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5. Folge "Die Glocken"


Meriadoc Brandybuck
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Hallo und herzlich Willkommen zu unserer Besprechung der Serie "Game of Thrones".

Dieses Thema widmet sich der fünften Folge der finalen Staffel 8: "Die Glocken/The Bells"

 
Zusammenfassung der Folge von Wikipedia:

Varys versucht, Jon zu überreden, seinen Anspruch auf den Eisernen Thron geltend zu machen, doch dieser weigert sich, da er vor Daenerys das Knie gebeugt hat. Tyrion informiert die durch Trauer und Wut verbitterte Drachenkönigin, dass Varys die Wahrheit über Jons Herkunft weiterverbreitet hat. Sie lässt diesen daraufhin von Drogon verbrennen. In einer Aussprache mit Jon gesteht Daenerys ihm später ein, dass sie – im Gegensatz zu ihm – von den Westerosi niemals so wie er geliebt, sondern von ihnen nur gefürchtet werden würde. Auf ihre Frage, ob er in ihr nur die Herrscherin sehe (Anspielung auf die Tante-Neffe-Beziehung), antwortet Jon ausweichend. Sie nimmt dies desillusioniert mit den Worten „Dann soll die Angst regieren“ zur Kenntnis. Daenerys verkündet im Kriegsrat ihre Absicht, Königsmund sofort nach Tagesanbruch anzugreifen, sollte Cersei nicht kapitulieren. Sandor Clegane und Arya Stark erreichen in der Dunkelheit das Heerlager der Nordmänner vor Königsmund. Arya erklärt der Wache, die sie zunächst nicht passieren lassen will, dass sie hier sei, um Cersei zu töten. Jaime Lennister wurde von Daenerys' Truppen bei dem Versuch, nach Königsmund zu gelangen, gefangen genommen. Tyrion befreit ihn, um seine Schwester zu überreden, endlich die Krone abzulegen und als Zeichen der Kapitulation alle Glocken läuten zu lassen. Ebenso arrangiert er ein Fluchtboot, damit Jaime und Cersei nach Pentos fliehen können, um dort ein neues Leben zu beginnen. Am Morgen des folgenden Tages stellen sich beide Armeen in Schlachtordnung auf. Jaime, Arya und Sandor gelangen unerkannt mit dem Flüchtlingsstrom in die Stadt, letztere beiden auch noch in den Roten Bergfried, bevor seine Tore geschlossen werden. Aus den Wolken heraus stürzt sich Daenerys mit Drogon auf die in der Schwarzwasserbucht ankernde Eiserne Flotte, unterfliegt das Abwehrfeuer der Skorpione und setzt innerhalb kurzer Zeit alle Schiffe in Brand. Euron entkommt knapp dem Feuersturm. Danach greift Daenerys die auf der Stadtmauer am Hafen aufgestellten Geschütze an. Die Truppen vor der Stadt hören Explosionen, die näher kommen. Harry Strickland und Soldaten der Goldenen Kompanie wenden sich in Richtung Haupttor um, als dieses mit der umgebenden Mauer explodiert. Viele der vor der Stadt angetretenen Soldaten der Goldenen Kompanie werden dabei getötet. Daraufhin stürmen die Verbündeten unter Führung von Jon Schnee, Grauer Wurm und Davos Seewert die Stadt. Der Anführer der Söldnerarmee, Harry Strickland, bleibt zwar von der Explosion verschont, wird jedoch auf der Flucht in die Stadt von Grauer Wurm mit einem Speerwurf getötet. Cersei, die die Schlacht mit steinerner Miene vom Roten Bergfried aus beobachtet, wird durch Qyburn die Nachricht überbracht, dass die Eiserne Flotte in Flammen steht, sämtliche Skorpione zerstört sind und das Tor durchbrochen wurde. Dennoch will sie nicht weichen. Als Daenerys mit Drogon auf einem Turm über einer Straße landet, in der sich die Soldaten beider Parteien kampfbereit gegenüberstehen, ergeben sich die völlig demoralisierten Lennister-Truppen. Kurz danach beginnen sämtliche Glocken der Stadt zu läuten.

Obwohl Daenerys klar ist, dass damit der Kampf um Königsmund zu ihren Gunsten entschieden ist, beginnt sie dennoch, mit Drogon die ganze Stadt systematisch niederzubrennen. Trotz Jons Versuch, sie zurückzuhalten, schlachten Unbefleckte, Nordmänner und Dothraki jeden Lennister-Soldaten ab, dessen sie habhaft werden können. Auch unter der Zivilbevölkerung richten sie ein entsetzliches Blutbad an. Cersei möchte weiter im Roten Bergfried ausharren, wird aber von Qyburn überredet, sich an einen sichereren Ort zu begeben. Währenddessen breitet sich das Feuer rasch aus, da nun auch die überall in der Stadt eingelagerten Seefeuervorräte explodieren. Vor dem Geheimgang zur Roten Festung tötet Jaime in einem erbitterten Kampf Euron Graufreud, wird dabei aber selbst schwer verletzt. Sandor überredet Arya, angesichts des von Drogon entfachten Feuersturms darauf zu verzichten, Cersei zu töten, und stattdessen die Stadt zu verlassen. Er selbst betritt mit der festen Absicht, seinen verhassten Bruder Gregor „den Berg“, Leibwächter von Cersei, zu töten, alleine den zerstörten Bergfried und trifft dort alsbald auf Cersei und ihre letzten Getreuen. Gregor stellt sich dem Kampf mit Sandor und tötet Qyburn, als dieser ihn anweist, an der Seite der Königin zu bleiben. Als Sandor den Rest der Leibwache nach einem kurzen Gefecht ausgeschaltet hat, lässt er Cersei passieren, um den finalen Schwertkampf mit seinem Bruder zu suchen. Dieser zeigt jedoch eine übernatürliche Lebenskraft, als er Sandors Dolch, den er in seinen Kopf gestoßen hat, ungerührt aus seinem Auge zieht und weiterkämpfen will. Sandor wirft sich daraufhin mit letzter Verzweiflung auf seinen Bruder, beide stürzen zusammen ins Feuermeer am Fuße des Bergfrieds.

Auf ihrem Weg durch die Trümmer des Palastes begegnet Cersei schließlich Jaime, der mit ihr hinunter ins Verlies flieht. Ihr Versuch, von dort aus der untergehenden Stadt zu entkommen, scheitert jedoch, da der Ausgang zum Strand verschüttet wurde. Sie sterben gemeinsam, als das Gewölbe über ihnen einstürzt. Als Jon und Davos sehen, dass Daenerys in ihrer Raserei auf niemanden in der Stadt Rücksicht nimmt, geben sie ihren Truppen den Befehl zum Rückzug und versuchen, noch so viele Überlebende wie möglich zu retten. Die nur knapp aus der Apokalypse entkommene Arya erwacht nach langer Bewusstlosigkeit inmitten der rauchenden Trümmer und sieht in unmittelbarer Nähe ein mit Blut beflecktes weißes Pferd, mit dem sie aus der zerstörten Stadt reitet.

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In meinen Augen die schwächste Folge der Staffel, obwohl es ein paar gute Szenen gibt. Davon am besten gefielen mir Arya und Sandor und Tyrion im Gespräch mit Jaime und wie sie sich verabschieden.  Der Kampf Sandor/Gregor gefiel mir nicht. Dass letztlich beide sterben ist okay aber das ganze Gehaue und Gesteche davor war merkwürdig ... mir gefiel auch nicht, dass man am Ende soviel von Gregors veränderter Gestalt gesehen hat. Das war irgendwie plump. Mmmmhhh und Arya und das weiße Pferd am Ende? Weiß nicht so genau, wie ich das einordnen soll - Interpretationsmöglichkeiten gibt es da sicher aber auch diese Szene war ein bisschen zu gewollt?

 

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Habe die Folge ja noch nicht gesehen, aber muss sagen, dass ich es recht "amüsant" finden wie viele es sehr überraschend und nervig fanden, dass Dany nur wegen dem Läuten der Glocken plötzlich aus dem Nichts überschnappt :anonym:

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Am 23.7.2021 um 08:55 schrieb Tenar:

In meinen Augen die schwächste Folge der Staffel, obwohl es ein paar gute Szenen gibt. 

Ich stimme dem zu. Finde in der Folge merkt man am meisten, wie "übereilt" das ganze ist (ich hätte gerne 1-2 Folgen mehr gehabt, nicht so zusammengepackt). Nichts desto trotz hatte ich Spass an der Folge.

Die Folge hatte für mich auch eine der tollsten der ganzen Staffel: 
"If it weren´t for you, I never would´ve survived my childhood." - "You would have" - "You were the only one who didn´t treat me like a monster. You were all I had." Genau solche Gespräche machen für mich diese Serie so großartig. Ich liebe diese Szene, die Musik, die Stimmung. Eine unendlich traurige Verabschiedung und ich kann nicht anders, als mit den beiden Brüder ins Schluchzen einstimmen.
Und dann als Jaime und Cersei sich wieder sehen. Ich finde diese Szene so großartig gemacht und ich freue mich so für die Beiden. Auch hier muss ich wieder schluchzen. Und wie sie sich in den Händen halten und Sterben. "Look at me. Just look at me. Nothing else matters. Only us."
  

Am 23.7.2021 um 08:55 schrieb Tenar:

 Der Kampf Sandor/Gregor gefiel mir nicht. Dass letztlich beide sterben ist okay aber das ganze Gehaue und Gesteche davor war merkwürdig ... mir gefiel auch nicht, dass man am Ende soviel von Gregors veränderter Gestalt gesehen hat. Das war irgendwie plump. 

Ich fand die Szene irgendwie Hammer. Zuerst wie der Bluthund Arya wegschickt und ihr somit das Leben rettet. Tatsächlich fand ich das Aussehen von Clegane auch weniger erschreckend wie ich befürchtet hat (ja ich gebe zu, irgendwie komisch, das hatte ich ganz anders erwartet) . Den Kampf der Brüder finde ich aber toll, und ein "passendes" Ende für die beiden Clegane Brüder.

Am 23.7.2021 um 08:55 schrieb Tenar:

Mmmmhhh und Arya und das weiße Pferd am Ende? Weiß nicht so genau, wie ich das einordnen soll - Interpretationsmöglichkeiten gibt es da sicher aber auch diese Szene war ein bisschen zu gewollt?

Fand die Szenen wie Arya durch Kingslanding rennt gut geschnitten. Und ja, das Pferdchen war kitschig, aber ich fands toll. 

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Am 23.7.2021 um 12:19 schrieb Meriadoc Brandybuck:

aber muss sagen, dass ich es recht "amüsant" finden wie viele es sehr überraschend und nervig fanden, dass Dany nur wegen dem Läuten der Glocken plötzlich aus dem Nichts überschnappt :anonym:

Da sieht man mal wieder, dass "viele" sich auch täuschen können:-O Wir hatten doch schon ganz am Anfang immer wieder Verhaltensweisen und Szenen besprochen, wo sich ihr Wahnsinn schon zeigt? Mich hat Daenerys nicht überrascht.

Vielleicht noch eine "Hammer"-Szene: Varys Hinrichtung. Grausam, natürlich, aber so gut gemacht, wie Drogon sich aus dem Dunkeln hervorschiebt ....

 

  • mag ich 1
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Ich habe mir den Kampf böse Königin vs. böse Königin nun doch noch angetan und dabei zum Glück herzlich wenig Emotionen gehabt. Beim ersten Anschauen war ich dagegen ziemlich wütend auf die wahren Bösewichte der achten Staffel

Geärgert hat mich aber auch diesmal, wie sehr die kranke Inzest-Beziehung von Jaime und Cersei am Ende romantisiert wurde.

Leichte Schadenfreude war im Spiel, als Qyburn Frankenstein von seinem eigenen Monster getötet wurde.

Dass Rhaegal in der vorherigen Folge sehr leicht getötet werden konnte, während Drogon diesmal trotz intensiven Ballisten-Beschusses nicht einmal verletzt wurde, hat mich an das Zusammenfallen von extrem unwahrscheinliche Glück für Jon und extrem unwahrscheinlichen Pech von Rickon während der Schlacht der Bastarde erinnert. Das war "der muss überleben, der muss sterben" mit dem Holzhammer.

Ansonsten möchte ich noch einige Fragen in den Raum werfen:

Ist es nicht sexistischer Müll, dass Männer die Welt vor zwei wahnsinnigen Frauen retten müssen?

Warum ist Glockenläuten auf einmal das Zeichen für Kapitulation, obwohl sie auch vor Stannis' Angriff geläutet haben und damals von Kapitulation keine Rede war?

Warum sind die Dothraki auf einmal wieder dabei, obwohl sie doch (lt. Audiokommentar) bei der Schlacht von Winterfell alle getötet worden waren?

Warum ist die Goldene Kompanie so blöd, den Feind vor den Mauern zu erwarten? Und warum wurde sie überhaupt eingeführt, wenn sie sowieso innerhalb weniger Minuten vernichtet wurde?

Warum kann Drogons Drachenfeuer jetzt auch Steinhäuser zerstören, was zuvor nicht der Fall war?

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Am 27.7.2021 um 13:49 schrieb Meriadoc Brandybuck:

 Zuerst wie der Bluthund Arya wegschickt und ihr somit das Leben rettet.

Aber warum geht sie dann mit, nur um ab einem Random-Punkt dann wieder fort geschickt zu werden? Sie wäre doch auch auf 'ihre' Cersei getroffen. Ist ja schon fast ein Sketch; Der Hound und Arya schleichen sich entschlossenen Schrittes über die Straßen von Königsmund, das Ziel fest vor Augen, die Messer geschärft und die Gedanken klar. Und plötzlich; "So Mädchen, jetzt gehst du aber nach Hause!"

vor 1 Stunde schrieb Buchfaramir:

Geärgert hat mich aber auch diesmal, wie sehr die kranke Inzest-Beziehung von Jaime und Cersei am Ende romantisiert wurde.

Hätte es gefeiert, wenn Jaimie derjenige gewesen wäre, der seiner Geliebten das Leben genommen hätte und nicht Jon, der seine Dany tötet. Einerseits um sie von ihrem Schmerz über ihre unzähligen Verluste und andererseits die Welt vom Leid, das sie über andere bringt, zu erlösen. Die 'unter-Trümmern-umschlingend-vergraben'-Szene war mMn doch sehr antiklimaktisch - ebenso wie die letzte Szene Eurons.

vor 1 Stunde schrieb Buchfaramir:

Dass Rhaegal in der vorherigen Folge sehr leicht getötet werden konnte, während Drogon diesmal trotz intensiven Ballisten-Beschusses nicht einmal verletzt wurde, hat mich an das Zusammenfallen von extrem unwahrscheinliche Glück für Jon und extrem unwahrscheinlichen Pech von Rickon während der Schlacht der Bastarde erinnert. Das war "der muss überleben, der muss sterben" mit dem Holzhammer.

Plot-Armour halt. Rhaegal einfach erst in dieser Folge (The Bells) durch einen gezielten Ballisten-Treffer sterben lassen und schon hat man einen viel interessanteren Umstand - eine rationalere Irrationalität. Man würde deutlicher verstehen, warum Dany gerade in diesem Moment durch den Tod eines ihrer 'Kinder' (endgültig) zur Mad Queen wird, dann bräuchte es auch dieses Gebimmel nicht. Auch wenn Grauer Wurm die Kapitulation trotz seiner Trauer über den Tod Missandeis akzeptiert und die Lannister Soldaten, die mit Sicherheit auch geliebte Menschen verloren haben, verschont hätte, würde Dany als Mad Queen viel isolierter dastehen. In der Folge ist es jetzt eher ein kollektiver 'Amok-Lauf', was den Begriff Mad Queen - wie ich finde - etwas entwertet.

vor 1 Stunde schrieb Buchfaramir:

Ist es nicht sexistischer Müll, dass Männer die Welt vor zwei wahnsinnigen Frauen retten müssen?

Sehr gute Frage. ;-)
 

Edited by Drachentöter
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Gerade die Szene Arya/Sandor gefiel mir ausgesprochen gut! Wie wunderbar, dass Arya sich für´s (Über-)leben entscheidet und nicht für den Tod. (Wenn sie ihre Todesliste mit Cersei als Letzte stur "abgearbeitet" hätte, das wäre doch Schwachsinn gewesen, wo doch alles am Einstürzen ist und sie definitiv auch unter den Trümmern begraben worden wäre.) UND hier zeigt doch Sandor nochmal ganz offen seine Zuneigung zu ihr. Also beides Figuren, die sich im Laufe der Serie sehr entwickeln und ein großartiges Ende finden. Ich mag die beiden Charaktere sehr.

Das "Männer-/Frauending" hier reinzubringen ist mir zu flach. Wir haben in der Serie jede Menge Beispiele für starke, kluge Frauen, die die Welt vor bösen, wahnsinnigen Männern retten (Lady Olenna, Sansa, ...). 

 

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vor 2 Stunden schrieb Tenar:

Gerade die Szene Arya/Sandor gefiel mir ausgesprochen gut! Wie wunderbar, dass Arya sich für´s (Über-)leben entscheidet und nicht für den Tod. (Wenn sie ihre Todesliste mit Cersei als Letzte stur "abgearbeitet" hätte, das wäre doch Schwachsinn gewesen, wo doch alles am Einstürzen ist und sie definitiv auch unter den Trümmern begraben worden wäre.) UND hier zeigt doch Sandor nochmal ganz offen seine Zuneigung zu ihr. Also beides Figuren, die sich im Laufe der Serie sehr entwickeln und ein großartiges Ende finden. Ich mag die beiden Charaktere sehr.

Verstehe mich nicht falsch, fand die emotionale Szene der (eigentlich) Emotionslosen sehr 'erquickend'. Bloß hat Arya in Königsmund letzten Endes rein gar nichts zur Story beigetragen. Und Clegane hat es auch unbeschadet zu Cersei geschafft, wieso also sollte die teils blind ausgebildete Arya dann "definitiv" unter den Trümmern begraben worden wären? Ein 'Stand-Off' Aryas mit Cersei hätte ich ganz interessant gefunden. Und Arya hätte dann aber von ihr abgelassen, weil sie gemerkt hätte, dass sie(Cersei) wohl eh nicht unbeschadet aus Königsmund entkommen kann - da gab es ja immer noch die Mad Queen mit ihrem Drachen. ;-)

Habe übrigens bis zum Schluss geglaubt, dass Arya sich als Jaimie 'verkleidet' hat. :-O

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vor 2 Stunden schrieb Tenar:

Das "Männer-/Frauending" hier reinzubringen ist mir zu flach. Wir haben in der Serie jede Menge Beispiele für starke, kluge Frauen, die die Welt vor bösen, wahnsinnigen Männern retten (Lady Olenna, Sansa, ...). 

Und im Gegenteil dazu auch sehr "angenehme" männliche Zeitgenossen (wie meine Lieblinge Joffrey und Ramsay)

   

vor 15 Minuten schrieb Drachentöter:

Habe übrigens bis zum Schluss geglaubt, dass Arya sich als Jaimie 'verkleidet' hat. :-O

muhahahaha, die Idee kam mir nie - find ich jetzt aber wirklich witzig :-O

(Aber nein, für mich ist das Cersei/Jaime Ende halt großartig, von daher freu ich mich, dass es anders gekommen ist)

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Am 2.8.2021 um 10:46 schrieb Drachentöter:

wieso also sollte die teils blind ausgebildete Arya dann "definitiv" unter den Trümmern begraben worden wären?

Naja, meiner Meinung nach besteht schon ein Unterschied zwischen einer körperlichen Konfrontation, die ich beherrschen kann (in der ich zumindest in irgendeiner Art und Weise reagieren kann) und einer Situation, in der es um "höhere Gewalt" geht - und der Trümmerhagel gehört für mich auf jeden Fall in die letztere Kategorie.

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vor 9 Minuten schrieb Tenar:

Naja, meiner Meinung nach besteht schon ein Unterschied zwischen einer körperlichen Konfrontation, die ich beherrschen kann (in der ich zumindest in irgendeiner Art und Weise reagieren kann) und einer Situation, in der es um "höhere Gewalt" geht - und der Trümmerhagel gehört für mich auf jeden Fall in die letztere Kategorie.

"Der Bluthund" schafft es dennoch. Warum sind Aryas Rachegelüste und Fähigkeiten denen Cleganes untergeordnet? Aufgrund des Geschlechts, des Alters? Die Autoren ließen keine Möglichkeit aus, uns Arya als herzlose Assassinen zu zeichnen - selbst durch so einen dilettantischen und durchschaubaren Dialog wie mit Sansa in Winterfell. Im Finale jedoch, verkommen - so meine Sicht - die individuellen Entwicklungen der Charaktere zu kalten, stählernen Zahnrädern, die alle nur noch dem großen Ganzen dienen. Tyrion weiß auf einmal nichts mehr und auch Varys' Ärmel sind leer. Die Nachtkönig-Bezwingerin wirkt verloren in den Wirren des Krieges, nachdem sie die vorangegange Schlacht entschied.

Für mich persönlich ist es die wahre Kunst, die Individualität der verschiedenen Charakterentwicklungen ineinander zu verweben, anstatt sie am Ende vergessen machen zu wollen. Dann hätte man auch die Fan-Theorie des Welten-zerstörenden Kometen visualisieren können.

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Es gibt die 9 Konflikteskalationsstufen von Glasl, die höchste Stufe eines Konflikts nennt sich "Gemeinsam in den Abgrund"
Grob gesagt: Scheiß drauf, wenn ich mit draufgehe, Hauptsache du bist hin.

Diese Stufe hat der Bluthund erreicht, er hasst seinen Bruder so sehr, dass er mit draufgeht.
Das ist in dem Fall stimmig.
Das wäre eigentlich auch in Aryas Fall stimmig. Sie hasst Cersei so sehr, dass sie es in Kauf nimmt mit draufzugehen.
Ein Ende für beide.
Nur im Fall des Bluthunds gehen da die Zuschauer mit, in Aryas Fall nicht.
Und anders als George Martin, dem ziemlich schnuppe ist, was die Fans sagen, wenn er  jemanden sterben lässt, wenn es ihm in den Kram passt, riskieren das die Drehbuchschreiber nicht.
Überhaupt läuft dieser Erzählstrang wie vieles in der 8. Staffel nach 08/15-Fantasy-Brei, so war zumindest in weiten Teilen mein Eindruck.
All das Innovative, das Martin in seinen Büchern brachte, fiel weg. Was hab ich mich manchmal beim lesen vor langer Zeit gewundert, plötzlich stirbt ein Hauptdarsteller. Ich saß da, las die Seite noch mal...konnte nicht sein.
Genau wie die detaillierten Erzählstränge, die auf einmal aufhörten, im Sande verliefen, eigentlich verschwendete Buchzeit, aber neu.

In die letzte Staffel passte all das nicht. Also richtete man sich nach den angenommenen Wünschen der Zuschauer.
Statt für Tod und Rache entscheidet sich Arya fürs Leben und segelt in die Ferne. Passt nicht wirklich zum Charakter, aber wurscht, macht etliche Zuschauer glücklich.
 

  • mag ich 1
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  • 2 weeks later...
Am 6.8.2021 um 11:49 schrieb Drachentöter:

"Der Bluthund" schafft es dennoch. Warum sind Aryas Rachegelüste und Fähigkeiten denen Cleganes untergeordnet? Aufgrund des Geschlechts, des Alters? Die Autoren ließen keine Möglichkeit aus, uns Arya als herzlose Assassinen zu zeichnen - selbst durch so einen dilettantischen und durchschaubaren Dialog wie mit Sansa in Winterfell. Im Finale jedoch, verkommen - so meine Sicht - die individuellen Entwicklungen der Charaktere zu kalten, stählernen Zahnrädern, die alle nur noch dem großen Ganzen dienen. Tyrion weiß auf einmal nichts mehr und auch Varys' Ärmel sind leer. Die Nachtkönig-Bezwingerin wirkt verloren in den Wirren des Krieges, nachdem sie die vorangegange Schlacht entschied.

Für mich persönlich ist es die wahre Kunst, die Individualität der verschiedenen Charakterentwicklungen ineinander zu verweben, anstatt sie am Ende vergessen machen zu wollen. Dann hätte man auch die Fan-Theorie des Welten-zerstörenden Kometen visualisieren können.

Sie haben sie einen Kinderschänder töten lassen anstatt wie im Buch

 

Spoiler

einen Deserteur der Nachtwache, den sie nicht mochte und dessen Stiefel sie nach dem Mord an ihm geklaut hat. Sie haben sie - zumindest kann ich mich nicht daran erinnern - nicht überlegen lassen, Hot Pie und Lommy zurückzulassen, weil sie ne Last sind. 

Arya wurde massiv whitewashed in der Serie. Dennoch kann ich mir sogar vorstellen, dass GRRM sie ihren Hass hinter sich lassen lässt (wird er wohl müssen, weil seine Frau ein Arya-Fan ist) - und das ganze gut rüberbringen kann (so er denn eines der beiden ausstehenden Bücher noch veröffentlicht). Auch wenn ich mit einer "Arya tötet Cersei und stirbt dabei selbst"-Story in Buch und Serie hätte leben können.

Aber vermutlich haben D+D Arya nur in die Stadt eindringen lassen und nach ein paar Worten von Sandor ihre Meinung ändern lassen, damit der Zuseher den Schrecken aus Sicht einer Lieblingsfigur sehen kann und Mitgefühl für die Bevölkerung entwickelt, die dem Inferno ausgesetzt ist. In dem Fall wurde natürlich ihr "Gewissenswandel" benötigt, so gehetzt er auch war. 

Varys beginnt den Brief, der ihn in Schwierigkeiten bringen könnte, zu verbrennen und tötet gleich darauf die Flamme aus indem er das Gefäß schließt. 

Dazu noch Fanservices - Gregor vs. Sandor, Jaime tötet Euron - und eine Dany die komplett den Verstand verliert (und das auch noch schlecht erklärt durch D+D). 

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