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Underworld

Die Sippenmorde/Noldor. Eure Meinung

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Mulm!

 

Also ich nehme die drei Sippenmorde den Noldor sehr Übel.

Diese sind unentschuldbare Taten.

Aufgrund dieser Sippenmorde habe ich eine sehr starke Abneigung gegen die Noldor. 

Man könnte sagen "hass" spielt auch eine Rolle. Speziell gegen Feanor, seinen Söhnen & Turgon und natürlich gegen den Rest die mitgemacht haben.

Die Noldor haben alles verdient was sie später in ME bekommen haben!

Ich würde manche Noldor auf eine selbe Stufe mit Sauron/Melkor setzen.

 

Ich stehe voll und ganz auf Seiten der Teleri!

 

Die einzigen Noldor Fürsten die ich "mag" sind Finarfin und seine Kinder. Da diese nicht dran teilgenommen haben!

Die Noldor die NICHT mitgemacht haben könnte man vielleicht irgendwann verzeihen.

Der Rest kann zur Hölle fahren! 😈

 

Wie seht ihr das ganze?

bearbeitet von Underworld

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Avor

Nimm' s locker. Das ist alles nur Fiktion. ;-)

 

Und wenn man sich die Ereignisse im Silmarillion ansieht, haben sie ausnahmslos die Quittung für ihre Fehler bekommen.

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Alsa
Am 17.6.2018 um 20:21 schrieb Underworld:

Ich würde manche Noldor auf eine selbe Stufe mit Sauron/Melkor setzen.

 

Ich glaube, hier hast Du etwas Wesentliches von Tolkien verstanden.

Er zeigt auf, dass die sogenannten Guten die Melkor-Seite auch in sich haben.  

Die Noldor sind ja nicht nur wie Melkor. Sie haben beide Seiten, sind aber gefährdet.

Nach meinem Verstehen ist laut Tolkien das Beste am Menschen das, was gleichzeitig in die schlimmsten Abgründe führen kann.

Das Schöpferische in ihnen - sowohl in Melkor als auch in den Elben - kann sie dazu verführen, an den Resultaten ihrer schöpferischen Arbeit so zu kleben, dass sie Mord und Totschlag begehen, um es selber behalten zu können.

Das heißt, die schöpferische Kraft ist pervertiert worden und in Besitzgier umgeschlagen.

Meiner Meinung nach kennzeichnet das auch die heutige politische Weltlage. Tolkien hat das alles sehr früh begriffen.

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Torshavn
vor 9 Stunden schrieb Alsa:

Das heißt, die schöpferische Kraft ist pervertiert worden und in Besitzgier umgeschlagen.

Meiner Meinung nach kennzeichnet das auch die heutige politische Weltlage.

Siehst du darin eine Zwangsläufigkeit?

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Alsa
vor 13 Stunden schrieb Torshavn:

Siehst du darin eine Zwangsläufigkeit?

 

Nein (falls ich Deine Frage richtig verstanden habe).

Die schöpferische Kraft wird nicht zwangsläufig zur Besitzgier pervertiert. Tolkien spielt mit all seinen Figuren viele Varianten durch.

Bei Feanor wird aus der Liebe zu seinen Geschöpfen Besitzgier.  Ich glaube, man kann Besitzgier mit "Machtbedürfnis" in Zusammenhang bringen.

Galadriel hingegen überwindet diese Pervertierung.

Es wäre spannend, sämtliche Figuren Tolkiens mal daraufhin zu untersuchen, wie weit dieses Umschlagen von Schöpferischem in Destruktion vorhanden ist und wo nicht.

Selbst die Valar sind ja davon betroffen. Zumindest durch passive Verweigerungshaltung - sich egomanisch von allem Außenübel abzuschirmen.

Aber eben nicht alle Valar. Ulmo benutzt seine schöpferischen Fähigkeiten nur konstruktiv. Und er zieht sich in keine Schutzburg zurück. 

Möglicherweise kann ich so sagen: In den Menschen - unseren realen Menschen - ist nach Tolkien dieser Konflikt als eine Art "Urkonflikt" angelegt. 

Da das Schöpferische - Gestaltenwollen und Gestaltenmüssen - mit uns geboren ist, können wir es nicht sein lassen, zu gestalten.

Da aber außerdem die Tatsache gilt, dass es außer dem Gestaltenden noch Millionen anderer Gestaltenwollender gibt, wird notwendigerweise das eigene schöpferische Produkt durch andere gefährdet.

Meines Erachtens schildert Tolkien in seinen vielen Geschichten genau dies.

Und er bietet Lösungen an, wie man über diesen Konflikt hinauswachsen kann. Indem man - sage ich mal in moderner Sprache - das Schöpferische nicht "verdinglicht"- zu Dingen macht und diese nicht loslassen kann -, sondern als Prozess versteht. Es ist ein Geschehen, ein Wachsen.

 

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Berenfox

Das ist definitiv eines der wichtigsten Themen bei Tolkien und speziell im Silmarillion sind an vielen Figuren unterschiedliche Spielartrn davon zu entdecken.

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