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Varminwea

Die Rückkehr des Schicksals

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Varminwea

Die Rückkehr des Schicksals

Der Prolog

Es war dunkel und doch spürte ich die anderen Feas der Elben neben mir.
„Cuthalion!“, rief eine raue dunkle Stimme.
„Hier bin ich Aule!“, sagte ich.
„Bist du bereit zurück zu gehen?“, fragte der Valar.
„ Zurück?“, fragte ich.
„Ja nach Mittelerde? Ein Schicksal wird sich wiederholen, an dem du beteiligt warst.“, sagte Aule, „Die Aratar möchten, dass du den Erben Turin Turambars aufhältst.“
„Gewiss, wie ist sein Name?“, fragte ich.
„Er ist der Sohn des Königs von Gondor Elessar. Er ist auch der Sohn, von Arwen Undomiel. Arwen ist die Enkelin Earendils. Earendil ist der Sohn des Cousins von Túrin. In Diesem Prinzen vereint sich die Linie der Zweitgeborenen und der Erstgeborenen. Finde ihn und breche das Schicksal, wessen durch den Fluch Morgoths seinen Weg bestimmt.“, erklärte Aule.
„Gut! Dies werde ich. Túrins Nachkommen zu helfen ist mir eine Ehre.“, antwortete ich, nicht Ahnend, dass sich Mittelerde sehr verändert hatte, seit dem ersten Zeitalter.

 

 

Hallo in diesem Text sind einige Zitate aus Tolkiens Büchern


Zitate aus die Nachrichten von Mittelerde und dem Buch Die Kinder Hurins
von Autor J.R.R Tolkien. ( Die Bücher wurden von Christopher Tolkien herausgegeben)


Abgeschrieben wurde aus die Nachrichten aus Mittelerde.


"Turambar, Turambar, komm zurück! Höre mich! Wach auf! Nìniel ist hier. Der Drache ist tot, tot, und ich allein bin hier bei dir." ( sagt Nienor auf Seite 233 in "die Nachrichten aus Mittelerde" , Narn I Hîn Húrins: Die Geschichte der Kinder Húrins, Abschnitt: Glaurungs Tod)



"Gegrüßt seist du, Nienor, Hurins Tochter. So sehen wir uns wieder vor dem Ende. Dir gönn`ich`s, dass du endlich deinen Bruder gefunden. Und nun lerne ihn kennen: ein Meuchler im Dunkeln, Verräter an Freund und Feind, und ein Fluch für seine Sippe, Túrin, Húrins Sohn! Die Schlimmste von allen Taten aber spüre du im eigenen Leibe!" ( sagt Glaurung auf Seite 233 in "die Nachrichten aus Mittelerde" , Narn I Hîn Húrins: Die Geschichte der Kinder Húrins, Abschnitt: Glaurungs Tod)


"Lebe wohl, o zweifach Geliebter! A Túrin Turambar turún' ambartanen: Meister des Schicksals, vom Schicksal gemeistert! Oh Glück tot zu sein!" (ruft Nienor auf Seite 234 in "die Nachrichten aus Mittelerde" , Narn I Hîn Húrins: Die Geschichte der Kinder Húrins, Abschnitt: Glaurungs Tod)


"Wasser,Wasser! Nimm nun Níniel Nienor, Tochter Húrins, zu dir; nimm Trauer, Trauer, die Tochter Morwens! Nimm mich und trage mich zum Meer!" (schrie Nienor auf Seite 234 in "die Nachrichten aus Mittelerde" , Narn I Hîn Húrins: Die Geschichte der Kinder Húrins, Abschnitt: Glaurungs Tod)


"Über allen, denen deine Liebe gilt, wird mein Gedanke liegen wie eine Wolke des Unheils, die sie in Finsternis und Verzweiflung stürzen wird. Wo immer sie auch gehen, wird das Böse sich erheben. Wann immer sie sprechen, werden ihre Worte schlimme Folgen haben. Was immer sie tun, es wird sich gegen sie selbst richten. Sie werden ohne Hoffnung sterben, und sie werden ihr Leben und ihren Tod verfluchen!" spricht Morgoth auf Seite 116 und 117 zu Húrin in "die Nachrichten aus Mittelerde" , Narn I Hîn Húrins: Die Geschichte der Kinder Húrins, Abschnitt: Der Wortstreit zwischen Húrin und Morgoth



 

Übersetzungen im Sindarin/ Quenia



"Turambar echuio! Wache auf, Turambar! A hervenn echuio!" (S)---- (Turambar! Wache auf! Wache auf! Turambar, Oh Ehemann, wache auf! )


"Nai, ya go i lindale ye lúme auta!" (Qu) ---- ( Möge es sein, dass mit der Musik die Zeit vergeht)


ion en rach (S) -- ( Sohn des Fluch )


Ulun, úgarth odhril gîn! (S) --- ( Scheusal, Sünde deiner Eltern!)
 


Die Rückker des Schicksals

Kapitel 1

Der Traum


 


Ein Schrei entfuhr mir als ich ihn sah, so allein neben dem Ungetüm. Ich stürzte zu ihm. Mein Ehemann war auf die Seite gedreht und regte sich nicht. Ich kniete mich vor ihm nieder und drehte ihn zu mir. Sein Gesicht war kreidebleich. Seine Augen geschlossen. Eine Träne rann meine Wange hinab und tropfte auf sein Gesicht.
"Turambar!" stieß ich mit bebender Stimme aus. Doch mein Geliebter blieb reglos. Ich besah ihn mir näher und fühlte mein Herz schwer werden. Seine Hand war Schwarz. Von meinem Gewand riss ich einen Streifen Stoff ab. Ein Schluchzen entfuhr mir, als ich seine Hand drückte und in diesem Moment spürte ich, dass sich etwas in mir regte. Ich war mir nicht sicher, ob es das Kind war, das ich im Leibe trug.
Konnte es seinen Vater spüren? Ich zog Turambars Hand an mich und begann das Stück Stoff langsam um die Brandwunde zu wickeln. Sanft legte ich seinen Arm wieder zu Boden. Er sah so hilflos aus. Ich weinte bitterlich, während ich über seine Wange strich. Er war eiskalt und plötzlich nahm ich aus den Augenwinkeln etwas wahr. Mir war, als hätte sich Turambars Brustkorb gehoben. Nein, es konnte nicht sein. Meine Augen spielten mir einen Streich. Dennoch begann ich nach ihm zu rufen: "Turambar, Turambar, komm zurück! Höre mich! Wach auf! Nìniel ist hier. Der Drache ist tot, tot, und ich allein bin. Hier bei dir."
Doch er regte sich nicht. Weinend strich ich über seinen Körper und sah auf sein Gesicht hinab. Auf seine wunderschönen Augen, die nun jedoch von seinen Lidern verdeckt waren. Sie würden sich nie wieder öffnen. Ich lehnte mich über ihn und legte mich auf ihn. Dann war ich ihm so nahe, wie ich es sonst nur in unserem Schlafgemach gewesen bin. Sanft legte ich meine Lippen auf die seinen. Die Kälte seines Körpers war so eisig und scharf, dass ich es kaum aushielt. Trotzdem verharrte ich kurz in dieser Position und küsste ihn. Ein letzter Kuss. Der Kuss des Todes. Schluchzend zog ich mich zurück. Dann war mir, als hätten sich seine Lippen kurz zusammengepresst. Aber dieser Moment zu schnell vorübergegangen, als dass ich mir sicher sein könnte, was ich gesehen hatte.

"Turambar echuio! Wache auf, Turambar! A hervenn echuio!" schrie ich verzweifelt und rüttelte ihn an den Schultern. Doch er regte sich noch immer nicht. Nein, er durfte nicht tot sein, dachte ich und ließ meinen Körper über seine Brust fallen. Ich streichelte sein Haar und weinte. Meine Tränen benetzten sein Gesicht. Doch er konnte es nicht mehr spüren.


"Trauer, ....Nienor." kam mir in den Sinn.


Ich spürte, dass dies mein Name war. Doch mehr ergründete ich nicht. Da war nur die große Dunkelheit, vor der ich geflohen war. Und dann sah ich vor meinem geistigen Auge, die große Hütte. Ich schlug die Augen auf und sah Männer, deren Blicke auf mich gerichtet waren. Ich konnte meine Nacktheit unter den vielen Decken in die ich eingewickelt war spüren. Doch ich hatte keine Angst. Ganz im Gegenteil, ich fühlte mich geborgen. Mein Blick hing wie festgefroren, an einem der Männer. Sein schwarzes Haar kam mir vertraut vor. Er lächelte mich an und ich sah das Mitleid in seinen Augen. Ich streckte die Hand nach ihm aus. Es war als hätte ich ihn in der großen Dunkelheit gesucht. Er kam zu mir und nahm meinen Arm. Diese Berührung war der Beginn einer unsterblichen Liebe. Turambar gab mir den Namen Niniel. Doch aus dem Tränenmädchen war nun eine Frau geworden, eine Mutter, die ihren Mann verloren hatte.
Plötzlich hörte ich ein schnaufen. Übelriechende Luft drang an meine Nase und ich löste meinen Blick von Turambar und sah in schrecklich glühend rote Augen. Die Augen eines Drachen. Die Augen Glaurungs. Es war als würde mein ganzer Körper zu Eis erstarren. Glaurung schnaubte schmerzhaft und öffnete sein großes Maul. Seine Stimme war einem lieblichen Klang gleich. Genau wie sein Herr und Meister Morgoth verstand es der Drache zu verführen.
"Gegrüßt seist du, Nienor, Húrins Tochter. So sehen wir uns wieder vor dem Ende. Dir gönn ichs, dass du endlich deinen Bruder gefunden. Und nun lerne ihn kennen: ein Meuchler im Dunkeln, Verräter an Freund und Feind, und ein Fluch für seine Sippe, Túrin, Húrins Sohn! Die Schlimmste von allen Taten aber spüre du im eigenen Leibe!" sprach der Wurm. In diesem Moment spürte ich einen heftigen Tritt in meinen Bauch. Ich sah auf Turambar hinab und ich hörte wie der Drache einen letzten Seufzer von sich gab und schließlich starb. Dann breitete sich Dunkelheit in meinen Herzen aus. Ich zitterte vor Angst und drückte Turambar an mich. Nein, was tue ich. Nicht Turambar, Meister des Schicksals liegt hier. Es ist Túrin, Húrins Sohn, mein Bruder. Die Dunkelheit wich von meinem Herzen und ich sah vor meinem inneren Auge das, was ich vor sechs Jahren gesehen hatte.


Ein Bild meines damals neun Jahre alten Bruders und meinen Vater Húrin Thalion Fürst meiner Heimat Dor-Lómin. Ich blickte auf den erwachsenen Túrin hinab und mein Kind regte sich abermals in mir. Verflucht wird es sein, genau wie ich. Hätte ich nur gewartet, aber nun war es zu spät. Ich hatte die schlimmste aller Taten an mir hängen. Ein Kind zwischen Bruder und Schwester, durfte es niemals geben. Ich musste dem ein Ende bereiten. Was hatte ich schon für ein Recht weiter auf Arda zu wandeln. Ich strich Turambar ein letztes Mal über den Arm. Dann erhob ich mich.


"Lebe wohl, o zweifach Geliebter! A Túrin Turambar turún' ambartanen: Meister des Schicksals, vom Schicksal gemeistert! Oh Glück tot zu sein!" schrie ich in den Wald. Weinend und von Schmerz überwältigt verließ ich meines Bruders Leichnam und rannte blindlings in die Wildnis. Meine Füße trugen mich schnell fort. Wie ein gehetztes Reh jagte ich durch den Wald. Ich warf meine Kleider ab und rannte nackt weiter. Die Rufe die hinter mir herdrangen gelangten nicht in meinen Geist. Das Einzige was ich noch tun wollte, war meine Sünde zu beseitigen. Ich konnte das Rauschen des Wassers hören. Dann durchbrach ich Zweige und Äste und sah sie.
Die Felsen der Cabad-en-Aras ragten vor mir aus der Tiefe empor. Ich sah mich um und dann trugen mich meine Beine rasch zum Rand der Schlucht. Ich sah in das tosende Wasser hinab und ein Schmerz durchfuhr meinen Leib. Es war ein unerträgliches Gefühl. Ich konnte plötzlich Licht spüren. kaltes grausames Licht, das mich umfing.
"Nai, ya go i lindale ye lúme auta!" ertönte eine grausame Stimme und das Lachen Morgoths erfüllte mein Herz.
Ich spürte wie mein Innerstes sich ausdehnte, während eine überirdische Musik mich umfing. Die Töne sprachen von Wachstum, Ehre und auch von Grausamkeit und Schmerz. Mein Bauch dehnte sich, mit jedem Ton spürte ich wie sich mein Kind weiter entwickelte. Der überwältigende Schmerz ließ mich aufschreien. Plötzlich begriff ich, was mit mir geschah. Denn ich spürte deutlich, dass mich nach dem Quall nun ein natürlicherer Schmerz überkam.


"Nein! Niemals wirst du mich dazu bringen diese Sünde, dieses verfluchte Geschöpf, zu gebären. Möge der Fluch mit mir, Nienor Níniel, Húrins Tochter, enden. Möge Húrins Sippe auf immer vergehen." schrie ich und ich konnte die nächste Wehe wie ein Messer durch meinen Körper jagen spüren. Ich sah nach unten in das Wasser. Mit letzter Kraft rief ich: "Wasser, Wasser! Nimm nun Níniel Nienor, Tochter Húrins, zu dir; nimm Trauer, Trauer, die Tochter Morwens! Nimm mich und trage mich zum Meer!"
Dann stürzte ich mich hinunter. Der Wind strich über meine Haut. Doch die Musik folgte mir. Ich wusste, dass ich es nicht aufhalten konnte. Es war zu spät. Es würde Arda erblicken. Ein heftiger Stoß durchfuhr meinen Leib und ich konnte spüren, wie sich etwas seinen Weg nach draußen bahnte. Dann klatschte ich ins Wasser. Sofort riss mich der Strom mit sich und zog mich in die Tiefe. Ich spürte wie ich mich ausdehnte. Dann war ich bereit.
"Oh Elbereth, lass mich sterben." dachte ich. Schon merkte ich wie mich die Dunkelheit zu umfangen begann. Doch plötzlich wurde ich aus dem Wasser gezogen. Ich schlug auf hartem Boden auf. Durch meine geschlossenen Augen sah ich ein flackerndes Licht. Dann durchjagte mich die letzte Wehe und hörte schließlich den Schrei eines Kindes.

"Mögest du Nurin ion en rach heißen. Möge das Schicksal dir als letzter vom Hause Hador einen schnellen Tod bereiten. Ulun, úgarth odhril gîn!" schrie ich im Todeskampf. Dann kam die große Dunkelheit und ich empfing sie mit Freuden.

Dann hörte ich dunkle Worte, die eine sehr hohe Bedeutung hatten. Eine Eisenkrone schien vor mir zu schweben und diese Worte aus zu senden.
"Über allen, denen deine Liebe gilt, wird mein Gedanke liegen wie eine Wolke des Unheils, die sie in Finsternis und Verzweiflung stürzen wird. Wo immer sie auch gehen, wird das Böse sich erheben. Wann immer sie sprechen, werden ihre Worte schlimme Folgen haben. Was immer sie tun, es wird sich gegen sie selbst richten. Sie werden ohne Hoffnung sterben, und sie werden ihr Leben und ihren Tod verfluchen!" , sprach eine dunkle grausame Stimme.

"Prinzessin! Prinzessin! Hört ihr mich?", vernahm ich die Stimme meiner Zofe und öffnete die Augen.

 

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