Zum Inhalt springen

Alle Aktivitäten

Dieser Stream aktualisiert sich automatisch

  1. Letzte Stunde
  2. Ganz kurz vorweg: als Harrys Geburtsdatum wird Ende Juli 1980 angegeben, und das heißt die Bücher spielen in den neunziger Jahren. Und, stimmt leider: Harry nervt, und zwar sehr. Eigentlich wird dem dauernd geholfen, und er wird dauernd beschützt, von Ron und Hermione auf jeden Fall, aber auch von anderen Leuten. Offenbar weiß er das nicht sonderlich zu schätzen, vermutlich nimmt er es teilweise nicht einmal wahr. Und er glaubt tatsächlich dass die Leute in der Schlacht von Hogwarts für ihn sterben weil er ja der "Auserwählte" ist. Snape beschreibt ihn als "mediocre, arrogant as his father, a determined rulebreaker, delighted to find himself famous, attention-seeking and impertinent" (Band 7, "The Prince's Tale); so ganz unrecht hat er da nicht. Wobei Harry für den "Auserwählten" ja nun nichts kann, das hat Dumbledore ihm eingeredet, seit dem Ende von Band 5. Denn so ganz plötzlich wird Dumbledore ja nicht zu einer doch eben auch ziemlich negativen Figur. Wir nehmen das leicht zu spät wahr, weil praktisch die gesamte Geschichte aus Harrys Sicht erzählt wird, und der merkt ja doch erst sehr spät wie Dumbledore ihn manipuliert hat. Denn, nüchtern betrachtet ist es doch so: Dumbledore weiß von Anfang an dass Harry ein Horcrux ist, dass er also voraussichtlich sterben muss bevor Voldemort besiegt werden kann; und deshalb scheint es ihm praktisch Harry einzureden dass er der Auserwählte ist der als einziger Voldemort besiegen kann. Und der Auserwählte darf dann eben auch alle gefährlichen Dinge erledigen, Horcrux-Suche und so weiter, weil er ja sowieso sterben muss, da muss man niemand anderen in Gefahr bringen. "You have been raising him like a pig for slaughter", sagt Snape (Band 7, The Prince's Tale), "wie ein Schwein zum Schlachten". - So viel zum "guten" Dumbledore. Das ist eigentlich schon ziemlich gut entwickelt im Lauf der Geschichte, finde ich. Ein echtes Problem ist James Potter. Und auch da stammt das Problem zum Teil daher dass wir halt die gesamte Geschichte aus Harrys Sicht erzählt bekommen. denn Harry, unter sehr unguten Bedingungen aufgewachsen, neigt natürlich dazu sich nach seinen Eltern zu sehnen und zu glauben dass sie ganz tolle Leute gewesen sein müssen. Und Hagrid sagt ihm bei seiner ersten Begegnung mit Harry ja auch genau das, wobei er übrigens (im Buch zumindest) eine faustdicke Lüge erzählt; er sagt, James Potter sei Head Boy /Schülersprecher gewesen, und das kann nicht stimmen; Schülersprecher kann nur werden wer in der 5. Klasse Prefect/"Vertrauensschüler" geworden ist, und da das in diesem Jahrgang Remus Lupin war kann es nicht James Potter gewesen sein. Ein offenbar realistisches Bild von James Potter bekommen wir tatsächlich erst in Band 5, im Kapitel "Snape's Worst Memory". Und, stimmt leider: danach gibt es ein paar halbherzige und von Harry natürlich gern geglaubte Erklärungen dass James Potter sich später gebessert habe und vernünftiger geworden sei. Und dann sind James und Lily Potter halt das ideale liebende Elternpaar, in bester Rowling-Manier halt. Und auch wenn ich es den beiden glaube dass sie ihr Kind lieben, die Vorgeschichte dieser Ehe dürfte doch wohl wenig ideal sein wenn man sich das mal nüchtern betrachtet. Also: Lily Evans ist mit Severus Snape befreundet, bin in die letzten Schuljahre hinein, und dann verkrachen sie sich und Lily fängt an mit James zu gehen. "Ich dachte, das ist der der Ron am meisten ärgert" wird Hermione später in einer vergleichbaren Situation als Erklärung sagen als sie gefragt wird warum sie mit einem Idioten wie Cormac McLaggen ausgeht. Und dann heiratet Lily Evans überstürzt mit neunzehn Jahren James Potter. War sie schwanger? Damals nannte man so etwas eine Muss-Ehe. - Tut mir leid dass das so unromantisch klingt. Aber es ist halt die Überlegung die sich zwangsläufig ergibt wenn man sich die Fakten und die Zeitabläufe genauer ansieht.
  3. Heute
  4. Ja! Es war der 7. Teil, und Ron ist auch tatsächlich kurz abgehauen. Allerdings wurde das dem negativen Einfluss des Horkruxes zugeschrieben und er hat die Entscheidung sofort bereut. Ja! Gott, geht mir Harry insbesondere zum Ende hin auf die Nerven. Wie er über seine Freunde fährt und nur seinen Sturkopf durchsetzen möchte. Schlimm fand ich am Ende des 7. Teils, wo in Hogwarts gekämpft wird, dass (aus Harrys Erzählersicht) alle, die sterben, für Harry sterben, damit der große Held seine Aufgabe erfüllen kann. Harry kommt keine Sekunde lang auf den Gedanken, dass die Leute nicht kämpfen, weil sie ihn so toll finden, sondern für die gute Sache im Allgemeinen. Als Harry, Ron und Hermine sich im 7. Teil bei Fleur und Bill verstecken, wird Fleur auch ausschließlich als Hausfrau und Gastgeberin dargestellt. Da habe ich nicht nur gedacht, dass das leicht überholt ist, es ging mir richtig auf den Keks, weil es so prominent war. Ich glaube, ich habe sogar wirklich den Kopf geschüttelt beim Lesen. Zu Tonks muss man allerdings sagen, dass sie starb, als ihr Baby ein paar Monate alt war. Sie hatte keine Chance, arbeitende Mutter zu werden. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob es irgendwo erwähnt wird, ob Tonks nach ihrer Hochzeit, bevor sie schwanger wurde, noch arbeitet. Im Theaterstück „The Cursed Child“ ist Hermine Zaubereiministerin und damit die Chefin von Harry (Leiter der Aurorenabteilung) und Ron (Mitarbeiter der Aurorenabteilung). Ich weiß nicht genau, woher diese Information kommt, die in meinem Kopf schwirrt, aber ich meine, Harry Potter wurde irgendwann in den 80ern geboren Noch etwas anderes, was hier im Forum an anderer Stelle schonmal diskutiert wurde: Dass Rowling Dumbeldore und James Potter zuerst als durchweg gute Menschen darstellt, um ihnen später eine negative Vergangenheit zu geben und nur sehr dürftige Erklärungen, warum die Personen am Ende dann doch „gut“ geworden sind.
  5. Zillo

    Filmsammelsurium

    Ist das nicht das Leben des Brian? Ein echter Klassiker.
  6. Mit "Phantastische Tierwesen" habe ich mich nie näher befasst, ich habe mal versucht den ersten Film zu gucken, auf DVD, und habe nach zwanzig Minuten abgeschaltet; das war nicht übel gemacht, aber es hat mich einfach nicht interessiert; soviel ich weiß hat man da allerdings wirklich versucht Rowlings Welt ein bisschen mehr daran anzupassen was eben heute selbstverständlich ist, auch wenn das in den dreißiger Jahren spielt. Und, stimmt: Rowling beschreibt wirklich eine Welt die im Grunde schon zur Entstehungszeit der Bücher nicht mehr so war. Übrigens, Computer gibt es, Dudley hat einen. Dass Handys absolut keine Rolle spielen, auch nicht in den Teilen der Geschichte die in der Muggelwelt spielen, ist allerdings schon ein bisschen seltsam. Und auch das stimmt: dass sich verheiratete Frauen grundsätzlich auf die Hausfrauen- und Mutterrolle zurückziehen, das war auch in den neunziger Jahren nicht mehr grundsätzlich üblich, auch wenn es in Einzelfällen vorkam. Das ist eine Sache die sich langsam verändert hat, deshalb kann man sie schlecht an einem Datum festmachen. Ich habe das etwa so erlebt: in meiner Kindheit (50er/60er Jahre) war das noch selbstverständlich, das Kind einer berufstätigen Mutter, so wie ich zum Beispiel, galt als verwahrlost, mit dem durften viele Kinder nicht spielen. In den siebziger Jahren waren dann berufstätige Frauen, auch verheiratete berufstätige Frauen, schon relativ selbstverständlich. Allerdings nicht überall: in der Stadt wo ich aufgewachsen bin war das inzwischen selbstverständlich, und dann bin ich 1975 aufs Land gezogen in ein eher abgelegenes Dorf, aus beruflichen Gründen, und dort war noch immer die Nur-Hausfrau die Norm. In Hogwarts werden Jungen und Mädchen zusammen unterrichtet und lernen auch die gleichen Dinge, und offenbar geht man auch davon aus dass die Mädchen später berufstätig sein werden. Und wir haben ja in der Geschichte auch einige Beispiele für Frauen die in durchaus anspruchsvollen Berufen sehr erfolgreich sind: Professor McGonagall, Professor Sprout, Dolores Umbridge (Band 7!), die Richterin Amelia Bones. Allerdings sind das alles offenbar unverheiratete Frauen. Ein Beispiel für eine vergleichsweise anspruchsvoll und erfolgreich berufstätige Frau die verheiratet ist existiert soweit ich sehe nicht. Und über Hermiones berufliche Zukunft erfahren wir tatsächlich nichts, zumindest nicht in den Büchern selbst; das allerdings hat sie mit Harry und Ron gemeinsam. In dem Schlusskapitel "19 Jahre später" erfahren wir zwar wer mit wem verheiratet ist und wie die Kinder dieser Paare heißen, aber über ihre berufliche Zukunft erfahren wir nichts; der einzige über den wir in dieser Hinsicht eine Information bekommen ist Neville (Professor für Kräuterkunde in Hogwarts). Auch auffällig in diesem Zusammenhang. Von zwei der jüngeren Frauen erfahren wir einiges über ihre Berufstätigkeit: Nymphadora Tonks ist bei der Kripo ("Auroren"), und Fleur Delacour ist Bankkauffrau. Aber sowie die beiden in festen Beziehungen sind ist davon mit keinem Wort mehr die Rede, es geht nur noch um diese Beziehungen und um eventuelle Kinder. Das passt gut zu dieser Fixierung von Rowling auf eine ganz bestimmte Sache: die "Liebe" als Grundmotiv, verstanden als Liebe zwischen einem Mann und einer Frau die miteinander verheiratet sind oder als Liebe zwischen Eltern und Kindern. Dieses Motiv wird ja von ihr schon recht heftig strapaziert, und gelegentlich nervt mich das ein bisschen.
  7. Ja, ich erinnere mich, dass zur Jahrtausendwende „Frauen in Führungspositionen“, also genau genommen die geringe Zahl von Frauen in Führungspositionen, gerade als Thema aufkam und das dann auch in einer breiteren Öffentlichkeit diskutiert wurde. Insofern wäre Rowling ihrer Zeit tatsächlich voraus gewesen, wenn sie das in ihren Büchern kritisch thematisiert hätte. Dass Frauen sich nach ihrer Heirat auf eine Rolle als Hausfrau und Mutter zurückziehen, war Ende der 90er hingegen zwar nicht unbedingt ungewöhnlich, aber auch längst nicht mehr selbstverständlich. Vielleicht ist die Handlung der Bücher ja tatsächlich in einer den 50er und 60er Jahren entsprechenden Zeit angesiedelt. Es gibt immerhin weder Handys noch Computer, die großen technischen Errungenschaften der Muggle-Welt sind Fernseher und Autos. Und dass die Phantastischen Tierwesen in den 30ern angesiedelt sind, würde dann ja auch passen. Hier ist die Präsidentin der MACUSA, Seraphina Picquery, interessanterweise eine Frau und es gibt endlich auch gleichgeschlechtliche Liebe.
  8. Gestern
  9. Interessant. Ich musste da nämlich an solche Sachen wie "Huckleberry Finn" denken. War eher so ein Gefühl, aber deine Schülerin bestätigt es. Und ja: die Rollenverteilung ist irgendwo in den 50ern hängengeblieben. Auch für die 90er war das bestenfalls konservativ. Ist mir aber auch nicht gleich aufgestoßen, weil Molly natürlich als Mutterersatz für Harry dient. Zu viel des Lobes. Ich hab die Bücher nur auf Englisch gelesen und die deutschen Namen kenn ich entweder nicht oder sie kommen mir blöd vor. wollt ihr noch ein Beispiel? Die Freundschaft zwischen Harry, Hermione und Ron. Zu Anfang ist das ja klassisches Kinderbuch - drei potentielle Außenseiter begegnen sich und werden Freunde und zusammen schaffen sie alles und sind stärker als die fiesen Kinder. Aber: 1. hat mich in den späteren Büchern total genervt wie wenig Harry seine Freunde zu schätzen weiß und wie doof er sich ihnen gegenüber verhält. In welchem Buch sind sie noch mal auf der Flucht und wohnen im Zelt? Da hätte ich mir jedenfalls gewünscht, dass die beiden ihn alleine im Wald zurücklassen... 2. Harry ist der Held, der von allen gefeiert wird, aber eigentlich sind es die anderen beiden, die jedes Mal den Karren aus dem Dreck ziehen und sämtliche Rätsel lösen (vor allem Hermione!). Wenn es nicht darum geht Quiddich zu spielen kriegt Harry echt wenig auf die Reihe. Jetzt könnte man ja sagen, dass das zeigt, dass man mehr erreicht wenn man zusammenarbeitet. Aber Hermione und Ron sind immer nur die Sidekicks. Hermiones Rolle finde ich da besonders problematisch: oberflächlich betrachtet ist sie eine positive Darstellung eines nur scheinbar uncoolen Büchermädchens und ein Vorbild, weil sie fleißig und klug ist. Aber wenn man es sich genau anschaut ist auch ihre eine ganz pseudo-moderne Frauenrolle: ja, du kannst schlau sein und Karriere machen, aber gewöhn dich schon mal daran, dass ein Typ die Lorbeeren einstreicht und dass du nie Chefin, sondern bestenfalls die Assistentin des Chefs sein wirst. (Insofern passt das gut zu deinen Beobachtungen über Karrieremöglichkeiten @gathame ) Was wird am Ende eigentlich aus ihr? (Wie gesagt: letzten Band eher so aus Pflichtgefühl gelesen...)
  10. Auch von mir vielen Dank für die Threaderöffnung! Da habe ich Arbeit gespart. Und hier haben wir ja direkt zwei Themen die wichtig sind: die klassische Rollenverteilung von Mann und Frau, und natürlich die Hauselfen. Was diese Rollenverteilung betrifft: Perianwen vermutet richtig, das war zu der Zeit als die Bücher geschrieben wurden durchaus noch nicht ungewöhnlich. Und Molly Wesley wird da schon wirklich arg auf die Hausfrauenrolle reduziert. Dabei ist es ja nun nicht so dass die Frau nicht zu mehr in der Lage wäre, ihr Duell mit Bellatrix Lestrange beweist es. Übrigens, da gibt es noch ein Detail in der Rollenverteilung von Mann und Frau das einem vermutlich deutlicher auffällt wenn man zu der Zeit als die Bücher neu waren schon länger Zeit erwachsen war. Und zwar geht es da um absolute Führungspositionen. Die stehen zwar offensichtlich im Prinzip Männern und Frauen gleichermaßen offen, aber normalerweise sind es Männer die solche Positionen einnehmen. Eine Zaubereiministerin ist theoretisch möglich, und angeblich hatte Cornelius Fudge tatsächlich eine Vorgängerin. aber danach sehen wir nur noch Männer in diesem Amt. Und wir sehen auch nur Männer als Hogwarts-Schulleiter, wenn man von den wenigen Wochen absieht in denen Dolores Umbridge Schulleiterin ist (und die sind, wenn auch aus anderen Gründen, ja ohnehin eine Katastrophe). Also: theoretisch stehen solche absoluten Führungspositionen natürlich allen offen, auch Frauen, aber praktisch werden sie mit Männern besetzt; das entspricht durchaus exakt dem was zur Entstehungszeit der Bücher der Normalfall war. Und, ja, die Hauselfen. Das ist meistens das erste was Leuten beim Lesen als kritisch auffällt, weil es halt so sehr offensichtlich ist. Hauselfen werden als intelligente fühlende Wesen beschrieben, aber sie werden nicht als solche behandelt. Niemand scheint sich viel dabei zu denken, auch niemand von den "Guten". Und Hermione die dagegen vorzugehen versucht wird mehr oder weniger lächerlich gemacht, sie verstößt da nämlich gerade gegen eine Norm der Gesellschaft in der sie sich jetzt bewegt. Beadoleoma hat Recht: da erinnert schon sehr deutlich an Vorstellungen aus der Kolonialzeit, dass andere Völker eben den weißen Europäern unterlegen sind, charakterlich und intellektuell, und dass es deswegen gut für sie ist wenn die Kolonialherren "für sie sorgen". Es erinnert auch an die sehr ähnlichen Begründungen dafür warum Sklaverei vertretbar ist. Und mit der Darstellung dass die Hauselfen "das aber so wollen" kann ich mich nun wirklich nicht anfreunden. Mir fällt dazu eine interessante Bobachtung ein die eine Schülerin von mir gemacht hat; das Mädchen war in den USA aufgewachsen und hatte die Harry-Potter-Bücher ursprünglich in der US-Fassung gelesen, und sie hatte auch "Vom Winde verweht" im Original gelesen und den Film im Original gesehen (mittlerweile ist der unkommentiert verboten, damals war das ein Klassiker). "Vom Winde verweht" stellt die Sklaverei in den US-Südstaaten als etwas dar was gut für die betroffenen Menschen war und von ihnen auch vollkommen akzeptiert wurde. Und dieser Schülerin fiel auf, dass die Sprechweise der Hauselfen in "Harry Potter" grammatikalisch exakt der Sprechweise der Sklaven in "Vom Winde verweht" entspricht. Es stimmt, genau betrachtet. Übrigens: vielen Dank an beadoleoma: endlich schreibt mal jemand auch in einem deutschen Text "Hermione" und nicht "Hermine". Denn das macht von der Bedeutung des Namens her einen riesigen Unterschied, das ist nicht nur einfach ein eingesparter Buchstabe. Und Namen haben ja in Rowling-Texten meist ziemlich viele Nebenbedeutungen. - Aber das führt jetzt wirklich zu weit.
  11. Blauborke

    Herr der Ringe Buchzitate-Quiz

    Und ihre Kette mit dem Stern-Anhänger. Richtig! Jetzt du!
  12. Berzelmayr

    Filmsammelsurium

    Welcher Film ist das?
  13. Danke für die Threaderöffnung! Als ich als Kind/Jugendliche die Bücher gelesen habe, hat mich nichts gestört. Es war einfach eine schöne Geschichte, mehr habe ich darin nicht gesehen. Je älter ich werde, desto mehr Dinge fallen mir negativ auf. Das habe ich beim Lesemarathon dieses Jahr ganz stark gemerkt. Das mit den Hauselfen ist definitiv ein Punkt, den ich auch befremdlich finde. Würde die Zaubergemeinschaft zumindest etwas Respekt gegenüber den Hauselfen zeigen, könnte ich mich eventuell damit arrangieren, dass es innerhalb dieser Welt fast willenlose Sklavenkreaturen gibt. Andere Welten, andere Sitten. Aber diese absolute Respektlosigkeit und die Tatsache, dass Hauselfen nicht als fühlende Wesen betrachtet werden, obwohl sie eindeutig Gefühle zeigen, ist grausam. Da hilft auch kein „Aber die wollen das so.“ Mir ist jetzt zum ersten Mal die sehr klassische Rollenverteilung von Mann und Frau aufgefallen. Es sind fast immer nur die Mädchen, die weinen, und im 7. Teil kommt Harry der Gedanke, dass er Ginny immer schon so sehr mochte, weil sie im Gegensatz zu anderen Mädchen nicht ständig heult. Während der Orden des Phönix im Grimmauld Place ist, sind alle Mitglieder des Ordens ständig unterwegs. Scheinbar ist immer nur Molly Weasley im Hauptquartier, bringt das Haus auf Vordermann und kocht für alle. Es unterstreicht sehr stark die Mutterfigur, die sie für Harry darstellt, für mich geht das an dieser Stelle allerdings ein bisschen zu weit. Molly als Mutterfigur ist zu diesem Zeitpunkt schon ausreichend etabliert, sodass es nur diesen faden Geschmack von Mutter = Hausfrau hat. Vielleicht war die klassische Rollenverteilung während der Entstehungszeit noch so normal, dass es heute zwar negativ auffällt, für damalige Verhältnisse jedoch nicht ungewöhnlich war. Da darf mich gerne das ältere Semester belehren.
  14. Perianwen

    Herr der Ringe Buchzitate-Quiz

    Arwen zu Frodo, als sie ihm ihren Platz auf dem Schiff gen Westen schenkt?
  15. Im Thread über die neue Serie kam dieses Thema auf. Ich fange mal an: Hauselfen - warum ist es völlig okay willenlose Sklaven zu halten, so lange man sie nicht direkt körperlich quält? Weil sie das "so wollen"? Mich hat das tatsächlich unangenehm an den Umgang der Europäer mit anderen Ethnien in der Geschichte erinnert. Da hat man auch gerne so getan, als ob schwarze Sklaven zu dumm und unselbständig wären um ohne die Führung ihrer weißen Herren klarzukommen. Und warum wird Hermiones Versuch etwas dagegen zu unternehmen als uninformiertes Gutmenschentum lächerlich gemacht? (ich hab keine Lust nach Textbelegen zu suchen, aber so habe ich das in Erinnerung. Korrigiert mich gerne, wenn ich falsch liege!)
  16. beadoleoma

    Harry Potter - Die neue Serie auf HBO Max

    Wenn mich von Anfang an zu viel gestört hätte, hätt ich das sicher auch nicht gemacht. (und die Filme habe ich tatsächlich nicht alle geschaut) Mir haben die ersten Bücher sehr gut gefallen. Allerdings gab es Dinge, die ich nicht so toll fand. Die waren halt nicht schwerwiegend genug um gleich was anderes zu lesen. Man muss ja nicht jede Idee und jeden Satz großartig finden um ein Buch genießen zu können. Mit der Zeit ist meine Begeisterung allerdings gesunken. Ich bin nun aber der Typ Mensch, der gerne Dinge vollständig hat, also hab ich trotzdem bis Band 7 durchgelesen Band 7 habe ich definitiv nur einmal gelesen, bei Band 6 bin ich mir nicht sicher. Die ersten hatte ich dagegen mehrmals gelesen. Aber vielleicht interpretiere ich auch mehr. Hatte gerade ncihts besseres zu tun und hab es einfach mal gemacht: hier
  17. Zillo

    Harry Potter - Die neue Serie auf HBO Max

    Ich glaube wenn man mich vieles stört würde ich weder die Bücher lesen noch die Filme schauen. Vielleicht interpretiere ich auch weniger
  18. Blauborke

    Herr der Ringe Buchzitate-Quiz

    Ich gebe mal einen Hinweis. Es heißt zwar "a gift", aber genau genommen sind es zwei.
  19. gathame

    Harry Potter - Die neue Serie auf HBO Max

    Stimmt, wie weit man die Filme immer mit denkt oder eben auch nicht, das macht in jedem Fall einen Unterschied. Und ich bin heute wirklich froh dass ich nicht nach dem zweiten Film aufgegeben habe zu gucken weil ich die beiden ersten Filme halt doch eher schwach fand. Ab Film drei hat sich die Qualität schon sehr deutlich gesteigert, finde ich, auch wenn immer mal wieder schrecklich misslungene Szenen dazwischen sind. Und ein Thread zum Thema was da vielleicht schon immer ein bisschen gestört hat und was man jetzt, im Hinblick auf Rowling und ihre Äußerungen insgesamt, doch vielleicht anders sieht, das wäre keine üble Idee. Vielleicht starte ich einen.
  20. beadoleoma

    Harry Potter - Die neue Serie auf HBO Max

    Den Effekt habe ich weniger, weil ich ja wie gesagt nur die ersten paar Filme gesehen habe. Und vielleicht wäre ja ein "was mich schon immer (etwas) gestört hat/was mir beim wieder lesen auffällt"-Thread gar nicht so unspannend.
  21. gathame

    Harry Potter - Die neue Serie auf HBO Max

    Nachtrag zu gestern: ich habe ehrlich gesagt noch nie sehr viel darüber nachgedacht ob es da noch mehr Verbindungen zwischen Rowlings Besessenheit von "Normalität" und ihren Büchern gibt, aber seit gestern denke ich darüber nach. Und da ist mir noch zweierlei aufgefallen das mich auch schon immer vage gestört hat. Erstens: diese tausend "typisch Junge" und "typisch Mädchen" Details im Julball Kapitel. Und zweitens der Umgang mit deutlich übergewichtigen Charakteren. Dudley Dursley wird ja schon wirklich als extrem übergewichtig beschrieben, zur allgemeinen Erheiterung. Und auch bei Professor Slughorn ist das zumindest ansatzweise der Fall. Man übersieht das leicht, weil man bei optischen Fragen ja immer auch die Bilder aus den alten Filmen vor sich sieht, und die haben das glücklicherweise sehr zurückgenommen; da ist Dudley zwar übergewichtig, aber lange nicht so extrem wie im Buch beschrieben, und das wird im Film auch nicht weiter thematisiert. Und Professor Slughorn wird optisch ohnehin vollkommen anders als beschrieben dargestellt, glücklicherweise.
  22. Hier eine Diskussion zur Frage, wer da was machen würde:
  23. Letzte Woche
  24. gathame

    Harry Potter - Die neue Serie auf HBO Max

    Nein, rausschmeißen werde ich die Bücher nicht, aus Gründen die mit Rowling gar nichts zu tun haben. Aber ob ich die noch mal komplett lese weiß ich nicht, wiegesagt. Aber falls ich es tute, dann vermute ich dass die Dinge die mich schon immer irgendwie gestört haben mir noch mehr auffallen als bisher schon. Und dann werde ich vermutlich wissen wollen wie die neue Serie mit genau diesen Sachen umgeht. Also werde ich wohl doch dran bleiben. Wenn man sich Rowlings Äußerungen in den letzten Jahren anschaut, dann steckt ja doch hinter dieser schon fast hysterischen Feindseligkeit mit der sie auf Transsexualität reagiert noch etwas anderes: eine absolut überholte Vorstellung von "Normalität" die als so selbstverständlich dargestellt wird dass es eine Weile dauern kann bis man das überhaupt bemerkt. Ehen sind grundsätzlich glücklich (mit der einzigen Ausnahme der Ehe von Snapes Eltern) und halten lebenslang, Ehescheidungen existieren nicht, und offenbar existiert nicht mal vorehelicher Sex, jedenfalls gibt es keine unehelichen Kinder. Ist schon ein bisschen komisch, irgendwie. Ich habe immer gedacht das ist einfach dem "Kinderbuch" geschuldet, aber so langsam glaube ich dass das damit gar nichts zu tun hat.
  25. beadoleoma

    Harry Potter - Die neue Serie auf HBO Max

    Reizvoll, aber nicht reizvoll genug. Um ehrlich zu sein hat mich der Thread hier fast so weit, dass ich die Bücher rausschmeiße. War gut mal darüber zu reden und nachzudenken. Interessanterweise hat es mir auch noch diesen Artikel in die Timeline gespült, den ich dann doch noch hier posten muss: The Verge Artikel (Englisch)
  26. Blauborke

    Herr der Ringe Buchzitate-Quiz

    Oh ja, du hast recht, das könnte tatsächlich so sein! Aber leider spricht der Lump in dem Fall von "token"
  27. Perianwen

    Harry Potter - Die neue Serie auf HBO Max

    Den vorbereitenden Harry-Potter-Marathon habe ich, eher zufällig, schon hinter mir Meine Gesundheit meinte es dieses Jahr bisher nicht gut mit mir und ich hatte schon viel Zeit zum Lesen. Anfang des Jahres habe ich mit dem 1. Teil angefangen, weil ich etwas Bekanntes, „Zuhausiges“ haben wollte. Nachdem ich mit dem 1. Teil durch und immer noch krank war, habe ich mit dem 2. weitergemacht. Und dann nicht mehr aufgehört, bis ich am Ende des 7. Teils angelangt war. Das war das erste Mal, dass ich die gesamte Geschichte an einem Stück gelesen habe. Es war eine völlig neue Erfahrung, mitzubekommen, wie die Geschichte immer ernster und düsterer und die Hauptcharaktere erwachsener werden. Und ich habe festgestellt, dass der 4. Teil (den ich glaube ich nur ein einziges Mal damals gelesen hatte, als er rauskam) viel mehr Spaß macht, wenn man bei jeder direkten oder indirekten Erwähnung von Barty Crouch Jr. David Tennant vor Augen hat
  28. Perianwen

    Herr der Ringe Buchzitate-Quiz

    Ist das Saurons Mund, als die Herren des Westens vor den Toren Mordors stehen und Saurons Mund Frodos Habseligkeiten zeigt?
  29. Zillo

    Harry Potter - Die neue Serie auf HBO Max

    Ich werde die Romane nochmal lesen bis Weihnachten. Einfach auch als Vorbereitung und Vorfreude. Vielleicht entdeckt man dann mehr Details.
  1. Ältere Aktivitäten anzeigen
×
×
  • Neu erstellen...