Jetzt, da das Marketing der Serie so richtig los geht, könnte ich mir denken, dass dadurch inspiriert, einige neue Leute hier in nächster Zeit reinstrudeln/sich neu registrieren könnten, die vielleicht noch nicht so Tolkien-kundig sind. Und um da niemanden ungewollt zu viel zu verraten, hatte ich die Spoiler-Funktion verwendet. Aber ich meine, der Threadtitel lautet "Spekulationen", also was solls.
Wenn man sich an den Höhepunkten/möglichen Klimaxen orientiert, ist das gar nicht so ein Aufwand. Die möglichen Handlungen der jeweiligen Staffeln ergeben sich dann aus dem Kontext/uns vorliegenden Werken.
Die Gwaithuirim sind mit drin, da ich eine Erklärung für das Gerücht der númenorischen Heerschau brauchte.(Isildur tritt der númenorischen Armee bei.) Diese ist nach meinem 'Narrativ' zeitlich nicht wirklich mit der Schlacht am Gwathló in Staffel 1(+möglichen Zwei-Episoden-Prolog) vereinbar, wenn das Schmieden der Ringe (bei einem Titel wie "The Rings of Power" wahrscheinlich), statt nur kurz in einem Prolog erwähnt, doch auserzählt werden wird. Des Weiteren könnte man mit den Gwaithuirim die 'Besonderheit' der númenorischen Menschen und/oder ihr koloniales Vorgehen verdeutlichen. Mir gefiel der Gedanke der Númenorer, die vom Hafen Lond Daer aus einen lodernden Wald am Horizont erblicken, angezündet von den aufgebrachten Menschen Mittelerdes, während nebenan in Eregion Annatar und Celebrimbor 'die Funken fliegen lassen' und sich ein weit schlimmeres Übel anbahnt. Deine Idee der Einflussnahme Saurons in diesem Konflikt gefällt mir sehr.
Die Erwähnung der möglichen Handlungstränge der Haradrim und Ostlinge ist zum einen aus der offiziellen Synopsis abgeleitet("to the furthest reaches of the map") und zum anderen aus den Aussagen der Serienmacher.(“Until now, audiences have only seen on-screen the story of the One Ring — but before there was one, there were many… and we’re excited to share the epic story of them all.”) Wir wissen, dass einen der Menschenringe ein Ostling namens Khamûl von Sauron bekam, womit unter anderem Rhûn zu einem möglichen Nebenhandlungsschauplatz werden könnte. Außerdem schreibt Tolkien, dass Sauron großen Einfluss auf die Ostlinge und Haradrim nahm, und zwar bevor er als Gefangener nach Númenor kam. Für eine richtige (eigenständige) Nebenhandlung jedoch, bedarf es eines Konfliktes. Da kommen die blauen Zauberer ins Spiel, von denen es heißt, sie hätten vergeblich versucht Saurons Einfluss im Osten zu mindern, z.B. im verdeckten Anzetteln einer Rebellion/eines Bürgerkrieges.
Die Einbindung der Harfüße in die von Tolkien beschriebenen Ereignisse des Zweiten Zeitalters ist da schon verzwickter. Dieser Handlungsstrang könnte einem erzählerischen Zweck dienen, um eine andere (Neben-)Handlung auszuschmücken/zu verstärken/mit dem Großen Ganzen zu verbinden. Wir wissen, dass die Harfüße des Dritten Zeitalters nahe der Schwertelfelder lebten und Kontakt zu den Zwergen hatten. Was sie im Zweiten Zeitalter machten bzw. woher sie ürsprünglich stammten, bleibt bei Tolkien jedoch unbekannt. Selbst einen erdachten 'haradrischen Ursprung', um eine dortige Nebenhandlung mit Spannung/Konflikt zu füllen, würde ich in der Serie nicht gänzlich ausschließen.
In einem der angeblich geleakten Dokumente, deren Links inzwischen tot sind, waren verschiedene Rollen und ihre Double aufgelistet. Unter anderem auch der Charakter mit dem Decknamen "Tyra", vermutlich gespielt von Markella Kavenagh, bei der sich aufgrund der Rollenbeschreibung das hartnäckige Gerücht hält, dass es sich dabei um Celebrian handelt. Dennoch hat die Rolle ein sogenanntes "Scale Double"(Größen-Double), was überlicherweise für Hobbit- oder Zwergenrollen spricht. Wenn es sich dabei aber um eine 'einzelne' Elbin in einer Zwergen- oder Hobbit-Nebenhandlung handelt, wäre es ebenso erklärbar. Ist vielleicht aber auch zu spekulativ.
Hatte mich bei meinem Konzept auf die konkreten Handlungen und weniger auf die Interaktionen der Charaktere konzentriert. Aber Du hast natürlich völlig recht, der von Annatar entzündete Konflikt zwischen Celebrimbor und Galadriel gehört definitiv da mit rein. Bezüglich der Beziehung zwischen Galadriel und Celeborn könnte ich mir eine 'Origin-Story' vorstellen, also ein Kennenlernen der Beiden erst im Zweiten Zeitalter (in der Serie). Zum einen da Tolkien die Möglichkeit äußerte, dass Celeborn ein Nandor-Elb aus Lórinand war, der nie über das Nebelgebirge wanderte und zum anderen, um eine romantische Beziehung in der Serie direkt aus Tolkiens Worten zu entnehmen (wenn es denn unbedingt eine geben muss/es muss immer eine geben), statt sich eine vollends aus den Fingern zu saugen, was vielen in Filmen und Serien oftmals zu "aufgezwungen" wirkt.(Beispiel: Tauriel) Noch dazu ließe sich der Charakter Galadriel dadurch als 'eigenständig(er)'/'emanzipiert(er)' porträtieren. Das Lodern der Ehe wirkt nach Jahrhunderten zuweilen nur noch wie ein leichtes Glimmen und befinden sich die Elben des Zweiten Zeitalters nicht ihrem Frühling? Sommer?
Staffel 5 und 6 beinhalten in dem Konzept hauptsächlich númenorische Politik, Unterdrückung der Getreuen, Misstrauen, Spaltung der Gesellschaft, sowie Saurons Weg zur Nr.12. Die Problematik allerdings sind, wie erwähnt, die Elben, die im späten Zweiten Zeitalter kaum bis gar nicht in Aktion treten. Dann käme es auf die zuvor hoffentlich stark entwickelten Nebenhandlung drauf an, in denen auch die Elben eine für die Handlung nötige Motivation/einen Antrieb/ein Ziel finden.
Am Ende eine tragische Note. Das gefällt mir. Und was darauf folgt ist bereits Geschichte.
Übrigens würde ich auch Drachen(The Rings of Power: Vier Zwergenringe werden durch Drachenfeuer zerstört), Balrogs("Khazad-Dûm" wird zu "Moria") und sogar die namenlosen Wesen(Synopsis: "From the darkest depths of the Misty Mountains[...]") in der Serie nicht ausschließen.
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