde. Entweder man macht gar keine Grenzen oder man macht sie überall, ist meine Ansicht. Aber diese Aufteilung in Spezies, Völker, Familien und und und, ist nichts weiter als eine vom Mensch bestimmte Ordnung. Klar, sie ergibt durchaus Sinn und ist evolutionär bestimmt stichhaltig. Interessant, damit man Abstammungen nachvollziehen kann. Aber beim Thread, ob Tolkien Rassist war, wurde es manchmal kritisiert, dass Tolkien eben dies getan hat mit seinen Stammbäumen, auch wenn es zwar um Humanoide ging.
Ja, da hast du wohl Recht. Ganz unrassistisch wäre dieses Sklaverei-System auch nicht.
Du hast recht, die richtigen Bezeichnungen der Taxa habe ich nicht beachtet. Aber was den ersten Satz angeht, bin ich anderer Meinung. Gehen wir mal ganz viel zurück auf sagen wir 50/55 Millionen Jahre. Damals entstanden die ersten "grösseren" Säugetiere, die meisten kaum grösser als heutige Füchse. Darunter war auch der Urahn des Pferdes, das Eohippo. Es ist ewigs her, dass ich darüber gelesen habe, kann sein dass eine der folgenden Einzelheiten etwas von der Wahrheit abweicht, aber es geht mir jetzt vor allem um das Beispiel, das trotzdem funktionieren müsste:
Das Eohippo entwickelte sich weiter. Manche von ihnen liebten die weite Steppe und Wälder, andere fühlten sich an Flüssen zu Hause. Die beiden gleichen wurden bisschen anders, es bildeten sich Rassen (bei Tieren darf ich das noch sagen oder?). Damit meine ich, nicht wirklich eine andere Art/Spezies, sondern nur geringfügige Abweichungen. Das blieb jedoch nicht so, sie entwickelten sich weiter. Die der Steppe wurden Antilopen, Pferde, vielleicht auch Giraffen oder so, ich weiss es nicht. Die am Fluss entwickelten sich zu u. a. Flusspferden. Allerdings gab es noch eine Abspaltung, die wurde zu Walen. Also gingen schonmal unterschiedliche Spezies aus den Rassen einer einzelnen Spezies hervor.
Das, worauf ich hinaus will, ist nun, dass wir Menschen bestimmt haben, ab wo das Eohippo kein Eohippo mehr war, bzw ab wo seine Nachfahren nicht mehr dieselben waren. Aus unserer Sicht stimmt das vielleicht sogar, aber, wer sagt uns, dass, sollten sich jetzt ein Wal und ein Flusspferd treffen, die sich nicht als Verwandte erkennen? Ebenso, wie wir in Menschen anderer Hautfarbe Verwandte erkennen können. Oder auch Primaten. Würde man jetzt aber dieser Wissenschaftlichen Taxonomie folgen und die heutige Menschheit würde sich nicht vermischen, sondern separieren, sodass wir in einer Million Jahren zwei verschiedene Homo-Spezien haben, würden dann die heutigen anti-rassistischen Ansichten aufhören auf diese zwei Spezien zu wirken, bzw nur untereinander aber gegenseitig darf man dann Rassistisch sein? (Ich gehe jetzt vom Optimalfall aus dass wir uns nicht vorher selber auslöschen.)
Ich persönlich denke ja, unsere Taxonomie würde es dann plötzlich zulassen, dass zwei Spezien absolut gleichberechtigt sein können und dass es rassistisch wäre, sie zu unterscheiden, gleichzeitig gäbe es aber immer noch irgendeinen an den Haaren herbeigezogenen Grund, wieso Tiere immer noch was anderes sind.