11. September 201115 J. Für den neuen Themenbereich "Mittelalter" hier ein Thread über die Literatur des Mittelalters sowie Literatur über das Mittelalter bzw. historische Romane . Dazu passen aber auch Mythen und Sagen aus der Zeit des Mittelalters. Natürlich gibt es auch viele mittelalterliche Geschichten, welche auch Einfluss aufTolkien's Werke gehabt haben. Viel Spaß beim posten eurer Lieblingsgeschichten und vielleicht auch beim Diskutieren bestimmter historischer Punkte und Bezüge zu Tolkien. Bearbeitet (11. September 201115 J. von Anshelm)
12. September 201115 J. Muss es denn nur Mittelalter Literatur sein, oder auch was aus der Antike? Das passt ja auch zum Thema.
12. September 201115 J. Inwiefern passt antike Literatur zum Thema "Literatur des Mittelalters"? Das ist doch eine völlig andere Epoche!? :kratz:
12. September 201115 J. Nur eine grundsätzliche Frage: Sollte man nicht "Mittelalterliche Literatur" und "Literatur übers Mittelalter/ Historische Romane" grundsätzlich voneinander trennen? Irgendwie glaube ich, das gehört eigentlich nicht in einen einzigen Thread.
12. September 201115 J. Ersteller Nur eine grundsätzliche Frage: Sollte man nicht "Mittelalterliche Literatur" und "Literatur übers Mittelalter/ Historische Romane" grundsätzlich voneinander trennen? Irgendwie glaube ich, das gehört eigentlich nicht in einen einzigen Thread. Historische Romane beziehen sich ja auf reale Quellen und besitzen oft auch viel Originalmaterial, wie z. B. Lieder & Gedichte. Außerdem wollte ich nicht gleich drei verschiedene Threads zum ähnlichen Thema aufmachen. Das Thema ist Mittelalter - Literatur. Alles was dazu passt kann hier gepostet werden und dann jeweils separat besprochen werden. Bearbeitet (12. September 201115 J. von Anshelm)
10. Oktober 201114 J. Ersteller Also hier kann ich euch vorschlagen: Die Abenteuer von Fidelma von Cashel. Autor ist Peter Tremayne. Dabei handelt es sich um eine Art historischer Kriminalroman. Einbezogen werden historische Ereignisse um das 7. Jahrhundert n. Chr. - Dazu zählen beispielsweise die Konflikte zwischen der katholischen und der irischen Kirche. Also die Erzählung spielt im Irland der vergangenen Zeit. Man lernt einiges über das Leben der Leute damals, wird mit lateinischen Sprüchen berauscht und darf mit Fidelma eins ums andere Mal eine Intrige oder einen mysteriösen Fall aufdecken. Meiner Meinung nach, muss man ,zumindest ein Buch, mal gelesen haben.
14. Oktober 201114 J. Danke für den Fidelma-Tipp, Anshelm! Sowas nehme ich mir auch mal vor Mein absoluter Favorit ist das Nibelungenlied (um 1200 - jedenfalls in der heute gängigen Fassung; das ist ja - wie der Name schon sagt - als gesungene/öffentlich rezitierte Geschichte erst nach und nach verschriftlicht worden - da gibts dann eben verschiedene Fassungen, wobei man nie weiss, wieviel der "Autor" übernommen, wieviel er dazuerfunden hat, und überhaupt nicht mehr immer alles überliefert ist)! Das Nibelungenlied entfaltet auch noch Jahrhunderten eine Sprachkraft, die mich persönlich wenigstens total "reinzieht" (und die auch was Tolkieneskes hat. Oder umgekehrt ...). Eine m.E. gute Übersetzung findet sich im (vergriffenen, aber als Taschenbuch neu aufgelegten) Band "Germanische Götter- und Heldensagen" von Rainer Tetzner aus der Reclam-Reihe (ist aber nicht so ein gelbes, macht ein bisschen mehr her). Dort hats auch noch Sagen von Dietrich und Wieland dem Schmied (der Stoff hängt immer irgendwie zusammen) drin; fürs Kennenlerne der deutschen Sagenwelt toll! Die zweisprachige Ausgabe (Das Nibelungenlied. Mittelhochdeutsch / Neuhochdeutsch - ebenfalls von Reclam) habe ich als gute Variante erlebt, ein bisschen mit dem Mittelhochdeutschen warm zu werden - das versteht man ja auch noch so teilweise; und sonst gibts immer die Übersetzung daneben. Und wer die "alte" Sprache gar nicht mag: Da kann ich zum Einstieg die Nacherzählung von Auguste Lechner empfehlen. Sie hat auch Nacherzählungen anderen Sagenstoffes verfasst, m.E. alle sehr einfühlsam; sie lässt jeweils die verschiedenen Figuren zum Zug kommen, lässt aber beim Lesen Raum für Interpretationen offen. Gruss, Eule
14. Oktober 201114 J. Das Nibelungenlied mag ich auch sehr. Wer es gerne bildlich mag, dem kann ich überings die Comicreihe "Götterdämmerung" beim Splitter- Verlag empfehlen. Eine wunderbare Umsetzung des Nibelungenstoffes.
16. Oktober 201114 J. Aus dem Frühmittelalter hat mir vor allem der Heliand recht gut gefallen. Als Reisebeschreibung mag ich auch z.B. den Fortunatus, aber der ist ja schon ein wenig spät fürs Mittelalter. Nuja, was Historische Romane angeht - Sarum find ich nicht schlecht, aber das geht nicht nur übers Mittelalter, das meiste was ich diesbezüglich gelesen habe ist doch sehr "modern", bzw. eben nicht mittelalterlich, sondern post-romantisch.
16. Oktober 201114 J. Und wer die "alte" Sprache gar nicht mag: Da kann ich zum Einstieg die Nacherzählung von Auguste Lechner empfehlen. Sie hat auch Nacherzählungen anderen Sagenstoffes verfasst, m.E. alle sehr einfühlsam; sie lässt jeweils die verschiedenen Figuren zum Zug kommen, lässt aber beim Lesen Raum für Interpretationen offen. Kann ich so unterschreiben. Lechners Neubearbeitungen sind vor allem für Jugendliche super geeignet, da sie flüssig und spannend geschrieben sind, weshalb ich ihre Bücher mit 16 regelrecht verschlungen habe. Bezüglich Mittelalter sind neben den Nibelungen auch ihre Versionen der Artus- und der Parzival-Sage empfehlenswert. Ausserdem natürlich die griechischen Sagen. @Torshavn Kann man da zufälligerweise irgendwo reinschauen? Wer sich auch über die Sagenwelt hinaus für das (Früh-)Mittelalter interessiert, dem kann ich Vita_Karoli Magni ans Herz legen. Es handelt sich um eine zeitgenössische ( ! ) Biographie Karls des Grossen, die vom Mönch Einhard wenige Jahre nach Karls Tod verfasst wurde, und gehört zu den umfangreichsten Quellen, die aus dem Frühmittelalter überliefert sind. Natürlich ist das Ganze nicht so flüssig geschrieben wie ein Roman, denn im Grunde ist es eine Aufzählung der Taten Karls. Trotzdem ist das Werk sehr schnell gelesen, denn in der Reclam-Ausgabe sind es lediglich 69 Seiten und davon muss man sogar nur die Hälfte lesen, weil links jeweils das lateinische Original steht. ;-)
17. Oktober 201114 J. @Torshavn Kann man da zufälligerweise irgendwo reinschauen? Auf der Seite vom Splitter- Verlag erhälst Du einen ganz guten Eindruck von der Serie ( http://www.splitter-...rdammerung.html ) Wenn Du die einzelnen Titel anklickst, kannst Du auch Probeseiten ansehen. Viel Spaß dabei. Bearbeitet (17. Oktober 201114 J. von Torshavn)
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