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hotThranduil

Wie findet ihr Thranduil im Film?

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Arwen Mirkwood

So, konnte ich mich auch darin ĂŒben und in der Bildbearbeitung. Na ja dafĂŒr habe ich meine Posts auch noch im Waldlandkobeld-Thread stehen, aber wie sagt man so schön: Doppelt gemoppelt hĂ€lt besser 😁😉😃

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Arwen Mirkwood

Diese Bilder habe ich mir auf den Tolkien Tagen gekauft und sie sind mit und von Thranduil so zu sagen. Sie passen einfach wunderbar zu seinem Charakter und sie sind eine klasse Thranduil Parodie 😁😁

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Arwen Mirkwood

Ich meine ja nur, aber wenn der König 👑 hust...hust... so im Kino im Film zu sehen 👀 gewesen wĂ€re :love::-D:schaem:.........oh je, dass wĂ€re es echt noch gewesen....:schaem: .......zum Anbeißen....:love::-D.......

Spoiler

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Arwen Mirkwood

Über dieses Bild muss ich immer noch lachen.

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Arwen Mirkwood

Wenn es nach mir ginge, wĂŒrden Thranduil und seine Elben auch in der Amazon Serie vorkommen und die anderen Elben-Reiche natĂŒrlich auch.

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Torshavn
vor einer Stunde schrieb Arwen Mirkwood:

Wenn es nach mir ginge, wĂŒrden Thranduil und seine Elben auch in der Amazon Serie vorkommen und die anderen Elben-Reiche natĂŒrlich auch.

Ja das glaube ich dir gerne;-). Aber wenn wieder Elben, dann sollten wir mal ins Erste Zeitalter schauen. Da wackelt dann das Elbenbild etwas;-)

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Arwen Mirkwood

Ich glaube da waren die Elben nicht so ehrenhaft und stolz, wie die Elben aus Lothlorien, Bruchtal und dem DĂŒsterwald.

Na ja, obwohl ich sagen muss, kann man Thranduil aber nicht mit Elrond, Galadriel und Celeborn vergleichen. Er ist ein Elb, der SchwĂ€chen hat wie die Menschen, er ist launisch, arrogant, handelt auch gerne zu seinem Vorteil, er ist bereit fĂŒr Schmuck einen Krieg zu fĂŒhren, er trinkt gerne ĂŒbermĂ€ĂŸig Wein. Ich kann auch sagen, er ist schon fast ein Alkoholiker 😁. Er ist aber ein Elb der GefĂŒhle hat und zwar ist er sehr traurig darĂŒber, dass sein Sohn ihn verlĂ€sst und sich auf Tauriels Seite stellt. Eigentlich ist er ein sehr trauriger und verletzlicher Elb, der nur eine große Show um sich herum veranstaltet, damit sein Volk und sein Sohn nicht merken, wie es innerlich in ihm aussieht.

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Arwen Mirkwood

Ich glaube auch, dass Thranduil der einzige Elb in Mittelerde ist der psychisch sehr angeschlagen ist. In meinen Augen ist er sehr sehr depressiv und er schottet sich von der Außenwelt ab. Er ertrinkt seinen Frust in seinem hohen Weinkonsum. Thranduil ist zu dem auch noch zu tiefst traumatisiert durch den Tod von seinem Vater und seiner Frau und den Erlebnissen im ersten Ringkrieg. Er mauert statt darĂŒber zu reden und so wird das Trauma immer schlimmer. Er baut stattdessen eine Mauer aus Arroganz und Unnahbarkeit um sich auf und zeigt seinem Sohn und seinem Volk nicht wie es seelisch in ihm aussieht. Er möchte seinem Sohn und seinem Volk nicht sein gebrochenes Herz 💔 offenbaren.

Ich glaube nicht, dass es in Mittelerde sonst noch Elben gibt und gab, die solch seelische Probleme haben. Das sind fĂŒr mich ehr menschliche Attribute.

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Nelkhart

Die Elben schwinden. Diese grundsĂ€tzliche Leserichtung elbischer Zivilisation zieht sich durch alle Werke Tolkiens. Immer blicken die Eldar zurĂŒck auf die verlorene GrĂ¶ĂŸe von einst. Der regressive Trend widerspricht der Vorstellung, Elben seiĂ«n frĂŒher primitiver bzw. weniger ehrenhaft und stolz gewesen. Die EldaliĂ« erreichte ihren kulturellen Höhepunkt vor den Zeitaltern der Sonne. Man kann auch sagen: Seit dem ersten Sonnenaufgang geht es mit den Elben langsam abwĂ€rts. Es muß also immer „nicht mehr so wie frĂŒher“ heißen, anstatt „noch nicht so wie heute“.

Der wehmĂŒtige Blick auf die GloriĂ« der Vergangenheit ist die kollektive Depression (oder eher Melancholie) des schönen Volkes, vor der die individuĂ«llen Krisen eines Elda (z.B. Trennung vom Ehepartner wie bei Elrond oder Celeborn und GaladriĂ«l) regelmĂ€ĂŸig verblassen. ThranduĂŻls Psychogram reiht sich hier unproblematisch in die seelische Konstitution typischer SindarfĂŒrsten ein: Wir sind Ă€lter, wir sind besser als alle anderen. Noch besser wĂ€ren wir, hĂ€tten wir damals die FĂ€hre nicht verpaßt.

Bei Dir liest sich Arroganz als etwas Negatives. Ein verbreitetes MißverstĂ€ndnis. Viele verwechseln Arroganz ja mit dem energischsten und daher demĂŒtigsten BemĂŒhen um Niveau.

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Eldanor
vor 25 Minuten schrieb Nelkhart:

Bei Dir liest sich Arroganz als etwas Negatives. Ein verbreitetes MißverstĂ€ndnis. Viele verwechseln Arroganz ja mit dem energischsten und daher demĂŒtigsten BemĂŒhen um Niveau.

Duden widerspricht. Abgesehen davon, wieso setzt du "energisch" mit "demĂŒtig" gleich? :kratz:

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Arwen Mirkwood

Ich habe zu diesem Thema Arroganz auch etwas im Internet gefunden und den Link setze ich gleich rein. So verstehe ich auch Arroganz. Diese trifft auch auf Thranduil zu, denn er muss seine Selbstzweifel und sein gebrochenes Herz, durch seine Arroganz ĂŒberspielen. Das ist der Link:

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&ved=2ahUKEwjk7ty0kozlAhWCJ1AKHSSkDp8QFjABegQIARAB&url=https%3A%2F%2Fwww.palverlag.de%2Flebenshilfe-abc%2Farroganz.html&usg=AOvVaw2jtJS1kju2VIwne3CJduLq

Edited by Arwen Mirkwood

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Nelkhart

Elben sterben in der Regel an gebrochenem Herzen, daher glaube ich, daß mit ThranduĂŻls Herzen, bis auf den bereits erwĂ€hnten elbischen Melancholie-Bias, soweit alles okay ist. Auch fĂŒr Selbstzweifel hat er keinen Grund. Er managt seit Jahrtausenden recht erfolgreich sein Waldlandreich und ist zu Bilbos Lebzeiten der letzte Elda-Herrscher außerhalb Amans, der noch den Königstitel trĂ€gt. Am Ende expandiert er sogar massiv. Ich glaube, bei Deiner Diagnose ist viel romantische Projektion im Spiel.

Arroganz, Hybris, Hochmut werden meistens von außen wahrgenommen. Die Kehrseite heißt Neid. Wer also Unsicherheit als Deutung ins Spiel bringt, muß auch die MinderwertigkeitsgefĂŒhle derer berĂŒcksichtigen, die ArroganzvorwĂŒrfe aussprechen.
DarĂŒber hinaus wird ein Aspekt meistens vernachlĂ€ssigt: Wer als arrogant gilt, strebt meistens nach Höherem (ob er es nun erreicht oder nicht). Wenn alle anderen mitziehen, anstatt sich zu strĂ€uben und zu empören, könnten alle gewinnen. WĂŒrden sich alle an Weisheit und Glanz der Elben oriĂ«ntieren, gĂ€be es in Mittelerde weniger GefĂ€lle im Niveau und damit auch keinen Anlaß mehr, Arroganz zu diagnostizieren.

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Ruthel

Also wenn man sich schon auf die psychologische Analyse einer fiktiven Romanfigur einlĂ€sst - wobei es sich, denke ich, zwangslĂ€ufig um eine Projektion handelt - finde ich es nicht sehr ĂŒberzeugend, von den objektiven Erfolgen auf eine einwandfreie psychische Verfassung zu schließen. Ein solcher Zusammenhang besteht jedenfalls sicher nicht bei Menschen in der RealitĂ€t.

Außerdem strĂ€ube ich mich entschieden dagegen, die Elben als Maßstab fĂŒr "Niveau" oder ein fĂŒr alle Geschöpfe Mittelerdes irgendwie anzustrebendes Ideal zu akzeptieren. Ja, sie sind vielleicht von allen Völkern Mittelerdes das schönste, edelste und weiseste, mit einem untadeligen moralischen Kompass ausgestattet - also an den WertmaßstĂ€ben der Tolkien-Welt gemessen, das, was dem Guten am nĂ€chsten kommt. Aber sie bleiben doch charakterlich eher blass und wirken distanziert - was gelegentlich als arrogrant wahrgenommen werden mag, allerdings, wie schon festgestellt wurde, sicher damit zusammenhĂ€ngt, dass ihr Zeitalter vorbei ist und mehr oder weniger Aufbruchsstimmung gen Westen vorherrscht. Mich als Leser hĂ€lt (offensichtlich ganz im Gegensatz zu anderen hier) dieser Umstand davon ab, mit ihnen als Akteure in der Geschichte zu sympathisieren. Man kann sie bewundern, findet aber einfach keinen emotionalen Zugang zu einem solchen Charakter. Sie erscheinen mir alle irgendwie gleich und in ihrem Handeln so vorhersehbar. Da lob ich mir die bodenstĂ€ndigen Hobbits - die sind wie ich, voller charakterlicher Fehler, und können trotzdem einen nicht ganz unwesentlichen Beitrag zum Sieg des Guten leisten. Klar, ein Elb hĂ€tte das sicher auch hingekriegt, hĂ€tte in meinen Augen dabei aber lĂ€ngst nicht so viel "Niveau" gezeigt.

Vielleicht bin ich aber auch einfach nur neidisch.

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Arwen Mirkwood

Ich denke man sollte die einzelnen Völker von Mittelerde, wie Hobbits, Zwerge, Elben und Menschen nicht alle ĂŒber einen Kamm scheren. Ich glaube auch nicht, dass hier jemand die "Elben als Maßstab fĂŒr Niveau", ansieht.

Es stimmt, die Hobbits sind bodenstĂ€ndig. Sie leben eigenstĂ€ndig in ihrem Auenland und versorgen sich selbst. Sie schauen aber auch nicht ĂŒber den Tellerrand und es interessiert sie nicht, was außerhalb ihres Auenenlandes passiert und die Belange anderer Völker Muttelerdes interessiert sie auch nicht. Die Ausnahmen sind Bilbo, der den Zwergen geholfen hat den Erebor zurĂŒck zubekommen und Frodo, Sam, Merry und Pippin, die Mittelerde retten. So nett sind die Hobbits auch nicht, wenn Bilbos Verwandtschaft sich sein Hab und Gut unter den Nagel reißen möchte oder Beutelsend versteigert wird und Bilbo anschließend vor dem Nichts steht. Wenn ich sehe, dass sich ein Hobbit die Ohren juckt und anschließend schaut ob er Ohrenschmalz an den Fingern hat, zeugt das nicht von viel Niveau. Es stimmt auch, dass die Hobbits auch Charakterliche SchwĂ€chen haben.

Die Menschen in Thal fĂŒhren auch ein sehr bodenstĂ€ndiges Leben oder ehr Ă€rmliches Leben. Mir gefĂ€llt der Charakter Bard sehr gut, weil er als alleinerziehender Vater fĂŒr seine drei Kinder sorgt. Er schaut ĂŒber den Tellerrand und hilft den Zwergen und Bilbo und rettet nebenbei die Bewohner von Seestadt vor Smaug. Der BĂŒrgermeister von Seestadt fĂŒhrt natĂŒrlich kein bescheidenes Leben, sondern ihm ist sein Geld wichtiger, als die Belange der BĂŒrger.

Bei den Zwergen ist das so, dass sie als Gruppe fest zusammen halten. Sie möchten unbedingt ihren Erebor zurĂŒck und riskieren dabei Bilbos Leben. Thorin ist der grĂ¶ĂŸte Sturkopf und fĂŒr ihn sind alle Elben böse besonders Thranduil, weil die Elben ihnen damals nicht geholfen haben. Aber heute gönnen sie den Elben, so wie den Menschen von Thal Nichts vom Schatz im Erebor. Da sind in meinen Augen Balin, Fili und Kili die einzigen Zwerge in dieser Gruppe, die weise handeln und ĂŒber den Tellerrand schauen.

Thranduil schaut auch nicht ĂŒber den Tellerrand, er zieht natĂŒrlich auch in den Krieg, weil er den Schmuck seiner Frau zurĂŒck haben möchte. Er mag Thorin nicht, weil er die Geschichte mit Thror im Kopf hat, aber das beruht auch auf Gegenseitigkeit. Anschließend hilft er Bard und verbĂŒndet sich mit ihm.

Ich denke einfach, dass es auf die persönliche Lebens-Erfahrung eines Jeden Menschen ankommt, so wie er die Welt sieht. Es kommt auch immer auf das Alter eines Menschen an und wie viele positive und negative Erfahrungen er im Laufe seines Lebens gemacht hat und diese Dinge prĂ€gen seine persönliche Einstellung zu seinem Lebensumfeld. Es kommt natĂŒrlich auch immer auf das Alter an, denn ein Mensch mit 20,Jahren, kann natĂŒrlich nicht so viele positive und negative Erfahrungen in seinem Leben gemacht haben wie ein 80 jĂ€hriger Mensch. Meine Meinung ist, wenn man viele schlechte Erfahrungen in seinem Leben gemacht hat, sieht man die Welt mit ganz anderen Augen, als wenn ich viele positive Erfahrungen in meinem Leben gemacht habe. Menschen die viele negative Dinge in ihrem Leben erfahren haben, können auch sehr schnell zu Pessimisten werden. Ich denke aber auch, dass Menschen die viele positive Dinge in ihrem Leben erfahren haben, könnten ehr Optimisten sein. Ein 80 jĂ€hriger Mensch hat natĂŒrlich auch sehr viel Geschichte in seinem Leben erlebt. In dieser Zeit hat sich die Welt um uns herum sehr verĂ€ndert.

So sehe ich das bei den Elben auch. Ich glaube einfach, dass die Elben die zu Zeiten von der Schlacht der 5 Heere und dem letzten Ringkrieg in Mittelerde lebten, einfach die Nase voll haben von Mittelerde haben. Viele Elben weilen schon sehr lange in Mittelerde und haben viel negative und Erfahrungen in der Geschichte von Mittelerde erlebt und lÀsst sie teilweise zu Pessimisten werden.

Aus meiner Sicht hat Thranduil einige charakterliche SchwÀchen, die ihn somit auch nicht unfehlbar machen.

Edited by Arwen Mirkwood

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Nelkhart

Der Gegensatz BodenstĂ€ndigkeit vs. Tellerrand-Neugier erschließt sich mir gerade in Bezug auf das genannte Interesse der Hobbits am eigenen Ohrenschmalz leider nicht so ganz. DafĂŒr bringt Ruthel die Überlegenheit der Elben sehr schön auf den Punkt:

„Ja, sie sind vielleicht von allen Völkern Mittelerdes das schönste, edelste und weiseste, mit einem untadeligen moralischen Kompass ausgestattet - also an den WertmaßstĂ€ben der Tolkien-Welt gemessen, das, was dem Guten am nĂ€chsten kommt.“


FĂŒr Tolkien sind Elben die besseren Menschen. Sie sind zwar auch zum Bösen fĂ€hig, aber das Gute liegt solider in ihrer Natur verankert, als bei den Sterblichen. Tolkien gibt dafĂŒr auch eine BegrĂŒndung: Die Quendi sind zuallererst KĂŒnstler. Und erst danach aus fast lĂ€stiger Notwendigkeit heraus irgendwann Krieger und Herrscher. Elben geben Schönheit den Vorzug vor Macht (siehe MĂ€rchenaufsatz).

Am universalen Niveau-Maßstab der EldaliĂ« kann es also keinen ernsthaften Zweifel geben. Aber ich sehe ein, daß wir nĂ€her auf den Niveau-Begriff eingehen mĂŒssen. Sprechen wir von moralischem oder kulturellem bzw. politischem Niveau?
Die elbische FĂŒhrungsrolle in letzterem zu behaupten, ist nicht unproblematisch, da die Elben bereits im Laufe des Zweiten Zeitalters der Sonne militĂ€risch von den NĂșmenorern ĂŒberholt wurden. Dennoch kann ihr kultureller Einfluß auf die Völker Mittelerdes selbst noch am Ende des Dritten Zeitalters nicht bestritten werden.

Aber wie konnte die kulturelle Bedeutung der EldaliĂ« ihren politischen Niedergang ĂŒberdauĂ«rn? Eine plausible Antwort liefert uns die innere Überlieferungslogik des Legendariums: Bildung! Die Elben haben das Monopol auf Wissen in Mittelerde. Quenya ist die Sprache der Weisen und die Eldar haben dank ihrer Langlebigkeit eine unangefochtene Deutungshoheit ĂŒber die Geschichtsschreibung.
Das MachtverhĂ€ltnis NĂșmenor – EldaliĂ« erinnert natĂŒrlich an Römer und Griechen. MilitĂ€risch lĂ€ngst dominierend huldigen die DĂșnedain weiterhin der elbischen Kultur.

 

Elbisch und niveauvoll – diese beiden Worte kann man in Tolkiens Welt bedenkenlos synonym gebrauchen. Allerdings glaube ich nicht, daß eine restlose Elbianisierung ein reiner Segen fĂŒr Mittelerde wĂ€re. Wir lieben den Kontinent ja fĂŒr seine kulturelle Vielfalt und seine extremen GegensĂ€tze. Ich erinnere die Hochnerds immer wieder daran, daß Tolkiens Wunderwelt nur so funktionieren kann: Die Elben brauchen bodenstĂ€ndige Hobbits, raubeinige Zwerge und schmutzige Orks, um sich strahlend von ihnen abheben zu können.

Alle wollen, daß die Figuren in Tolkiens BĂŒchern ihre Niveau-Unterschiede behalten. Das dĂŒrfen sie natĂŒrlich auch. Der Preis ist, wie ich finde, ziemlich akzeptabel: Man muß lediglich ein bißchen Neid und Arroganz aushalten.

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Arwen Mirkwood
vor 17 Stunden schrieb Nelkhart:

Der Gegensatz BodenstĂ€ndigkeit vs. Tellerrand-Neugier erschließt sich mir gerade in Bezug auf das genannte Interesse der Hobbits am eigenen Ohrenschmalz leider nicht so ganz. DafĂŒr bringt Ruthel die Überlegenheit der Elben sehr schön auf den Punkt:

Wahrscheinlich habe ich meinen Wortlaut etwas zu unverstÀndlich formuliert.Ich habe mich eigentlich bei dem Thema Niveau, auf die Kognitive Bedeutung des Wortes Niveau bezogen. Deshalb habe ich in meinem Text "die Sache mit den Hobbits und dem Ohrenschmalz" angesprochen.

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Arwen Mirkwood
Am ‎09‎.‎10‎.‎2019 um 07:06 schrieb Ruthel:

Also wenn man sich schon auf die psychologische Analyse einer fiktiven Romanfigur einlĂ€sst - wobei es sich, denke ich, zwangslĂ€ufig um eine Projektion handelt - finde ich es nicht sehr ĂŒberzeugend, von den objektiven Erfolgen auf eine einwandfreie psychische Verfassung zu schließen. Ein solcher Zusammenhang besteht jedenfalls sicher nicht bei Menschen in der RealitĂ€t.

Och, wenn du schon so darĂŒber denkst, dann kann ich ja auch eine fiktive Betreuungs-Planung fĂŒr einen fiktiven Charakter schreiben :biggrin::2cool: ???!!!!!????

Ich gebe dir mal einen Tipp und lese doch mal den Link zum Thema Arroganz, den ich in meinen Text gesetzt habe.

Ich denke schon, dass ich mich in einem Fantasy Film mit der psychischen Verfassung eines Charakters beschĂ€ftigen kann. Jeder einzelne Charakter in einem Film hat seine eigene Geschichte und seine persönlichen GrĂŒnde, wie, warum und weshalb er in bestimmten Situationen handelt und reagiert. In einem Krimi wird doch auch die Psyche eines TĂ€ters analysiert, um heraus zu finden warum der TĂ€ter die Morde oder den Mord begangen hat und aus welchen GrĂŒnden.

Edited by Arwen Mirkwood

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Eldanor
vor 2 Stunden schrieb Arwen Mirkwood:

Ich habe mich eigentlich bei dem Thema Niveau, auf die Kognitive Bedeutung des Wortes Niveau bezogen.

Was bitte ist die "kognitive Bedeutung" eines Wortes? :kratz:

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Ruthel

Ich denke es kommt ganz darauf an, was du dir davon erhoffst. NatĂŒrlich ist das Handeln einer Romanfigur von der Fantasie und der Entscheidung des Autors abhĂ€ngig - Ursachen fĂŒr ihr Verhalten sind deshalb wohl kaum in psychologischen Paradigmen zu suchen, es sein denn man möchte sie auf den Autor selbst anwenden. Wie aufschlussreich eine solche Untersuchung sein kann, ist freilich eine andere Frage.

Abgesehn davon finde ich es durchaus legitim, sich die Figuren eines Romans als unabhĂ€ngig vom Werk des Autors (oder Regisseurs) exestierende Personen vorzustellen. Gerade das macht Arda ja so faszinierend. Es ist nicht nur eine Ă€sthetische Welt voller seltsamer Kreaturen und heroischer Taten, sondern dabei auch noch so detailliert ausgearbeitet, dass sie zwangslĂ€ufig die eigene Fantasie anregt. Da wĂ€re es doch schade und schon fast eine Beleidigung des Erschaffers, wenn man sich dem nicht ein wenig hingeben wĂŒrde.

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Arwen Mirkwood
vor 5 Stunden schrieb Eldanor:

Was bitte ist die "kognitive Bedeutung" eines Wortes? :kratz:

Ich meinte eigentlich, dass das Wort Niveau mehrere Bedeutungen hat und mit dem kognitivem Niveau ist ja in gewisser Weise die Intelligenz gemeint. Ein anderes Beispiel wer niveauvoll lebt, achtet zum Beispiel darauf, wo seine Lebensmittel produziert wurden und wie sie hergestellt wurden. Jemand der sich einfach Gedanken macht.

Edited by Arwen Mirkwood

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Eldanor
vor 1 Stunde schrieb Arwen Mirkwood:

Ich meinte eigentlich, dass das Wort Niveau mehrere Bedeutungen hat und mit dem kognitivem Niveau ist ja in gewisser Weise die Intelligenz gemeint. Ein anderes Beispiel wer niveauvoll lebt, achtet zum Beispiel darauf, wo seine Lebensmittel produziert wurden und wie sie hergestellt wurden. Jemand der sich einfach Gedanken macht.

Das empfinde ich ehrlich gesagt als ziemlich beleidigend (also nicht ich fĂŒhle mich dadurch beleidigt, bitte nicht so verstehen); das impliziert, dass Menschen mit niedrigerer Intelligenz (als wer? Gibt es da eine Grenze, die man ĂŒberschreiten muss, um "Niveau zu haben"?) "niveaulos" wĂ€ren. Eine Gleichsetzung von Niveau und Intelligenz finde ich sehr fragwĂŒrdig und wĂŒrde dem aufs Geratewohl nicht zustimmen.

Was Konsumverhalten jetzt damit zu tun hat, ist mir auch völlig unklar und geht IIRC aus dem von dir verlinkten Artikel auch nicht hervor. "Gedanken macht" sich wohl jeder auf die eine oder andere Art. Insofern bringt deine ErklÀrung mich leider nicht im VerstÀndnis deiner Aussage weiter.

Auf @Nelkhart wĂŒrde ich gerne wann anders eingehen, gerade bin ich zu mĂŒde :schnarch:

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Arwen Mirkwood
vor 12 Stunden schrieb Eldanor:

Das empfinde ich ehrlich gesagt als ziemlich beleidigend (also nicht ich fĂŒhle mich dadurch beleidigt, bitte nicht so verstehen); das impliziert, dass Menschen mit niedrigerer Intelligenz (als wer? Gibt es da eine Grenze, die man ĂŒberschreiten muss, um "Niveau zu haben"?) "niveaulos" wĂ€ren. Eine Gleichsetzung von Niveau und Intelligenz finde ich sehr fragwĂŒrdig und wĂŒrde dem aufs Geratewohl nicht zustimmen.

Was Konsumverhalten jetzt damit zu tun hat, ist mir auch völlig unklar und geht IIRC aus dem von dir verlinkten Artikel auch nicht hervor. "Gedanken macht" sich wohl jeder auf die eine oder andere Art. Insofern bringt deine ErklÀrung mich leider nicht im VerstÀndnis deiner Aussage weiter.

Auf @Nelkhart wĂŒrde ich gerne wann anders eingehen, gerade bin ich zu mĂŒde :schnarch:

Hey Eldanor.

Das war nicht meine Absicht euch vor den Kopf zu stoßen ehrlich. Ich habe mich bestimmt wieder etwas kompliziert ausgedrĂŒckt. Ich habe die genaue Bedeutung des Wortes Niveau vorher im Internet nachgeschaut und danach geantwortet. Ich setze den Link dazu Mal rein.

Aus dem Duden

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&ved=2ahUKEwin_dn-lpblAhXDK1AKHSYFA4kQFjABegQIAhAB&url=https%3A%2F%2Fwww.duden.de%2Frechtschreibung%2FNiveau&usg=AOvVaw0GCUEH3mbAEXmeCwBTZcAg

Eine andere Seite

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=4&ved=2ahUKEwjR1cDcl5blAhXHKlAKHfQSCm8QFjADegQIBRAB&url=https%3A%2F%2Fwww.wortbedeutung.info%2FNiveau%2F&usg=AOvVaw2hVTSjkB7dqOKJ4VMrq_BG

Edited by Arwen Mirkwood

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Nelkhart

Es ist zweifellos legitim, sich die Figuren unabhĂ€ngig vom Werk des Autors vorzustellen. Ich frage mich nur, ob es Frau Mirkwood ĂŒberhaupt noch möglich ist, sich König ThranduĂŻl unabhĂ€ngig von der Verkörperung durch Lee Pace vorzustellen. Der Schauspieler scheint ihre Wahrnehmung der Figur massiv zu prĂ€gen und auch ihre zĂ€rtliche Sorge um ThranduĂŻls seelisches Befinden zu motivieren.
Vermutlich gÀbe es diesen Thread gar nicht, wenn der Elbenkönig z.B. von Jeff Bridges, Ed Harris oder Tommy Lee Jones gespielt worden wÀre.

Sicherlich darf man in einem Unterforum, das explizit dem Film-ThranduĂŻl gewidmet ist, nicht allzu viel Buch-Orthodoxie erwarten. Gleichzeitig reizen die hemmungslosen Überinterpretationen einer SchwĂ€rmerin zur Richtigstellung. Aber wie mĂŒĂŸig ist das!

Wahrscheinlich ist es besser, man ĂŒberlĂ€ĂŸt diesen Thread den eingefleischten Filmfans.

Auch das ist letztendlich eine Niveau-Frage.*





* im kognitiven Sinne des Wortes.
 

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Arwen Mirkwood

@Nelkhart:

Ich bin mir selbst bewusst, dass die Filme-Gucker und die Buch-Leser in manchen FĂ€llen völlig verschiedene Meinungen, Sichtweisen und Ansichten zum Herrn der Ringe und dem Hobbit haben und den dort handelnden Charakteren. Ich empfinde es als sehr Zweifelhaft die Buchleser fĂŒr schlauer zu halten als die Filmgucker. Ich empfinde deinen Post als sehr beleidigend.

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Eldanor

Sicherlich zurecht. @Nelkhart halt dich bitte zurĂŒck. Ich verweise auf die Forenregeln zum Thema höflicher Umgang miteinander.

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