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  1. Arwen Mirkwood

    Arwen Mirkwood

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Popular Content

Showing content with the highest reputation since 03/10/19 in all areas

  1. 1 point
    Hallo Opernfreunde, hier kommt jetzt gleich der Link zu einer, wie ich finde, außergewöhnlichen Zauberflöten-Inszenierung aus Norwegen. Bitte nicht erschrecken, sie ist extrem modern. Aber ich glaube, ich habe in meinem ganzen Leben noch keine so gute Zauberflöten-Inszenierung gesehen (zugegeben, ich habe erst die HĂ€lfte gucken können). Einerseits ist sie ein gewagtes Experiment, andererseits nimmt sie diese Oper ernster als - fast - jeder andere Regisseur. Sie nimmt sie beim Wort, versucht nichts zu verbessern, was sonst fast jeder Regisseur tut. Sie denkt den Schikaneder-Text - Schikaneder hat das Libretto geschrieben - quasi zu Ende. Schon in der OuvertĂŒre wird durch Bebilderung gezeigt, dass die "Zauberflöte" - mit einem Zwinkerauge - als "Episode XXI" von Star-Wars aufgefasst wird. Tamino wird dann in einer Rakete ins All geschossen und landet dann irgendwo auf einem Planeten. Die Oper wird auf Norwegisch gesungen - so wie der berĂŒhmte schwedische Kollege Ingmar Bergman seinerzeit in seiner "Zauberflöten"-Inszenierung die SĂ€nger auf Schwedisch hat singen lassen. Das ist ganz unĂŒblich, denn normalerweise wird auf allen großen OpernbĂŒhnen der Welt jede Oper in ihrer Originalspracche gesungen. Aber so wie bei Ingmar Bergmans Inszenierung wird die Übersetzung in die eigene Sprache auch hier dazu benutzt, den Text ein wenig zu verĂ€ndern. Man kann eine Oper gar nicht ĂŒbersetzen, ohne sie zu verĂ€ndern. Aber in beiden Adaptionen ist der verĂ€nderte Text eine starke Deutung des originalen Textes. Es gibt zwar Untertitel, aber leider nur in Englisch. Immerhin kann man den Witz des Textes dann doch halbwegs mitkriegen. Auch der Sprechtext ist verĂ€ndert, sogar ziemlich massiv. Ich glaube, in dieser norwegischen Fassung noch mehr als bei der schwedischen. Der norwegische Texter oder Regisseur hat dabei sogar von Ingmar Bergmans Fassung so einiges geklaut. So ist in beiden Fassungen die Königin der Nacht die Ehefrau von Sarastro. Dadurch steht Pamina noch stĂ€rker im Konflikt zwischen diesen beiden Personen. Das, was den normalen Regisseuren meist Schwierigkeiten macht, ist die latente oder offensichtliche Frauenfeindlichkeit des Textes. Sie versuchen das in der Regel zu glĂ€tten oder zu ĂŒberspielen. Nicht so der norwegische Regisseur. Tamino, der auf diesem komischen Planeten landet, stĂ¶ĂŸt dort auf eine Sarastro-Priester-Gesellschaft, die so extrem frauenfeindlich ist, dass sie Pamina aus ihrem Blickfeld vertreiben wollen, weil sie sonst sofort geil wĂŒrden. Der Untertext entspricht leider nicht immer so richtig dem norwegischen Text. Letzterer ist mitunter witziger. Auch verĂ€ndert sind meist die langen Arien; sie werden hie und da vom Chor ĂŒbernommen: dadurch wird die Interaktion dramatischer, und man kann gar nicht aufhören zu gucken. Ja, das war jetzt mal ne Art Einleitung. Bin ja gespannt, ob jemand meine Begeisterung teilt. Viel Spaß (oder Wut)!
  2. 1 point
    Ich habe mich noch mal an einem kleinen Video ausprobiert. Thranuil 1.mp4
  3. 1 point
    Das war ein MissverstĂ€ndnis. Ich meinte natĂŒrlich den Doppelpost, den ich, soweit es ging, selbst gelöscht hatte. Aber mir kam spĂ€ter selber der Gedanke, das dies nicht der richtige Ort ist. Ich hatte mit einem Verschieben gerechnet. Schade, dass jetzt die Arbeit umsonst war.
  4. 1 point
    Zum Geburtstag viel GlĂŒĂŒck, zum Geburtstag viel GlĂŒ ĂŒck, zum Geburtstag, lieber Lee e e, zum Gebuurtstag viel GlĂŒĂŒck
  5. 1 point
    Sprichst Du von einem Traum? O doch! Ich bekomme jede Menge befriedigender Antworten. Das literarische Konzept Tolkiens bezĂŒglich Melkor ist ja dies: dass Melkor in die Gehirne der Menschen die Illusion so einpflanzt, dass diese Menschen Trug von Wahrheit grundsĂ€tzlich nicht mehr unterscheiden können. Diese Macht, Gehirne komplett umzupolen, ist als literarisches Konzept noch nicht sehr alt. Wir kennen den Begriff "GehirnwĂ€sche", und auch der ist noch nicht sehr alt; stammt aus der Zeit Tolkiens. Die heutige Gehirnforschung ermöglicht noch perfidere Umpolung der menschlichen Persönlichkeit, als es sie schon in den vierziger Jahren gab. Sicher gab es auch schon seit Anbeginn der Menschheit die Möglichkeit, Menschen zu manipulieren. Aber dass man Menschen am Gehirn regelrecht operieren kann, sodass sie gewĂŒnschte Meinungen haben, ist wohl erst ein Jahrzehnt alt. Das Grauen vor dieser Tatsache finden wir schon bei Aldous Huxley, Schöne Neue Welt (Brave New World) von 1932. Da werden schon die SĂ€uglinge gehirngewaschen, möglicherweise sogar schon als Fötus physisch programmiert. Verwandt damit ist das Buch "1984" von George Orwell von 1949. Und Tolkien reiht sich da zeitlich ein. Da ist eine ganz neue "QualitĂ€t" der Macht ĂŒber die Menschen thematisiert, die erst heute die Mittel hat, sie physisch umzusetzen. Die Macht, die Melkor anstrebt, ist die Macht ĂŒber die Gehirne. Davon reden alle drei genannten Autoren im gleichen Zeitraum: den Dreißiger und Vierziger Jahren, und alle drei schreiben darĂŒber ihre negativen Utopien. Ich erinnere an Sauron im "Herrn der Ringe", wo er gegen Ende versucht, in das Gehirn Frodos einzudringen. Es gelingt ihm aber nicht in dem Fall. falls ich mich nicht irre. Tolkien formuliert aber auch durchgehend positive Abwehrmechanismen. Selbst unter den Orks des Dunklen Turms gelingt einmal eine Art Emanzipation von der Komplettmanipulation. Den "War of Information" hast Du toll formuliert. Eigentlich sollten wir uns verstehen. Tolkiens Melkor aber ist eine literarische Figur, und schon gar nicht eine realistische. Er personifiziert das Geschehen. Und auch heute gehen diese Desinformationen auf der Basis von gewĂŒnschten Ansichten aus. Sie werden von unsichtbaren Machtzentren vorgegeben, und AnfĂ€llige ĂŒbernehmen das sofort. Ich beobachte das tĂ€glich in Diskussionsforen wie zum Beispiel denen auf der Website der "Tagesschau". Die Manipulierten grölen meinungstechnisch alle unisono, fast mit demselben Text.
  6. 1 point
  7. 1 point
    Ich habe mich schon in zwei FĂ€llen an "Forenromanen" beteiligt, in die jeder an den VorgĂ€nger anknĂŒpft. So können dann Umfangreiche Romane entstehen in die viele ihre Ideen einbringen. Leider besteht dabei immer die Gefahr, dass sich Störer mit dem Ziel beteiligen das Werk zu sabotieren und die anderen Teilnehmer zu demoralisieren. In solchen FĂ€llen hĂ€ngt ein Fortleben des Romans dann von der Eingreiffreudigkeit der Admins ab. Ich habe gerade erst das AbwĂŒrgen eines solchen Projekts in einem anderen Forum erlebt, weil dort die Verantwortlichen, einen Störer gewĂ€hren lassen.
  8. 1 point
    Besonders friedfertig sind Elben sicherlich nicht. Sie sind, was Konflikte angeht, nur etwas vorsichtiger. Als "Unsterbliche" haben sie von allen Völkern das meiste zu verlieren. Kunstliebe gehört zu den Elben (je nach Stamm mal mehr oder weniger).
  9. 1 point
    Seelisch Vergessen Kapitel 1 - Eine unvorhergesehene Gesellschaft Jahre 2941 D.Z / Auenland In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit mit seiner Ziehtochter. Die grĂŒne, runde TĂŒr, der Hobbithöhle, fĂŒhrte zu einer röhrenförmigen Halle. Die Böden waren mit Fliesen und Teppichen ausgelegt und die RĂ€ume mit StĂŒhlen und SchrĂ€nken. Die Höhle bestand aus Schlafzimmer, Badezimmer, Keller, Speisekammern, KĂŒche, Esszimmer und Arbeitszimmer. Aus dem kleinen, runden Fenster hatte man einen tollen Ausblick auf den kleinen Garten. Ich lebte bei einem Hobbit, namens Bilbo Beutlin. Er mochte keine Abenteuer, im Gegensatz zu mir. Manch ein Hobbit hatte in seinem ganzen Leben noch nie die Grenzen des Dorfes ĂŒbertreten. Eines Tages saß ich auf der Bank vor unserer Höhle und betrachtete mein Schwert, das ich von meinen Eltern zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Ich erinnerte mich an die schöne Zeit. Wir lebten friedlich, andrerseits gefĂ€hrlich. Plötzlich setzte sich Bilbo neben mich und fing an seiner Pfeife zu rauchen. Ich kicherte und fragte ihn freundlich: »Ist die KĂŒche sauber?« Beleidigt nickte er und sah auf das Schwert. Der Hobbit nahm einen krĂ€ftigen Zug aus seiner Pfeife und ließ den Rauch langsam entwichen. »BĂșseyra? Warum tust du dir das an? Dir geht es nicht gut dabei, wenn du an deiner Vergangenheit erinnerst. Warum beschĂ€ftigst du dich mit deiner Geschichte?« Ich schwieg und dachte ĂŒber Bilbos Worte nach. Je mehr ich ĂŒber meine Vergangenheit nachdachte, umso schlechter fĂŒhlte ich mich. »Ich weiß Bilbo! Ich kann es nicht einfach ablegen, wie ein Mantel. Ich bin nur mal das, was ich bin. Du musst mich verstehen.« Bilbo nickte stumm und schloss seine Augen. »Ich bin eine Wikingerin! Ich weiß, dass du nicht viel davon hĂ€ltst. Meine Familie und Bekannten waren alle Wikinger und wurden von Elben getötet. Sie haben versucht, unsere Rasse auszurotten. Ich bin die Einzige, die ĂŒberlebt hatte und ich werde diese „Rasse“, wenn man sie so nennen sollte, nicht ausrotten lassen.«, fĂŒgte ich hinzu und konnte spĂŒren, dass Bilbo wusste, dass ich wĂŒtend wurde. »Es tut mir leid, dich verĂ€rgert zu haben. Das wollte ich nicht.« Ich lĂ€chelte und nahm seine Entschuldigung an. Doch plötzlich lachte er herzlich auf, woraufhin ich ihm in den Bauch boxte. Leider vergaß ich dabei, welche Kraft meine SchlĂ€ge besaßen und so fiel der kleine Hobbit, eigentlich war er genauso groß wie ich, von der Bank runter. »Wenn ich ehrlich sein soll, bewundere ich es! Egal wie merkwĂŒrdig die MĂ€nner dich ansehen oder ĂŒber dich reden, du lĂ€sst dich nicht einschĂŒchtern. Du bleibst so, wie du bist. Du lĂ€sst dich nicht unterkriegen und das finde ich wirklich mutig von dir. Ich bewundere dich!«, sagte er lĂ€chelnd und ich wurde leicht rot. »Danke Bilbo, das höre ich gerne!« Erschöpft stand ich auf und streckte mich ausgiebig, sodass hier und dort einige Knochen knackten. LĂ€chelnd fuhr ich mir durch die blonden Haare und erkannte eine unbekannte große Gestalt vor uns. Er hatte einen spitzen grauen Hut, einen Stock - der lĂ€nger war als er und einen grauen Bart. »Guten Morgen!«, sagte Bilbo zu der Gestalt freundlich und ich wusste, dass er es ehrlich meinte. Auch ich wĂŒnschte dieser Gestalt einen guten Morgen. »Was meint Ihr damit?«, fragte er mich. Überfordert sah ich ihn an und setzte mich wieder hin. Schnell hob ich mein Schwert hoch und legte dieses auf meinen Schoß. »WĂŒnscht Ihr mir einen guten Morgen oder meint Ihr, dass dies ein guter Morgen ist, gleichviel, ob ich es wĂŒnsche oder nicht. Meint Ihr, dass Euch der Morgen gut bekommt oder, dass dies ein Morgen ist, an dem man gut sein muss?« »Alles auf einmal, nehme ich mal an.«, sagte ich etwas unbeholfen. »Kenne ich Euch?«, erkundigte ich mich schließlich und packte mir eine blonde HaarstrĂ€hne hinter das Ohr. Auch Bilbo war neugierig. »Ich weiß, wie Ihr beiden heißt, Mister Bilbo Beutlin und BĂșseyra Runa. Und Ihr kennt auch meinen Namen! Ich bin Gandalf.«, sagte dieser Gandalf letztlich und deutete eine Verbeugung an. »Gandalf!«, sagte ich verdutzt und ging einen Schritt auf ihn zu, wĂ€hrend Bilbo mich stumm beobachtete. »Doch nicht der Gandalf, der an Festtagen immer wundervolle Geschichten von Orks, Elben, Riesen und Drachen erzĂ€hlt hat? Ich bitte um Verzeihung, aber ich hatte keine Ahnung, dass Ihr noch im GeschĂ€ft seid!«, sagte plötzlich Bilbo ĂŒberrascht und rauchte weiter. »Was treibt Euch in diese Gegend?«, wollte er wissen. »Nun, ich bereite ein Abenteuer vor und bin auf der Suche nach Jemandem, der sich daran beteiligen möchte.« Seine Stimme wurde bei jedem Wort geheimnisvoller. »Und diesen Jemand habt Ihr wirklich hier gefunden?«, grinste ich. Gandalf nickte. »Das glaube ich nicht! Wir sind hier alle ruhige und einfache Leute, außer BĂșseyra. Damit hat man nur Scherereien und Ärger und kommt zu spĂ€t zum Essen. Tut mir leid, wir suchen kein Abenteuer, aber ich wĂŒrde mich freuen, wenn Ihr zum Tee kommen wĂŒrden!«, sagte Bilbo freundlich, zog mich hinter der grĂŒnen TĂŒr und schloss sie ab. Verwirrt sah ich ihn. Bilbo versuchte meinen Blick auszuweichen und ging in die KĂŒche, wĂ€hrend ich ihm folgte und fragte:. »Warum in aller Welt hast du Gandalf zu einem Tee eingeladen?« SpĂ€t am Abend legte Bilbo seinen Fisch auf den Teller und presste eine Zitrone aus, als es plötzlich an der TĂŒr klopfte. Verwirrt blickte ich ihn an, da er gegenĂŒber mir saß, und stand auf. »Erwartest du jemand?«, wollte ich wissen. Doch er schĂŒttelte den Kopf. Neugierig ging ich auf die runde TĂŒr zu, blieb eine Weile stehen und sah an mir herunter. Ich trug eine enge braune Hose und dazu passende braune Stiefel, die mir bis zu den Waden reichten. Über meinem blauen Tunika trug ich ein Kettenhemd ohne Ärmel. DarĂŒber trug ich eine braune Weste mit schönen Verzierungen, die mir bis zu den Becken reichten. Die Schwertscheide aus Leder mit GĂŒrtelschleife war um meine Taille gebunden. Meine blonden Haare reichten mir bis zu den SchulterblĂ€ttern. Es gab keinen richtigen Schnitt und sah ziemlich struppig aus. Ich hatte blaue Augen und eine helle Haut. Die Kleidunge: http://www.bilder-hochladen.net/i/lxag-w-50b6.png Das Aussehen: http://www.bilder-hochladen.net/i/lxag-x-8abb.png Langsam öffnete ich die TĂŒr und fragte mich, wer es sein könnte. Es war ein Zwerg. Verwirrt sah ich ihn an und verzog leicht mein Gesicht. Was zum Kuckuck! Seine Gesichtsbehaarung war ausgeprĂ€gter, als die auf seinem Kopf, da er mehrere TĂ€towierungen auf seinem Kopf hatte. Auf seinem RĂŒcken trug er eine große Streitaxt. Ebenso sah er mich verwirrt an. Angeblich hatte er noch nie eine Wikingerin gesehen. »Dwalin! Zu Euren Diensten!«, sprach er in einer tiefen Stimme und verbeugte sich vor mir. Um etwas zu sagen, sagte ich: »BĂșseyra Runa! Zu Euren Diensten! Kennen wir uns?« Der Zwerg, der sich als Dwalin vorgestellt hatte, trat in die Höhle und sah mir tief in die Augen. »Nein!« Dann zog er seinen Umhang aus. »Gut riecht es hier, BĂșseyra!«, lobte er mich und ging in die KĂŒche. Ich lugte mit meinem Kopf nach draußen, um nachzuschauen, ob er alleine war. Er war alleine und somit schloss ich die TĂŒr hinter mir zu und folgte ihm in die KĂŒche. Dort setzte ich mich auf einen freien Stuhl und ĂŒberkreuzte die Beine. Bilbo und ich sahen ihm zu, wie er alles aufaß, so als, ob er kurz vorm Verhungern wĂ€re. Erneut klopfte es an der TĂŒr, als Bilbo den Zwerg in der KĂŒche eine SchĂŒssel Brot ĂŒberreichen wollte. Ich sah in Richtung der EingangstĂŒr und Bilbo riss ihn auf. Ich konnte hören, wie ein gewissen Balin fragte, ob er zu spĂ€t kommen wĂŒrde. Dann kam er zu uns und begrĂŒĂŸe Dwalin. Der Zwerg hatte einen langen weißen Bart, der teilweise in zwei HĂ€lften gespalten war. Ich zog verwundert eine Augenbraue in die Höhe, als sich die beiden die Köpfe gegeneinander schlugen. Zwergen! »Gibt es noch etwas zu essen?«, fragte mich Dwalin. Zum GlĂŒck kam mir Bilbo zur vor und versuchte seinen Besucher gut zu versorgen. Freundlich fragte er, was sie wollten. Von mir hĂ€tte sie gehört: »Nein und jetzt raus hier!« So war ich. Wie meine Mutter. Unfreundlich und manchmal kalt. So war ich zumindest zu den Fremden. Zu den Leuten, die mir bekannt waren, war ich freundlich und hilfsbereit. Und diese beiden Zwerge waren offensichtlich Fremde, die nichts in meiner und Bilbos Hobbithöhle zu suchen hatten. WĂ€hrend Bilbo verzweifelt versuchte eine Antwort aus den Zwergen herauszubekommen, saß ich auf einem Stuhl im Esszimmer und sah mir unsere GĂ€ste an. Ich wusste, dass sie zu den Durins Volk gehörten. Auch ich mochte ebenfalls keinen Besuch, wie Bilbo, der einfach so hereinspazierte und so tat, als ob ihm das Haus gehören wĂŒrde. Sie hatten keine Manieren. Plötzlich schellte die TĂŒrglocke und ich erhob mich. Genervt ging ich auf die TĂŒr zu, riss sie auf und schaute meinen Besuch wĂŒtend an. Vor mir standen zwei junge Zwerge. Genervt stöhnte ich auf. »Fili«, sagte der Blonde lĂ€chelnd. »Und Kili! Zu Euren Diensten!«, fĂŒgte der andere hinzu, nachdem er mich gemustert hatte, und verbeugten sich vor mir. »Zwerge! Wir haben heute keine GĂ€ste erwartet. Geht jetzt! Es sind genug Zwerge bei uns!«, sagte ich schnell und wollte gerade die TĂŒr schließen, als der Dunkelhaarige seinen Fuß dazwischen stellte. »Super. Die anderen sind bereits da!« Und im nĂ€chsten Moment wurde ich von den Zwergen zur Seite gedrĂ€ngt. Zuerst kam Kili hinein, gefolgt von Fili. Dieser blieb vor mir stehen und drĂŒckte sein Schwert in meine HĂ€nde. »Vorsichtig damit! Ich habe sie gerade geschliffen!« Was bildete er sich ein? WĂŒtend gab ich ihm sein Schwert zurĂŒck, woraufhin er mich erschrocken ansah. »Ich bin nicht deine Sklavin, Fili. Ich habe selber Waffen, also achte selber auf sie auf, verstanden?«, damit wendete ich mich von ihm ab und verschwand ins Wohnzimmer. »Er hat nicht erwĂ€hnt, dass Bildo Beutlin eine bezaubernde Frau hat.«, umschmeichelt mich der anscheinend jĂŒngere Kili, nachdem er mir gefolgt war. »Ich bin nicht seine Frau«, sagte ich grinsend. »Ich bin seine Ziehtochter!« Stille. Erst sah Kili ziemlich geschockt aus, aber dann grinste er. Was ging nur in seinem Kopf vor? Ich musste zugeben, dass ich mit solchen Umgangsformen von den Zwergen niemals erwartet hĂ€tte und diese ließen mich leicht erröten. Ich ging in die KĂŒche, gefolgt von Kili und musste dabei zusehen, wie die Zwerge dabei waren, die Möbel zu verschieben. Ich wusste, dass der Zwerg hinter mir stand, also drehte ich mich zu ihm um und fragte flĂŒsternd: »Seit ihr etwa hierhergekommen, um unsere Möbel zu verschieden?«, ich hörte, wie er lachen musste, und verneinte die Frage. Doch den wahren Grund wollte er mir nicht erzĂ€hlen. Erschrocken fuhr ich zusammen, als jemand erneut an der TĂŒr klopfte. Hektisch öffnete ich die TĂŒr und acht weitere Zwerge fielen auf unsere Fliesen. Hinter ihnen steckte eine bekannte Gestalt seinen Kopf durch die TĂŒr und ich konnte mir erklĂ€ren, wer hinter diesem ganzen Chaos steckte. »Gandalf!«
  10. 1 point
    So, das 2. Prolog II - Viel Spaß Der einsame Berg ragte hoch in den Himmel und wurde teilweise von dichtem Nebel bzw. den Wolken verhĂŒllt. Der Berg an sich, sah leer und verlassen aus. Keine Menschenseele war unterwegs und es gab auch keine Hinweise, dass hier vor Kurzem jemand lang gekommen war. Einzelne verkohlte Ästen lagen verstreut auf den Boden und bedeckten die wenigen Pflanzen. Auch Tiere waren nicht zusehen, nicht einmal Ameisen. Leise versteckte ich mich hinter einem Busch und beobachtete den Berg aus sicherer Entfernung. Nur der Vogel versteckte sich nicht, sondern flog auf den Berg zu und setzte sich auf den Ast eines Baumes am Fuße des Berges. Er machte keine Laute oder Ă€hnliches, sondern tat so als wĂŒrde er auf etwas warten. Plötzlich spĂŒrte ich einen kleinen Stich in meinem Herzen und ich verlor beinah mein Bewusstsein. Was war das? Mein Herz tut so weh! Ich kletterte aus meinem Versteck heraus und machte vorsichtige Schritte auf den Berg zu. Langsam bewegte ich mich auf ihn zu, da meine Schmerzen es mir nicht erlaubten schneller zu laufen. Vor dem Berg blieb ich stehen und blickte mich um. Wie ausgestorben! Der Berg hatte nichts Böses an sich, also beschleunigte ich meine Schritte. Meine Wunden rissen nach jedem Schritt immer weiter auf und ich unterdrĂŒckte jeden Schrei. Zwar nicht so schlimm wie gestern aber sie taten weh. Ich hatte sehr gehofft, dass ich dort etwas finde, womit ich meine Schmerzen lindern könnte. Die letzten paar Meter rannte ich. Vor dem Berg blieb ich erneut stehen und erkannte zwischen den großen Steinen, die mir im Wege lagen, eine Öffnung. Ich lĂ€chelte. Doch plötzlich machte mich der Vogel auf sich aufmerksam. Ich schaute nach oben zu ihm. Es war ein Rabe mit pechschwarzem Federkleid. Der Vogel sah sehr schön aus, aber warum ist er mir vorhin nicht aufgefallen? Der Rabe beobachtete mich mit seinen schwarzen Augen. Er deutete mit seinem Kopf auf die Mauer. Ich war erst etwas verwirrt, sprang aber durch die Öffnung. Kapitel 1: Spiel des Lebens - deine Zeit lĂ€uft ab Tagen oder Wochen vergingen und ich verließ den Berg nicht. Ich dachte gar nicht dran raus zu gehen. Die Öffnung hatte ich zugedeckt, damit ich ĂŒberhaupt keine Chance hĂ€tte nach draußen zu gehen. Außerdem hatte ich große Angst. Angst, dass meine Verfolger mich finden wĂŒrden. Das durfte auf keinen Fall passieren. Ich war hier sicher! Das innere des Berges, sah fantastisch aus. Ich hĂ€tte niemals mit GĂ€ngen, SĂ€ulen und Treppen, welche ein einziges Labyrinth waren, erwartet. Ich hatte immer gedacht, dass das innere des Berges einfach nur aus purem Chaos bestand. Aber dies zeigte mir nun, wie ich mich tĂ€uschen konnte. Ich hatte sofort gewusst, dass dies das Werk der Zwerge war. Ich fand Zwerge schon immer faszinierend und sehr interessant. Außerdem waren sie ein nettes Volk. Mein Vater sagte zu mir einmal, dass die Zwerge uns hassen, da wir Elben sind. Aber dies hatte ich nie verstanden. Ich war sogar mit einem Zwerg sehr gut befreundet, bis er mich ... das erzĂ€hle ich ein anderes mal. Ich lehnte mich gegen eine kalte Wand und rĂŒckte meine dĂŒnnen Beine nĂ€her an meinem Körper ran. Mir war kalt und ich war nur von Dunkelheit umgeben. Ich schloss meine Augen, die in zwischen ziemlich brannten, da ich fast jeden Tag geweint hatte. Ich hatte schreckliches Heimweh. Aber warum ging ich einfach nicht nach Hause? Ganz einfach, meine Heimat wurde zerstört. Ich hatte alles verloren. Meine Freunde, mein Leben, meine Familie und mich selber. Ich wusste nicht mehr wer ich war und wohin ich gehörte. Gerade wollte ich mich hinlegen, als ich plötzlich Schreie hörte. GequĂ€lte Schreie eines Menschen halten durch den Berg und versetzten mich in Angst und Schrecken. Ich bekam eine GĂ€nsehaut, hielt die Ohren zu und pressten meine Augen zusammen. Ich hatte Panik. Plötzlich verstummten die Schreie und ich war wieder von Stillen umgeben. Ich wusste nicht mal woher die Schreie genauer kamen, da sie von den WĂ€nden zurĂŒck hallten. Aber neugierig war ich nicht. Ich versteckte mich lieber und wartete bis der Tod mir holte. Ich legte mich auf den kalten Boden und schloss fĂŒr paar Minuten die Augen. Ich war ein HĂ€ufchen Elend. Nach Stunden wachte ich wieder auf und versuchte aufzustehen. Meine Wunden waren zwar sehr gut verheilt, aber meine KrĂ€fte hatten mich verlassen, da ich schon seit Tagen nichts mehr gegessen hatte. Zwar fand ich eine Vorratskammer mit etwas Nahrung, aber diese stillte meinen Hunger nur fĂŒr kurze Zeit. Ich entdeckte einen dreckigen Spiegel im Zimmer wo ich lag. Ich ging dorthin und betrachtete mich in Ruhe. Ich trug ein schmutziges weißes Kleid. Meine langen, orangen Haare standen kreuz und quer in aller Himmelsrichtungen ab und ich sah sehr dĂŒnn aus. Zu dĂŒnn. Man hĂ€tte meinen können, dass ich jede Sekunde zusammen brechen wĂŒrde. Nachdem ich meine Haare ein bisschen zu Recht gemacht hatte, ging ich eine Treppe runter in einen Raum, der sehr nach eine KĂŒche aussah. Ich hatte Hunger und suchte deshalb nach etwas Essbarem. Als ich doch noch etwas Essbares gefunden hatte, hörte ich ein sonderbares GerĂ€usch. Ich hörte MĂŒnzen die auf den Boden landeten. Da wuchs meine Neugierde und ich ging aus der KĂŒche raus. Leise folgte ich dem GerĂ€usch und stieß schließlich auf ein Meer aus purem Gold. Meine Augen wĂŒrden grĂ¶ĂŸer. Überall lagen MĂŒnzen, GegenstĂ€nde aus Gold, Ketten, Waffen und vieles mehr. Es war unglaublich. Ich konnte meine Augen kaum davon abwenden. Ich war wie gefangen. Ich machte einen Schritt nach vorne und noch einen. Unter meinen FĂŒĂŸen spĂŒrte ich das Gold und ich sank leicht in dieses hinein. Wo kommt das ganze Gold her? Hatte dies was mit diesen Menschenschrei zutun, was ich in den letzten Tagen öfters hörte? Leise hob ich eine wunderschöne Kette aus Edelsteinen hoch und betrachtete diese aus allen Winkeln. Wunderschön! Wo kommt das nur her? Als ich eine weitere Kette hochheben wollte, erkannte ich ein paar Meter weiter unten, dass sich MĂŒnzen bewegten. Was ist das? Was ist da unten? Was geschieht da? Aber was genau es war, wusste ich nicht. Schnell ging ich nach hinten und versteckt mich hinter einer SĂ€ule. NatĂŒrlich lugte ich um die Ecke, da meine Neugierde nun mal zu groß war. Wieder bewegte sich etwas und ein schuppiger Schwanz kam zu Vorschein. Sofort wusste ich das es ein Drachenschwanz war. Doch verspĂŒrte ich keine Furcht, da ich Drachen schon immer faszinierend fand. Einige Meter entfernt, kam ein Drachenkopf zum Vorschein. Einzelne MĂŒnzen steckten noch zwischen seinen Schuppen und landeten schließlich auf dem Boden. Ich versteckte mich nun doch komplett hinter der SĂ€ule, da der Drache in meiner Richtung schaute. Hatte er mich bemerkt? Ich hoffte nicht. Dann hörte ich, wie er langsam umher wanderte, aber wohin genau wusste ich nicht. Angst und Panik drohten mich zu ĂŒberwĂ€ltigen. Zwar fand ich Drachen interessant, aber wusste auch, dass sie sehr gefĂ€hrlich waren. „Also Dieb, ich rieche dich. Ich kann deinen Atem hören. Ich spĂŒre du bist hier!“, hörte ich eine dunkle, rauer Stimme. Sie kam von dem Drachen, da war ich ziemlich sicher. Ich versuchte kein GerĂ€usch zu machen, da ich gehört hatte, dass Drachen sehr intelligent und auf keinen Fall zu unterschĂ€tzen waren. „Komm. Nicht so schĂŒchtern , komm ins Licht!“, sprach er weiter. Doch ich dachte nicht daran, mich zu zeigen also blieb ich hinter der SĂ€ule versteckt. Aber was wĂŒrde mir das bringen? FrĂŒher oder spĂ€ter wĂŒrde mich dieser Drache ehe finden und mich töten. Eine Weile hörte ich nichts mehr. „Hm. Da ist etwas an dir, was mir gehört! Etwas aus Gold. Doch ist es noch ein noch viel grĂ¶ĂŸerer Schatz!“ Ich ĂŒberlegte, was er damit meinen könnte. „Komm, zeigt dich!" Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und zeigte mich. Was tue ich da? Bin ich jetzt komplett verrĂŒckt? Ich ĂŒberlegte, ob ich wieder zurĂŒck und mich verstecken sollte, aber das war zu spĂ€t, denn der Drache hat mich schon entdeckt. Ich starrte den Drachen einfach nur an. Wie groß er war. Dieser Drache hatte ein reptilienartiges Aussehen. Aber sah wunderschön aus. „Ah, da bist du ja!“ Ich sagte nichts. Ich war nicht in der Lage etwas zusagen. Ich zitterte am ganzen Leibe. Dann kam er nĂ€her auf mich zu. „Sag Kleines, was machst du hier? Bist du hier um zu stehlen?“, fragte mich der Drache und fixierte mich mit seinen Augen. SchĂŒchtern schĂŒttelte ich mit meinem Kopf, da ich vor Angst nicht sprechen konnte. „Aber du hast gestohlen!“ Nun schĂŒttelte ich heftiger mit dem Kopf. „Nicht nur ein Dieb sondern auch eine LĂŒgnerin. Sag, wo kommst du her?“ Ich schluckte hart. „I-ich wa-bin, ich war auf der Flucht!“, sagte ich und kniff die Augen zusammen. Dann öffnete ich sie wieder und erkannte große, goldene Augen direkt vor mir. Ich erschrak und fiel nach hinten. Der Drache war mir sehr nah gekommen, als ich die Augen geschlossen hatte. „Auf der Flucht also? Vor wem?“ Der Drache wendete sich von mir ab. „Vor meinem Vater!“, diesmal klang ich etwas sicherer. Aber nicht sicher genug! Ich stand auf und ging einige Schritte zurĂŒck. „Und du suchst sicherlich ein Ort, wo du bleiben kannst, hab ich recht?“ Ich nickte nach einigen Minuten der Stille. „Aber ich lasse niemanden am Leben, der mich anlĂŒgt!“, ich schaute ihn an. „Ich habe aber nichts geklaut. Ich brauche nichts!“, flĂŒsterte ich und schaute auf meine HĂ€nde. „Du wagst also, den großen Smaug zu belĂŒgen? Das finde ich aber gar nicht weise, Kleine!“ Smaug also! So hieß der Drache. Ich schĂŒttelte den Kopf. „Nein, ich habe nicht geklaut, ich schwöre!“, diesmal wĂŒrde ich etwas lauter und starrte ihn böse an. Smaug ging einige Schritte von mir ab. “Ich habe einen Vorschlag fĂŒr dich! Ehe ein Spiel. Ich werde bis dreißig zĂ€hlen und du lĂ€ufst weg von mir. Du hast vierundzwanzig Stunden Zeit dich vor mir zu verstecken! Ist die Zeit um und ich finde dich nicht, dann glaube ich dir und du kannst hier bleiben! Aber wenn ich dich innerhalb dieser Zeit finde, töte ich dich!“, ich sah ihn entgeistert an. Meinte er das ernst? Er gab mir diese Chance? Ich dachte er wĂŒrde mich gleich verbrennen sobald er mich sieht. Aber jetzt? Machte er mir diesen Vorschlag? Kann ich ihm trauen? Nein, er ist ein Drache. Er ist vielleicht stark und hinterhĂ€ltig und das sollte man nicht unterschĂ€tzen. Aber ich habe ja nichts zu verlieren, außer meinem Leben. Ein Versuch ist es wert. Mit diesen Gedanken nickte ich entschlossen. „Gut, ich zĂ€hle von dreißig runter!“, Smaug begann und ich lief weg. Ich ĂŒberlegte wo ich mich verstecken könnte und sofort kann mir eine Idee. Schnell lief ich runter, ich hörte noch wie Smaug mir zurief, dass er bei zwanzig wĂ€re, also mĂŒsste ich mich beeilen. Und da war der perfekte Versteckt. Ich versteckte mich in einem Schrank. Es war nur ein sehr kleiner Raum. Da ich dĂŒnn und noch klein war, passte ich da perfekt rein. Smaug war bei fĂŒnf. Schnell schloss ich die TĂŒr zu und kauerte mich in dem kleinen Loch zusammen. Jetzt muss ich einen Tag warten. Aber es gab leider ein Problem. Ich hatte kein ZeitgefĂŒhl und eine Uhr ebenso nicht. Was mache ich jetzt? Auf einem Tisch lag doch eine Sonnenuhr. Warum habe ich mir diese nicht gleicht geschnappt? Ich brauchte diese Uhr. Der Count-Down war schon lĂ€ngst vorbei und Smaug war sicherlich schon auf der Jagd nach mir. Egal was passierte, ich brauchte diese Uhr. Ich hatte nur eine Chance. Also musste ich raus gehen, schnell diese Uhr schnappen und wieder hierher kommen – und das alles, bevor Smaug mich findet wĂŒrde! Und dann ging los ... Leise machte ich die kleine TĂŒr auf, lugte raus und analysierte die Umgebung. Ich sah keinen Schatten, hörte keinen GerĂ€usch oder Ă€hnliches. Also war der Drache noch nicht her. GebĂŒckt kam ich raus und sah die Sonnenuhr schon von weitem. GefĂŒhlt zwei Meter lag sie auf einem Tisch. „Wo bist du, Kleines?“, hörte ich Smaug reden. Die Stimme war nicht weit von mir entfernt, somit wusste ich, dass ich nicht viel Zeit hĂ€tte. Ich ging auf die Uhr zu, schnappte diese und achtete nicht rauf, wie mein Kleid an einer Waffen feststeckte und riss diese mit. Mit einem lauten Knall, landete die Waffe auf den Boden. Ich Trottel. Mist, schnell weg! Ich bĂŒckte mich nach unten und versteckte mich wieder in dem Loch. Ich presste meine Ohren an die TĂŒr und hörte wie Smaug vor meiner kleinen TĂŒr landete. Er war draußen und lauerte mir auf. Ich sah neben mir ein kleines Loch und schaute da durch. Ich sah wie Smaug um sich sah und weiter zog. Ich atmete aus und lehnte mich gegen die Wand. Ich hatte es geschafft! In den HĂ€nden trug ich die Sonnenuhr und war so erleichtert. Ich blickte nach oben und erkannte einen Sonnenstrahl. Zum GlĂŒck. Sonst wĂŒrde eine Sonnenuhr nicht funktionieren. Ich stellte die Sonnenuhr hin, somit wurde sie beleuchtet und ich musste nun nur noch warten bis vierundzwanzig Stunden um waren. „Hey Kleine, komm zeig dich!“, hörte ich Smaug durch den Berg brĂŒllen. Ich wachte auf. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich eingeschlafen war. Ich schaute runter auf die Uhr. Diese verriet mir, dass ich zehn Stunden lang geschlafen hatte. Ich muss nur noch vierzehn Stunden durchhalten. Warte, hatte Smaug wirklich zehn Stunden nach mir gesucht. Er gab wohl nie auf. Wie soll ich es nur ĂŒberleben? Aber ich muss durchhalten. Ich habe nur diese eine Chance und diese werde ich nutzen. Plötzlich krabbelte etwas an mir hoch. Ich sah runter und erkannte eine große fette Vogelspinne. Ich unterdrĂŒckte einen Schrei. Ich fand Vogelspinnen schon immer ekelig. Wo kam diese plötzlich her? Ich war in einem Loch und musste diese mit einer Vogelspinne teilen? Warum immer ich? Spinne? Eine Maus hĂ€tte es auch getan! Ich saß da und spĂŒrte jedes einzelne Bein von dem Tier auf meiner nackten Haut. Ich presste meine Augen zusammen. Ich durfte nicht schreien, sonst wĂ€re alle umsonst gewesen. Ich versuchte dieses Krabbeltier an den Beinen, von meiner Haut, zu lösen und zum GlĂŒck funktionierte das. Dann schĂŒttelte ich mich leise. Ich hatte Angst. Ich presste meine HĂ€nde auf meine Ohren und verlor das Bewusstsein. Als ich wieder bei Bewusstsein war, sah ich auf die Sonnenuhr runter. Doch - doch wo war sie? Dunkelheit! Moment, kann es sein, dass die Nacht eingebrochen war? Bestimmt, aber wie viele Stunden musste ich noch durchhalten? Ich musste warten bis die Sonne aufging und mir verriet wie lange ich noch um mein Leben kĂ€mpfen musste. Ich atmete aus. Es war dunkel. Moment, die Vogelspinne. Wo war sie? Diese Vogelspinne könnte jetzt ĂŒberall sein. Da es dunkel war, konnte ich nichts sehen. Ich blieb starr sitzen und versuchte mich zu beruhigen. Aber ob das half? Nur ein bisschen. Ich schloss meine Augen und versuche zu schlafen. Nach einigen Minuten oder Stunden, ich wusste nicht mehr genau wie lange, da ich kein ZeitgefĂŒhl mehr hatte, schlief ich ein. Ich muss nur noch eine Stunde durchhalten. Es wurde bald vorbei sein. Ich musste hier raus! Meine Knochen taten höllisch weh. Ich wartete. Nach zwanzig Minuten presste ich die Ohren an die TĂŒr, doch hörte nichts. Ich schaute durch das kleine Loch und erkannte etwas Goldenes mit schwarzen Pupillen. Ich riss die Augen auf. Mist, er hat mich gefunden! Ich schaute auf die Sonnenuhr. Noch vierzig Minuten! HĂ€tte er nicht spĂ€ter kommen können? Ich presste meinen RĂŒcken an die Wand. „Ich hab dich gefunden, MĂ€dchen!“, hörte ich ihn flĂŒsternd. Ich zitterte. Mist dieses Versteck war nicht gut genug. Ich wusste nicht was ich machen sollte. Ich hielt meine Ohren zu und presste meine Augen zusammen. Als ich meine Augen öffnete, bewegte sich plötzlich die TĂŒr und langen Kralle versuchten mich zu packen. „Gleich bist du meinst!“. Das war das einzige was ich hörte, bevor ich wieder mein Bewusstsein verlor. „Du bist aber sehr hartnĂ€ckig, MĂ€dchen!“ Ich wachte auf. Was? Was ist passiert? Moment, war ich nicht kurz vorm sterben? Ich schaute auf mich runter. Ich lebte! Ein Traum! Es war nur ein Traum! Ich schaute runter und tatsĂ€chlich, ich hatte noch zehn Minuten. Gespannt saß ich davor und wartete. Dann war es soweit. Die vierundzwanzig Stunden waren um und ich hatte es geschafft. Ich hoffte doch sehr, dass Smaug sich daran halten wĂŒrde, was er mir gesagt hatte. Normalerweise durfte man einem Drachen nicht vertrauen, da sie sehr hinterhĂ€ltig sein können. Ich öffnete die TĂŒr, kam aus meinem kleinen Versteck heraus und streckte mich. Meine Gliedmaßen taten höllisch weg. Aber nein, nicht schwach machen jetzt. Sicher stand ich auf und suchte Smaug. NatĂŒrlich fand ich ihn bei seinen ganzen MĂŒnzen. Ich kam auf ihn zu. Er wachte auf und sah mich verwirrt an. „Ich dachte du wĂ€rst Tod, Kleines!“ Ich verstand nicht was er genau damit meinte. „Hat dir diese Vogelspinne keine Angst eingejagt?“ Moment? Was? Vogelspinne, kann es sein, dass er m-? „Ich habe dich gerochen! Ich habe deine Angst gerochen!“, sprach Smaug und ich zitterte. War das alles umsonst? „Ich hĂ€tte dich gleich töten können, aber ich wollte sehen, wie hartnĂ€ckig du wirklich bist!“, mit diesen Worten warf er mir einen kleinen Beutel vor meinen FĂŒĂŸen. Ich verstand nicht, was er wollte. Ich sah ihn an. „Meinen Namen scheinst du zu kenne, aber ich kann mich nicht entsinnen, solche wie dich schon einmal gerochen zu haben. Wer bist du ?" Ich schluckte. „M-mara!“, antwortete ich neutral. Smaug drehte sich um und verschwand in das Meer aus Gold. Völlig verwirrt und entsetzt sah ich ihm nach und bemerkte den kleinen Beutel vor meinen FĂŒĂŸen. Ich hob es auf und öffnete diese. Ich holte den Inhalt raus und betrachtete diese. Ich bekam sofort TrĂ€nen in den Augen. In meinen HĂ€nden lagen Brot und KĂ€se. Ich sank zu Boden und brach in TrĂ€nen aus. Ich hatte ein zuhause!
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