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4. Folge "Die Große Woge/The Great Wave"


Meriadoc Brandybuck
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Hallo und herzlich Willkommen zu unserer Besprechung der Serie "Die Ringe der Macht".

Dieses Thema widmet sich der vierten Folge der 1. Staffel: "Die Große Woge/The Great Wave" 

 

Zusammenfassung der Folge von Wikipedia:

Während in Númenor sich Widerstand gegen Galadriel regt und auch Königin Regentin Míriel durch den Palantír einen Albtraum vom Untergang des Inselkönigreiches hat, befindet sich Arondir noch immer in Adars Gefangenschaft. Dieser lässt ihn jedoch überraschend frei und fordert ihn auf, eine Botschaft an den Elbenturm in Tirharad zu überbringen. Da der Gruppe die Vorräte ausgehen, beschließt Theo sich heimlich ins von Orks übernommene Dorf zu begeben, wobei er diesen knapp entwischt. Durin IV. zeigt Elrond wiederum einen neuen Rohstoff, der diesen Mithril tauft. Nach einem Minenunglück, der jedoch keine Opfer fordert, spricht der Zwergenprinz mit seinem Vater, der ihm aufträgt nach Lindon zu gehen und herauszufinden, was die Elben planen. Theo wird von Arondir gerettet, und flüchtet gemeinsam mit Bronwyn, die sich auf die Suche nach ihnen begab, vor den Orks. Dabei erklärt er, dass die Gemeinschaft leben dürfe, sofern sie auf die Gebiete verzichten und Adar die Treue schwören. Waldreg der Schankwirt, dem Theos Waffe nicht unbemerkt geblieben ist, teilt ihm mit, dass Saurons Ankunft kurz bevorstünde und der Stern am Himmel ein Zeichen sei. Nachdem Galadriel weggebracht werden soll und als Folge Blätter des Weißen Baumes zu fallen beginnen, entschließt sich Míriel, erstere persönlich nach Mittelerde zurückzubringen.

 

Edited by Meriadoc Brandybuck
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  • Meriadoc Brandybuck changed the title to 4. Folge "Die Große Woge/The Great Wave"

Ich hatte am Ende schon ein kleines bisschen Gänsehaut, als man sah, wie die "großen Namen" beschlossen, sich ihrem (uns bekannten) Schicksal in Mittelerde zu stellen.

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Also gerade geschaut und ich bin platt wie umfangreich die Serie sich entwickelt, mein Gott wer hätte das gedacht , wenn sie diese Geschwindigkeit beibehalten dann wird das vollendet gesehen ein Meisterwerk .

 

und heißt es nicht Die Große Welle ? 

Edited by Gargrim
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Mit jeder neuen Folge bin ich dankbarer, dass ich diese doofen Hippie-Elben mit ihren staubigen Langhaarperücken nicht mehr sehen muss und dass ich von diesem albernen verklärten Elbenbild befreit bin, das Elben als immer weise, immer würdevoll und immer anmutig inszeniert sehen möchte.
Ich weiß, Fëanor bspw. war immer würdevoll und weise. Fëanors Söhne waren in ihren Taten auch immer würdevoll und weise und während der Sippenmorde sind sicherlich alle auf äußerst anmutige Weise gestorben.
Was bin ich froh, dass Galadriel in ihrer Verzweiflung ins Meer gesprungen ist und nicht einfach über Wasser gehen konnte, so wie die arme Cate Blanchett in dieser lächerlichen Szene in ihrem weißen Kleidchen und barfuß einfach so nach Dol Guldur hineinspazieren musste.
Gott sei Dank ist Celebrimbor kein muskelbepackter Hüne mit dem Charakter Fëanors, sondern ein feinsinniger Schöngeist mit einem seinem Wesen angemessenem Auftreten. Und wenn Adar tatsächlich ein Elb ist und nicht nur so tut, dann gibt er ein aufschlussreiches, dunkles Gegenstück zu Celebrimbor ab, als eine Figur, die die noch nur zu erahnende Verführbarkeit Celebrimbors widerspiegelt und vorwegnimmt.

Edited by Blauborke
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Ich fand die 4.Folge super,war der Anfang mit Miriel´s Traum über den Untergang Numenors fand ich episch.

Auch die Szene mit Arondir und Adar fand ich gut,habe das Gefühl wer Adar sein könnte,auf jedenfall hat er spitze Ohren.;-)

Und ja die Szenen mit Theo und die Orks,fand ich spannend,der eine Ork der Theo nachjagte ist da ein bekannter Schauspieler der in HDR und Der Hobbit mitspielte?:kratz:

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Diese Folge bietet Stoff für Spekulationen. Wenn ich den alten Mann in der Szene mit Theo richtig verstanden habe, müsste es sich beim Meteormann um Sauron handeln. Andererseits trat dieser bisher als freundlich und hilfsbereit auf, was eigentlich nicht zum dunklen Herrscher passt. Wäre auch traurig, wenn ausgerechnet ein Hobbitstamm eine gewisse (Teil-)Schuld daran hätte, dass Sauron wieder an Macht gewinnt.

Bleibt nur zu hoffen, dass der alte Mann selbst auch nur spekuliert und sich im Endeffekt irrt. Oder sollte ich diese besagte Szene missverstanden haben?

Edited by ArwenAbendstern
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^ Ich glaube, das ist eine falsche Fährte, da Ich nicht denke, dass der Meteormann/Stranger am Ende Sauron ist. Ich vermute, die wollen eher die etablierte Popularität der Verbindung Gandalfs mit den Hobbits aufgreifen, so wie ja auch die Freundschaft zwischen Elrond und Durin an die von Legolas und Gimli anknüpft. 

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vor 11 Stunden schrieb ArwenAbendstern:

Diese Folge bietet Stoff für Spekulationen. Wenn ich den alten Mann in der Szene mit Theo richtig verstanden habe, müsste es sich beim Meteormann um Sauron handeln. Andererseits trat dieser bisher als freundlich und hilfsbereit auf, was eigentlich nicht zum dunklen Herrscher passt. Wäre auch traurig, wenn ausgerechnet ein Hobbitstamm eine gewisse (Teil-)Schuld daran hätte, dass Sauron wieder an Macht gewinnt.

Bleibt nur zu hoffen, dass der alte Mann selbst auch nur spekuliert und sich im Endeffekt irrt. Oder sollte ich diese besagte Szene missverstanden haben?

Ich habe mir das gleiche gedacht … obwohl ich es mir genau so wenig vorstellen kann . Naja wird spannend .

interessanter ist es für mich eher was ist der alte Mann von der Schenke oder Theo? Was wird aus denen ? 

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vor 14 Stunden schrieb ArwenAbendstern:

Bleibt nur zu hoffen, dass der alte Mann selbst auch nur spekuliert und sich im Endeffekt irrt. Oder sollte ich diese besagte Szene missverstanden haben?

So habe ich es jedenfalls verstanden. Dass der Meteor als Omen für die Rückkehr Saurons von Waldreg("der alte Mann") selbst nur so gedeutet wird.

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Auch die vierte Folge enthielt wieder einige interessante Details. Zunächst einmal hat sich der damalige Leak über Míriels Visionen in der Serie nun bestätigt und wirft die Frage auf, welch einen Ansatz die Autoren hier wählen. Im Grunde genommen ist der drohende Untergang Númenors nun nämlich (für alle Zuschauer*innen) kein Geheimnis mehr, stattdessen nutzt man vermutlich im weiteren Verlauf die mögliche Abwendung dieses drohenden Ereignisses als eine Art Antrieb. Mir gefiel übrigens die Beschreibung der fallenden Blütenblätter als "Tränen der Valar", deren "Augen" und "Urteile" zu jeder Zeit wie eine warnende Wolke über die Menschen wachen und dass diese Zeichen selbst von der Königspartei (noch) ernst genommen werden.

Spoiler

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Huch, was haben wir denn hier?!

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Pharazôn: "Look down, each of you, at the guild crests you bear. The heritage of mighty hands. Of men who laid the Sea Wall. Who raised Armenelos, triumph of our civilization."

"Armenelos", die Hauptstadt Númenors, findet weder in Der Hobbit, noch in Der Herr der Ringe oder den Anhängen auch nur eine Erwähnung. Dies könnte somit ein Hinweis darauf sein, dass den Autoren doch gewisse Bezeichnungen/Nennungen abseits der bekannten Rechte gestattet wurden.

-

Theorie "Durin"

Spoiler

Prinz Durin IV: "Sometimes I wish I could tell him exactly what I think of him, and never trade words with the old goat again!"
[...]

König Durin III: "Our people believe... That when a new Dwarf-king is crowned, the voices of all his forebearers flow into him, sharing with him their counsel and wisdom. Even their mistakes. But you... You need not wait for that day to hear my voice. For, ever am I with you, my son. Even in anger. Sometimes, in anger most of all. There is nothing to forgive."

Theorie: König Durin ist nur eine Stimme in den Gedanken Durins, der "Rat", die "Weisheit", die "Fehler" und auch der "Zorn" seiner Vorfahren.

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Theorie "Adar"

Spoiler

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Wie es scheint, ließ man sich hier von einem der ganz großen Meisterwerke der Filmgeschichte inspirieren. (Marlon Brando in Apocalypse Now)

Sowohl die dritte Folge(Adar, "Vater"), als auch die vierte Folge(The Great Wave) widmen sich so einigen Vater-Sohn/Tochter-Beziehungen. Elendil, Vater von Isildur, Anárion und Eärien. Tar-Palantir, Vater von Míriel. Eärendil, Vater von Elrond und Elros. Durin III, Vater von Durin IV. Pharazôn, Vater von Kemen. Galadriel erwähnt ihren Vater Finarfin.

Theorie: In der gleichen Folge(The Great Wave), in der uns der Charakter Adar vorgestellt wird, spricht Elrond zu Durin über seinen leiblichen Vater Eärendil:

"My father single-handedly sailed to Valinor, and convinced the Valar to join the war and vanquish Morgoth. So great were his deeds that the Valar lifted him beyond the bounds of this world... To forever carry the Evening Star across the sky."

↓↓↓

Adar: "Where were you born, soldier?"

Arondir: "Beleriand."

Adar: "By the mouth of the river?"

Arondir: "Who are you?"

Adar: "I went down that river once... When I was young. I remember... The banks were covered in sage blossoms. Miles of them."

↓↓↓

Zitat

Als Maedhros erfuhr, dass Elwing[Elronds Mutter] überlebt hatte, ließ er sie - in Gedenken an das Blutvergießen in Doriath - zunächst in Frieden. Doch der Eid, die Silmaril zurück zu holen, ließ ihn nicht in Ruhe und die vier verbliebenen Söhne Feanors schickten den Häfen an den Mündungen des Sirion[Mouths of Sirion], wo die Flüchtlinge aus Gondolin und Doriath lebten, Botschaften, Freundschaft versichernd und gleichwohl ihren Besitz zurückfordernd. Die Elben der Sirionmündungen weigerten sich jedoch, da ihr Fürst Earendil zu der Zeit auf See war und da sie glaubten der Silmaril brächte ihnen Segen und Heilung. Überraschend griffen Feanors Söhne die Sirion-Häfen an und ein Teil ihrer Leute wechselte während des Überfalls die Fronten und stellte sich gegen seine Herren. Dennoch errangen Feanors Söhne den Sieg und vernichteten fast das gesamte Volk vom Sirion. Allerdings überlebten Maedhros und Maglor als einzige der Brüder die Kämpfe, denn Amrod und Amras wurden erschlagen.

Auch dieses Mal konnte das Haus Feanor den Silmaril nicht zurückerlangen, denn Elwing stürzte sich mit ihm ins Meer und wurde anschließend von Ulmo gerettet.

Elwings Söhne, Elros und Elrond, wurden entgegen Elwings Befürchtungen nicht getötet, sondern vom reuherzigen Maglor aufgenommen.

-Ardapedia Sippenmord an den Sirionmündungen

Maedhros stürzte sich später mit einem der Silmaril in eine Lavaspalte. Maglor, nachdem ihm sein Silmaril die Hand versengte und er daruch erkannte, dass er seinen Anspruch auf das Werk seines Vaters Feanor verloren hatte, warf seinen Silmaril ins Meer.

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Edited by Drachentöter
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Jedenfalls scheint Adar nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein. Warum schickt er ausgerechnet Arondir mit einer Botschaft zu den Menschen? Und vor allem: Warum hat Arondir seine Waffen zurückbekommen?

Ansonsten kann ich mich in vielen Punkte der Kritik von Erik Kain von Forbes zu dieser Folge anschließen: https://www.forbes.com/sites/erikkain/2022/09/16/the-rings-of-power-episode-4-recap-and-review-an-epic-disappointment/

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vor 2 Stunden schrieb Arwen Bruchtal:

Ich tippe das Adar,Maglor ist. ;-)

Auf Facebook wurde auch schon spekuliert. 

Spoiler

Ich könnte mir vorstellen, dass er vielleicht Maeglin ist. Eigentlich ist Maeglin im Zweikampf mit Tuor zu Tode gestürzt, aber PJ hat ja auch den toten Azog "wiederbelebt". So würde es mich also nicht überraschen, wenn die Showrunner jetzt das gleiche mit Maeglin machen.

 

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vor 11 Stunden schrieb Buchfaramir:

Jedenfalls scheint Adar nicht die hellste Kerze auf der Torte zu sein. Warum schickt er ausgerechnet Arondir mit einer Botschaft zu den Menschen?

Arondir: "I have a message. From the one who commands our enemy. That your people may live if you forsake all claim to these lands... And swear fealty to him."

Waldreg: "Do you know what it is? It is no sword. It is a power. Fashioned for our ancestors by his master's own hand. A beautiful servant. He who was lost, but shall return."

Denke Adars Botschaft ist an die "Loyalisten" gerichtet, eine Aufforderung zum Verrat sozusagen.

Und auch hier gäbe es erstaunliche Parallelen zwischen Adar und der Geschichte Maglors;

Zitat

Als die ersten Nachrichten zu Maedhros gelangt waren, dass Elwing noch lebte und im Besitz des Silmaril an den Mündungen des Sirion wohnte, da unternahm er nichts, denn ihn reute, was in Doriath geschehen war. Doch bald war die Erinnerung an den erfüllten Eid wieder da und quälte ihn und seine Brüder; und sie kamen von ihren Jagden und Wanderungen zusammen und sandten Botschaften zu den Sirion-Häfen, Freundschaft versichernd und zugleich streng auf ihrer Forderung beharrend. [...] Denn Feanors Söhne griffen die Flüchtlinge aus Gondolin und die Überlebenden von Doriath überraschend an und vernichteten sie. In dieser Schlacht standen manche ihrer Leute beiseite, und einige wenige meuterten und fielen auf der Gegenseite, als sie Elwing gegen ihre eigenen Fürsten zu Hilfe kamen [...]; doch Maedhros und Maglor trugen den Sieg davon, wenn auch von Feanors Söhnen nur sie allein am Leben blieben, denn Amrod und Amras wurden erschlagen. [...] Denn Maglor erbarmte sich Elros' und Elronds und hielt sie in Ehren; und Neigung wuchs hernach zwischen ihnen, so wenig man es glauben mag; Maglors Herz aber war wund und müd von der Bürde des entsetzlichen Eides. [...] »Wenn denn keiner uns lossprechen kann«, sagte Maglor, »dann freilich wird das Ewige Dunkel unser Los sein, ob wir den Eid halten oder ihn brechen; doch weniger Unheil tun wir, wenn wir ihn brechen.« [...] Und auch von Maglor wird erzählt, dass er den Schmerz, mit dem der Silmaril ihn peinigte, nicht ertragen konnte; und zuletzt warf er den Stein ins Meer, und hernach wanderte er immer an den Küsten entlang, am Wasser singend vor Schmerz und Trauer. Denn Maglor war ein Großer unter den Sängern von einst, der gleich nach Daeron von Doriath genannt wird; doch kam er nie wieder unter das Volk der Elben.

- Das Silmarillion, Kapitel XXIV - Von Earendils Fahrt und dem Krieg des Zorns

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Der alte Mann von der Schenke hatte das gleiche mal an dem Arm  wie Theo, was denkt ihr bewirkt das mal ?

ich glaube nicht das der alte Mann nur spekuliert wegen dem Meteor , ich denke der weiß mehr .vielleicht ist er Sauron?

Edited by Gargrim
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vor 20 Stunden schrieb Berzelmayr:
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Ich könnte mir vorstellen, dass er vielleicht Maeglin ist. Eigentlich ist Maeglin im Zweikampf mit Tuor zu Tode gestürzt, aber PJ hat ja auch den toten Azog "wiederbelebt". So würde es mich also nicht überraschen, wenn die Showrunner jetzt das gleiche mit Maeglin machen.

 

Gut möglich,denke ich auch an diese Theorie. ;-)

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vor 12 Stunden schrieb Drachentöter:

Arondir: "I have a message. From the one who commands our enemy. That your people may live if you forsake all claim to these lands... And swear fealty to him."

Waldreg: "Do you know what it is? It is no sword. It is a power. Fashioned for our ancestors by his master's own hand. A beautiful servant. He who was lost, but shall return."

Denke Adars Botschaft ist an die "Loyalisten" gerichtet, eine Aufforderung zum Verrat sozusagen.

Dass Adar eine Botschaft schickt, ist ja plausibel. Aber völlig unsinnig ist, dass er dies durch einen gefährlichen Feind macht, der dazu auch noch seine Waffen zurückbekommt. Das ist dämlich - entweder vom Charakter (What an Idiot!) oder von den Drehbuchschreibern (Idiot Plot).

Außerdem ist die Szene, wie Arondir, Bronwyn und Theo wider alle Wahrscheinlichkeit den Orks entkommen, ziemlich schlecht gemacht, denn die drei hatten allzu offensichtliche Plot Armor.

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vor 8 Stunden schrieb Buchfaramir:

Aber völlig unsinnig ist, dass er dies durch einen gefährlichen Feind macht, der dazu auch noch seine Waffen zurückbekommt.

Wer sagt denn, dass er seine Waffen zurückbekommt? Die Orks haben zuvor aller Wahrscheinlichkeit nach alle Elben von Ostirith entweder gefangen genommen oder getötet. Also wird erstens nur noch ein Elb kaum als "gefährlich" betrachtet, zweitens kann Arondir Schwert, Bogen und Pfeile auch von seinen gefallenen Kumpanen sonst wo aufgelesen haben und drittens wird Arondir als Überbringer dieser Botschaft von den Menschen Tirharads wohl mehr Glauben geschenkt als beispielsweise einem Ork.

Mal abgesehen davon, dass Peter Jackson uns auch nicht verrät, wie Gandalf nach seiner Flucht vom Orthanc seinen Stab wiedererlangt. Oder warum Gandalf der Weiße bei den Grauen Anfurten plötzlich wieder einen Stab hat, wo der Hexenkönig diesen in Minas Tirith doch in seine Einzelteile zerlegte. Oder warum Aragorn in Die Zwei Türme Grima Schlangenzunge (völlig "unsinnig" und ohne irgendeine Botschaft) einfach mit einem Pferd ziehen lässt. Jedoch wollen wir hier mal nicht zu viele, kurze Elbenhaare spalten.

Persönlich störte ich mich eher an der kompletten Númenor-Marktplatz-Szene. Der künstliche Look des Sets, das Gesprochene und die halbherzige Darbietung der Statisten. Die Funktion dieser Szene ist klar und nachvollziehbar, aber die Umsetzung, besonders angesichts der doch so überzeugenden Darstellung Trystan Gravelles(Pharazôn), eher ein Witz.

Die Szenen in Khazad-dûm hingegen waren wieder einmal großartig. Während Prinz Durin und Prinzessin Disa die Geheimniskrämerei der Zwerge so genial verkörpern, wird Elronds Weisheit mit seiner schier grenzenlosen Aufmerksamkeit erklärt. Es ist - für mich - überaus nachvollziehbar, dass jemand, der die Runen auf der Zwergentür lesen kann sowie bei dem "Klopflied" der Zwergenkinder seine spitzen Öhrchen ganz besonders spitzt, später auch Thrors Karte zu entschlüsseln vermag. Elrond als Charakter wirkt wissbegierig und interessiert an anderen Kulturen - das mag ich. Zumal auch das Schauspiel und die Chemie zwischen Robert Aramayo(Elrond) und Owain Arthur(Prinz Durin) sehr überzeugen, während man bei Sophia Nomvete(Disa) deutlich die Bühnenerfahrung erkennt.

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vor 12 Stunden schrieb Drachentöter:

Persönlich störte ich mich eher an der kompletten Númenor-Marktplatz-Szene. Der künstliche Look des Sets, das Gesprochene und die halbherzige Darbietung der Statisten. Die Funktion dieser Szene ist klar und nachvollziehbar, aber die Umsetzung, besonders angesichts der doch so überzeugenden Darstellung Trystan Gravelles(Pharazôn), eher ein Witz.

Ja, in der Tat. Mich störte darüber hinaus vor allem, dass diese Szene eine plumpe Allegorie auf aktuelle, realweltliche Fremdenfeindlichkeit ist. Und wie Tolkien zu Allegorien stand, dürfte hier allgemein bekannt sein. Die Entfremdung der Númenórer von den Elben hatte ihre Ursache im Neid der Sterblichen auf die Unsterblichkeit der Elben und nicht in einem platten "Die nehmen uns die Jobs weg!"

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Am 21.9.2022 um 21:50 schrieb Buchfaramir:

Mich störte darüber hinaus vor allem, dass diese Szene eine plumpe Allegorie auf aktuelle, realweltliche Fremdenfeindlichkeit ist.

Eine Frage der individuellen Betrachtungsweise. Xenophobie ist aber mitnichten eine moderne Erfindung.

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vor 6 Stunden schrieb Drachentöter:

Eine Frage der individuellen Betrachtungsweise. Xenophobie ist aber mitnichten eine moderne Erfindung.

Gewiss, aber speziell diese Form der Fremdenfeindlichkeit - Angst vor wirtschaftlichen Konkurrenten - spielte bei der Entfremdung von Númenórern und Elben keine Rolle.

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