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  1. 3 points
    Da Nelkhart Luhmanns h├Âchst interessante Systemtheorie kennt und sogar f├╝r wahr h├Ąlt, hoffe ich, da├č auf diesen Thread eingegangen wird. Dazu stelle ich - hoffentlich richtig - Luhmanns Theorie vor. Um diese Theorie zu verstehen, muss jedoch zuerst eine allgemeine Systemtheorie dargestellt werden. allgemeine Systemtheorie Erst einmal muss der Begriff "System" definiert werden. Ein System ist eine Menge bestimmter Entit├Ąten (hier: Elemente), zwischen denen bestimmte Relationen (hier: Beziehungen) vorliegen. Ein Beispiel anhand der Soziologie w├Ąre eine Freundschaft zweier Individuen. Hier kann eine "soziale Beziehung" (siehe "bestimmte Relationen") festgestellt werden. Diese soziale Beziehung der beiden Individuen impliziert den Systembegriff (handlungstheoretische Terminologie). Obwohl pr├Ązise Erfassungen von Relationen nur mathematisch m├Âglich sind, nahm die Biologie eine wichtige Stellung in der Systemtheorie ein: durch die Besch├Ąftigung mit organischen Systemen. Organische Systeme sind (im Unterschied zur klassischen Physik) ( ! ) offene Systeme zum unwahrscheinlichen Aufbau station├Ąrer Zust├Ąnde durch den permanenten Entzug von Energie aus der Umwelt. Dieser Vorgang ist eine ultrastabile Selbstregulierung (siehe Mensch als ( ! ) funktionierender Superorganismus): - "essentielle Variablen" (Lebensnotwendiges) werden innerhalb bestimmter Toleranzgrenzen gehalten (vergleiche Bio├Âkologie - kurzer Exkurs: au├čerhalb liegende Werte von Minimum und Maximum bedeuten f├╝r einen Organismus seinen Tod) - dem entgegenwirkende Umwelteinfl├╝sse werden mit "Gegenstrategien" beantwortet -> die Auswahl der richtigen Gegenstrategie zeugt von hoher Komplexit├Ąt (hier: die Vielfalt der M├Âglichkeiten in einem System (hier: System als Organismus) ): "Komplexit├Ąt hei├čt Selektionszwang, Selektionszwang hei├čt Kontingenz, und Kontingenz hei├čt Risiko." (Luhmann) -> alles Leben verk├Ârpere diesen Sachverhalt der Zielorientierung Wenn nun zwei selbstregulierende Systeme gekoppelt werden, ensteht ein neues selbstregulierendes System (man spricht dabei von Emergenz). Dabei m├╝ssen beide Teilsysteme gleichwertig nebeneinnder funktionieren. => Daher besteht eine Gesellschaft systemtheoretisch aus Systemen in Systemen in Systemen in Systemen usw. (da alle Individuen (siehe Superorganismus & ultrastabile Selbstregulierung) ein System darstellen: zwei Individuen ergeben eine Beziehung, mehrere Beziehungen eine soziale Ordnung, mehrere soziale Ordnungen eine Gesellschaft). Diese allgemeine Systemtheorie ist so nicht auf spezielle Forschungsgebiete oder Feldforschung anwendbar. Da Luhmanns Theorie auf einer anderen aufbaut, sei auch diese kurz skizziert: die Systemtheorie PARSONS' Ego & Alter (hier: sprachliche Variablen f├╝r zwei Individuen, vergleiche allgemeine Systemtheorie) wollen ( ! ) kooperativ irgendwelche Ziele in irgendeiner Umweltsituation erreichen: - die Situation wird dazu angemessen schematisiert - diverse Mittel werden mobilisiert und eingesetzt -> es kommt zu einer Abstimmung (nicht im Sinne einer Wahl) der Ziele => Demnach gebe es eine doppelte Kontingenz der Orientierungen, die Rekurs auf institutionalisierte Werte nehmen und sich durch die individuellen Biographien und der emergenten (siehe oben Emergenz) sozialen Beziehung (doppelte Systemreferenz) bedingen. Nach Parson gibt es da vier Grundfunktionen: die Adaption (Mittelmobilisierung), die Gerichtetheit (Zielrealisierung), die Integration (Handlungsbestimmung) & die Latenz (Inbegriff der handlungssteuernden Deutungsmuster) Auf diesem so genannten AGIL-Schema - dem Versuch, die Verfeinerung mehrerer Bereiche menschlichen Handelns aufzuzeigen - bauen nach Parson die gesellschaftlichen Teilsysteme (hier kein Individuum, sondern die Menge vieler Individuen) auf: Jedes Teilsystem hat neben den "outputs" eine Funktion f├╝r das ├╝bergeordnete System (hier: die ganze Gesellschaft), das wiederum von den funktional differenzierten Teilsystemen "bedient" wird - Beispiel anhand der Kultur: die Kultur gibt der Gesellschaft eine Orientierung vor, die Gesellschaft formiert aber auch Pers├Ânlichkeit, die Pers├Ânlichkeit steuert das Verhaltenssystem. <-> Ohne Organismus oder Verhaltenspotential gibt es keine Pers├Ânlichkeit, ohne Pers├Ânlichkeit keine Gesellschaft. Nach Parson gibt es vier Teilsysteme in einer Gesellschaft (hier als umfassendstes soziales System): - institutionalisierte Kultur (L [vergleiche Buchstaben mit dem AGIL-Schema]) - gesellschaftliche Gemeinschaft (I; z.B. Stamm, Nation) - Politik (G) - ├ľkonomie (A) die LUHMANNsche Systemtheorie Je h├Âher die Eigenkomplexit├Ąt eines Systems ist, desto h├Âher sind seine "├ťberlebenschancen" (vergleiche Darwins Evolutionstheorie & die darauf heute aufbauende erweiterte Evolutionstheorie). Zum ├ťberleben muss also eine Steigerung und Organisierung der Eigenkomplexit├Ąt wegen des Selektionskampfs (siehe "survival of the fittest") passieren. Diese Steigerung und Organisierung wird durch einen "Sinn" erreicht. Der Sinn steigert die Eigenkomplexit├Ąt eines Systems enorm, da jeder bestimmte Sinngehalt in einem unendlichen Horizont weiteren Erlebens steht. Dadurch entsteht eine Versch├Ąrfung des Selektionsdrucks (die daraus resultierende "Unruhe" ist charakteristisch f├╝r sinnhaft operierende Systeme). Durch die doppelte Kontingenz der Erwartungen (in einer Beziehung zweier Individuen, sprich hier Systeme, hat jeder der beiden Erwartungen an den anderen; siehe Ego & Alter) gibt es eine scheinbare Steigerung (der Eigenkomplexit├Ąt). Die innere "Unruhe" (siehe oben) wird jedoch durch eine radikale Temporalisierung der Systemelemente aufgefangen: dies geschieht durch die Kommunikationen und Handlungen (hier als Ereignisse), die die Elemente sozialer Systeme sind - ( ! ) nicht die Individuen/Menschen. Luhmann untermauert hiermit die Verbannung des Individuums in die (in seine) Systemumwelt): "Kommunikation erzeugt Kommunikation und reagiert auf Kommunikation." -> F├╝r Individuen ist kein Platz in diesem selbstreferentiell geschlossenen Zirkel (die Individuen sind Teil hiesiger Umwelt). Wer es bis hierhin geschafft hat, kommt nun endlich zu der zu diskutierenden Aussage Nelkharts: Nach obiger Darstellung der Systemtheorie ist die "poetische Wahrheit" ein System, das in Korrelation zu den Systemen der ersten Ebene, also den Individuen steht. Dieses System der poetischen Wahrheit wird von den Individuen 'geschaffen' und erh├Ąlt sich dadurch durch ein h├Âheres selbstregulierendes System anderer Eigenkomplexit├Ąt selbst am Leben, soda├č es auf einige wenige Indivuduen so einwirken kann, da├č diese die "poetische Wahrheit" dem gro├čen Rest der anderen Individuen mitteilen k├Ânnen. Eines dieser Inviduen war demnach Tolkien, das durch die Verbannung in seine Systemumwelt diese in die "poetische Wahrheit" einweihen konnte. Tolkien war folglich 'nur' - salopp gesagt - "Opfer" des Systems der poetischen Wahrheit, das durch gewisse kommunikative Aktionen und Reaktionen gerade ihn 'auserkoren' hat, was nur durch die hohe innere "Unruhe" des Systems der poetischen Wahrheit m├Âglich war. Ist das so Luhmanns theoretischer Ebene entsprechend, Nelkhart? Nach dieser Deiner auf Luhmanns Theorie aufbauender These m├╝sstest Du, ja m├╝sste ( ! ) die Menschheit, den Nachfolger ja bald finden, sofern Luhmann und Du Recht haben. Ich hoffe sehr, da├č dies eintreten wird. Ein Nachfolger Tolkiens w├Ąre ein wunderbares Geschenk an das allumfassende System der Menschheit. Zu guter Letzt m├Âchte ich als System "raukothaur" oder Ego dem System "Nelkhart" oder Alter f├╝r seine kommunikative Aktion gedanklichen Austausches danken, die diese kommunikative Reaktion erst erm├Âglicht hat. Anmerkung an Mods: Bin mir unsicher, in welchem Unterforum das Thema am besten aufgehoben ist. Vielleicht in "Tolkiens Leben" oder in "Tolkiens Fans"? Darf gerne verschoben werden. Die Quelle zu den Systemtheorien: Rainer D├Âbert, Systemtheorie, Aufsatz im Handbuch religionswissenschaftlicher Grundbegriffe, Hubert Cancik, Burkhard Gladigow, Karl-Heinz Kohl (als Hrsg.) , S. 152-160
  2. 2 points
    F├╝r weitere Informationen: https://www.tolkiengesellschaft.de - Erste Folge Online.
  3. 2 points
    Das "magische Klima" in den Ring-Refugi├źn oder gar in Aman kann dieser meteorologische Ansatz nat├╝rlich nicht erfassen.
  4. 2 points
    Ach so... damit meintest du wahrscheinlich gar nicht mich Jo von mir aus k├Ânnten wir das auch in einem Thread kl├Ąren - wenn das f├╝r alle Recht ist.
  5. 2 points
    Eigentlich finde ich, ist der Titelverteidiger der nicht kommt, verpflichtet die Alkoholrechnung des Forumstreffens zu ├╝bernehmen, quasi als Ausgleich f├╝r den entgangenen Spa├č...
  6. 1 point
    Seelisch Vergessen Kapitel 1 - Eine unvorhergesehene Gesellschaft Jahre 2941 D.Z / Auenland In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit mit seiner Ziehtochter. Die gr├╝ne, runde T├╝r, der Hobbith├Âhle, f├╝hrte zu einer r├Âhrenf├Ârmigen Halle. Die B├Âden waren mit Fliesen und Teppichen ausgelegt und die R├Ąume mit St├╝hlen und Schr├Ąnken. Die H├Âhle bestand aus Schlafzimmer, Badezimmer, Keller, Speisekammern, K├╝che, Esszimmer und Arbeitszimmer. Aus dem kleinen, runden Fenster hatte man einen tollen Ausblick auf den kleinen Garten. Ich lebte bei einem Hobbit, namens Bilbo Beutlin. Er mochte keine Abenteuer, im Gegensatz zu mir. Manch ein Hobbit hatte in seinem ganzen Leben noch nie die Grenzen des Dorfes ├╝bertreten. Eines Tages sa├č ich auf der Bank vor unserer H├Âhle und betrachtete mein Schwert, das ich von meinen Eltern zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Ich erinnerte mich an die sch├Âne Zeit. Wir lebten friedlich, andrerseits gef├Ąhrlich. Pl├Âtzlich setzte sich Bilbo neben mich und fing an seiner Pfeife zu rauchen. Ich kicherte und fragte ihn freundlich: ┬╗Ist die K├╝che sauber?┬ź Beleidigt nickte er und sah auf das Schwert. Der Hobbit nahm einen kr├Ąftigen Zug aus seiner Pfeife und lie├č den Rauch langsam entwichen. ┬╗B├║seyra? Warum tust du dir das an? Dir geht es nicht gut dabei, wenn du an deiner Vergangenheit erinnerst. Warum besch├Ąftigst du dich mit deiner Geschichte?┬ź Ich schwieg und dachte ├╝ber Bilbos Worte nach. Je mehr ich ├╝ber meine Vergangenheit nachdachte, umso schlechter f├╝hlte ich mich. ┬╗Ich wei├č Bilbo! Ich kann es nicht einfach ablegen, wie ein Mantel. Ich bin nur mal das, was ich bin. Du musst mich verstehen.┬ź Bilbo nickte stumm und schloss seine Augen. ┬╗Ich bin eine Wikingerin! Ich wei├č, dass du nicht viel davon h├Ąltst. Meine Familie und Bekannten waren alle Wikinger und wurden von Elben get├Âtet. Sie haben versucht, unsere Rasse auszurotten. Ich bin die Einzige, die ├╝berlebt hatte und ich werde diese ÔÇ×RasseÔÇť, wenn man sie so nennen sollte, nicht ausrotten lassen.┬ź, f├╝gte ich hinzu und konnte sp├╝ren, dass Bilbo wusste, dass ich w├╝tend wurde. ┬╗Es tut mir leid, dich ver├Ąrgert zu haben. Das wollte ich nicht.┬ź Ich l├Ąchelte und nahm seine Entschuldigung an. Doch pl├Âtzlich lachte er herzlich auf, woraufhin ich ihm in den Bauch boxte. Leider verga├č ich dabei, welche Kraft meine Schl├Ąge besa├čen und so fiel der kleine Hobbit, eigentlich war er genauso gro├č wie ich, von der Bank runter. ┬╗Wenn ich ehrlich sein soll, bewundere ich es! Egal wie merkw├╝rdig die M├Ąnner dich ansehen oder ├╝ber dich reden, du l├Ąsst dich nicht einsch├╝chtern. Du bleibst so, wie du bist. Du l├Ąsst dich nicht unterkriegen und das finde ich wirklich mutig von dir. Ich bewundere dich!┬ź, sagte er l├Ąchelnd und ich wurde leicht rot. ┬╗Danke Bilbo, das h├Âre ich gerne!┬ź Ersch├Âpft stand ich auf und streckte mich ausgiebig, sodass hier und dort einige Knochen knackten. L├Ąchelnd fuhr ich mir durch die blonden Haare und erkannte eine unbekannte gro├če Gestalt vor uns. Er hatte einen spitzen grauen Hut, einen Stock - der l├Ąnger war als er und einen grauen Bart. ┬╗Guten Morgen!┬ź, sagte Bilbo zu der Gestalt freundlich und ich wusste, dass er es ehrlich meinte. Auch ich w├╝nschte dieser Gestalt einen guten Morgen. ┬╗Was meint Ihr damit?┬ź, fragte er mich. ├ťberfordert sah ich ihn an und setzte mich wieder hin. Schnell hob ich mein Schwert hoch und legte dieses auf meinen Scho├č. ┬╗W├╝nscht Ihr mir einen guten Morgen oder meint Ihr, dass dies ein guter Morgen ist, gleichviel, ob ich es w├╝nsche oder nicht. Meint Ihr, dass Euch der Morgen gut bekommt oder, dass dies ein Morgen ist, an dem man gut sein muss?┬ź ┬╗Alles auf einmal, nehme ich mal an.┬ź, sagte ich etwas unbeholfen. ┬╗Kenne ich Euch?┬ź, erkundigte ich mich schlie├člich und packte mir eine blonde Haarstr├Ąhne hinter das Ohr. Auch Bilbo war neugierig. ┬╗Ich wei├č, wie Ihr beiden hei├čt, Mister Bilbo Beutlin und B├║seyra Runa. Und Ihr kennt auch meinen Namen! Ich bin Gandalf.┬ź, sagte dieser Gandalf letztlich und deutete eine Verbeugung an. ┬╗Gandalf!┬ź, sagte ich verdutzt und ging einen Schritt auf ihn zu, w├Ąhrend Bilbo mich stumm beobachtete. ┬╗Doch nicht der Gandalf, der an Festtagen immer wundervolle Geschichten von Orks, Elben, Riesen und Drachen erz├Ąhlt hat? Ich bitte um Verzeihung, aber ich hatte keine Ahnung, dass Ihr noch im Gesch├Ąft seid!┬ź, sagte pl├Âtzlich Bilbo ├╝berrascht und rauchte weiter. ┬╗Was treibt Euch in diese Gegend?┬ź, wollte er wissen. ┬╗Nun, ich bereite ein Abenteuer vor und bin auf der Suche nach Jemandem, der sich daran beteiligen m├Âchte.┬ź Seine Stimme wurde bei jedem Wort geheimnisvoller. ┬╗Und diesen Jemand habt Ihr wirklich hier gefunden?┬ź, grinste ich. Gandalf nickte. ┬╗Das glaube ich nicht! Wir sind hier alle ruhige und einfache Leute, au├čer B├║seyra. Damit hat man nur Scherereien und ├ärger und kommt zu sp├Ąt zum Essen. Tut mir leid, wir suchen kein Abenteuer, aber ich w├╝rde mich freuen, wenn Ihr zum Tee kommen w├╝rden!┬ź, sagte Bilbo freundlich, zog mich hinter der gr├╝nen T├╝r und schloss sie ab. Verwirrt sah ich ihn. Bilbo versuchte meinen Blick auszuweichen und ging in die K├╝che, w├Ąhrend ich ihm folgte und fragte:. ┬╗Warum in aller Welt hast du Gandalf zu einem Tee eingeladen?┬ź Sp├Ąt am Abend legte Bilbo seinen Fisch auf den Teller und presste eine Zitrone aus, als es pl├Âtzlich an der T├╝r klopfte. Verwirrt blickte ich ihn an, da er gegen├╝ber mir sa├č, und stand auf. ┬╗Erwartest du jemand?┬ź, wollte ich wissen. Doch er sch├╝ttelte den Kopf. Neugierig ging ich auf die runde T├╝r zu, blieb eine Weile stehen und sah an mir herunter. Ich trug eine enge braune Hose und dazu passende braune Stiefel, die mir bis zu den Waden reichten. ├ťber meinem blauen Tunika trug ich ein Kettenhemd ohne ├ärmel. Dar├╝ber trug ich eine braune Weste mit sch├Ânen Verzierungen, die mir bis zu den Becken reichten. Die Schwertscheide aus Leder mit G├╝rtelschleife war um meine Taille gebunden. Meine blonden Haare reichten mir bis zu den Schulterbl├Ąttern. Es gab keinen richtigen Schnitt und sah ziemlich struppig aus. Ich hatte blaue Augen und eine helle Haut. Die Kleidunge: http://www.bilder-hochladen.net/i/lxag-w-50b6.png Das Aussehen: http://www.bilder-hochladen.net/i/lxag-x-8abb.png Langsam ├Âffnete ich die T├╝r und fragte mich, wer es sein k├Ânnte. Es war ein Zwerg. Verwirrt sah ich ihn an und verzog leicht mein Gesicht. Was zum Kuckuck! Seine Gesichtsbehaarung war ausgepr├Ągter, als die auf seinem Kopf, da er mehrere T├Ątowierungen auf seinem Kopf hatte. Auf seinem R├╝cken trug er eine gro├če Streitaxt. Ebenso sah er mich verwirrt an. Angeblich hatte er noch nie eine Wikingerin gesehen. ┬╗Dwalin! Zu Euren Diensten!┬ź, sprach er in einer tiefen Stimme und verbeugte sich vor mir. Um etwas zu sagen, sagte ich: ┬╗B├║seyra Runa! Zu Euren Diensten! Kennen wir uns?┬ź Der Zwerg, der sich als Dwalin vorgestellt hatte, trat in die H├Âhle und sah mir tief in die Augen. ┬╗Nein!┬ź Dann zog er seinen Umhang aus. ┬╗Gut riecht es hier, B├║seyra!┬ź, lobte er mich und ging in die K├╝che. Ich lugte mit meinem Kopf nach drau├čen, um nachzuschauen, ob er alleine war. Er war alleine und somit schloss ich die T├╝r hinter mir zu und folgte ihm in die K├╝che. Dort setzte ich mich auf einen freien Stuhl und ├╝berkreuzte die Beine. Bilbo und ich sahen ihm zu, wie er alles aufa├č, so als, ob er kurz vorm Verhungern w├Ąre. Erneut klopfte es an der T├╝r, als Bilbo den Zwerg in der K├╝che eine Sch├╝ssel Brot ├╝berreichen wollte. Ich sah in Richtung der Eingangst├╝r und Bilbo riss ihn auf. Ich konnte h├Âren, wie ein gewissen Balin fragte, ob er zu sp├Ąt kommen w├╝rde. Dann kam er zu uns und begr├╝├če Dwalin. Der Zwerg hatte einen langen wei├čen Bart, der teilweise in zwei H├Ąlften gespalten war. Ich zog verwundert eine Augenbraue in die H├Âhe, als sich die beiden die K├Âpfe gegeneinander schlugen. Zwergen! ┬╗Gibt es noch etwas zu essen?┬ź, fragte mich Dwalin. Zum Gl├╝ck kam mir Bilbo zur vor und versuchte seinen Besucher gut zu versorgen. Freundlich fragte er, was sie wollten. Von mir h├Ątte sie geh├Ârt: ┬╗Nein und jetzt raus hier!┬ź So war ich. Wie meine Mutter. Unfreundlich und manchmal kalt. So war ich zumindest zu den Fremden. Zu den Leuten, die mir bekannt waren, war ich freundlich und hilfsbereit. Und diese beiden Zwerge waren offensichtlich Fremde, die nichts in meiner und Bilbos Hobbith├Âhle zu suchen hatten. W├Ąhrend Bilbo verzweifelt versuchte eine Antwort aus den Zwergen herauszubekommen, sa├č ich auf einem Stuhl im Esszimmer und sah mir unsere G├Ąste an. Ich wusste, dass sie zu den Durins Volk geh├Ârten. Auch ich mochte ebenfalls keinen Besuch, wie Bilbo, der einfach so hereinspazierte und so tat, als ob ihm das Haus geh├Âren w├╝rde. Sie hatten keine Manieren. Pl├Âtzlich schellte die T├╝rglocke und ich erhob mich. Genervt ging ich auf die T├╝r zu, riss sie auf und schaute meinen Besuch w├╝tend an. Vor mir standen zwei junge Zwerge. Genervt st├Âhnte ich auf. ┬╗Fili┬ź, sagte der Blonde l├Ąchelnd. ┬╗Und Kili! Zu Euren Diensten!┬ź, f├╝gte der andere hinzu, nachdem er mich gemustert hatte, und verbeugten sich vor mir. ┬╗Zwerge! Wir haben heute keine G├Ąste erwartet. Geht jetzt! Es sind genug Zwerge bei uns!┬ź, sagte ich schnell und wollte gerade die T├╝r schlie├čen, als der Dunkelhaarige seinen Fu├č dazwischen stellte. ┬╗Super. Die anderen sind bereits da!┬ź Und im n├Ąchsten Moment wurde ich von den Zwergen zur Seite gedr├Ąngt. Zuerst kam Kili hinein, gefolgt von Fili. Dieser blieb vor mir stehen und dr├╝ckte sein Schwert in meine H├Ąnde. ┬╗Vorsichtig damit! Ich habe sie gerade geschliffen!┬ź Was bildete er sich ein? W├╝tend gab ich ihm sein Schwert zur├╝ck, woraufhin er mich erschrocken ansah. ┬╗Ich bin nicht deine Sklavin, Fili. Ich habe selber Waffen, also achte selber auf sie auf, verstanden?┬ź, damit wendete ich mich von ihm ab und verschwand ins Wohnzimmer. ┬╗Er hat nicht erw├Ąhnt, dass Bildo Beutlin eine bezaubernde Frau hat.┬ź, umschmeichelt mich der anscheinend j├╝ngere Kili, nachdem er mir gefolgt war. ┬╗Ich bin nicht seine Frau┬ź, sagte ich grinsend. ┬╗Ich bin seine Ziehtochter!┬ź Stille. Erst sah Kili ziemlich geschockt aus, aber dann grinste er. Was ging nur in seinem Kopf vor? Ich musste zugeben, dass ich mit solchen Umgangsformen von den Zwergen niemals erwartet h├Ątte und diese lie├čen mich leicht err├Âten. Ich ging in die K├╝che, gefolgt von Kili und musste dabei zusehen, wie die Zwerge dabei waren, die M├Âbel zu verschieben. Ich wusste, dass der Zwerg hinter mir stand, also drehte ich mich zu ihm um und fragte fl├╝sternd: ┬╗Seit ihr etwa hierhergekommen, um unsere M├Âbel zu verschieden?┬ź, ich h├Ârte, wie er lachen musste, und verneinte die Frage. Doch den wahren Grund wollte er mir nicht erz├Ąhlen. Erschrocken fuhr ich zusammen, als jemand erneut an der T├╝r klopfte. Hektisch ├Âffnete ich die T├╝r und acht weitere Zwerge fielen auf unsere Fliesen. Hinter ihnen steckte eine bekannte Gestalt seinen Kopf durch die T├╝r und ich konnte mir erkl├Ąren, wer hinter diesem ganzen Chaos steckte. ┬╗Gandalf!┬ź
  7. 1 point
    Richtig. Die Cuivienyarna ist nur eine Geschichte. Genau wie alles andere, was wir ├╝ber Arda wissen. Aber ist sie mehr Mythos als die Ainulindal├ź oder selbst Pippin, dessen Existenz einwandfrei belegt zu sein scheint? Geschichtliche Dekonstruktion in Phantasiewelten hat sicherlich ihren Reiz. Sofern man dar├╝ber hinwegsehen kann, da├č sie v├Âllig sinnlos ist.
  8. 1 point
    Ich m├Âchte noch einmal betonen, obwohl ich das schon sehr oft gesagt habe: Es geht nicht um die Unterscheidung zwischen Literaturwissenschaftlern und Nicht-Literaturwissenschaftlern. Sondern es geht lediglich um die Anerkennung, dass Tolkien ein dichterischer Schriftsteller war und dichterische Texte geschrieben hat. Das anerkennen zwar auch viele "Mittelerde-Forscher", aber sie tun dann so, als seien die Texte Tolkiens eben keine literarischen Texte. Das ist ein so gravierender Unterschied, dass letzteres eben nichts mehr mit der Auseinandersetzung der Tolkiensichen Absichten zu tun hat. Und zweitens: das ist kein Unterschied zwischen Personen, Joran, sondern ein Unterschied zwischen Methoden. Ein und derselbe Tolkienfan kann sowohl pseudohistorisch vorgehen als auch literarisch. Ich selber gehe ziemlich oft pseudohistorisch vor, wenn ich Kindern und Jugendlichen was ├╝ber die Silmarillion-Sagen erz├Ąhle. Und ich h├Ątte null Probleme, bei einer Dramatisierung f├╝r Theaterb├╝hne oder H├Ârspiel pseudohistorisch vorzugehen. Aber ich gehe literarisch in Foren vor. Letzteres zum Teil darum, weil man eben oft der Meinung ist, Tolkien selber sei ein Weltenbauer gewesen und habe dazu sozusagen Texte entwickelt. Mein immer wieder eingebrachter Vorschlag, die Sicht auf Tolkien als literarischen Dichter in ein eigenes Unterforum zu bringen, entspringt meiner Verzweiflung, dass man Tolkien als literarischen Schriftsteller fast gar nicht mehr wahrnehmen kann, weil das Weltenbauen alles ├╝berlagert. Da Tolkien aber deutlich sich auf andere literarische Werke bezogen hat und ganz deutlich fiktionale Literatur geschrieben hat, braucht er heute Menschen, die ihn auch noch so lesen wollen, wie er es eben gemeint hat und wie er es selber noch gelernt hat. Ich werde aber irgendwann aufgeben. Die Gr├Ąben ziehe nicht ich, sondern die anderen, die meinen, mein eigener doch ganz selbstverst├Ąndlicher Ansatz, Tolkien auch so zu lesen, wie man in der Schule gelernt hat, D├╝rrenmatt oder Max Frisch oder Thomas Mann oder Goethe oder Dostojewski zu lesen, m├╝sse verteidigt werden. In der Diskussion ├╝ber "Notion Club Papers" wurden die pseudohistorischen Ans├Ątze immer wieder gegen die literarischen ausgespielt und hat am Ende die Diskussion zum Erliegen gebracht. W├Ąre von vornherein klar gewesen, dass man Tolkien da als literarischen Schriftsteller versteht, w├Ąre das gemeinsame Lesen fruchtbarer geworden. Ich bin des Kampfes allerdings langsam m├╝de. Mir scheint, da werden ja fast Weltanschauungen gegeneinander ausgespielt. Ich kann doch morgen Schach spielen und heute Domino. Das ist doch kein Drama, dass man da ein "Schach"-Unterforum und ein "Domino-Unterform" aufmacht. Tolkien hat sen ganzes Leben die Probleme seiner Zeit in dichterische Form gekleidet, und meiner Meinung nach geh├Ârt das in eine Tolkienabteilung dazu. Und das darf meiner Meinung nach nicht untergehen in einem zugegebenen sehr viel gr├Â├čeren User-Bed├╝rfnis, die Atlanten zu studieren und die elbischen Sprachen zu lernen oder als Tattoo zu benutzen. Eigentlich d├╝rfte es dann ja auch keine extra Sprachabteilung geben, wenn alles gemischt sein soll. Auf die Dauer ist es f├╝r mich nicht gesund, wenn man meine Haltung Tolkien gegen├╝ber st├Ąndig als "literaturwissenschaftlich" bezeichnet und damit mein Anliegen grundlegend missversteht. Die k├╝rzlich hier gelaufene Kurzdiskussion zwischen Tolwen und mir bez├╝glich der im "Hobbit" Gestorbenen war ein Musterbeispiel f├╝r das, was ich als literarische Untersuchung bezeichne. Da liest man den Text nicht so, als seien die Figuren ganz real, und man k├Ânne alles M├Âgliche hinzuerfinden, sondern man untersucht, wie Tolkien die Figur beschrieben hat. Und Tolwen ist mit Sicherheit kein Literaturwissenschaftler. Jeder kann das hinkriegen, wenn er bereit ist, Tolkien als dichterischen Schriftsteller anzuerkennen. Dazu braucht man ├╝berhaupt kein Literaturstudium, daszu braucht man nicht einmal ein Abitur. Aber ein Verst├Ąndnis daf├╝r - das Tolkien ganz selbstverst├Ąndlich hatte -, wie Literatur funktioniert. Pseuhistorie funktioniert ganz anders. Aber vielleicht ist es gut, Joran, dass Du hier geschrieben hast. Es meldet sich ja von der Admin-Seite hier ja auch keiner mehr zur Sache. M├Âglicherweise ist es besser, dieses Forum den Weltenbauern oder Pseudohistorikern zu ├╝berlassen, denn sonst h├Ątte man ja schon l├Ąngst von der verantwortlichen Seite Laut gegeben. Ich glaube, dass Cadrach und ich, die wir beide in tolkien-buecher.de geschrieben haben und das Konzept entscheidend miteintwickelt haben, seit dem "Untergang" von tolkien-buecher.de den Verlust gerne irgendwie auffangen w├╝rden und in diesem Forum zumindest einen teilweisen Ersatz herstellen wollen. Aber dazu muss ein Forum mitziehen. Vieles ist hier vielleicht wirkich falsch, weil man eben die literarische Diskussion immer wieder neu mit literaturwissenschaftlicher Diskussion verwechselt. M├Âglicherweise sollte man hier wirklich alles so lassen wie es ist und die literarische Untersuchung der Werke Tolkiens im Forum der DTG - der Deutschen Tolkien-Gesellschaft - unterbrigen. Denn die Tolkiengesellschaft versteht sich als literarische. M├Âglicherweise hast Du mich jetzt richtig davon befreit, Joran, hier in diesem Forum immer wieder neu darauf hinweisen wollen zu m├╝ssen, dass Tolkien ja Literatur geschrieben hat, nach althergebrachten Regeln. Man kann auch woanders Tolkien die Ehre geben, die ihm geb├╝hrt. :-)
  9. 1 point
    Die einen finden halt den Verlust einer "Pers├Ânlichkeit" (mit der sie sich vielleicht auf irgendeine Weise verbinden k├Ânnen) tragischer als das Schicksal der Anschlagsopfer (die ihnen anonym bleibt). Andere wieder umgekehrt. Es ist mM nach jedem selbst ├╝berlassen ├╝ber wen und inwiefern er trauern will.
  10. 1 point
    Ich verk├╝nde hiermit offiziell: Das Forumstreffen 2011 findet statt. Wir haben nun die Mindestanzahl an Teilnehmern zusammen... ...und wir freuen uns auf weitere zahlreiche Anmeldungen :-)
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