Nala nickt ebenfalls und tritt dann kurz zu ihrem Bruder. Auch wenn die Beiden manchmal verschiedenen Ansichten hatten, so wusste sie, sie konnte sich immer auf ihn verlassen. Er würde die Lichtung im Auge behalten und gegen mögliche Feinde verteidigen, sie hingegen versprach ihm, sich nicht allzu weit zu entfernen.
Auf der Lichtung und in der direkten Umgebung suchte Nala erst mal genügend Material um schnell ein Feuer in Gang zu bringen. Trockenes Laub und dürre Grashalme, ein paar Zapfen und trockenes Kleinholz. Sie fand sogar einen Zunderschwamm, einen der Pilze dessen fasern aufgebrochen sehr leicht entzündlich waren. Dies alles brachte sie zu Iylia zurück, die damit sicherlich sehr schnell ein kleines Feuer entfachen konnte. Damit sich die Elbin nie zu weit von dem Verletzen entfernen musste, brachte sie Iylia ihr Gepäck , die kleine Tasche mit Kräutern die sie gesammelt hatten, sowie einen frischen Wasserschlauch und Kochutensilien. Sie selbst musste mehr Feuerholz bringen, damit sie eine wärmende Glut für den Hobbit hatten.
Obwohl sie wusste wie schlecht seine Chancen standen, wollte sie es nicht unversucht lassen. Sie wusste in einer Schlacht musste man harte Entscheidungen fällen, wenig Zeit und knappe Ressourcen zwangen einen zu wählen wen man versorgte und wen man der Gnade der Natur überlassen musste. Doch jetzt und hier hatten sie Zeit und die Mittel alles zu tun um ihm eine Chance zu geben.
Sie nahm sich einen langen Riemen mit, so konnte sie einige Äste zusammenbinden und leichter tragen. Sie warf einen letzten Blick zurück, die Lichtung wirkte zwar aufgeräumter, doch sah man noch immer die Spuren der schrecklichen Ereignisse. Nala schüttelte den Kopf und begann damit Holz zusammen zu tragen, sie musste die Zeit nutzen, solange es noch hell war. Bündel um Bündel sammelte sie, zurrte es zusammen, schleppte es zurück auf die Lichtung und stapelte es in der Nähe des Feuers auf, damit Iylia bequem nachlegen konnte. Bei jeder Runde entfernte sie sich weiter von der Lichtung und brauchte immer etwas länger zurück.
Ihr Atem geht schwer und kleine Schweißperlen stehen ihr schon auf der Stirn. Sonst wurde diese Arbeit immer gerecht geteilt, doch Iylia muss bei dem Verwundeten bleiben, Aroneth das Lager bewachen und Waenhil die Trage bauen. Gerade bückt sich Nala um einen weiteren Ast aufzuheben, als sie plötzlich innehielt. Aus den Augenwinkeln meint sie etwas gesehen zu haben. Sie packt den dicken Ast fester und richtet sich langsam auf. So leise sie kann steht sie da und lauscht…