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Neunter Ringgeist

Warum stellt Peter Jackson alle Leute so dumm dar?

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Neunter Ringgeist

Hey, 

ich bin neu im Forum aber das Thema so noch nicht gesehen.

Eine Sache, die mich wahnsinnig am Hobbit stört und von der es mich interessiert hätte, ob ihr es genau so seht, ist die Darstellung der Figuren.

Der Hobbit wurde nach dem Herrn der Ringe gedreht, also sollte Peter Jackson ja gewusst haben, was im Herrn der Ringe geschehen wird, aber warum lässt er Galadriel dann auf die Ringgeister treffen, warum verjagen Saruman, Lord Elrond und Lady Galadriel Sauron aus seiner Festung und sind dann im Herrn der Ringe, also 60 Jahre später, so überrascht darüber, dass Sauron existiert?

Das ist genau wie die Frage mit dem einen Ring. In der Hobbitverfilmung scheint Gandalf am Ende ernsthaft besorgt wegen Bilbos Ring, aber wieso beschäftigt er sich erst 60 Jahre danach um welchen Ring es sich da handeln könnte?

 

Ich mag die Hobbitfilme nicht besonders, was noch andere Ursachen hat (schlechte Animation, schrecklich unrealistische Szenarien (Legolas hüpft auf runterfallenden Steinen rum), sehr merkwürdige Art mit dem Buch umzugehen, …), aber diese Fehler, die die Personen im Herrn der Ringe so schrecklich dumm dastehen lassen, regen mich wirklich auf.

Ich kann verstehen, dass Peter Jackson den Hobbit stellenweise kürzen oder erweitern musste, aber man muss doch wirklich keinen ganzen Handlungsstrang aus einer Randbemerkung in der Buchvorlage stricken, der die Figuren danach so unfassbar dumm dastehen lässt.

 

Wie seht ihr dieses Problem?

 

Viele Grüße,

Der neunte Ringgeist

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Tinuthir

Hallo Der neunte Ringgeist,

ich habe die Filme (alle sechs) nicht mehr so genau auf dem Schirm, aber wenn die Diskrepanzen so, wie du sie beschrieben hast, existieren, dann lässt sich das nur als handwerklicher Fehler erklären. Entweder hat jemand beim Schreiben des Drehbuches gepatzt und vergessen, dass beim HdR gewisse Dinge so bekannt oder unbekannt sind, dass das Ergebnis im Hobbit ein anderes hätte sein müssen. Oder aber jemand hat beim Schreiben des Drehbuches aktiv gedacht "Hm. Im HdR ist das anders... Aber wenn wir es so machen, entsteht ein besseres Drehbuch."

Wie es sich genau verhält, weiß ich auch nicht. In jedem Fall würde ich dir aber zustimmen: Da passt was nicht zusammen. Wirkt auf mich so, als wäre etwas schlampig gearbeitet worden.

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Beleg Langbogen

Die Hobbit-Filme leiden auf jeden Fall an akuter Prequelitis: Sie wurden geschaffen unter dem langen Schatten der nachfolgenden Trilogie und leiden stets daran, dass der Zuschauer mehr weiss als die Figuren. Wenn also der Ring die Bühne betritt, kann der Film ihn unmöglich "nur" als kleines magisches Schmuckstück behandeln, wie er im Buch beschrieben ist – zumindest nicht, wenn man die LotR-Zuschauermassen ins Kino holen möchte. Die resultierenden Anachronismen nahm das Filmstudio vermutlich gerne in Kauf. 

Es gibt jedoch durchaus Beispiele, wie das Wissen zukünftiger Handlungsverläufe gewitzt eingebunden werden kann: Im X-Men Prequel First Class treffen wir auf der Rekrutierungstour von Xavier und Magneto nur ganz kurz einen jüngeren Wolverine an, der die beiden kurzerhand mit einem "Fuck off" abserviert. 

bearbeitet von Beleg Langbogen

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