Eldanor

RPG-Story: Das Dritte Zeitalter

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Geschrieben (bearbeitet)

"Die Seemannskrankheit?" sieht der Zwerg Sullir fragend an. "Wußte ich doch, Obst schmeckt also nicht nur gut". Damit hält er auch Sullir den Beutel hin.

Als dieser sich genommen hat, schaut er in Richtung Felsen, zwischen denen der Elb verschwunden ist. "Es ist nur eine dünne Blutspur" meint der Zwerg in die Runde. "Er müßte jetzt langsam zurückkehren..." führt er seinen Gedanken zu Ende.

Während Gror noch kaut, steckt er den Beutel ein und zieht die Axt aus dem Gürtel...

bearbeitet von Torshavn

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Eldanáro tritt hinter den Felsen hervor. In seinen Armen trägt er etwas, das wie ein Bündel    aus rotbraunem Fell aussieht. Beim näheren Hinsehen lässt sich ein Fuchs erkennen, der aus einer Wunde, die nur grob mit Athelas-Blättern abgedeckt ist. Die Blätter sind bereits selbst  mit Blut getränkt.

"Ich habe ihn dort hinten mit einer Pfeilwunde gefunden", erklärt Eldanáro knapp. "Ich bin nicht sicher, aber vielleicht ist es derselbe Fuchs, der uns vor einer Weile so oft begegnet   ist. Ich will ihn nicht einfach verbluten lassen, aber für den Gnadenstoß ist er auch noch nicht bereit. Lasst uns versuchen, ihn zu retten, bitte."

Eldanáro blickt sich um. Der Platz, an dem sie stehen, direkt an der Straße, eignet sich nicht zum Rasten. Sie sind auch nicht sonderlich weit gekommen. Ihr eigentlicher Auftrag, das Kettenhemd nach Minas Tirith zu bringen, kommt ihm in den Sinn. Es ist noch ein weiter Weg. Wenn sie in diesem Tempo reisen, werden sie niemals ankommen. Eile ist geboten.

"Nala, ihr seid die geübteste Heilerin von uns. Was denkt ihr, kann das Tier es überleben, wenn wir ihn jetzt provisorisch verarzten und dann noch eine Weile weiter reiten?"

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Riohél hattedie Höhle erreicht, ohne dass es Zwischenfälle gegeben hätte, oder sie auf eine verdächtige Spur gestoßen wäre. Sie hatte Áren, ihren Hengst, zu den anderen zurückgeschickt, nachdem sie meinte, etwa die Hälfte des Weges zurückgelegt zu haben und danach stellte sich heraus, dass sie sogar schon etwas weiter gekommen war. Kaum war ihr geliebter Begleiter außer Sicht gewesen, hatte es sanft zu schneien begonnen und sie hatte sich- fest in ihren Mantel gehüllt- wieder auf den Weg gemacht.

Als sie nun vor der Höhle steht, hat der Schnee bereits eine weiche Schicht auf dem Boden gebildet und die ersten Flocken sind in den Eingang der Höhle hineingeweht. Weit und breit sind keine Spuren in dem Weiß zu entdecken und auch als Riohél eintritt, findet sie auf dem trockenen, erdigen Boden nichts als die Spuren, die die drei Jäger hinterlassen haben mussten. Trotz der Kälte birgt die graue Asche der Feuerstelle noch spürbar die Zeichen des Feuers, wie sie bemerkt, als sie dicht die Hand darüber hält.
Sie nimmt sich die Zeit, die Höhle Stück für Stück zu inspizieren, bevor sie zu dem Schluss gelangt, dass alles in Ordnung zu sein scheint.
Riohél tritt wieder nach draußen und wirft einen Blick in den hellen, grauen Himmel, der mit weiterem Schnee für die Nacht zu drohen scheint. Ein Gefühl der Enttäuschung beginnt sich in ihr auszubreiten. "Was soll mir das sagen, Bórgrim? Da reite ich den anderen schon voraus und dennoch- keine Spur von dir. Kein Zeichen, das du für uns zurückgelassen hättest. Nicht einmal ein Staubkorn, das du an den falschen Fleck geschoben hast, damit ich es bemerken könnte. Ich will nicht glauben, dass dir irgend etwas zugestoßen sein soll..."
Entschlossen reißt sie ihren Blick von der ebenen Wolkenmasse los, wischt sich unwirsch die Schneeflocken fort, die auf ihren Wangen gelandet sind und beginnt, mehrere Arme voll Feuerholz zu sammeln und sie zum Trocknen in die Höhle zu bringen. Als sie überzeugt ist, dass dieses Holz und das, welches die Jäger zurückgelassen haben, für ein Essen und die Nachtwache reicht, Schultert sie ihre Sachen und schlägt den Weg ein, den sie gekommen ist, um den anderen entgegenzugehen und zu prüfen, ob sich in der Zwischenzeit etwas geändert hat.
Diesmal hält sie sich jedoch ein Stück abseits der Straße und spannt die Sehne ihres Bogens auf. Vielleicht würde sie ja auf ein Abendessen stoßen.

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Nala wartet schweigend und beruhigt ihre Stute indem sie ihr den Hals streichelt und sanft tätschelt. Ihr Bruder hat sich in der Nähe der Stelle positioniert, an der Eldanaro im Dickicht verschwunden ist. Sein Reittier wartet noch ruhig, allerdings wendet es aufmerksam die Ohren in verschiedene Richtungen. Kaum eines der Tiere mag den Geruch nach Blut, nur das Pony des Hobbits scheint mehr am Fressen interessiert zu sein.

 

Auf einigen Gesichtern sieht Nala ein bisschen Anspannung und alle scheinen sich zu fragen von wem das Blut stammen konnte und ob dies Gefahr für die Gruppe bedeuten würde. Doch nicht alle sind unruhig, Gror und Fosco steigen ab und beginnen ein zweites Frühstück wobei sie entspannt plaudern. Auch Sulhir gesellt sich zu ihnen, während sie, ihr Bruder und der Schmied auf den Pferden bleiben.

 

Es vergehen einige Minuten und Nala kann schwer einschätzen wie weit der Elb sich in dieser Zeit bewegt haben kann. Die Büsche stehen z.T, sehr eng und er will ja möglichst wenige Geräusche machen. Kurz schließt sie die Augen und lauscht auf die Geräusche des Waldes. Der Wind fährt durch die teilweise schon kahlen Äste, lässt diese knacken und aneinander schlagen. Er bewegt die oberste Schneedecke und lässt kleine Flocken tanzen. Es sind einige kleinere Tiere zu hören, die sich auf dem Waldboden und den Bäumen tummeln. Nala hört wie sich zwei Finken lautstark streiten und den Ruf eines Eichelhähers. Alle diese Lebewesen sind noch aktiv, bei einer unmittelbaren Gefahr wären einige davon sicher verstummt.

Da sie sich so konzentriert hört sie vielleicht zum ersten Mal die Schritte des Elben, noch bevor sie die Augen aufschlägt und ihn sieht. Er bewegt sich seltsam ungelenk was von dem Bündel auf seinem Arm kommt. Im ersten Moment denkt sie, es ist etwas in ein Fell eingewickelt, doch dann wird ihr klar, das Fell ist am Leben und es ist das Bündel. Der Pelz ist an einer Stelle von frischem, hellen Blut verschmiert und verwundert erkennt sie einen Fuchs.

 

 Eldanaro erläutert der verwunderten Nala, dass er den Fuchs gefunden hat, der von einem Pfeil verwundet wurde. Scheinbar möchte er das Tier retten, welches er als dasjenige vermutet, welches der Gruppe eine Weile gefolgt ist. Er hält ihr das Tier entgegen und bittet sie zu entscheiden ob und wie ihm geholfen werden kann. Nala zögert einen Moment. Wenn es wirklich das Tier ist, welches der Gruppe schon begegnet ist, dann muss es ihr seit Wochen folgen. Ein absolut ungewöhnliches Verhalten für einen Fuchs, der damit entweder krank war oder eine Handaufzucht. Was soll sie davon halten?

Wildtiere haben oft Parasiten und Krankheiten die sich vielleicht auf ihre Tiere übertragen könnten und alle Pferde müssen stark und ausdauernd sein um es über die Berge zu schaffen. Zudem sind sie den Geruch dieses –zwar kleinen- Raubtieres nicht gewohnt und sie kann jetzt schon sehen, wie sich die Nüstern ihrer Stute weitern. Wird sie ruhig bleiben?

Und selbst wenn sie den Fuchs versorgen kann, er wird sicher nicht ruhig bleiben. Er wird früher oder später einen von ihnen kratzen oder beißen und eine solche Wunde trägt meist eine Infektion. Es gab viele Risiken sich dieses Tieres anzunehmen und er würde sie aufhalten, warum also diesem Fuchs helfen?

Doch als sie vom Rücken ihrer Stute auf das hilflose Wesen herunterblickt, welches verängstigt und schwach in Eldanors Armen liegt, da bringt sie es einfach nicht übers Herz ihm zu sagen er solle es töten. Sie reicht Waenhil ihre Zügel und lässt sich von ihrer Stute gleiten. „Ich muss mir die Wunde genau ansehen, bitte haltet ihn fest. Vielleicht können wir die Blutung mit einem festen Verband aufhalten, doch ich denke früher oder später werden wir die Wunde nähen müssen, damit er überlebt“ meinte sie und kam näher um zwischen dem verklebten Fell etwas zu erkennen. „Du sagtest es war ein Pfeil, von einem Jäger? Oder ist jemand anderes in der Nähe? Die Wunde scheint relativ frisch zu sein!“

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"Ich konnte niemanden sonst in der Umgebung finden", beantwortet Eldanáro Nalas Fragen. "Möglicherweise waren es die Jäger, die uns vorhin begegnet sind. Ich würde die Umgebung gerne weiter erkunden, aber dazu ist keine Zeit."

Nachdenklich blickt er auf das ohnmächtige Tier in seinen Armen.

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Gror lauscht aufmerksam Eldanaros Worten, während er die Axt zurück in den Gürtel steckt:

"Die Frage ist doch: was hat die Jäger abgehalten diesen Fuchs zur Strecke zu bringen? Schnell kann er mit der Wunde nicht verschwunden sein. Ein prächtiges Tier, ein schönes Fell. Warum also?"

Einen nachdenklichen Augenblick später meint er noch:

"Wir sollten uns vielleicht beeilen, und hier verschwinden."

bearbeitet von Torshavn

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Sorgenvoll betrachtet der Schmied das verletzte Tier. Wer würde es derart verletzen aber nicht töten? In dem Moment, als Gror über eine mögliche Gefahr aufmerksam macht, schärfen sich auch die Sinne des Schmiedes. Vielleicht hatte der Schütze selber fliehen müssen? Er vertraut der Einschätzung des Elben vollkommen, der Niemanden in der näheren Umgebung erspähen konnte, dennoch überkommt ihn das vertraute Gefühl der Unsicherheit und Gefahr und er sorgt sich insbesondere um Riohel, die alleine vorausgegangen war. War es vielleicht ihr Pfeil? Doch er konnte sich nicht vorstellen, warum die Späherin einen Fuchs angreifen sollte.

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Als Nala die Athelasblätter etwas zur Seite schiebt, um die Wunde zu betrachten, beginnt sie wieder leicht zu bluten. Der Pfeil ist tief in die rechte Seite des Fuches, nahe der Vorderläufe eingedrungen. Wahrscheinlich schon vor ein paar Stunden. Das Tier hat wohl erfolglos versucht den Pfeil mit dem Mund zu packen und herauszuziehen. Dabei ist die Wunde größer geworden, sogar teilweise ausgerissen. Der Puls ist schwach aber regelmäßig. Die Athelasblätter tun durchaus ihre Wirkung. Aber es wird auf Dauer nicht reichen...

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Während die Gruppe überlegt wie es zu der Verwundung des Fuchses gekommen sein kann und wer wohl dafür verantwortlich ist, untersucht Nala das kleine Tier. Es scheint schon geschwächt und liegt ruhig, fast schon apathisch in ihren Armen. Die Wunde ist ernst, aber eine Heilung möglich. Die Haut und das Gewebe darunter sind durchtrennt und zum Teil ausgerissen, doch kein Organ scheint betroffen zu sein. Die Eintrittstelle muss ausgewaschen werden, am besten mit einem Sud der eine Infektion verhindert und dann müssen die Wundränder zusammen genäht werden.

Für beides braucht Nala Ruhe, heißes Wasser und einen Platz mit mehr Licht.

Sie schiebt die Athelasblätter wieder über die Wunde und nimmt ein Band aus ihrem Haar um sie dort locker am Platz zu halten. Dann wickelt sie ihren Mantel vom unteren Zipfel mehrmals um den Fuchs, sodass nur die Schnauze noch hausschaut. So wird er warm gehalten und kann sich gleichzeitig kaum mehr rühren und damit weder sie noch sich selbst verletzen. „Wenn niemand mehr Nachforschungen anstellen möchte, schlage ich vor wir reiten bis zu Mittag oder einem geeigneteren Platz weiter. Wenn wir wirklich versuchen wollen das Tier zu retten, brauche ich ein Feuer, Wasser und einen ruhigeren Ort!“ gibt sie ihre Einschätzung der Lage weiter.

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Die Abenddämmerung schreitet weiter vorran. Riohel kehrt zur Gruppe zurück, zwei Hasen über der Schulter. Vor den Gefährten liegt noch eine gute Stunde Weg bis zum abendlichen Lagerplatz...

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Eldanáro nickt. "Dann sollten wir keine Zeit verschwenden." Er sieht Riohél an. "Wir sollten die Gruppe zu den Seiten hin abschirmen. Einer links vom Weg, der andere rechts. Bei Gefahr pfeife wie ein Habicht." Eldanáro wendet sich an die anderen in der Gruppe. "Waenhil, Eofor. Könntet ihr bitte unsere Pferde am Zügel mitführen? Abseits der Straße stören sie uns nur."

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